-i i weise eingeleiteten directen Eil (ährten abkürzte. Ueberdies war es mit Rücksicht auf die Eisenbalmconcurrenz erwünscht, im Waarenverkehre bestimmte Lieferfristen einzuführen. Um allen diesen Anforderungen zu genügen, musste eine bedeutende Vermehrung aller Schiffsgattungen, insbesondere der Waarenboote, eintreten, und dazu war eine ansehnliche Vermehrung des Anlagecapitales erforderlich, welche auch von der Generalversammlung der Actionäre vom 30. April 1851 um so bereitwilliger beschlossen wurde, als die Einnahmen des Jahres 1850 schon hinreichten, den 1849 sistirten Coupon einzulösen und überdies 10 H. per A die als Dividende zu vertheilen. — Das Jahr 1851 gestaltete sich in dem Verkehrsgebiete der Donau - Dampfschiffahrts- Gesellschaft zu einem Exportjahre ersten Ranges; eine überreiche Ernte in den unteren Donau gegenden fiel mit Misswachs in Mitteleuropa zusammen und führte zu einer ausserordent lichen V erkehrssteigerung. Selbst auf der durch die neu erö(fuete Staatsbahnlinie concurrenzirten Strecke Wien- Pest hob sich der Frachten verkehr um 911.335 Centner. Die gesellschaftliche Flotte leistete das Möglichste, konnte aber doch dem Andrange der Waaren weniger denn je entsprechen. Daraus nahm die Regierung, die mit der Wiederherstellung der staatlichen Ordnung auch die Zügel gegenüber den grossen Industrie- und Transportunternehmungen wieder straffer anziehen zu wollen schien und schon in Betreff der von der Generalversammlung vom 30. November 1850 angenommenen revidirten Statuten die volle Wiederherstellung der eine zeitlaug aufgehobenen Bestimmungen über den Einfluss der Staatsgewalt, namentlich die Ausübung der Oberaufsicht durch den landesfürstlichen Commissar, zur Bedingung der Genehmigung gemacht hatte, Anlass, mit Erlass des Handelsministeriums vom 24. März 1852 die Gesellschaft dringend aufzufordern, die Betriebsmittel den Bedürfnissen des Verkehres angemessen zu vermehren. Und wirklich beschloss die Generalversammlung vom 28. April 1852 auf Antrag der Administration eine neuerliche Actienemission im Betrage von 4 */«, Millionen Gulden, obgleich die Einzahlungen auf die frühere in der Höhe von 3 Millionen Gulden noch im Zuge waren. Dieses Entgegenkommen machte selbst in Regierungskreisen Eindruck. Nachdem der Vor sitzende den Beschluss der Versammlung verkündet, erhob sich der damalige landesfürstliche Commissar Ministerialrath Dr Hock, um die Erklärung abzugeben: »leb habe die Ehre, Ihnen, meine Herren, die volle Anerkennung Sr. Excelleuz des Herrn Handelsministers auszu sprechen, nicht blos dafür, dass Sie die beantragte Summe so bereitwillig votirten, sondern auch für die Art und Weise, in welcher Sie es thateu, indem Sie beinahe einstimmig die hohe Aufgabe, welche Sie zu erfüllen haben, erkannten.« Um jedoch den Anforderungen der Regierung auch in der Durchführung der beschlossenen Massnahme mit möglichster Raschheit entsprechen zu können, musste die Administration zu Bestellungen, insbesondere von grossen Dampfbooten, im Auslande ihre Zuflucht nehmen, während die Werfte zu Altofen vorwiegend nur mit dem Baue von Schleppen, sowie von neuen Schiffskörpern für bereits bestehende Schiffe, überhaupt mit Reparaturen und Herstellung von Schiffs- und Stationsinventar-Gegenständen betraut werden konnte, da sie überdies ihre eigene Erweiterung, namentlich die Errichtung einer Patentseilerei, einer Schiffs schmiede, einer Giesserei u. s. w. durchzuführen, sowie das Gebäude zur Unterbringung der Hobelmaschine herzustellen hatte. —