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        <title>Denkschrift der Ersten k. k. privilegirten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zur Erinnerung ihres fünfzigjährigen Bestandes</title>
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» _ i 
möglichste Herabminderung der Betriebskosten wurde energisch verfolgt, insbesondere durch 
Verminderung des Kohlenverbrauches, welchem Bestreben namentlich die successive Einführung 
der nach neuem amerikanischen Systeme erbauten Reactionsdampfer grossen Vorschub leistete. 
In Folge Zusammenwirkens aller dieser Momente gelang es zwar 1854 das Deficit aus 
dem Rechnungsabschlüsse wieder verschwinden zu machen, das sich 1853 in Folge der äusserst 
raschen Vermehrung der Betriebsmittel und widriger Schiffahrtsverhältnisse eingestellt hatte; 
allein der reine Ueberschuss im blossen Betrage von 23.533 fl. gegenüber einer Bruttoeinnahme 
von 6,950.578 fl. und einer Betriebsausgabe von 4,494.506 fl., also gegenüber einem Nettoerträge 
von 2,348.158 fl., musste denn doch die Statuten- und reglementmässige Abschreibungssumme 
im Betrage von 988.780 fl. (42%), sowie die Dotation des Assecuranzfondes mit 167.770 fl. 
(7-2% des Netto- Ertrages), zu hoch erscheinen lassen. Dies umsomehr, als die erfahrungsgemäss 
festgestellte Verlustziffer die Summe von 45.000 fl. nicht überschritt und die alljährlichen 
Reparaturen, welche aus den Betriebseinnahmen bestritten wurden, auch dazu dienten, den 
Werth der Betriebsmittel zu erhalten. War doch durch diese ganz unverhältuissmässige Amor 
tisation und Assecuranz des gesellschaftlichen Vermögens in den Büchern das Curiosum zu Tage 
gefördert worden, dass, während seit dem fünfundzwanzigjährigen Bestände der Gesellschaft erst 
zwei Maschinen unbrauchbar geworden waren, drei weitere, bereits vollkommen durch die Ab 
schreibungen bedeckt, in den Rechnungen mit einem Werthansatze von Einem Gulden figurirten. 
So sehr dieser Umstand auch für die Solidität der Geschäftsgebahnmg sprach, so war es doch den 
Actionären nicht zu verargen, dass sie nicht überflüssige Opfer für die Zukunft bringen wollten 
und in der Generalversammlung vom 12. Mai 1855 beschlossen, ein Drittel der Reparaturskosten 
vom Jahre 1853 an aus den Werthabschreibungen zu bestreiten, sowie den Assecuranzfoud nur 
insoferne mit 1 % % vom jeweiligen Werthe der Schilfe zu dotiren, als er nicht die Höhe von 4% 
des Schiffsbaucoutos erreichte. Die aus dieser Stornirung resultirende Summe wurde zur Aus 
zahlung einer l%igen Dividende pro 1854 verwendet. 
Gleichwol konnte man sich der Nothwendigkeit nicht entziehen, zu einer neuerlichen Ver 
mehrung des gesellschaftlichen Anlagecapitales um 12 Millionen Gulden zu schreiten, um einerseits 
den Bau der Eisenbahn von Üszög nach Mohács in eigener Regie rasch fördern, dieselbe mit 
den erforderlichen Betriebsmitteln ausrüsten, den Abbau der Kohlenwerke im grossen Style ein 
richten, sowie die Kosten der ihrer Vollendung zuschreitenden Landbauten, wie des Directions- 
gebäudes in Wien, der Quais in Pest, der Gebäude in Altofen u. s. w. decken, andererseits aber 
das Schiffahrtsmateriale entsprechend vermehren zu können. 
Die Administration motivirte diese Anforderung an die Generalversammlung folgeuder- 
massen: ..Die Ursache, welche uns zur Bewilligung neuer Summen drängt, liegt nicht in der 
Deckung erlittener Verluste, in der Ergänzung des beeinträchtigten Stamm Vermögens oder der 
in Abgang gekommenen Betriebsmittel; sie liegt darin, dass wir den Verkehr auf dem grössten 
Strome unseres Welttheiles zu vermitteln haben, eines Stromes, dessen fruchtbares Ufergebiet 
grösstentheils noch auf der ersten Entwicklungsstufe sich befindet, um dessen commercielle 
Ausbeute uns das Ausland mit vollem Rechte beneidet.« 
»Wenn sich Unternehmungen zu dem Umfange und der Bedeutung emporgeschwungen 
haben, wie die unsrige, so ruft diese Bedeutung höhere Pflichten hervor, deren Ausseracht- 
lassung einen unmittelbaren Rückschlag auf die Untergrabung jener bedeutungsvollen Stellung 
nach sich zieht. Unsere Gesellschaft hat sich — es ist unleugbar — zu einem Factor in dem</div>
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