—> ^ ^ * Directoren sein, so zweifle ich keineswegs, dass sie, ihren eigenen Vortheil hintansetzend, bereit wären, den Gedanken Ew. k. Hoheit Folge zu gehen: so aber, wie sie an der Spitze einer, man kann wohl sagen, bunten Gesellschaft stehen, dürfen sie nicht vergessen, dass viele Mitglieder, trotz ihrer gewöhnlichen Unterordnung, trotz ihres heissesten Patriotismus, die richtige Zahlung der Dividende ihrer Actien stets auf das aller pünktlichste und unpathetischeste zu fordern pflegen, und somit ohne ziemlich all gemeine Kränkung und Missbilligung keine bedeutendere und wirklich etwas gewagte Dislocirung der Boote vorgenommen werden könnte.« »Es handelt sich demzufolge gerade zu entscheiden, ob die Besitznahme der unteren Donau und die Eröffnung derselben zu einem europäischen Canal von Seite der Regierung eine unmittelbare Unterstützung und einige unmittelbare Opfer verdienen oder nicht. Meine Ansicht hierüber ist, dass, indem Ew. k. Hoheit für diesen Gegenstand bereits so viel gethau haben und ihn auch gewiss gänzlich durchführen werden, auch jene kleinen Vorth eile und Opfer der Dampfboot-Gesellschaft auszuwirken geruhen sollten, durch welche deren Direction mit zuversichtlicher Gutheissung aller Actionäre den Entschluss fassen dürfte, eines ihrer Dampfboote gleich mit anbrechendem nächsten Frühjahr auf’s Gerathewohl über die Katarakten zu lassen, um dasselbe sofort zwischen Tschernetz und dem Schwarzen Meere auf immer zu etabliren.« »Die Opfer, die die Regierung bringen müsste, wären beiläufig folgende : 1. Verlängerung des Privilegiums um 10 Jahre. 2. Aufruf an die respectiven Comitate, Städte etc., damit die gewöhnlichen Landungsplätze der Dampfboote mit Aussteige brücken versehen werden. 3. Modification mancher Sanitäts- und Dreissigst-Vorschriften, die dem Staat nicht einmal einen unmittelbaren Nutzen gewähren, für den Handel aber äusserst verderblich sind. 4. Sicherstellung der Person und Waare bei den serbischen, türkischen und walachischen Behörden. 5. Offen ausgesprochene Protection der Regierung, dass sie die Dampfschiffahrt begünstigt. (J. Unentgeltliche Einräumung für bestimmte Jahre von Steinkohlen in den Grenzen und Cameralgütern, und in den ersteren auch von Holz, wo notabene von Kohlen der Staat gar keine Einkünfte hat, und das Holz mit Feuer und Beil gerodet wird, um Aecker und Wiesen zu bilden.« »Was den ersten Punkt betrifft, so ist durch dessen Gewährung weder dem Staat noch Privaten Eintrag gethan, da an keine Competition jetzt noch nicht zu denken ist; die Gesellschaft kann aber mit grösserer Sicherheit bedeutendere Capitalien zur gänz lichen Entwickelung ihres Geschäftes auslegen. Der Aufruf, den ich im zweiten Punkte berühre, würde nur dadurch nützlich sein, weil dasjenige schneller geschähe, was die Zeit allmälig selbst ordnen wird. Der Nutzen wäre aber darum doch grösser, als man glaubt; denn nichts ist, was den allgemeinen Credit der Dampfboote so sehr gefährdet, als die elenden Nächte, die man oft auf denselben wegen der allzugrossen Menge der Passa giere zubringen muss. Könnte man schnell aus- und einsteigen, so wäre diesem Uebel abgeholfen; und nur allein auf diese Art kann es geschehen, denn in der Praxis ist es unmöglich, die Zahl der Passagiere festzusetzen. Die im 3. und 4. Punkt berührten Modificationen der Sanitäts- und Dreissigst-Vorschriften, wie nicht minder die Sicher stellung der Person und Waare im Auslande, sind von grösster Wichtigkeit, ohne deren Reguli rung auf keinen Handel zu denken ist; auch werde ich auf selbe später zurück-