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zu sprengen, damit die Schiffahrt bis Widdin- Silistria, ja bis Odessa und Constantinopel 
geöffnet und praktikabel werde. 
»Ich habe,« schrieb er. »die Reise von Pest den Donaustrom entlang bis Constantinopel 
das vorige Jahr gemacht und kann jeden Aufschluss sowohl in diplomatischer als 
mechanischer Hinsicht geben, und glaube hiemit meinen ganzen Brief darauf beschränken 
zu können, dass ich Ihnen die Ansicht eines praktischen Ingenieurs beischliesse, der mein 
Reisegefährte war, und dass ich in der glücklichen Ausführung dieses Unternehmens durch 
aus kein Hinderniss sehe, zumal die constituirte Gesellschaft den Beitritt des Fürsten 
Milosch in Serbien, der jedenfalls als Actionär des Unternehmens mit zu interessiren 
wäre, mit aller Sicherheit erwarten kann, da ich ihn im vorigen Jahre davon prävenirte und 
die grösste Bereitwilligkeit fand.« — »Anzufangen« —heisst es am Schlüsse des Briefes — 
»ist die Hauptsache, und da bereits ein Dampfboot in's Leben getreten, und die Regulirung 
der Donau mit einer allmälig zu erweiternden Schiffahrt in enger Verbindung steht, so 
glaube ich, sollte das in Frage stehende Vorhaben derselben Quelle entspringen, und 
somit werden Sie alle die Herren Actionäre des Dampfbootes, namentlich die Herren 
Eskeles, Geymüller, Sina und Puthon dazu bewegen, sich an die Spitze dieses 
eben so praktischen als nutzbringenden Unternehmens stellen zu wollen.« 
Die Antwort der Douau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft lautete zustimmend, was die 
Vermehrung der Schiffe betraf, jedoch machte sie die ausgiebigere Betheiligung Ungarns an 
dem Unternehmen zur Bedingung. 
»Wegen der Schwierigkeiten, welche man auf der Donaustrecke zwischen Wien und 
Raab gefunden hat« — heisst es in dem betreffenden Schreiben — »ist die Fahrt vom 
letzteren Orte aufwärts aufgegeben worden, die Dampfboote werden demnach von nun an 
blos zur Erleichterung der Communication in Ungarn dienen. Ungarn, welches auf diese 
Art am meisten dabei interessirt ist, sollte daher auch am meisten dazu mitwirken. Nun 
hat aber bisher Ungarn am wenigsten gethan. Von den 200 Actien, welche ausgegeben 
wurden, haben nur 13 ungarische Besitzer.« 
Was dagegen die Sprengung der Felsenriffe zwischen Drencova und Orsova anbelangt, 
so anerkannte das Schreiben wol, dass dadurch das Donau - Dampfschiffahrts - Unternehmen 
auf eine höhere Stufe der Bedeutung und des Umfanges gehoben werden würde, fügte aber bei : 
»Hier muss unmittelbar der Staat eiuschreiten ; für Private finden sich dabei zu viel 
Hindernisse, welche für den Staat keine sind, und wäre die Summe auch bedeutend grösser, 
als diejenige ist, welche die Ingenieure zur Sprengung der Felsen in Anschlag bringen. 
Die Administration legte es dem Grafen Széchenyi nahe, Se. k. Hoheit den Erz 
herzog-Palatin, als die einflussreichste Persönlichkeit, dafür zu gewinnen. 
ln ersterer Beziehung entsprach Graf Széchenyi sofort den Wünschen der Gesellschaft; 
auf sein Andringen traten mehrere reiche Magnaten in die Reihe ihrer Hauptactionäre. An 
den Herrn Erzherzog-Palatin richtete auf des Grafen Anrathen zunächst die Administration der 
Donau-Dampfschiff ahrts-Gesellschaft selbst eine Denkschrift, in der sie die Vorth eile auseinan 
dersetzte, welche sich durch die Erweiterung der Schiffahrt auf der Donau mittelst Wegräumung 
mehrerer Localhindernisse für den Handel der Monarchie ergeben würden. Se. k. Hoheit 
brachte dieselbe zur Kenntniss Sr. Majestät des Kaisers, worauf Graf Stefan Széchenyi 
zum k. Commissär behufs näherer Erhebung dieses Gegenstandes ernannt wurde.