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actien konnten Einen von ilinen zur Ausübung des Stimmrechtes bevollmächtigen. Kein Actionär 
konnte für sich mehr als Eine Stimme haben. — 
In diesen Satzungen lag der Magnet, welcher Theilnehmer nicht allein anzog, sondern 
sie auch in seiner Machtsphäre festhielt. Das Actienbuch der Donau-Dampfschiffahrts- 
Gesellschaft bildet eine lange Reihe illustrer Namen aus allen Kreisen und Berufszweigen, die 
der Unternehmung meist von ihrem Anfänge an treu geblieben; an ihrer Spitze glänzten lange 
Zeit die Namen des Kaisers von Oesterreich, wie der Könige von Baiern und 
Württemberg. — 
Das Dampfboot »Franz I.« — dieser Name war dem ersten Dampfschiffe der Donau- 
Dampfschiffährts-Gesellschaft in Folge besonderer Bewilligung Sr. Majestät des Kaisers 
beigelegt worden — hatte in seiner Probefahrt die Strecke Wien—Pest in der Thalfahrt in 
14 Stunden 15 Minuten und stromaufwärts in 48 Stunden 20 Minuten zurückgelegt. 
An die Aufnahme regelmässiger Fahrten konnte jedoch nicht sofort gedacht werden. 
Hiezu bedurfte es noch geeigneter Landungsplätze und eingerichteter Kohlenstationen; vor 
Allem aber verlässlicher, mit dem Fahrwasser der Donau wolvertrauter, Steuerleute, die 
den Anforderungen des Gesetzes genügen und die wünschenswerte Sicherheit bieten konnten. 
Die wenigen Fahrten, die noch im October und November 1830 stattfanden, beschränkten 
sich deshalb auf die Strecken zwischen Raab, Waitzen und Pest und dienten nur dazu, das 
ungarische Publicum mit der Leistungsfähigkeit des neuen Verkehrsmittels bekannt zu machen. 
Auch für das nächste Frühjahr ward zunächst nur eine Recognoscirungsfahrt nach Semlin in 
Aussicht genommen, um die Quellen kennen zu lernen, aus welchen ein Ertrag zu hoffen war. 
¿JDie Aufnahme regelmässiger Fahrten erfolgte mit 1. Februar 1831. 
Es waren keine günstigen Auspicien, unter denen das erste Dampfschiff der Gesellschaft 
seine Donaufahrten begann. In Ungarn brach die Cholera aus und zwang das Schilf, eine 
geraume Zeit des Jahres hindurch unthätig zu bleiben, während die Strecke Wien—Raab 
wegen der Untiefen vor Gönyö nicht befahren werden konnte. Dessenungeachtet ermöglichte 
es sein Jahreserträgniss, den Pachtzins bis zur Höhe von 0000 fl. zu entrichten, aus welchem 
nicht allein die Interessen des Anlageeapitals und die Administrationsauslagen bestritten, 
sondern auch ein kleiner Rest in den Reservefond gelegt werden konnte. 
Dadurch waren die Zweifel und Besorgnisse, welche bis dahin über die Anwendbarkeit 
und Rentabilität der Dampfschiffahrt auf der Donau gehegt wurden, behoben und die feste 
Zuversicht gewonnen, dass die Solidität der neuen Transportunternehmung mit der raschen 
Entwicklung und Vermehrung der Betriebsmittel nur gewinnen könne. 
Dieser Umschwung in der Auffassung trat schon in der am 18. Jänner 1832 
abgehaltenen Generalversammlung der Actionäre der Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft 
klar zu Tage. Die Administration, die es noch im Vorjahre, trotz der glänzenden Probefahrt, 
für nothwendig erachtet hatte, zur Beruhigung der Geschäftstheilhaber auf einen andern Weg 
hinzudeuten, auf dem für den Fall, als nicht durch das Zuströmen von Reisenden und Waaren 
das verwendete Capital auf eine genug befriedigende Weise verzinst werden sollte, dieses Ziel 
zuverlässig erreicht werden würde, stellte bereits den Antrag auf Erbauung zweier neuer Dampf 
schiffe, die gleichfalls an Andrews verpachtet werden, und. von denen das eine mit 30 Pferde 
kräften die Strecke Raab—Pest, das andere mit 50 Pferdekräften jene zwischen Pest und 
Semlin befahren sollte. Sie brachte zu dem Behufe die Emission von 320 Stück neuer Actien