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        <title>Denkschrift der Ersten k. k. privilegirten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zur Erinnerung ihres fünfzigjährigen Bestandes</title>
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L J, 
Die Recognosciruug der Tlieiss wie der Save eröffnete weitere Perspectiven; die 
Scheidung der Waaren- von der Personenbeförderung war ein tiefgreifender Fortschritt. 
Nicht minder befriedigend gestalteten sich die Verhältnisse der Seeschiffahrt. Nach dem 
Einruckendes »Stambul« in die Linie Constautinopel-Smyrna konnte » Maria Dorothea« die neue 
Linie Constantinopel-Salonichi eröffnen, auf welcher sie später der (von den Engländern erworbene) 
»Levant« unterstützte. Vor dem schnellfahrenden »Metternich« aber musste der »Crescent« 
nach heissem Wettkampfe die Segel streichen, und wurde derselbe gleichfalls der Gesellschaft 
zum Kaufe angeboten, ein Erfolg, der insbesondere wegen der zahlreichen Verbindungen, 
welche der »Crescent« mit Persien hatte, schwer in’s Gewicht fiel. 
Um letztere auch der Douau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zu sichern und dieselben 
noch mehr zu entwickeln, wurde Capitän Au trän, der mit der Inspection der untern Donau 
1 und der Seelinien betraut war, nach Erzerum und Täbris entsendet. Seine von dort eingelaufenen 
Berichte erschienen der Administration von solcher Wichtigkeit, dass sie von denselben an den 
industriellen Verein von Böhmen Mittheilung machte, um dessen Aufmerksamkeit auf ein 
ausgedehntes Absatzgebiet zu lenken. 
Im Winter 1839 begab sich Capitän Autran nach Syrien, um die Eröffnung der Linie 
Smyrna-Alexandrien vorzubereiten, welche der im Frühjahre 1839 vom Stapel laufende »Seri- 
Pervas « befahren sollte. Capitän Autran, angezogen von dem damals vielfach ventilirten 
Projecte des Wiederauflebens der Euphrat-Schiffahrt, nahm seinen Weg über Bender-Buschir, 
Karak, Bassrah, Bagdad und Aleppo, und besuchte in Syrien Haleb, Antioch, Skeenderum, 
Damascus und Beirut, um überall Handelsbeziehungen anzuknüpfen und auf das Erscheinen 
des »Seri-Pervas« hinzuweisen. 
In ähnlicher Sendung brachte Capitän Premuda den Sommer 1839 abwechselnd in 
Serbien und den Donaufürstenthümern zu, um die Abstellung einiger von dort ausgegangenen, 
der Schiffahrt nachtheiligen Verfügungen zu erwirken, während Generalsecretär Rey die 
ganze Donau wie die wichtigsten Seelinien bereiste, um nothwendig gewordene Einrichtungen 
zur Förderung der Donau-Dampfschiffahrts-Unternehmung zu treffen. 
In Folge dessen wurden allerwärts Häuser, Magazine und Werkstätten errichtet, ins 
besondere Altofen mit neuen Anlagen versehen. — 
Endlich wurde Capitän Rau nach dem Rhein, Belgien, Frankreich und England ent 
sendet, um zu erheben, welche Bauart der Schiffe behufs Befahrung von Flüssen mit geringerer 
Tiefe daselbst in Anwendung komme; denn auch auf der Donau harrten der Gesellschaft 
grosse Aufgaben. 
Die Befahrung der Katarakte am Eisernen Thor, als letztes Glied einer ununterbrochenen 
Donauschiffahrt, trat nunmehr mit gebieterischer Nothwendigkeit an dieselbe heran. Von den 
Projecten des Grafen Széchenyi zur Bekämpfung dieser Hindernisse war einzig und allein 
die Széchenyi-Strasse, ein allerdings eines Trajan würdiges Werk, zur Ausführung gelangt; die 
Pläne des Ingenieurs Vásárhelyi und seiner Mitarbeiter zur Regulirung des Donaustromes an 
den Katarakten zwischen Moldova und Neu-Czernetz ruhten damals, wie heute, in den Archiven 
der Hofstellen ; von der Regulirung oder Sprengung des Eisernen Th ores war keine Rede mehr ! 
Zur Bekämpfung der Sandbänke zwischen Pressburg und Gönyö bildete das Baggerschiff 
» Vidra « des Erzherzog-Palatins das einzige Hilfsmittel, und selbst die Felsensprengungen am 
Strudeu waren nur insoweit durchgeführt worden, als nötliig war, um den grössten Unglücks-</div>
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