» .i. T —» 37 <— Waag verwendet; bei dem späteren Bombardement von Kornorn gingen drei davon unter, ein viertes wurde von Kugeln durchlöchert. Wenn auch einzelne dieser Schifte wieder gehoben und auf der Weifte von Altofen aus gebessert werden konnten, und zugleich das Armee - Obercommando die Liquidiruug der angerichteten Schäden verhiess, so ist doch evident, dass die Gesellschaft in Folge dieser Ereignisse schwere Einbussen an ihrem Vermögen erlitt, zu denen die theilweise Zerstörung der gesellschaftlichen Gebäude in Palanka, Oravitza und Tissovitza im Jahre 1848 nur ein kleines Vorspiel bildete. Unter diesen Umständen musste es die Gesellschaft als ein wahres Glück im Unglück betrachten, dass die Schiffs weifte in Altofen, woselbst grosse Massen werth vollen Materials, namentlich zum Baue eiserner Schleppe, angehäuft waren, von grösseren Unglücksfällen verschont blieb. Auch stockte dort Arbeit und Regsamkeit nicht ; es wurden in den beiden Jahren 24 Schiffskörper verschiedener Grosse nebst dem dazu gehörigen Schiflfsinveutar hergestellt, das in den Besitz der k. ungarischen Regierung übergegangene Dampfboot »Franz I.« in einen Kriegs dampfer um gestaltet, 7 neue Tubularkessel, davon 2 zu je 150 und einer zu IGO Pferdekräften, angefertigt und eine grosse Anzahl von Dampf- und Waarenbooten der Reparatur unterzogen. Dieses Moment bietet den einzigen Lichtblick in der Reihe widriger Ereignisse, unter deren Drucke nicht allein alle Quellen des Einkommens zu versiegen, sondern auch die kaum geschaffene Organisation des gesellschaftlichen Dienstes zusammenzubrechen drohte. Gleich im Beginne der Bewegung des Jahres 1848 wurde Herr von Kudriaffsky vom Kriegsministerium zur activen Dienstleistung bei der k. k Marine einberufen und erhielt später eine Mission bei der deutschen Centralgewalt, in Folge dessen er definitiv aus den Beziehungen zu der Gesellschaft schied. An seine Stelle trat der bisherige Directionsadjunct Peter Erichsen, der beim Wiederanbruch geordneter Zustände seine ganze Sorgfalt zunächst der Ralliirung des gelichteten Personales, sowie einer den Zeitverhältnissen entsprechenden Reform des inneren Dienstes, zuwenden musste; es bedurfte aber längerer Zeit, bevor die Geschäfte wieder in geregelten Gang gebracht werden konnten. Dass unter solchen Umständen das Erträgniss der Jahre 1848 und 1849 weit hinter den bescheidensten Erwartungen zurückblieb, ist begreiflich. Der Ausfall des Jahres 1848 betrug 345.704 fl., jener des Jahres 1849 aber 379.869 fl. In Folge dessen wurde nur der Coupon vom 1. September 1849 eingelöst, die Auszahlung des Coupons vom 1. März desselben Jahres aber sistirt, bis ein nachfolgendes Jahr es ermöglichen würde, denselben aus dem reinen Ueberschusse zu tilgen ! — Den sturmbewegten Tagen von 1848 und dem blutigen Bürgerkriege des Jahres 1849 folgten glücklicher Weise wieder Zeiten dauernder Ruhe und friedlicher Entwicklung. Wenn auch langsam, begann sich Handel und Wandel wieder zu erholen. Die engere Verbindung der einzelnen früher gesonderten Th eile der Monarchie, die Aufhebung der österreichisch - ungarischen Zwischenzoll-Linie, insbesondere aber die nach der Pacification Ungarns iuaugurirten ökonomischen und Justizreformen leiteten einen wirthschaftlichen Aufschwung ein, der vor Allem dem Donauverkehre zu Gute kommen musste, zumal der Kaiser staat auch zu Deutschland in innigere wirtschaftliche Wechselbeziehungen zu treten bemüht war. Ja selbst die Gunst der Natur schien diese Wendung fördern zu wollen. Reicher Ernte-