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        <title>Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde</title>
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            <forname>Georg Friedrich</forname>
            <surname>Kolb</surname>
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DEUTSCHLAM) — Bayern (Land und Leute). 
lui Jahre 1852 stieg die Zahl der Auswanderer hlos nach Amerika 
auf 19,443, durchschnittlich mit 225 H. Vermögen (zusammen also 
mit beinahe 5 Mill.). Hievon kamen 7499 Auswanderer auf die drei 
fränkischen Kreise. — Aus der Pfalz wandorten aus : 
1852 : 8,908 Fers, mit 2’024,000 il. Vermögen 
185.3: 9,497 - - 1’578,000 - - (dav. lieiml. Answand. 4295) 
1854; 9,47.3 - - 1’707,000 - - 5047 
Zus. in .3 Jahren 27,878 Fers, mit 5’.309,000 fl. Vermögen. (ln 2 Jahren 9.34 I) 
Die heimlichen Auswanderungen fanden beinahe sämmtlich von 
jungen Männern statt, welche sich der Conseriptionslast entziehen 
wollten. Die Zahl der bereits Eingereihcten, welche desertirten und 
auswanderten, ist nicht eingerechnet. 
Coufessionen. Man zählte 1852: Katholiken 3M 70,333, Prote 
stanten 1’233,894 (nämlich; Lutheraner 900,380, lieformirte 2431, 
und Unirte in der Pfalz 325,077), Mennoniten und Griechen 5,500, 
Juden 50,033. Die meisten Lutheraner leben in Mittelfranken (408,91 1) 
und Oberfranken (280,223), die wenigsten Protestanten in Niederbayern 
(2092) und Oberbayern (11,959). Die Juden sind am zahlreiclisten 
in Unterfranken (15,834), der Pfalz (15,000) und Scliwaben (0305), 
am wenigsten zahlreich in Niederbayern (10), der Oberpfalz (910) und 
Oberbayern (1218). Die meisten Mennoniten sind in der Pfalz (3384). 
Städte. Es gibt 8131 Gemeinden. Diese bestehen aus 232 Städten, 
417 Märkten, 22,383 Dörfern und Weilern, und 21,584 Einöden und 
Mühlen. Bevölkerung 1855: München 132,113 Einwohner (mit den 
früher nicht dazu gerechneten Gemeinden Au etc.; 1780 blos 37,200; 
1810: 00,000; 1852; 100,715). 
Nürnberg . . . . 50,.398 
Augsburg .... 40,095 
Wurzburg .... .32,598 
f liegensburg . . . 25,792 
Bamberg .... 22,391 
f Bayreuth .... 17,372 
Fürth 17,341 
Ingolstadt .... 15,025 
f Ansbach .... 11,975 
Die mit f bezeichneten Städte hatten bei der Bevölkerungsaufnahme von 
1855 gegen 52 eine Verminderung der Einwohnerzahl. 
Gebietsveränderunyen. Nachdem in Folge Ablebens des Kurfürsten 
Max Joseph III. (20. December 1777) und des Teschener Friedens 
(13. Mai 1779) die Rheinpfalz und Bayern vereinigt worden, war der 
Bestand des Pfalz-Bayerischen Churstaats vor der Revolution: 
Speyer (1852) . . 11,749 
Landau (1852) . • 11,054 
Fassau .... 11,540 
t Landsliut .... 11,.310 
Kaiserslautern (1852) 11,196 
Amberg .... 10,83.3 
f Erlangen .... 10,709 
Straubing .... 10,00.3 
1. Bayern, a. Ilcrzogthum Bayern 
b. Oberpfalz 
c. Fürstenthum Neuburg 
d. - Sulzbach 
2. Unter- oder Eheinyfalz 
.3. Herzogihtmi Jülich und Bergen 
Es gehörten zur Rheinpfalz : 
Theile des jetzigen Pfalzkreises; - 
Q.-M. Einw. 
570 990,000 \ Q.-M. EInw. 
130 175,000 y 04 r.300,000 
52 92,000 ( ’ 
26 4.3,000 ) 
150 400,000 
. 130 400,000 
Zusammen 1,064 2’100,000 
Mannheim, Heidelberg und einige 
- zu Jülich und Berg; Düsseldorf,</div>
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