<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde</title>
        <author>
          <persName>
            <forname>Georg Friedrich</forname>
            <surname>Kolb</surname>
          </persName>
        </author>
      </titleStmt>
      <publicationStmt />
      <sourceDesc>
        <bibl>
          <msIdentifier>
            <idno>834619415</idno>
          </msIdentifier>
        </bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div>VEREINIGTE STAATEN — Land und Leute. 
301 
in Wisconsin von 30,945 Einw. auf 305,391 — 886,88 ®/o 
in Iowa „ 43,112 „ „ 192,214 = 845,85 „ 
in Arkansas „ 97,574 „ „ 209.897 — . . 
Die geringste: in Vermont, blos 7,59. in New-Hampshire 11,7o, und in 
Sil d-Carolina 12,47 %. 
Sollte in den nächsten Dccennien eine verhältnissniässig gleich 
grosse Bcvölkeningsziinahnn* stattiinden, wie ziemlich regelmässig in 
den letztverflossenon (i Jahrzehnten (nämlich etwa J&amp;lt;3 1 roc. in jedei 
dieser Perioden), so würde dici Rinwohnerzahl der 1 nion schon 1860 
fast 31, zu Ende des Jalirhnnderts aber (also in 44 Jahren) beinahe 
100 Mill. (97% Mill.) betragen. Halten wir auch eine soweit in die 
Zukunft reichende Rechnung (obwohl ihr Ergebniss im gegebenen Falle 
am wenigsten unwahrscheinlich wäre) dennoch für höchst gewagt, so 
bezweifeln wir hinwieder gar nicht, dass jenes Verhältniss von 1850 
bis jetzt fortwaltete, und wir schätzen desshalb die heutige Einwohner 
zahl der Vereinigten Staaten auf mehr als 27 Mill. Menschen. 
Confessiones, lieber die Bekennerzahl der verschiedenen Kirchen 
und Sccten fehlen verlässige Notizen. Auffallend ist die vergleichs 
weise geringe Menge der Katholiken, ISoO (nach M. Wagner) nur 
1’233,350, was nicht der vierte Theil der Summe ist, welche man, 
nach Maassgabe der irländischen und eines ansehnlichen Th ei les der 
deutschen Immigration, erwarten sollte. Viele Katholiken treten in der 
Union zu einer protestantischen Secte über, viele treten gar keiner 
Kirchgenossenschaft mehr bei. — Mormonen sollen sich 63,700 in 
der Union befinden, wovon 38,000 in Utah, 5000 in New-York 
und 4000 in Californien (im britischen Canada auch 5000). 
Nationalitäten. Eine genaue Ausscheidung der verschiedenen Zweige 
des kaukasischen Stammes ist unmöglich. Die Zahl der Deutschen 
würde allerdings, wenn man die Nachkommen der Eingewanderten 
einrechnet, 5 Mill, übersteigen; allein diese Nachkommen haben in 
grösster Anzahl entschieden aufgehört, Deutsche zu sein (vergl. unten 
„Einwanderungen“). — Die Zahl der Juden wird (von M. Wagner) 
auf 120,000 geschätzt. Indianer gab es nach dem letzten Census 
388,299 (in 51 oder 52 Stämmen). Die stattgehabte Vennehrung rührt 
indess keineswegs von innerm Zuwachse, sondern nur von Erwerbung 
neuer Gebiete (Texas etc.) her. — Die Negerbevölkerung ist,' mit 
Einrechnnng der freien Schwarzen, zu 3% Mill, anzunehmen. Nach 
einer Berechnung von 1850 zählten 
die 15 Staaten (u. 1 District) mit Solaven 9'643,214 Einw. 
- 16 „ 
FÀmvandentngen. 
1821 5,993 1842 
1825 8,532 1845 
1832 43,074 1846 
ohne „ 13’614,509 
Deren Anwachsen zeigen folgende Ziffern : 
102,107 1848 226,524 1852 299,504 
147,051 1849 299,610 1853 368,643 
157,521 1850 279,693 1854 460,474 
1841 83,604 1847 234,756 1851 345,684 1855 230,476 
Nach Nationalitäten ausgeschieden, sollen die Einwanderer 
der letzten Jahre gewesen sein : 
1852 1853 1854 1855 
Deutsche (ohne Preussen) 118,126 140,635 206,054 66,219 
Irländer . . • 117,537 162,481 101,606 49,627</div>
    </body>
  </text>
</TEI>
