i i T " ~ " " ' ~ * " ' - * —-> 60 *— Dass unter den früher geschilderten Umständen die finanziellen Erfolge hinter den gehegten Erwartungen Zurückbleiben mussten, bedarf wohl keiner näheren Darlegung. Die Bewältigung der Schift'ahrtshindernisse, namentlich jener an den Katarakten, paralysirte die Ersparnisse, welche in der inneru Organisation des Unternehmens erreicht worden waren, während die Nothwendigkeit, auf anderen Strecken zum Tlieile mit halber, ja mit Drittel ladung zu fahren, eine gedeihliche Entwicklung nicht zuliess. Die Erträgnisse der gesell schaftlichen Unternehmung in den Jahren 1861, 1862 und 1863 blieben hinter den garantirten um 638.981 fl., 1,256.102 fl. und 1,193.394 fl. zurück, und der Staatsschatz musste mit Beträgen in der Höhe von 776.393 fl., 1,180.064 fl. und 989.585 11. in Anspruch genommen werden. Die VerkehrsziItem derselben Periode zeigen indess, dass die Leistungen der Gesellschaft in steter Progression begriffen waren; ein Effect, der somit mehr dem allgemeinen Handel und Wandel, als ihrem berechtigten Interesse zu Statten kam. Der Verkehr umfasste: 1861: 612.571 Personen und 17,006.671 Centner Frachten ; 1862: 716.858 » » 17,434.237 1863: 759.767 » » 19,712.688 Erst im Jahre 1864 begannen die Früchte zu reifen, für deren Erzielung und Pflege man so viel gethan hatte; das Actiencapital lieferte eine 7‘2"/ 0 ige Verzinsung, ohne dass es nothwendig war, wie in den Vorjahren, den Keservefond heranzuziehen. Von der Staatsverwaltung brauchte nur noch ein Zuschuss von 28.642 fl. in Anspruch genommen zu werden. Um den Nachwirkungen der Missernte von 1863 in Ungarn zu begegnen, wurde im Frühjahre 1864 der grösste Theil der gesellschaftlichen Flotte nach der untersten Donau ent sendet und gelangten dadurch in den ersten Monaten des Jahres 1864 nicht weniger als 1,189.095 Centner Getreide aus den rumänischen Häfen nach dem Innern Oesterreichs. Als sich dann in der zweiten Hälfte des Jahres die Lage des Getreidehandels in Folge einer auf dem ganzen Continente wie in England gesegneten Ernte total veränderte, entwickelte sich ein Verkehr, dem die gesellschaftlichen Schlepper nicht mehr genügen konnten, so dass die disponiblen Dampfer zum Schleppen beladener Kuderschiffe verwendet werden mussten. Der Waarentransport umfasste im Ganzen 21,662.704 Centner; an Getreide allein wurden 8,955.625 Centner verfrachtet. Unter der Einwirkung dieses Geschäftsaufschwunges entstand der Beschluss der Generalversammlung vom 13. Mai 1865, von dem Vorbehalte der Kündigung des Additional übereinkommens vom 3. December 1861 Gebrauch zu machen, eine angemessenere Regelung der Reparaturs- und Abschreibungsmodalitäten zu verlangen und bis zum Abschlüsse dieser neuen Verhandlungen die seit 1858 schwebende Frage der Statutenrevision zu vertagen. Weiters Hess sich die Administration zur Aufnahme eines Anlehens im Betrage von 2*/, Millionen Gulden ermächtigen,- um daraus die schwebende Schuld zu tilgen und so an den Kosten ihrer Verzinsung zu ersparen. Beide Beschlüsse gaben aber zugleich der, nunmehr auch durch eine mehr als dreijährige Erfahrung constatirten, Ueberzeugung Ausdruck, dass durch die Beschrän kungen des Additionalübereinkommens vom 3. December 1861 der Gesellschaft die Mittel entzogen waren, ihr Betriebsmaterial einer den Anforderungen der Zeit entsprechenden Vervoll-