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schleppen Hess. Auf der mittleren Donau nahm der Getreidetransport ansehnliche Dimen 
sionen an, indess vom halben September bis Ende December, um 780 Schleppladungen 
nach Wien zu schaffen, 440 leere Waarenboote als Lichter verwendet werden mussten, und 
sogar ein Fruchtelevator mit Dampfbetrieb zur leichteren Schifftung der Getreideladungen 
nothwendig wurde. 
Angesichts solcher Anstrengungen fand sich der kön. ungarische Minister für Communi- 
catioueu und öffentliche Bauten, Herr von Péchy, veranlasst, sich persönlich an Ort 
und Stelle von dem Stande der Dinge zu überzeugen; er ordnete auch sofort Baggerungen 
an, die jedoch, so anerkennenswert!] sie auch für den Augenblick waren, dauernde Hilfe zu 
bringen nicht vermochten. Immerhin blieb, trotz des Stillstandes eines grossen Theiles 
der gesellschaftlichen Flotte und der Verkürzung der Betriebslinien um mehr als ein Viertheil, 
das Reinerträgniss des Jahres 1877 hinter jenem des Jahres 1876, welches sich auf 831.530 ff 
belaufen hatte, nicht weit zurück und erreichte die Summe von 757.046 ff 
Ihre Leistungsfähigkeit während der neuen Aera sollte indess die Donau-Dampfschiff- 
fahrts-Gesellschaft zum ersten Male im Jahre 1878 erproben, in welchem bald nach der 
Einstellung der Feindseligkeiten zwischen Russland und der Türkei der mächtige Donau 
strom in seiner ganzen Ausdehnung wieder in seine Rechte als internationale, dem Handel 
und dem friedlichen Verkehre dienende, Wasserstrasse trat. Eine lebhafte Güterbewegung 
entfaltete sich donauaufwärts längs der gesammten Donauufer; ansehnliche Getreidequantitäten 
aus Rumänien nahmen nach dem Westen ihren Weg; eine günstige Ernte in Ungarn und 
schliesslich die Occupation Bosniens und der Herzegovina durch die k. k. Truppen führten 
der gesellschaftlichen Flotte hinreichende Beschäftigung zu. Zudem machte ein genügender 
Wasserstand die Hemmnisse der Schiffahrt auf der Donau weniger fühlbar, ja er gestattete, auf 
der Save die Fahrten während des ganzen Winters aufrecht zu halten. Die Mohács-Fünfkirchener 
Bahn participate wenigstens mit der Theilstrecke Fünfkirchen-Villány an den massenhaften 
Truppenzügen und den bedeutenden Transporten von Armeebedürfnissen nach dem Occupations- 
schauplatze, und der Betrieb der Fünfkirchener Kohlenwerke trat in ein neues, Rentabilität 
verheissendes Stadium. 
Es darf constatirt werden, dass alle diese Transporte mit der grössten Präcision und 
ohne den mindesten Unfall innerhalb der kürzesten Frist aus geführt wurden, während drei 
Trajéete, jedes mit einem Dampfboote, 3 Schleppschiffen und 2 Stehschiffen, den Uebergang über 
die Save erleichterten. 
Die k. k Armeeverwaltung konnte nicht umhin, die militärische und staatswirthschaft- 
liche Bedeutung der Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft anzuerkennen; nicht weniger denn 
437 gesellschaftliche Angestellte, welche im Kriegsrayon bedienstet waren, wurden durch 
Kriegsmedaillen ausgezeichnet, und der Gesellschaft selbst die Zufriedenheit in den wärmsten 
Ausdrücken bekannt gegeben. — 
Die Betriebsergebnisse des Jahres 1878 übertrafen alle Erwartungen! Zehn Procent 
Dividende an die Actionäre, 1,769.690 fl. Werthabschreihungen, 1,041.988 fl. ausserordentliche 
Tilgungen, 392.212 fl. Zuweisung an den JRcservcfond, 437.591 fl. als Ausgleich für den Saldo 
der Befundirungsschuld und endlich die gänzliche Abtragung der schwebenden Schuld von 
4,000.000 fl. waren die Beweise, dass die Donau-Dampfschiflährts-Gesellschaft ihr vorgestecktes 
Ziel glänzend erreicht hatte, kräftiger und mächtiger dastand, als je zuvor, und dass die mit 
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