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Beschäftigung zu suchen, das Erträguiss, da auch die gesellschaftliche Betriebsleitung zur 
Ertuässiguiig der Tarifsätze, beziehungsweise zur Gewährung von Rabatten, genöthigt war. 
Inzwischen hatten jedoch die Betriebsspesen ihren Höhepunkt überschritten und 
gestatteten wieder ergiebige Reductionen. Diesem Grunde ist es zuzuschreiben, dass das Betriebs 
jahr 1875 mit einem Reinerträge von 491.730 II. abschloss. Eine erfreuliche Episode bildete 
die Eröffnung des Donaudurchstiches bei Wien, in Folge dessen der Landungsplatz an den 
Kaisermühlen aufgelassen, und die Station am Donauquai bezogen werden konnte, welche, mit 
den nöthigen Magazinen, Ein- und Ausladungsvorrichtungen versehen, allen Anforderungen eines 
grossen Verkehres entsprach und die ökonomische Gebahrung und Manipulation der Massengüter 
wesentlich förderte. Erwähnt zu werden verdient auch die Umarbeitung des gesellschaftlichen 
Betriebsreglements und der Frachtentarife, bei welcher im Interesse des allgemeinen Handels 
verkehres die durch die gemeinsamen Eisenbahnconferenzen festgestellte Waarenclassilication 
und Usance zugleich mit der Einführung des Metergewichtsystems angenommen und so die 
Aufnahme director Tarife wesentlich erleichtert wurde. 
Allein die Missgunst der Verhältnisse, die nun schon seit 1873 so schwer auf allen 
Transportunternehmungen, insbesondere aber auf der Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft 
lastete, schien noch nicht gebrochen zu sein. Es sollten noch die Ueberschwemmungsnoth und 
der Krieg hinzutreten. Seit 1775 war keine so verheerende und zugleich lange andauernde 
Ueberschwemmung eingetreten, als sie 1876 mit dem Eisgänge über die Douaugegenden 
hereinbrach. Von Wien bis hinab nach Budapest, woselbst das Wasser eine Höhe von 735 Centi- 
metern erreichte, waren sämmtliche Landungsplätze überfluthet, und dauerte das Hochwasser 
in Budapestlänger als einen Monat an. Die gesellschaftliche Schiffs weifte zu Altofen stand 14 Tage 
lang unter Wasser und musste, um die noth wendigen Reparatursarbeiten nicht allzulange zu 
verzögern, eine Anzahl provisorischer Werkstätten auf Schleppbooten errichtet und mit Feld 
schmieden, Maschinen und Werkzeugen versehen werden; die Niederungen der Walachei, 
Bulgariens und der Dobrudscha waren bis halben August unter Wasser. Das Ausladen der 
Kohlenvorräthe an die Ufer ward zur Unmöglichkeit, die Einladung des Getreides hatte mit den 
grössten Schwierigkeiten zu kämpfen. Anfangs Juli brach der serbisch-türkische Krieg aus, 
welcher den Touristenzug nach dem Orient aufhielt, während die Bewohner Serbiens und 
Bulgariens ihr Land nicht verlassen durften. Der Personenverkehr erlitt dadurch schwere 
Einbusse, und belief sich der Ausfall in den Einnahmen gegen das Vorjahr allein auf mehr als 
eine Viertelmillion Gulden. 
Dagegen hob sich der Massengüter-Transport um nahezu 3 Millionen Centner und lenkte 
sich der rumänische Getreideexport mit der Aufhebung des Einfuhrzolles auf Körnerfrüchte 
durch die österreichisch - rumänische Handelsconvention donauaufwärts, wozu die directen 
Tarifsätze aus den rumänischen Ladeplätzen nach Deutschland, Vorarlberg und der Schweiz 
nicht wenig beitrugen. Die theils projectirten, theils schon in der Ausführung begriffenen Lager 
häuser, Getreidemagazine und Entrepôts in Wien, Budapest und Regensburg versprachen diese 
Richtung des Getreideverkehres noch mehr zu fördern, da derselbe hiedurch von den hohen 
Zwischenspesen des ungarischen Getreidehandels entlastet wurde. Deshalb beeilte sich auch die 
Gesellschafts Verwaltung, auf dem Praterquai bei Wien ein grosses Lagerhaus zu errichten, aller 
dings mit der Nebenabsicht, dadurch die rasche Beladung und Entfeuchtung ihrer Fahrzeuge 
noch mehr zu unterstützen.