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entschlossen, den Getreideeinfuhrzoll vom Monate October an zeitweise aufzuheben. Dazu kamen 
die schlimmsten Wasserverhältnisse, welche einen grossen Theil des gesellschaftlichen Betriebs 
materiales vom Monate August aogefangen unterhalb der Katarakte unthätig festhielten, und 
der Ausbruch der Choleraepidemie im ganzen Donaugebiete, welcher den Vorwand zur Wieder 
einführung einer zehntägigen Quarantaine lieferte und die Gesellschaft zwang, die Fahrten ihrer 
Schilfe längs des türkischen Donauufers ganz einzustellen. In Folge dessen sank der Personen 
verkehr um 9%i der Gütertransport trotz der Einbeziehung des Inn zwischen Passau und 
Bimbach in die gesellschaftlichen Betriebslinien um 12°/ 0 i zumal ein Getreideexport nach dem 
Westen nicht stattfand, und auch über das Eiserne Thor nur an 500 Schiffsladungen rumänischen 
Getreides geschaht werden konnten. Daneben waren die Arbeitslöhne, Materialpreise und die 
Betriebsspesen im Allgemeinen in’s Masslose gestiegen. Das Endresultat war ein Abgang von 
653.17 8 fl., zu dessen Deckung ein Theil des Reservefondes in Anspruch genommen werden musste. 
Um so ehrenvoller fiel die Betheiligung der Gesellschaft an der Weltausstellung aus. 
Sowol der Pavillon, in welchem sämmtliche Producto der gesellschaftlichen Thätigkeit zur 
Anschauung gebracht wurden, als die Ausstellung des gesellschaftlichen Kohlenwerkes in der 
ungarischen Abtheilung, fanden allgemeine Anerkennung. Als Gesammtunternehmen erhielt 
die Gesellschaft die höchste Auszeichnung, das Ehrendiplom; die Fünfkirchener Bergwerke 
errangen sich noch besonders die Fortschrittsmedaille, und mehrere der Angestellten wurden 
mit Allerhöchsten Auszeichnungen bedacht. 
Die nachfolgenden Jahre standen unter den Nachwirkungen der Krise, die sich rasch zu 
einer allgemeinen wirtschaftlichen Calamität entwickelt hatte und alles Leben in Production, 
Handel und Verkehr in’s Stocken brachte. Der Personenverkehr nahm stetig ab, während dem 
Getreideverkehre jede Anregung fehlte, da mittelgute Ernten in Ungarn und den Donaufürstcn- 
thümern mit ergiebigen im Westen, sowie mit ungeheueren Getreidezufuhren aus Amerika, 
zusammenfielen. Auch die Wiedereinführung des Getreidezolles trug nicht dazu bei, den Handel 
zu fördern. 
In Folge dessen blieb 1874 ein grosser Theil der vermehrten gesellschaftlichen Dampfer 
flotte unbeschäftigt, und ergab das Betriebsjahr abermals ein Deficit von 33.468 fl., das zum 
grössten Tlicile aus dem Reservefonde gedeckt wurde, wogegen die üblichen Werthabschrei 
bungen von den Dampf- und Schleppschiffen u. s. w. unterlassen werden mussten. Auf Anregung 
des Handelsministeriums wurde, um die Einlösung des Actiencoupons mit den Bestimmungen 
des Handelsgesetzbuches besser in Einklang zu bringen, in der Generalversammlung vom 
29. Mai 1875 beschlossen, die dermaligen Actien-Couponbögen einzuziehen, an deren Stelle 
Couponsbögen mit Jahrescoupons auszugeben und zugleich als künftigen Einlösungstermin für 
den Actieneoupon den auf die betreffende Generalversammlung folgenden 1. Juni jedes Jahres 
zu bestimmen. 
1875 wurden die Nebenflüsse der Save, die Bossuth, Spacva und Studva, die sich I 
nur bei Hochwasser zur Schiffahrt eignen, zeitweilig befahren, um die Verschiffungen von Nutz 
holz, vorzüglich Fassdauben aus den Grenzwaldungen Slavoniens, zu erleichtern, nach welchen 
in Frankreich in Folge seiner überaus ergiebigen Weinernte grosse Nachfrage war. Im Uebrigen 
hob sich der Güterverkehr nur wenig über das Niveau der unmittelbaren Vorjahre, so dass 
abermals 19 Remorqueurs feiern mussten ; überdies schädigte der wilde Concurrenzkampf, der 
zwischen den grossen Transportanstalten geführt wurde, um für ihr Betriebsmaterial 
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