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Entschliessung eine „Bekanntmachung“, in welcher Demjenigen, der eine Erfindung, 
kraft welcher befrachtete Schiffe ohne Anwendung von Zugthieren stromaufwärts fort 
geschafft werden können, an zeigen und deren Ausführbarkeit praktisch darstellen würde, 
auf diese Erfindung ein derselben angemessenes ausschliessliches Privilegium zugesichert 
wurde. Sie erläuterte diese Kundmachung, als dieselbe ohne Erfolg blieb, mittelst 
Commerz-Hofcommissions-Decretes vom 11. November 1817 dahin, dass bei den vielen 
grossen schiffbaren Flüssen und den verschiedenen Richtungen derselben, wie wegen 
der hiezu erforderlichen Capitalskräfte, das auf die Dampfschiffahrt zu gewährende 
ausschliessliche Privilegium nicht, wie sonst üblich, für den ganzen Umfang der 
österreichischen Monarchie, sondern nach den einzelnen Hauptströmen nebst ihren 
Seitenllüssen oder nach bestimmten Richtungen der Seefahrt von einem Punkte der 
Monarchie zum andern verliehen werden solle. Ferner, dass für jede in der Wesenheit 
— Construction der Schiffe oder der Dampfmaschine, oder in ihrer Anwendung — 
verschiedene Y erfahrungsart auf den nämlichen Umfang ein ausschliessliches Privilegium 
ertheilt werden könne, und stellte schliesslich die Directiven für das Vorgehen der 
Behörden und die bei der Ausübung der Schiffahrt zu beobachtenden Vorsichten fest. 
Doch auch diese Emanation blieb erfolglos. Zwar erwarben Anton Bernhard und 
Ritter von St. Leon im Jahre 1819 ein Privilegium zur Befahrung der Donau mit 
Dampfbooten; allein nach mannigfaltigen missglückten Versuchen erlosch, wie das 
officielle Handbuch der Statistik sagt, die Concession wegen Nichtausübung. 
Der Gründung einer Dampfschiffahrt auf der Donau standen eben Schwierig 
keiten hindernd im Wege, die nicht durch ein ausschliessliches Privilegium behoben 
werden konnten. Zu der Unerfahrenheit der damaligen Zeit in der Behandlung der 
neuen locomotorischen Kraft gesellte sich die Unkenntniss des Stromes, auf dem die 
Schiffahrt ausgeübt werden sollte. 
Man wusste zwar, dass schon im 12. Jahrhunderte Regensburg seine mächtige 
Donauflotte stromabwärts bis Wien, Pressburg und auch weiter nach Ungarn, ja bis 
nach der Türkei sandte ; schwere, breite Schiffe, die groben Segel hoch aufgezogen, 
Friedrich I. auf seinem Kreuzzuge die Lebensmittel bis an die serbische Morava 
nachführten, sowie dass 1278 ein in Wien gebautes Schiff, mit Wiener Waaren 
befrachtet, von einem Wiener Schiffer geführt, nach der Türkei abging, was damals, 
nach den Berichten der Chronisten, das Volk von weit und breit anlockte; und ebenso 
waren die Versuche nicht vergessen, welche vor hundert Jahren das Grosshandlungshaus 
Willi sh of en und Baron Tau ff er er machten, um einen Orientverkehr auf der 
Donau zu organisiren. Allein den gewaltigen Strom, die fortwährenden Zerstörungen 
seiner Hochwässer und die Gefahren, welche dadurch für die Schiffahrt entstanden, 
kannte man nur höchst oberflächlich.