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berathender Stimme, so doch mit dem Be dite beizuwolmen, mich seiner Wolmeinung Sitzun 
gen einzubemfen und gefasste Beschlösse zu sistiren. 
Zur Leitung des Betriebes wurde der k. k. Corvettencapitän von Kudriaffsky berufen 
und ihm als technischer Consilient der Administrator k. k. Regierungsrath Adam Bitter von Burg 
beigegeben. 
Die neue Verwaltung richtete ihr hauptsächliches Augenmerk auf die innere Organi 
sation des Dienstes; das Centralbureau wurde vervollständigt, Buchhaltung und Liquidatin' den 
. neuen Verhältnissen angepasst. Die Orgauisirung des Streckendienstes ging Hand in Hand mit 
Einrichtungen zur Heranziehung und Schulung der Schilfsequipagen; überhaupt war der Betriebs- 
director bemüht, die bei der k. k. Marine erprobten Institutionen auch bei der Gesellschaft 
einzubürgern und den Schiffsdienst mehr und mehr nach militärischem Muster zu regeln. — 
Der Wunsch des Grafen Stephan Széchenyi, vor Inangriffnahme seines Theissreguli- 
rungs-Projectes diesen Fluss in seinem ganzen Laufe kennen zu lernen, bot der Gesellschafts- 
administration willkommene Gelegenheit, die Schiffahrtsverhältnisse auf demselben auch in 
seinem oberen Gebiete zu erforschen. Sie stellte dem Grafen im Juli 1846 die »Pannouia« zur 
Verfügung und drang mit derselben bis über Tokaj vor, allerorten trendigst begrüsst. Leider 
waren die Verhältnisse des Flusses nicht von der Art, um schon damals an die Aufnahme regel 
mässiger Fahrten bis in jene Gegenden denken zu können, und musste man sich selbst 1847 
nach einer nochmaligen Forcirung desselben bis zu dem äussersten Punkte seiner Schiffbarkeit 
(Ujlak) begnügen, den Schiffsverkehr bis Szolnok einzurichten. 
Die Schiffahrtslinie der Gesellschaft erhielt iudess einen neuen Anschluss im Osten, 
indem das russische Dampfboot »Peter der Grosse« am 22. September 1846 seine Fahrten 
zwischen Galaz und Odessa aufnahm und sich mit den Schiffen der Gesellschaft in Berührung 
setzte. Dadurch war eine zusammenhängende Dampfschiffverbindung zwischen Wien und 
Odessa, beziehungsweise Südrussland, wie durch die Lloydschiffe mit Constantinopel und den 
Orienthäfen des Schwarzen Meeres hergestellt. 
Dagegen drohte der Anschluss auf der oberen Donau verloren zu gehen. Mit dem Ablaufe 
des ersten Privilegiums der Gesellschaft war auch das im Jahre 1836 mit der k. baierisch- 
württembergischen Donau-Dampfschiftährts-Gesellschaft geschlossene Uebereinkommen er 
loschen; letztere selbst hatte sich aufgelöst, und waren deren Schiffe an die k. baierische 
Staatsverwaltung übergegangen. Erst nach längeren Verhandlungen gelang es, den bisher 
geübten Anschlussverkehr einstweilen aufrechtzuerhalten. — 
In diese Zeit fallen auch die festeren Ansiedlungen auf den Landungsplätzen in Wien 
und Pest. Während aber der erstere an den Kaisermühlen in Folge Weigerung des E i gen 
til ü mers, Steinbauten errichten zu lassen (!), Zeit seines Bestandes ein primitives Ansehen bei 
behielt, gestalteten sich in Pest die Verhältnisse erfreulicher. 
Wieder war es Graf Széchenyi, dem die Erwerbung geräumiger Plätze zu beiden 
Seiten der eben vollendeten Kettenbrücke zu danken blieb. Der Quaibau, zu dem man sich ver 
pflichten musste, wurde bald in Angriff genommen. — 
Den mannigfaltigen natürlichen Schiffahrtshindernissen gegenüber hatte sich inzwischen 
die Verwaltung ohne Umstände zur Selbsthilfe entschlossen. 
Sie übernahm die Felsensprengungen am Struden im Accordwege von der obderennsischeu 
Regierung, und gelang es im Winter 1846/47 wirklich, 20—24 Cubikklafter Felsen abzusprengeu