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        <title>Mittheilungen aus der Geschäfts- und Sterblichkeits-Statistik der Lebensversicherungsbank für Deutschland zu Gotha für die fünfzig Jahre von 1829 - 1878</title>
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            <idno>84518458X</idno>
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        MITTHEILUNGEN

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\juÁÍM, n j,

AUS  DER
GESCHÄFTS-  UND  STERBLICHKEITS-STATISTIK
DER

LEBENSVERSICHERUHGSBAM  FÜR  DEUTSCHLAND
ZU  GOTHA
FÜR  DIE  FÜNFZIG  JAHRE  VON  1829  BIS  1878.

HERAUSGEGEBEN

A.  EMMINGHAUS.

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WEI  MAR
HERMANN  BÖIILAU.
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Weimar.  —  Ilof-ßuclidruckerei.

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        Vorwort.

Die  A  erwaltung  der  Lebensversicherungsbank  für  Deutschland  zu  Gotha  hat  die  amtliche  Yerpflichtung,
  theils  die  Einrichtungen,  theils  die  wissenschaftlichen  Grundlagen  der  Bank  von  Zeit  zu  Zeit  durch  das
Mittel  einer  sorgfältigen  und  eingehenden  Geschäfts-Statistik  zu  prüfen.  Und,  da  diese  Anstalt  nach  ihrem
Grundgesetze  »auf  Gegenseitigkeit  und  Oeffentlichkeit  beruht«,  pflegt  ihre  Verwaltung  nicht  nur  alljährlich ­
  über  die  Geschäfts  -  Ergebnisse  des  Vorjahres  umständlich  nnd  rückhaltlos  öffentlich  Rechenschaft
abzulegen,  sondern  auch  von  Zeit  zu  Zeit  durch  die  Zusammenstellung  der  Geschäftsergebnisse  mehrerer
Jahre  sowie  durch  die  Veröffentlichung  statistischer  Materialien,  welche  in  den  Jahresberichten  keinen  Raum
finden,  dem  Publicum  das  Mittel  zur  Beurtheilung  ihrer  Einrichtungen  und  ihrer  Wirksamkeit  darzubieten.
Der  Umstand,  dass  die  Bank  mit  dem  Schlüsse  des  Jahres  1878  die  ersten  fünfzig  Jahre  ihres
Geschäftsbetriebes  vollendet  hat,  giebt  den  Anlass,  den  früheren,  kürzere  Jahresreihen  umfassenden  und
weniger  eingehenden  statistischen  Publicationen  nun  eine  grössere  und  inhaltreichere  Veröffentlichung
folgen  zu  lassen.  Dieselbe  erstreckt  sich  zunächst  auf  die  Statistik  der  Anträge,  Ablehnungen,  Aufnahmen,
Abgänge  und  Sterbefalle  ;  sie  characterised  sodann  den  Versichertenbestand  am  Ende  dieser  Periode  nach
verschiedenen  Gesichtspunkten,  und  beschäftigt  sich  weiterhin  mit  den  finanziellen  Ergebnissen  in  den
fünfzig  Jahren  von  1829  bis  Ende  1878.  Den  Schluss  bilden  die  Sterblichkeits-Beobachtungen  technischer
Natur,  wie  sie  sich  aus  dem  Material  der  fraglichen  Periode  ergeben.  Es  braucht  nicht  gesagt  zu  werden,
dass  dieser,  der  fünfte,  Theil  der  nachfolgenden  Abhandlung  am  deutlichsten  den  Werth  der  statistischen
Erhebungen  bekundet,  mit  denen  sich  die  Verwaltung  beschäftigt  hat.
Dass  mit  dieser  Veröffentlichung  ein  nicht  ganz  unwichtiger  Beitrag  zur  Beförderung  der  Lebensversicherungs-V
  issenschaft  geleistet  werde,  darf  mit  einiger  Sicherheit  angenommen  werden.
Die  nachfolgenden  Mittheilungen  sind,  unter  der  Leitung  des  Herausgebers,  in  der  statistischen
Abtheilung  des  Bankbüreaus  seit  mehreren  Jahren  vorbereitet  worden.  Die  specielle  Bearbeitung  der
ersten  drei  Thcile  hat  der  Herausgeber  selbst  besorgt,  diejenige  des  fünften  Theiles  hat  derselbe  nach
dem  für  das  ganze  Werk  entworfenen  Plane  dem  Herrn  Bankbeamten  und  Mathematiker  Johannes  Kamp,
diejenige  des  vierten  Theiles  dem  Herrn  Bankbeamten  Carl  König  übertragen.
Die  statistischen  Erhebungen,  deren  Resultate  im  Nachfolgenden  mitgetheilt  werden,  sind  erfolgt
mit  Hülfe  von  —  nicht  etwa  seit  Beginn  des  Geschäftes  geführten,  sondern  erst,  mit  nicht  geringer
Mühe,  —  in  den  letzten  Jahren  hergestellten  Zählkarten.
        <pb n="6" />
        Die  Einrichtung  dieser  Karten  erhellt  aus  dem  nachstehenden  Abdruck:
Zählkarten.

I.  Formular  mit  Angabe  der  Bestimmung
der  Rubriken.

Pol.  No.

Laufende  No.  Alter  bei’m  Tod
der  Karte.  I  oder  Abgang.

Gesundheits-Art
  der  characteristik
Versicherung.  zur  Zeit  der
Aufnahme.

Dauer  der  Ver-  &amp;lt;
Sicherung  resp.
Zahl  der  gezahlten ­
  Jahresprämien. ­


Todesursache.

Abgangs-Art
(Tod  oder  Austritt).

Geschlecht  der
versicherten
Person.

Alter
bei’m  Eintritt.

Beruf  der
versicherten
Person.

Wohnort  der
versicherten
Person  zur  Zeit
der  Aufnahme.

Policen-Datum.

Datum  des
Abganges  oder
Todes.

Wohnort  zur  Zeit,  y^sicherungsdes
  Abganges  Summe,
oder  Todes.

II.  Formular  mit  beispielsweiser  Ausfüllung
der  Rubriken.

74397.

29524.

56  +  1.

L.
(Einfache  Versicherung ­
  auf
Lebensdauer).

31.
(männlich).

Gg.

55  —  3.

17.  Januar
1856.

Kaufmann.

Tod.

26.  Mai  1857.

Niederorschel.  Niederorschel.

9000.

Für  jede  Versicherung,  welche  jemals  bei  der  Anstalt  abgeschlossen  wurde,  ist  eine  solche  Zählkarte ­
  ausgeschrieben.  Wie  man  sieht,  enthält  jede  Zählkarte  i6  Fächer,  kann  also,  von  den  möglichen
Combinationen  abgesehen,  zur  Ermittelung  von  16,  oder,  wenn  man  die  zweite  Rubrik  ausser  Betracht
lässt,  doch  15  verschiedenen  Thatsachen  benutzt  werden.  Die  sämmtlichen  für  die  hier  in  Frage  befindlichen ­
  Erhebungen  benutzten  Karten  —  85  321  Stück  —  waren  vor  Beginn  der  Zählungen  auf  den  Stand
vom  31.  December  1878  ergänzt,  bezw.  berichtigt,  und  wurden  nach  Beendigung  der  Zählungen  in  die
ursprüngliche  Ordnung  zurückgebracht.  Sie  werden  nun  wieder  bis  zur  nächsten  Benutzung  stets  auf  den
neuesten  Stand  ergänzt,  resp.  berichtigt.

Gotha,  im  Herbst  1880.
        <pb n="7" />
        I.  Theil.

Statistik  der  Anträge,  Ablehnungen,

Aufnahmen  und  Abgänge.

I.  Kapitel.
Anmeldungen,  Abweisungen  und  perfect  gewordene
Versicherungen.
Unsere  Tab.  1  enthält  eine  Uebersicht  der  quantitativen
Leistungen  der  Bank  in  der  Versicherungs-Gewinnung  und  bietet
zugleich  die  Möglichkeit,  die  diesem  Zweige  gewidmete  Thätigkeit
von  einem  bestimmten  Gesichtspunkte  aus  auch  auf  ihre  Qualität
zu  prüfen.
Spalte  i  zeigt  die  Zahl  der  Anmeldungen.  Sie  enthält ­
  das  quantitative  Resultat  der  Thätigkeit  der  Bank  und
ihrer  Organe  in  der  Anbietung  ihrer  Leistungen.  Eine  steigende
Zahl  von  Anmeldungen  deutet  auf  wachsendes  Vertrauen  zur
Anstalt,  auf  zunehmendes  Geschick  und  zunehmenden  Fleiss
der  Vermittler,  in  gewissem  Maase  auch  auf  Vermehrung  der
Zahl,  bessere  Auswahl  und  bessere  Verkeilung  der  letzteren;
sie  kann  auch  die  Folge  reichlicherer  Vergütung  der  Leistungen
der  letzteren  sein.  Endlich  wird  auf  den  Zuwachs  der  Anmeldungen ­
  die  allgemeinere  Verbreitung  des  Verständnisses  für
die  Segnungen  der  Lebensversicherung  und  werden  auf  denselben ­
  die  allgemeinen  Zeitverhältnisse  —  friedliche  oder  kriegerische ­
  oder  doch  unruhige  Zeiten,  Zeiten  des  wirtschaftlichen
Aufschwunges,  des  Stillstandes  oder  Rückganges  —  ein  wirken.
Betrachtet  man  die  Bewegung  der  Anmeldungen  bei  einer
einzelnen  Anstalt  für  eine  längere  Jahren  reihe,  so  ist  es  klar,
dass  der  Einfluss  jedes  einzelnen  jener  Momente,  selbst  so  lange
sie  concurrenzlos  ist,  nicht  mit  vollkommener  Deutlichkeit  an
den  Resultaten  wahr  genommen  werden  kann.  Wenn  in  einem
Jahre,  in  welchem  der  Sinn  der  Menschen  durch  öffentliche
Unruhen,  durch  grosse  welterschütternde  Ereignisse  von  der
Sorge  für  die  Zukunft  der  Familie  abgelenkt  wird,  zufällig  von
dieser  einen  Anstalt  kurz  vorher  getroffene  glückliche  Aenderungen
  in  der  Organisation  des  Geschäftsbetriebes,  eine  kurz  vorher ­
  eingeführte  höhere  Vergütung  für  Vermittlerleistungen  u.s.  w.
ihre  Wirksamkeit  entfalten,  so  kann  recht  wohl  der  Einfluss
der  »schlechten  Zeiten«  neutralisirt  werden.  Bei  Betrachtung
einer  grösseren  Zahl  von  Anstalten  wird  man  insbesondere  den
Einfluss  allgemein  wirkender  Momente  in  der  Bewegung  der
Anmeldungen  viel  deutlicher  erkennen.
Im  Anfänge,  als  die  Gothaer  Bank  in  ihrem  Geschäftsgebiete ­
  fast  concurrenzlos  war,  sind  wesentliche  Veränderungen
in  der  Zahl  der  Anmeldungen  immerhin  doch  mit  einiger
Sicherheit  auf  bestimmte,  noch  zu  ermittelnde,  Einflüsse  zurückzuführen. ­
  Die  grosse  Zahl  der  Anmeldungen,  welche  für  1829
verzeichnet  ist,  kommt  auf  Rechnung  der  vorhergegangenen
Sammelperiode,  der  Rückschlag  im  Jahre  1830  ist  theils  Folge
des  Umstandes,  dass  eben  dieses  Jahr  nicht  die  Früchte  einer
vorhergegangenen  solchen  Periode,  sondern  nur  diejenigen  seiner

eigenen  Saat  zu  ernten  hatte,  theils  die  Folge  politischer  Unruhen, ­
  welche  in  diesem  Jahre  die  Bevölkerung  des  ganzen
Bankgebietes  ergriffen  hatten.  Der  starke  Zuwachs  des  folgenden ­
  Jahres  erklärt  sich  theils  daraus,  dass  jene  Aufregung  sich
zu  legen  angefangen  hatte,  theils  aus  der  allgemeinen  Sorge,
welche  das  erstmalige  Auftreten  der  Cholera  auf  deutschem
Boden  bereitete,  theils  endlich  aus  dem  in  diesem  Jahre
erfolgten  Anschlüsse  einer  in  Giessen  begründeten  »Lebensversicherungsanstalt ­
  für  Mitteldeutschland«,  welche  die  bereits
bei  ihr  eingegangenen  Versicherungsanträge  damals  der  Gothaer
Bank  überwies.
Später  zeigen  nur  ganz  allgemein  und  tief  wirkende
Momente  ihren  Einfluss  auf  die  Zahl  der  Anmeldungen  bei  der
einzelnen  Anstalt  unverkennbar.  So  bemerken  wir  1848,  1849
und  1854,  dann  wieder  1866,  1870  und  1871  bedeutende
Rückschläge,  1872  einen  erheblichen,  erst  1876  wieder  erreichten ­
  Aufschwung.  Die  lange  und  tief  einschneidende  wirthschaftliche
  Krisis  der  letzten  Jahre  macht  sich  dadurch  bemerkbar, ­
  dass  der  Zuwachs  der  Anmeldungen,  wenn  er  auch  von
Jahr  zu  Jahr  steigt,  doch  nicht  in  dem  Maase  steigt,  wie  es
gewisse,  gerade  in  diese  Zeit  fallende  Aenderungen  in  der
Organisation  des  auswärtigen  Dienstes  erwarten  Hessen.
Deutlich  scheint  auch  der  Einfluss  der  zweimal  eingetretenen ­
  Erhöhung  der  Vergütungen,  welche  die  Agenten  für
den  Abschluss  neuer  Versicherungen  zu  beziehen  hatten,
erkennbar  zu  sein.  Wenigstens  ist  der  Zuwachs  der  Anmeldungen ­
  erst  im  Jahre  1864,  wo  die  erste,  und  dann  im
Jahre  1867,  wo  die  zweite  namhafte  Erhöhung  in  Kraft  trat,
ganz  erheblich  gestiegen.  Beide  Erhöhungen  waren  gleich;  die
zweite  hatte  keine  so  beträchtliche  Steigerung  des  Zuwachses
zur  Folge,  als  die  erste.  Man  sieht  also,  dass  der  Einfluss
derartiger,  wenn  auch  an  sich  wirksamer,  Momente  bei  einer
einzelnen  Anstalt  leicht  durch  den  Einfluss  anderer  Momente
verwischt  wird.
Im  Ganzen  schreitet  die  Zahl  der  Anmeldungen  von  Jahrzehnt ­
  zu  Jahrzehnt  rüstig  vorwärts,  in  den  ersten  beiden  Jahrzehnten ­
  mäsig,  im  dritten  schon  stärker,  vom  vierten  ab
beträchtlich.  Das  Wachsthum  vielseitigen  Angebotes  hemmt
nicht,  sondern  befördert  eher  die  Schritte  der  ältesten  Anstalt,
welche  zwar  wählerisch  ist  in  den  Mitteln  der  Werbung,  aber
doch  dem  belebenden  Einflüsse  der  Concurrenz  sich  nicht  verschliesst
  und  die  altgewohnte  Rührigkeit  steigert,  anstatt  sich
bei  den  bisher  erzielten  Resultaten  zu  begnügen.
Sie  bringt  durch  ihre  gesteigerte  Thätigkeit  Niemandem
Gewinn,  als  den  neugewonnenen  wie  den  alten  Theilnehmern  ;
aber  die  gemeinnützigen  Erfolge  regen  zu  immer  neuen  Anstrengungen ­
  an  und  ein  gewiss  gerechtfertigter  Ehrgeiz  treibt
dazu,  die  alte  angesehene  Stellung  zu  behaupten.
        <pb n="8" />
        2

I.  Theil.  Statistik  der  Anträge,  Ablehnungen,  Aufnahmen  und  Abgänge.

Es  gehen  ein:
in  den  ersten  IO  Jahren  durchschnittlich  1391  Anmeldungen
»  »  zweiten  »  »  »  1442  »
»  »  dritten  »  »  »  1721  »
»  »  vierten  »  »  »  2703  »
»  »  fünften  »  »  »  4426  »
Die  Qualität  der  Anmeldungen  wird  gekennzeichnet
theils  durch  die  Höhe  der  Summen,  theils  durch  die  Menge
und  den  Betrag  der  Ablehnungen,  theils  endlich  —  insofern  die
Anmeldungen  zu  Versicherungs-Abschlüssen  geführt  hatten  —
durch  Zahl  und  Betrag  der  Abgänge  durch  Austritt  und  Tod.
Die  Höhe  der  zur  Versicherung  beantragten
Summen  ist  bei  der  Gothaer  Bank  —  nach  deutschem  Maase
gemessen  —  immer  ziemlich  beträchtlich  gewesen.  Es  kann
dies  nicht  aus  einer  verfassungsmäsigen  oder  absichtlichen
Ausschliessung  kleiner  Anträge  erklärt  werden  ;  denn,  wenn
auch  gleich  Anfangs  das  Minimum  auf  500  Thaler  festgesetzt
wurde,  so  reducirte  man  es  doch  schon  im  Jahre  1830  auf
300  Thaler  und  wurden  schon  ziemlich  frühzeitig  auch  Versicherungen ­
  über  noch  kleinere  Beträge  ausnahmsweise  gestattet;
auch  hat  die  Verwaltung  niemals  die  grossen  Anträge  irgendwie ­
  bevorzugt,  oder  die  kleinen  irgendwie  erschwert.  Jene
Erscheinung  wird  zurückzuführen  sein  auf  den  Durchschnittscharakter ­
  der  Agenten  der  Bank,  welche  stets  den  bessersituirten
  Klassen  der  Bevölkerung  angehörten,  und  dann  auf
die  Methode  des  Geschäftsbetriebes,  welcher  zwar  aller  anständigen ­
  Mittel  der  Werbung  sich  bediente,  aber  sich  stets
von  jener  Dringlichkeit  der  Ueberredung  fernhielt,  deren  es
bedarf,  um  auch  in  den  untersten  Schichten  der  Gesellschaft
die  Nachfrage  zu  steigern.
Man  wird  hieraus  der  Anstalt  einen  Vorwurf  nicht  machen
können,  zumal  wenn  man  bedenkt,  dass  sie  niemals  kleine
Versicherungen  um  deswillen,  weil  sie  klein  waren,  von  der
Hand  gewiesen  hat.  Wir  werden  an  anderer  Stelle  sehen,  wie
gross  zu  allen  Zeiten  auch  die  Zahl  ihrer  mit  kleinen  Beträgen
versicherten  Theilnehmer  gewesen  ist.
Aus  Tabelle  1.  1.  wird  ersichtlich,  dass  eingingen:
Versicher.-S.
im  ersten  Jahrzehnt  13  911  Anträge  über  64611300^.
»  zweiten  »  14419  »  »  61  304100  »
»  dritten  »  17  210  »  »  75619800  »
»  vierten  »  27028  »  »  144733  800  »
»  fünften  »  44264  »  »  289003250  »
in  Sa.  116  832  Anträge  über  635272250  J6.
oder  durchschnittlich  im  Jahre:

im  ersten  Jahrzehnt  1391  Anträge  über

Versicher.-S.
6461  130^4
6  130410  »
7  561  980  »
I447338O  »
28900326  »

»  zweiten  »  1442  »
»  dritten  »  1721  »
»  vierten  »  2703  »
»  fünften  »  4426  »
Der  Durchschnittsbetrag  der  beantragten  Versicherungs-Summen ­
  bewegt  sich  in  einer  Curve;  er  sinkt
im  zweiten,  erhebt  sich  wieder  um  ein  Weniges  im  dritten
Jahrzehnt,  und  steigt  dann  beträchtlich  im  vierten,  noch  mehr
aber  im  fünften  Jahrzehnt.  Es  kommen  nämlich  auf  einen
Antrag
im  ersten  Jahrzehnt  durchschnittlich  4645  Jt&amp;gt;.
»  zweiten  »  »  4252  »
»  dritten  »  »  4394  »
»  vierten  »  »  5355  »
»  fünften  »  »  6529  »
Für  den  Rückgang  im  zweiten  Jahrzehnt  wissen  wir  einen
Grund  nicht  anzugeben;  die  dann  folgenden  Steigerungen
werden,  zumal  in  der  zweiten  Hälfte  des  ganzen  beobachteten

;  Zeitraumes  offenbar  grössere  Anstrengungen,  als  früher,  gemacht
worden  sind,  um  auch  kleine  Versicherungen  zu  erlangen,
I  theils  auf  Rechnung  der  Erhöhung  des  Maximums,  theils  auf
Rechnung  des  in  den  letzten  Jahrzehnten  bekanntlich  allgemein
!  hervorgetretenen  Preisrückganges  des  Geldes  zu  schreiben  sein.
Die  Maximal-Versichcrungs-Summe  auf  ein  Leben  wurde
ursprünglich  auf  5000  Thaler  festgesetzt;  sie  wurde  dann  noch
1829  auf  6500,  1830  auf  7000  Thaler,  1831  auf  8000,  1837
auf  10  OOO,  1856  auf  15000,  endlich  1866  auf  20000  Thaler
normirt.  Diese  allmähliche  Erhöhung  ist  ohne  Zweifel  von
Einfluss  gewesen  auf  die  Steigerung  der  Durchschnittshöhe  der
beantragten  Versicherungen.
Im  Weiteren  (II.  Abschnitt)  zeigt  unsere  Tabelle  I,  wie
viele  von  den  eingegangenen  Anträgen  jährlich  abgelehnt ­
  werden  mussten,  und  über  welche  Beträge
dieselben  lauteten.
Die  Bank  kann  Personen,  welche  nicht  im  Bankgebiete
ihren  Wohnsitz  haben,  ferner  solchen,  welche  nicht  »einen
unbescholtenen  Ruf  haben«,  weiter  solchen,  welche  das
15-  Lebensjahr  noch  nicht  erreicht,  oder  das  67.  überschritten
haben,  dann  Personen,  welche  »im  Seedienste  stehen«,  endlich
Personen,  welche  nicht  »einer  guten  Gesundheit  gemessen«,
Versicherung  nicht  gewähren.
Während  die  ersteren  Momente  die  Bankagenten  veranlassen ­
  könnten,  Antragsteller  von  sich  aus  a  limine  abzuweisen, ­
  weil  die  einschlagenden  Verfassungsbestimmungen  die
Nichtannehmbarkeit  von  Anträgen  der  hier  fraglichen  Art
deutlich  und  kategorisch  aussprechen,  werden  doch  nicht  selten
auch  Anträge  von  ausserhalb  des  Bankgebietes  Wohnenden,
von  Bescholtenen,  von  unter  15-  und  über  67-Jährigen,  von
Personen,  welche  im  Seedienste  stehen,  eingereicht.  Unter  der
Zahl  der  Abweisungen  befinden  sich  daher  immer  auch  einige,
welche  aus  den  ebengedachten  bestimmten  verfassungsmäsigen
Gründen  erfolgen  mussten.
Die  überwiegende  Mehrzahl  der  Abweisungen  betrifft  aber
solche  Personen,  welche  der  guten  Gesundheit  ermangeln,  und,
i  weil  dieser  Abweisungsgrund  meistens  nicht  früher  zu  con-,
  statiren  ist,  als  bis  das  gesammte  Prüfungsmaterial  vorliegt,
meistens  nicht  schon  von  den  Bankagenten  gleich  a  limine
abgewiesen  werden  konnten.
Die  Bank  fordert,  wie  alle  anderen  Lebensversicherungs-Anstalten,
  nicht  völlige  oder  ideale  Gesundheit  von  Denen,  die
sie  zur  Versicherung  aufnimmt;  aber  sie  fordert  normale
Gesundheit,  d.  h.  denjenigen  Zustand,  bei  welchem  lebensgefährdende ­
  oder  lebensverkürzende  Krankheitsanlagen  oder
Lebensgewohnheiten  mit  den  Mitteln  der  wissenschaftlichen
Untersuchung  und  der  gewöhnlichen  sorgfältigen  Beobachtung
nicht  erkennbar  sind.  Wo  durch  die  vorgelegten  Zeugnisse  und
die  angestellte  Untersuchung  die  Ueberzeugung  gewährt  wird,
dass  jenes  Maas  von  Gesundheit  vorhanden  ist,  findet  die  Aufnahme ­
  statt.  Es  müssten  denn  in  dem  Berufe  des  Antragstellers ­
  und  in  der  voraussichtlichen  Beeinflussung  der  Gesundheit
und  Lebensdauer  durch  die  regehnäsige  Beschäftigung  gewichtige ­
  Bedenkensmomente  liegen.
Wie  bei  allen  menschlichen  Erwägungen  und  Entscheidungen, ­
  so  laufen  auch  bei  der  Prüfung  der  Annehmbarkeit
in  den  Kreis  der  Versicherten  Irrthümer  unter.  Unter  den
Aufgenommenen  finden  sich  Viele,  welche,  wie  die  Erfahrung
nachmals,  oft  sehr  bald  schon,  zeigte,  jener  normalen  Gesundheit, ­
  welche  man  bei  ihnen  voraussetzte,  ermangelten.  Andererseits ­
  bestätigt  die  Erfahrung,  dass  Manche,  welche  wegen  nicht
normaler  Gesundheit  abgewiesen  wurden,  sich  doch  als  sehr
wohl  aufnehmbar  erwiesen.  Leider  lassen  sich  nur  solche
Irrthümer  zwar  hinsichtlich  der  Aufgenommenen,  deren  Gesundheitsverhältnisse ­
  nach  der  Aufnahme  weiter  beobachte^
        <pb n="9" />
        I.  Theil.  Statistik  der  Anträge,  Ablehnungen,  Aufnahmen  und  Abgänge.

werden  können,  nicht  aber  hinsichtlich  der  Abgewiesenen,
welche  sich  nach  der  Abweisung  jeder  Beobachtung  durch  die
abweisende  Anstalt  entziehen,  mit  einiger  Genauigkeit  controlaren. ­
  Die  Zahl  Derer,  welche,  bereits  versichert,  mit  einem
Nachversicherungs-Anträge  abgewiesen  werden,  sowie  die  Zahl
Derer,  welche  früher  abgewiesen  wurden,  auf  einen  zweiten
oder  dritten  Antrag  aber  angenommen  werden,  ist  leider  noch
zu  gering,  um  eine  solche  Controle  zu  ermöglichen.
Hingesehen  auf  die  Beurtheilung  und  Berücksichtigung  der
Berufsgefahr  ist  die  Bank  auf  Grund  sorgfältiger  Beobachtungen ­
  allmählich  zu  der  Ueberzeugung  gelangt,  dass  eine
generelle  Ausschliessung 1 )  gewisser  Berufsklassen  nur  ganz
ausnahmsweise  geboten  erscheint,  dass,  abgesehen  von  diesen
noch  festzuhaltenden  Ausnahmen,  auch  Personen,  deren  Beruf
nach  allgemeiner  Anschauung  gesundheitsgefährdend  ist,  dann
noch  aufgenommen  werden  können,  wenn  die  physikalische
Untersuchung  das  Vorhandensein  einer  grossen  individuellen
Widerstandsfähigkeit  gegen  jene  schädlichen  Einflüsse  ergiebt,
und  durch  die  ganze  Lebenshaltung  eine  Neutralisirung  der
letzteren  mit  Erfolg  angestrebt  wird.  In  allen  den  Fällen,  wo
die  normale  Gesundheit  vermisst  wird,  oder  wo  bedenkliche
Lebensgewohnheiten,  oder  wirklich  ernste  Gefährdung  durch
Beruf  oder  Beschäftigung  constatirt  werden,  erfolgt  die  Abweisung, ­
  und  es  finden  solche  Anträge  auch  gegen  das  Erbieten
zur  Entrichtung  einer  höheren  als  der  tarifmäsigen  Prämie  bei
der  Bank  keine  Annahme.  Die  Bank  geht  davon  aus,  dass  es
zur  Zeit  noch  an  der  wissenschaftlichen  Grundlage  für  die
Bemessung  solcher  Prämien  -  Aufschläge  fehlt.  Wenn  sie  in
Fällen,  wo  der  augenblickliche  Gesundheitszustand  normal  ist,
und  die  Berufsbeschäftigung  für  die  nächste  Zukunft  keine
Beeinträchtigung  der  Gesundheit  befürchten  lässt,  aber  doch  in
der  Constitution  oder  Beschäftigung  des  Antragstellers  Momente
gefunden  werden,  welche  für  eine  spätere  Zukunft  Bedenken
erregen,  bisweilen  die  sogenannte  abgekürzte  Versicherung  vorschlägt ­
  und  eintreten  lässt,  so  bietet  sie  dem  Versicherten  für
die  zur  Erwerbung  des  Anspruches  auf  frühere  Auszahlung  der
Versicherungssumme  bezahlte  Zusatzprämie  ein  bestimmtes
Aequivalent,  welches  bekanntlich  der  willkürlich  bemessenen
Versetzung  in  eine  höhere  Altersklasse  oder  dem  Procentzuschlage
  wegen  nicht  intacter  Gesundheit  nicht  gegenübersteht.
Abgelehnt  wurden:
Beantragte  V.-S.
1  438  Anträge  mit  7314  800  Jk.
2144  »  »  10776400  »
2  324  »  »  II  548  500  »
3  882  »  »  22  020600  »
5  523  »  39131000  »
in  Sa.  15  311  Anträge  mit  90  791  300  Jk.
oder  in  Procenten  der  Anmeldungen:
Nach  der  Zahl:
im  ersten  Jahrzehnt  10,34  °/o

im  ersten  Jahrzehnt
»  zweiten  »
»  dritten  »
»  vierten  »
»  fünften  »

»  zweiten  »  14,87  »
»  dritten  »  13,50  »
»  vierten  »  14,35  »
»  fünften  »  12,48  »
im  Ganzen  13,11  °/ 0
Es  wurde  oben  bemerkt,  dass  die  Qualität  der  Leistungen

Nach  der  Summe:
11,32  °/o
17,58  »
15,27  »
I5&amp;gt;21  »
1  3  ’5  4  »

14,29  °/o

’)  Die  verfassungsmäsige  generelle  Ausschliessung  von  Personen,
welche  im  Seedienste  stehen,  beruht  nicht  etwa  auf  der  Annahme, ­
  dass  der  Beruf  des  Seemannes  an  sich  gesundheitsgefährlich
und  lebensverkürzend  sei,  sondern  sie  ist  theils  durch  den  Umstand
begründet,  dass  sich  Seeleute  in  Folge  ihres  Berufes  oft  auf  viele
fahre  der  Beobachtung  des  Versicherers  vollkommen  entziehen,  theils
hängt  sie  mit  den  Beschränkungen  zusammen,  welche  die  Anstalt
ihren  Versicherten  im  Betreff  der  Reisen  nach  gewissen  Gegenden
auferlegen  muss.

der  werbenden  Organe  einer  Versicherungs-Anstalt  sich  unter
Anderem  auch  durch  die  Zahl  der  Abweisungen  charakterisire;
freilich  charakterisirt  die  letztere  auch  die  Leistungen  der  die
Prüfung  der  Anträge  besorgenden  Stelle  und  die  bei  dieser
Prüfung  maasgebenden  Grundsätze.  Eine  Vergleichung  der
Zahl  der  abgewiesenen  Anträge  bei  der  Gothaer  Anstalt  mit
den  entsprechenden  Ziffern,  welche  die  Rechenschaftsberichte
anderer  deutscher  Anstalten  ergeben,  lässt  die  erstere  mäsig
erscheinen.  Ein  Zeichen  wohl  mehr  für  die  Durchschnitts-Qualität
  der  eingegangenen  Anträge,  als  dafür,  dass  die  Kritik
des  eingehenden  Materials  nicht  mit  gleicher  Strenge  und
Gründlichkeit  geübt  würde,  wie  bei  anderen  Anstalten.  Denn
für  die  Strenge  und  Gewissenhaftigkeit  dieser  Kritik  zeugen
andererseits  wieder  die  günstigen  Sterhlichkeits  -  Erfahrungen
zur  Genüge.
Schon  dass  das  Procentverhältniss  in  allen  Perioden  in  der
zweiten  Reihe  (Summe)  nicht  unwesentlich  höher  ist,  als  in
der  ersten  (Zahl  der  abgewiesenen  Anträge)  zeigt  deutlich  an,
dass  es  sich  bei  den  Abweisungen  vornehmlich  um  grössere
Anträge  gehandelt  hat.  Deutlicher  noch  wird  dies,  wenn  wir
die  Durchschnitte  der  Antrag-Summen  mit  den  gleichen  Durchschnitten ­
  der  Summen  der  abgewiesenen  Anträge  vergleichen.
Es  betrugen:
Die  Summen  durchschnittlich  Die  Summen  durchschnittlich
auf  die  Anmeldung  auf  die  Abweisung
im  I.  Jahrzehnt  4645  Jk.  5087  Jk.
t&amp;gt;  II.  »  4252  »  5026  »
»  III.  »  4394  »  4969  »
»  IV.  »  5355  »  5672  »
»  V.  »  6529  »  7085  »
Die  durch  diese  Ziffern  -  Reihen  erläuterte  Thatsache  hat
nichts  Befremdliches.  Ein  ähnliches  Verhältniss  kehrt  in  der
Geschäfts-Statistik  der  meisten  deutschen  Anstalten  wieder.
Hauptspalte  III.  der  Tabelle  I  giebt  die  Zahl  der  perfect
gewordenen  Verträge  und  der  neu  aufgenommenen
Personen  und  deren  Versicherungs-Summen  an.
Die  Bewegung  ist  nicht  ganz  die  gleiche  wie  bei  den  Anträgen.
Es  wurden  nämlich:
neu  aufgenommen  einzelne  Ver-  Die  Versicherungen
Personen:  Sicherungsanträge  lauteten  über  Mark
abgeschlossen:  Versicher.-Summe  :

im  I.  Jahrzehnt  10648
»  10  4O4
»  12380
»  19759
»  32590

»  II.
»  III.
»  IV.
»  V.

II970
12  I94
I4712
22  886
38215

55  161  600
50076000
62  877000
120  941  100
244  590  900
533646600

in  Sa.  85781  99977
(Die  Personen  dieser  Aufstellung  sind  diejenigen,  mit  denen
überhaupt  Versicherungsverträge  abgeschlossen  wurden;  die
Zahl  der  Versicherungen  ist  gleich  der  Zahl  der  ausgestellten
Urkunden  über  perfect  gewordene  Versicherungsverträge,  deren
also  einzelne  Versicherte  je  mehrere  eingingen  )
Der  Jabres-Durchschnitt  betrug:
Personen  :  Vertrage  :

im
»
»  III.
»  IV.
»  V.

I.  Jahrzehnt
II.  »

1065
IO4O
1238
1976
3259

und  es  kamen  durchschnittlich:
auf  eine  Person:
im  I.  Jahrzehnt
II.
III.

1197
1219
1471
2289
3822

V  ers.-Summe  :
5  516  I6O  An.
5OO76OO  »
62877OO  »
12094  I  IO  »
24459090  »

5180  Jk.

4813

5079

6121

7505

auf  einen  Vertrag:
4609  Jk  Vers.-Summe
4107

4274  »
5284  »
6400  »

IV

V.
        <pb n="10" />
        i

4

I.  Theil.  Statistik  der  Anträge,  Ablehnungen,  Aufnahmen  und  Abgänge.

Im  Allgemeinen  freilich  kehrt  das  Bild  der  I.  Hauptspalte
wieder  ;  nur  dass  die  Zahl  der  Versicherungen  im  zweiten  ;
Jahrzehnt  verglichen  mit  dem  ersten  in  etwas  stärkerem  Verhältnisse ­
  sinkt,  im  dritten  und  vierten  verglichen  mit  dem
zweiten  und  dritten  eine  geringere,  im  fünften  Jahrzehnt  aber,
verglichen  mit  dem  vierten  eine  etwas  stärkere  Steigung  aufweiset, ­
  als  die  der  Anträge.
Weil  die  Abweisungen,  wie  bemerkt,  vorzugsweise  Anträge
mit  grösseren  Summen  betrafen,  sind  die  Durchschnittssummen
der  perfect  gewordenen  Versicherungen  stets  kleiner,  als  die
der  eingegangenen  Anträge.
Es  ist  hier  der  Ort,  einen  thatsächlichen  Beweis  für  die
oben  ausgesprochene  Behauptung  beizubringen,  dass  auf  die
Zu-  oder  Abnahme  der  Versicherungen  allgemein  wirkende
Ursachen  bei  einer  grösseren  Zahl  von  Versicherungs-Anstalten
in  ihren  Wirkungen  bisweilen  deutlicher  erkennbar  sind,  als
bei  einer  einzelnen  Anstalt,  ja  dass  bei  der  letzteren  diese
Wirkungen,  welche  dort  deutlich  erkennbar  sind,  völlig  verwischt ­
  werden  können.
Bei  sämmtlichen  im  Geschäftsgebiete  der  Bank  domicilirenden
Lebensversicherungs-Anstalten  ist  von  dem  Jahre  1872,  dem
der  noch  jetzt  herrschenden  grossen  wirtschaftlichen  Krisis
letztvorhergehenden  Jahre,  an,  bis  zum  Schlüsse  des  Jahres  1877,
bis  wohin  wir  zur  Zeit  erst  diese  Thatsache  zu  constaten
vermögen,  der  Zugang  an  Versicherten  und  Versicherungs-Summe
  von  Jahr  zu  Jahr  gesunken.  Es  betrug  nämlich  bei
diesen  Anstalten  der  Zugang  verglichen  mit  dem  —  freilich  bei
den  meisten  Anstalten  stets  durch  Abgänge  bei  Lebzeiten  in
aussergewöhnlichem  Maase  verringerten  Bestände  je  am  Schlüsse
des  Vorjahres:
in  der  Zahl  der  Versicherten:
1873  1874  1875  1876  1877
16,35  %.  15,15  °/o.  13,62%.  12,44%.  10,57%.
in  der  Versicherungs-Summe:
1873  1874  1875  1876  1877
18,15%.  17,30%.  15,91%-  14,63%.  12,81%.
während  die  Hauptspalte  111.  unserer  Tabelle  1  bei  der  Gothaer
Bank  zwar  für  1873  verglichen  mit  1872  einen  Minderzuwachs,
dann  aber  von  1873  ab  ebensowohl  hingesehen  auf  die  Zahl
wie  auf  die  Summen  der  Versicherungen  einen  fast  stetig
steigenden  Zuwachs  aufweiset.  Der  Einfluss  der  Krisis,  welcher
sich  im  Gesammtgeschäft  so  deutlich  bekundet,  ist  bei  dieser
einen  Anstalt  —  wie  auch  noch  bei  einigen  anderen  deutschen
Anstalten  —  durch  besondere  Anstrengungen  und  organisatorische
Maasnahmen  erfolgreich  neutralisirt  worden.

II.  Kapitel.
Arten  der  Versicherungen.
Die  Lebensversicherungsbank  für  Deutschland  hat  von  jeher
nur  wenige  Versicherungsarten  cultivirt  ;  eine  der  ursprünglich
in  den  Plan  mit  aufgenommenen  Arten,  nämlich  die  kurze
Versicherung,  kommt  seit  Ende  Mai  1874  gar  nicht  mehr  zur
Anwendung.  Es  wurde  von  dieser  Versicherungsart  nicht  nur
ein  sehr  geringer,  von  Jahr  zu  Jahr  sich  vermindernder  Gebrauch
gemacht,  sondern  die  Verwaltung  konnte  auch  die  Benutzung
derselben  nicht  empfehlen,  da  selbst  die  besonderen  Zwecke,
für  welche  man  die  kurze  Versicherung  für  geeignet  zu  erklären
pflegt,  mit  Hülfe  der  eigentlichen  Lebensversicherung,  der  Versicherung ­
  auf  den  Todesfall,  bei  welcher  ja  nach  den  Einrichtungen ­
  der  Bank  der  Vertrag,  selbst  schon  nach  einjährigem  1
Bestände,  gegen  Abgangsvergütung  gelöst  werden  kann,  mit

geringeren  Opfern  zu  erreichen  sind.  Uebtrhaupt  zeigt  die  Erfahrung, ­
  dass  in  Deutschland  unter  allen  Modalitäten  der
Capital  Versicherung  die  Versicherung  auf  den  Todesfall  weitaus
am  meisten  benutzt  wird.  Und  wie  mannigfaltig  auch  die
Versicherungstechnik  unter  dem  Einflüsse  der  Concurrenz
wiederum  die  Capitalversicherung  auf  den  Todesfall  ausgebildet
hat  —  es  überwiegen  auch  hier  in  der  Benutzung  weitaus  die
einfachsten  Formen,  mit  denen  man  bei  einiger  Beweglichkeit
hinsichtlich  der  Prämienzahlung  und  unter  Hinzunahme  eines
rationell  geregelten  Abgangsverfahrens,  den  verschiedenartigsten
Bedürfnissen  in  vollkommen  zweckmäsiger  Weise  entsprechen
kann.  Das  Bestreben,  dem  Publicum  für  jedes  auf  dem  Wege
der  Lebensversicherung  im  weitesten  Sinne  des  Wortes  zu  befriedigende ­
  Bedürfniss  eine  eigens  hierauf  berechnete,  besonders
benannte,  Versicherungsform  zu  bieten,  soll  nicht  unterschätzt
werden.  Allein  dasselbe  artet  nur  zu  leicht  in  Spielerei  aus,
belastet  die  Verwaltung  mit  einem  grossen  Ballast  von  Tarifen
und  Registern,  und  führt  nur  zu  häufig  zu  Modalitäten,  welche
nur  scheinbar  einem  specifischen  Bedürfnisse  in  der  sichersten,
billigsten  und  unmittelbarsten  Weise  entsprechen,  in  Wirklichkeit ­
  aber  durch  eine  der  einfachsten  und  gebräuchlichsten  Formen
vollkommen  und  in  jeder  Beziehung  vortheilhaft  ersetzt  werden
können.
Tabelle  11  verdeutlicht  die  Benutzung  der  vier  Hauptversicherungsarten ­
  bei  der  Lebensversicherungsbank  für  Deutschland. ­
  Hauptspalte  1  zeigt,  dass  die  sogenannten  kurzen  Versicherungen ­
  auf  dem  Aussterbeetat  stehen.  Im  Jahre  1874
wurde  die  letzte  solche  Versicherung  abgeschlossen;  da  der
längste  Termin,  auf  welchen  die  Verträge  dieser  Gattung  lauten
konnten,  zehn  Jahre  betrug,  so  werden  in  wenigen  Jahren
solche  Verträge  gar  nicht  mehr  bestehen.
Das  Hauptcontingent  bilden  die  gewöhnlichen  einfachen
Todesfall-Versicherungen  (Lebensversicherungen  im  engeren
Sinne),  über  deren  Bestand  je  am  Jahresschlüsse  die  Hauptspalte ­
  2  Nachricht  giebt.
Hauptspalte  3  und  4  verdeutlichen  die  Benutzung  zweier
Modalitäten  der  Lebensversicherung,  von  denen  die  eine  erst
durch  die  neue  Bankverfassung  vom  1.  Januar  1840,  die  andere
durch  eine  Zusatzbestimmung  vom  28.  Mai  1841  eingeführt
wurde.
Man  sieht,  dass  die  Ueberlebensversicherungen  (Sp.  3)
erst  im  letzten  Jahrzehnt  einigermaasen  reichlich  benutzt
werden.  Die  Aufzeichnung  enthält  ebensowohl  die  einfachen
Ueberlebensversicherungen  (A.  versichert  eine  Summe,  welche
zur  Auszahlung  gelangt,  wenn  B.  ihn  überlebt),  wie  die  gegenseitigen ­
  (A  und  B  versichern  je  die  gleiche  Summe,  welche
zur  Auszahlung  kommt,  sobald  einer  von  beiden,  gleichviel
welcher,  stirbt)  und  zwar  sind  bei  der  letzteren  Gattung  auch
dann,  wenn  der  Vertrag  durch  eine  Police  verbrieft  wurde
(»Verbundene  Ueberlebensversicherung«)  in  der  Personenspalte
stets  zwei  Personen  und  in  der  Summenspalte  zwei  gleiche
Summen  für  jeden  solchen  Vertrag  gezählt.
Auch  die  sogenannte  »abgekürzte«  (oder  »Alternativ-«)
Versicherung  (Hauptspalte  4)  erfreut  sich  erst  in  den  letzten
zehn  Jahren  einer  stärkeren  Benutzung.  Sie  kann  u.  A.  als
zweckmäsigste  Form  der  Aussteuer-  und  der  Invaliditäts-Versicherung ­
  benutzt  werden;  die  Verwaltung  pflegt  sie  in  solchen
Fällen  zur  Bedingung  zu  machen,  wo  bei  Antragstellern  zwar
zur  Zeit  normale  Gesundheit  constatât  ist,  aber  irgend  ein  besonderer ­
  Umstand,  sei  es  eine  vermuthete  Krankheitsanlage,
sei  es  der  Einfluss  des  Berufes,  befürchten  lässt,  daäs  das
normale  Lebensziel  nicht  werde  erreicht  werden.  —
Die  Tabelle  würde  ein  bunteres  Bild  zeigen,  wenn  sie
neben  der  Benutzung  der  verschiedenen,  in  ihrer  rechtlichen
Bedeutung  von  einander  abweichenden  Hauptarten  auch  die
        <pb n="11" />
        I.  Tlieil.  Statistik  der  Anträge,  Ablehnungen,  Aufnahmen  und  Abgänge.

i)

Benutzung  der  verschiedenen  Modalitäten  der  Prämienzahlung
bei  jeder  dieser  Arten  zur  Anschauung  brächte.  Und,  wenn
man  absieht  von  dein  Unterschiede  zwischen  ganz-  und  halb-  '
jährlicher  Prämienzahlung,  giebt  auch  jede  dieser  Modalitäten
den  Versicherungen  wirtschaftlich  betrachtet  ein  besonderes
Gepräge.  Die  Bank  gestattet  neben  der  periodischen  Zahlung
der  dem  Eintrittsalter  entsprechenden  Tarifprämie  die  Erkaufung
der  Prämie  eines  jüngeren  Alters,  sowie  die  Ablösung  jeder
ferneren  Prämienzahlung  durch  Entrichtung  einer  oder  mehrerer
Zusatzprämien  neben  der  Normalprämie  (Gapitalzahlungen).
Im  Interesse  der  U  eher  sicht!  ichkeit  hat  man  sich  an  dieser
Stelle  auf  die  Benutzung  der  ihrer  rechtlichen  Bedeutung  nach
verschiedenen  Versicherungsarten  beschränken  zu  sollen  geglaubt.

III.  Kapitel.

Geschlecht  der  Versicherten.
Tab.  111  bedarf  der  Erläuterung  nicht;  die  Thatsachen,
von  denen  sie  Kunde  giebt,  bieten  keinen  Anlass  zu  besonderen
Betrachtungen.  Es  liegt  in  der  wirtschaftlichen  Stellung,
welche  die  Frau,  die  verheiratete  nat  urgem  äs,  die  unverheiratete ­
  in  Folge  einer  Fülle  noch  nicht  besiegter  Vorurteile,
in  Deutschland  einnimmt,  es  liegt  auch  in  dem  Umstande,  dass
in  den  höheren  Schichten  der  Gesellschaft  der  verheirateten
Frau  meistens  nicht  die  Fürsorge  für  die  materielle  Zukunft
der  Familie,  der  unverheirateten  nur  die  Sorge  für  die  eigene
Existenz  obzuliegen  pflegt,  dass  —  nicht  etwa  nur  bei  der
Lebensversicherungs-Anstalt,  deren  Leistungen  an  dieser  Stelle
veranschaulicht  werden,  sondern  bei  allen  deutschen  Lebensversicherungs-Anstalten ­
  —,  die  Betheiligung  der  Frauen
sehr  weit  zurücksteht  hinter  der  der  Männer.

Es  betrug  der  Bestand  an  Frauenversicherungen

in  Procent  des  Ges.-Bestandes
nach  d.  Pers.  nach  d.  Summen.

in  Procent  des  Bestandes  der
Männerversicherungen
nach  d.  Pers.  nach  d.  Summen.

I829  .  .  .  5,734  5&amp;gt;203  6,083  5'488
Im  Durchschn.
der  Jahre.
1 853  4  •  •  6,289  5,493  6,711  5&amp;gt;8i2
I878  .  .  .  4,663  3&amp;gt;230  4&amp;gt;891  3&amp;gt;338
Der  Anteil  der  Frauen-Versicherungen  an  den  Gesammtversicherungen
  und  ihr  Verhältnis  zu  den  Männerversicherungen
ist  also  nicht  gewachsen,  sondern  zurückgegangen.  Jener  Anteil ­
  und  dieses  Verhältniss  ist  überhaupt  immer  sehr  gering
gewesen.

Die  Durchschnitts-Summen  der  Frauen-Versicherungen
zeigen  keine  grosse  Veränderlichkeit;  sie  sind  stets  kleiner  wie
die  der  Männer  -  Versicherungen,  und  die  letzteren  bekunden
deutlich  eine  Tendenz  zum  Steigen,  namentlich  in  den  letzten
beiden  Jahrzehnten.

IV.  Kapitel.
Alter  der  Versicherten  zur  Zeit  der  Aufnahme.
Einigermaasen  mag  die  Gestaltung  des  Prämientarifes  die
Besetzung  der  verschiedenen  Altersklassen  mit  Neu-Lintretenden
bei  einer  einzelnen  Anstalt  bestimmen.  Auf  Grund  der  Sterblichkeitstabelle, ­
  welche  die  Lebensversicherungsbank  für  Deutschland ­

  bei  Berechnung  ihrer  Prämientarife  benutzt  hat,  sind  die
Prämien  für  jüngere  Alter,  wie  unten  des  Näheren  gezeigt
werden  wird,  verhältnissmäsig  zu  denen  für  höhere  Alter
etwas  zu  hoch  bemessen  worden.  Daher  ist  es  immerhin
möglich,  dass  seit  der  Zeit,  wo  andere  solide  Versicherungs-Institute,
  bei  denen  die  Benutzung  anderer  Sterblichkeitstafeln
vielleicht  das  umgekehrte  Verhältniss  herbeigeführt,  oder  eine
im  Ganzen  der  Wirklichkeit,  dem  wirklichen  Bedarfe,  näher
kommende  Scala  ermöglicht  hatte,  ihre  Dienste  zur  Verfügung
stellten,  in  manchen  Fällen  von  Jüngeren  diesen  anderen  Anstalten, ­
  von  A  eiteren  der  Gothaer  Anstalt  der  Vorzug  gegeben,
und  so  eine  verhältnissmäsig  stärkere  Besetzung  der  jüngeren
Altersklassen  dort,  der  höheren  hier  mit  Neu-Eintretenden  herbeigeführt ­
  wurde.  Zu  einer  sicheren  Prüfung  dieser  Annahme
auf  ihr  Zutreffen  fehlt  das  Material.
Einigermaasen  werden  auch  gewisse  nationale  und  Cultur-Eigenthümlichkeiten,
  sowie  natürliche  Verhältnisse,  welche  zusammengenommen
  die  frühere  oder  spätere  Entwickelung  der
körperlichen  und  geistigen  Fähigkeiten,  das  frühere  oder  spätere
Erwachen  des  Selbständigkeitsgefühls  und  der  Sorge  für  die
Zukunft,  den  früheren  oder  späteren  Eintritt  der  wirtschaftlichen ­
  Selbständigkeit  bestimmen,  ihren  Einfluss  auf  den  früheren
oder  späteren  Eintritt  der  Benutzung  der  Lebensversicherung
geltend  machen.
Im  Grossen  und  Ganzen  wird  wohl  überall,  wo  die
Lebensversicherung  heimisch  ist,  wenigstens  von  Männern,  die
Periode  vom  25.  bis  zum  40.  Jahre  am  häufigsten  zum  Eintritt
in  den  Verband  einer  Lebensversicherungs-Anstalt  benutzt
werden;  in  Deutschland  wird  man  diese  Periode  mit  einiger
Sicherheit  noch  etwas  enger,  nämlich  durch  das  30.  und
37.  Lebensjahr,  begrenzen  können.
Auf  den  Tabellen  IV  —VI,  welche  die  Besetzung  der
verschiedenen  Eintrittsalter  mit  Eintretenden  veranschaulichen,
findet  man  nur  die  Altersklassen  vom  15.  bis  zum  67.  Lebensjahre ­
  vertreten;  denn  die  Bank  gewährt  auf  das  Leben  von
unter  Fünfzehnjährigen  und  von  über  Siebenundsechzigjährigen
keine  Versicherung.  Die  hier  folgende  graphische  Darstellung
hat  den  Zweck,  zu  zeigen,  in  welchen  Lebensaltern  in  jedem
der  fünf  Jahrzehnte  von  1829  —1878  und  in  dem  ganzen
fünfzigjährigen  Zeiträume  die  meisten  Mitglieder  überhaupt,  und
dann  die  meisten  männlichen  und  die  meisten  weiblichen  Mitglieder ­
  in  den  Bankverein  eintraten.
Die  Zahl  der  beigetretenen  männlichen  Personen  überwiegt ­
  so  sehr,  dass  die  die  Veränderungen  ihrer  meistbesetzten
Beitrittsalter  bezeichnende  Curve  der  Curve  für  alle  Beitretenden
überhaupt  stets  parallel  geht.
In  den  einzelnen  fünf  Jahrzehnten  sind  die  meistbesetzten
Beitrittsalter  für  Eintretende  überhaupt  und  für  eintretende
Männer  der  Reihenfolge  nach:  das  35.,  das  36.,  das  33.,
das  35.,  das  30.  Lebensjahr.  In  der  ganzen  fünfzigjährigen
Periode  überwiegt  das  35.  Lebensjahr.
(Die  betreffende  Tabelle  siehe  nächste  Seite.)
Die  Lebensjahre,  in  welchen  die  meisten  Personen  überhaupt ­
  und  die  meisten  männlichen  Personen  beitreten,  wechseln
nicht  stark  ;  der  Unterschied  zwischen  dem  niedrigsten  und
dem  höchsten  meistbesetzten  Beitrittsalter  beträgt  nur  sechs
Jahre,  und  zweimal  kehrt  in  den  fünf  zehnjährigen  Perioden
das  35.  Lebensjahr  als  meistbesetztes  Beitrittsalter  wieder.  Den
Grund  dieser  Erscheinung  wird  man  darin  zu  suchen  haben,
dass  diejenigen  Motive,  welche  am  häufigsten  zum  Abschluss
einer  Lebensversicherung  bei  Männern  führen,  sich  in  Deutschland ­
  vornehmlich  in  den  Altersklassen  vom  30.  bis  zum  36.  Lebens-
        <pb n="12" />
        o

I.  Tlieil.  Statistik  der  Anträge,  Ablehnungen,  Aufnahmen  und  Abgänge.

1*529  —7  8.

i  8  39  —  4^  ■

1849  —  58.

1859  —  68

1829  —  38.

m

11

**

Immsi
111  ’

?#»

vts

lii

SSSSSSSä

1829  —  78.

1839  —  48.

iS  29  —  38.

1859  —  68

Frauen  :  -¡-o-o4-o-r  Männer :  —  •  —  •  —  •  —  Männer  und  Frauen  :

jahre  geltend  machen.  Das  sind  aber  in  der  That  bei  uns  die  1
Jahre,  in  denen  männliche  Personen  der  mittleren  Klassen  zur
Familiengründung  zu  schreiten  pflegen,  oder  durch  die  Geburt
ihrer  ersten  Kinder  an  die  Nothwendigkeit  der  materiellen  Vor-  ¡
sorge  für  die  Zukunft  erinnert  werden.
Die  Curve  zur  Veranschaulichung  der  meistbesetzten  Beitrittsalter ­
  für  Frauen  zeigt  ein  ganz  anderes,  viel  bewegteres,
Bild.  Hier  ist  das  in  der  ganzen  fünfzigjährigen  Periode  meistbesetzte
  Beitrittsalter  das  fünfzigste  Lebensjahr;  für  die  einzelnen ­
  zehnjährigen  Perioden  aber  schwanken  die  meistbesetzten
Beitrittsalter  zwischen  dem  33.  und  50.  Lebensjahre.  Auch
wenn  die  Gesammtzahl  der  beigetretenen  weiblichen  Personen
eine  grössere  gewesen,  das  Gesetz  der  grossen  Zahlen  also
besser  zur  Geltung  gekommen  wäre,  würde  die  Curve  wohl
stärker  nach  unten  und  nach  oben  ausbiegen,  als  diejenige
der  beigetretenen  männlichen  Personen.  Die  Motive,  welche
weibliche  Personen  zum  Abschluss  von  Lebensversicherungen
bestimmen,  sind  eben  sehr  viel  mannigfaltiger;  nicht  ebenso
wie  bei  Männern  machen  sich  durchschlagende  Motive  nur  in
gewissen,  nahe  bei  einander  liegenden  Lebensjahren  geltend.
Die  Concentrirung  des  Beitritts  auf  eine  kleine  Zahl  von
Altersklassen  bei  den  Männern  und  die  geringere  Bevorzugung
eben  dieser  Beitrittsalter  seitens  der  Frauen  geht  auch  aus
den  folgenden  Betrachtungen  hervor.
In  der  ganzen  fünfzigjährigen  Periode  traten  in  den  Altern
vom  30.  bis  zum  40.  Lebensjahre  einschliesslich  bei:  40432
oder  50,31  %  aller  beigetretenen  Männer,  in  den  Altern  vom
25.  bis  zum  45.  Lebensjahre  einschliesslich  aber  :  63  5  IO,  oder
79,02  °/o  aller  beigetretenen  Männer.  Die  correspondirenden
Zahlen  aus  der  Tabelle  VI  (Alter  der  versicherten  Frauen  zur
Zeit  der  Aufnahme)  betragen  nur  bezw.  1589  und  2786  oder
32,08  resp.  56,25%  aller  beigetretenen  weiblichen  Personen:
Und  ferner:  die  fünf  und  zwanzig  stärkst  besetzten  Beitrittsalter ­
  sind  nach  Tab.  V.  und  VI.  :

bei  den  Männern:
Lebensjahr.
das  35.mit3966Beigetretenen;
»  33-  »  3942  »
»  34.  »  3850  »
»  32.  »  3845  »
»  3°-  »  3791  »
»  31.  »  3767  »
»  3&amp;amp;  »  3730  »
»  37-  »  3565  »

bei  den  Frauen  :
Lebensjahr.
das  50.  mit  165  Beigetretenen.
»  41.  »  164  »
»  33.  »  161  »
»  32.  »  152  »
»  35.  »  149  »
»  40.  »  147  »
»  30.  »  147  »
»  45.  »  146  »

bei  den  Männern:

bei  den  Frauen:

Lebensjahr.  Lebensjahr,
das  38.mit3416Beigetretenen;  das  36.  mit  145  Beigetretenen.
»  29.  »  3322  »  »  34-  »  144  »
»  39-  »  3317  »  »  37-  »  :44  »
»  40.  »  3243  »  »  51.  »  140  »
»  41.  »  2780  »  »  38.  »  136  »
»  28.  »  2750  »  »  48.  »  136  »
»  42.  »  2465  »  »  31.  »  133  »
»  43.  »  2302  »  »  4 2 -  »  133  »
»  27.  »  2199  »  »  39.  »  131  »
»  44.  »  2025  »  »  52.  »  131  »
»  45.  »  1921  »  »  49.  »  130  »
»  26.  »  1848  »  »  47.  »  128  »
»  46.  »  1624  »  »  46.  »  127  »
»  47.  »  1532  »  »  43.  »  126  »
»  25.  »  1466  »  »  54-  »  121  »
»  48.  »  1447  »  »  44-  »  121  »
»  49.  »  1437  »  »  29.  »  117  »
Die  zehn  stärkst  besetzten  Beitrittsalter  bei  den  Männern  liegen
zwischen  29  und  38.  bei  den  Frauen  aber  zwischen  30  und
50  ;  die  zwanzig  stärkst  besetzten  bei  den  Männern  zwischen
26  und  45,  bei  den  Frauen  zwischen  30  und  52;  die  fünf
und  zwanzig  stärkst  besetzten  bei  den  Männern  zwischen  25
und  49,  bei  den  Frauen  zwischen  29  und  54.
Wenn  man  die  Differenzen  zwischen  der  ersten  und
der  zweiten,  der  zweiten  und  dritten  u.  s.  w.  der  obigen
Altersklassen  addirt,  so  kommt  man  bei  den  Männern  für  die
ersten  zehn  stärkst  besetzten  Alter  nur  auf  eine  Summe  (der
Differenzen)  von  24,  für  die  ersten  zwanzig  auf  eine  Summe
von  117  ;  bei  den  Frauen  dagegen  ergeben  sich  die  Summen
von  bezw.  62  und  151.  Auch  hieraus  ergiebt  sich,  dass  eine
viel  grössere  Gleichmäsigkeit  hinsichtlich  der  Besetzung  der
Beitrittsalter  bei  den  Männer-  als  bei  den  Frauen-Versicherungen
zu  beobachten  ist,  oder  mit  anderen  Worten,  dass  wenigstens
bei  der  Gothaer  Lebensversicherungsbank  in  den  ersten  fünfzig
Jahren  ihrer  Wirksamkeit  die  Männer  vorzugsweise  häufig  in
gewissen,  nahe  bei  einander  liegenden  Altersjahren  beigetreten
sind,  während  die  Frauen  in  sehr  verschiedenen  viel  weiter
von  einander  liegenden  Altersperioden  der  Bank  ihrfc  Versicherungen ­
  vorzugsweise  zuführten.
Im  folgenden  Abschnitte  werden  wir  den  Beitrittsaltern
noch  in  einer  anderen  Richtung  unsere  Aufmerksamkeit  zu
widmen  haben.
        <pb n="13" />
        I.  Tlieil.  Statistik  der  Anträge,  Ablehnungen,  Aufnahmen  und  Abgänge.

t

V.  Kapitel.
Beruf,  Geschlecht  und  Beitrittsalter  der  Versicherten.
Hingesehen  auf  den  Beruf  unterscheiden  wir  15  Hauptklassen. ­
  Die  meisten  derselben  sind  wieder  in  Unterklassen
geschieden,  welche  aber  in  der  gegenwärtigen  statistischen
Publication  nirgends  zur  Erscheinung  kommen,  und  nur  um
deswillen  sorgfältig  fortgeführt  werden,  weil  es  wünschenswert!!
sein  kann,  einmal  für  einen  einzelnen  Berufszweig,  beispielsweise
für  die  Angehörigen  eines  bestimmten  Handwerkes,  für  gewisse
Verkehrsbeamte,  für  Bergleute  einer  gewissen  Kategorie  u.  s.  w.,
ganz  eingehende  Sterblichkeits-Untersuchungen  anzustellen,  zu
welchem  Zwecke  die  grossen  Klassen  zu  gemischt,  die  Unterklassen ­
  aber  zur  Zeit  noch  durchweg  viel  zu  schwach  besetzt ­
  sind.
Die  Einteilung  der  Hauplklassen  folgt  weniger  einem
wissenschaftlichen  Princip,  als  dem  praktischen  Bedürfnisse.
Dabei  musste  unter  Anderem  auch  darauf  Rücksicht  genommen
werden,  dass  in  den  Anmeldungen  zur  Versicherung  der  Lebensberuf ­
  des  Antragstellers  oft  nicht  mit  der  genügenden  Bestimmtheit ­
  bezeichnet  wird,  dass  aber  nichts  destoweniger  eine
annähernd  zutreffende  Einreihung  sämmtlicher  Versicherten  in
die  Rubriken  des  aufgestellten  Schemas  möglich  gemacht  werden
musste.  Diese  Arbeit  hat  ihre  besonderen  Schwierigkeiten;  der
einzelne  Fall  erfordert  oft  viel  Nachdenken  und  allerhand  Combinationen.
  Die  gewählte  Klasseneinteilung  und  Bezeichnung
hat  sich  dabei  bisher  im  Ganzen  gut  bewährt.  Aber  man
verhehlt  sich  nicht,  dass  der  Beruf  der  Versicherten  zur
Zeit  der  Aufnahme  für  den  Lebensversicherungs-Statistiker
doch  nur  in  einer  Richtung  von  Interesse  ist,  und  dass  die
mehrseitig  interessante  Berufs  -  Statistik  des  Versicherten-Bestandes ­
  —  die  Klassen-Einteilung  und  Bezeichnung  mag
auch  noch  so  glücklich  gewählt  sein  —  um  deswillen  der
Zuverlässigkeit  ermangelt,  weil  die  beobachteten  Versicherten
nicht  immer  derjenigen  Berufsklasse  eingereiht  werden  können,
welcher  sie  am  längsten  angehört  haben,  sondern,  ohne  Rücksicht ­
  auf  etwaigen  Berufswechsel,  derjenigen  Klasse  verbleiben
müssen,  welcher  sie  zur  Zeit  der  Aufnahme  angehörten.
Wie  Tabelle  VII a  zeigt,  wurden  in  dem  ganzen  fünfzigjährigen ­
  Zeiträume  5352  Personen,  und  zwar  576  männliche
und  4776  weibliche,  aufgenommen,  welche  keinem  benannten ­
  Berufszweige  angehörten,  oder  denselben  nicht
angegeben  hatten  (Kl.  1),  und  53  männliche  Personen  (Kl.  XV),
welche  nicht  in  irgend  einer  der  übrigen  14  Klassen
unterzubringen  waren.  Unter  den  4776  weiblichen  Personen ­
  der  Klasse  I  befinden  sich  ohne  Zweifel  viele,  welche
zur  Zeit  der  Aufnahme  einem  bestimmten  Berufszweige  angehörten, ­
  denselben  aber  in  der  Declaration  nicht  angegeben
haben;  die  $76  Männer  der  Kl.  I  werden  in  der  That  zur
Zeit  der  Aufnahme  mit  wenigen  Ausnahmen  wirklich  geschäftslos,
vermögende  Leute  ohne  bestimmten  Beruf,  gewesen  sein.
Die  mit  Rücksicht  auf  den  Beruf  der  Beitretenden  gebildeten ­
  fünfzehn  Klassen  rangiren  nach  der  Zahl  der  ihnen  angehörigen
  Personen,  welche  in  dem  ganzen  fünfzigjährigen
Zeiträume  eintraten,  folgendermaasen:
I.  Staats-,  Kirchen-,  Schul-  und  Gemeinde-Beamte
mit  31  628  Eingetr.

2.  Handeltreibende  »  14  577  »
3.  Gewerktreibende  »  12462  »
4.  Transportbetriebs-Personal  ...»  5  7^1  »
5.  Berufslose  »  5  35 2  »
6.  Aerztliches  Personal  »  3  803  »
7.  Landwirthe  »  2613  »
8.  Militärpersonen  »  2  179  »

mit  2  177  Eingetr.
»  I  859  »
»  972  »
»  970  »  '
»  806  »
»  109  »
53
vier

»
Klassen

9.  Forst-Beamte  und  Bedienstete
10.  Künstler
11.  Persönliche  Dienste  Leistende
12.  Ingenieurs,  Givilingénieurs  ele.
13.  Bergleute  und  Bergbeamte  .
14.  Privatgelehrte
15.  Diverse  Berufszweige  .  .  .
In  allen  fünf  Jahrzehnten  behaupten  nur
ihren  Rang  durchweg,  nämlich
die  II.  Klasse  (Staats-  etc.  Beamte)  den  ersten  Rang,
»  VII.  »  (Landwirthe)  den  siebenten  Rang,
»  IV.  »  (Privatgelehrte)  den  vierzehnten  Rang,
»  XV.  »  (Diverse  Berufszweige)  den  fünfzehn  ten  Rang.
Alle  anderen  Klassen  wechseln  den  Rang  ein  oder
mehrere  Male.
Täio  III  k r li««p  (Apr7.tlic.hps  Personal!  behauntet  in  den

ersten  3  Jahrzehnten  den  fünften  und  sinkt  im  vierten  auf
den  sechsten  Rang,  den  sie  im  letzten  Jahrzehnt  behauptet.
Die  V.  Klasse  (Künstler)  finden  wir  im  ersten  Jahrzehnt
im  neunten,  im  zweiten  im  achten,  im  dritten  und  vierten
im  neunten,  im  fünften  im  zehnten  Range.
Die  VI.  Klasse  (Persönliche  Dienste  Leistende)  steht  im
ersten  und  dritten  Jahrzehnt  im  elften,  im  zweiten,  vierten
und  fünften  im  zwölften  Range.
Die  VIII.  Klasse  (Forstbeamte  und  Bedienstete)  behauptet
in  allen  Jahrzehnten  den  achten  Rang,  nur  im  zweiten  sinkt

sie  in  den  neunten.
Die  IX.  Klasse  (Bergleute  und  Bergbeamte)  finden  wir  im
ersten  Jahrzehnt  im  zwölften,  im  zweiten  im  elften,  in
den  drei  folgenden  im  dreizehnten  Range.
Die  X.  Klasse  (Handeltreibende)  behauptet  in  den  ersten
drei  Jahrzehnten  den  zweiten  Rang,  sinkt  im  vierten  auf  den
dritten  und  kehrt  im  fünften  auf  den  zweiten  zurück.
Die  XI.  Klasse  (Transportbetriebspersonal)  finden  wir  in
den  ersten  beiden  Jahrzehnten  im  zehnten,  im  dritten  im
sechsten,  im  vierten  und  fünften  im  vierten  Range.
Die  XII.  Klasse  (Ingenieurs,  Civilingenieurs,  Geodäten)  steht
in  den  ersten  beiden  Jahrzehnten  im  dreizehnten,  im  dritten
im  zwölften,  im  vierten  und  fünften  im  elften  Range.
Die  XIII.  Klasse  endlich  (Gewerktreibende)  finden  wir  stets,
ausser  im  vierten  Jahrzehnt,  wo  sie  in  den  zweiten  Rang
aufrückt,  im  dritten  Range.
Sehr  verschiedene  Motive  beeinflussen  solchen  Rangwechsel  ;
ist  die  Verschiebung  sehr  stark  und  wird  der  neue  Rang  nicht
nur  mit  kleinen  Ziffern  erobert,  so  sind  die  Haupteinflüsse  meist
nachweisbar.  Das  Aufrücken  der  XI.  Klasse  z.  B.  im  dritten,
ihr  noch  weiteres  Aufrücken  im  vierten  und  fünften  Jahrzehnt
hängt  sicher  mit  dem  Aufkommen  und  dem  raschen  Wachsthume
  eines  ganz  neuen  Beamtenstandes  seit  den  Vierziger
Jahren,  nämlich  des  Eisenbahn  -  Beamtenstandes,  dann  aber
damit  zusammen,  dass  erst  die  preussische,  dann  die  Reichs-Postverwaltung
  ihre  Fürsorge  für  das  ihr  untergebene  Personal
durch  Beförderung  und  Erleichterung  des  Eintrittes  in  Lebensversicherungsanstalten ­
  bethätigte,  und  dass  so  auch  der  Leben&amp;gt;-versicherungsbank
  f.  D.  zahlreiche  Versicherungen  von  Beamten
dieser  Kategorie  zugeführt  wurden.
Dass  die  Klasse  der  Staats-,  Kirchen-,  Schul-  und  Gemeinde-,
Beamten  durch  alle  Jahrzehnte  den  ersten,  die  der  Handeltreibenden ­
  wenigstens  durch  vier  Jahrzehnte  und  im  Ganzen
den  zweiten,  die  der  Ge  werkt  reibenden  wenigstens  durch
vier  Jahrzehnte  und  im  Ganzen  den  dritten  Rang  einnehmen,
zeigt  deutlich,  in  welchen  Bevölkerungsklassen  die  Bank  in  den
verflossenen  fünfzig  Jahren  ihre  Hauptclientei  gefunden  hat.
Diesen  drei  Klassen  entstammten  nahezu  69 0  0  aller  Beigetretenen. ­
        <pb n="14" />
        8

I.  Theil.  Statistik  der  Anträge,  Ablehnungen,  Aufnahmen  und  Abgänge.

Nach  Ausweis  der  Tabelle  Vil  a  u.  b  befanden  sich  unter
den  85  321  Personen,  welche  in  dem  ganzen  fünfzigjährigen
Zeiträume  bei  der  Lebensversicherungsbank  f.  D.  Versicherung
nahmen,  4953  weibliche  Personen.  Die  wohl  bemerkbare
Zunahme  der  Frauenversicherungen  hält  keineswegs  gleichen
Schritt  mit  der  Zunahme  der  Männerversicherungen;  im  Ganzen
ist,  wie  schon  an  anderer  Stelle  betont  wurde,  die  Frauenbetheiligung ­
  recht  gering.
Nur  in  neun  von  den  fünfzehn  hingesehen  auf  den  Beruf
der  Beitretenden  gebildeten  Klassen  sind  weibliche  Personen
vertreten,  acht  Klassen  weisen  nur  ganz  unbedeutende,  die
Klasse  der  Berufslosen  allein  weiset  eine  namhafte  Ziffer  auf.
Die  absteigende  Scala  der  Betheiligung  von  Frauen  der  verschiedenen ­
  Klassen  ist  folgende  :
Versicherte  weiblichen  Geschlechts
traten  bei  in  den  Jahren  1829  —  78

Kl

I.  (Berufslose)
»  II.  (Beamte,  Lehrer  etc.)
»  V.  (Künstler)  .....
»  III.  (Aerztl.  Personal)
»  XIII.  (Gewerktreibende)
»  VI.  (Persönl.  Dienstleist.)
»  X.  (Handeltreibende)
»  VII.  (Landwirthe)  .  .  .
»  XI.  (Transportbetrieb)

47/6
49
41
37
23
12
8
6
i

4953-Die

  Vergleichung  der  fünf  Jahrzehnte  hinsichtlich  des
Eintrittes  von  Frauen  der.  verschiedenen  Berufsklassen  giebt  zu
besonderen  Bemerkungen  keinen  Anlass.  Der  Umstand,  dass
in  neuerer  Zeit  den  Frauen  ganz  neue  Berufsgebiete  erschlossen
worden  sind,  kommt  hier  nicht  zum  Ausdruck;  möglich,  dass
die  weiblichen  Angehörigen  solcher  Berufszweige  sich  unter
den  allerdings  in  den  letzten  fünfzehn  Jahren  erheblich  wachsenden ­
  Ziffern  der  angeblich  berufslosen  Beitretenden  verbergen.
Einiges  Interesse  gewährt  auch  die  Frage,  in  welchen
Lebensjahren  die  Angehörigen  der  verschiedenen  Berufsklassen ­
  der  Lebensversicherungsbank  beigetreten  sind.  Die
Antwort  ist  in  der  Tabelle  VII  b  enthalten.  Man  hat  hier  die
während  des  ganzen  fünfzigjährigen  Zeitraumes  Beigetretenen
zusammengefasst  ;  es  wären  sonst  fünfzehn  grosse  Tabellen
entstanden,  deren  Detail  von  Verhältnissenäsig  nur  sehr  geringem
Werthe  gewesen  wäre.  Der  theoretische  Werth  der  Tabelle
VII  b  liegt  darin,  dass  sie  einen  Beitrag  liefert  zur  Vergleichung
der  verschiedenen  Berufsstände  hinsichtlich  des  Eintrittes  der
wirthschaftlichen  Reife  zur  Versicherungsnahme.  Praktische
Bedeutung  gewinnt  sie  für  diejenigen  Organe  der  Verwaltung,
welche  den  Beruf  der  Anregung  zur  Versicherungsnahme,  den
Beruf  des  Angebotes  und  der  Vermittelung  haben.
Die  drei  stärkst  besetzten  Eintrittsjahre  sind  nach  Tabelle
VII  b  bei  den  Angehörigen  der  fünfzehn  hingesehen  auf  den
Beruf  gebildeten  Klassen  die  folgenden
I.  2.  3.
Eintr.-Alter.  Eintr.-Alter.  Eintr.-Alter.
41  50  45
(172)  (166)  (164)
35  33  30
(1476)  (1459)  (1456)
34  30  33
(213)  (209)  (199)0
34  29  32
(il)  (10)  (7)0
30  33  29
(104)  (103)  (100)

Bei  Klasse
I.  (Ohne  Beruf)
II.  (Beamte  etc.)
III.  (Aerztl.  Pers.)
IV.  (Priv.-Gelehrte)
V.  (Künstler)

0  199  kommt  auch  bei  dem  Eintrittsalter  35  vor.
2 )  7  kommt  auch  bei  den  Eintrittsaltern  36,  37  u.  38  vor.

I.  2.  3.
Bei  Klasse  Eintr.-Alter.  Eintr.-Alter.  Eintr.-Alter.
VI.  (Pers.  Dienstleist.)  35  37  30
(48)  (47)  (45)  3 )
VII.  (Landwirthe)  37  39  34
TT  .  ,  x  035)  (134)  (123)
VIII.  (Forstwirthe  etc.)  38  37  33
(117)  Ou)  (109)*)
IX.  (Bergleute  etc.)  32  34  33
^  ,TT  (42)  (39)  (38)')
X.  (Handeltreib.)  31  33  30
(814)  (787)  (776)
XL  (Transport  betr.)  34  33  36
.  (328)  (311)  (310)
XII.  (Ingenieure)  29  31  32
(7:)  (65)  (57)«)
XIII.  (Gewerktreib.)  35  32  33
(706)  (681)  (617)
XIV.  (Militärpers.)  34  35  32
....  ....  „  ,  .  ,  ("")  (96)  («o
XV.  (Div.  Berufszweige)  32  30  36
(6)  14)  (3)  0
In  der  Mehrzahl  dieser  Klassen  werden  die  (in  Klammern
eingeschlossenen)  die  Meistbesetzung  anzeigenden  Ziffern  so
klein,  dass  auch  die  Nebeneinanderstellung  der  drei  meistbenutzten
  Eintrittsjahre  das  gewichtige  Sichgeltendmachen  von
Zufälligkeiten  nicht  ausschliesst.  Betrachten  wir  einmal  nur
diejenigen  Klassen,  bei  denen  das  meistbenutzte  Eintrittsjahr
wenigstens  100  Beigetretene  aufweiset,  so  ist  zuvörderst  daran
zu  erinnern,  dass  bei  Kl.  I  die  verhältnissmäsig  hohen  meistbenutzten
  Eintrittsjahre  sich  aus  dem  in  dieser  Klasse  beobachteten ­
  Uebergewicht  der  Frauen-Versicherungen  erklären.
In  den  Klassen  II,  111,  V,  VII,  VIII,  X,  XI,  XIII  und  XIV
schwanken  die  meistbenutzten  Beitrittsjahre  nur  zwischen  30
und  38,  die  zweitmeistbenutzten  nur  zwischen  30  und  39.  die
drittmeistbenutzten  nur  zwischen  29  und  36.  Wie  schon  im
vorhergehenden  Abschnitt  gezeigt,  liegen  die  meistbenutzten
Beitrittsjahre  nahe  bei  einander.  Zieht  man  den  Durchschnitt
der  drei  meistbenutzten  Beitrittsjahre,  so  ergiebt  sich,  hingesehen
auf  die  Benutzung  der  betreffenden  Durchschnitts-Beitrittsalter
folgende  absteigende  Scala:
Durchschnitt  der  3  meistbenutzten
Beitrittsalter  bei  Klasse
3Ö 2/ 3  VII.  (Landwirthe)
36  VIII.  (Forstwirthe  etc.)
34 1 /3  XL  (Transportbetriebspersonal)
33 2  3  XIV.  (Militärpersonen)
33  'O  XIII.  (Gewerktreibende)
II.  (Staats-,  Kirchen-,  Schul-  und
Gemeinde-Beamte)
III.  (Aerztl.  Personal)
31 1 /3  X.  (Handeltreibende)
30-/3  V.  (Künstler).
Da  indessen  die  Zusammenfassung  der  drei  meistbenutzten
Beitrittsjahre  auch  bei  diesen  Berufsklassen  zum  Theil  noch  zu
kleine  Zahlen  ergiebt,  wird  es  zweckmäsig  sein,  zu  prüfen,
wie  sich  bei  den  überhaupt  wesentlich  in  Betracht  kommenden
Berufsklassen  die  Benutzung  fünfjähriger  Beitrittsjahr-Gruppen
  gestaltet.  Hierüber  giebt  die  nachfolgende,  der
Tab.  VII  b  entnommene  Darstellung  Aufschluss  :

322/3

3  2  Va

3 )  45  kommt  auch  bei  den  Eintrittsaltern  36  u.  &amp;lt;39  vor.
0  109  kommt  auch  bei  dem  Eintrittsalter  40  vor.
42  kommt  auch  bei  dem  Eintrittsalter  39  vor.
39  kommt  auch  bei  dem  Eintrittsalter  35  vor.
71  kommt  auch  bei  den  Eintrittsaltern  30  u.  33  vor.
4  kommt  auch  bei  dem  Eintrittsalter  40  vor.
3  kommt  auch  bei  dem  Eintrittsalter  51  vor.
        <pb n="15" />
        I.  The!].  Statistik  der  Anträge,  Ablehnungen,  Aufnahmen  und  Abgänge.

Es  traten  ein  im  Alter
Angehörige  der  KI.
II.  (Staats-,  Kirchen-,  Schul-  u.
Gem.-Bedienstete)
III.  (Aerztliches  Personal)
V.  (Künstler)
VII.  (Landwirthe)
VIII.  (Forst-Beamte  u.  Bedienstete)
X.  (Handeltreihende)
XI.  (Transportbetriebspersonal)
XIII.  (Gewerktreibende)

von
21—25  J -
1605  od.  5.07  0  0

26—3°  J-5380
  od.  17.01

Si-35  J-7195
  od.  22.75  °o

36—40  J.
6574  od.  20.79  °  o

41—45  J.
45i2od.  14.27  %

46—5°  &amp;lt;!•
3075  od.  9.72  °  o

216
99
63
57
749
175
385

5.68
5  33
2.41
2.62
5.14
3°4
309

805
374
323
279
3008
9°  7
2001

21.17
20.12
12.36
12.82
20.64
15-74
16.06

990
468
59'
478
3ß36
1483
3162

26.03
2517
22.62
21.96
26.32
25  74
25-37

791
39 6
599
523
3008
1418
2949

20.80  »
21.30  »
22.92  »
24.02  »
20.64  »
24.61  »
23.66  »

474
250
475
39 6
1851
877
1922

12.46  »
13  45  »
18.18  »
18.19  »
12.70  »
15.22  »
15.42  »

274
136
295
207
1117
547
1124

7.20  »
7.32  »
11.29  *
9.51  »
7.66  »
9-49  »
9.02  »

89.11  bis  93.86  °o  derjenigen  Angehörigen  der  obenbenannten  Berufsklassen,  welche  bei  der  Lebensversicherungsbank
f.  D.  Versicherung  nahmen,  traten  im  Alter  von  21  —  50  Jahren,  74.82  bis  81.31  °/ 0  traten  im  Alter  von  26—45
Jahren  ein.  Hinsichtlich  der  Benutzung  der  nachfolgenden  Beitritts-Altersperioden  ran  giren  die  Berufsklassen,  fortschreitend ­
  von  der  stärksten  zur  schwächsten  Benutzung  folgendermaasen:

21—25
III.
V.
II.
X.
XIII.
XI.
VIII.
VII.

26—30
III.
X.
V.
II.
XIII.
XI.
VIII.
VII.

31—35
X.
III.
XI.
XIII.
V.
II.
VII.
VIII.

36—40
VIII
XI.
XIII.
VII.
II.
V.
III.
X.

via 45
VII.
XIII.
XI.
II.
V.
X.
III.

46—50
VII.
II.
VIII.
XI.
XIII.
X.
V.
III.

V 5
XIII.
III.
X.
V.
VIII.
VIL
II.

21—50
XI.
III.
X.
V.
XIII.
VII.
IL
VIH.

Man  beobachtet  hier  einen  ziemlich  starken  Rangwechsel
von  Altersgruppe  zu  Altersgruppe.  —  Wenn  die  während  eines
fünfzigjährigen  Geschäftsbetriebes  bei  einer  einzelnen  ihre  Wirksamkeit ­
  auf  ganz  Deutschland  erstreckenden  Lebensversicherungs-Anstalt
  beobachtete  vorzugsweise  Benutzung  gewisser  Eintritts-Alters-Stufen
  seitens  der  Angehörigen  verschiedener  Berufsklassen ­
  auf  ursächlichem  Zusammenhang  beruht,  so  wird  diese
Darstellung  einen  Wink  enthalten  für  das  rationelle  Angebot
der  Dienste  dieser  Anstalt  auch  in  der  Zukunft.

Benutzung
Summen

VI.  Kapitel,
der
durch  die

verschiedenen  Versicherungs-Versicherten

  beim  Eintritt.

In  der  ursprünglichen  Bankverfassung  ward  die  zulässige
Minimal-Versicherungssumme  auf  500  Thlr.  angegeben;
jede  Versicherungssumme  sollte  durch  100  theilbar  sein;  nach
der  neuen  Bankverfassung,  welche  am  1.  Januar  1840  in
Kraft  trat,  beträgt  die  zulässige  Minimal-Versicherungssumme
nur  300  r l  hlr.  Nach  einer  Zusatzbestimmung  vom  24.  Mai
1866  soll,  wie  bisher  das  Maximum,  so  künftig  auch  das
Minimum  des  auf  ein  Leben  versicherbaren  Betrages  durch
den  Bankvorstand  bestimmt  werden.  Der  Bankvorstand  liess
es  bei  dem  bisherigen  Minimum  von  300  Thlr.  für  die  Regel
bewenden  ;  ausnahmsweise,  beim  Anschluss  von  Vereinen  an
die  Bank,  sollten  aber  auch  Policen  über  100  und  200  Thlr.
ausgefertigt  werden  können.
Seit  1875  werden  die  Versicherungssummen  nur  in  Reichsmark ­
  ausgedrückt.  Als  Minimalsatz  gilt  für  die  Regel  1000  Mark;
ausnahmsweise  können  auch  Policen  auf  unter  1000  Mark
lautende  Summen,  welche  jedoch  jedenfalls  durch  100  theilbar
sein  müssen,  ausgefertigt  werden.  Bei  Summen,  welche  lOOO
Mark  übersteigen,  bildet  die  Regel,  dass  Summen  unter  5000
Mark  durch  500  und  Summen  über  5000  Mark  durch  1000
theilbar  sein  müssen.  Möglichst  wird  auch  darauf  gehalten,
dass  bei  Nachversicherungen  durch  Hinzufügung  der  neuen
z nr  alten  Versicherungssumme  eine,  wenn  zwischen  1000  und
5000  Mark  liegend,  durch  500,  wenn  zwischen  5000  und
60000  liegend,  durch  1000  theilbare  Gesammtsumme  entsteht.

Ueber  die  im  Laufe  der  Zeit  getroffenen  Aenderungen
bezüglich  der  zulässigen  Maximal-Versicherungssumme
ist  schon  im  I.  Abschnitt  dieser  Abhandlung  das  Notlüge
mitgetheilt.
Durch  die  Annahme  der  Markwährung  als  Bankvaluta  ist
die  Zahl  der  Summen,  welche  auf  ein  Leben  überhaupt  versichert ­
  sein  können,  wesentlich  vermehrt  worden.  Früher
waren  es  ihrer  —  seitdem  als  Maximal-Summe  20000  Thlr.
angenommen  waren  —  höchstens  20000/10O,  also  200,  jetzt,
und  bis  alle  nach  der  Thalerwährung  Versicherten  abgegangen
sein  werden,  könnten  es  wohl  über  300  sein.  Glücklicherweise ­
  sind  bis  Ende  1878  nur  118  verschiedene  Versicherungssummen ­
  überhaupt  von  Neueintretenden  benutzt  worden  ;  diese
Zahl  kann  sich  nicht  vermehren,  muss  sich  vielmehr  vermindern ­
  ;  schliesslich,  wenn  keine  nach  der  Thalerwährung
Versicherten  mehr  vorhanden  sind,  werden  mit  Rücksicht  auf
die  benutzten  Versicherungssummen  höchstens  71  Gruppen
vorhanden  sein.
Tab.  VIII.  zeigt,  welche  Versicherungssummen  in  jedem
Jahre  der  fünfzigjährigen  Periode  überhaupt  benutzt  wurden
und  bezw.  wie  viele  Personen  auf  jede  dieser  Summen  kamen.
Die  Tabelle  nimmt  indess  keine  Rücksicht  auf  Nachversicherungen; ­
  die  beim  Eintritt  benutzte  Summe
ist  allein  maasgebend.  Es  sind  beispielsweise  mit  9000
Mark  viel  mehr  als  4116  Personen  überhaupt  versichert  gewesen  ;
aber  4116  Personen  wurden  bei  ihrem  ersten  Eintritt  je  mit
9000  Mark  versichert.
Greift  man  aus  der  Tabelle  diejenigen  Summen  heraus,
welche  von  Neueintretenden  mindestens  hundertmal  benutzt
worden  sind,  und  stellt  man  dieselben  in  absteigender  Reihenfolge ­
  (hinsichtlich  der  Benutzung)  neben  einander,  so  entsteht
folgendes  Bild:
Es  wurden  von  Neueintretenden  benutzt

die  Summen
3000  Mark  23259  mal
1500
6000
1800
900
9000
15000
4500
12000

die  Summen
1200  Mark  2343  mal

10.

2016

3600

11108

i  i.

1699

10289

2400

1  2

30000

1374

iS

4999

18000

1339

4473

14

1263

4116

10000

15

16.

763

2000

3131

2815

1000

17

734

18.

2767

611

5000
        <pb n="16" />
        10

I.  Tlieil.  »Statistik  der  Anträge,  Ablehnungen,  Aufnahmen  und  Abgänge.

die  Summen
19.  7500  Mark  548  mal  29
20.  2100  »  538  »  30
21.  600  »  532  »  31
22.  24OOO  »  4O9  »  32
23.  20000  »  392  »  33
24.  4OOO  »  345  »  34
25.  60OOO  »  244  »  35
26.  48OO  »  24O  »  36
27.  54OO  »  213  »  37
28.  IO5OO  »  I72  »  38

die  Summen
8000  Mark
21000  »
7200  »
2700  »
3300  »
4200  »
6900  »
45000  »
300  »
2500  »

168
157
149
142
US
136
135
132
124
104

mal

Die  Benutzung  der  Versicherungssummen  1—3  (3000,
1500,  6000  Mark)  überwiegt  so  bedeutend,  dass  über  52%
aller  Eintretenden  Versicherungen  über  diese  Beträge  nahmen;
rechnet  man  die  drei  nächstfolgenden  Summen  (1800,  9OO  u.
9000  Mark)  noch  hinzu,  so  wurden  diese  sechs  Summen
zusammen  von  über  68  °/o  aller  Eintretenden  benutzt.

Einige  der  oben  aufgeführten  Summen,  wie  z.  B.  IOOOO,
2000,  IOOO,  5000,  20000,  4000,  8000  Mark,  können  erst  seit
Einführung  der  Markwährung  benutzt  werden  ;  ihre  verhältnissmäsig
  starke  Benutzung  concentrât  sich  auf  die  letzten  fünf
Jahre  und  legt  Zeugniss  ab  für  die  Gewöhnung  an  das  neue
Münzsystem;  andere  jener  Summen,  wie  3600,  7500,  5400,
4200  Mark,  welche  sonst  beliebt  waren,  können  seit  1875
nicht  mehr  benutzt  werden;  die  häufige  Benutzung  von  Summen,
die  sich  in  der  Mark  Währung  irrational  ausnehmen,  wie  1800,
1200,  2400,  2100,  6oo,  7200  Mark,  rührt  noch  daher,  dass
die  Thaler-Aequivalente  in  der  Vermögensschätzung  eine  Rolle
spielten.
Der  im  I.  Abschnitt  dieser  Abhandlung  verheissene  Nachweis, ­
  dass  die  Lebensversicherungsbank  f.  D.  sich  keineswegs,
wie  ihr  oft  nachgesagt  worden  ist,  spröde  verhält  gegen  kleine
Versicherungen,  kann  an  der  Hand  der  Tab.  VIII  leicht
erbracht  werden.

1500  Mark,  ja  3000  Mark  wird  man  bei  dem  Preise  des
Geldes,  wie  er  wenigstens  in  den  letzten  Jahrzehnten  sich
gestaltet  hat,  nicht  als  hohe  Lebensversicherungssummen  bezeichnen ­
  können,  auch  bei  uns  nicht,  wo  der  allgemeine  Wohlstand ­
  im  Vergleich  mit  England  und  Frankreich  doch  noch
auf  einer  recht  niedrigen  Stufe  steht.

Es  traten  aber  mit  Versicherungssummen

»  2.
»  3
»  4.
»  5.

300  bis  mit  1500  Mark
im  i.  Jahrzehnt  :  2491  Personen,  oder  23,07%  aller  Eingeti
2923  »  »  28,30  »  “
3128  »  »  25,4s  »
4510  »  »  22,99  »
6262  »  »  19,39  »
300  bis  mit  3OOO  Mark
Jahrzehnt:  6616  Personen,  oder  61,26%  aller  Einget
»  6973  »  »  67,51  »  »  »
»  8117  »  »  66,13  »  »  »
»  11 797  »  »  60,13  »  »  »
»  ï73 1 5  »  »  53,Gi  »  »  »

im  i
»  2
»  3
»  4
»  5

ein.  Die  procentale  Abnahme  der  kleinen  Versicherungen  seit
Beginn  des  dritten  Jahrzehnts  wird  theils  auf  die  Zunahme  des
Wohlstandes  in  den  unteren  Klassen  der  Bevölkerung,  theils
auf  Veränderungen  im  Preise  des  Geldes  zurückzuführen  sein.
Die  Benutzung  einiger  Gruppen  von  höheren  Versicherungssummen ­
  durch  Neueintretende  möge  aus  der  folgenden,  der
Tabelle  VIII  entnommenen,  Darstellung  ersehen  werden  :

Es  wurden  benutzt  die  Summen  von
31OO  —  5000  Mark

im  I
»  2
»  3
»  4
»  5
im  i
»  2
»  3
»  4
»  5
im  I

im

im
»
»
»

un

Jahrzehnt  von  896  Personen,  oder  8,30  %  aller  Eingetr

»  »  823  »  »  7,97  »  »  »
»  »  926  »  »  7,54  »  »  »
»  »  1335  »  »  6,so  »  »  »
»  »  2485  »  »  7,69  »  »  »
5100—  15000  Mark
Jahrzehnt  von  2893  Personen,  oder  26,79  °o  aller  Eingetr.
»  »  2232  »  »  21,61  »  »  »
»  »  2879  »  »  23,46  »  »  »
»  »  5457  »  »  27,82  »  »  »
»  »IOO65  »  »  3  1,16  »  »  »
151OO  —  2  5000  Mark
Jahrzehnt  von  369  Personen,  oder  3,42  °/o  aller  Eingetr.
»  »  I96  »  »  1,90  »  »  »
»  »  223  »  »  1,92  »  »  »
»  »  537  »  »  2,-4  »  »  »
»  »  1189  »  »  3,68  »  »  »
25100—35000  Mark
Jahrzehnt  von  25  Personen,  oder  0,03  %  aller  Eingetr.
»  »  105  »  »  1,02  »  »  »
»  »  114  »  »  0,93  »  »  »
»  »  361  »  »  1,84  »  »  »
»  »  838  »  »  2,59  »  »  »
35100  —  45000  Mark
Jahrzehnt  von  —  Personen,  oder  -

%  aller  Eingelr.

»  »  15  »  »  0,12
»  »  9°  »  »  0,46
»  »  153  »  »  0,47
45100—60000  Mark
Jahrzehnt  von  —  Personen,  oder  —
»  »  —  »  »  —
»  »  —  »  »  —
»  »  41  »  »  0,21
»  »  256  »  »  0,79

aller
»

Eingetr.

VII.  Kapitel.
Abgang  und  Ablauf  bei  Lebzeiten.
Im  ersten  Abschnitt  dieser  Abhandlung  wurde  darauf
hingewiesen,  dass  die  Qualität  der  Anmeldungen  zur  Versicherung ­
  u.  A.  gekennzeichnet  werde  durch  Zahl  und  Betrag
der  Abgänge  bei  Lebzeiten.  Streng  genommen  bezieht  sich
dies  nur  auf  diejenigen  Versicherungen,  welche  nach  dem
Sinn  der  Verträge  fortzusetzen  gewesen  wären  bis  zum  Ableben ­
  der  Versicherten.  Und  auch  unter  den  nachmals  aufgegebenen ­
  Versicherungen  dieser  Kategorie  sind  manche,  deren
vorzeitige  Aufgabe  den  vermittelnden  Organen,  oder  den
herrschenden  Geschäftsmaximen  gewiss  nicht  zur  Last  zu
schreiben  ist.
Nichtsdestoweniger  ist  diejenige  Spalte  der  Tabelle  IX,
welche  Zahl  und  Betrag  der  Abgänge  von  Versicherungen  angibt, ­
  welche  im  normalen  Verlaufe  der  Dinge  bis  zum  Ableben
der  Versicherten  fortzusetzen  gewesen  wären  (Hauptspalte  4),  die
weitaus  bemerkenswertheste.
Die  erste  Hauptspalte  veranschaulicht  den  Ablauf  und
Abgang  der  sogenannten  kurzen,  also  ein-  bis  zehnjährigen,
        <pb n="17" />
        2

I.  Theil.  Statistik  der  Anträge,  Ablehnungen,  Aufnahmen  und  Abgänge.

11

Versicherungen.  Die  hier  enthaltenen  Ziffern  repräsentiren  diejenigen ­
  Versicherungen  dieser  Kategorie  nach  Personen  und  Summen, ­
  in  denen  die  Zahlung  der  Versicherungssummen  nicht  zu  j
erfolgen  hatte,  weil  die  so  Versicherten  den  entscheidenden  Termin ­
  überlebten,  und  diejenigen,  welche  durch  Nichtzahlung  der
Prämie  vor  dem  entscheidenden  Termine  zur  Löschung  kamen.
Diese  Versicherungsart  wurde  im  Anfänge  reichlich,  später  immer ­
  weniger  benutzt;  seit  1874  kann  sie,  wie  anderwärts
(s.  Kap.  11  oben)  schon  angegeben,  nicht  mehr  benutzt
werden.  Würde  in  einer  der  vorliegenden  Tabellen  die  Zahl
der  jährlich  zum  Abschluss  gelangten  solchen  Versicherungen
besonders  aufgeführt  sein,  so  würde  man  durch  Minderung
derselben  um  die  entsprechenden  Ziffern  der  Hauptspalte  1
die  jährlich  zahlbar  gewordenen  kurzen  Versicherungen  ermitteln ­
  können.  Bei  der  geringen  Bedeutung  dieser  Versicherungsart ­
  ist  davon  abgesehen  worden,  dem  Tabellen  werke
zum  Zwecke  derartiger  Ermittelungen  noch  einen  grösseren
Umfang  zu  gehen.
Hauptspalte  2  enthält  einmal  diejenigen  Versicherungen,
welche  bei  Lebzeiten  zahlbar  geworden  sind,  weil  die  Versicherten ­
  das  neunzigste  Lebensjahr  erfüllt  hatten,  und  dann
diejenigen,  bei  denen  die  Zahlung  der  Versicherungssumme  :
erfolgte,  weil  die  Versicherten  sich  durch  eine  Zusatzprämie
den  Anspruch  erworben  hatten,  die  Summe  spätestens  an
einem  gewissen,  vorausbestimmten,  diesseits  der  Grenze  des
vollendeten  neunzigsten  Lebensjahres  liegenden  Termine  zu
erhalten,  und  dieser  Termin  erreicht  worden  war.
Aus  diesem  Grunde  zahlbar  wurden  Versicherungssummen
zum  ersten  Male  im  Jahre  1846;  die  hier  fragliche  Versicherungsart ­
  (abgekürzte  oder  Alternadv-Versicherungen)  wurde,
wie  anderwärts  schon  erwähnt,  erst  im  Jahre  1841  eingeführt,
und  es  kann  nach  den  einschlagenden  Verfassungsbestimmungen
der  Termin  der  Zahlbarkeit  des  versicherten  Capitales  auf
einen  früheren  Zeitpunkt,  als  auf  elf  Jahre,  vom  Anfangspunkt
der  Versicherung  an  gerechnet,  nicht  fest  gestellt,  überhaupt  aber
ein  kürzerer,  als  ein  fünfjähriger,  Termin  nicht  vereinbart
werden.  Versicherungen,  welche  im  Jahre  1841  schon  6  Jahre  j
alt  waren,  konnten  also  durch  Zahlung  der  Zusatzprämie  so
modificirt  werden,  dass  sie,  wenn  der  Tod  des  Versicherten
nicht  früher  erfolgte,  im  Jahre  1846  zahlbar  wurden.
Wie  aus  einer  späteren  Tabelle  (Nr.  XXII)  hervorgeht,
wurden  im  Ganzen  28  Policen  mit  192000  Mark  bei  Lebzeiten ­
  der  Versicherten  um  deswillen  zahlbar,  weil  die  letzteren
das  neunzigste  Jahr  erfüllt  hatten,  und  243  Policen  mit
1  433  7°°  Mark  um  deswillen,  weil  die  Versicherten  den  Abkürzungs-1
  ermin  erreicht  hatten.  Diese  zusammen  271  Policen
lauteten  auf  das  Leben  der  in  der  Hauptspalte  2  aufgeführten
190  Personen.  Die  obigen  beiden  Versicherungssummen
ergeben  die  Gesammtsumme  der  Hauptspalte  2.
In  der  Hauptspalte  3  sind  die  Personen  verzeichnet,  welche
den  ganzen  ziemlich  umfangreichen  Apparat  der  Verwaltung
bis  zur  Präsentation  der  ausgefertigten  Police  in  Anspruch
nahmen,  dann  aber  von  dem  eingegangenen  Vertrage  einseitig
zurücktraten,  und  die  Einlösung  der  Police  verweigerten.  Diese
im  Ganzen  für  die  Jahre  von  1829  bis  1878  hier  verzeichneten
1841  Personen,  welche  Versicherungen  zum  Belaufe  von  über
IlV*  Millionen  Mark  beantragt  hatten,  und  hierauf  auch  in
die  Zahl  der  Banktheilhaber  aufgenommen  werden  sollten,
sind  gewiss  zum  weitaus  überwiegenden  Theile  nicht  um  deswillen ­
  zurückgetreten,  weil  sie  in  der  zwischen  der  Antragstellung ­
  und  der  Policen-Vorlage  liegenden  Zeit  wider  Erwarten
unfähig  geworden  wären  zur  Zahlung  der  Prämie,  sondern  um
deswillen,  weil  sie  zu  den  nicht  überlegenden,  oder  weil  sie  zu  den
wankeimüthigen  Naturen  gehörten,  manche  wohl  auch  um  deswillen, ­

  weil  sie,  noch  vor  der  Einlösung  der  Police,  von  dem
Vertreter  einer  anderen  Versicherungs-Anstalt  bestimmt  wurden,
ihre  Versicherung  lieber  bei  dieser  zu  nehmen.  Durch  so  unzuverlässige ­
  Contrahenten  wird  der  Verwaltung  eine  recht
beträchtliche  Mühwaltung  ohne  jeden  Erfolg  veranlasst,  eine
ziemlich  bedeutende  Ausgabenlast  ohne  jede  entsprechende
Deckung  zugeschoben.  Glücklicherweise  steigt  die  Zahl  der
Fälle,  in  denen  solche  »faux  frais«  aufgewendet  werden
müssen,  weder  absolut,  noch  verhältnissmäsig;  im  letzten
Jahrzehnt  ist  sie  absolut  fast  stets  grösser  gewesen,  als  in
den  vier  vorhergegangenen;  allein  relativ,  d.  h.  im  Verhältnis
zu  den  perfect  gewordenen  Versicherungen,  ist  sie  auch  da
nicht  gewachsen.  Im  Ganzen  ist  es  für  die  werbenden  Organe
einer  Versicherungs-Anstalt,  insoweit  diese  an  den  hier  beobachteten ­
  Erscheinungen  nicht  unbetheiligt  sind,  gewiss  kein
übles  Zeugnis,  wenn  in  50  Jahren  von  85781  Personen,
deren  Versicherungen  perfect  geworden  sind,  ihrer  nur  1841
oder  2,15  °/o  vor  Zahlung  der  ersten  Prämie  einseitig  vom
Vertrage  zurücktreten.
Dass  es  keineswegs  gerade  die  kleinen  Versicherungen
sind,  deren  Annahme  rechtswidrig  verweigert  wird,  erhellt  aus
der  Durchschnitts-Versicherungssumme  der  Hauptspalte  3,  verglichen ­
  mit  der  Durchschnittssumme  der  perfect  gewordenen
Versicherungen.  Nach  Tabelle  I  Hauptspalte  3  beträgt  dieser
Durchschnitt  6221  Mark,  jener  aber  beträgt  6270  Mark!  —
Besonders  bemerkenswert!!  sind,  wie  schon  im  Eingänge
dieses  Abschnittes  betont  wurde,  die  Thalsachen,  welche  die
Spalte  4  veranschaulichen  soll.
Schon  in  Kraft  getretene  Versicherungen,  insbesondere
solche,  welche  bereits  eine  längere  Reihe  von  Jahren  bestanden
haben,  werden  nachmals  aus  sehr  verschiedenen  Gründen
wieder  aufgegeben.  Bisweilen  zwingt  die  Noth  zur  Aufgabe,
bisweilen  ist  Leichtsinn  und  Unüberlegtheit,  bisweilen  auch
Beschränktheit  daran  Schuld,  dass  die  genommenen  Versicherungen ­
  nicht  fortgesetzt  werden.  Junge  —  ein-  bis  zweijährige ­
  —  Versicherungen  werden  besonders  von  Solchen
aufgegeben,  welche  ohne  Ueberzeugung  von  der  Zweckmäsigkeit
  einer  Lebensversicherung,  gewöhnlich  gedrängt  von  erwerbssüchtigen ­
  Vermittlern,  sich  »anwerben«  Hessen,  und  dann  das
ihren  wirtschaftlichen  Verhältnissen  nicht  angemessene,  oder
sonst  ihnen  lästige  Opfer  der  Prämienzahlung  nicht  ferner
bringen  mochten.  Zahl  und  Betrag  der  aufgegebenen  Versicherungen ­
  kennzeichnen  einigermaasen  die  wirtschaftliche
Bildungsstufe  der  bei  der  Lebensversicherung  überhaupt  beteiligten ­
  Bevölkerungsschichten;  deutlicher  aber  kennzeichnen
sie  die  Geschäftspraxis  der  Anstalts-Verwaltungen.  Ein  hoher
Procentsatz  der  aufgegebenen  Versicherungen  (diese  verglichen
mit  den  neugeschlossenen  oder  mit  dem  Bestände)  rechtfertigt
fast  stets  einen  ungünstigen  Rückschluss  insbesondere  auf  die
Methode  der  Versicherungswerbung,  den  ungünstigsten  dann,
wenn  nach  den  Einrichtungen  der  betreffenden  Anstalt  die
Aufgabe  entweder  nur  in  den  ersten  Jahren,  oder  überhaupt,
den  Verlust  der  ganzen  geleisteten  Einzahlungen  zur  Folge
hat.  Agenten,  welche  ihren  Beruf  nicht  nur  als  ein  Mittel
des  Erwerbes  betrachten  und  Verwaltungen,  welche  sich  verpflichtet ­
  fühlen,  den  Versicherten  jederzeit  mit  uneigennützigem
Rathe  zur  Seite  zu  stehen  und  ihnen  geradezu  als  Sachwalter
in  Lebensversicherungs-Angelegenheiten  zu  dienen,  können  den
Procentsatz  der  Abgänge,  welche  ja  stets,  auch  bei  der  reichlichsten ­
  Bemessung  der  Abgangs-Vergütung,  für  die  Versicherten
verlustbringend  sind,  in  sehr  mäsigen  Schranken  halten.  Werden
nur  Versicherte  geworben,  welche  voraussichtlich  die  Prämien
dauernd  zahlen  wollen  und  können,  wird  ihnen  die  für  ihre
Verhältnisse  geeignetste  Versicherungsart  und  Prämienzahlungsweise ­
  anempfohlen,  wird  ihnen  in  Fällen  der  Noth  durch
        <pb n="18" />
        12

I.  Tlieil.  Statistik  der  Anträge,  Ablehnungen,  Annahmen  und  Abgänge.

Prämienstundung,  durch  Vorschussgewährung,  durch  Reduction
der  Versicherung  geholfen,  so  werden,  auch  in  schlimmen
Zeiten  die  Abgänge  nicht  stark  ins  Gewicht  fallen.
Die  Hauptspalte  4  der  Tabelle  IX  dürfte  den  kundigen
Leser  überzeugen,  dass  bei  der  Lebensversicherungsbank  für
Deutschland  allezeit  ebensowohl  bei  der  Versicherungs-Werbung
wie  bei  der  Pflege  der  bestehenden  Versicherungen  in  dem
eben  geschilderten  Sinne  verfahren  worden  ist.  Es  sind  nur
im  ersten  Jahrzehnt  einmal  mehr  als  2  Procent  (nach  Personen
und  Summen)  aller  in  dem  betreffenden  Jahre  in  Kraft  gewesenen ­
  Versicherungen  durch  Aufgabe  verloren  worden.  Es
betrugen  die  Abgänge  von  Versicherungen,  welche  eigentlich
hätten  fortgesetzt  werden  müssen:

nach  den  Personen  nach  den  Summen
Procent  der  in  dem  betr.  Jahre  in  Kraft  gewesenen  Versicherungen
in  minimo  in  máximo  in  minimo  in  máximo

im  I.  Jahrzehnt
»  2.  »
»  3  »
»  4.  »
»  5.  »

0,62  2,18
0,74  1,23
0,45  1,09
0,36  0,75
0,48  0,94

0,57  2,66
0,66  1,38
0,59  1,10
0,37  0,36
0,48  1,26

Das  sind  durchweg  ungemein  niedrige  Procentsätze;  dieselben ­
  erscheinen  aber  in  ganz  besonders  günstigem  Lichte,
wenn  man  erwägt,  dass  die  Mitglieder  der  Gothaer  Bank  auch
schon  beim  Abgänge  nach  der  ersten  Prämienzahlung  Anspruch
auf  die  Dividende  und  auf  eine  reichlich  bemessene  Abgangsvergütung ­
  haben.
Die  Procentsätze  der  Abgänge  schwanken  in  der  ganzen
fünfzigjährigen  Periode  hingesehen  auf  die  Personen  zwischen
0,36  (1862)  und  2,13  (1832),  hingesehen  auf  die  Summen
zwischen  0,37  (1862)  und  2,66  (1832);  eine  dauernd  steigende
Tendenz  macht  sich  in  keiner  Periode  geltend;  höchstens  kann
man  sagen,  dass  von  1872  bis  1878  die  Procentsätze  in  steter
Steigung  begriffen  waren,  aber  auch  in  dieser  Periode  der
grossen  wirthschaftlichen  Krisis  wurden  früher  schon  mehrfach
verzeichnete  Sätze  nicht  überschritten.

Sehr  bemerkenswert  ist  die  Höhe  der  durchschnittlich
auf  einen  vorzeitig  austretenden  Theilhaber  entfallenden  Versicherungssumme. ­
  Es  betrug  diese  Durchschnittssumme

im  ersten  Jahrzent
»  zweiten  »
»  dritten  »
»  vierten  »
»  fünften  »

6193  Mark
5197  »
5302  »
6036  »
7235  »

Halten  wir  dagegen  die  für  die  gleichen  Jahrzehnte  maasgebend ­
  gewesenen  aus  Tab.  II  oben  ermittelten  Durchschnitts-Versicherungssummen
  der  bestehenden  Versicherungen,  nämlich:

für  das  erste  Jahrzehnt
»  »  zweite  »
»  »  dritte  »
»  »  vierte  »
»  »  fünfte  »

5272  Mark
4835  »
4770  »
5180  »
6045  »

so  scheint  es  sich  herauszustellen,  dass  diejenigen  Banktheilliaber,
  welche  ihre  Mitgliedschaft  absichtlich  gelöst,  oder  welche
derselben  sonstwie  verlustig  geworden  sind,  durchschnittlich
mit  wesentlich  höheren  Summen  versichert  waren,  als  die
sämmtlichen  Banktheilhaber  durchschnittlich.  Dabei  ist  nur
zu  berücksichtigen,  dass  unter  den  abgegangenen  Versicherungssummen ­
  diejenigen,  um  welche  übrigens  fortbestehende  Versicherungen ­
  nur  reducirt  wurden,  mit  begriffen  sind.  Sehr
erheblich  kann  jedoch  der  Einfluss  nicht  sein,  welcher  durch
Abgänge  in  den  Summen,  denen  Abgänge  in  der  Personenzahl
nicht  zur  Seite  stehen,  herbeigeführt  wird.  Wenn  aber  wirklich
vorzugsweise  Höherversicherte  ihre  Versicherungen  aufgeben,
so  beweiset  dies,  dass  in  der  Mehrzahl  der  Fälle  die  Ver
sitherungs-Aufgabe  auf  ganz  besondere  Gründe  zurückzuführen
ist,  und  dass  es  sich  hier  in  der  Mehrzahl  der  Fälle  schwerlich
um  Abgänge  handelt,  welchen  hätte  vorgebeugt  oder  welche
hätten  verhütdt  werden  können.
        <pb n="19" />
        II.  Theil.
Statistik  der  Sterbeialle.

I.  Kapitel.
Sterbefalle  überhaupt.

Von  den  85  781  Personen,  welche  der  Lebensversicherungsbank ­
  von  1829  bis  zu  Ende  1878  beitraten,  bezw.  Versicherungsverträge ­
  mit  ihr  abschlossen,  sind  nach  Ausweis  der
Tabelle  X  in  eben  diesem  Zeitraum  22017  Personen,  welche
insgesammt  mit  114905600  Mark  versichert  gewesen  waren,
gestorben,  und  zwar
V.  1829-38  673  Pers.,  welche  zus.  mit  3  541  500ML  vers,  waren

»  1839-48  2135
&amp;gt;1849-58  3973
&amp;gt;  1859-68  6009
»  1869-78  9227

2&amp;gt;  &amp;gt;  IO  5684OO  »  &amp;gt;
»  »  I974OOOO  »  2&amp;gt;
»  »  3O  I  SO  9OO  »  »
&amp;gt;  &amp;gt;50874800  »  »
114905600  Mk.

22017  Pers.
Es  gingen  also  durchschnittlich  im  Jahre  durch  Tod  ab:

Personen
im  ersten  Jahrzehnt  67,30
»  zweiten  »  213,50
»  dritten  »  397,30
»  vierten  »  600,9  0
»  fünften  »  922,70

Yersich.-Summe
354150  Mark
1056840  »
I974OOO  &amp;gt;
3018090  »
5087480  »

Die  Durchschnitts-Sum  men,  mit  denen  die  Gestorbenen
versichert  waren,  betragen
im  ersten  Jahrzehnt  5262  Mark
»  zweiten  »  495°  »
»  dritten  »  4969  »
»  vierten  »  5023  »
»  fünften  »  5514  »

Eine  Vergleichung  dieser  Summen  mit  den  Durchschnilts-Versicherungssummen
  aller  Derer,  welche  in  dem  betreffenden
Jahrzehnt  unter  Risico  standen,  könnte  zu  einem  verwerthbaren
Resultate  nicht  führen,  da  die  Verstorbenen  zum  grössten
Theile  nicht  aus  den  Versicherten  des  laufenden,  sondern
früherer  Jahrzehnte  hervorgegangen  sind.  Jedenfalls  werden,
so  lange  die  Durchschnitts-Versicherungssummen  unter  Risico
und  die  der  Neu-Eintretenden  von  Jahrzehnt  zu  Jahrzehnt
steigen,  die  der  Verstorbenen  des  gleichen  Jahrzehnts  immer
kleiner  sein.
Die  aus  den  Hauptspalten  2  und  5  der  Tab.  X  ersichtlichen ­
  Schwankungen  in  dem  Verhältnisse  der  Gestorbenen  zu
den  Neu-Aufgenommenen  haben  ihre  Ursache  selbstverständlich
nicht  sowohl  auf  Seite  der  Sterblichkeit,  als  auf  der  des  Zuwachses. ­
  Von  dem  Zeitpunkte  ab,  wo  der  Zuwachs  beträchtlich ­
  zunimmt,  nimmt  der  Procentsatz  der  Sterbefälle  ab,  was
Sich  bei  den  Summen  (Sp.  5)  noch  augenscheinlicher  geltend
macht,  als  bei  den  Personen  (Sp.  2).  weil  dem  steigenden

Personenzuwachs  eine  noch  stärker  steigende  Durchschnitts-Versicherungssumme
  zur  Seite  steht.
Vergleicht  man  die  Sterbefälle  jedes  Jahres  mit  dem  Versicherungs-Bestände ­
  jedes  Jahres,  so  zeigen  sich  keine
bedeutenden  Schwankungen,  und  ist  die  zunehmende  Tendenz
nach  einer  gewissen  Stabilität  unverkennbar.
Die  niedrigsten  und  höchsten  Procentsätze  der  Spalten  3
und  6  betragen
niedrigste  höchste
Procentsätze

im  ersten  Jahrzehnt
»  zweiten  '  »
»  dritten
»  vierten
»  fünften

Pers.
0,92
1,36
1,76
2,06
1,90

Summen
0,6  4
1,36
1,73
1,97
1,72

Pers.
1,61
2,25
2,50
2,73
2,43

Summen
1,71
2,15
2,65
2,57
2,19

Tabelle  X  enthält  alle  in  den  50  Jahren  von  1829  bis
1878  vorgekommenen  Sterbefälle,  welche  Personen,  die  bei  der
Lebensversicherungsbank  f.  D.  versichert  waren,  betrafen,  also
auch  diejenigen,  welche  die  Auszahlung  der  vollen  Versicherungssumme ­
  nicht  zur  Folge  hatten.  Die  Versicheiungssummen
der  Spalte  4  sind  also  nicht  die  in  Folge  von  Sterbefällen  zur
Auszahlung  gelangten,  sondern  die  in  Folge  von  Steibcfällen
von  der  Gesammt-Versicherungssumme  in  Abgang  gekommenen.
Bei  Besprechung  der  Tabelle  XXII  wird  die  verhältnissmäsig
übrigens  unbedeutende  Differenz  zu  constatiren  und  des  Näheren
nnclr/iiweisen  sein.

IT.  Kapitel.
Sterbefälle  nach  den  Berufsklassen  der  Verstorbenen.

Tabelle  XI  giebt  zwar  Stoff  zu  einer  Reihe  von  lehrreichen
Betrachtungen,  und  kann  in  einer  statistischen  Abhandlung  wie
der  gegenwärtigen  nicht  fehlen;  allein,  dass  man  ihr  irgend
welche  Schlüsse  im  Betreff  der  Einwirkung  des  Berufes  auf  die
Sterblichkeit  nicht  entnehmen  kann,  erhellt  aul  den  ersten
Blick.  Sie  bildet  nur  das  Gegenstück  zu  Tabelle  Vila.  Dort
wurde  gezeigt,  wie  viele  Personen  aus  jeder  der  15  hin  gesehen
auf  den  Beruf  gebildeten  Klassen  in  jedem  dei  fünfzig  Beobachtungsjahre ­
  bei  der  Bank  Versicherung  nahmen,  hier  wird
gezeigt,  wie  viele  Versicherungen  die  Bank  in  jeder  jener  15
Klassen  in  jedem  Jahre  durch  den  1  od  \erloren  hat.  Ein
neues  Moment  tritt  durch  die  Angabe  der  Versicherungssummen ­
  hinzu.  Da  die  Sterbefallsumme  denjenigen  Betrag
repräsentirt,  dessen  Bezug  der  Versicherte  durch  das  Mittel
        <pb n="20" />
        •.  í

14

IL  Theil.  Statistik  der  Sterbefalle.
der  Lebensversicherung  seinen  Angehörigen  für  den  Fall  seines  1  so  lohnt  es  wohl,  sich  die  Durchschnitts-Sterbefallsummen  einmal
Todes  garantiren  gewollt,  und,  da  diese  Beträge  insbesondere  anzusehen,  welche  in  jedem  der  fünf  Jahrzehnte  auf  die  Vernach
  der  Verschiedenheit  der  wirtschaftlichen  Lage,  welche  storbenen  aus  jeder  der  15  mit  Rücksicht  auf  den  Beruf
der  Beruf  mit  zu  bedingen  pflegt,  verschiedene  sein  werden,  gebildeten  Klassen  entfallen.
Es  kamen  durchschnittlich  Sterbefallsummen  von  Mark

auf  die  Verstorbenen  der  Klasse  1829—38
(Ohne  Beruf)  4805
(Staats-,  Kirchen-,  Schul-  u.  Gemeinde-Beamte)  .  4323
(Aerztliches  Personal)  5297
(Privatgelehrte)

8100
(Künstler)  3467

(Persönliche  Dienste  Leistende)

•650

VII.  (Landwirte)  IIO79
VIII.  (Forst-Beamte  u.  Bedienstete)  2446
IX.  (Bergleute)  2836
X.  (Handeltreibende)  8456
XL  (Transportbetriebs-Bedienstete)  5633
XII.  (Ingenieure  etc.)  3000
XIII.  (Gewerktreibende)  4214
XIV.  (Militärpersonen)  .  .  .  4450
XV.  (Diverse  Berufszweige)  —
auf  die  Verstorbenen  überhaupt  5262
Aus  den  Klassen  IV,  V,  VI,  IX,  XII,  XV  starben  in  der
ganzen  fünfzigjährigen  Periode  je  noch  nicht  500  Versicherte.
Der  kleinen  Zahl  der  Verstorbenen  wegen  wird  man  also  von
diesen  Klassen  absehen  müssen,  wenn  man  die  Durchschnitts-1839—48


4260
4296
5575
3600
4631
6046
7213
2978
4050
8142
4109
3180
3419
SSI]
4950

1849—58
4073
4229
6248
8325
4461
4163
7390
3876
2404
84  66
3666
5357
4145
5116
1950
4969

1859—68
4114
4264
6372
4000
4221
3571
7879
3847
2776
8855
3431
3829
4124
4409
5023

1869—78
4546
4512
7327
8830
5253
3758
9403
3487
4070
9844
2827
5942
4541
4709
5040
5514

1829—78
4302
4363
6605
7221
4719
4157
8421
3584
3267
9142
3203
5155
4272
4777
4157
5219

In  dem  ganzen  50)ähr.  -Zeiträume
i.  Rang  9142  (Kl.  X)

8421  (  »  VII)
6605  (  »  III)
4777  (  »  XIV)
4363  (  »  ID
4302  (  »  I)
4272  (  »  XIII)
3584  (  »  VIII)
3203  (  »  XI)

Von  1829—38
11079  (Kl.  VII)
8456  (  »  X)
5633  (  »  XI)
5297  (  »  III)
4805  (  »  I)
445°  (  »  XIV)
4323  (  »  II)
4214  (  »  XIII)
2446  (  »  VIII)

von  1839
8142  (Kl

7213  (  »
5576  (  »
SSI]  (  »
4296  (  »
4260  (  »
4109  (  »
3419  (  *

Sterbefallsummen  in  eine  gewisse  Beziehung  zur  Berufs-Angehörigkeit ­
  bringen  will.
Die  Durchschnitts-Sterbefallsummen  von  Angehörigen  der
neun  übrigen  Klassen  ran  giren  in  absteigender  Linie  folgendermaasen
  :
von  1859—68
8855  (Kl.  X)
7879  (  »  VII)
6372  (  »

48
X)

VII)
III)
XIV)
II)
I)
XI)
XIII)

2978  (  »  VIII)

von  1849—58
8466  (Kl.  X)
739°  (  *  Vil)
6248  (  »
5116  (  »
4229  (  »
4145  (  »
4073  (  »
3876  (  »  VIII)
3666  (  »  XI)

III)
XIV)
II)
XIII)
I)

III)

von  1869—78
9844  (Kl.  X)
9403  (  »  VII)
7327  (  »

III)

4409  (  »  XIV)  4709  (  »  XIV)

II)
XIII)
1)
VIII)
XI)

4546

I)

4541  (  »  XIII)

4512  (  »
3487  (
2827  (

II)
VIII)
XI)

Lässt  man  das  erste  Jahrzehnt,  wo  die  Sterbefallzahlen
noch  sehr  klein  sind  (es  starben  im  Ganzen  in  diesem  Zeiträume ­
  nur  673  Personen,  und  davon  gehörten  der  Berufsklasse ­
  II  allein  315  an),  ausser  Betracht,  so  stellt  sich  schon

4264  (  »
4124  (  »
4114  (  »
3847  (  »
3431  (  »
eine  sehr  bestimmte  Beziehung  zwischen  Durchschnitts-Sterbefallsumme ­
  und  Berufsangehörigkeit  heraus.
In  den  letzten  vier  Jahrzehnten  und  im  Ganzen  rangiren  nach
der  Höhe  der  Durchschnitts-Sterbefallsumme  die  Angehörigen
der  folgenden  Klassen  ganz  gleichmäsig  folgendermaasen  :

Den  ersten  Rang  nehmen  ein  die  Handeltreibenden  mit  Durchschnittssummen  von  8142—9844  Mark

zweiten
dritten
vierten

»  fünften  &amp;gt;

»  sechsten

»  &amp;gt;  )  Landwirthe  »  »  »  7213—9403
»  &amp;gt;  »  Aerzte  &amp;gt;  &amp;gt;  &amp;gt;  3376—7327
»  »  &amp;gt;  Militärpersonen  »  y  »  44O9—  3313
(wenigstens  in  den  letzten  vier  Jahrzehnten)
behaupten  die  Beamten  mit  Durchschnittssummen  von  4229—4363
(wenigstens  in  dem  2.  bis  inch  4.  Jahrzehnt  und  im  Ganzen)
behaupten  die  Gewerktreibenden  mit  Durchschnittssummen  von  4124—4341
(wenigstens  in  den  letzten  drei  Jahrzehnten);

Um  den  siebenten  Rang  streiten  in  den  letzten  vier
Jahrzehnten  und  im  Ganzen  die  Klassen  XI  (Transport-Betriebspersonal),
  1  (Berufslose),  II  (Beamte)  und  XIII
(Gewerktreibende).
Den  achten  Rang  nehmen  in  den  letzten  drei  Jahrzehnten
und  im  Ganzen  mit  Durchschnittssummen  von  3487—3876  Mk.
die  Forst-Beamten  und  Bediensteten  (Kl.  VIII)  ein,  im
zweiten  gleichwie  im  ersten  Jahrzehnt  behaupten  denselben
die  Gewerktreibenden  (Kl.  XIII).
Den  neunten  Rang,  welcher  im  zweiten  gleichwie  im
ersten  Jahrzehnt  von  den  Forst-Beamten  und  Bediensteten
(Kl.  VIII)  eingenommen  wird,  behaupten  in  den  letzten  drei
Jahrzehnten  und  im  Ganzen  die  dein  Transport-Gewerbe
angehörigen  Versicherten  (Kl.  XI).  —

Die  Gesammt  -Durch  Schnitts-  Sterbefallsumm  en
bewegen  sich  in  den  fünf  Jahrzehnten  in  einer  Curve,
welche  im  Allgemeinen  derjenigen  der  Durchschnitts-Versicherungssummen ­
  der  perfect  gewordenen  Versicherungen  (vergl.
Thl.  I.  Kap.  I)  nicht  unähnlich  ist:

Es  kamen  nämlich
Durchschn.-Versicherungssumme
auf  1  Aufgenommenen
Im  I.  Jahrzehnt

&amp;gt;  II.
»  III.
&amp;gt;  IV.
&amp;gt;  V.

5180
4813
5079
6121
7505

Durchsehn.-Sterbefalksumme
auf  1  Gestorbenen
5262
4950
4969
5023
5514
        <pb n="21" />
        II.  Theil.  Statistik  der  Sterbefalle.

15

Dass  die  Sterbefallsummen  in  den  ersten  beiden  Jahrzehnten ­
  etwas  grösser  sind,  als  die  Versicherungssummen,  kann
daher  rühren,  dass  in  diesen  zwanzig  Jahren  verhältnissmäsig
viel  Höherversicherte  starben  ;  das  Zurücktreten  der  Sterbefallhinter
  die  Versicherungssumme  in  den  letzten  dreissig  Jahren
wird  seinen  Hauptgrund  in  dem  reichlichen  Zugänge  junger
Personen  mit  höheren  Versicherungssummen  haben  und  sich
zum  Th  eil  mit  aus  der  am  Schlüsse  des  vorigen  Theiles
(Kap.  VII)  erwiesenen  Höhe  der  Durchschnitts-Versicherungssumme ­
  der  bei  Lebzeiten  Abgegangenen  erklären.

III.  Kapitel.
Sterbefälle  nach  den  Todesursachen.
Die  Klassification  der  Todesursachen,  wie  sie  zum  ersten
Male  in  Tab.  XII  vor  Augen  tritt,  macht  keinen  Anspruch
auf  das  Lob  strenger  Wissenschaftlichkeit.  Sie  folgt  nicht
einem  einheitlichen  Plane;  denn  sie  enthält  neben  Rubriken
für  grosse  Krankheitsgruppen  gleichwertige  Rubriken  für  einzelne ­
  Krankheiten  ;  sie  ist  aber  auch  nicht  vollständig  ;  eine
grosse  Menge  wichtiger  Krankheitsformen  ist  in  der  Klasse  20
(»Sonstige  Krankheiten«)  zusammen  geworfen.  Allein  diese  Klassitication
  ist,  so  wie  sie  ist,  dem  praktischen  Bedürfnisse  erwachsen;
hervorragende  medicinische  Systematiker  und  Statistiker  haben
sie  dem  Zwecke,  welchem  sie  dienen  soll,  entsprechend  gefunden, ­
  und  sie  hat  sich  insofern  praktisch  bewährt,  als  sie  die
bekanntlich  recht  schwierige  Arbeit  der  Ordnung  einer  grossen
Zahl  von  Slerbefällen  nach  den  Todesursachen  auf  Grund  von
Ster  befa!  1  berichten,  welche  zwar,  verglichen  mit  demjenigen
Materiale,  dessen  sich  die  allgemeine  Mortalitäts-Statistik  zu
bedienen  hat,  sehr  genau  und  vollkommen  sind,  aber  sich
einer  sehr  mannigfaltigen  Nomenclátor  bedienen,  doch  ermöglicht, ­
  ja  in  recht  befriedigender  Weise  ermöglicht  hat.
Freilich  enthält  die  Misch-Klasse  20  (»Sonstige  Krankheiten«)
3104  von  22017  Fällen,  oder  14,10%  aller  Fälle.  Es  sind
dies  theils  Sterbefälle,  bei  denen  die  Todesursache  nicht  mit
Sicherheit  hatte  ermittelt,  oder  mit  Bestimmtheit  hatte  bezeichnet
werden  können,  theils  solche,  bei  denen  die  Bezeichnung  der
Todesursache  und  die  Berichterstattung  über  die  beobachteten
pathologischen  Erscheinungen  kein  genügend  deutliches  Bild
ergab,  tlieils  endlich  solche,  bei  denen  nur  ganz  vereinzelt
vorkommende  Todesursachen  zu  constatiren  waren,  so  dass  es
nicht  gelohnt  hätte,  um  ihretwillen  besondere  Klassen  zu  bilden.
Streng  genommen  sind  also  nur  85,90  %  der  Sterbefälle
nach  den  1  odesursachen  klassificirt.  Die  Klasse  3  (  Andere
Infeetionskrankheiten  «)  enthält  zwar  auch  eine  grosse  Zahl
verschiedener  1  odesursachen;  aber  neben  den  einzeln  angeführten ­
  Infeetionskrankheiten  erscheint  diese  Misch-Klasse  doch
nicht  allzu  bunt,  zumal  wenn  man  bedenkt,  dass  die  gewöhnlichen ­
  Infeetionskrankheiten  des  Kindheitsalters  hier  beinahe
ganz  ausser  Betracht  bleiben.  Man  findet  unter  den  Todesursachen ­
  dieser  Klasse  am  häufigsten  Ruhr,  Brechdurchfall,
Cholera  nostras,  Grippe,  Blattern,  Rothlauf,  Eiterfieber,  in
neuerer  Zeit  einige  Male  auch  Trichinose.
Eine  etwas  gemischte  Klasse  ist  endlich  noch  die  Klasse  22
(»Verunglückungen«).  Da  sie  im  Ganzen  nur  1,37%  der  Fälle
enthält,  schien  es  nicht  zweckmäsig,  aus  dieser  einen  mehrere
Klassen  zu  bilden.  So  mussten  freilich  7  Ermordungsfälle  und
einige  Fälle  der  Tödtung  im  Kriege,  neben  den  gewöhnlichen
Unfällen  durch  Ertrinken,  Todtfallen,  Ueberfahreuwerden,  Verbrennen ­

  u.  s.  w.  mit  aufgeführt  werden.  Dass  hier  selbst
ein  Enthauptungsfall  mit  gezählt  ist,  hat  selbstverständlich  nur
den  Grund,  dass  dieser  Fall  in  keiner  anderen  Klasse  mit  auch
nur  gleicher  Berechtigung  Platz  hätte  finden  können.
Unsere  an  Tab.  XII  anknüpfenden  Betrachtungen  sollen
den  Gegenstand  in  drei  Richtungen  beleuchten:  1)  wollen  wir
das  Gewicht  der  einzelnen  Todesursachen  überhaupt  und  für
die  ganze  fünfzigjährige  Periode,  2)  wollen  wir  die  Veränderungen ­
  dieses  Gewichtes  in  den  einzelnen  Jahrzehnten,  und
endlich  3)  die  Beziehungen  zwischen  den  Sterbefallsummen
!  und  den  Todesursachen  ins  Auge  fassen.
Lassen  wir  die  Klasse  20  (»Sonstige  Krankheiten«)  ausser
Betracht,  so  rangiren  die  Todesursachen,  hingesehen  auf  die
Zahl  der  Fälle,  in  der  ganzen  fünfzigjährigen  Periode  folgender-I
  maasen  :

I.  Kl.  18  (Gehirn-Schlagfluss)

mit  Procent
Fällen  aller  Fälle
2671  =  12,13
2560  =  I  1,63

2.  »  4  (Lungenschwindsucht)
3.  »  U  (Entzündl.  Krankheiten  der  Organe
der  Brusthöhle)
4.  »  23  (Altersschwäche)
5  )  I  (Typhus)
6.  »  13  (Chron.  Herzkrankheiten)
7.  »  5  (Krebs)
8.  »  IO  (Chron.  Gehirn-  u.  Rückenmarkskrankheiten) ­

9.  »  3  (Andere  Infeetionskrankheiten)
10.  &amp;gt;  15  (Chron.  Leberkrankheiten)
11.  »  12  (Chron.  Entzünd,  und  Katarrhe  der
Lungen  -  Schleimhaut  und  Lungen-Emphysem)

12.  »  19  (Lungen-Schlagfluss)
13.  »  14  (Unterleibs-Entzündung)
14.  »  21  (Selbstentleibung)
15.  »  22  (Verunglückung)
16.  »  16  (Bright’sche  Krankheit)
17.  »  2  (Asiat.  Cholera)
18.  »  17  (Aeussere  Schäden  u.  Geschwüre)
19.  »  6  (Gelenk-Rheumatismus)
20.  »  9  (Gehirn-Entzündung)
21.  »  7  (Diabetes  mellitus)
22.  »  8  (Geisteskrankheiten)
Auf  die  fünf  ersten  Todesursachen  ist  beinahe  die  Hälfte
aller  Sterbefälle,  auf  die  sieben  ersten  sind  13196  von  22017,
oder  beinahe  60  %  aller  Sterbefälle,  zurückzuführen.  Auch
abgesehen  von  ihrem  verschiedenen  Zahlengewicht  sind  diese
Todesursachen,  wie  die  anderen  alle,  selbstverständlich  von  sehr
verschiedener  Bedeutung  für  die  Lebensversicherung.  Altersschwäche ­
  z.  B.  und  Gehirnschlagfluss,  welcher,  wie  wir  weiter
unten  sehen  werden,  auch  vorzugsweise  die  Reihen  der  älteren
Versicherten  lichtete,  sind  mit  ihren  zusammen  19,41  %  weit
weniger  gewichtig,  als  es  die  Lungenschwindsucht  mit  ihren
11,63%  ist.  Jene  19,41%  enthalten  kaum  eine  Lehre  oder
Mahnung  für  den  Versicherungsmann  ;  diese  11,63  %  —  obwohl
keineswegs  ein  hoher  Procentsatz  im  Vergleich  mit  anderweit
gemachten  Beobachtungen  !  —  reden  eine  sehr  laute  und  vernehmliche ­
  Sprache  und  fordern  dringend  auf  zu  immer  erneuter
Wachsamkeit  und  Vorsicht.  Während  doch  einige  der  verheerendsten ­
  anderen  Todesursachen  im  Laufe  der  Jahrzehnte
in  ihrer  verheerenden  Wirkung  einigermaasen  abgeschwächt
worden  sind,  behauptet  die  Lungenschwindsucht  im  Wesentlichen ­
  durch  alle  Jahrzehnte  ihren  hohen  Rang  unter  den
Todesursachen.  Einige  Beruhigung  mag  es  gewähren,  dass
der  Procentsatz  der  Opfer  dieser  verheerenden  Krankheit

2397  =
1603  =
1576  =
1279  =
1110  =
914  =
629  =
563  =

542  =
498  =
468  =
410  =
302  =
298  =
291  =
245  =
201  =
180  =
93  =
83  =

10,39
7,28
7,16
5,81
5,04
4’15
2,96
2,56

2,46
2,26
2,13
1,86
1,37
1,05
1,32
Uli
0,91
0,32
0,42
0,38
        <pb n="22" />
        16

II.  Theil.  Statistik  der  Sterbetalle.

doch  im  Laufe  der  Zeit  eher  ab-  als  zuzunehmen  scheint  —
wohl  in  Folge  der  Fortschritte  der  diagnostischen  Kunst  und
der  Verbesserung  der  diagnostischen  Hülfsmittel.  War  sie  im
ersten  Jahrzehnt  noch  bei  13,08  aller  Gestorbenen  die  Todesursache, ­
  so  sank  dieser  Procentsatz  im  zweiten  auf  13,0?,  im
dritten  auf  11,28,  erhob  sich  derselbe  zwar  im  vierten  auf
11,78,  fiel  dann  aber  im  fünften  wieder  auf  11,25.  Die  absolute
Zahl  der  an  Lungenschwindsucht  in  den  letzten  Jahrzehnten
Gestorbenen  ist  so  überwiegend,  dass  der  Procentsatz  für  den
ganzen  fünfzigjährigen  Zeitraum  mit  11,03  dem  niedrigsten
Procentsatz  der  Jahrzehnte  weit  näher  steht,  als  dem  höchsten.
Und  hiermit  kommen  wir  zum  zweiten  Theile  unserer
hier  gestellten  Aufgabe,  zu  einer  Betrachtung  der  Veränderungen
des  Gewichtes  der  verschiedenen  Todesursachen  im  Laufe  der
Jahrzehnte.
Wie  der  nachstehende,  zugleich  auf  graphische  Veranschaulichung ­

  berechnete,  Auszug  aus  der  Tabelle  Xll  zeigt,  sind  es
nur  zwei  Todesursachen,  deren  Gewicht  vom  ersten  Jahrzehnt
ab  consequent  abnimmt,  nämlich  der  Typhus  und  die  Unterleibsentzündung. ­
  Die  procentale  Abnahme  des  Typhus  ist
sehr  bedeutend  und  fällt  um  so  mehr  ins  Gewicht,  da  die
absoluten  Zahlen  der  Typhusfälle  beträchtlich  sind.  Man  wird
die  Abnahme  der  verheerenden  Wirkung  der  Typhusfälle  wohl
ausschliesslich  den  bekannten  grossen  Fortschritten,  welche
die  Therapie  dieser  Krankheit  in  den  letzten  Jahrzehnten  gemacht ­
  hat,  zuschreiben  dürfen;  bei  den  Unterleibsentzündungen,
einer  freilich  ziemlich  gemischten  Krankheitsklasse,  hat  wahrscheinlich ­
  ein  ähnlicher  Grund  vermindernd  eingewirkt;  übrigens
sind  hier  die  Gewichtsveränderungen  nicht  so  beträchtlich,  und,
wegen  der  kleinen  absoluten  Zahlen,  aus  denen  sie  berechnet
sind,  minder  einflussreich.

Todesursachen

182g—38

1)  Typhus
2)  Asiatische  Cholera  ....
3)  Andere  Iiifections-Krankheiten
4)  Lungenschwindsucht
5)  Krebs
6)  Gelenk-Rheumatismus
7)  Diabetes  mellitus  etc
8)  Geisteskrankheiten  etc
9)  Gehirn-Entzündung  etc
10)  Chronische  Gehirn-  und  Rückenmarks-Krankheiten  .  .  .
11)  Entzünd!.  Krankh.  der  Organe  der  Brusthöhle
12)  Chronische  Entzündungen  (Katarrhe)  der  Lungenschleimhaut ­
  und  Emphysem
13)  Chronische  Herzkrankheiten
14)  Unterleibsentzündung  excl.  Puerperalfieber
15)  Chronische  Leberkrankheiten
16)  ßright’sche  Krankheit
17)  Aeussere  Schäden  und  Geschwüre
18)  Gehirn-Schlagfluss
19)  Lungen-Schlagfluss
20)  Sonstige  Krankheiten
21)  Selbstentleibung
22)  Verunglückung
23)  Altersschwäche

14,86
1,63
5,79
13,08
2,97
1,6»
O,00
0,59
1,4»
1,6  3
9,36
2,23
2,53
3,57
4,16
0,15
1,34
12,48
1,93
I 5'01
1,63
1,49
0,45

1839-48
steigend  auf
fallend  °'o

fällt
fällt
fällt
fällt
fällt
fällt
steigt
fällt
fällt
steigt
fällt
fällt
steigt
fällt
fällt
steigt
fällt
fällt
steigt
steigt
steigt
fällt
steigt

13,82
0,84
2,95
13,02
2,72
Li?
0,19
0,19
0,84
3,14
9,13

1849—58
steigend  auf
fallend  !  °/ 0

1859—68
steigend  auf
fallend  j  0  0

1,69

I.
2,72
3,14
2,86
0,28
0,56
I  1,66
2,72
19,44
2,62
1,17
3,13

fällt
steigt
fällt
fällt
steigt
fällt
steigt
steigt
fällt
steigt
steigt
fällt
steigt
fällt
fällt
steigt
steigt
fällt
fällt
steigt
fällt
steigt
steiet

9,64
3,27
2,59
I  1,28"
2,82
0,73
0,38
0,25
0,60
3,78
10,70
0,86
4,40
2,37
2,72
0,60
0,91
10,80
1,96
19,96
1,96
1,23
6,22

fällt
fällt
steigt  !
steigt  ;
steigt  I
steigt
steigt
steigt
steigt
fällt

steigt
steigt
fällt
fällt
steigt
steigt
steigt
steigt
fällt
fällt
bleibt
steigt

",82
1,70
2 ,20
1  1 ,78
5,36
0,9.5
0,42
0,38
0,68
4,76
!  1 0,3.3

5,18

1,37
1,15
1  2,io
2,85
13,68
1,60
1,23
8,35

I869—  78
steigend  auf
fällend  0  0

fällt
fällt
steigt
fällt
steigt
fällt
steigt
steigt
steigt
fällt
steigt
steigt
steigt
fällt
steigt
steigt
steigt
steigt
fällt
fällt
steigt
steigt
steigt

4,20
0,32
34:
1  1,25
6,48
0,86
0,53
0,46
0,94
4,35
I  1,85
3,21
7,78
1,72
2,46
2,00
1,29
12,81
1,93
IO.53

[,83

Bei  vier  Todesursachen  —  Diabetes  mellitus,  Chron.
Herzkrankheiten,  Bright'sehe  Krankheit,  Altersschwäche— ­
  beobachtet  man  eine  consequente,  bei  der  zweiten ­
  und  vierten  von  ihnen  eine  sehr  beträchtliche  Gewichtssteigerung. ­
  Die  Steigerung  bei  der  vierten  erklärt  sich  zum
Theil  aus  dem  wachsenden  Alter  der  Anstalt.  Je  mehr  sich  der
Procentsatz  der  Sterbefälle,  welche  auf  diese  Todesursache  zurückzuführen ­
  sind,  100  nähert,  desto  besser  für  die  Versicherungs-Anstalt, ­
  vorausgesetzt  nur,  dass  der  marasmus  senilis  in
der  Regel  in  den  Altersklassen  vorkommt,  in  denen  er  sich  als
normaler  Process  darstellt.  Aus  der  unten  folgenden  Tab.  XVI
ist  zu  ermitteln,  dass  bei  der  Gothaer  Anstalt  das  Durchschnittsalter ­
  der  an  Altersschwäche  Gestorbenen  76,35  Jahre  betrug.
Das  ist  denn  schon  eine  Altersstufe,  bei  welcher  der  Tod  in
Folge  von  Altersschwäche  nichts  Befremdliches  hat.
Die  Steigerung  des  Gewichtes  der  chronischen  Herzkrankheiten ­
  wird  zum  Theil  gewiss  darauf  zurückzuführen  sein,  dass
die  pathologischen  Zustände,  welche  man  heutzutage  so  bezeichnet, ­
  in  den  letzten  Jahrzehnten  in  Folge  der  gesteigerten
Hast  und  tJnruhe  des  Lebens  wirklich  und  zunehmend  häufiger
Vorkommen,  als  früher,  theils  wohl  darauf,  dass  man  gerade
bei  diesen  Leiden  immer  mehr  die  richtige  Bezeichnung  hlos
symptomatischen  Benennungen  (z.  B.  Wassersucht)  vorzieht,

!  oder  auch  wirklich  häufiger  den  eigentlichen  Sitz  des  Uebels
I  erkennt.
Die  übrigens  auf  absolut  niedrige  Zahlen  sich  stützende
Steigerung  des  Gewichtes  des  Diabetes  und  der  Bright’sehen
Krankheit  spiegelt  das  aus  der  allgemeinen  Sterblichkeits-Statistik
  schon  bekannte  Bild  deutlich  wieder.  Man  kann  es
dahin  gestellt  sein  lassen,  ob  diese  beiden  Krankheiten  überhaupt ­
  erst  in  neuerer  Zeit  in  Europa  aufgetreten  sind  —
als  selbständige  Krankheiten  beobachtet  werden  sie  jedenfalls
erst  seit  einigen  Jahrzehnten  und  zwar  mit  jedem  Jahrzehnt
in  häufigeren  Fällen.  Möglich,  dass  die  chemische,  mikroskopische ­
  und  mikrochemische  Analyse  jetzt  manche  Erkrankung
auf  jene  organischen  Veränderungen  und  Functionsstörungen,
welche  als  Diabetes  oder  als  Bright’sche  Krankheit  bezeichnet
werden,  zurückführt,  während  früher  die  gleiche  Erkrankung
ganz  anders  diagnosticirt  wurde.  Aber  unverkennbar  sind  sie
auch,  seit  man  sich  über  ihre  Symptomatologie  und  Diagnose
verständigt  hat,  im  Zunehmen  begriffen  ;  sie  sind  Feinde,  denen
die  Lebensversicherung  die  grösste  Aufmerksamkeit  widmen  muss.
Die  asiatische  Cholera,  welche  der  Bank  überhaupt
nur  in  23  von  50  Jahren  Sterbefälle,  und,  etwa  vom  Jahre
i860  abgesehen,  wo  93  Cholera-Sterbefälle  vorkamen,  niemals
eine  grosse  Zahl  von  Sterbefällen  gebracht  hat,  hat  auch  ihr
        <pb n="23" />
        II.  Theil.  Statistik  der  Sterbeialle

Gewicht  nie  sehr  bedeutend  geltend  gemacht;  am  meisten  im
dritten  Jahrzehnt,  wo  ihr  3,07  %  aller  Sterbefälle  zuzuschreiben ­
  sind.
Auch  das  Gewicht  der  »anderen  Infectionskrankh
  eiten«  schwankt,  scheint  aber  im  Ganzen  doch  in  der  Abnahme ­
  begriffen  zu  sein,  was  dann  wohl  auch  den  Fortschritten
der  Therapie  dieser  Krankheitsgruppe  zuzuschreiben  wäre.
Der  Lungenschwindsucht  wurde  schon  oben  gedacht.
Der  dort  angedeutete  Grund  einer  im  Ganzen  doch  ersichtlichen, ­
  wenn  auch  mäsigen  Abnahme  des  Gewichtes  dieser
Todesursache  wird  auch  durch  die  gewiss,  bedeutsame  —  freilich ­
  aus  dem  vorliegenden  Tabellenwerke  nicht  erhellende  —
Thatsache  gestützt,  dass  die  Lungenschwindsucht  mit  den
Jahren  immer  geringere  Opfer  aus  den  Reihen  der  erst  kurze
Zeit  Versicherten  fordert;  man  ist  also  mit  der  Zeit  geschickter
in  der  Diagnose  der  Krankheitsanlagen  und  strenger  in  der
Abwehr  solcher  Versicherungen  geworden,  welche  in  der  fraglichen ­
  Richtung  auch  nur  Spuren  von  Bedenken  erregen.  Auf
eine  Abnahme  der  Häufigkeit  dieser  verheerenden  Krankheit,
oder  auf  eine  Abschwächung  ihrer  Gefährlichkeit  im  Allgemeinen
dürfte  man,  angesichts  der  Resultate  der  allgemeinen  medicinischen
  Statistik,  leider  auch  dann  nicht  schliessen,  wenn  die
Leb  en  s  ver  si  cher  un  gs-  Statistik  durchgehends  eine  selbst  noch
viel  stärkere  allmähliche  Abnahme  des  Gewichtes  dieser  Todesursache, ­
  als  sie  für  eine  einzelne  Anstalt  aus  der  obigen  Uebersiclit
  erhellt,  constatiren  könnte.  Uebrigens  muss  auch  stark
bezweifelt  werden,  dass  eine  solche  Abnahme  für  die  gesammte
deutsche  Lebensversicherung  constatirt  werden  würde.
Die  fünfte  der  obigen  Todesursachen  (Krebs)  zeigt  bei
absolut  ziemlich  beträchtlichen  Zahlen  eine  procental-bedenkliche
Zunahme  im  Laufe  der  Jahrzehnte.  Es  muss  dahin  gestellt
bleiben,  ob  dieses  verderbliche  und  jeder  ärztlichen  Kunst  noch
trotzende  Leiden  überhaupt  in  dem  fraglichen  Beobachtungsgebiete ­
  und  Zeiträume  erheblich  zugenommen  hat,  oder  ob  die
Steigerung  seines  Gewichtes  nach  Ausweis  der  vorliegenden
statistischen  Daten  auf  irgend  eine  andere  Ursache  zurückzuführen ­
  ist.  Wachsam  genug  wird  seit  geraumer  Zeit  auch
dieser  schlimme  Feind  beobachtet.
Der  Einfluss  des  Gelenk-Rheumatismus  ist  absolut
nicht  erheblich  und  zeigt  relativ  eine  Tendenz  zur  Abnahme.
Hier  mögen  theils  die  Fortschritte  der  Therapie,  theils  Cautelen
bei  der  Antragsprüfung  abschwächend  ein  wirken.
Geisteskrankheiten  spielen  an  sich  in  der  vorliegenden
Statistik  keine  sehr  bedeutende  Rolle  —  83  unter  22017  Sterbefällen ­
  sind  auf  diese  Todesursache  zurückgeführt.  Kaum  kann
man  annehmen,  dass  hier  die  Diagnose  häufig  fehlgegangen
sei;  wäre  sie  es,  so  wäre  wohl  eher  zu  viel,  als  zu  wenig  auf
dieses  Conto  gekommen.  Wäre  der  Factor  an  sich  gewichtiger,
so  würde  man  versucht  sein,  die  ersichtliche  procentale  Zunahme ­
  seit  1849,  welche  freilich  den  Procentsatz  des  ersten
Jahrzehnts  nicht  wieder  erreicht,  aus  der  ersten  der  Ursachen
zu  erklären,  aus  welchen  oben  die  viel  beträchtlichere  Zunahme
des  Gewichtes  der  chronischen  Herzkrankheiten  zu  erklären
versucht  wurde.
Auf  diese  Ursache  ist  mit  einiger  Sicherheit  der  im  Ganzen
steigende  Einfluss  der  beiden  folgenden  Klassen  (»Gehirn-Entzündung»
  und  »Chronische  Gehirn-  und  Rückenmarks-Krankheiten«), ­
  vielleicht  auch  das  in  den  letzten
beiden  Jahrzehnten  beträchtlich  steigende  und  an  sich  stets
sehr  erhebliche  Gewicht  des  Gehirn-Schlagflusses  (Kl.  18)
zurückzuführen.  Freilich  dürfte,  wie  schon  oben  angedeutet,
ein  grosser  Theil  der  unter  Kl.  18  gezählten  Todesfälle  mit
gleichem  Rechte  unter  Kl.  23  (Altersschwäche)  unterzubringen
gewesen  sein.  Das  Durchschnittsalter  der  an  Gehirn-Schlagfluss ­
  Gestorbenen  betrug  61,93  Jahre,  und  bekanntlich  ist  der

Gehirn-Schlagfluss  eine  der  häufigeren  Formen,  zu  denen  der
Marasmus  des  Alters  führt.  Wie  in  den  vorliegenden  Tabellen,
so  werden  ja  in  der  Regel  unter  der  Todesursache  »Altersschwäche« ­
  ausschliesslich  jene  Fälle  rubricirt,  bei  denen  die
Auflösung  nicht  plötzlich  unter  einem  einzelnen  charakteristisch
hervortretenden  Symptome  abschliesst,  sondern  der  Tod  unter
allmählichem  Erlöschen  der  Lebenskraft  fast  unmerklich  eintritt.
Die  mit  einer  absolut  sehr  hohen  Ziffer  auftretenden
»Entzündlichen  Krankheiten  der  Brusthöhle«  (Kl.  11)
und  die  wesentlich  weniger  in’s  Gewicht  fallenden  »Chronischen ­
  Entzündungen  (Katarrhe)  der  L  un  gen  Schleimhaut ­
  und  Emphysem«  (Kl.  12)  gewinnen  im  Ganzen  relativ
stärkere  Bedeutung  in  neuerer  Zeit  —  wahrscheinlich  weniger
in  Folge  des  häufigeren  Auftretens,  als  in  Folge  der  richtigeren
Erkenntniss  und  Bezeichnung.
»Chronische  Leberkrankheiten«  (Kl.  15),  «Aeussere
Schäden  und  Geschwüre«  (Kl.  17)  und  »Lungenschlagfluss« ­
  (Kl.  19)  zeigen  bei  im  Ganzen  niedrigen  Ziffern  keine
charakteristische  Gewichtsveränderung.  Auch  von  den  Fällen  des
Todes  in  Folge  von  Lungenschlagfluss  würden  wohl  manche
mit  gleichem  Rechte  den  Todesfällen  an  Altersschwäche  beizuzählen ­
  gewesen  sein.
Die  gemischte  Klasse  20  (»SonstigeKrankheiten«)  mit,
wie  oben  erwähnt,  im  Ganzen  3104  Fällen,  verliert  in  den
letzten  beiden  Jahrzehnten  wesentlich  an  Gewicht.  Insoweit
sie  nicht  richtig  erkannte  und  bezeichnete  Todesursachen  umfasst, ­
  welche  nur  im  Ganzen  zu  selten  auftraten,  um  sie  besonders ­
  zu  rubriciren  (z.  B.  Milzkrankheiten,  Blasenleiden,
Darmblutungen,  Darmverschlingungen,  Blutvergiftungen  u.  s.  w.),
wird  sie  mit  der  fortschreitenden  richtigen  Erkenntniss  und
Bezeichnung  immer  mehr  an  Gewicht  verlieren.  Es  ist  dies  die
Klasse,  an  welcher  man  die  wohl  jeder  Lebensversicherungs-Anstalt
  oft  entgegentretende  Schwierigkeit,  Krankheitsberichte,
welche  den  Ursprung  und  Verlauf  der  Todes-Krankheit  eingehend ­
  und  wissenschaftlich  bezeichnen,  zu  erhalten,  am  Deutlichsten ­
  gewahrt.  Es  ist  dies  die  Klasse,  welche  immer  auf’s
Neue  dazu  mahnt,  von  den  Hinterbliebenen  verstorbener  Versicherter ­
  mehr  zu  verlangen,  als  nur  die  ärztliche  Bescheinigung
des  unter  den  und  den  Enderscheinungen  eingetretenen  Todes.
Die  beiden  folgenden  Klassen  (21.  »Seibstentleibung«
und  22.  »Verunglückung«)  zeigen  keine  irgend  bemerkenswerthen
  Gewichtsveränderungen.  In  der  einen  sind  im  Ganzen  410,
in  der  anderen  302  Fälle  verzeichnet.  Möglich,  dass  die  andere
Klasse  manche  Fälle  enthält,  welche  der  ersteren  beizuzählen
gewesen  wären;  schwerlich  aber  sind  in  der  Klasse  21  solche
enthalten,  welche  in  Klasse  22  richtiger  ihren  Platz  fänden.
Dass  die  Selbstentleibungsfälle,  wenn  sie  auch  im  Ganzen  eher
an  Gewicht  zu-,  als  abnehmen,  doch  nur  eine  sehr  geringe
Gewichtszunahme  zeigen,  steht  nicht  im  Einklänge  mit  den
allgemeinen  Erfahrungen.  Dieser  Todesursache  widmet  die
Bank  unausgesetzt  grosse  Aufmerksamkeit;  die  genauen,  den
Gegenstand  von  allen  Seiten  beleuchtenden  statistischen  Aufzeichnungen, ­
  welche  für  die  Vergangenheit  vorliegen  und  zukünftig ­
  stets  ergänzt  werden  sollen,  umfassen  nur  zunächst
eine  noch  zu  kleine  Zahl  von  Fällen,  um  sie  zu  irgend  maasgebenden ­
  Schlüssen  zu  verwerthen,  und  werden  deshalb  besser
hier  zunächst  noch  nicht  mit  veröffentlicht.
An  dritter  Stelle  haben  wir  uns  hier  mit  der  Frage  zu
beschäftigen,  ob  das  vorliegende  Material  gewisse  Beziehungen
zwischen  den  Durchschnitts-Sterbefallsummen  und  den  Todesursachen ­
  erkennen  lasse,  mit  andern  Worten,  ob  daraus  hervorgehe, ­
  dass  gewisse  Todesursachen  besonders  bei  den  Höher-,
gewisse  andere  besonders  bei  den  Niedriger  A  ersieh  erten  wirksam
werden.  Zu  dem  Ende  muss  zuvörderst  aus  Tab.  XII  für  jedes
Jahrzehnt  und  für  den  ganzen  Zeitraum  die  auf  die  Sterbefälle
        <pb n="24" />
        18

II.  Theil.  Statistik  der  Sterbefälle.

jeder  Todesursache  treffende  Durcliscliniüs-Sterbefallsumme  ermittelt ­
  werden.  Gruppiren  wir  diese  Summen  gleich  entsprechend,
so  wird  die  so  entstehende  nachfolgende  Uebersicht  auf  unsere
Frage  genügend  deutlich  antworten.
Die  Durchschnitts-Sterbefallsumme,  abgesehen  von  den
Todesursachen,  beträgt:
Im  ganzen  50Jähr.  Zeitraum  1829-38  39-48  49-58  59-68  69-78
Mark  Mark  Mark  Mark  Mark  Mark

5219  5262  4950  4969  5023  5514
Es  treffen  niedrigere,  als  die  allgemeinen  Durchschnittssummen ­
  des  betreffenden  Zeitraumes  auf  die  folgenden  Klassen  :

Mark
IV.  Lungenschwindsucht  4124
XXII.  Verunglückung  4580
XX111.  Altersschwäche  4/02
XII.  Chron.  Entzünd,  der
Lungenschleimhaut  4735
XI.  Entzündl.  Krankheit,
d.  Org.  d.  Brusthöhle  4785

I.  Typhus  4820
XIX.  Lungenschlagfluss  4951
II.  Asiat.  Cholera  4984
IX.  Gehirnentzündung  5176
XX.  ,,Sonst.  Kränkln“  5180
V.  Krebs  5181
VII.  Diabetes

XVI.  Bright'sehe  Krankheit  —
VIII.  Geisteskrankheiten  —
VI.  Gelenk-Rheumatism.  —
XV.  Chron.  Leberkrankh.  —
XXL  Selbstentleibung  —
XIV.  Unterleibs-Entzündg.  —
XVII.  Aeussere  Schäden  u.
Geschwüre  —
XVIII.  Gehirn-Schlagfluss  —
III.,,  And.Infect.-Krankh.“  —

Mark  Mark  Mark  Mark  Mark
4548  4II2  3812  4IIO4235
3480  3768  3624  4082  5379
3200  —  473247224655
—  —  4553  4295  4695
5019  4122  4443  48354994
5247  4538  4542  4589  5444
—  —  —  4535  4872
—  4383  —  4103  3560
—  3983  4675  —  5415
5038  4905  —  —  5350
4710  —  4631  —  5285
1500  4500  —  —  —
2325  4350  —  4891  —
4418  —  4179  —  —
4736  —  —  4996  —
5182  —  —  —  —
5225  4630  —  4701  —
5233  4775  —  —  5380
5243  —  —  —  —
—  —  4893  —  —

Es  treffen  höhere,  als  die  allgemeinen  Durchschnittssummen ­
  des  betreffenden  Zeitraumes  auf  die  folgenden  Klassen:

—  —  5283  6739  —
—  —  5910  —  7514

Im  ganzen  5ojähr.  Zeitraum  1829-38  39-48  49-58  59-68  69-78
Mark  Mark  Mark  Mark  Mark  Mark
XIV.  Unterleibsentzündung  5419  —  —  5773  —  6132
XV.  Chron.  Leberkrankh.  5514  —  7298  5036  —  5675
IIL,,And.  Infect.-Krankh.“  5552  601  5  5429  —  5737  5665
XVIII.  Gehirn-Schlagfluss  5696  —  5455  54OO  5491  6013
XVII.Aeuss.  Schäden  und
Geschwüre  5713
VIII.  Geisteskrankheiten  6192
X.  Chron.  Gehirn-  und
Rückenmarks-Krankh.  6272  8918  4966  6348  6089  6521
VI.Gelenk-Rheumatismus  6424  —  5868  —  6500  7649
6498  —  55345804  5675  7691
6634  —  —  711258507016
6674  7694  8478  5834  5620  7166
7065  —  5475  67806828  7402
—  5673  —  6028  —  —
—  588553125615  —  —
—  6600  —  —  5137  —

XXL  Selbstentleibung
XVI.  Bright’sche  Krankheit
XIII.Chron.  Herzkrank!).
VII.  Diabetes
II.  Asiat.  Cholera
XIX.  Lungen-Schlagfluss
IX.  Gehirn-Entzündung
XII.  Chron.  Entzündung  d.
Lungen-Schleimhaut
V.  Krebs
XXIII.  Altersschwäche
XX.  ,,Sonst.  Krankheiten“

-  81805775  —  —  —
—  4966  —  5247  —
-  —  5051  —  —  —
—  —  5147  5166  —
Man  sieht  :  nicht  durchweg  ergeben  sich  constante  Beziehungen ­
  zwischen  den  Sterbefallsummen  und  den  Todesursachen. ­
  Wo  die  aus  den  grössten  Ziffern  hervorgegangenen

Durchschnittssummen  des  ganzen  fünfzigjährigen  Zeitraumes
mit  den  entsprechenden  Durchschnittssummen  aller,  oder  doch
der  letzten  vier  Jahrzehnte  übereinstimmen,  wird  man  auf
einen  gewissen  Causalzusammenhang  schliessen  dürfen.
Es  zeigen  sich  aber  niedriger  als  die  Durchschnittssummen ­
  des  ganzen  Zeitraums  und  aller  einzelnen  Jahrzehnte
die  Sterbefallsummen  bei  all  gern.  Durchschnittssummen ­

1.  bei  Lungenschwindsucht  (3812—4548  Ji)  von  4950—55  14
2.  »  Verunglückung  (3480—5379  »  )
3.  »  Entzündl.  Krankheit.
d.  Org.  d.  Brusthöhle  (4122  —  5019  »  )
4.  &amp;gt;  Typhus  (4538  —  5444  »  )
Es  zeigen  sich  dagegen  höher,  als  die  Durchschnittssumme ­
  des  ganzen  Zeitraumes  (welche  5219  Mark  beträgt)
und  die  Durchschnittssummen  aller  Jahrzehnte  (welche  zwischen
4950  und  5514  Mark  schwanken)  die  Sterbefallsummen
1.  bei  Chron.  Gehirn-  u.  Rückenmarks-Krankh.  (4966—8918  J6.)
2.  »  Chron.  Herzkrankheiten  (5620—8478  &amp;gt;  )
und  höher  als  jene  Summen,  mit  Ausnahme  derer  für  das
erste  Jahrzehnt  :
3.  bei  Gehirnschlagfluss  (5400—6013^.)
4.  »  Selbstentleibung  (5534—7691  »  )
5.  »  Diabetes  (5475  —7402  &amp;gt;  )
Die  Reihenfolge  für  den  ganzen  fünfzigjährigen  Zeitraum
entspricht  wohl  wenigstens  in  den  ersten  5  —  6  Positionen  der
ersten  Reihe  und  in  den  meisten  Positionen  der  zweiten  Reihe
am  meisten  der  allgemeinen  Annahme.  Lungenschwindsucht,
chronische  Entzündungen  der  Lungenschleimhaut,  entzündliche
Krankheiten  der  Organe  der  Brusthöhle,  Typhus  —  das  sind
neben  Verunglückung  recht  eigentlich  die  Todesursachen,  welche
bei  den  minder  bemittelten  Klassen  in  Folge  des  Berufes  und
der  Lebensweise  besonders  verheerend  wirken.  Dass  die  Altersschwäche ­
  sich  in  dieser  Reihe  findet,  beruht  darin,  dass,  wie
wir  an  anderer  Stelle  gesehen  haben,  im  Laufe  der  Zeit  die
allgemeine  Durchschnitts-Versicherungssumme  beträchtlich  gestiegen ­
  ist,  die  Versicherungen  der  an  Altersschwäche  gestorbenen ­
  Personen  aber  grösstentheils  noch  aus  der  Zeit  datiren,
wo  sie  niedrig  war.  Andererseits  befremdet  es  nicht,  die
Durchschnitts-Sterbefallsummen  bei  Diabetes,  Chron.  Herzkrankheit, ­
  Bright’scher  Krankheit,  Gelenk-Rheumatismus  u.  s.  w.
weit  über  der  Durchschnitts-Sterbefallsumme  des  ganzen  Zeitraumes ­
  zu  finden.
Indess  —  es  braucht  nicht  erwähnt  zu  werden,  dass  es
leichtfertig  wäre,  auch  nur  jene  Beziehungen  zwischen  Sterbefallsumme ­
  und  Todesursache,  welche  durch  eine  gewisse  Constanz
der  Thatsache  bewiesen  zu  sein  scheinen,  etwa  schon  zum
Ausgangspunkte  gewisser  Geschäfts-Maximen  zu  nehmen,  oder
überhaupt  bestimmte  Schlüsse  darauf  zu  bauen.

IV.  Kapitel.
Sterbefälle  nach  Berufskiassen  und  Todesursachen.
Tab.  XIII  dient  dazu,  Beziehungen  zwischen  der  Berufsstellung ­
  der  Verstorbenen  und  den  Todesursachen  zu  veranschaulichen, ­
  wenn  und  insoweit  solche  Beziehungen  überhaupt ­
  angenommen  werden  können.  Es  tritt,  uns  freilich  auch
hier  der  schon  anderwärts  hervorgehobene  Uebelstand  entgegen,
dass  die  fünfzehn  mit  Rücksicht  auf  den  Beruf  gebildeten  Klassen
zum  Theil  doch  sehr  gemischt  sind.  Würde  man  aber  diese
Klassen  wieder  derart  zerlegen,  dass  die  Unterklassen  je  zu-,
gleich  specielle  Berufseinflüsse-  repräsentiren,  würde  man  also
        <pb n="25" />
        3

II.  Tlieil.  Statistik  der  Sterbefälle.

19

z.  B.  die  II.  Berufsklasse  auch  nur  spalten  in  i)  Höhere  Staatsund ­
  Kirchen-Beamte,  2)  Subalternbeamte,  3)  Stadtgeistliche,
4)  Landgeistliche,  5)  Universitätslehrer,  6)  Lehrer  an  Mittelschulen, ­
  7)  Elementarlehrer,  8)  Polizei  -  Executiv  -  Beamte,
9)  Dienerschaft  und  Boten  im  Staats-,  Kirchen-  und  Schuldienste, ­
  so  würden  die  Zahlen,  mit  denen  man  zu  operiren
hätte,  gar  zu  klein  werden.  Und  verkennen  lässt  es  sich
doch  nicht,  dass,  so  gemischt  auch  unsere  15  Berufsklassen
sein  mögen,  die  Mehrzahl  der  der  einen  Klasse  Angehörigen
sich  immer  durch  gewisse  im  Berufe  liegende  gemeinschaftliche

Gefahrsmomente  unterscheiden  von  der  Mehrzahl  der  allen
anderen  Klassen  Angehörigen.
Wenn  wir  aus  den  fünfzehn  mit  Rücksicht  auf  den  Beruf
gebildeten  Klassen  diejenigen  zehn  herausgreifen,  bei  denen  in
dem  ganzen  fünfzigjährigen  Zeitraum  je  mehr  als  500  Sterbefälle ­
  vorgekommen  sind,  und  das  Procentgewicht  notiren,  mit
welchem  sich  bei  den  Todesfällen  jeder  Klasse  die  verschiedenen
Todesursachen  mit  Ausnahme  der  unbestimmten  Klasse  20
(»Sonstige  Krankheiten«)  geltend  machen,  so  entsteht  folgendes ­
  Bild:

Ohne  Beruf

Ji-I

II.
Staats-,
Kirchen-,Schulu.
  Gemeinde-Bedienstete


Xr.

III.
Aerztliches
Personal

Xr.

VII.
Landwirthe
Nr.  I  0/«

VIII.
Forst-Beamte
und
Bedienstete

Xr.

IX.
Bergleute
und
Bergbeamte

Xr.

X.
Handeltreibende ­


Xr.

XI.
Transport-Betriebs-Per-



Xr.

XIII.
Gewerktreibende ­


Xr.

XIV.
Militärpersonen ­


Xr.

33_
18

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19
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22

12,95
11,28
10,67
8,82
8,08
6,68
4,«2
4.01
3.02
2,59
2,28  I
1,91
1,85  II
1,54
0,99
0,92
0,56
0,55
0,55
0,43
0,25
0,12

l8
4

23

A

3
15
12
19
14
21
16
2
17
22
6
9
8

13,34
11,21

II  10,90

7,70
7,54
5,64
4,85
4.45
2,75
2,66
2.45
2,12
2,04
1,58
1,19
1,18
1,13
1,10
0,96
0,66
0,30
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18
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3,72  12
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2,49,  31  3,211  22

1,84  12  :  3,05  IO

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4,03
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2,28
2,10
2,10
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0,52
0,35

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3.34
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1.34
1,34
1,34
1,34
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0,67
0,67

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11,19  I
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7,25  I
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5,83
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4,56
2,88
2,85
2,42
2,33
2,17
2,08
2,01  I
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0,68  I
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10,03
9,13
6,94
5,78
5,01
3,73
3,47
3,47
3,08  II
2,70  N
2,44  I]
2,06  ||
1,93

l8

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0,64
0,6  4
0,13

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14,94
1  1,63
9,34
6.63
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5,15  I
4,88  I
3,62  j
3,39  ;
V.  I
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2,10
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1,33
1,18
0,88  J
0,61  I

23

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A

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19
3
15
22
14
21

0,42

8
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9
16
7
6

12,52
11,56
10,27
9,79
5,62
5.61
4,01
3,69
3,53
2,89
2,57
2,41
2,25
1.61
1,29
0,97
0,80
0,80
0,64
0,6  4
0,48
0,32

(1)  Typhus  ~
(13)  Chron.

(4)  Lungenschwindsucht  =^=.  (5)  Krebs  inimni.
Herzkrankheiten  +++.  (18)  Gehirn-Schlagfluss

(10)  Chron.  Geh.  u.  Itiickenm.-Leiden  00000.  (11)  Entzündl.  Kr.  d.  O.  d.  Brusth.  ■■■■■•
.  (21)  Selbstentleibung  (22)  Verunglückung  (23)  Altersschwäche  —
        <pb n="26" />
        20

II.  Theil.  Statistik  der  Sterbefalle.

Es  ist  hierbei  versucht,  das  Gewichts-Verhältnis  einiger
und  zwar  besonders  gewichtiger  oder  solcher  Todesursachen,
von  denen  man  im  Allgemeinen  annimmt,  dass  sie  mit  dem
Berufe  in  einem  gewissen  Zusammenhang  stehen  (Typhus  ~  ,
Lungenschwindsucht  —-,  Krebs  «mimii,  Chronische  Gehirn-  und
Rückenmarkskrankheiten  ««»,  Entzündliche  Krankheiten  der
Organe  der  Brusthöhle  ■,  Chronische  Herzkrankheiten  ++++,

Gehirn-Schlagfluss  ,  Selbstentleibung  ,  Verunglückung
und  Altersschwäche  —),  durch  besondere  Zeichen  und  zwar
so  zu  markiren,  dass  die  Nummern  der  betreffenden  Todesursachen ­
  gleich  bezeichnet  sind,  wie  vorstehend  die  Benennung
dieser  Todesursachen.
Es  geht  nun  aus  dieser,  der  Tab.  XIII  entnommenen
Zusammenstellung  hervor,  dass  starben

in  Folge  von
TypXus  ....

Lungenschwindsucht

Krebs

Chron.Gehirn-  u.Rückenmarkskrankheiten
  .

Entzündl.  Krankh.  d.  Org.
d.  Brusthöhle  .  .  .

Procent  aller  Gestorbenen  der  Berufsklasse.

6,66  der  Berufslosen
jo,88  der  Aerzte
7.35  der  Forstbeamten  etc.
5,83  der  Kaufleute
6,63  der  Gewerktreibenden
7,54  der  Beamten
6.09  der  Landwirthe
7,6»  der  Bergleute  etc.
6,94  des  Transportbetriebspers.
5.62  der  Militärpersonen
8,82  der  Berufslosen
ii,49  der  Aerzte
10.33  der  Forstbeamten  etc.
ii,i9  der  Kaufleute
14,94  der  Gewerktreibenden
11,21  der  Beamten
8.63  der  Landwirthe
8.36  der  Bergleute  etc.
20.69  des  Transportbetriebspers.
9,79  der  Militärpresonen
8,08  der  Berufslosen
3,86  der  Aerzte
7,18  der  Forstbeamten  etc.
4,56  der  Kaufleute
4.88  der  Gewerktreibenden
4.85  der  Beamten
3,72  der  Landwirthe
5.02  der  Bergleute  etc.
5,01  des  Transportbetriebspers.
3,69  der  Militär  personen

(Kl.  I)
(Kl.  III)
(KL  VIII)
(Kl.  X)
(Kl.  XIII)
(Kl.  II)
(KL  VII)
(Kl.  IX)
(Kl.  XI)
(Kl.  XIV)
(Kl.  I)
(Kl.  III)
(Kl.  VIII)
(Kl.  X)
(Kl.  XIII)
(Kl.  II)
(Kl.  VII)
(Kl.  IX)
(Kl.  XI)
(Kl.  XIV)
(Kl.  I)
(Kl.  Ill)
(Kl.  VIII)
(Kl.  X)
(Kl.  XIII)
(Kl.  II)
(Kl.  VH)
(Kl.  IX)
(Kl.  XI)
(Kl.  XIV)

1,54  der  Berufslosen  (Kl.  I)
4.38  der  Aerzte  (Kl.  Ill)
2.38  der  Forstbeamten  etc.  (Kl.  VIII)
5,11  der  Kauf  leute  (Kl.  '  X)
3,62  der  Gewerktreibenden  (Kl.  XIII)
4.45  der  Beamten  (Kl.  II)
3,72  der  Landwirthe  (Kl.  VII)
4,35  der  Bergleute  etc,  (Kl.  IX)
3,47  des  Transportbetriebspers.  (Kl.  XI)
4,01  der  Militärpersonen  (Kl.  XIV)

12.95  der  Berufslosen  (Kl.  I)
10,44  der  Aerzte  (Kl.  III)
14.19  der  Forstbeamten  etc.  (KL  VIII)
8,99  der  Kauf  lente  (Kl.  X)
ii,63  der  Gewerktreibenden  (Kl.  XIII)
io,9o  der  Beamten  (Kl.  II)
I2,i8  der  Landwirthe  (Kl.  VII)
11,71  der  Bergleute  etc.  (Kl.  IX)
IO.03  des  Transportbetriebspers.  (Kl.  XI)
io,27  der  Militärpersonen  (Kl.XIV)

in  Folge  von
Chron.  Herzkrankheiten

Gehirn-Schlagfluss  .  .

Selbstentleibung  .  .  .

Verunglückung

Altersschwäche

Von  den  zehn  nahmhaft  gemachten  Todesursachen  fallen  ins  Gewicht

Procent  aller  Gestorbenen  der  Berafsldasse.

4.62  der  Berufslosen
7.10  der  Aerzte
4.38  der  Forstbeamten  etc.
7.25  der  Kaufleute
5.15  der  Gewerktreibenden
5-6  4  der  Beamten
6.94  der  Landwirthe
3.34  der  Bergleute  etc.
5.73  des  Transportbetriebspers.
5.ei  der  Militärpersonen
10.67  der  Berufslosen
13,77  der  Aerzte
10.51  der  Forstbeamten  etc.
12.43  der  Kaufleute
9.34  der  Gewerktreibenden
13.34  der  Beamten
ii,84  der  Landwirthe
10,03  der  Bergleute  etc.
9.13  des  Transportbetriebspersonal ­
  s
ii,56  der  Militärpersonen
0.55  der  Berufslosen
1.8  4  der  Aerzte
1.93  der  Forstbeamten  etc,
2.88  der  Kaufleute
2.10  der  Gewerktreibenden
1.56  der  Beamten
2.71  der  Landwirthe
1.34  der  Bergleute  etc.
i,6o  des  Transportbetriebspers.
i,8i  der  Militärpersonen
0.55  der  Berufslosen
0.44  der  Aerzte
2,80  der  Forstbeamten  etc.
1,24  der  Kaufleute
2.02  der  Gewerktreibenden
1.10  der  Beamten
1,52  der  Landwirthe
1.34  der  Bergleute  etc.
3.73  des  Transportbetriebspers.
2.41  der  Militärpersonen
ii,28  der  Berufslosen
6.23  der  Aerzte
8.23  der  Forstbeamten  etc.
6,20  der  Kaufleute
5,30  der  Gewerktreibenden
7,70  der  Beamten
7,45  der  Landwirthe
7.69  der  Bergleute  etc.
3.47  des  Transportbetriebspersonals ­

12.52  der  Militärpersonen

(Kl.  I)
(Kl.  III)
(Kl.  VIII)
(Kl.  X)
(Kl.  XIII)
(Kl.  II)
(Kl.  VII)
(Kl.  IX)
(Kl.  XI)
(Kl.  XIV)
(Kl.  I)
(Kl.  III)
(Kl.  VIII)
(Kl.  X)
(Kl.  XIII)
(Kl.  II)
(Kl.  VII)
(Kl.  IX)
(Kl.  XI)
(Kl.  XIV)
(Kl.  I)
(Kl.  III)
(Kl.  VIII)
(Kl.  X)
(Kl.  XIII)
(Kl.  II)
(Kl.  VII)
(Kl.  IX)
(Kl.  XI)
(Kl.  XIV)
(Kl.  I)
(Kl.  III)
(Kl.  VIII)
(Kl.  X)
(Kl.  XIII)
(Kl.  II)
(Kl.  VII)
(Kl.  IX)
(Kl.  XI  i
(Kl.  XIV)
(Kl.  I)
(Kl.  III)
(Kl.  VIII)
(Kl.  X)
(Kl.  XIII)
(Kl.  II)
(Kl.  VII)
(Kl.  IX)
(Kl.  XI)
(Kl.  XIV)

Typhus
Lungenschwindsucht
Krebs
Chron.  Gehirn-  u.  Rückenmarkskrankh.
Entzündl.  Krankh.  d.  Org.  d.  Brusthöhle
Chron.  Herzkrankheiten
Gehirn-Schlagfluss
Selbstentleibung
Verunglückung
Altersschwäche

am  meisten,
bei  den  Aerzten
»  dem  Transportbetriebspersonal
»  den  Berufslosen
»  »  Kaufleuten
»  »  Forstbeamten  etc.
»  »  Kaufleuten
»  »  Aerzten
»  »  Kaufleuten
»  dem  Transportbetriebspersonal
»  den  Militär  personen

am  wenigsten,
bei  den  Militärpersonen
»  »  Bergleuten  etc.
»  »  Militärpersonen
»  »  Berufslosen
»  »  Kaufleuten
»  »  Bergleuten  etc.
»  dem  Transportbetriebspersonal
»  den  Berufslosen
»  »  Aerzten
»  dem  Transportbetriebspersonal.

Dabei  ist  zu  bemerken,  dass  unter  den  Berufslosen  die  j  dass  bei  den  Sterbefällen  an  Krebs  diese  Klasse  den  höchsten,
1*  rauen  weitaus  die  Mehrzahl  bilden,  woraus  sich  wohl  erklärt,  bei  denen  in  Folge  von  Selbstentleibung  den  niedrigsten  und
        <pb n="27" />
        II.  Tlieil.  Statistik  der  Sterbefälle.

21

bei  denen  an  Altersschwäche  wenigstens  den  zweithöchsten
Rang  (das  Haupt-Eintrittsalter  der  Frauen  ist  das  50.  Lebensjahr) ­
  einnimmt.
Inwieweit  die  durch  Tab.  XIII  eonstatirten  Erfahrungen
mit  den  allgemeinen  übereinstimmen,  mag  die  medicinische
Kritik  entscheiden.

Y.  Kapitel.
Beziehungen  zwischen  dem  ärztlichen  Befund
zur  Zeit  der  Aufnahme  und  der  Todesursache.
Nach  §46  der  Bankverfassung  ist  die  Versicherung  solcher
Personen  ausgeschlossen,  welche  nicht  »einer  guten  Gesundheit
gemessen«.  Aber,  wie  schon  an  anderer  Stelle  (Th.  I.  Kap.  I.)
ausgeführt,  fordert  die  Bank,  wie  alle  anderen  Lebensversicherungsanstalten, ­
  nicht  vollkommene,  oder  ideale,  sondern  sie
fordert  nur  normale  Gesundheit  von  Denen,  die  sie  zur  Versicherung ­
  aufnimmt.  Sie  schliesst  nicht  von  Vorneherein  die
Versicherung  solcher  Personen  aus,  deren  Organismus  irgend
welche  Abweichungen  von  dem  idealen  Organismus  zeigt;  aber
sie  enthält  sich  der  Versicherung  solcher  Personen,  deren  Organismus ­
  eine  Verkürzung  der  normalen  Lebensdauer  befürchten
lässt.  Wo  sie  früher  überstandene  Erkrankungen,  selbst  erhebliche, ­
  constatirt,  prüft  sie,  ob  dieselben  Nachwirkungen  befürchten ­
  lassen,  oder  ob  der  Krankheitsprocess  längere  Zeit
bereits  gänzlich  abgeschlossen  ist,  und  nur  im  letzteren  Falle
gewährt  sie,  wenn  alle  sonstigen  Umstände  günstig  sind,  Versicherung. ­
  Selbst  da,  wo  sie  habituelle  Krankheitsanlagen  entdeckt, ­
  verhält  sie  sich  nicht  a  priori  und  unbedingt  abwehrend;
diese  Anlagen  müssen  nur  jede  Besorgniss  einer  Verkürzung
der  Lebensdauer  ausschliessen.  Endlich  werden  bei  der  Prüfung ­
  der  Aufnahmefähigkeit  selbstverständlich  die  Einflüsse  der
Heredität  sorgfältig  berücksichtigt;  aber  auch  diesen  wird  nur
dann  ein  Gewicht  beigemessen,  wenn  in  dem  einzelnen  Falle
die  Befürchtung,  dass  sie  schädlich  fortwirken  könnten,  nach
ärztlichem  Ermessen  nicht  ausgeschlossen  ist.
Um  nun  die  Richtigkeit  der  Grundsätze,  welche  für  die
Berücksichtigung  oder  Ausserachtlassung  der  bei  der  ärztlichen
Prüfung  zu  Tage  getretenen  irgendwie  bemerkenswerthen  Momente ­
  maasgebend  sind,  controliren  zu  können,  wird  jede
einzelne  Versicherung  ärztlich  charakterisirt  und  zwar,  im
Interesse  der  Statistik  mit  bestimmten  Zeichen.  Diese  Zeichen
werden  auch  an  betreffender  Stelle  den  Zählkarten  aufgeschrieben. ­
  So  lässt  sich  in  Sterbefällen  ermitteln,  ob  und
welche  Beziehungen  sich  zwischen  der  ärztlichen  Charakteristik
zur  Zeit  der  Aufnahme  einerseits  und  der  Todesursache,  der
Versicherungsdauer,  dem  Alter  beim  Tode  u.  s.  w.  andererseits,
ergeben.
Die  Zeichen,  deren  man  sich  bedient,  sind  aber  die  folgenden ­
  :
1.  Gg  bedeutet:  frei  von  allen  erkennbaren  Krankheits-Dispositionen, ­
  völlig  normal  organisât.
2.  Organische  Anomalien  werden  folgendermaasen  bezeichnet: ­

Cp  bedeutet:  Hagerkeit  mit  Spuren  von  phthisischem
Habitus.
Ca  »  Corpulenz  mit  Spuren  von  apoplektischem
Habitus.
Co  »  Verkrümmung  des  Rückgrates.
Cb  »  Eingeweidebruch  vorhanden.

Kl

Kb
&amp;amp;

Habituelle  Krankheits-Anlagen  bezeichnet  man  wie
nachsteht  :
Ac  bedeutet:  Anlage  zu  Katarrh.
Alt  »  Hämorrhoiden  und  Unterleibsplethora,
Varices  u.  Varicocele.
Al  »  Vergrösserte  Leber.
Ag  »  Anlage  zu  Gicht  und  Podagra.
Ar  »  Anlage  zu  Rheumatismus.
Vorerkrankungen  werden  markirt  wie  folgt  ;
Ks  bedeutet:  der  Versicherte  hat  an  Scropheln  gelitten.
Ko  »  der  Versicherte  hat  an  Syphilis  gelitten.
Kr  »  der  Versicherte  hat  an  acutem  Rheumatismus ­
  gelitten.
»  der  Versicherte  hat  an  Lungenentzündung
entweder  überhaupt  zweimal  oder  in  den
letzten  10  Jahren  einmal  gelitten.
»  der  Versicherte  hat  an  Blutspucken  gelitten.
»  der  Versicherte  hat  innerhalb  der  letzten
10  Jahre  an  Wechselfieber  gelitten.
5.  Krankheiten  der  Eltern  und  Geschwister,  wenn
eines  der  Eltern  oder  mindestens  zwei  Geschwister  mit
der  betr.  Krankheit  behaftet  gewesen,  werden  folgendermaasen
  bezeichnet:
Et  bedeutet:  Es  war  Tuberkulose  nachgewiesen.
Ek  »  Es  war  Krebs  nachgewiesen.
Eg  »  Es  war  Gicht,  oder  acuter  Rheumatismus
nachgewiesen.
Eh  »  Es  war  Herzleiden  nachgewiesen.
Ec  »  Es  war  Gehirn-  oder  Geisteskrankheit
nachgewiesen.
Das  Zeichen  Gg  kann  selbstverständlich  nicht  combinât
mit  den  C-  und  M-Zeichen,  wohl  aber  in  Verbindung  mit  den
K-  und  A-Zeichen  Vorkommen.  Schon  hieraus  ergiebt  sich
eine  grosse  Zahl  von  Combinationen.  Aus  der  Möglichkeit
gemeinschaftlichen  Auftretens  der  Zeichen  der  vier  anderen
Klassen  in  den  mannigfaltigsten  Combinationen  ergiebt  sich
eine  sehr  erhebliche  Zahl  von  Klassen.  —  Unsere  Tabelle  Xl\
weiset  288  solcher  Klassen  und  ausserdem  eine  für  die  nicht
charakterisirten  (im  Ganzen  nur  52)  Karten  auf.  Eine  grössere
Zahl  von  Zeichen  und  Zeichen-Combinationen  kam  auf  den
Sterbefallkarten  der  ersten  fünfzig  Jahre  nicht  vor.  Wie  aus
der  Tabelle  ersichtlich,  sind  auch  weitaus  die  meisten  dieser
Klassen  nur  mit  einer  sehr  geringen  Zahl  von  Fällen  besetzt.
Aus  der  Fülle  von  Thatsachen,  welche  diese  Tabelle  enthält, ­
  ist  es  schwer,  einzelne  zu  besonderer  Betrachtung  herauszuwählen. ­
  Die  Tabelle  selbst  aber  unverkürzt  mitzutheilen,
bestimmt  uns  die  Annahme,  dass  sie  vielleicht  der  ärztlichen
Statistik  in  der  einen  oder  anderen  Richtung  werthvolle  Dienste
leisten  könne.  Freilich  wäre  es  zu  dem  Ende  besonders  erwünscht ­
  gewesen,  wenn  wir  gleichzeitig  hätten  angeben  können,
wie  lange  Zwischenräume  zwischen  der  Aufnahme  oder  dem
Zeitpunkte  der  Gesundheitscharakteristik,  und  dem  Tode  in
Folge  der  einen  oder  anderen  Todesursache,  liegen.  Je  grösser
der  Zwischenraum,  je  zweifelhafter  wird  der  ursächliche  Zusammenhang. ­
  Diese  Combination  der  Tabellen  XIV  und  XVII
aber,  welche  beide  an  sich  schon  sehr  umfangreich  sind,  würde
uns  offenbar  zu  weit  geführt  haben.
Bei  der  gerechtfertigten  Scheu,  welche  alle  Lebensversicherungspraktiker ­
  vor  dem  hereditären  Einflüsse  der  1  u  -
berkulose  und  des  Krebses  haben,  wollen  wir  an  dieser
Stelle  in  erster  Linie  neben  einer  Betrachtung  des  Schicksals
Derer,  welche  bei  der  Aufnahme  mit  Gg  bezeichnet  wurden,
einer  Betrachtung  der  bei  den  mit  Et  und  Ek  allein  oder  in
Verbindung  mit  anderen  Zeichen  Charakterisirten  beobachteten
        <pb n="28" />
        22

II.  Theil.  Statistik  der  Sterbefalle.

Todesursachen  einigen  Raum  gönnen  ;  sodann  aber  auch  über
die  nachweisbare  oder  doch  vermuthliche  Beziehung  der  anderen
Zeichen  zu  den  Todesursachen  einige  Betrachtungen  anstellen.
Es  wird  damit  nicht  eine  völlig  ausreichende  Erläuterung  des
beachtenswerthen  Inhaltes  der  Tabelle  geboten;  aber  es  wird
ihre  praktische  Verwerthbarkeit  und  die  Wichtigkeit  der  Fortsetzung ­
  solcher  Beobachtungen  an  einigen  lehrreichen  Beispielen ­
  dargethan.
Von  allen  22017  Gestorbenen  waren  ihrer  18151  mit
Gg  bezeichnet,  und  zwar  14O33  mit  Gg  allein,  die  übrigen  mit
Gg  und  Zeichen  aus  den  Gruppen  E  und  K.  Diese  18151
Gestorbenen  rangiren,  obwohl  sie  weitaus  das  Hauptcontingent
aller  Gestorbenen  ausmachen,  hingesehen  auf  die  Todesursachen
etwas  anders,  als  jene  22017  (vergl.  Kap.  Ill  oben).
Lässt  man  die  gemischte  Klasse  20  (»Sonstige  Krankheiten«)
ausser  Betracht,  so  starben  von  den  181  51  mit  Gg  und  resp.
den  jE-  und  TT-Zeichen  Gharakterisirten  :
2155
2137
2022
I343
1265
IO42
926
/SI
524
476
458

396
39O
35I
265
2  54
24O
212
I7I
156
75
Ó3

an  Lungenschwindsucht.
»  Gehirn-Schlagfluss.
»  Entzünd!.  Krankheiten  d.  Org.  d.  Brusthöhle.
»  Typhus.
»  Altersschwäche.
»  Chron.  Herzkrankheiten.
»  Krebs.
»  Chron.  Gehirn-  u.  Rückenmarkskrankheiten.
»  »And.  Infectionskrankh.«  (ausser  Typhus  u.  Cholera).
»  Chron.  Leberkrankheiten.
»  Chron.  Entzündungen  (Katarrhen)  der  Lungenschleimhaut, ­
  Emphysem  etc.
»  Lungenschlagfluss.
»  Unterleibsentzündung,
in  Folge  von  Selbstentleibung.
»  »  »  Verunglückung,
an  Bright’scher  Krankheit.
»  Asiat.  Cholera.
»  äusseren  Schäden  und  Geschwüren.
»  Gelenk-Rheumatismus.
»  Gehirn-Entzündung.
»  Diabetes.
»  Geisteskrankheiten.
Allein  nur  die  an  erster,  zweiter,  vierter  und  fünfter  Stelle
aufgeführten  Todesursachen  haben  hier,  und  zwar  nur  unter
sich,  den  Rang  ein  wenig  gewechselt.  Es  haben  also  die
Sterbefälle  Derer,  welche  bei  der  Aufnahme  nicht
mit  Gg  bezeichnet  wurden,  auf  das  gesammte  Gewichtsverhältniss
  der  verschiedenen  Todesursachen
nur  sehr  geringen  Einfluss.
Mit  Et  und  den  verschiedenen  Combinationen  —  es  sind
ihrer  insgesammt  68  —  zur  Zeit  der  Aufnahme  bezeichnet
waren  im  Ganzen  1946  Karten  der  in  dem  fünfzigjährigen
Zeitraum  Gestorbenen.  Von  diesen  sind  an  Lungenschwindsucht ­
  461  oder  23,7  °/o,  an  anderen  in  der  Tabelle  besonders
aufgeführten  Lungenkrankheiten  (die  hier  nicht  berücksichtigte
gemischte  Klasse  20  enthält  auch  solche  Krankheiten)  zusammen ­
  noch  284,  im  Ganzen  also  745  oder  38,3%  gestorben!
Gewiss  eine  neue  Stütze  für  die  längst  in  der  Praxis  der  Bankverwaltung ­
  bekundete  Vorsicht  bei  Prüfung  solcher  Anträge,
hei  denen  im  Betreff  der  Vererbung  der  Tuberkulose  Besorgnisse ­
  auftauchen!
Mit  Ek  allein  und  mit  Ek  und  anderen  Zeichen  —  es
kommen  überhaupt  31  solche  Verbindungen  in  der  Tab.  XIV
vor  —  wurden  zur  Zeit  der  Aufnahme  die  Karten  von  334
der  im  Ganzen  in  dem  fünfzigjährigen  Zeiträume  Verstorbenen
markirt.  Von  diesen  sind  31  oder  9,3  %  an  Krebs  gestorben ­
  !  Sehr  wahrscheinlich  enthält  aber  auch  Klasse  20  noch

manche  Sterbefälle,  bei  denen  Krebs  entweder  als  alleinige,
nur  nicht  scharf  erkannte,  oder  als  mitwirkende  Todesursache ­
  zu  betrachten  ist.  Die  eben  ermittelten  9,3  %  bedürfen
aber  gar  keines  Zuwachses,  um  zu  constatiren,  dass  wenigstensnachdenErfahrungenderLebensversicherungs-

  f.  D.  die  vielfach  bestrittene  V  ererb  ung  krebsiger
  Entartungen  die  grösste  Beachtung  verdient.
Mit  Eg  und  im  Ganzen  34  Combinationen  dieses  Zeichens
wurden  334  Karten  bezeichnet.  Damit  sollte  constatirt  werden,
dass  334  von  den  22017  Gestorbenen  möglicherweise  durch
eine  ererbte  Anlage  zu  Gicht  und  Rheumatismus  gefährdet ­
  waren.  33,  oder  etwa  10  °/o  von  diesen  sind  an
Altersschwäche,  nur  2,  oder  0,6  %  an  Gelenkrheumatismus,
38  an  Lungenschwindsucht,  37  an  entzündlichen  Krankheiten
der  Organe  der  Brusthöhle,  8  an  chronischen  Entzündungen
der  Lungenschleimhaut  etc.,  zusammen  also  83  oder  24,85  °/o
an  Krankheiten  der  Lunge,  22  oder  6,6  %  an  chronischen
Herzkrankheiten  gestorben.
Das  Zeichen  Eh  allein  und  in  Verbindung  mit  anderen
(18  Combinationen)  tragen  nur  140  Karten.  Bei  14O  Aufgenommenen ­
  konnte  also  erbliche  Anlage  zu  Herzkrankheiten ­
  vermuthet  werden.  18  von  diesen,  oder  12,9  %  sind
an  chronischen  Herzkrankheiten,  26  oder  18,6%  an  Gehirn-Schlagfluss
  gestorben.
Bei  97  Personen,  welche  bei  der  Aufnahme  unter  Anderem
mit  Ec  charakterisirt  wurden,  konnte  erbliche  Anlage  zu  Gehirn- ­
  und  Geisteskrankheiten  vermuthet  werden.  An
Geisteskrankheit  und  Gehirnentzündung  starb  keiner  von  diesen;
ihrer  11  oder  11,3%  starben  an  chron.  Gehirn-  und  Rückenmarks-Krankheiten, ­
  ihrer  13  oder  13,4°/o  an  Gehirn-Schlagfluss.
Bei  den  mit  Cp  (Hagerkeit  mit  mehr  oder  weniger
phthisischem  Habitus)  und  Combinationen  (deren  34  Vorkommen) ­
  bezeichneten  im  Ganzen  327  Sterbefallkarten  überwiegt ­
  unter  den  Todesursachen  die  Lungenschwindsucht  mit
114  Fällen  oder  34,9%  sehr  bedeutend;  rechnet  man  die
entzündlichen  Krankheiten  der  Organe  der  Brusthöhle  und  die
chronischen  Krankheiten  der  Lungenschleimhaut  hinzu,  so  ergeben ­
  sich  hier  157  Fälle  oder  48  %!
Die  mit  Ca  (Befund  zur  Zeit  der  Aufnahme:  Corpulenz
mit  mehr  oder  weniger  apoplek  tisch  ein  Habitus)
und  30  Combinationen  bezeichneten  Karten  —  es  sind  ihrer
382  —  zeigen  30  Sterbefälle  oder  7,9  %  an  chronischen
Herzkrankheiten  und  100  Sterbefälle  oder  26,2  °o!  an  Gehirn-Schlagfluss.

Bei  den  Karten,  welche  mit  Cv  (Befund  zur  Zeit  der  Aufnahme: ­
  mässige  Rückgrats-Verkrümmung)  und  24
Combinationen  bezeichnet  sind  —  im  Ganzen  107  —  machen
sich  unter  den  Todesursachen  Lungenschwindsucht  mit  13
Fällen  oder  12,15  %&amp;gt;  verhältnissmäsig  weniger  entzündliche
Krankheiten  der  Organe  der  Brusthöhle  mit  11  Fällen  oder
10,28  %,  endlich  wieder  etwas  mehr  Gehirn-Schlagfluss  mit  14
Fällen  oder  13,08  °  0,  geltend.
Mit  Cb  (»Eingeweidebruch  bei  der  Aufnahme  vorhanden«) ­
  und  45  Combinationen  sind  im  Ganzen  632  Sterbefallkarten ­
  bezeichnet.  Reponibele  Eingeweidebrüche  hindern
nach  der  Praxis  der  Bank  in  der  Regel  die  Aufnahmefähigkeit
nicht,  sofern  der  Antragsteller  sich  verbindlich  macht,  unausgesetzt ­
  ein  geeignetes  Bruchband  zu  tragen.  Es  zeigen  sich
hier  hingesehen  auf  die  Todesursachen  keine  erheblichen  Abweichungen ­
  von  dem  allgemeinen  Durchschnitt.  Entzündliche
Krankheiten  der  Organe  der  Brusthöhle  treten  mit  72  Fällen
oder  11,4  °/ 0 ,  chronische  Herzkrankheiten  mit  42  Fällen  oder
6,6  °/o  auf.  Auch  die  gemischte  Todesursache  »Sonstige  Krankheiten« ­
  zeigt  mit  17,25%  ihres  Gewichtes  hier  keine  auffallende
Abnormität.
        <pb n="29" />
        If.  Theil.  Statistik  der  Sterbefälle.

23

Anlangend  die  constatirten  oder  vermutheten  habituellen,
nicht  ererbten,  Krankheitsanlagen,  so  starben  159,  von
denen  angenommen  werden  konnte,  dass  sie  mit  Anlage  zu
Katarrhen  behaftet  waren  (Ac  und  25  Combinationen).
Von  diesen  starben  35  oder  22  °/o  (!)  an  Lungenschwindsucht,
28  oder  17,6  %  (!)  an  entzündl.  Krankheiten  der  Organe  der
Brusthöhle,  und  7  oder  4,4  ° 0  (!)  an  Chron.  Entzündung  etc.
der  Lungenschleimhaut,  insgesammt  aber  70  oder  44  %  an
den  eben  genannten  Krankbeiten  zusammen.
Von  den  mit  Anlage  zu  Hämorrhoiden,  Unterleibsplethora, ­
  Var  icen  und  Varicocele  Behafteten  (Ah  und
74  Combinationen),  deren  unsere  Tabelle  die  grosse  Zahl  von
1990  Gestorbenen  aufweiset,  starben  286  oder  14,4  %  an
Gehirn-Schlagfluss,  323  oder  16,2  %  an  »Sonstigen  Krankheiten«, ­
  194  oder  9,7  %,  also  erheblich  mehr  als  sonst
durchschnittlich,  an  Altersschwäche.
Mit  Al  (Habituelle  Anlage  zu  L  eheraffectionen)
und  11  Combinationen  sind  nur  80  Sterbefallkarten  bezeichnet.
Es  verdient  bemerkt  zu  werden,  dass  hiervon  5  oder  6,25  %
an  chronischen  Leberkrankheiten,  4  oder  5  °/o  an  Unterleibs-Entzündungen
  starben.
Vermuthlich  mit  Anlage  zu  Gicht  behaftet  (Ag  und  27
Combinationen)  waren  257  der  Gestorbenen.  Hiervon  sind
20  oder  7,8  °/o  an  chronischen  Herzkrankheiten,  43  oder
16,7  %  an  Gehirnschlagfluss,  59  oder  23  %  (!)  an  »sonstigen
Krankheiten«  und  31  oder  12  %  (!)  an  Altersschwäche  gestorben.
Anlage  zu  Rheumatismus  (Ar  und  30  Combinationen)
war  nach  den  Antragspapieren  bei  im  Ganzen  208  Verstorbenen
zu  vermuthen.  Von  diesen  starben  an  Gelenkrheumatismus
6  oder  2,9  %,  an  chronischen  Herzkrankheiten  26  oder
12,5  °/o  (!),  an  Gehirn-Schlagfluss  30  oder  14,4  %,  an  »Sonstigen ­
  Krankheiten«  38  oder  18,3  %  und  an  Altersschwäche
15  oder  7,2  °/o-Was
  die  markirten  Vorerkrankungen  anbelangt,  so
hatten  an  Scropheln  (Ks  und  24  Combinationen)  im  Ganzen
A.  Es  starben  in  dem  Zeiträume  von  Anfang  1829  bis
den  mit  folgenden  Zeichen  Charakterisirten

234  der  Gestorbenen  gelitten.  Davon  sind  an  Lungenschwindsucht ­
  46  oder  19,7  %  (  !  ,  an  chron.  Herzkrankheiten  17  oder
7,3  %,  an  »Sonstigen  Krankheiten«  38  oder  16  %  gestorben.
An  Syphilis  (Kv  und  15  Combinationen)  halten  im
Ganzen  82  gelitten.  Davon  sind  an  Lungenschwindsucht  10
oder  12  °/o  ,  an  Krebs  8  oder  10%,  an  chron.  Gehirn-  und
Rückenmarkskrankheit  5  oder  6  %,  an  »Sonstigen  Krankheiten«
13  oder  15,9%,  in  Folge  von  Selbstentleibung  5  oder  ó  %  (!)
gestorben.
An  acutem  Rheumatismus  (Ar  und  26  Combinationen)
hatten  253  der  Gestorbenen  gelitten.  Davon  sind  an  Gelenk-Rheumatismus
  15  oder  5,9  °/o  (!),  an  chronischen  Herzkrankheiten ­
  31  oder  12,25%,  an  »Sonstigen  Krankheiten«  40  oder
15,8  %  gestorben.
An  Lungenentzündung  (Kl  und  43  Combinationen)
hatten  776  der  Verstorbenen  gelitten.  Von  diesen  sind  129
oder  16,6%  an  Lungenschwindsucht,  143  oder  18,4  %  (!)  an
entzündlichen  Krankheiten  der  Organe  der  Brusthöhle,  30  oder
3,87  %  an  chron.  Entzündung  der  Lungenschleimhaut,  an  diesen
drei  Krankheits-  Klassen  zusammen  302  oder  39  %  gestorben.
Blut  spucken  (Kb  und  17  Combinationen)  ist  bei  71
Verstorbenen  bei  der  Aufnahme  constatai  worden.  Von  diesen
starben  25  oder  35,2  %  (!)  an  den  vorgenannten  drei  Krankheitsklassen ­
  zusammengenommen,  18  oder  25,35  %  allein  an
Lungenschwindsucht.
Endlich  findet  man  auf  1250  Sterbefallkarten  Wechselfieber ­
  (Kw  und  44  Combinationen)  notirt.  Hiervon  sind  112
oder  9  %  am  Typhus  gestorben  ;  im  Uebrigen  findet  sich  bei
den  mit  Kw  Bezeichnten  kaum  etwas  Bemerkenswerthes.
Im  Nachstehenden  stellen  wir  zuvörderst  die  Thatsachen,
von  welchen  hier  im  Texte  die  Rede  war,  mit  den  allgemeinen
Gewichtssätzen  der  verschiedenen  Todesursachen  in  einer  kleinen
Tabelle  A  zusammen,  und  lassen  dann  am  Schlüsse  noch  in
einer  anderen  Tabelle  (B)  einen  etwas  eingehenderen  Auszug
aus  Tab.  XIV  folgen.
Ende  1878  in  Folge  der  links  genannten  Todesursachen  von

Todesursachen

1)  Typhus
2)  Lungenschwindsucht
3)  Krebs
4)  Gelenk-Rheumatismus
5)  Geisteskrankheiten
6)  Gehirn-Entzündung
7)  Chronische  Gehirn-  und  Rückenmarkskrankheiten ­

8)  Entzündl.  Krankli.  der  Organe
der  Brusthöhle
9)  Chronische  Entzündung  der
Lungenschleimhaut
10)  2.,  8.  und  9.  zusammen  .  .  .  .
11)  Chronische  Herzkrankheiten  .  .
12)  Unterleibsentzündung
13)  Chronische  Leberkrankheiten  .  .
14)  Gehirn-Schlagfluss
15)  Sonstige  Krankheiten
10)  Selbstentleibung
1  &amp;lt;  )  Altersschwäche

7u6
I  1,63
5'^
0,91
0,3  8
0,82
4&amp;gt;15
10,39
2,16
24,98
5)81
2,13
2,56
I  2,13
Mao
1,86
7)28

Et

Ek

Eg

23,70

9,30

0,60

j8,30  j  .  24,85
I  •  I  6,60

io,00

Eh  Ec
°/o  !  °/o

Cp
O/n

34,90

I  1,30

48,0

,00  13,40  .

26

Cv  !  Cb

12,15

Ae

10,28  I  1,40  17,60

4,40
44,00

.  I

13,08

17,25

Ah

Al

Ag
°/o

Ar  I  Ks
"/o  ®/n

2,90

Kv
°/o

Kl
0»

Kb
O/n

Kw
°n

19,70  12,00
•  IO,00:

7,80;  12,50  7,30

5,00

0,23

14,40  •  l6,7

14,40

l6,20  .  23,00  l8,30  [l6,i

9,70  )  •  ¡12,001  7,20

90  I5

9,00

l6,60  25,33

18,40
j  3,87  .  I
38,98  35,20

.  !
        <pb n="30" />
        24

II.  Theil.  Statistik  der  Sterbefälle.

15.  Es  starben  von  Anfang  1829  bis  Ende  1878  aus  den  links  genannten  Todesursachen  von  mit  den  folgenden  Zeichen
charakterisirten  Versicherten  (und  Combinationen)

Todesursachen

11)
12)

Typhus
Asiatische  Cholera
Andere  Inl'ectionskrankheiten  .  .  .
Lungenschwindsucht
Krebs
Gelenk-Rheumatismus
Diabetes  ..  .  .......
Geisteskrankheiten
Gehirn-Entzündung
Chronische  Gehirn-  und  Rückenmarkskrankheiten ­

Entzündliche  Krankheiten  der  Organe
der  Brusthöhle
Chron.  Entzünd.  (Katarrh)  d.  Lungenschleimh.,
  Emphysem  etc
Chronische  Herzkrankheiten  .  .  .  .
Unterleibsentzündung  (excl.  Puerperalfieber) ­

Chronische  Leberkrankheiten  .  .  .
Bright’sche  Krankheit
Aeussere  Schäden  und  Geschwüre  .
Gehirn-Schlagfiuss
Lungen-Schlagtiuss
Sonstige  Krankheiten
Selbstmord
Verunglückung
Altersschwäche

I‘

O

11

n

I  •  I
Gsr  Et  Ek  |  Eg  Eh  Ec  !  Cp  Ca  Cv  Cb  Ae  i  Ah  Al  Ag  Ar  i  Ks  Kv  |  Kr  |  Kl  Kb  Kw

751

72

15

1961  34  37
47  12  8
94I  19  22

13

13

35

Summa  18151  1946!  334  334  140  97  327

27

72

28

17

13

86

I 95

19

5
382  io716321159  j  1990  80  ¡257}  208  !  2341  82  [253]  776  71  1250

13
18

14

15

27  143  5

53

131

VI.  Kapitel.
Der  Einfluss  der  Jahreszeit  auf  die  Todesursachen.
Wenn  auch  die  Frage,  in  welcher  Jahreszeit  regelmäsig
die  meisten  Sterbefälle  überhaupt  zu  regeln  sind,  für  eine  grosse
Lebensversicherungs-Anstalt  mit  Rücksicht  auf  gewisse  finanzielle
und  sonstige  geschäftliche  Dispositionen  einige  praktische  Bedeutung ­
  beanspruchen  darf,  so  ist  doch  die  andere  Frage,  in
welchen  Jahreszeiten  die  verschiedenen  Todesursachen  sich
mehr  oder  minder  wirksam  zeigen,  kaum  von  praktischem
Interesse.  Mit  Rücksicht  darauf  aber,  dass  der  Einfluss  der
Jahreszeiten  auf  die  Todesursachen  sicher  vom  allgemeinen
biologischen  Standpunkte  aus  Beachtung  verdient,  und  die  Erhebungen ­
  der  Gothaer  Bank  auch  in  dieser  Hinsicht  gut  gesichtetes ­
  und  verhältnissmäsig  reichhaltiges  Material  darbieten,
glaubte  man,  auch  auf  Veröffentlichung  einer  diesen  Gegenstand ­
  behandelnden  Tabelle  —  Tab.  XV  —  nicht  verzichten
zu  sollen.
Zunächst  geht  aus  dieser  Tabelle  hervor,  dass  in  dem
ganzen  fünfzigjährigen  Zeiträume  die  beobachteten  22017  Sterbefälle ­
  auf  die  12  Monate  des  Jahres  sich  folgend  er  m  aasen  vertheilen ­
  :
Es  kommen
auf  den  März  2075  oder  9,43  %  aller  Sterbefälle

Mai
April
Januar
Decbr.

2031
2OO4
I911
1898

9,23  »
9,10  »
8,68  »
8,62  »
8,26  »
8,20  »

auf  den  Juni  1724  oder  7,83  °/o  aller  Sterbefälle
»  »  Septbr.  1722  »  7,82  »  »  »
»  »  Juli  1720  »  7,81  »  »  »
»  »  October  1684  »  7,65  »  »  »
»  »  August  1620  »  7,36  »  »  »
Es  kommen  also  auf  die  7  Monate  vom  Anfang  November
bis  Ende  Mai  61,53  und  auf  die  5  Monate  vom  Anfang  Juni
bis  Ende  October  nur  38,47  %  aller  Sterbefälle.  Die  sechs
zusammenhängenden  Monate  von  Anfang  December  bis  Ende
Mai  zeigen  eine  um  6,64  %  grössere  Sterblichkeit,  als  die  sechs
Monate  vom  Anfang  Juni  bis  Ende  November.
Die  vier  Kalenderquartale  ran  giren  hinsichtlich  der  Sterblichkeit ­
  folgendermaasen  :
1)  III.  Quartal  mit  22,99  %•
2)  IV.  »  »  24,47  »
3)  II.  »  »  26,16  »
4)  1.  »  »  26,37  »
Rechnet  man,  wie  wohl  für  die  meisten  Theile  von  Deutschland ­
  richtig,  mit  Rücksicht  auf  die  Einflüsse  der  herrschenden
Temperatur  und  Witterung,  den  Winter  zu  3V2  Monaten,  von
Mitte  November  bis  Ende  Februar,  den  Frühling  zu  3  Monaten,
von  Anfang  März  bis  Ende  Mai,  den  Sommer  zu  3  Monaten,
von  Anfang  Juni  bis  Ende  August,  und  den  Herbst  zu  2V2
Monaten,  von  Anfang  September  bis  Mitte  November,  so
kommen
auf  den
Frühling  27,76  oder  pr.  Woche  2,14%  aller  Sterbefälle
Winter  29,66  »  »  »  1,98  »  »  »
Herbst  19,57  »  »  »  1,78  »  »  »
Sommer  23,00  »  »  •  »  1,77  »  »  »

Februar  1819
Novbr.  1806
        <pb n="31" />
        II.  Theil.  Statistik  der  Sterbeialle.

25

Die  Vertheil  un  g  der  Sterbefälle  auf  die  einzelnen  Monate  ist  in  den  fünf  Jahrzehnten  nicht  durchweg  und  nicht
consequent  dieselbe,  wie  in  dem  ganzen  fünfzigjährigen  Zeitraum.  Es  rangiren  die  Monate  hinsichtlich  der  Sterblichkeit
folgendermaasen  :

im  I.  Jahrzehnt.
Monate  mit  %  aller  Fälle.
Mai  mit  10,70  °/o.

März  »
Octbr.  »
Novbr.  »
F  ehr.  »
Juni  »
Septbr.  »
Juli  »
Januar  »
April  »
Aug.  »
Decbr.  »

10,10  »
8,Q2»
8,77»
8,62  »
8,62  »
8,32»
7,88»
7,13»
6,98  »
6,98»
6,98»

im  2.  Jahrzehnt.
Monate  mit  °/ 0  aller  Fälle.
März  mit  10,40%.

im  3.  Jahrzehnt.  im  4.  Jahrzehnt.  im  5.  Jahrzehnt.
Monate  mit  %  aller  Fälle.  Monate  mit  %  aller  Fälle.  Monate  mit  %  aller  Fälle.

Novbr.
Decbr.  »
April  »
Mai  »
F  ebr.  »
Septbr.  »
Januar  »
Octbr.  »
Juli  »
Juni  »
Aug.  »

9,74»
9,56»
8,81  »
8,57»
8,15»
8,15»
7,87»
7,68»
7,49»
6,89  »
6,65  »

Mai
April
März
Septbr.
Decbr.
Januar
Juli
Juni
Aug.
Febr.
Octbr.
Novbr.

mit  9,69  %.
»  9,16  »
8,83»
8,53»
8,33»
8,23»
8,21»
8,16  »
8,08»
8,05  »
7,58»
7,12»

Mai
März
Januar
Decbr.
April
Febr.
Septbr.
Novbr.
Juli
Octbr.
'Aug.
Juni

mit  9,47  %.
»  9,39»
»  8,94  »
»  8,92»
»  8,59  »
»  8,40  »
»  8,19  »
»  8,12»
7,85»
7,64»
7,47»
7,02»

April
März
Januar
Mai
Decbr.
Juni
Novbr.
Febr.
Juli
Octbr.
Aug.
Septbr.

mit  9,63
»  9,43
»  9,01

8,91»
8,45»
8,38»
8,32»
8,26  »
7,68»
7,59»
7,16»
7,16»

Vergleichen  wir  die  Mortalität  nach  Jahreszeiten  im  ganzen  fünfzigjährigen  Zeiträume  mit  derjenigen  der  einzelnen  fünf
Jahrzehnte,  so  ergiebt  sich  Folgendes:

Es  kamen
im  ganzen  fünfzig-  im  1.  Jahrzehnt  im  II.  Jahrzehnt  im  III.  Jahrzehnt  im  IV.  Jahrzehnt  im  V.  Jahrzehnt
jährigen  Zeitraum.
0  0  aller  Sterbefälle  des  betreffenden  Zeitraums

auf  den
Winter
Frühling
Sommer
Herbst

überhaupt  pr.  Woche  überhaupt  pr.  Woche  überhaupt  pr.  Woche  überhaupt  pr.  Woche  überhaupt  pr.  Woche  überhaupt  pr.  Woche

29,66
27,76
23,00
19,57

1,98
2,14
077
1,78

27,12
27,78
23,48
21,62

I,8l
2,14
I,8l
D97

30,45
27,78
21,03
20,70

2,03
2,14
1,62
1,88

28,17
27,68
24,45
19,67

1,88
2,13
1,88
079

30,32
27,45
22,34
19,89

2,02
2,11
1,72
1,81

29,88
27,97
23,22
18,91

099
2,15
i,79
1,72

Uebereinstimmung  herrscht  hier  nur  insofern,  als  die
Wochensterblichkeit  im  Ganzen  wie  in  den  einzelnen  Jahrzehnten
stets  im  Frühling  die  stärkste  war.  Den  nächsten  Rang
nehmen  wenigstens  im  Ganzen  und  in  drei  Jahrzehnten  die
Winterwochen  ein.  Den  dritten  Rang  haben  im  Ganzen  und
in  drei  Jahrzehnten  die  Herbstwochen  ;  den  vierten  im  Ganzen
und  in  zwei  Jahrzehnten  die  Sommerwochen.
Man  wird  mit  einiger  Sicherheit  annehmen  können,  dass
in  grösseren  Zeiträumen  auch  künftig  der  Frühling  —  nach
der  hier  unterstellten  Annahme  also  die  Zeit  von  Anfang  März
bis  Ende  Mai  —  die  stärkste,  der  Winter  —  Mitte  November
bis  Ende  Februar  —  die  nächststärkste  Wochensterblichkeit
aufzuweisen  haben  werde.  Auf  den  Sterblichkeitsrang  der  beiden
anderen  Jahreszeiten  wird  immer  der  Umstand  von  Einfluss
sein,  ob  die  besonders  verheerenden  Sommer-Epidemien  —
Cholera,  Ruhr  u.  s.  w.  —  wohl  in  ursächlichem  Zusammenhänge ­
  mit  der  herrschenden  Witterung,  insbesondere  Temperatur, ­
  früher  oder  später  im  Jahre  auftreten.
Unsere  Tabelle  zeigt,  waagerecht  gelesen,  wie  sich  die
sämmtlichen  je  durch  eine  Todesursache  hervorgerufenen  Sterbefälle ­
  über  die  verschiedenen  Jahreszeiten  vertheilen,  senkrecht
gelesen,  wie  sich  die  sämmtlichen  Sterbefälle  je  einer  Jahreszeit ­
  nach  den  verschiedenen  Todesursachen  rubriciren.
Die  Gruppen  1  —  3  (Typhus,  asiat.  Cholera,  andere
Infectionskrankheiten)  treten  am  verheerendsten  im  Herbst,  am
wenigsten  verheerend  im  Frühjahr  auf.  Von  allen  Sterbefällen
dieser  Gesammtklasse  kommen  in  dem  fünfzigjährigen  Zeiträume ­
  von  1829—1878  je  auf
eine  Herbstwoche  2,32  %•
»  Winterwoche  1,95  »
»  Sommerwoche  1,76  »
»  Frühlingswoche  1,71  »

Gerade  umgekehrt  ist  das  Verhältniss  bei  den  chronischen  und
acuten  Lungenkrankheiten  (Klasse  4,  11  u.  12).  Von  den
sämmtlichen  Sterbefällen  dieser  Klassen  kommen  auf
eine  Frühlingswoche  2,48  %.
»  Winterwoche  2,09  »
»  Sommerwoche  1,54  »
»  Herbstwoche  1,48  »
Auch  Gehirn-Entzündungen  sind  im  Frühling  am  meisten,
im  Herbst  am  wenigsten  verheerend;  ebenso  chron.  Gehirnund
  Rückenmarkskrankheiten;  bei  chron.  Herzkrankheiten  tritt
der  Winter  an  die  Stelle  des  Herbstes.  Unterleibsentzündungen
ergeben  im  Sommer  die  grösste,  im  Herbst  die  kleinste  Zahl
von  Sterbefällen;  Gehirnschlagfluss  im  Frühling  die  grösste,  im
Sommer  die  kleinste;  Selbstentleibung  im  Frühling  die  grösste,
im  Herbst  die  kleinste  u.  s.  w.  Die  nachstehende  kleine  Tabelle ­
  enthält  derartige  Nachweise  für  alle  Klassen  von  Todesursachen. ­

(Die  betreffende  Tabelle  siehe  Seite  26.)
Auf  die  Frage  dagegen,  welchen  Rang  untereinander  in
jeder  der  vier  Jahreszeiten,  hingesehen  auf  die  Zahl  der  Sterbefälle, ­
  die  verschiedenen  Todesursachen  einnehmen,  giebt  die  nachstehende, ­
  ebenfalls  auf  der  Basis  der  Tab.  XIV  bearbeitete  Uebersichtstabelle
  Auskunft.  Hieraus  ersieht  man  beispielsweise,  dass
unter  sämmtlichen  Sterbefällen  des  Winters  diejenigen,  welche
von  entzündlichen  Krankheiten  der  Organe  der  Brusthöhle  herrühren, ­
  den  zweiten  Rang  einnehmen,  dass  dieselben  im  Frühling ­
  zum  ersten  Rang  heraufrücken,  im  Sommer  zum  viertel)
und  im  Herbst  zum  fünften  Rang  herabsinken.  Altersschwäche
finden  wir  im  Winter  und  Herbst  auf  dem  sechsten,  im  Frühling ­
  und  Sommer  auf  dem  fünften  Rang;  Lungenschwindsucht
im  Winter  auf  dem  vierten,  in  den  anderen  Jahreszeiten  immer
auf  dem  dritten  Range  u.  s.  w.
(Die  betreffende  Tabelle  siehe  Seite  27.)
        <pb n="32" />
        26

II.  T  lie  il.  Statistik  der  Sterbefalle.

Todesursachen

Winter
(15  Wochen)
°;o
im  Ganzen
pro  Woche

Friihüntj
(13  Wochen)
%
im  Ganzen
pro  Woche

Sommer
(13  Wochen)
°/o
im  Ganzen
pro  Woche

Herbst
(11  Wochen)
°/o
im  Ganzen
pro  Woche

U-14.

iS
16.
i7-18.

19.
20.
21.
22.
2 3

Typhus
Asiatische  Cholera
Andere  Infectionskrankheiten
Lungenschwindsucht
Krebs
Gelenk-Rheumatismus
Diabetes
Geisteskrankheiten
Gehirn-Entzündung
Chronische  Gehirn-  und  Rückenmarkskrankheit
Entzündliche  Krankheiten  der  Organe  der
Brusthöhle
Chronische  Entzündung  (Katarrh)  der  Lungenschleimhaut, ­
  Emphysem  etc
Chronische  Herzkrankheiten
Unterleibsentzündung  (excl.  Puerperalfieber)
Chronische  Leberkrankheiten
Bright’sche  Krankheit
Aeussere  Schäden  und  Geschwüre
Gehirn-Schlagfluss
Lungenschlagfluss
Sonstige  Krankheiten
Selbstmord
Verunglückung
Altersschwäche

2,20
0,49
2,03
1,94
1,79
2,18
1,86
2,09
2,09
1,91
2,26

,96

1,96
2,37
1,89
1,70
2,16
2,08

1,92
0,16
1.92
2.36
1.93
2.37
2,81
2,82
2,31
2.15
2,68
2,20
2,17
1.94
1.90
1.91
2,26
2,02
2,50
2,00
2,29
1,66
2.16

1,53
2.83
1.83
1,76
2,18
ï,7  2
1,32
1,20
1,71
1,86
1,28
1,65
1,86
2,02
1,91
1,73
2.10
Ls*
1.10
1,99
2,03
1,78
1,65

2,02
4.89
1.89
1,57
ï,77
1 ,31
1,66
2,08
1,49
1.75
1,33
1,68
1,89
1,82
2,13
2,03
1,26
1,85
1,61
&amp;gt;,80
1,61
2,08
1.76

Summa

1,98

2,14

1,77

1,78

VII.  Kapitel.
Das  Alter  der  Gestorbenen  und  die  Todesursachen.
Die  Daten  der  Tabelle  XVI,  insoweit  sie  sich  nicht  auf
das  Verhältnis  zwischen  Todesalter  und  Todesursache  beziehen,
gewinnen  wesentliche  Bedeutung  erst  für  den  letzten  Theil
dieser  Abhandlung.  An  sich  ist  es  kaum  von  erheblichem
Werthe,  zu  wissen,  wie  viele  von  den  22017  Gestorbenen  bei’m
Tode  im  16.,  20.,  25.  u.  s.  w.  Lebensjahre  standen.  Es  soll
daher  auch  an  dieser  Stelle  nur  darauf  hingewiesen  werden,
dass  von  den  76  überhaupt  in  Betracht  kommenden  Lebensjahren ­
  nur  vier,  nämlich  das  15.,  das  17.,  das  18.  und  das
19.,  keine  Sterbefälle  aufzuweisen  haben,  und  dass  sich
die  sämmtlichen  Sterbefälle  auf  die  72  übrigen  Lebensjahre
(Alter  bei’m  Tode)  in  absteigender  Reihenfolge  folgendermaasen
vertheilen  :
Es  starben  :
°,o  aller  im  Alter
Fälle  von  Jahren  |
2,53  ZG
2,42  53
2,40  71
2,36  52
2,32  54
2,3i  55
2,25  50
2,23  72
2,08  73
2,01  48
1,98  51
i,97  74
1,90  75

Personen
662
641
636
631
63O
62O
616
613
6l  I
607
583
574
573

®  0  aller
Fälle
3,oi
2,91
2,89
2,87
2,86
2,82
2,80
2,78
2,78
2,76
2,65
2,61
2,60

im  Alter
von  Jahren
66
65
59
62
61
63  u.  67
60
58
68
64
57
69
56

Personen
558
533
528
520
511
509
496
492
458
442
437
434
418

Personen
409
408
403
356
334
331
326
313
291
277
269
253
246
242
218
195
193
175
156
152.

,0  aller
Fälle
1,86
1,85
1,83
1,62
1,52
1,50
1,48
1,42
1,32
1,26
1,22
M5
1,12
1,10
0,99
0,89
0,88
0,80
0,71
0,69

im  Alter
von  Jahren
49
47
46
45
43
76
44
42U.77
41
78
40
37
39
38
79
80
81
36
34
35

Personen
I39
127
113
lOO
76
74
62
57
45
38
28
25
23
15
12
11
8
5
2
i

0  aller
Fälle
0,63
0,58
0,51
0,45
o,35
0,34
0,28
0,26
0,20
0,17
0,13
0,11
0,10
0,07
0,05
0,0;
0,04
0,02
0,01
0,00

83
84

im  Alter
von  Jahren
33
82  u.
32
31  u.
30
85
29
86
28
87
88
26
27
89  u.
24
90
23
22
20
16  u.  21.

25

Werthvoller  dagegen  ist  die  Betrachtung,  in  welchen
Lebensaltern  die  verschiedenen  Todesursachen  besonders ­
  wirksam  werden,  wenn  auch  selbstverständlich
der  Mangel  der  Zahlen  der  in  den  betreffenden
Lebensaltern  gleichzeitig  versichert  Gewesenen
auch  hier  exacte  Schlüsse  unmöglich  macht.  Um  jenen  wenigstens ­
  relativen  Werth  deutlicher  nachzuweisen,  als  er  aus
der  grossen  Tabelle  (XVI)  erhellt,  wollen  wir  hier  für  diejenigen ­
  Todesursachen,  resp.  Gruppen  von  Todesursachen,
welche  entweder  rücksichtlieh  der  Zahl,  oder  aus  anderen
        <pb n="33" />
        4

II.  Theil.  Statistik  der  Sterbefälle.

27

Winter
Reihenfolge  der  Todesursachen
hingesehen  auf  die  Sterblichkeit
pro  Woche.
Procent
!&amp;gt;r
Woche  ‘)
1.  „Sonstige  Krankh.“  mit  3,15
2.  Entzündl.  Krankh.
der  Organe  der
Brusthöhle.  ...  »  2,90
3.  Gehirn-Schlagfluss  »  2,81
4.  Lungenschwinds.  »  2,66
5.  Typhus  »  1,8  6
6.  Altersschwäche  .  »  1,7g
7.  Organ.Herzkrankheiten
  »  1,22
8.  Krebs  »  1,06
9.  Chron.  Gehirn-  u.
Rückenmarkskrankheit ­
  ....  »  0,94
10.  „Andere  Infectionskrankheiten"
  .  .  »  0,69
11.  Lungenschlagfluss  »  0,53
12.  Chron.  Entzündung ­
  derLungenschleimhaut.
  .  .  »  0,61
13.  Chron.  Leberkrankheiten. ­
  .  .  »  0,54
14.  Unterleibsentzündung ­
  »  0,48
15.  Selbstmord  ...  »  0,37
16.  Verunglückung.  .  »  0,35
17.  Bright’scheKrankheit
  »  0,32
18.  Aeussere  Schäden
u.  Geschwüre  .  »  0,26
19.  Gelenk  -  Rheumatismus ­
  »  0,23
20.  Gehirnentzündung  »  0,20
21.  Diabetes  »  0,09
22.  Geisteskrankheiten  »  0,09
23.  Asiatische  Cholera  »  o,os

*)  0  0  aller  Sterbefälle  der  betr.
15  Wochen  von  Mitte  Novbr.  bis
Ende  Februar.

Frühling
Reihenfolge  der  Todesursachen
hingesehen  auf  die  Sterblichkeit
pro  Woche.
Procent
pr.
W  oche  *)
1.  Entzünd!.  Krankh.
der  Organe  der
Brusthöhle  .  .  .  mit  3,15
2.  „SonstigeKrankh."  »  3,04
3.  Lungenschwinds.  ¡&amp;gt;  2,97
4.  Gehirn-Schlagfluss  »  2,64
5.  Altersschwäche  .  »  1,70
6.  Typhus  »  1,48
7.  Chron.Herzkrankheiten ­
  »  1,36
8.  Krebs  »  i,06
9.  Chron.  Gehirn-  u.
Rückenmarks-Krankheit
  ....  »  0,96
10.  Lungenschlagfluss  »  0,61
11.  „Andere  Infectionskrankheiten“
  .  .  »  0,59
12.  Chron.  Entzündung ­
  derLungenschleimhaut.
  .  .  »  0,5  s
13.  Chron.  Leberkrankheiten ­
  ...  »  0,53
14.  Selbstmord  ...  »  0,46
15.  Unterleibsentzündung ­
  »  0,45
16.  Bright’scheKrankheit
  »  0,28
17.  Aeussere  Schäden
u.  Geschwüre  .  »  0,27
18.  Verunglückung  .  »  0,25
19.  Gelenk  -  Rheumatismus ­
  »  0,23
20.  Gehirnentzündung  »  0,20
21.  Diabetes  »  0,13
22.  Geisteskrankheiten  »  0,09
23.  Asiatische  Cholera  »  0,02

*)  °  o  aller  Sterbefälle  der  betr.
13  Wochen  von  Anfang  März  bis
Ende  Mai.

Sommer
Reihenfolge  der  Todesursachen
hingesehen  auf  die  Sterblichkeit
pro  Woche.
Procent
pr.
Woche  *)
1.  „Sonstige  Krankheiten" ­
  mit  3,66
2.  Gehirn-Schlagfluss  »  2,92
3.  Lungenschwinds.  »  2,67
4.  Entzündl.  Krankh.
der  Organe  der
Brusthöhle  ...  »  l,si
5.  Altersschwäche  .  »  1,56
6.  Typhus  »  1,43
7.  Krebs  »  1,43
8.  Chron.  Herzkrankheiten ­
  »  i,4i  1
9.  Chron.  Gehirn-  u.
Rückenmarkskrankheit ­
  ....  »  1,01  I
10.  „Anderelnfectionskrankheiten"
  .  .  »  0,69
11.  Chron.  Leberkrankheiten. ­
  .  .  »  0,6  4
12.  Unterleibsentzündung ­
  »  0,56
13.  Chron.  Entzündung ­
  der  Lungenschleimhaut ­
  ...  »  0,53
14.  Asiatische  Cholera  »  0,50
15.  Selbstmord.  ...  »  0,49
16.  Lungenschlagfluss  »  0,33
17.  Verunglückung.  .  »  0,32
18.  Bright’scheKrankheit
  »  O,3o  1
19.  Aeussere  Schäden
und  Geschwüre  »  0,30
20.  Gelenk  -  Rheumatismus ­
  »  0,20
21.  Gehirnentzündung  »  0,18
22.  Diabetes  »  0,07
23.  Geisteskrankheiten  »  o,oe
*)  0  0  aller  Sterbefälle  der  betr.  :
13  Wochen  von  Anfang  Juni  bis  j
Ende  August.

Herbst
Reihenfolge  der  Todesursachen
hingesehen  auf  die  Sterblichkeit
pro  Woche.
Procent
pr.
W  ocho  ’)
1.  »Sonstige  Krankheiten« ­
  mit  3,24
2.  Gehirn-Schlagfluss  »  2,88
3.  Lungenschwinds.  »  2,33
4.  Typhus  »  1,85
5.  Entzündl.  Krankh.
der  Organe  der
Brusthöhle  ...  »  1,84
6.  Altersschwäche  .  »  1,6  4
7.  Chron.Herzkrankheiten ­
  »  1,41
8.  Krebs  »  1,14
9.  Chron.  Gehirn-  u.
Rückenmarkskrankheit ­
  ....  »  0,93
10.  Asiatische  Cholera  »  0,@3
11.  Chron.  Leberkrankheiten ­
  ...  »  0,70
12.  „Andere  Infectionskrankheiten"
  .  .  »  0,69
13.  Chron.Entzündung
der  Lungenschleimhaut. ­
  .  .  »  0,53
14.  Unterleibsentzündung ­
  »  0,49
15.  Lungenschlagfluss  »  0,46
16.  Selbstmord  ...  »  0,38
17.  Verunglückung  .  »  0,37
18.  Bright’sche  Krankheit ­
  »  0,35
19.  Aeussere  Schäden
und  Geschwüre.  »  0,is
20.  Gelenk  -  Rheumatismus ­
  »  0,15
21.  Gehirnentzündung  »  0,15
22.  Geisteskrankheiten  »  0,10
23.  Diabetes  »  0,09
*)  0  0  aller  Sterbefälle  der  betr.
11  Wochen  von  Anfang  September
bis  Mitte  November.

Gründen  stark  ins  Gewicht  fallen,  eine  nach  fünfjährigen
Todesalters-Gruppen  geordnete  kleinere  Uebersichts-Tabelle
folgen  lassen.
(Die  betreffende  Tabelle  siehe  Seite  28.)
Der  Typhus  hält  seine  reichste  Ernte  unter  den  56-  60-Jährigen
  ;  mehr  als  IO  %  aller  Typhus-Sterbefälle  kommen
aber  in  den  sechs  Altersgruppen  zwischen  dem  36.  und  65.
Lebensjahre  vor.
Die  Lungenschwindsucht  zeigt  in  denselben  Altersgruppen ­
  ihre  verheerendste  Wirkung;  aber  der  höchste  Procentsatz ­
  der  Sterbefälle  trifft  auf  eine  wesentlich  jüngere  Gruppe
als  beim  Typhus,  nämlich  auf  die  Altersklasse  46—50.
Das  Maximum  der  Sterbefälle  in  Folge  von  Krebs  finden
wir  bei  der  Altersklasse  61—65  und  über  10%  aller  Fälle
treffen  auf  die  fünf  Gruppen  zwischen  51  und  75,  was  wohl
zum  Theil  mit  darauf  zurückzuführen  ist,  dass  der  Krebs  im
Allgemeinen  bei  Frauen  häufiger  auftritt,  als  hei  Männern,

bei  der  Gothaer  Bank  aber  die  versicherten  Frauen  durchschnittlich ­
  in  einem  viel  höheren  Aller  eintraten,  als  die
Männer.
Gelenk-Rheumatismus  zeigt  sich  als  Todesursache
in  vier  jüngeren  Gruppen  (zwischen  36  und  55)  besonders
wirksam.  Das  Maximum  der  Mortalität  zeigt  sich  bei  der
Gruppe  46—50.
Die  Sterbefälle  an  Diabetes  sind  an  sich  wenig  zahlreich. ­
  23,66  °'o  der  geringen  Gesammtzahl  dieser  Sterbefälle
kommen  auf  die  Altersgruppe  56—60;  aber  auch  die  nächste
Gruppe  (61—65)  ist  noch  verhältnissmässig  stark  heim  gesucht
(17,20  %).
Mehr  als  10  ° 0  aller  Sterbefälle  an  chronischen  Gehirn- ­
  und  Rückenmarks-Krankheiten  treffen  auf  die
fünf  Altersgruppen  zwischen  46  und  70,  das  Maximum  mit
17,40  °o  auf  die  Gruppe  61—65.
        <pb n="34" />
        28

II.  The  il.  Statistik  der  Sterbeßüle.

Im  Alter
von
Jahren

Typhus

Lungenschwindsucht ­


llll

Krebs

Gelenk-Rheumatismus


Diabetes

gis

Chronische  Entzündl.
Gehirn-  u.  Krankh.  der
Rückenm.-  Organe  der
Krankheiten  Brusthöhle

iS  —
21  —
26  —
31  —
36  —
4 1  —
46  —
51  —
56  -
61  —
66  —
71  —
76  —
81  —

20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
70
75
80
85

86  —  90

5
46
98
167
181
200
199
239
178
140
74
32
13
3

0,06
0,32
2,92
6,22
10,60
I  1,48
12.69
12.63
15,17
I  1,29
8,88
4,70
2,03
0,82
0,19

88
SIS
3°8
388
401
347
303
272
155
49
9
5

O.04
0,74
3,"
8,40
12,03
15,16
15,66
13,53
I  1,84
10,63
6,05
1,91
0,35
0,20

12
31
57
108
140
191
210
189
116
42
14

1,08
2,79
5,14
9,73
12.61
17,21
18,92
17,03
10,45
3,78
1,26

4
I9
29
27
37
24
17
16
18
4
3
3

1,99
9.45
14.43
13.43
18,41
11,94
8.46
7.96
8.96
ï,99
1,49
1,49

5
10
11
6
H
22
16

5,38
10,75
I  I  .83
6,45
15,05
23,66
17,20
3,23
5,38
1,07

4
23
47
81
93
121
131
159
143
75
26
9
2

0,44
2.52
5-14
8.83
10.17
13,24
14,33
17,40
15-85
8,21
2.84
0.98
0,22

3
l8
55
103
148
229
272
3:8
363
385
284
155
53
10

O«04
0,13
0,75
2.29
4.30
6,17
9,55
1  1,35
13,27
I514
I6.O6
H,85
6,47
2,21
0,42

Summa  1576

2560

93

914

2397

Im  Alter
von
Jahren

Chron.  Entzündung ­
  d.  Lungenschleimhaut ­
  etc.

13.
Chron.  Herzkrankheiten ­


Chron.  Leberkrankheiten ­


Bright’sche
Krankheit

m

Gehirn-Schlagfluss


Ml

21.

Selbstmord

23-Alters
 ­


15  —  20
21  —  25
26  —  30
31  —  35
36  —  40
4 1  —  45
46  —  50
51  —  55
56  —  60
61  —  65
66  —  70
71  —  75
76  —  80
81  —  85
86  —  90

6
14
4
38
41
52
105
120
9 1
51
18
2

1,11
2,58
O.74
7,01
7,57
9-59
19,37
22,14
16.79
9,41
3-32
0,37

I
4
12
31
62
109
162
209
243
239
140
53
11
3

0,08
0,31
O.94
2,42
4,85
8,52
12,67
l6,34
I9,00
1  8,6  9
10,95
4-14
0,86
0,23

6
17
42
SO
93
87
108
88
46
19
5
2

1,07
3-02
7,46
8,88
l6,52
15,45
19,18
15-63
8.17
3,37
0,89
0,36

1
2
9
18
29
31
42
56
38
20
9

0,33
0,67
3,02
6,04
973
10.41
H-IO
l8,79
I4.43
12,75
6,71
3,02

2
7
21
62
106
205
283
456
443
465
368
176
65

0,07
0,26
0,79
2,32
3,»7
7-67
10,60
1  7-07
16,59
17,41
13,78
6,59
2,43
0,45

2
IO
22
47
49
65
76
60
45
21
9
4

0,49
2.44
5,37
1  1,46
I  1-95
15-85
l8,54
14,03
10,98
5,12
2,19
0,98

4
52
207
446
47I
323
98

0,06
O.06
0,25
3-25
12.91
27,82
2Ç.38
20,15
6.12

Summa

542

1279

563

298

2671

410

1603

Entzündliche  Krankheiten  der  Organe  der  Brusthöhle ­
  halten  ihre  reichste  Ernte  in  den  fünf  Altersgruppen
zwischen  51  und  75,  chronische  Entzündungen  (Katarrhe) ­
  der  Lungenschleimhaut  und  Emphysem  in
den  drei  Gruppen  zwischen  61  und  75.  Das  Maximum  mit
16,06  und  bezw.  22,14  °/o  trifft  bei  beiden  auf  die  Altersgruppe ­
  66—70.
Chronische  Herzkrankheiten  sind  ebenfalls  in  den
Gruppen  zwischen  51  und  75  am  verheerendsten,  das  Maximum
trifft  aber  auf  die  Gruppe  61—65.
ln  dieser  Gruppe  liegt  auch  das  Maximum  der  Sterblichkeit ­
  an  chronischen  Leberkrank  beiten  (19,18  %  ),

welche  übrigens  die  vier  Gruppen  zwischen  51  und  70  mit  je
mehr  als  10  %  der  Sterbefälle  treffen.
Bei  der  Bright’schen  Krankheit  fällt  wie  bei  Diabetes
das  Maximum  der  Sterblichkeit  (18,79  °/ 0 )  auf  die  Gruppe
56—60  ;  in  den  fünf  Gruppen  zwischen  46  und  70  übersteigt
die  Sterblichkeit  je  10  %.
Gehirn-Schlag  fluss  zeigt  sich,  wie  schon  anderwärts
(  s.  oben  Kapitel  III.  )  erwähnt,  als  Todesursache  besonders
häufig  in  höheren  Altersklassen;  das  Maximum  der  Sterbefälle
trifft  mit  17,41  %  auf  die  Gruppe  66—70  ;  über  10  %  der
Sterbefälle  an  Gehirn  -  Schlagfluss  weisen  die  fünf  Gruppen
zwischen  51  und  7  5  auf.
        <pb n="35" />
        II.  Tlieil.  Statistik  der  Sterbefalle.

29

Selb  stentlei  bung  tritt  diesseits  des  36.  und  jenseits
des  65.  Jahres  nur  mit  geringem  Gewicht,  mit  mehr  als  10  °/o
in  den  6  Gruppen  zwischen  36  und  65,  mit  dem  Maximalgewicht ­
  (18,54%)  in  der  Gruppe  51  —  55  auf.
Bei  Altersschwäche  endlich  treffen  die  meisten  Sterbefälle ­
  (29,38%)  auf  die  Gruppe  76—80;  mehr  als  10  %  auf
die  vier  Gruppen  zwischen  66  und  85.  90,26%  aller  dieser
Sterbefälle  treffen  66  —  85-Jährige.  (Vergl.  auch  oben  Kapitel ­
  III.)

VIII.  Kapitel.
Die  Dauer  der  Versicherungen  der  Gestorbenen
und  die  Todesursachen.
Wenn  es  wahr  ist,  dass  die  Morbidität  und  Mortalität
solcher  Personen,  welche  auf  Grund  sorgfältiger  physikalischer
Untersuchung  und  gewissenhafter  Ermittelung  ihrer  gesundheitlichen ­
  Vergangenheit  für  gesund  und  für  aufnehmbar  in
einen  Lebensversicherungsverein  erklärt  worden  sind  (selected
lives),  sich  nur  etwa  5  Jahre  lang,  von  der  Untersuchung  an
gerechnet,  von  der  Morbidität  und  Mortalität  anderer  gleichalteriger,
  nicht  mit  einer  sichtbaren  Krankheitsanlage  behafteter
und  im  Allgemeinen  für  gesund  geltender  Personen  unterscheidet, ­
  so  hat  die  Tabelle  XVII  praktischen  Werth,  wenigstens
im  Zusammenhang  mit  anderen  Thatsachen,  eigentlich  nur  in
den  ersten  fünf  Jahr  es-Spalten.
Da  aber  jene  Annahme  nicht  nur  auf  die  Empfänglichkeit
für  und  die  Sterblichkeit  an  Krankheiten,  deren  Verlauf  vom
ersten  Keime  an  bis  zum  tödtlichen  Ausgange  sich  über
mehrere  Jahre  zu  erstrecken  pflegt,  sondern  auch  auf  solche
Krankheiten,  welche  plötzlich  auftreten  und  rasch  verlaufen,
deren  Ausgang  aber  je  nach  der  Widerstandsfähigkeit  der
Constitution  ein  sehr  verschiedener  ist,  sich  beziehen  soll,  so
verdient  mit  Rücksicht  auf  jene  Annahme  die  ganze  bunte
Reihe  der  Todesursachen,  insoweit  dieselben  in  Krankheiten
bestehen,  wenigstens  für  die  ersten  fünf  Jahres-Spalten,  volle
Beachtung.
Bei  einer  sorgfältigen  Prüfung  der  Tabelle  XVII  wird  es
indessen  gerechtfertigt  erscheinen,  dass  dieselbe  nicht  mit  der
fünften  Jahrestspalte  abschliesst,  sondern  fortgeführt  ist  bis  zu
der  die  längste  beobachtete  Versicherungsdauer  Verstorbener
repräsentirenden  Jahresspalte.
Nur  muss  auch  hier  wieder  darauf  hingewiesen  werden,
dass  exacte  Mortalitäts-Beobachtungen  an  eine  Zusammenstellung ­
  der  Sterbefälle  an  und  für  sich  und  ohne  Berücksichtigung ­
  der  Zahl  der  Personen,  deren  Reihen  durch
diese  Sterbefälle  gelichtet  wurden,  und  ohne  Berücksichtigung
ihres  Alters,  nicht  wohl  angeknüpft  werden  können.
Die  absolut  grösste  Zahl  der  in  einer  Spalte  verzeichnet«:
Verstorbenen  weiset  die  neunte  Spalte  (Versicherungsdauer
8  —9  Jahre)  auf.  Ungefähr  50%  aller  in  dem  fünfzigjährigen
Zeiträume  Verstorbenen  starben  nach  1  —  16  jähriger  Versicherungsdauer. ­
  Diese  Thatsache  hat  an  sich  nichts  Befremdliches; ­
  noch  weniger  kann  sie  an  sich  schon  Bedenken  erregen;
überhaupt  gestattet,  wie  gesagt,  die  Versicherungsdauer  der
Verstorbenen  ohne  Berücksichtigung  des  Aufnahme-,  resp.  des
Todesalters  und  der  Zahl  der  Versicherten  aller  Altersklassen
keine  bestimmten  Schlüsse.  Nichts  destoweniger  mag  hier  zur
Bequemlichkeit  des  Lesers  und  zu  etwaiger  Vergleichung  mit
anderen  Erfahrungen  ein  auf  diesen  Gegenstand  bezüglicher
Auszug  aus  Tabelle  XVII  Platz  finden:

O—5  Jahr

Es  starben  nach  einer  Versicherungsdauer  von
bis  zu  i  Jahr  2,39  °o  aller  Gestorbenen.
1—  2  »  2,99  »  »  »
2—  3  »  3,16  »  »  »
3—  4  »  3,28  »  »  »
4—  5  y&amp;gt;  3»i6  »  »  *
I4&amp;gt;98  °/o
5—  6  Jahr  3,19  %  aller  Gestorbenen.
6—  7  »  3,37»  »  »
7  —  8  »  3  »  11  *  »
8—  9  *  3,42  »  »  »
9—  10  »  3,14  »  »  »
16,23  °/o
10—h  Jahr  3,16%  aller  Gestorbenen.
II  —12  »  3  &amp;gt;05  *  »  »
12—  13  *  3,14  »  »  »
13—  14  *  3  &amp;gt;°9  »  *  »
14—  15  »  3  &amp;gt;04  »  »  »
15,48%
15  —16  Jahr  3,20  %  aller  Gestorbenen.
16—  17  »  2,95  »  »  »
17—  18  »  2,81  »  »  »
18—  19  *  2,93  »  »  »
19—  20  »  2,89  »  »  »
14,78  %
20  —  21  Jahr  2,81  %  aller  Gestorbenen.

5  —  10  Jahr

IO  —  15  Jahr

15—20  Jahr

20—25  Jahr
0—25  »

21—22
22—  23
23—  24
24—  25

2,80
2,54
2,61
2,34

25—30  Jahr

30—35  Jahr

3  5  —40  ^  ahr

I3,lO*'o
74-57  0
25  —  26  Jahr  2,25  %  aller  Gestorbenen.
26—  27  »  2,20  »  »  »
27—  28  »  2,23  »  »  »
28—  29  »  1,99  »  »  »
29—  30  »  1,93  »  »  »
10,60%
30—  31  Jahr  1,68%  aller  Gestorbenen.
31—  32  »  i  ,68  »  »  »
32—  33  »  1,42  »  »  »
33—  34  »  i,4i  »  »  »
34—  35  »  1,23  »  »  »
7,42  %
35—  36  Jahr  1,23  %  aller  Gestorbenen.
36—  37  »  1,09  »  »  »
37—  38  »  1,07  »  »  »
38—  39  *  0,76  y&amp;gt;  y&amp;gt;  y&amp;gt;
39—  40  »  0,72  »  »  »
4,87

40—45  Jahr

40—  41  Jahr  0,66  %  aller  Gestorbenen.
41—  42  »  0,46  »  »  »
42—  43  »  0,43  »  »  »
43—  44  »  0,29  »  »  »
44—  45  »  0,28  »  »  »
2,12  %
45—  46  Jahr  0,17  %  aller  Gestorbenen.

45—50  Jahr
25—50  »

46—  47
47—  48
48—  49
49—  50

o,  11  »  »
0,08  »  »
0,04  »  »
0,02  »  »
0,42  %
•  25.43  %
        <pb n="36" />
        30

II.  Theil.  Statistik  der  Sterbelalle.

Wenn  es  der  Gothaer  Lebensversicherungsbank  vergönnt
sein  wird,  auf  ein  weiteres  halbes  Jahrhundert  ihrer  Geschäftsführung ­
  zurückzublicken,  werden  die  Verhältnisszahlen  für  die
nach  längerer  Versicherungsdauer  Verstorbenen  wesentlich
andere  sein  ;  es  wird  dann  der  erst  in  die  zweite  Hälfte  des
ersten  halben  Jahrhunderts  fallende  erhebliche  Zuwachs  jüngerer
Mitglieder  jene  Zahlen  nicht  unerheblich  steigern.  —
Zur  Veranschaulichung  des  früheren  oder  späteren  Eintritts

der  Wirksamkeit  der  verschiedenen  Todesursachen  und  des
Gewichtes,  mit  welchem  sich  dieselben  in  den  ersten  fünf  Jahren
nach  der  Aufnahme  geltend  machen,  möge  folgende  Zusammenstellung ­
  dienen.  Es  sind  dabei  die  letzten  drei  Gruppen  von
Todesursachen  ausser  Betracht  gelassen  worden.  Zweien  von
ihnen  soll  nachher  noch  eine  besondere  kurze  Betrachtung  gewidmet ­
  werden.

Todesursache

r  s  i  c

h

rung 1

—  i  Jahr

5  s

m

i—2  Jahre

2—3  Jahre

ill

3—4  Jahre

d  a  u  e  i*

4—5  Jahre

•Sl

ill

—5  Jahre

1

1.  Typhus
2.  Asiatische  Cholera
3.  Andere  Infectionskrankheiten  .
4.  Lungenschwindsucht
5.  Krebs
6.  Gelenk-Rheumatismus  ....
7.  Diabetes
8.  Geisteskrankheiten
9.  Gehirn-Entzündung
10.  Chron.  Gehirn-  u.  Rückenmarkskrankheiten ­

11.  Entzündl.  Krankheiten  der  Organe ­
  der  Brusthöhle  ....
12.  Chron.  Entzündung  (Katarrh)  d.
Lungenschleimhaut  etc.  .  .
13.  Chron.  Herzkrankheiten  .  .  .
14.  Unterleibs-Entzündung  (excl.
Puerperalfieber)
15.  Chron.  Leberkrankheiten  .  .  .
16.  Bright’sche  Krankheit  .  .  .  .
17.  Aeussere  Schäden  u.  Geschwüre
18.  Gehirn-Schlagfluss
19.  Lungen-Schlagfluss
20.  Sonstige  Krankheiten

103
18
33
56
7
8
i
4
11
8
67
1
12
20
7
2
9
43
11
60

6.54
6-19
5  ’25
2,19
0,63
3-  98
1,08
4-  82
6,11
0,88
2,80
0,18
O.94
4-27
1,24
0,67
3-87
1-61
2.21
1-93

IOO
23
28
122
24
13
2
3
11
16
65
6
14
31
12
7
6
42
10
86

6.34
7-90
4.45
4.77
2,16
6,47
2.15
3,81
6,n
1,-5
2,71
ï,11
1.09
6,62
2,13
2.35
2.45
1,57
2.01
2.77

102
13
I 9
127
28
9
2
3
9
28
69
6
27
23
H
12
7
69
10
83

6.47
4.47
3,02
4-98
2.52
4-  48
2,15
3,81
5-  00
3-06
2,88
1,11
2,11
4-91
2.49
4-03
2-86
2,58
2,01
2,67

80
I  I
3O
IS?
33
9
5
2
14
25
72
5
28
16
15
7
8
57
8
96

5-08
3,78
4.77
6.13
2,97
4-48
5,88
2,41
7.78
2,74
3,00
0,92
2,19
3-42
2,6  6
2,35
3,27
2.13
1.61
3,09

75
IO
26
146
22
16
2

35
76
7
25
18
19
7
7
66
10
97

4-76
3-  44
4-  13
5,70
1,98
7-96
2.1  5
4-44
3'83
3,17
1,29
1,95
3.85
3-38
2,35
2.86
2.47
2.01
3-13

46O
75
I36
608
II4
55
12
12
53
112
349
25
106
108
67
35
37
277
49
422

29,19
25,78
21.62
23.75
10-26
27,37
I  2.91
14-45
29.44
I  2,26
14,56
4,61
8,28
23  07
I  1,90
I  1,75
I5,H
10,36
9,85
13,59

Unter  diesen  Krankheiten  wird  man,  wenn  man  von  der
letzten,  gemischten,  Gruppe  absieht,  ihrer  8,  nämlich  die  4.,  5.,
7.,  IO.,  12.,  13.,  15.  und  16.,  als  solche  bezeichnen  können,
deren  Verlauf  in  der  Regel,  wenn  nicht  Heilung  eintritt,  als
eine  allmähliche,  langsame  Zerstörung  lebenswichtiger  Organe
erscheint.  Von  Lungenschwindsucht  abgesehen,  treten  diese
Krankheiten  in  den  ersten  fünf  Versicherungsjahren  am  wenigsten ­
  verheerend  auf  und  bleibt  die  ihnen  entsprechende  Sterblichkeit ­
  hinter  der  allgemeinen  Sterblichkeit  dieses  Zeitraumes
überall  erheblich  zurück.  Gehirn-  und  Lungenschlagfluss  sind,
wie  wir  an  anderer  Stelle  gesehen  haben,  zum  Theil  Alterskrankheiten, ­
  zum  Theil  die  Ausgangsformen  anderer,  insbesondere
auch  chronischer,  Krankheiten.  Beide  Momente  wirken  dazu  mit,
auch  das  Gewicht  dieser,  an  sich  schnell  wirkenden,  Todesursachen
für  die  ersten  fünf  Versicherungsjahre  zu  vermindern.
Frappant  und  nur  verständlich,  wenn  man  die  Schwierigkeit ­
  der  Diagnose  dieser  Krankheit  in  ihren  ersten  Anfängen
berücksichtigt,  ist  das  Gewicht  der  Lungenschwindsucht
in  den  ersten  fünf  Jahren  (23,75  %  der  an  Lungenschwindsucht ­
  Gestorbenen  gegen  14,98  %  der  überhaupt  Gestorbenen), ­
  ja  im  zweiten  (4,77  gegen  2,99  %)  und  dritten
(4,96  gegen  3,16  °/o)  Jahre!  Nur  im  ersten  Jahre  tritt  das
Gewicht  dieser  Todesursachen  mit  2,19  %  um  etwas  hinter
die  allgemeine  Sterblichkeit  dieses  Versicherungsalters  (2,39  °/o)
zurück.  Die  Lungenschwindsucht  braucht  in  der  Mehrzahl

der  Fälle  von  dem  ersten  durch  die  physikalische  Untersuchung
zu  entdeckenden  Keime  an  bis  zum  tödtlichen  Ausgange  sicher
einen  längeren  Zeitraum,  sagen  wir:  einige  Jahre.  Und  doch
starben  von  im  Ganzen  2560,  welche  dieser  Krankheit  erlagen,
56  oder  2,19%  innerhalb  eines  Jahres  vom  Tage  der  angeblich
sorgfältigen  Untersuchung  an  gerechnet,  122  oder  4,77  °|o  im
zweiten,  127  oder  4,96  %  im  dritten,  608  oder  23.75  °o  in
den  ersten  fünf  Versicherungsjahren!
Bei  den  anderen  oben  genannten  Gruppen  bleibt  die  frühzeitige ­
  Sterblichkeit  in  mäsigen  Grenzen,  erhebt  sieb  namentlich
die  Sterblichkeit  im  ersten  Versicherungsjahre  nur  zweimal,  bei
freilich  absolut  sehr  niedrigen  Gesammtzahlen,  (Diabetes  und
(‘♦iron.  Leberkrankheiten)  um  ein  Weniges  über  1  ° 0 .
Dass  man  aus  der  vorstehenden  Tabelle  an  und  für  sich
noch  nicht  den  Einfluss  der  Auswahl  constatiren  kann,
versteht  sich  von  selbst.  Es  fehlt  der  Maasstab  der  Vergleichung. ­

Auch  sonst  enthält  die  Tabelle  noch  Räthsel,  welche  nur
durch  weitere  Verarbeitung  gelöst  werden  können.  Das  Durchschnittsalter ­
  und  die  durchschnittliche  Versicherungsdauer  aller
und  der  an  den  einzelnen  Krankheiten  Verstorbenen  muss  zu
dem  Ende  mit  herangezogen  werden.  Die  durchschnittliche
Versicherungsdauer  aller  an  Lungenschwindsucht  Gestorbenen
z.  B.  beträgt  12.71  Jahre.  Bedenkt  man,  dass  45  Versicherungsalter ­
  überhaupt  mit  Lungenschwindsucht-Sterbefällen  be-
        <pb n="37" />
        II.  Theil.  Statistik  der  Sterketalle.

31

setzt  sind,  so  wird  das  Gewicht  von  23,75  %  aller  dieser
Fälle  für  die  ersten  fünf  Versicherungsjahre  als  sehr  belastend
erscheinen.  Insbesondere  in  Verbindung  mit  dem  im  fünften
Kapitel  oben  constatirten  mächtigen  Einflüsse  der  Vererbung ­
  enthält  diese  starke  Concentrirung  der  Lungenschwindsucht-Sterbefälle ­
  auf  die  ersten  Versicherungsjahre  eine  sehr
ernste  und  deutliche  Mahnung.
Bei  keiner  der  obigen  zwanzig  Krankheitsformen  liegt  der
Schwerpunkt  der  Mortalität  schon  in  der  ersten  fünfjährigen
Periode  der  Versicherung;  nur  bei  dem  fünften  Theile  derselben
übersteigt  die  Mortalität  in  den  fünf  ersten  Jahren  25  °/o  der
Gesammt  -  Mortalität.  Dies  wird  man  um  so  mehr  als  eine
Folge  der  &amp;gt;Auswahl«  betrachten  dürfen,  als  der  starke  Zuwachs
neuer  Versicherter  in  den  letzten  Jahren  die  Zahl  der  kurze
Zeit  versichert  Gewesenen  erheblich  vermehrt  hat,  und  demnach
auch  die  Zahl  der  nach  kurzer  Versicherungsdauer  Verstorbenen
eine  absolut  grössere  geworden  ist.

(Es  starben
im
im  1.  Jahrzehnt
»  II.  »  -
»  III.  »
»  IV.  »
»  V.  »

I.  2.  3.  4.  5.
Vers  -Jahre
103  107  93  100  72
91  121  104  118  130
81  120  131  107  123
in  114  134  131  138
140  196  234  265  233.)

Von  den  in  Folge  von  Selbstentleibung  Gestorbenen
starben  22,93  %  nach  einer  Versicherungsdauer  von  O  —  5,
21,95  %  nach  einer  solchen  von  6  —  IO,  20,50  %  nach
einer  solchen  von  11  —  15,  15,12  %  nach  einer  solchen  von
16  —  20  Jahren,  zusammen  also  80,50  °/o  nach  einer  Versicherungsdauer ­
  von  0—20  Jahren.  Mit  Rücksicht  auf  den  mehrerwähnten ­
  Umstand,  dass  die  Zahl  der  Jungversicherten  eine  verhältnissmäsig
  grosse  war,  mag  es  seine  Bedenken  haben,  auf  das
hier  constatirte  beträchtliche  Gewicht  der  frühzeitigen  Sterblichkeit
in  Folge  von  Selbstentleibung  den  Schluss  zu  stützen,  dass
eine  verhältnissmäsig  grosse  Zahl  von  Selbstentleibungen  etwa
zur  Zeit  des  Eintrittes  in  die  Lebensversicherung  schon  prämeditirt
  gewesen  oder  durch  die  Versicherung  hervorgerufen
worden  sei.  Angesichts  einer  Vergleichung  mit  dem  allgemeinen ­
  Mortalitätsgewicht  der  ersten  Versicherungsperiode
kann  man  diesen  Gedanken  aber  doch  nicht  ganz  von  sich
weisen.  Es  starben  nach  einer  Versicherungsdauer  von  o—5
Jahren  14,98  %  aller  Gestorbenen  und  22,93%  aller  in  Folge
von  Selbstentleibung  Gestorbenen  !
Dass  die  Sterbefälle  an  Altersschwäche  ihr  Gewicht
in  den  höheren  Versicherung^-Jahren  vorzugsweise  geltend
machen  und  bei  einer  längeren,  als  der  ersten  fünfzigjährigen,
Beobachtungsperiode  noch  mehr  geltend  machen  würden  ,  versteht ­
  sich  von  selbst.  Wie  oben  bemerkt,  beträgt  das  Durchschnittsalter ­
  der  an  Altersschwäche  Gestorbenen  76,35  Jahre.
Die  äusserste  Altersgrenze  für  den  Eintritt  neuer  Mitglieder  bei
der  Gothaer  Bank  liegt  hinter  diesem  Durchschnitt  schon  um
16,35—9,35  Jahre  zurück!  Eine  Vergleichung  der  allgemeinen
Sterblichkeit  mit  der  Sterblichkeit  an  Altersschwäche  giebt  fol-  !
gendes  beachtenswerthe  Bild.
Es  starben
von  allen  Verstorbenen  überhaupt  %
im  I.  II.  HL  IV.  V.
Jahrfünft  der  Versicherungsdauer
14,98  16,23  1548  14,78  13,10
im  VI.  VIL  VIII.  IX  X.
Jahrfünft  der  Versicherungsdauer
I0,60  7,42  4,87  2,12  0,42

von  den  an  Altersschwäche  Gestorbenen  %
im  I.  II.  111.  IV.  V.
Jahrfünft  der  Versicherungsdauer
0,12  1,37  6,67  11,23  15,35
im  VI.  VIL  VIII.  IX.  X.
Jahrfünft  der  Versicherungsdauer
20,66  18,41  14,71  9,24  2,24
Für  Vergleichungen  dieser  Art  bietet  die  Tab.  XVII
noch  mancherlei  Stoff.  —

IX.  Kapitel.
Die  Sterblichkeit,  wie  sie  nach  den  Berechnungen
der  Bank  zu  erwarten  war,  verglichen  mit  der
wirklichen  Sterblichkeit.

Zu  Tab.  XVIII  bedarf  es  nur  weniger  Worte  der  Erläuterung. ­
  Vergleicht  man  den  Abgang  durch  Tod,  welcher
in  jedem  der  fünfzig  Beobachtungsjahre  an  Personen  und  Versicherungs-Summen ­
  nach  der  Sterblichkeitstabelle  der  Bank  zu
erwarten  war,  mit  dem  wirklichen  Abgänge  dieser  Art,  so  zeigt
sich,  dass  dieser  Abgang  hingesehen  auf  die  Personen  nur  in
fünfzehn,  hingesehen  auf  die  Summen  nur  in  vierzehn  Jahren
grösser  war,  als  der  Erwartung  entsprach,  und  dass  im
Ganzen  der  wirkliche  Abgang  von  22017  Personen  mit
114,905600  jfl.  Versicherungs-Summe  um  937  Personen  und
6,801  398  JL  hinter  demjenigen  zurückblielf,  auf  welchen
man  nach  der  Sterblichkeitsliste  der  Bank  gefasst  sein  musste.
Diese  Mindersterblichkeit,  welche  hingesehen  auf  die  Personen
4,08  und  hingesehen  auf  die  Summen  5,6  %  beträgt,  wird
man  als  eine  sehr  geringfügige  betrachten,  im  Ganzen  also
die  Sterblichkeitsliste  der  Bank  als  wohlbewährt  bezeichnen
dürfen,  und  mit  um  so  grösserer  Beruhigung  auch  der  fernerweiten ­
  Benutzung  dieser  wichtigen  Rechnungsgrundlage  entgegensehen ­
  können,  je  mannigfaltiger  in  den  hinter  uns  liegenden ­
  fünfzig  Jahren  die  äusseren  Einflüsse  waren,  von  denen
man  eine  Alterirung  des  Gleichgewichtes  hätte  erwarten  können,
denen  sie  aber  in  so  vorzüglicher  Weise  Stand  gehalten  hat.
Fasst  man  die  einzelnen  Jahrgänge  näher  in’s  Auge,  in
denen  eine  Mehr  Sterblichkeit  hingesehen  auf  die  Personen  beobachtet ­
  wurde,  so  scheint  es,  als  wenn  Epidemien,  innere
Unruhen  und  Kriege  ihren  Einfluss  besonders  geltend  gemacht
hätten.

In  den  Rechenschaftsberichten  wird  die  Mehrsterblichkeit
des  Jahres  1832  (7,46%  betragend)  auf  die  damals  noch
herrschende  Cholera  zurückgeführt.

1836  (  5,40%
1837  (  7,64  »
1842  (  2,10  »
1847  (  6,34  »
1848  (16,79  »

1849  (I  I.82  »
1850  (  4,53  »
1853  (  4,69  »
1855  (12,73  »

betragend)  nicht  besonders  erklärt,
»  )  auf  die  herrschende  Grippe  und
Cholera  zurückgeführt,
»  )  nicht  besonders  erklärt,
»  )  desgl.,
»  )  durch  die  herrschenden  politischen
Unruhen  und  die  wiederum  aufgetretene ­
  Cholera  erklärt,
»  )  desgl.,
»  )  auf  Cholera  und  Folgekrankheiten
zurückgeführt,
»  )  auf  Cholera  zurückgeführt,
»  )  auf  Cholera,  Typhus  und  die  mittelbaren ­
  Wirkungen  des  Krimkrieges
zurückgeführt,
        <pb n="38" />
        IL  Theil.  Statistik  der  Sterbefálle.

32

1858

1859
1861
1866
1871

(  11,69  %  betragend)

(  0,01  »  »  )
(1,76»  »  )
(14,82  »  »  )
(5,10*  »  )

auf  die  Nachwirkungen  der  57  er
Krisis,  den  herrschenden  Typhus
und  andere  epidemische  Krankheiten ­
  zurückgeführt,
nicht  weiter  erläutert,
desgl.,
durch  den  deutsch-österreichischen
Krieg  und  die  Cholera  erklärt,
durch  den  deutsch  -  französischen
Krieg,  resp.  seine  Nachwirkungen
und  die  herrschende  Pocken-Epidemie
  erklärt.

Wie  oben  bemerkt,  ist  die  Sterblichkeit  auch  hingesehen
auf  die  durch  Sterbefälle  abgegangene  Gesammtversicherungs-Summe
  hinter  der  Erwartung  zurückgeblieben.
Dies  trifft  auch  hinsichtlich  der  Durchschnittsversicherungssummen ­
  im  ganzen  Zeitraum  und  in  vier
einzelnen  Jahrzehnten  zu.

Die  Durchschnitts-Sterbefallsumme
konnte  betragen
nach  der  Berechnung  betrug  wirklich

Jk
von  1829—1878  5302  5219
im  I.  Jahrz.  (1829—38)  5292  5262
»  II.  »  (1839—48)  4963  4950
»  III.  »  (1849—58)  4893  4969
»  IV.  »  (1859—68)  5110  5023
»  V.  »  (1869—78)  5658  5514

Im  Ganzen  sind  also  nicht  nur  weniger  Versicherte  gestorben, ­
  als  nach  den  Grundrechnungen  der  Bank  anzunehmen
gewesen,  sondern  die  Gestorbenen  sind  auch  durchschnittlich
mit  einer  geringeren  als  der  Durchschnitts-Versicherungs-Summe
versichert  gewesen.
Dass  die  Summe  von  6,801  398  Mark,  welche  durch
Sterbefälle  weniger  verloren  wurde,  als  nach  der  Wahrscheinlichkeitsberechnung ­
  zu  erwarten  war,  nicht  an  sich  schon  einen
Gewinn  der  Bank  darstellt,  ist  einleuchtend.  Um  zu  ermitteln,
ob  durch  Mindersterblichkeit  Gewinn  entstanden  ist,  oder  nicht,

hat  man  bekanntlich  die  Reserve  zu  berücksichtigen,  welche
sowohl  auf  die  rechnungsmäsige,  als  auf  die  wirkliche  Sterblichkeit ­
  trifft.  Leider  ist  eine  derartige  Gewinnberechnung
nicht  vom  ersten  Anfänge  des  Geschäftsbetriebes  der  Bank  an
jährlich  aufgemacht  worden  ;  sie  jetzt  für  die  Jahre,  wo  sie
fehlt,  nachzuholen,  wäre  mit  unverhältnissmäsiger  Mühe  verknüpft. ­
  Seit  1870  beziffert  sich  die  Minder-Ausgabe  und  der
daraus  resultirende  Gewinn  auf  folgende  Beträge:

Minderausgabe
in  Folge  von
1870  456312
1871  17153I
1872  835875
1873  959727
1874  62IO81
1875  557153
1876  507985
1877  848938
1878  1,352468
Sa.  6,311070

Gewinn
Mindersterblichkeit*)
Jk
427557
322485
637593
834771
696135
638584
666887
1,018920
1,291420
6Í534352

In  fünf  Jahren  war  der  Gewinn  in  Folge  der  Mindersterblichkeit ­
  grösser,  als  die  Minderausgabe,  weil  die  rechnungsmäsige ­
  Ausgabe,  nach  Abzug  der  darauf  treffenden  rechnungsmäsigen
  Reserve  einen  grösseren  Rest  liess,  als  die  wirkliche
Ausgabe,  nach  Abzug  der  dafür  wirklich  vorhandenen  Reserve.
In  vier  Jahren  dagegen  war  das  Verhältnis  umgekehrt,  ergab
sich  also  bei  Minderzahlung  doch  Verlust,  eben  weil  dort  der
Rest  der  rechnungsmäsigen  Ausgabe  kleiner  war,  als  der  Rest
der  wirklichen.
Wie  in  den  einzelnen  Alters-Jahr  gängen  die  wirkliche ­
  zu  der  rechnungsmäsigen  Sterblichkeit  in  dem  ganzen
fünfzigjährigen  Zeiträume  sich  gestellt  hat  —  dies  zu  zeigen,
muss  dem  letzten  Theile  dieser  Abhandlung  überlassen  bleiben.

*)  Es  handelt  sich  hier  stets  nur  um  Mindersterblichkeit  hingesehen
auf  die  Versicher.-Summen;  hingesehen  auf  die  Personen  ergab  sich  ja
im  Jahre  1871  eine,  wenn  auch  unbedeutende  Mehrsterblichkeit.
        <pb n="39" />
        33

5

III.  Theil.
Der  Versicherung«-Bestand  am  31,  December  1878.

I.  Kapitel.
Alter  mid  Beruf  der  Versicherten.
Wie  aus  Tab.  XIX  ersichtlich,  waren  am  31.  December  1878
52668  Personen  mit  zusammen  347  119300  Mark
bei  der  Lebensversicherungsbank  für  Deutschland  versichert.
Unter  dieser  Zahl  befanden  sich,  wie  hier  beiläufig  bemerkt ­
  sein  mag:
50213  Pers.  oder  95,34%  männlichen  Geschlechts,  versichert ­
  mit  335  907  800  JL  oder  96,77  %.
2455  Pers.  oder  4,66%  weiblichen  Geschlechts,  versichert
mit  U  211  500  JL  oder  3,23  °/o.
Hingesehen  auf  den  Beruf  sind  unter  obigem  Bestände
zu  verzeichnen
versichert  mit  JL
18928  Staats-,  Kirchen-,  Schul-  u.  Gemeindebeamte ­
  96148400
9193  Handeltreibende  106961000
8200  Gewerktreibende  46113  600
4501  bei  Transportgewerben  Beschäftigte  .  14  914  400
2680  Personen  ohne  bestimmten  Beruf.  .  14345800
2136  Personen,  welche  dem  ärztlichen  Berufe ­
  angehören  18954600
1574  Landwirthe  19025300
1460  Forst-Beamte  und  Bedienstete  .  .  .  5749900
1123  Künstler  7  523  900
1055  Militärpersonen  5  980  IOO
744  Ingenieure,  Civil-Ingenieure,  Geodäten  •  5827900
541  persönliche  Dienste  Leistende  .  .  .  2353300
429  Bergleute  und  Bergbeamte  ....  2251OOO
71  Privatgelehrte  835  40O
33  Personen,  welche  imVorstehenden  nicht
genannten  Berufsklassen  angehören  .
52668  Personen.  Sa.  JL

nach  der  nach  der  Ver-Personen-
  sicherungszahl ­
  Summe
mit  Procent

2,13
2,00
1,41
1,03
0,8l
0,14

0,00

2,17
1,72
1,68
0,68
0,65
0,24

0,04

I.

7
8
9
10
11
12
13
14
15
Sa.

I.

9.  Künstler
10.  Militärpersonen
11.  Ingenieure,  Civilingenieure,  Geodäten
12.  Persönliche  Dienste  Leistende  .  .  .
13.  Bergleute  und  Bergbeamte  ....
14.  Privatgelehrte
15.  Personen,  welche  im  Vorstehenden
nicht  genannten  Berufsklassen  angehören ­

Die  Durchschnitts  -  Versicherungs  -  Summe  aller
Versicherten  des  Bestandes  vom  31.  December  1878  betrug
6591  Mark.  Neun  Berufsklassen  zeigen  eine  niedrigere,  sechs
Klassen  eine  höhere  Durchschnitts-Versicherungs-Summe  :
Es  betrug  nämlich  die  letztere:
JL
1.  bei  den  Landwirthen  12087
2.  »  »  Privatgelehrten  11766
3.  »  »  Handeltreibenden  11635
4.  »  »  Personen,  welche  dem  ärztlichen  Berufe
angehören  8874
5.  »  »  Ingenieuren,  Civil  -  Ingenieuren,  Geodäten  7833
6.  »  »  Künstlern  6700
Dagegen  betrug  sie:
7.  bei  den  Militärpersonen  5668

8.
9-Gewerktreibenden

  3624

134700
347  119  300

Hiernach  waren  am  Gesammtbestande  betheiligt:

Staats-,  Kirchen-,  Schul-  und  Gemeinde-Beamte ­
  33,94
2.  Handeltreibende  17,43
3.  Gewerktreibende  15,57
4.  beim  Transportbetrieb  Beschäftigte.  .
5.  Personen  ohne  bestimmten  Beruf.  .
6.  Personen,  welche  dem  ärztlichen  Be
rufe  angehören  4,06
7-  Landwirthe
8.  Forst-Beamte  und  Bedienstete  .  .

nach  der  nach  der  Ver-Personen-
  sicherungs-Zahl
  Summe
mit  Procent

$353
5247

4082
3938
3314

8,55
5,09

2,99
2,77

Personen  ohne  bestimmten  Beruf
10.  »  »  Bergleuten  und  Bergbeamten
11.  »  »  Staats-,  Kirchen-,  Schul-  und  Gemeinde-Beamten
  5080
12.  »  »  persönliche  Dienste  Leistenden  4330
13.  »  »  Personen,  welche  keiner  der  hier  genannten ­
  Berufsklassen  angehören  ....
14.  »  »  Forstbeamten  und  Forstbediensteten.  .  .
15-  »  »  im  Transportbetrieb  Beschäftigten.  .  .  .
Ebensowohl  hingesehen  auf  die  Personen  zahl,  wie
auf  die  G  esa  in  mt-  Versiehe  rungs-  Sum  me  bilden  also
zur  Zeit  die  Klassen  II  und  X  (Staats-,  Kirchen-,  Schul-  und
27,70  Gemeinde-Beamte  und  Handeltreibende)  zusammen  mehr  als
30,81  die  Hälfte  des  Bestandes  ;  hingesehen  auf  die  D  urchschni  tts-13,28
  Versicherungs-Summe  nimmt  die  zweite  Klasse  erst  den
4,30  elften,  die  zehnte  dagegen  den  dritten  Rang  ein.
4,13  Unter  den  sämmtlichen  Versicherten  des  Bestandes  vom
31.  December  1878  befand  sich  nur  ein  Versicherter  von  15
5,46  Jahren,  also  der  niedrigsten  Altersklasse,  welcher  nach  der
5,48  Bankverfassung  überhaupt  Versicherte  angehören  können;  das
1,66  I  höchste  mit  Versicherten  besetzte  Lebensjahr  war  das  89  ste  ;
        <pb n="40" />
        34

III.  Tlieil.  Der  Versiclierungs-Bestand  am  31.  December  187S.

ihm  gehörten  8  Versicherte  an.*)  Zwischen  diesen  beiden  ¡
Grenzpunkten  waren  alle  Alter  mit  Versicherten  besetzt;  am
meisten  das

45.  Lebensjahr,  welchem
sodann  das  38.  »  »

»  »  43-  »
»  »  40.  »

»
»

»  »  39-  »
»  »  41.  »

»
»

»  »  44.  »
»  »  42.  »

»
»

1717  Personen  angchörten

1672  »  »
1653  »  »
1645  »  »
1641  »  »
1631  »  »
1615  »  »
1589  »  »

»  »  46.  »
»  »  36.  »

»  1573  »  »
»  1515  »  »

Diesen  zehn  Altersklassen  zusammen  gehörten  16251  Versicherte, ­
  oder  über  30  °/o  des  Gesammtbestandes  an.
Die  meistbesetzten  Altersjahre  sind  verschiedene  bei  den
verschiedenen  Berufsklassen.  Stellen  wir  aus  Tab.  XIX  für
jede  der  13  besonders  namhaft  gemachten  Berufsklassen  und
für  die  Klasse  der  Berufslosen  diejenigen  drei  Lebensjahre  zusammen, ­
  denen  die  meisten  Versicherten  der  Klasse  angehören,
so  entsteht  folgendes  Bild:

Am  31.  Decbr.  1878  waren  die  drei  stärkst  besetzten
Altersjahre  :
i.  2.  3.
bei  Kl.  I.  (Berufslose)  ....  das  54.  58.  60.  Lebensjahr.
(Zahl  der  Versicherten)  (77)  (71)  (70)
»  »  II.  (Staats-,  Kircli-,  Schulu.
  Gern.-Beamte)  .  .  »  45.44.  46.  »
(Zahl  der  Versicherten)  (549)  (548)  (545)
»  »  III.  (Aerztl.  Personal)  .  »  42.  41.  45.  »
(Zahl  der  Versicherten)  (76)  (71)  (65)
»  »  IV.  (Privatgelehrte)  .  .  »  49.  39.  35.  »
(Zald  der  Versicherten)  (6)  (4)  (4)
»  »  V.  (Künstler)  »  38.  36.  31.  »
(Zahl  der  Versicherten)  (45)  (42)  (40)
»  »  VI.  (Persönl.  Dienste  Leistende) ­
  »  45-  46.  47. 1  »
(Zahl  der  Versicherten)  (23)  (19)  (18)
»  »  VII.  (Landwirthe)  ...  »  45.  48.  46.  »
(Zahl  der  Versicherten)  (66)  (62)  (60)
»  »  VIII.  (Forst-Beamte  u.  Bedienstete) ­
  »  43.  47.  45. 2  »
.  (Zahl  der  Versicherten)  (59)  (54)  (52)
»  »  IX.  (Bergleute  und  Bergbeamte) ­
  »  43. 3 54. 4 40.  »
(Zahl  der  Versicherten)  (21)  (18)  (17)
»  »  X.  (Handeltreibende)  .  .  »  38.  40.  39.  »
(Zahl  der  Versicherten)  (371)(369)  (347)

*)  Dass  diese  Zahlen  mit  den  entsprechenden  Angaben  des  Rechenschaftsberichtes ­
  für  das  Jahr  1878  differiren,  hat  darin  seinen  Grund,
dass,  während  hier  das  wirkliche  Alter  der  Versicherten  am  31.  Decbr.
1878  zu  Grunde  gelegt  ist,  dort  das  Alter  der  Versicherten  am  letzten
Prämientermine  eingestellt  wurde.

1 )  Mit  18  Versicherten  war  auch  das  43.  und  das  38.  Lebensjahr ­
  besetzt.

2 )  Mit
3)  &amp;gt;
*)  »

52  Versicherten  war  auch  das  49.  Lebensjahr  besetzt.

21
18

41.
53-bei

  Kl.  XL  (Transportbetriebs-Personal)
  ....  das
(Zahl  der  Versicherten)
»  »  XII.  (Ingenieure,  Civilingenieure
  etc.)  .  .  »
(Zahl  der  Versicherten)

I  2.  3.
42.  40. 3 44.  Lebensjahr.
(Iyl)(l90)  (489)
38.  4O.  6  5O.  »
(42)  (37)  (32)

»  »XIII.  (Gewerktreibende)  .  »  41.  42.  43.
(Zahl  der  Versicherten)  (318)  (307)  (298)
»  »  XIV.  (Militärpersonen)  .  .  »  45.  38.  39.
(Zahl  der  Versicherten)  (41)  (38)  (36)

Es  kommen  also  die  Alter  von  38  Jahren  (dreimal),  41
Jahren  (einmal),  42  Jahren  (zweimal),  43  Jahren  (dreimal),
45  Jahren  (viermal),  49  Jahren  (einmal),  54  Jahren  (einmal)
als  stärkstbesetzte  vor.

Aus  der  obigen  Zusammenstellung  können  directe  Schlüsse
auf  gewisse  Beziehungen  zwischen  dem  Berufe  und  dem  \  erhältniss
  der  Besetzung  der  einen  oder  anderen  Altersklasse
nicht  hergeleitet  werden.  Die  letztere  bestimmt  sich  nach  dem
meistbenutzten  Aufnahmealter  und  der  durchschnittlichen  Versicherungsdauer,
  welche  beide  allerdings  wohl  aus  inneren
Gründen  bei  den  Angehörigen  der  verschiedenen  Berufsklassen
verschieden  zu  sein  pflegen.

5 )  Mit  190  Versicherten  war  auch  das  39.  Lebensjahr  besetzt.
*)»  27  »  »  »  »  51.  »
7 )  »  36  »  »  »  »  43.  »

II.  Kapitel.
Beruf  und  Versicherungssumme  der  Personen,
welche  am  31.  December  1878  versichert  waren.
Tab.  XX  bedarf  kaum  der  Erläuterung.  Was  zu  ihrem
besseren  Verständniss  allenfalls  nöthig  ist,  ist  in  der  Einleitung
zum  VI.  Kapitel  des  ersten  Theiles  dieser  Abhandlung  gesagt. ­
  Auf  diesen  Abschnitt  und  auf  das  II.  Kapitel  des  zweiten
Theiles  sei  überhaupt  an  dieser  Stelle  zurückverwiesen.  Während ­
  in  den  ebengenannten  früheren  Abschnitten  gezeigt  wurde,
welche  Versiclierungs-Summe  von  den  Versicherten  überhaupt
bei  ihrem  Eintritte  benutzt  wurden  und  sodann,  welche
Erbschaften  in  Form  der  Versicherungs-Summen
die  verstorbenen  Versicherten  jeder  Berufsklasse  durchschnittlich ­
  hinterliessen,  handelt  es  sich  hier  um  eine  Eintheilung
der  am  31.  December  1878  Versicherten  jeder  Berufsklasse
nach  der  Höhe  der  Versiclierungs  -  Summe,  mit  welcher  sie
damals  bei  der  Bank  betheiligt  waren.  Um  eine  grössere
Uebersichtlichkeit  herbeizuführen,  sind  in  Spalte  i  nicht  alle
Versiclierungs-Summen,  mit  welchen  damals  überhaupt  Personen ­
  bei  der  Bank  versichert  waren,  sondern  nur  vierzig
Gruppen,  in  welche  alle  überhaupt  bestehenden  Versicherungssummen ­
  passen,  eingestellt  worden.
Es  zeigt  sich,  dass  von  den  Versicherten  der  nachbenannten, ­
  hingesehen  auf  den  Beruf  gebildeten,  Klassen  je  die
meisten  mit  Summen  der  drei  folgenden  Gruppen  versichert
waren  :
        <pb n="41" />
        III.  Theil.  Der  Versicherungs-Bestand  am  31.  December  1878.

35

Gruppe

der

].  Kl.  (Ohne  Beruf)
(Zahl  der  Versicherten)
II.  »  (Staats-,  Kirchen-,  Schul-  u.  Gern.-Beamte)
(Zahl  der  Versicherten)
III.  »  (Aerztliches  Personal)
(Zahl  der  Versicherten)
IV.  »  (Privatgelehrte)
(Zahl  der  Versicherten)
V.  »  (Künstler)
(Zahl  der  Versicherten)
VI.  &amp;gt;  (Persönliche  Dienste  Leistende)
(Zahl  der  Versicherten)
VII.  »  (Landwirthe)
(Zahl  der  Versicherten)
VIII.  »  (Forst-Beamte  und  Bedienstete)
(Zahl  der  Versicherten)
IX.  »  (Bergleute  und  Bergbeamte)
(Zahl  der  Versicherten)
X.  »  (Handeltreibende)
(Zahl  der  Versicherten)
XL  »  (Transportbetriebs-Personal)
(Zahl  der  Versicherten)
XII.  &amp;gt;  (Ingenieure,  Civilingenieure,  Geodäten)  .  .
(Zahl  der  Versicherten)
XIII.  »  (Gewerktreibende)
(Zahl  der  Versicherten)
XIV.  »  (Militärpersonen)
(Zahl  der  Versicherten)
XV.  »  (Diverse  Berufszweige)
(Zahl  der  Versicherten)

3OO—15OO
(9°9)
1800—3OOO
(7649)
48OO—6000
(468)
1800—3OOO
(14)
1800—  3OOO
(351)
1800—  3OOO
(219)
1800—3000
(378)
180O—3OOO
(681)  »
1800—3OOO
(158)
I800—3OOO
(1701)
1800—  3OOO
(1781)
1800—3OOO
(189)
1800—3OOO
(2954)
180O—3OOO
(405)
1800—3OOO
(15)

Gruppe  Gruppe
Versicherungs-Summen
18OO—3OOO  48OO—  60OO
(892)  (292)
3OO—15OO  4800—6000
(3346)  (2873)
18OO—3OOO  780O—9OOO
(434)  (222)
48OO—60OO  IO8OO—I2OOO

(13)
4800—60OO
(235)
3OO—  I  5OO
(180)
4800—60OO
(230)
3OO—15OO
'  (309)
3OO—150O
(104)

(8)
3OO—15OO
(ï  12)
48OO—60OO
(45)
3OO—15OO
(175)
48OO  —  60OO
(193)
48OO—  60OO
(55)

4800—6000  13800—15000

(1658)
300—1500
(1605)
4800—6000
(186)
300—1500
(2163)
300—1500
(203)
300—1500
(6)

(1040)
48OO—60OO
(516)
7800—9OOO
(74)
4800—60OO
(986)
480O—60OO
(HO
33OO—45OO
(6)

Es  sind  also  nur  drei  Gruppen  von  Versicherungssummen
(nämlich  die  Gruppe  Jk  30O—1500,  die  Gruppe  Jk  1800—
3000  und  die  Gruppe  Jk  4800—6000),  welche  in  der  ersten
und  zweiten  Reihe  erscheinen  ;  in  der  dritten  Reihe  kommen
ausser  der  hier  häufigsten  Gruppe  Jk  4800—  6000  noch  die
Gruppen  Jk.  7800—  9000,  Jk  I0800—12000,  .Æ  300—  1500,
Jk  13800—  I  5000  und  Jk  3300—4500  vor.
In  der  ersten  Reihe  sehen  wir  bei  13  von  den  15  Berufsklassen ­
  die  Gruppe  1800  —  3000,  in  der  zweiten  bei  8
Berufsklassen  die  Gruppe  Jk  300—1  500,  bei  5  Klassen  die
Gruppe  4800—6000,  bei  zwei  Klassen  die  Gruppe  Jk  1800
bis  3000,  in  der  dritten  bei  acht  Klassen  die  Gruppe
Jk  4800—6000  prävaliren.
Bei  keiner  Klasse  liegt  die  meistbesetzte  Gruppe  jenseits
Jk  6000.
Dagegen  liegt,  wie  aus  dem  vorigen  Kapitel  im  Zusammenhalt ­
  mit  dem  gegenwärtigen  erhellt,  die  Durchschnitts-Ver
  sicherungs-Summe  für  jede  der  Berufsklassen, ­

  zum  Theil  ziemlich  weit,  jenseits  der  von  dieser  Klasse
meistbenutzten  Gruppe.  Während  z.  B.  von  den  Landwirthen
(Kl.  VII)  am  31.  December  1878  die  grösste  überhaupt  in
einer  Gruppe  vorkommende  Versichertenzahl  bei  der  Gruppe
Jk  1800—3000  sich  findet,  betrug  damals  die  Durchschnitts-Versicherungs-Summe
  dieser  Klasse  Jk  12087.
Fassen  wir  von  den  15  Berufsklassen  einmal  nur  diejenigen ­
  10  Klassen  ins  Auge,  welche  je  mehr  als  tausend
Versicherte  aufweisen,  und  prüfen  wir,  wieviel  vom  Hundert
aller  Versicherten  jeder  dieser  Klassen  die  Versicherten  zahlen
der  ersten  Reihe  der  obigen  Nachweisung  repräsentiren,  so
werden  wir  auf  diesem  Wege  eine  Correctur  der  Vorstellung,
welche  durch  jene  Nachweisung  geweckt  sein  wird,  erzielen,
d.  h.  es  werden  auf  diesem  Wege  besser,  als  auf  jenem,  die
Unterschiede,  welche  sich  unter  den  Versicherten  der  verschiedenen ­
  Berufsklassen,  hingesehen  auf  die  Summen,  mit  denen
sie  zu  versichern  pflegen,  ergeben,  ermittelt  werden.

Von  Kl.
&amp;gt;  »
&amp;gt;  &amp;gt;
»  »
»  &amp;gt;
&amp;gt;  &amp;gt;
»  »

II
III
V
VII
VIII
X
XI
XIII
XIV

I  wählten  909  oder  33,92  %  aller  Versicherten  dieser  Klasse

7649
468
351
3/8
681
1701
1781
2954
405

40,41  &amp;gt;
21,91  »
31,26  »
24.02  »
46,64  &amp;gt;
18,50  &amp;gt;
39,57  &amp;gt;
36.02  &amp;gt;
38,39  &amp;gt;

eine  Versicherungs-Summe
aus  der  Gruppe
Æ  300—  1500
»  18OO—  3OOO
»  48OO—6000
»  I8OO—3OOO
»  180O—3OOO
»  18OO—3OOO
»  1800—3OOO
»  180O—3OOO
&amp;gt;  1800—3OOO
»  180O—3OOO

An  der  Gruppe  A.  1800  bis  3000  waren  also  betheiligt:
I.  die  Forst-Beamt  en  und  Forstbediensteten ­
  mit  46,64%  ihres  Bestandes.

2.  die  Staats-,  Kirchen-,  Schulu.
  Gern.-Beamten  mit  40,41  %  ihres  Bestandes.
3.  die  beim  Transportbetriebe
Beschäftigten  »  39,57  »  »  »
        <pb n="42" />
        36

III.  Theil.  Der  Versicherung®-Bestand  am  31.  December  1878.

4.  die  Militärpersonen  ....  mit  38,39  °/o  ihres  Bestandes.
5.  die  Gewerktreibenden  ...»  36,02  »  »  »
6.  die  Künstler  »  31,26  »  »  »
7.  die  Landwirthe  »  24,02  »  »  »
8.  die  Kaufleute  «  18,50  »  »  »
In  dem  Maase,  in  welchem  bei  diesen  Klassen  die  Betheiligung ­
  an  der  genannten  Gruppe  abnimmt,  steigt  ihre  Betheiligung ­
  an  anderen  höheren  oder  niedrigeren,  meist  aber
höheren,  Gruppen;  der  Schwerpunkt  der  Betheiligung  liegt  bei
allen  diesen  Klassen  nicht  in  der  Gruppe,  welcher  mehr  als
jeder  anderen  einzelnen  Gruppe  Versicherte  der  fraglichen
Klasse  angehören,  sondern  in  den  anderen  Gruppen  zusammengenommen, ­
  welche  mit  Versicherten  dieser  Klasse  besetzt  sind.
Von  den  versicherten  »Berufslosen«  (Kl.  I)  gehören  der
Gruppe  Ji  300—1500  die  meisten,  nämlich  909,  an.  Da
diese  Zahl  aber  erst  33,92  °/o  aller  Versicherten  der  Klasse
aus  macht,  liegt  der  Schwerpunkt  der  Betheiligung  von  Versicherten ­
  dieser  Klasse  in  den  anderen,  höheren,  Gruppen.
Von  den  Versicherten  der  Kl.  III  (ärztliches  Personal)  gehören ­
  der  Gruppe  Ji  4800—6000  die  meisten,  nämlich  468,
an.  Da  diese  Zahl  aber  erst  21,91  °  o  aller  Versicherten  der
Klasse  ausmacht,  liegt  der  Schwerpunkt  der  Betheiligung  von
Versicherten  dieser  Klasse  in  den  anderen  theils  höheren,
theils  niedrigeren,  Gruppen.
Anlangend  die  Gesa  mmt  -Versicherungs-Summen,
welche  die  Betheiligung  der  verschiedenen  Klassen  an  den
einzelnen  Gruppen  ergiebt,  so  zeigt  Tab.  XX,  dass
die  höchste  die  nächsthöchste  die  dritthöchste
Gesammt-Versicherungs-Summe  ergiebt
die  Betheiligung  an  Gruppe
Ji  Ji  Ji
bei  Klasse  I  1800—3OOO  4800—6000  58800—60000
(2  393  300)  (1  704  500)  (1  620  000)
»  »  II  1800—3000  4800—6000  7800—9000
(21  133  200)  (1  6872  400)  (8  854  600)
»  »  III  4800—6000  13800—15000  7800—9000
(2  762  100)  (2  545  200)  (1  973  200)

die  höchste  die  nächsthöchste  die  dritthöchste
G  esammt-Versicherungs-Summe  ergiebt
die  Betheiligung  an  Gruppe
Ji  Ji  JL
bei  Klasse  IV  28800—30000  10800—12000  19800—21000
(150  000)  (94  800)  (80  000)
»  »  V  4800  —  6000  1800—3000  7800—9000
(1  383  600)  (983  600)  (836  400)
»  »  VI  1800—3000  4800—6000  58800  -60000
(591900)  (262100)  (240000)
»  »  VII  28800—30000  58800—60000  13800—15000
(3960000)  (3540000)  (2157500)
»  »  VIII  1800—3000  4800—6000  7800—9000
(1  894  500)  (1  124  900)  (493  500)
»  »  IX  1800—3000  4800—6000  10800—12000
(441000)  (326000)  (214000)
»  »  X  28800-30000  13800—15000  4800—6000
(17  250  000)  (15  594  000)  (9  746  000)
»  »  XI  1800—3000  4800—6000  300—1500
(5  041500)  (3  033  700)  (1  927  900)
»  »  XII  4800—6000  7800—9000  28800—30000
(1089800)  (654900)  (570000)
»  »  XIII  1800—3000  4800-6000  28800—30000
(8  033  000)  (5  797  400)  (4  559  000)
»  »  XIV  1800—3000  4800—6000  10800—12000
(1  124000)  (822300)  (515400)
»  »  XV  1800—3000  9300—10500  3300—4500
(42  000)  (30  000)  (24  300)
Auch  in  dieser  Zusammenstellung  wird  man  in  manchen
Beziehungen  eine  auffallende  Stetigkeit  der  Verhältnisse  nicht
verkennen.  Dass  z.  B.  bei  diesen  Angaben  der  45  höchsten
Gesammtversicherungs  -  Summen,  welche  eine  Gruppe  ergiebt,
überhaupt  nur  11  Gruppen  concurriren,  ist  gewiss  bemerkenswerth.
  —
In  der  höchsten  Gruppe  (Ji  58800  —  60000)  sind  alle
Klassen,  ausser  der  VIII.,  der  XII  und  der  XV.,  betheiligt,  am
stärksten  die  der  Kaufleute  (142  Versicherte),  dann  die  der
Landwirthe  (59  Vers.),  dann  die  der  Gewerktreibenden  (47  Vers.),
die  der  Berufslosen  (27  Vers.)  u.  s.  w.
        <pb n="43" />
        37

IV.  Tñeil.

Statistik

der  Finanz-Verwaltung.

I.  Kapitel.
Art  und  Höhe  der  Einnahmen.
Zu  den  Ziffern  der  ersten  Spalte  der  Tabelle  XXI  ist
kaum  eine  kurze  erläuternde  Bemerkung  nötliig.  Da  mit  wenigen, ­
  nicht  ins  Gewicht  fallenden,  Ausnahmen  für  jede  Versicherung ­
  während  der  ganzen  Dauer  derselben  eine  gleichbleibende ­
  jährliche  Prämie  zu  entrichten,  die  Höhe  der  letzteren
aber  theils  von  dem  Beitrittsalter  des  Versicherten,  theils  von
dem  Versicherungsmodus,  hauptsächlich  jedoch  von  der  Höhe
der  Versicherungssumme,  abhängig  ist,  so  versteht  es  sich  von
selbst,  dass  die  Prämien-Ein  nähme  der  Bank  ziemlich  in
gleichem  Schritt  mit  dem  wachsenden  Versicherungsbestande
steigen  musste.  Sie  betrug
im  ersten  Jahrzehnt:  9  551  976  Mark
»  zweiten  »  21878154  »
»  dritten  »  31440519  »
»  vierten  »  48716  607  »
»  fünften  »  91  313432  »
im  Ganzen:  202900688  Mark.
Vergleicht  man  diese  Beträge  mit  der  Summe,  welche
durchschnittlich  in  jedem  Jahrzehnt  versichert  und  für  welche
Prämienzahlung  zu  leisten  war,  so  ergiebt  sich,  dass  im  Durchschnitt ­
  die  Prämien-Einnahme  sich
im  ersten  Jahrzehnt  auf  3,67  °/o  der  Versicherungssumme
»  zweiten  »  »  3,60  »  »  »
»  dritten  »  »  3,51  »  »  »
»  vierten  »  »  3,47  »  »  »
»  fünften  »  »  3,42  »  »  »
belaufen  hat.
Im  Verhältniss  zur  Versicherungssumme  ist  also
•die  Prämien-Einnahme  von  Jahrzehnt  zu  Jahrzehnt  gesunken,
während  gerade  umgekehrt  in  Folge  der  im  zweiten  Jahrzehnt
bewirkten  Einführung  und  neuerdings  allmählich  eingetretenen
stärkeren  Benutzung  der  »abgekürzten  Versicherung«,  wie  auch
in  Folge  der  gegen  das  Ende  des  vierten  Jahrzehnts  getroffenen
Einrichtung  der  »abgekürzten  Prämienzahlung«,  eher  eine  verhältnissmäsige
  Steigerung  der  Prämien  -  Einnahme  zu  erwarten
gewesen  wäre.  Da  die  Prämientarife  eine  Aenderung  nicht
erfahren  haben  und  auch  die  Dividende  hier,  wo  es  sich  ausschliesslich ­
  um  Brutto  -  oder  Tarifprämien  handelt,  nicht  in
Betracht  kommt,  so  findet  jenes  Sinken  der  Prämien-Einnahme
im  Verhältniss  zur  Versicherungssumme  lediglich  darin  seine
Erklärung,  dass  das  Beitrittsalter  der  Versichernden  im  Laufe
der  Zeit  durchschnittlich  ein  immer  niedrigeres  geworden  ist.
Zwar  hat,  wie  wir  schon  weiter  oben,  bei  Besprechung  der
Tab.  IV  bis  VI,  nachgewiesen  haben,  der  stärkste  Beitritt  zur
Bank  während  der  verflossenen  50  Jahre  stets  in  denselben

Altern  —  vom  25.  bis  40.,  oder,  noch  enger  begrenzt,  vom
30.  bis  37.  Lebensjahre  —  stattgefunden  ;  wohl  aber  ist  die
i  Betheiligung  der  höheren  Alter  verhältnissmäsig  eine  immer
I  schwächere  geworden.  Dies  wird  durch  die  erwähnte  und  im
;  I.  Theile  eingehender  besprochene  Tabelle  IV  vollständig
I  bestätigt;  denn  nach  derselben  standen  von  den  sämmtlichen
j  neu  aufgenommenen  Versicherten  im  Alter  von
15  bis  40  Jahren  über  40  Jahren
im  ersten  Jahrzehnt  56,7  %  43,3  °  o
»  zweiten  »  61,9  »  38,1  »
»  dritten  »  63,4  »  36,6  »
»  vierten  »  66,3  »  33,7  »
»  fünften  »  73,7  »  26,3  '»
Die  hieraus  sehr  deutlich  hervortretende  allmählich  schwächer
werdende  Betheiligung  der  höheren  Alter  (welche  sich  übrigens
sehr  einfach  daraus  erklärt,  dass  in  der  ersten  Zeit,  nachdem
die  Bank  ihren  Geschäftsbetrieb  eröffnet  hatte,  manche  Personen, ­
  denen  es  bis  dahin  an  Gelegenheit  und  Anregung  zur
Lebensversicherung  gefehlt  hatte,  noch  in  vorgerücktem  Alter
Versicherung  nahmen,  dass  dagegen  in  neuerer  Zeit,  wo  nicht
nur  das  Verständnis  für  die  Lebensversicherung  allgemeiner
verbreitet  ist,  sondern  auch  hei  der  grossen  Zahl  der  nach
und  nach  entstandenen  Concurrenz-Anstallen  das  Angebot  und
die  Anregung  ausserordentlich  gesteigert  worden  sind,  die
meisten  Personen,  welche  überhaupt  für  die  Lebensversicherung
gewonnen  werden  können,  schon  in  jüngeren  Jahren  zum  Abschluss ­
  der  Versicherung  schreiten)  würde  die  im  Verhältniss
zur  Versicherungssumme  erzielte  Prämien  -  Einnahme,  namentlich ­
  im  letzten  Jahrzehnt,  unzweifelhaft  noch  weit  mehr,  als
es  thatsächlich  der  Fall  gewesen  ist,  herabgedrückt  haben,
wenn  nicht  die  stärkere  Benutzung  der  mit  höherer  Prämienzahlung ­
  verbundenen  »abgekürzten  Versicherung«  entgegengewirkt ­
  hätte.  In  finanzieller  Hinsicht  ist,  beiläufig  bemerkt,
der  schwächer  gewordene  Beitritt  älterer  Personen  für  die  Bank
keineswegs  von  Nachtheil  gewesen,  da,  wie  schon  weiter  oben
i  einmal  angedeutet  wurde,  die  Prämiensätze  für  die  höheren
Alter  verhältnissmäsig  niedrig  sind.
Erwähnen  wollen  wir  übrigens  nochmals,  dass  die  in  der
Tabelle  XXI  aufgeführte  Prämien-Einnahme  durchweg  die  tarifmäsigen
  Brutto-Einzahl  ungen  begreift,  von  denen,  wie
wir  weiter  unten  sehen  werden,  ein  sehr  beträchtlicher  1  heil
später  an  die  Versicherten  wieder  zurück  erstattet  worden  ist,
resp.,  soweit  die  Einzahlung  erst  in  den  letzten  5  Jahren
geschehen  ist,  noch  zurückerstattet  werden  wird.
Wie  die  Prämien-Einnahme  von  dem  \  ersicherungsbestande,
so  ist  die  in  der  zweiten  Spalte  der  Tabelle  XXI  ver  zeichnete
Zinsen-Einnahme  im  Wesentlichen  von  den  vorhandenen,
verzinslich  anlegbaren  Fonds  der  Bank  abhängig.  Da  diese
Fonds  in  gleichem  Maase  wie  die  nicht  allein  mit  dem  Ver-
        <pb n="44" />
        38

IV.  Theil.  Statistik  der  Finanz-Verwaltung.

sicherungsbestande,  sondern  auch  mit  dem  fortschreitenden
Alter  der  Versicherten  von  Jahr  zu  Jahr  steigenden  Verpflichtungen ­
  der  Bank  wachsen,  so  hat  natürlich  auch  eine
rasche  Vermehrung  der  jährlichen  Zinsen-Einnahme  stattfinden
müssen.  Die  letztere  betrug
Mark  %  der  Gesainmt-Einnahme


im  ersten  Jahrzehnt
»  zweiten  »
»  dritten  »  »
»  vierten  »
»  fünften  »
im  Ganzen

876915  oder  8,27
3869352  »  1495
8628057  »  21,41
15757911  »  24,33
28757409  »  23,77
57  889  644  oder  22,05

Hieraus  erhellt,  welche  grosse  Bedeutung  die  Zinsen-Einnahme
  für  die  Bank  hat  und  in  welchem  raschen  Wachsthum ­
  dieselbe  bisher  begriffen  gewesen  ist.  Während  der  ersten
vier  Jahrzehnte  hat  sie  noch  weit  stärker,  als  die  Prämien-Einnahme,
  zugenommen  und  hat  daher  einen  immer  grösseren
Theil  der  Gesammt-Einnahme  der  Bank  ausgemacht.  Erst  im
fünften  Jahrzehnt  ist  sie  in  Folge  des  seit  den  Sechziger  Jahren
ausserordentlich  gestiegenen  Zugangs  neuer  Versicherungen,  für
welche  die  angesammelten  Fonds  selbstredend  noch  klein  sind,
im  Wachsthum  hinter  der  Prämien-Einnahme  etwas  zurückgeblieben, ­
  wie  das  Sinken  des  Procentsatzes  zur  Gesammt-Einnahme
  erkennen  lässt.

Nicht  ohne  bedeutenden  Einfluss  auf  die  Höhe  der  Zinsen-Einnahme
  ist  übrigens  auch  der  Zinsfuss  gewesen,  welchen
die  Bank  von  ihren  Ausleihungen  durchschnittlich  erzielt  hat.
Derselbe  hat,  wie  die  Spalte  3  nach  weist,  den  Satz  von  3  %,
welcher  den  Berechnungen  der  Bank  zu  Grunde  liegt,  stets
ziemlich  beträchtlich  überstiegen.  In  der  ersten  Zeit  nach  Eröffnung ­
  des  Geschäftsbetriebes  wurde  ein  durchschnittlicher
Zinsfuss  von  4  °/o  erzielt,  der  nur  vorübergehend  eine  schwache
Neigung  zum  Steigen  zeigte,  seit  1834  aber  pine  rasche  Bewegung ­
  nach  abwärts  machte  und  bis  auf  3,61  °/o  im  Jahre
1843  sank.  Von  da  an  trat  jedoch  —  mit  einer  kurzen
Unterbrechung  in  den  Jahren  1863  bis  1866  —  wieder  eine
constante  Steigung  ein  bis  zum  Jahre  1872,  in  welchem  mit
4,87  °/o  der  höchste  Stand  erreicht  wurde.  Seitdem  ist  der
erzielte  Durchschnitts-Zinsfuss  wieder  etwas  gefallen  und  allmählich ­
  bis  auf  4,74  °/o  in  den  Jahren  1877  und  1878  gesunken. ­

Die  Veränderungen,  die  der  Durchschnitts-Zinsfuss  im  Laufe
der  verflossenen  50  Geschäftsjahre  erfahren  hat,  waren  hiernach, ­
  so  allmählich  dieselben  in  der  Regel  auch  eingetreten
sind,  im  Ganzen  doch  ziemlich  erheblich.  1st  doch  der  höchste
Satz  (4,87  %)  nicht  weniger  als  um  ein  volles  Drittheil  höher,
als  der  niedrigste  (3,61  %)!  Es  liegt  auf  der  Hand,  dass  ein
solcher  Unterschied  bei  der  Höhe  der  ausgeliehenen  Fonds  auf
die  Ueberschüsse,  wie  auf  die  Dividenden  der  Bank  eine  wesentliche ­
  Einwirkung  ausüben  muss.
Wenn  man  bedenkt,  dass  von  jeher  der  weitaus  überwiegende
Theil  der  Bankfonds  in  der  Form  von  erststelligon  hypothekarischen ­
  Darlehen  auf  Landgüter  ausgeliehen  worden  ist,  so  wird
man  jedenfalls  die  Höhe  des  durchschnittlich  erzielten  Zinsfusses
als  eine  ansehnliche  erklären  müssen.  Wo,  wie  bei  der  Lebensversicherung, ­
  Sicherheit  der  Anlage  das  oberste  Gesetz  für  alle  Fondsverwerthung
  bildet,  kann  man  selbstverständlich  nicht  die  Verzinsung ­
  erzielen,  welche  ein  Crédit-Institut,  sofern  es  durch  Creditgewährung
  Gewinn  erzielen  will,  anzustreben  hat.  In  der  That
würde  es  aber  gewiss  nur  wenigen  Personen  möglich  gewesen  sein,
bei  eigener  sicherer  Anlegung  ihrer  Prämiengelder  dauernd  eine
höhere,  oder  auch  nur  eine  gleich  hohe,  Verzinsung  zu  erzielen,
als  die  Bank  von  ihren  Fonds  durchschnittlich  erlangt  hat.

Die  in  der  nächsten  Spalte  (4)  der  Tabelle  XXI  auf-!
  geführte  Einnahme  an  verjährten  Dividenden  ist  stets
!  nur  von  untergeordneter  Bedeutung  gewesen.  Bei  der  Bank
besteht  bekanntlich  die  Einrichtung,  dass  auf  jede  Normalprämie ­
  nach  5  Jahren  eine  Dividende  vergütet  wird.  Dies  geschieht, ­
  so  lange  die  Versicherung  in  Kraft  ist  und  Prämienzahlungen ­
  für  dieselbe  geleistet  werden,  durch  Abzug  an  den
Prämien;  nach  dem  Erlöschen  der  Versicherung,  wie  auch
nach  dem  Aufhören  der  Prämienzahlung  dagegen  werden  über
die  Dividenden,  welche  auf  die  letztbezahlten  5  Jahresprämien
noch  zu  erwarten  sind,  von  der  Bank  Scheine  ausgestellt,  gegen
welche  dann  je  nach  eingetretener  Fälligkeit,  sofern  die  Einreichung ­
  der  Scheine  innerhalb  zweier  Jahre  erfolgt,  die  bezüglichen ­
  Dividenden  haar  ausgezahlt  werden.  Es  lässt  sich
hierbei  nun  selbstverständlich  nicht  vermeiden,  dass  von  den
Dividendenscheinen,  deren  jetzt  jährlich  mehr  als  8000  ausgefertigt ­
  werden,  einige  innerhalb  der  gedachten  zweijährigen
Frist  nicht  zur  Einlösung  präsentirt,  wie  auch,  dass  selbst
manche  Policen  innerhalb  der  auch  hierzu  festgesetzten  zweijährigen ­
  Frist  nicht  Behufs  Empfangnahme  der  Dividendenscheine ­
  eingereicht  werden,  und  dass  auf  diese  Weise  ein  Theil
der  anfällig  werdenden  Dividenden  unerhoben  bleibt.  Dieser
nicht  zur  Erhebung  kommende  Theil  fällt  nach  §  12  der  Bankverfassung ­
  der  Bank  anheim  und  bildet  die  in  der  Spalte  4
verzeichnete  Einnahme  an  verjährten  Dividenden.  Verglichen
mit  der  Summe  der  zur  Vertheilung  disponirten  Dividenden  im
Gesammtbelaufe  von  48849914  Mk.  muss  der  Betrag  der
unerhoben  gebliebenen  Dividenden  von  im  Ganzen  219033
Mark  jedenfalls  als  äusserst  geringfügig  bezeichnet  werden.
Dass  in  den  ersten  11  Jahren  noch  keine  verjährten  Dividenden
verrechnet  worden  sind,  dagegen  für  das  Jahr  1840  ein  verhältnissmäsig
  grösserer  Betrag,  als  gewöhnlich,  in  Einnahme
gestellt  ist,  erklärt  sich  daraus,  dass  die  Bestimmung  über  die
zweijährige  Verjährungsfrist  fälliger  Dividenden  erst  im  Jahre
1837  getroffen  worden  ist.
Auch  der  in  der  fünften  Spalte  aufgeführte  Agio-  und
Discontogewinn  ist  nur  von  geringer  Wichtigkeit.  Wo,
wie  bei  der  Bank,  Fonds  in  Effecten  nur  ausnahmsweise  angelegt ­
  und  dann  —  unter  Ausschluss  jeder  Speculation  —  nur
die  allersichersten  Papiere  angekauft,  und  wo  weiter  Wechsel,
namentlich  mit  längerer  Sicht,  nur  ausnahmsweise  in  Zahlung
genommen  werden,  da  kann  natürlich  weder  von  einem  grossen
Agio-,  noch  von  einem  grossen  Discontogewinn  die  Rede  sein.
Beide  Gewinnquellen  haben  in  den  verflossenen  50  Jahren  im
Ganzen  nur  220444  Mark  ergeben.
Ein  Miethertrag  des  Bankgebäudes  (Spalte  6)  hat
erst  vom  Jahre  1850  ab  erzielt  werden  können,  da  die  Bank
erst  nach  20  jähriger  Wirksamkeit  zum  Bau  eines  eigenen
Hauses  geschritten  ist  und  das  letztere  erst  im  Jahre  1850
bezogen  hat.  Der  Ertrag,  der  im  Durchschnitt  nur  etwa  einer
zweiprocentigen  Verzinsung  des  Buchwerthes  des  Bankgebäudes
entspricht,  würde  übrigens  wesentlich  höher  in  Einnahme  erscheinen, ­
  wenn  nicht  ein  Theil  desselben,  nämlich  die  für  die
Vorstands-  und  Revisionslocalitäten  in  Ansatz  gebrachte  Miethe,
durch  Abschreibung  an  dem  Werthe  des  Bankgebäudes  verrechnet ­
  worden  wäre.
Unter  den  ausserordentlichen  Einnahmen,  welche
die  siebente  Spalte  der  Tabelle  XXI  aufweist,  sind  in  den  ersten
3  Jahren  die  Antrittsgelder  begriffen,  welche  die  Bank
nach  §  9  ihrer  ersten  Verfassung  zur  Erhöhung  der  Sicherheit
bis  zum  Jahre  1831  von  den  auf  Lebenszeit  Versichernden  mit
25  °o  der  erten  Jahresprämie  erhoben,  dann  aber,  nachdem
ein  genügender  Sicherheitsfonds  angesammelt  war,  vom  Jahre
1833  ab  mit  Zinsen  wieder  zurückerstattet  hat.  Im  Uebrigen
        <pb n="45" />
        IV.  Tlieil.  Statistik  der  Finanz-Verwaltung.

39

bestehen  die  ausserordentlichen  Einnahmen  in  der  Hauptsache  !
in  eingelegten  (Kautionen  und  Stiftungsgeldern  (Einzahlungen ­
  zur  Wittwenkasse  der  Beamten  der  Bank),  die  in
das  Eigenthum  der  Bank  gar  nicht  übergegangen  und  in  der
Einnahme  nur  um  deswillen  mit  aufgeführt  sind,  weil  durch  sie
die  unter  der  Verwaltung  der  Bank  stehenden  Fonds  erhöht
worden  sind,  die  Differenz  zwischen  Einnahme  und  Ausgabe  aber
eben  den  Betrag  dieser  Fonds  zu  ergeben  hat.
Im  Betreff  der  in  der  letzten  Spalte  verzeichneten  Gesammt
  -  Einnahme,  welche  sich  im  Ganzen  auf  262  531  793
Mark  belaufen  hat,  ist  nach  den  obigen  Erläuterungen  keine
weitere  Bemerkung  noting.

II.  Kapitel.
Art  und  Höhe  der  Ausgaben.

Den  wichtigsten  Posten  unter  den  Ausgaben  der  Bank
bilden  naturgemäs  die  in  der  ersten  Spalte  der  Tabelle  XXII
aufgeführten  Sterbefall-Zahlungen.  Dieselben  beliefen  sich

im  ersten  Jahrzehnt  auf  331636$  Mark  für  540  Fälle
»  zweiten  »  »  9999729  »  »  2053  »
»  dritten  »  »  19245300  »  »  3872  »
»  vierten  »  »  29  347  200  »  »  5883  »
»  fünften  »  »  49822200  »  »  9112  »
im  Ganzen  auf  in  730794  Mark  für  21460  Fälle.

Ihre  Höhe  richtet  sich  selbstredend  nach  der  Zahl  der
eingetretenen  Sterbefälle  und  der  durch  dieselben  zahlbar  gewordenen ­
  Summe  und  bedarf  daher  hier  keiner  weiteren  Erläuterung. ­
  Dass  in  den  einzelnen  Jahren  die  wirklich  geleisteten
Sterbefallzahlungen  von  der  durch  Sterbefälle  zahlbar  gewordenen
Summe  etwas  abweichen,  erklärt  sich  daraus,  dass  es,  so  sehr
auch  die  Bank  auf  rasche  Zahlungsregulirung  hält  und  obwohl
sie  deshalb  auf  die  ihr  verfassungsmäsig  zustehende  dreimonatliche ­
  Zahlungsfrist  regelmäsig  verzichtet,  aus  nahe  liegenden ­
  Gründen  doch  unmöglich  ist,  alle  Sterbefälle  noch  in
demselben  Kalenderjahre,  in  dem  der  Tod  eingetreten,  durch
Zahlung  zu  reguliren.
Bei  Lebzeiten  der  Versicherten  sind,  wie  die
beiden  nächsten  Spalten  der  Tabelle  XXII  nachweisen,  im
Ganzen  1625700  Mark  zur  Auszahlung  gekommen,  und  zwar
192000  Mark  für  28  Fälle,  in  denen  die  Versicherten  mit
Zurück  le  gun  g  des  90.  Lebensjahres  den  im  §  63  der
Bankverfassung  festgesetzten  Endpunkt  ihrer  Versicherungen
erreicht  hatten,  und  1433700  Mark  für  243  Fälle,  in  denen
sich  die  betreffenden  Versicherten  in  Gemäsheit  der  Zusatzbestimmung ­
  vom  28.  Mai  1841  durch  Entrichtung  von  Zusatzprämien ­
  die  Zahlbarkeit  der  Versicherungssumme  schon  für
jüngere  Alter  erworben  hatten.  —  Besonderes  Interesse
nimmt  die  erstere  Kategorie  in  Anspruch,  weil  ziemlich
allgemein  die  Ansicht  verbreitet  ist,  dass  die  Bestimmung  über
die  Auszahlung  der  Versicherungssumme  nach  Erfüllung  des
90.  Lebensjahres  nur  höchst  selten  in  Anwendung  komme  und
also  keinen  praktischen  Werth  habe.  Da  die  Bank  Personen,
die  älter  als  60  Jahre  sind,  nur  ausnahmsweise  und  solche,
die  das  67.  Jahr  überschritten  haben,  überhaupt  nicht  mehr
versichert,  so  konnten  natürlich  in  den  ersten  Jahrzehnten  des
Bestehens  der  Bank  Auszahlungen  von  Versicherungssummen
nach  Zurücklegung  des  90.  Lebensjahres  überhaupt  noch  nicht
Vorkommen.  Ebensowenig  vhat  aus  dem  gleichen  Grunde  bis
jetzt  schon  einer  der  in  den  letzten  30,  resp.  23  Jahren  aufgenommenen ­
  Versicherten,  deren  Zahl  besonders  gross  ist,  das
Alter  von  90  Jahren  erreichen  können  ;  vielmehr  war  dies  bis
Ende  1878  nur  bei  den  in  den  ersten  20,  resp.  27  Jahren,

also  von  1829  bis  1848,  resp.  bis  spätestens  18$$.  beigetretenen
Versicherten  möglich,  welche  bei  ihrer  Aufnahme  im  Jahre  1829
bereits  das  40.,  im  Jahre  1830  bereits  das  41  ,  im  Jahre  1831
bereits  das  42.,  u.  s.  w.,  endlich  im  Jahre  18$$  bereits  das
66.  Lebensjahr  überschritten  hatten.  Die  Zahl  dieser  Versicherten ­
  war  nach  Tabelle  IV  im  Ganzen  3946.  Bedenkt
man  nun,  dass  von  diesen  3946  Versicherten,  bei  denen  bis
Ende  1878  die  Erreichung  des  90.  Lebensjahres  überhaupt
möglich  gewesen  wäre,  manche  nur  auf  kurze  Zeit  oder  mit
Abkürzung  der  Versicherungsdauer  auf  einen  früheren  Termin,
als  das  90.  Lebensjahr,  versichert  waren  und  dass  auch  verschiedene, ­
  namentlich  noch  in  höherem  Alter,  gegen  Empfangnahme ­
  der  verfassungsmäsigen  Abgangsentschädigung  bei  Lebzeiten ­
  wieder  ausgeschieden  sind,  so  wird  man  die  Zahl
Derer,  welche  nach  Zurücklegung  des  90.  Lebensjahres  die
Versicherungssumme  ausgezahlt  erhalten  haben,  gar  nicht  so
niedrig  finden.  Kommt  doch  selbst  bei  Nichtberücksichtigung
der  vorerwähnten  Abgänge  bei  Lebzeiten  schon  auf  je  141
jener  Versicherten  einer,  der  das  90.  Lebensjahr  erreicht
und  die  Versicherungssumme  dann  bei  Lebzeiten  ausgezahlt
erhalten  hat!

Bei  der  sog.  »abgekürzten  Versicherung«,  welche
bei  der  Bank  seit  dem  Jahre  1841  eingeführt  ist,  besteht  die
Bestimmung,  dass  die  Versicherungsdauer  bis  zur  Zahlbarkeit
der  Versicherungssumme  bei  Lebzeiten  des  Versicherten  vom
Abschluss  der  Versicherung  ab  mindestens  11  Jahre  und  bei
Umwandlung  schon  länger  bestehender  Versicherungen  mindestens ­
  noch  5  Jahre  umfassen  muss.  Früher  als  im  Jahre
1846,  in  welchem  die  erste  bezügliche  Zahlung  geleistet  wurde,
konnte  daher  auch  überhaupt  noch  keine  Summe  bei  Lebzeiten
eines  Versicherten  fällig  werden.

Die  folgende  Spalte  (4)  verzeichnet  die  Zurückerstattungen,
welche  die  Versicherten  auf  ihre  Prämien  in  den  Dividenden
erhalten  haben.  Wie  schon  erwähnt,  wird  von  der  Bank  auf
jede  Normalprämie  nach  $  Jahren  eine  Dividende  vergütet,
deren  Höhe  sich  nach  den  in  den  einzelnen  Jahren  erzielten
Ueberschüssen  richtet.  Die  letzteren  werden  ohne  irgend  welche
Schmälerung  vollständig  an  die  Versicherten  zurückgewährt
und  die  Verth  eil  ung  selbst  erfolgt  nach  Verhältniss  der
Jahresprämie.

Im  Ganzen  sind  vom  Jahre  1834,  wo  die  erste  Dividendenvertheil ­
  ung  auf  die  im  Jahre  1829  gezahlten  Prämien  stattfand,
bis  zum  Jahre  1878  48601  370  Mark
als  Dividenden  vertheilt  worden.  Rechnet
man  hierzu  die  in  der  nächsten  Spalte  (5)
der  Tabelle  XXII  aufgeführten,  oben  unter
den  »Einnahmen«  schon  besprochenen
»verjährten  Dividenden«  im  Betrage ­
  von  219033  «
sowie  die  von  der  im  Jahre  1878  fällig
gewordenen  Dividende  auf  das  Jahr  1873
noch  un  erhobenen  und  deshab  zurückgestellten ­
  Beträge  von  29  511  »
so  ergiebt  sich  die  Summe  der  bis  Ende
1878  überhaupt  zur  Vertheilung  disponirten
  Dividenden  von
Und  fügt  man  dieser  Summe  nun  noch
den  Bestand  der  Ende  1878  noch  unvertheilten, ­
  den  Sicherheitsfonds  bildenden
Ueberschüsse  aus  den  letzten  $  Jahren
hinzu  mit  18097065  »
so  findet  man  die  Summe  der  in  sämmtlichen
  $0  Jahren  erzielten  »  rein  en  Uebersch ­
  üsse«  von  66946979  Mark.

48  849  914  »
        <pb n="46" />
        40

IV.  Theil.  »Statistik  der  Finanz-Verwaltung.

Es  sind  also  thatsächlich  alle  von  der  Bank  erzielten
Ueberschüsse  vollständig  an  die  Versicherten  zur  Vertheilung
gekommen  oder  werden  mit  dem  Bestände  des  Sicherheitsfonds
in  den  nächsten  5  Jahren  noch  unter  dieselben  vertheilt.  Im
nächsten  Kapitel  werden  wir  auf  diese  Punkte  noch  näher
zurückkommen.

An  »Vergütungen  aus  dem  Reservefonds«  hat
die  Bank  nach  Ausweis  der  folgenden  Spalte  (6)  der  Tabelle  XXII
im  Ganzen  2943319  Mark  ausgezahlt.  Solche  Vergütungen
werden  nach  Maasgabe  der  Bankverfassung  gewährt,  wenn  Versicherungen, ­
  die  nicht  »auf  kurze  Zeit«  oder  auf  den  »Ueberlebensfäll«
  einer  bestimmten  Person  lauten,  bei  Lebzeiten  der  Versicherten ­
  aufgegeben  und  die  Policen  rechtzeitig  zurückgegeben  werden.
Die  Höhe  der  Vergütung  richtet  sich  nach  dem  Betrage  der
für  die  betreffende  Versicherung  zurückgestellten  Reserve  und
nach  dem  Verhältniss  der  letzteren  zur  Versicherungssumme,
so  dass  die  Reserve-Vergütung  je  höher  ist,  je  länger  die  Versicherung ­
  bestanden  hat.  Es  ist  daher  natürlich,  dass  die
Ausgabe  für  Abgangsentschädigungen  nicht  nur  an  sich  mit
der  allgemeinen  Geschäftsausdehnung  gestiegen,  sondern  dass
dieselbe  auch  rascher  gewachsen  ist,  als  der  betreffende  Versicherungs-Abgang ­
  bei  Lebzeiten,  oder  mit  anderen  Worten,
dass  die  Vergütung  aus  dem  Reservefonds,  welche  durchschnittlich ­
  auf  je  100  Mark  bei  Lebzeiten  abgegangener  Versicherungssumme ­
  zu  gewähren  war,  im  Laufe  der  Zeit  immer
grösser  geworden  ist.  Dies  wird  durch  einen  Vergleich  der
verausgabten  Reserve-Vergütungen  mit  dem  in  Tabelle  IX,
Spalte  4  aufgeführten  Abgang  »fortzusetzen  gewesener  Versicherungen« ­
  bei  Lebzeiten  der  Versicherten  bestätigt;  denn
es  betrug
der  Abgang  bei  die  Ausgabe  an  Reserve-Lebzeiten
  n.  Tab.  IX,  Vergütungen
Spalte  4  in  Sa.  auf  je  100  JL
Abgang

im  ersten  Jahrzehnt
»  zweiten  »
»dritten  »
»  vierten  »
»  fünften  »

3  889  800  .Æ
6095  700  »
7  264  200  »
9  120  900  »
21  429  100  »

40  872  .Æ
201  324  »
446373  »
586044  »
i  668  706  »

im  Ganzen  47  799  700  Jk  2  943  319  Jk

1,05  Jk.
3,30  »
6,14  »
6,43  »
7,79  »
6,16  Jk

Unter  den  vorstehend  aufgeführten,  bei  Lebzeiten  abgegangenen ­
  Versicherungen  sind  übrigens  auch  die  Versicherungen ­
  mit  inbegriffen,  die  Mangels  Prämienzahlung  erloschen
sind  und  deshalb  verfassungsmäsig  keinen  Anspruch  auf
Reserve-Vergütung  gewährten.  In  Wirklichkeit  ist  also  auf  die
aufgegebenen  Versicherungen  im  Durchschnitt  noch  ein  etwas
höherer  Betrag  an  Reserve-Vergütung  getroffen,  als  vorstehend
berechnet  ist.  Neben  der  Reserve-Vergütung  erhalten  aber,
wie  schon  früher  erwähnt,  die  ausscheidenden  Versicherten
auch  noch  die  rückständigen  Dividenden  auf  ihre  letzten  5  Prämienzahlungen. ­
  Man  darf  sonach  annehmen,  dass  der  Abgang
bei  Lebzeiten  bei  der  Lebensversicherungsbank  für  Deutschland
derart  geregelt  ist,  dass  in  dieser  Beziehung  wohl  keine  andere
Lebensversicherungsanstalt  ihre  Versicherten  günstiger  stellt.
Die  Spalten  7  und  8  weisen  in  zwei  Theilen  die  Verwaltungskosten ­
  nach,  und  zwar  giebt  der  erste  Theil
(Spalte  7)  über  die  Provisionen  Auskunft,  welche  den
Agenten  für  die  Vermittelung  neuer  Versicherungsabschlüsse,
sowie  für  die  Einhebung  der  Prämien  vergütet  worden  sind,
während  der  zweite  Theil  (Spalte  8)  den  gesummten
übrigen  Aufwand  umfasst.
Die  Agenten-Provision  war  ursprünglich  auf  5 0 / 0
der  erstjährigen  Prämien  für  neue  Versicherungen  und  auf  1%
der  vom  zweiten  Versicherungsjahre  ab  zu  zahlenden  Prolongationsprämien ­
  festgesetzt  ;  der  letztere  Satz  wurde  indess  schon
im  Jahre  1830,  von  wo  ab  derselbe  eigentlich  erst  in  Anwendung ­

  kam,  auf  2%  erhöht,  so  dass  also  die  Incasso-Provision
  füglich  auf  gleichmäsig  2  °/o  während  der  ganzen
bisherigen  Wirksamkeit  der  Bank  angenommen  werden  kann.
Hinsichtlich  der  Abschlussprovision  machte  sich  dagegen,  mit
Rücksicht  auf  die  veränderten  Zeit-  und  Concurrenz-Verhältnisse,
im  Jahre  1864  eine  Erhöhung  auf  10  %  und  im  Jahre  1867
eine  weitere  Erhöhung  auf  15  °/ 0  noting  ;  jedoch  haben  diese
erhöhten  Sätze  nur  auf  die  Normalprämien  Anwendung  gefunden,
während  auf  die  erstjährigen  Zusatzprämien  nach  wie  vor  5  %
gewährt  werden.  Die  Bank  hat  mit  dieser  Erhöhung  den  Anforderungen ­
  der  Zeit  Rechnung  getragen,  ohne  die  Solidität
ihres  Geschäftes  zu  beeinträchtigen,  und  von  den  meisten  ihrer
Agenten  wird  anerkannt,  dass  die  jetzigen  Sätze,  obwohl  dieselben
gegen  die  bei  anderen  Anstalten  üblichen  Provisionen  erheblich
zurückstehen,  ihnen  eine  angemessene  und  gerechte  Vergütung
für  die  geleisteten  Dienste  gewähren.
Trotz  der  vorerwähnten,  im  vierten  Jahrzehnt  eingetretenen
zweimaligen  Steigerung  der  Abschlussprovision  hat  sich  der
gesammte  Verwaltungs-Aufwand  der  Bank  im  Verhältniss  zur
Jahres-Einnahme  seitdem  nur  wenig  erhöht.  Derselbe  betrug
im  Ganzen  (nach  Spalte  9):

im  ersten  Jahrzehnt
»  zweiten  »
»  dritten  »
»  vierten  »
»  fünften  »

675  789  Jk  oder  6,37  °/'o  der  Einnahme
1255  686  »  »  4,85  °/o  »  »
1  627  329  »  »  4,04  %  »  »
2  898  348  »  »  A  .  A  Q
6  342  307  »  »

4,48  70
5,24  %

in  Sa.  12  799459  Jk  oder  4,3g  °/o  der  Einnahme.
Man  wird  dieser  Angabe  nichts  hinzuzufügen  nöthig
haben,  um  das  Urtheil  zu  begründen,  dass  die  Bank  grosse
Resultate  mit  verhältnissmäsig  sehr  geringen  Aufwänden  erzielt,
oder  besser,  dass  sie  ihren  Theilhabern  von  jeher  die  möglichst
niedrigen  Opfer  für  die  Erreichung  ihres  Zweckes  auferlegt
hat.  Eine  Vergleichung  der  obigen  Zahlenreihen  mit  analogen,
den  Rechenschaftsberichten  aller  anderen  deutschen  und  sicher
weitaus  der  meisten  überhaupt  bestehenden  Lebensversicherungs-Anstalten
  entnommenen  Zusammenstellungen  würde  dieses  Urtheil ­
  in  jeder  Beziehung  bekräftigen  und  evident  beweisen,
dass  die  Lebensversicherungsbank  für  Deutschland  sich  von
jeher,  —  nicht  etwa  erst  von  der  Zeit  an,  wo  sie  bereits
festen  Boden  gewonnen  hatte  —,  vor  allen  gleichartigen  Instituten ­
  durch  ein  sehr  niedriges  Maas  ihrer  Verwaltungs-Aufwände
  ausgezeichnet  hat  und  auch  in  dieser  Hinsicht  den
Grundsätzen  treu  geblieben  ist,  von  welchen  ihre  Begründer
sich  leiten  Hessen.
Um  zu  zeigen,  auf  welche  Höhe  bei  dem  Umfange
Geschäfts  selbst  scheinbar  nebensächliche  Ausgabeposten
wachsen,  führen  wir  an,  dass  im  fünften  Jahrzehnt  allein
Portoaufwand  —  trotz  der  jetzigen  geringen  Portosätze  —
Summe  von  194818  Mark  erforderte  und  dass  in  der  gleichen
Zeit  für  ärztliche  Bemühungen  die  Summe  von  457334  Mark
zu  zahlen  war.
In  den  nächsten  3  Spalten  der  Tabelle  XXII  sind  die
Verluste  verzeichnet,  welche  die  Bank  während  ihrer  bisherigen ­
  Wirksamkeit  an  ihren  Einnahmen  und  Fonds  erlitten
hat.  Dieselben  setzen  sich  zusammen  aus:

des
ander ­

die

74148  Mark  Verluste  auf  Agio
33000  »  »  »  Darlehen
21203  »  »  an  Agenten
128351  Mark  in  Sa.
Vergleicht  man  diese  Beträge  mit  der  Höhe  der  betreffenden ­
  Einnahmen  und  Fonds,  so  wird  man  dieselben  als  ausserordentlich ­
  geringfügig  bezeichnen  müssen.  In  Wirklichkeit
begreift  aber  der  erste  und  grösste  der  obigen  Posten  gar
keine  positiven  Verluste,  sondern  nur  Abschreibungen,  welche
        <pb n="47" />
        6

IV.  TheiL  Statistik  der  Finanz-Verwaltung.

41

an  dem  Courswerthe  der  im  Besitze  der  Bank  befindlichen
Werthpapiere  vorgenommen,  durch  spätere  Agiogewinne  bei
der  Ausloosung  und  Rückzahlung  der  betreffenden  Werthpapiere
aber,  wie  sich  aus  der  Einnahme  (dieselbe  weist  220444  Mark
Agio-  und  Discontogewinne  nach)  ergiebt,  mehr  als  reichlich
wieder  ausgeglichen  worden  sind.  Nach  Ausscheidung  des
ersten  Postens  verbleiben  im  Ganzen  nur  54203  Mark  thalsächliche ­
  Verluste  von  262  531  793  Mark,  welche  von  der
Bank  vereinnahmt  worden  sind  !  Es  sind  also  von  den  der
Bank  zugeilossenen  Einnahmen  im  Ganzen  nur  0,02  °jo  oder
von  je  IOO  Mark  nur  2  Pfennige  verloren  gegangen  und  man
wird  daher  der  Bank  das  Zeugniss  nicht  versagen  können,
dass  sie  bei  der  Verwaltung  der  ibr  anvertrauten  Gelder  mit
grosser  Vorsicht  verfahren  ist.
Bezüglich  der  in  der  Spalte  13  aufgeführten  »uneigentlich ­
  en  Ausgaben  «,  welche  ausser  den  in  den  ersten  Jahren
zurückgezahlten  Antrittsgeldern  nebst  Zinsen  hauptsächlich
zurückbezahlte  Cautioner!  umfassen,  wie  auch  bezüglich  der
Gesam  m  tsum  m  e  der  A  u  s  g  a  b  e  n  ist  keine  weitere  Erläuterung ­
  erforderlich.

111.  Kapitol.
Vermehrung  der  Fonds,  Rein-Ueberschuss
und  Dividende.
Bringt  man  die  Ausgabe,  wie  sie  aus  Tab.  XXII  ersichtlich ­
  ist,  von  der  in  Tab.  XXI  verzeichneten  Einnahme  in  Abzug, ­
  so  ergiebt  sich,  wie  bereits  angedeutet,  die  Summe  der
unter  der  Verwaltung  der  Bank  stehenden  Fonds  und,  wenn
man  dabei  die  einzelnen  Jahre  in's  Auge  fasst,  der  Zuwachs,
welchen  diese  Fonds  von  Jahr  zu  Jahr  erfahren  haben.  Dieser
Vermögens-Zuwachs  ist  keineswegs  als  Ueberschuss  des  betreffenden ­
  Jahres  anzusehen,  vielmehr  muss  man,  um  den
letzteren  zu  finden,  den  Werth  der  auf  der  Bank  haftenden
Verpflichtungen,  wie  auch  den  Betrag  der  im  Sicherheitsfonds
vorhandenen,  noch  unvertheilten  Ueberschüsse  aus  früheren
Jahren,  von  dem  Vermögensbestande  in  Abzug  bringen.  Die
nachstehende  Uebersicht  lässt  sowohl  die  jährliche  Vermehrung
des  Vermögensbestandes,  als  auch  die  Höhe  der  jährlichen
Ueberschüsse  und  der  zur  Vertheilung  disponirten  Dividenden
erkennen  :

J  a  li  r

Fonds-Vermehrung

in  Sa.

Mark

Reiner  Ueberschuss  Disponirte  Divid

in  Sa.

Mark

in  Sa.

Murk

iP

1829
1830
1831
1832
1833
1834
1 835
1836
1837
1838

293  529
315  471
478  623
541  761
495  492
736  728
613  872
701  385
802  422
783  933

84,30
72,73
71.39
65,34
49,7  9
64,93
47,68
47,84
49,09
43, 45

54258
70338
106  386
93  105
273  453
257301
180  585
232  950
241  716
345  261

1  5,38

16,22
15,87
I  1,23
27,48
22, 6 4
14,03
IS,»«
14,79
19,13

64  281
82  959
"5  392
161  658
274  920

24
22
21
22
31

1829  38  ;  5763216  I  54.34  I  i  855353

17,49  699210  j  24,0

J  a  h  r

Fonds  -Vermehrung  Reiner  Ueberschuss  Disponirte  Divid.

in  Sa.

Mark

in  Sa.
Mark

in  Sa.

Mark

1839
1840
1841
1842
1843
1844
1845
1846
1847
1848

I  032  09O
I  030  821
907  737
i  247  226
839  217
i  047  in
i  068  942
i  290  156
i  099  065
997  389

5  U»7
48,88
40,32
52.26
33,80
39,62
38,34
44,11
35,46
31.26

443  154
406  134
460  293
494  748
518919
563  208
573  696
751  911
547  200
594  984

22,31
1  9,26
20,45
20,73
20,71
21,30
20,58
i  25,71
17,65
I  l8,65

231  579
202  743
243  456
287  262
394  99-425
  424
433413
477  171
501  039
544422

23
18
19
20
25
25
24
25
25
26

183948  IO559754  !  40,80

5  354  247  i  20.68  3  74I  SOI  23,0

1849
1850
1851
1852
1853
1854
1855
1856
1857
1858

845  277
882  795
I  314  780
i  353  336
i  200  348
i  370025
i  197  060
i  096  044
i  275  873
95°  103

25.42
25,5:
36.43
35,io
30,42
33,6°
28,28
24,88
27/6
19,54

65:
638
983
903
816
995
882
i  061
i  062
i  023

423
169
187
453
795
757
087
760
756
444

19,50  I
1  8,67
27,24  !j
23.83  ,
20,70  I
24,43  i!
20.84  ||
24,10
22,81  I'
21,04  i|

57I  971
645  186
668  964
575  184
611  310
652  314
807  123
926  463
885  228
887  886

26
28
28
23
24
25
30
33
30
29

184958  11485641  28,49  9018831  22.37

7  231  629  ;  27.

1859
1860
1861
1862
1863
1864
1865
i860
1867
1868

I  538  598
I  604  223
I  730  277
I  835  289
I  585  608
1  781  51I
2  156  85O
1  884  83I
2  O16  135
2  559  936

30,53
30.55
31,34
3  1 ,80
25.93
27.40
30,82
25,46
25,77
30,70

I  3:7  993
i  499  154
i  437  348
i  663  245
i  402  182
1  807  158
2  017  074
1  542  717
2  119  160
2  190  203

26,13
28,55
26,03
28,82
22,93
27,79
28,82
20,84
27,08
26,27

94I
971
I  O73
I  OI7
I  I96
I  386
I  482
i  537
i  528
i  619

328
997
313
567
775
981
741
431
650
49°

30
30
32
29
33
37
Ü
36
36

1859  68

18  693  258

28.,

16  996  234

1869
1870
1871
1872
1873
1874
1875
1876
1877
1878

2  307  309
2  879  968
3  069  147
3  496  498
3  967  229
4033  285
3  790  732
3  927  733
4873  289
5  098  584

25,74
30,28
30,59
32,44
34,53
32,71
28,81
28,10
32,67
32,25

2  281  055
2  566  OIO
2  662  395
3  027  120
3  419  214
3  433  694
3  513  380
3  770  515
4  286  084
4  762  847

26.

25,43
26,98
26,53
28,09
29,76
27,85
26,70
26,97
28,74
30,13

12  756273  33.9
714  39
633  I  34
549  34
355 1  37
470  ;  35
277I  37
546  37

i  871
i  769
1  874
2  160
2  181
2478
2  586
2  796
3  247
3  454

753
088

38
41

916  41

1869  78  j  37  443  774  !  30,95  ,,33  722  314  1  27,88  24421  301  37,3

1829  78

83  945  643  3U98  66946979

25,60  48  8499I4  29,7

Wie  sich  aus  der  obigen  Uebersicht  ergiebt,  ist  der  nach
Abzug  der  Ausgabe  verbleibende  Theil  der  Einnahme,  welcher
dem  Ver  mögen  she  st  and  der  Bank  alljährlich  zugewachsen
ist,  so  gross  die  Schwankungen  in  den  einzelnen  Jahren  auch
waren,  im  Allgemeinen  doch  bis  gegen  Ausgang  des  dritten
Jahrzehnts  nach  und  nach  verhältnissmäsig  ein  immer  geringerer ­
  geworden,  vom  Beginn  des  vierten  Jahrzehnts  an  aber
wieder  etwas  in  die  Höhe  gegangen.  Diese  Erscheinung  kann
nicht  überraschen,  vielmehr  erklärt  sich  dieselbe  einfach  daraus,
dass  die  Sterbefall-Ausgabe,  die  anfänglich  verhältnissmäsig  nur
einen  sehr  geringen  Theil  der  Einnahme  absorbirte,  im  Laufe
der  Zeit  mit  dem  zunehmenden  Durchschnittsalter  der  Versicherten ­
  naturgemäs  mehr  und  mehr  gestiegen,  vom  vierten
Jahrzehnt  ab  in  Folge  des  von  da  an  ausserordentlich  ver-
        <pb n="48" />
        42

IV.  Theil.  Statistik  der  Finanz-Verwaltung.

mehrten  Zugangs  neuer  Versicherten  aber  im  Verhältnis  zum
Versicherungsbestande  sowohl,  als  auch  zur  Jahres-Einnahme
etwas  gesunken  ist.  Es  betrug  nämlich  die  Sterbefall-Ausgabe
Jahrzehnt:  31,27  °/o  der  Einnahme
»  38,63  »  »  »

im

ersten
zweiten
dritten
vierten
fünften

47,74
45,31
41,19

Ohne  die  erwähnte,  im  vierten  Jahrzehnt  eingetretene
ausserordentliche  Steigerung  des  neuen  Versicherungs-Zugangs
hätte  sich  die  Sterbefall  -  Ausgabe  naturgemäs  im  Verhältnis
zur  Einnahme  auch  nach  dem  dritten  Jahrzehnt  noch  weiter
erhöhen,  der  Zuwachs  zum  Vermögensbestand  dagegen  weiter
vermindern  müssen,  ohne  dass  dies  jedoch  an  sich  als  ein
ungünstiges  Zeichen  für  die  Bank  aufzufassen  gewesen  wäre,
oder  einen  finanziellen  Nachtheil  für  dieselbe  gehabt  hätte.
Neben  der  Sterbefall-Ausgabe  ist  übrigens  namentlich  auch
noch  die  Dividenden-Vertheilung  auf  die  Höhe  des  Vermögens-Zuwachses
  von  wesentlichem  Einfluss  gewesen.  In  den  ersten
Jahren,  so  lange  eine  Dividenden-Vertheihmg  noch  nicht  stattfand, ­
  musste  natürlich  der  jährliche  Zuwachs  zum  Vermögensbestand ­
  ganz  besonders  hoch  sein  ;  später  aber,  nach  dem  Beginn ­
  der  Dividenden-Vertheilung,  wirkte  die  allmähliche  Erhöhung,
welche  die  Dividende  im  Verhältnis  zur  Einnahme  erfuhr,  auf
eine  stete  verhältnissmäsige  Minderung  des  Vermögens-Zuwachses
hin.  Dass  dieser  Zuwachs  im  Jahre  1833,  in  welchem  doch
eine  Dividenden-Vertheilung  noch  nicht  erfolgte,  vielmehr  ein
besonders  hoher  neuer  Ueberschuss  erzielt  wurde,  einen  so
auffälligen  Rückgang  gegen  die  früheren  Jahre  zeigt,  ist  auf
die  in  dem  gedachten  Jahre  bewirkte  Rückzahlung  der  Antrittsgelder ­
  zurückzuführen.  Im  Uebrigen  erklären  sich  jedoch  auch
die  in  den  einzelnen  Jahren  vorgekommenen  Schwankungen
in  der  Höhe  des  Vermögens-Zuwachses  ausschliesslich  aus  der
wechselnden  Höhe  der  Sterbefall-Ausgabe  und  der  zur  Vertheilung ­
  gebrachten  Dividenden.
Der  Vermögensbestand  von  83945643  Mark,  welcher
sich  nach  unserer  obigen  Heber  sicht  durch  Abzug  der  Gesammt-Ausgabe
  von  der  Gesammt  -  Einnahme  der  Bank  für  den
31.  December  1878  ergiebt,  stimmt  mit  dem  durch  die  Tab.
XXIII  und  XXIV  nachgewiesenen,  Ende  1878  wirklich  vorhanden ­
  gewesenen  Vermögensbestand  in  Höhe  von  83  945  479
Mark,  wie  ersichtlich,  nicht  ganz  überein.  Die  kleine  Differenz
von  164  Mark  ist,  soweit  sie  nicht  durch  die  in  unseren  Tabellen
erfolgten  Abrundungen  der  jährlichen  Einnahme  und  Ausgabe
auf  volle  Mark  herbeigeführt  ist,  dadurch  entstanden,  dass  zwei
im  Jahre  1838  ausgefertigte  Policen  noch  nach  dem  Rechnungs-Abschlüsse
  dieses  Jahres  als  uneingelöst  zurückgegeben  wurden
und  die  betreffenden  Prämien  deshalb  noch  nachträglich  stornirt
und  von  dem  Vermögensbestand  in  Abzug  gebracht  werden
mussten.

Der  reine  Ueberschuss,  dessen  Ermittelung,  wie  schon
erwähnt,  alljährlich  in  der  Weise  erfolgt,  dass  die  auf  Grund
genauer  Berechnungen  festgestellten  Werthe  der  auf  der  Bank
haftenden  Verbindlichkeiten  sowie  die  Beträge  der  aus  den  4
Vorjahren  noch  vorhandenen,  im  Sicherheitsfonds  ruhenden
Ueberschüsse  von  dem  Activ-Vermögensbestand  in  Abzug  gebracht ­
  werden,  ist  nach  Ausweis  unserer  obigen  Uebersicht  —
bei  allen  Schwankungen  in  den  einzelnen  Jahren  —  irn  Allgemeinen ­
  nicht  nur  in  seinem  absoluten  Betrage,  sondern  auch
im  Verhältnis  zur  Einnahme  stetig  gestiegen.  Während  die
Höhe,  auf  welcher  sich  die  Ueberschüsse  von  vornherein  behauptet ­
  haben,  hauptsächlich  dem  Umstande  zu  verdanken  ist,
dass  die  Kosten  der  Verwaltung,  bei  deren  Nor  mining  und  Verausgabung ­
  man  stets  mit  der  äussersten  Sparsamkeit  verfuhr,

immer  ziemlich  weit  hinter  den  hierzu  verfügbaren  Bestandteilen ­
  der  Brutto-Prämien  zurückgeblieben  sind,  hat  die  constante
Steigerung  der  Ueberschüsse  im  Verhältniss  zur  Einnahme
vorzugsweise  darin  ihren  Grund,  dass  der  Zinsfuss,  welcher  bei
der  Ausleihung  der  Bankfonds  durchschnittlich  erzielt  wurde,
und  in  Folge  der  steigenden  Zunahme  der  Fonds  in  noch
erheblicherem  Maase  die  über  den  rechnungsrnäsigen  Bedarf
hinaus  erlangte  Zinsen-Einnahme  im  Laufe  der  Zeit  mehr  und
mehr  in  die  Höhe  gegangen  ist,  im  letzten  Jahrzehnt  zum
Theil  indess  auch  darin,  dass  die  Sterblichkeit  unter  den  Versicherten ­
  in  dieser  Zeit  einen  besonders  günstigen  Verlauf  genommen ­
  hat.  Dies  tritt  recht  deutlich  hervor,  wenn  man  den
Quellen  nachforscht,  aus  denen  der  Ueberschuss  erzeugt  wird,
und  wenn  man  untersucht,  wie  viel  etwa  jede  dieser  Quellen
zu  dem  Ueberschuss  beigetragen  hat.  Diese  Quellen  sind
hauptsächlich  :
1.  die  Zuschläge,  welche  in  den  Tarifprämien  zur  Deckung
der  Verwaltungskosten  und  etwaiger  überrechnungsmäsiger
Sterbefallzahlungen  enthalten  sind,  —  insofern,  als  dieselben ­
  für  die  erwähnten  Zwecke  nicht  vollständig  in  Anspruch ­
  genommen  zu  werden  pflegen;
2.  die  rechnungsmäsig  zur  Bestreitung  der  Sterbefall-Zahlungen
  eines  jeden  Jahres  bestimmten  Fonds.
—  insofern,  als  bei  günstigem  Verlaufe  der  Sterblichkeit
unter  den  Versicherten  die  betreffenden,  zu  diesem  Zwecke
verfügbaren  Mittel  nicht  vollständig  verbraucht  werden;
3.  der  Zin  sen-Ertrag  von  den  vorhandenen  Fonds  der
Bank,  —  insofern,  als  dieser  Ertrag  bei  Erzielung  eines
höheren,  als  des  rechnungsrnäsigen,  Zinsfusses  die  rechnungsmäsig ­
  erforderliche  Zinsnutzung  von  der  Reserve
und  Prämien-Einnahme  übersteigt.
Eine  weitere  Gewinnquelle  entsteht  dann  noch  durch  den
Abgang  von  Versicherten  bei  Lebzeiten,  —  insofern,  als  diesen
abgehenden  Versicherten  in  der  Regel  nur  ein  bestimmter
Theil  der  für  sie  angesammelten  Prämien-Reserve  als  Abgangsvergütung ­
  gewährt  wird;  allein  diese  Gewinn-Quelle,  die  bei
manchen  anderen  Anstalten  sehr  in’s  Gewicht  fällt,  hat  bei
der  Bank,  da  bei  ihr  der  Abgang  bei  Lebzeiten  glücklicher
Weise  immer  ein  sehr  mäsiger  war,  nie  einen  erheblichen
Beitrag  zum  Ueberschuss  geliefert  und  kann  daher  füglich  ausser
Berücksichtigung  gelassen  werden.
Lässt  sich  auch  nicht  genau  feststellen,  wie  viel  aus  jeder
der  vorerwähnten  Quellen  den  Ueberschüssen  zugeflossen  ist,
so  kann  man  diese  Beiträge  doch  annähernd  ermitteln.  Als
Gewinn  aus  der  Sterblichkeit  kann  man  z.  B.,  wie  die
Ergebnisse  der  Jahre  1870  bis  1878  beweisen,  ohne  grossen
Fehler  den  Betrag,  um  welchen  die  zahlbar  gewordene  Sterbefall-Ausgabe ­
  hinter  der  erwartungsmäsigen  zurückgeblieben  ist,
annehmen,  obwohl  dabei  die  Höhe  der  auf  die  wirkliche  und
rechnungsmäsige  Ausgabe  treffenden  Prämienreserve  nicht  berücksichtigt ­
  ist.  Den  Zinse  n-Ue  ber  schuss  aber  kann  man
ziemlich  zutreffend  dadurch  ermitteln,  dass  man  je  auf  die
Reserve  am  Schlüsse  des  vorhergehenden  Jahres  und  auf  die
dem  Jahre  angehörige  Prämien-Einnahme,  nachdem  von  letzterer
20  %  für  Zuschlag  abgerechnet  sind,  3  %  als  rechnungsmäsig ­
  erforderlichen  Zins  rechnet  und  den  letzteren  dann  nebst
5  °/o  Zinsen  auf  die  im  Bankfonds  inbegriffenen  Cautions-  und
Stiftungscapitalien  von  der  wirklich  erzielten  Zinsen  -  Einnahme
in  Abzug  bringt.  Der  nach  Abzug  des  Gewinns  aus  der  Sterblichkeit ­
  und  des  Zinsen  -  Überschusses  dann  noch  '  verbleibende
Rest  des  Gesammt-Ueberschusses  ist  als  Ueberschuss  von
den  Prämien-Zu  Schlägen  anzusehen.
Die  nach  den  vorstehenden  Grundsätzen  angestellten  Ermittelungen ­
  haben  ergeben  als:
        <pb n="49" />
        IV.  Theil.  Statistik  der  Finanz-Verwaltung.

43

Ueberschuss
aus  den  Prämien-Zuschlägen


in  Sa.

Ueberschuss
aus  der  Sterblichkeit

in  Sa.

Ueberschuss
aus  der  Zinsen-Einnahme


in  Sa.

im  ersten  Jahrzehnt
„  zweiten  „
n  dritten  „
„  vierten  „
-  fünften

im  Ganzen

JL

i  3 11  475
3  682  342
6  162  638
8  1*4  489
13  778  306

12,37
14,23
15,29
12,64
I  1,39

33  059250

12,59

.Æ
277  5*2
616  782
(—215  022)
2  180  79O
6  586  714

2,62
2,38
(—0,53)
3)37
5,45

jH.
266  366
I  055  123
3  071  215
6  690955
*3  357  294

9  446  776

3,60

24  440953

2,51
4,08
7,62
10,33
I  1,0*

9,31

Aus  dieser  Berechnung,  derzufolge  freilich  nicht  ganz  mit
Recht  sämmtliche  Unkosten  —  und  zwar  auch  die  durch  die
Ausleihung  der  Bankfonds  und  durch  die  Zinsen-Einnahme  erwachsenen ­
  —  den  Prämien-Zuschlägen  allein  zur  Last  fallen,
erhellt  deutlich,  dass  die  allmähliche  Steigerung  des  Ueberschusses
im  Verhältniss  zur  Einnahme  in  der  That  hauptsächlich  auf
die  allmähliche  Erhöhung  des  erzielten  Zinsfusses  zurückzuführen
ist,  dessen  Einfluss  um  so  mehr  in’s  Gewicht  fällt,  je  höher
mit  der  Zeit  die  Fonds  der  Bank  im  Verhältnis  zur  jährlichen
Prämien  -  Einnahme  angewachsen  sind.  Aber  auch  die  nun
seit  einer  längeren  Reihe  von  Jahren  bemerklich  gewesene
dauernd  günstige  Sterblichkeit  unter  den  Versicherten  hat,  wie
unsere  Berechnung  erkennen  lässt,  in  neuerer  Zeit  sehr  wesentlich ­
  zur  Erhöhung  der  Ueberschüsse  beigetragen.  Dass  dagegen ­
  die  Prämien-Zuschläge  in  neuerer  Zeit  verhältnissmäsig
einen  etwas  geringeren  Beitrag  zu  den  Ueberschüssen  geliefert
haben,  als  früher,  erklärt  sich  theils  aus  der  im  vierten  Jahrzehnt ­
  eingetretenen  zweimaligen  Erhöhung  der  Abschluss-Provisionen,
  theils  jedoch  auch  daraus,  dass  die  Prämien-Einnahme
  mit  ihren  Zuschlägen  naturgemäs  nach  und  nach  einen
immer  kleineren  Theil  der  Gesammt  -  Einnahme,  mit  welcher
oben  die  Ueberschuss-Beiträge  verglichen  sind,  ausgemacht  hat.
Bei  der  Art  und  Weise,  wie  sich  nach  der  obigen  Darlegung ­
  die  Ueberschüsse  bilden,  können  vorübergehende
Schwankungen  in  der  Höhe  der  Ueberschüsse  offenbar  nur
durch  die  Sterblichkeitsergebnisse  hervorgerufen  werden,  da  die
aus  den  Prämien  -  Zuschlägen  und  aus  der  Zinsen-Einnahme
fliessenden  Ueberschuss-Beiträge  einen  so  regelmäsigen  Ertrag
liefern,  dass  bei  ihnen  wohl  ein  allmähliches  Steigen  oder
Fallen  möglich  ist,  aber  plötzliche  Schwankungen  so  gut  wie
ausgeschlossen  sind.  In  der  That  sind  denn  auch  die  in  den
einzelnen  Jahren  vorgekommenen  Schwankungen  in  der  Höhe
der  Ueberschüsse  ausnahmslos  auf  die  Sterblichkeits-Ergebnisse
zurückzuführen.  In  den  Jahren,  in  welchen  Uebersterblichkeit
stattfand  und  eine  überrechnungsmäsige  Sterbefall-Ausgabe  zu
leisten  war,  wie  z.  B.  1832,  1835  —1837,  1847—1850,  1853,
1855,  1858,  1863  und  1866,  macht  sich  ein  Sinken  des
Ueberschusses,  in  den  Jahren,  in  welchen  eine  beträchtliche
Untersterblichkeit  stattfand  und  die  Sterbefall-Ausgabe  demzufolge ­
  hinter  der  rechnungsmäsigen  Erwartung  erheblich  zurückblieb, ­
  wie  z.  B.  1833  und  1834,  1839,  1846,  1851,  1859
bis  1862,  1864,  1865  und  1867  bis  1878,  dagegen  ein  Steigen
desselben  bemerklich.
Die  erzielten  Ueberschüsse  werden,  wie  bereits  erwähnt,
nachdem  sie  5  Jahre  im  Sicherheitsfonds  aufbewahrt  gewesen
sind,  ohne  irgend  welche  Kürzung  in  ihrer  vollen  Höhe  an
die  Versicherten  als  Dividenden  zur  Vertheilung  gebracht,
und  zwar  in  der  Weise,  dass  auf  jede  für  eine  lebenslängliche,

abgekürzte  oder  Ueberlebens-Versicherung  eingezahlte  Normalprämie
  nach  5  Jahren  die  entsprechende  Dividende  vergütet
wird.  Von  dem  Dividendengenusse  ausgeschlossen  sind  also
nur  die  »kurzen«  Versicherungen,  deren  Zahl  stets  nur  eine
sehr  geringe  war  und  welche,  gemäs  der  Zusatzbestimmung
vom  27.  Mai  1874  zu  §  3  der  Bankverfassung,  seit  einigen  Jahren
überhaupt  nicht  mehr  abgeschlossen  werden;  ausserdem  werden
jedoch  auch  auf  die  für  Abkürzung  der  Prämienzahlung  oder
Versicherungsdauer  zu  entrichtenden  Zusatzprämien  keine
Dividenden  gewährt.
Wie  eine  Vergleichung  der  einzelnen  Jahres-Ueberschüsse
mit  den  entsprechenden  späteren  Dividenden  zeigt,  erfolgt
übrigens  die  Dividenden-Disponirung  nicht  etwa  einfach  in  der
Weise,  dass  der  Ueberschuss  eines  jeden  Kalenderjahres  im
fünftnächsten  Kalenderjahr  zur  Vertheilung  gebracht  wird;  vielmehr ­
  wird  die  Dividende  jedes  Mal  aus  Ueberschusstheilen
zweier  Kalenderjahre  gebildet.  Da  nämlich  für  alle  nach  dem
I.  Januar  abgeschlossenen  Versicherungen  das  Versicherungsjahr, ­
  für  welches  die  Prämie  je  im  Voraus  zu  entrichten  ist,
mit  dem  Kalenderjahr,  in  welchem  die  Prämienzahlung  erfolgt,
nicht  zusammenfällt,  sondern  in  das  folgende  Kalenderjahr
hinüberläuft,  so  muss  auch  ein  entsprechender  Theil  der  Prämie
auf  das  nächste  Kalenderjahr  —  als  diesem  angc  hörig  —
übertragen  werden.  Insofern  nun,  als  auch  dieser  auf  das
nächste  Jahr  brutto  übertragene  Theil  der  Prämien-Einnahme
an  der  für  das  betreffende  Jahr,  in  welchem  die  Prämien-Einzahlung
  erfolgte,  nach  5  Jahren  zur  Vertheilung  kommenden ­
  Dividende  mit  participât,  macht  es  sich  nöthig,  dass  auch
ein  entsprechender  Theil  des  nächstjährigen  Ueberschusses,  zu
dessen  Erzeugung  der  fragliche  Prämien-Uebertrag  ja  mit  beigetragen ­
  hat,  zu  dieser  Dividende  mit  herangezogen  wird,  und
zwar  nach  Maasgabe  des  Verhältnisses,  in  welchem  der  in
Rede  stehende  Prämien-Uebertrag  zu  der  dem  nächsten  Jahre
angehörigen  gesammten  Prämien-Einnahme  steht.  Es  hat
sonach  jedes  Jahr  einen  Theil  seines  Ueberschusses  an  das
Vorjahr  abzugeben  und  empfängt  dafür  einen  entsprechenden
Theil  des  nächstjährigen  Ueberschusses,  so  dass  sich  also  die
Dividende  für  jedes  Rechnungsjahr  aus  dem  diesem  Jahre  verbliebenen ­
  Ueberschussrest  und  dem  aus  dem  nächsten  Jahre
herüberzuziehenden  Ueberschuss-Antheil  zusammensetzt.  Diese
Einrichtung,  welche  mit  Rücksicht  auf  den  verschiedenen  Lauf
des  Versicherungs-  und  des  Rechnungsjahres  unbedingt  geboten
ist,*  hat  zugleich  den  Vortheil,  dass  die  in  den  einzelnen  Jahren
vorkommenden  Schwankungen  in  der  Höhe  der  Ueberschüsse
bei  der  Dividenden-Vertheilung  einigermaasen  ausgeglichen
werden.
Mit  dem  Steigen  der  Ueberschüsse  mussten  natürlich  auch
die  Dividenden  in  die  Höhe  gehen,  und  zwar  in  noch  stärkerem
6*
        <pb n="50" />
        44

IV.  Theil.  Statistik  der  Finanz-Verwaltung.

Maase,  als  das  Verhältniss  des  Ueberschusses  '  zur  Jahres-Einnahme
  gestiegen  ist,  da  die  gesammte  Jahres-Einnahme  in
Folge  der  Erhöhung  der  Zinsen-Einnahme  und  der  stärkeren
Benutzung  der  abgekürzten  Versicherung  selbstredend  rascher
gewachsen  ist,  als  die  Einnahme  an  Normalprämien,  auf  welche
die  Dividenden  gewährt  werden.  Im  Durchschnitt  betrugen
die  letzteren  jährlich:

in  den  io  Jahren  von
1834  bis  1843
1844  »  1853
1854  »  1863
1864  »  1873
in  den  5  Jahren  von
1874  bis  1878

auf  die  Prämien  der  Jahre
1829  bis  1838:  22,5%

1839
1849
1859

1848:  25,4»
1858:  30,1  »
1868:  36,4  »

1869  »  1873:38,8»

In  Folge  der  hieraus  ersichtlichen,  im  Ganzen  ziemlich
constan  ten  Steigerung  der  Dividende,  welche  übrigens  selbstverständlich ­
  nur  bis  zu  einer  gewiäsen,  wohl  nicht  mehr  allzu
fernen,  Grenze  weiter  gehen  kann,  ist  die  Versicherung  hei
der  Bank  im  Laufe  der  Zeit  immer  billiger  zu  stehen  gekommen
und  erfordert  jetzt  verhältnissmäsig  nur  noch  einen  sehr  geringen ­
  Aufwand.
Im  Ganzen  wurden  in  den  Jahren  1834  bis  1878  auf
die  in  den  Jahren  1829  bis  1873  eingezahlten  Normalprämien
im  Betrage  von  zusammen  147  121  166  Mark
48849914  Mark  oder  33,2%
als  Dividende  zurückerstattet,  resp.  zur  Rückerstattung  reservirt.
Der  Betrag  von
18097065  Mark,

um  welchen  nach  unserer  Uebersicht  die  Summe  der  Ueberschüsse
  die  Dividendensumme  übersteigt,  bildete  Ende  1878
den  Bestand  des  Sicherheitsfonds,  welcher,  verstärkt  durch
einen  entsprechenden  Theil  von  dem  Ueberschusse  des  Jahres
1879,  die  Dividenden  auf  die  in  den  Jahren  1874  bis  1878
eingezahlten  Normalprämien  im  Betrage  von  50  978  327  Mark
zu  liefern  bestimmt  ist.  Bringt  man  von  der  eben  genannten
Normalprämiensumme  den  auf  das  Jahr  1879  übertragenen
Betrag  von  5  721  813  Mark  in  Abzug  und  vergleicht  man
dann  die  verbleibende  Summe  von  45  256514  Mark  mit  dem
obigen,  Ende  1878  vorhandenen  Bestand  des  Sicherheitsfonds,
so  ergiebt  sich,  dass  der  letztere  einer  Durchschnitts-Dividende
von  40%  entspricht.  Es  steht  also  für  die  nächsten  Jahre
noch  eine  weitere  Steigerung  der  Dividende  in  Aussicht.

IV.  Kapitel.

Sterbefälle,  für  bei  Lebzeiten  fällige  Versicherungssummen,  für
Dividenden  und  Abgangs  Vergütungen  und  endlich  für  Antrittsgelder ­
  und  Unkosten,  bedarf  es  kaum  einer  Erläuterung.  Dass
solche  Ausgabe-Rückstände  nicht  zu  vermeiden  sind,  ist  eben
so  selbstverständlich,  wie,  dass  dieselben  unter  die  Verbindlichkeiten ­
  der  Bank  einzustellen  waren.  —  Da,  wie  schon  erwähnt,
die  Bank  von  der  ihr  verfassungsmäsig  zustehenden  Befugniss,
die  Sterbefallzahlungen  je  erst  drei  Monate  nach  Beibringung
der  vorschriftsmäsigen  Sterbefallpapiere  zu  leisten,  keinen  Gebrauch ­
  macht,  vielmehr,  sofern  keine  Bedenken  vorliegen,  sofort
nach  Beschaffung  dieser  Papiere  die  Auszahlung  der  Versiche-I
  rungssumme  ohne  Zins-  oder  Discont-Abzug  bewirkt,  so  könnte
I  es  vielleicht  auffallen,  dass  gleichwohl  für  unerledigte  Sterbefälle ­
  verhältnissmäsig  so  hohe  Beträge,  wie  in  Tabelle  XXIII
aufgeführt,  zurückzustellen  waren.  Bedenkt  man  jedoch,  dass
bis  zum  Jahresschlüsse  eine  Anzahl  von  Sterbefällen,  welche
im  Laufe  und  namentlich  gegen  das  Ende  des  Jahres  eingetreten, ­
  der  Bank  nicht  einmal  zur  Kenntniss  kommt,  dass
bis  ebendahin  für  eine  Reihe  anderer  Fälle  trotz  alles  Drängens
die  erforderlichen  Nachweisungen  nicht  beigebracht  werden,
dass  endlich  selbst  nach  der  Zahlbarkeits-Anerkennung  nicht
selten  noch  die  Einreichung  der  Police  verzögert  wird  und
dass  zuweilen  auch  die  Police  gar  nicht  aufzufinden  ist  und
deshalb  erst  die  verfassungsmäsige  zweijährige  Verjährungsfrist
abgewartet  werden  muss,  bevor  die  Zahlungsregulirung  erfolgen
,  kann,  so  wird  man  die  Höhe  jener  Zurückstellungen  für  unerledigte ­
  Sterbefälle,  deren  Betrag  übrigens  Ende  1878  nur
9  °/o  der  im  Jahre  zahlbar  gewordenen  Sterbefallsumme  ausmachte, ­
  gewiss  erklärlich  finden.  —  Die  übrigen  Zurückstellungen
aber,  welche  fast  ausschliesslich  unerhobene  Dividenden  begreifen,
sind  stets  nur  von  untergeordneter  Bedeutung  gewesen.
Auch  die  Einstellung  der  in  der  fünften  Spalte  der  Tabelle ­
  XXIII  aufgeführten  »Cautionen  und  Stiftungscapitalien«
unter  die  Passiva  der  Bank  bedarf  keiner  weiteren  Begründung.
Die  betreffenden  Beträge  sind  fremdes  Eigenthum,  welches  der
Verwaltung  der  Bank  unterstellt  ist;  sie  setzen  sich  zusammen
I  aus  den  angesammelten  und  bei  der  Bank  eingeliehenen
Wittwen-  und  Unterstützungscassefonds  der  Bankbeamten  und
aus  den  Baar-Cautionen,  welche  von  den  leitenden  Bankbeamten
sowie  von  Banquiers  und  Agenten  bestellt  worden  sind.  Ende
1878  beliefen  sich  diese  Einlagen  auf  736  072  Mark.  Bei  dem
von  der  Bank  festgehaltenen  Grundsatz,  dass  von  allen  Agenten,
welche  eine  einigermaasen  in’s  Gewicht  fallende  Prämien-Einnahme
  für  sie  in  Empfang  zu  nehmen  haben,  eine  entsprechende
Caution  zu  bestellen  ist,  würden  indess  jene  Einlagen  noch
einen  weit  höheren  Betrag  erreicht  haben,  wenn  nicht  der
grössere  Theil  der  Cauticnen  durch  Deponirung  von  Werthpapieren ­
  oder  durch  Bestellung  von  Hypotheken  geleistet
!  worden  wäre.

Die  Bestandtheile  des  Bankfonds  (Passiva).
Die  Tabelle  XXIII  lässt  erkennen,  in  welche  einzelnen
Bestandtheile  der  Gesammlfonds  der  Bank  am  Schlüsse  eines
jeden  Jahres  zerfiel,  oder,  mit  anderen  Worten,  welchen  verschiedenen ­
  Zwecken  derselbe  zu  dienen  hatte.  Die  gedachte
Tabelle  giebt  sonach  Auskunft  über  die  Passivposten  der
einzelnen  Jahresbilanzen,  indem  sie  nach  weist,  wie  viel  von
dem  am  Schlüsse  eines  jeden  Jahres  vorhanden  gewesenen
Vermögensbestand  zur  Deckung  der  verschiedenen  Verbindlichkeiten ­
  der  Bank  erforderlich  war  und  wie  viel  als  Ueberschuss
verblieb.
Hinsichtlich  der  in  den  ersten  4  Spalten  aufgeführten
»zu  rück  gestellten  Posten«,  bestehend  in  fällig  gewordenen,
aber  bis  zum  Jahresschlüsse  nicht  erhobenen,  Zahlungen  für

Den  wichtigsten  Posten  unter  den  Verbindlichkeiten  der
Bank  bildet  die  in  der  nächsten  Spalte  der  Tabelle  XXIII  aufgeführte ­
  »  Pr  ämie  n-Reserve«.  »Die  Reserve«,  so  heisst
es  in  §  7  der  Bankverfassung,  »besteht  in  Dem,  was  von
den  Prämiengeldern  zurückgelegt  werden  muss,
weil  alle  für  das  ganze  Leben  oder  auf  mehrere
Jahre  Versicherte,  insoweit  ihre  Prämiensätze  sich
gleich  bleiben,  in  den  ersten  Jahren  mehr,  in  den
späteren  Jahren  aber  weniger  zahle  n,  als  das  Sterblichkeitsgesetz ­
  für  jedes  Jahr  mit  sich  bringt.  Das
Mehr  in  den  früheren  Jahren  dient  zur  Deckung  des
Weniger  in  den  späteren  Jahren  und  wird  als  Reserve ­
  zurückgelegt.«  Hiernach  ist  die  Reserve-Rückstellung ­
  deshalb  geboten,  weil  die  Versicherten  keine  mit
der  Sterblichkeitsgefahr  von  Jahr  zu  Jahr  steigen-
        <pb n="51" />
        IV.  Theil.  Statistik  der  Finanz-Verwaltung.

45

den,  sondern  je  während  der  ganzen  Datier  ihrer
Versiehe  r  un  g  gleich  b  leiben  deDurchschnittsprä  mien
entrichten  und  also  anfänglich  mehr,  später  aber  weniger
zahlen,  als  der  Bedarf  erheischt.  Die  Reserve  setzt  sich  mithin
gleichsam  aus  Prä  mien-Vorauszahlungen  zusammen,  aus
Mehrzahlungen,  welche  die  Versicherten  durch  Entrichtung
gleichbleibender  Durchschnittsprämien  anfänglich  über  den
Bedarf  hinaus  leisten;  sie  dient  dazu,  der  mit  dem  fortschreitenden ­
  Alter  der  Versicherten  allmählich  zunehmenden
Sterblichkeitsgefahr  ohne  Erhöhung  der  beim  Abschluss  der
Versicherungen  festgesetzten  Prämien  das  Gleichgewicht  zu
halten,  das  richtige  Verhältnis  zwischen  älteren  und  jüngeren
Versicherten  herzustellen  und  der  Bank  die  Erfüllung  ihrer
Verpflichtungen  auch  für  den  Fall  zu  ermöglichen,  dass  ihr
neue  Versicherte  nicht  mehr  zutreten.
Die  Höhe  der  Reserve  wird  nach  festen  mathematischen
Grundsätzen  mit  Hülfe  der  Sterblichkeitsliste  und  des  Zinsfusses,
  welche  der  Prämienberechnung  der  Bank  zu  Grunde
liegen,  alljährlich  ermittelt.  Die  Prämien  sind  so  berechnet,
dass  für  jede  Versicherung  zur  Zeit  des  Abschlusses  der  Werth
der  zu  erwartenden  reinen  Prämienzahlungen  dem  Werthe  der
dereinst  auszuzahlenden  Versicherungssumme  genau  gleich  ist.
Im  Laufe  der  Versicherungsdauer  wird  jedoch  dieses  Verhältnis  I
ein  wesentlich  anderes:  die  Verpflichtung  der  Bank,  beim
Tode  des  Versicherten  oder  wenn  dieser  ein  bestimmtes  Alter  ¡
erreicht  hat,  die  Versicherungssumme  auszuzahlen,  wird  mit
dem  vorschreitenden  Alter  des  Versicherten  naturgemäs  in
ihrem  Werthe  immer  grösser,  die  Forderung  der  Bank  ¡
auf  fernere  Prämienzahlungen  dagegen  verliert  von  Jahr  zu
Jahr  mit  dem  zunehmenden  Alter  des  Versicherten  mehr  und  !
mehr  an  Werth  und  wird  also  immer  kleiner.  Es  entsteht  '

auf  diese  Weise  zwischen  dem  Werthe  der  Verpflichtung,
welche  der  Bank  durch  Uebernahme  der  Versicherung  erwachsen ­
  ist,  und  dem  Werthe  der  Forderung,  welche
ihr  aus  der  Versicherung  zusteht,  eine  immer  grösser  werdende
Differenz,  und  diese  Differenz  oder  der  Betrag,  um  welchen
der  Werth  der  dereinst  auszu  za  hienden  Versicherungssumme ­
  den  Werth  der  noch  zu  erwartenden
Prämienzahlungen  übersteigt,  ist  als  Reserve  zurückzustellen, ­
  wenn  die  Bank  dauernd  ihren  Verpflichtungen  genügen ­
  können  soll.
Die  Reserve  ist  demnach  kein  willkürlich  bemessener,  zur
Begegnung  möglicher  ausserordentlicher  Unglücksfälle
(  überrechn  un  gsmäsiger  Sterblichkeit)  zurückgestellter  Betrag,
sondern  eine  lest  bestimmte,  zur  Deckung  der  bei  normalem
Sterblichkeits-Verläufe  an  die  Bank  herantretenden  Ansprüche
erforderliche  Summe,  welche  mit  Hülfe  der  Rechnungsgrundlagen ­
  der  Bank  sich  genau  ermitteln  lässt  und  deren  richtige
Bemessung  und  Aufsparung  eine  der  ersten  und  wichtigsten
Bedingungen  für  die  Sicherheit  und  das  dauernde  Fortbestehen
der  Bank  ist.
Aus  der  vorstehenden  Darlegung  erhellt,  dass  die  Reserve
für  jede  einzelne  Versicherung,  gleich  wie  die  Differenz  zwischen
dem  Werthe  der  Versicherungssumme  und  dem  Werthe  der
noch  zu  erwartenden  Prämienzahlungen,  fortwährend  wachsen
muss,  bis  sie  am  äussersten  Grenzpunkt  der  Versicherungsdauer,
wo  die  Versicherungssumme  bei  Lebzeiten  des  Versicherten
auszuzahlen  und  eine  weitere  Prämienzahlung  nicht  zu  erwarten
ist,  die  Höhe  der  vollen  Versicherungssumme  erreicht.  Auf
welche  Weise  z.  B.  für  die  einfachen  Versicherungen  auf
Lebenszeit  nach  Tarif  A.  die  Reserve  mit  der  Dauer  der  Versicherung ­
  allmählich  anwächst,  zeigt  die  folgende  Uebersicht:

Beitritts-Alter


21
31
41
51
61

Betrag  der  Reserve  für  1000  Mark  Versicherungssumme  nach

9-98
I  1,73
l6,  44
23,08
34,»o

30

40

50

60  I  70

Jahre  11

49,72
59,93
87,02
I  I  7,80
175,96

100,19
I2 5,60
I  80,9C
241,49
363,3*

213,20
283,84
378,73
5I7,U
686,80

355,6»
456,73
604,49
762.22
1000,00

5",i7
654,17
805,2s
i  ooo.oo

688,81
829,71
1000,00

846,77
IOoOjOO

IOOO,00

So  bestimmt  sich  für  jede  einzelne  Versicherungsart  je
nach  der  Höhe  und  Dauer  der  Versicherung  sowie  nach  dem
Beitrittsalter  des  Versicherten  die  zurückzustellende  Reserve.
Dieselbe  drückt  zugleich  je  den  Werth  der  Police  aus  und
dient  als  Maasstab  für  die  Abgangsentschädigung,  welche  nach
§  65  der  Bankverfassung  bei  Aufgabe  der  Versicherung  zu
gewähren  ist,  wie  auch  für  die  Höhe  des  Vorschusses,  welcher
nach  §  13  der  Bankverfassung  von  dem  Versicherten  gegen
Verpfändung  der  Police  von  der  Bank  entnommen  werden
kann.  Scheidet  eine  Versicherung  aus,  so  wird  für  dieselbe
natürlich  auch  keine  Reserve  mehr  zurückgestellt;  vielmehr
kommt  der  bereits  angesammelte  Betrag  aus  dem  Reservefonds
in  Wegfall  und  wird,  soweit  dies  nöthig,  zur  Gewährung  der
vorerwähnten  Abgangsentschädigung  benutzt  oder  findet  bei
Auszahlung  der  Versicherungssumme  mit  Verwendung,  so  dass
also  im  letzteren  Falle  nur  der  Fehlbetrag  aus  den  neuen
Prämienzahlungen  zu  entnehmen  ist.
Nach  diesen  Erläuterungen  über  das  Wesen  und  die  Bestimmung ­
  der  Reserve  wird  man  es  erklärlich  linden,  dass  die
in  der  6.  Spalte  der  Tabelle  XXIII  verzeichnete  Prämien-Reserve,
  welche  die  auf  alle  bestehenden  Versicherungen

treffenden  Einzelreserven  umfasst,  bei  der  bisherigen  Geschäftsentwickelung ­
  der  Bank  fort  und  fort  steigend,  sehr  rasch  auf
einen  grossen  Betrag  angewachsen  ist  und  von  Jahr  zu  Jahr
noch  immer  beträchtlich  weiter  zunimmt.  Dieses  Wachsthum
wird  so  lange  fortdauern,  bis  der  Betrag  der  für  aüsscheidende
Versicherungen  in  Wegfall  kommenden  Reserve  der  Summe,
um  welche  die  Reserve  für  die  bestehenden  und  neu  zugehenden ­
  Versicherungen  sich  erhöht,  gleichkommt  oder  dieselbe
übersteigt,  —  ein  Zeitpunkt,  der  bei  dem  steten  reichlichen
neuen  Versicherungszugang,  dessen  die  Bank  sich  zu  erfreuen
hat,  jedenfalls  noch  in  weiter  Ferne  liegt.  In  dem  seit  dem
Anfang  der  Sechziger  Jahre  ausserordentlich  gestiegenen  neuen
Versicherungszugang  ist  andererseits  aber  auch  die  Erklärung
dafür  zu  suchen,  dass  das  Verhältniss  der  Reserve  zur
Gesammt-Versicherungssumme,  welches  bis  zum  Jahre
1861  stetig  —  bis  auf  20,74%  —  gestiegen  war,  seitdem
allmählich  wieder  etwas  —  bis  auf  16,81  °o  im  Jahre  1877  —
gesunken  ist;  denn  da  für  neue  und  erst  kurze  Zeit  bestehende
Versicherungen  die  Reserve  verhältnissmäsig  noch  klein  und
wesentlich  niedriger,  als  für  schon  länger  bestehende  Versicherungen ­
  ist,  so  muss  ein  starker  und  steigender  Zugang  neuer
        <pb n="52" />
        40

IV.  Theil.  Statistik  der  Finanz-Verwaltung.

Versicherungen  eine  Minderung  des  Procentsatzes,  welchen  die
Gesaramt-Reserve  von  der  Gesammt-Versicherungssumme  ausmacht, ­
  zur  Folge  haben.
Ueber  die  Bedeutung  und  die  Nothwendigkeit  der  in  der
achten  Spalte  der  Tabelle  XXIII  aufgeführten  »Prämien-U
  eher  träge«  ist  bereits  im  vorigen  Kapitel  bei  Besprechung
der  alljährlichen  Dividenden-Feststellung  eingehend  die  Rede
gewesen.  Wir  kommen  daher  auf  diesen  Passivposten  hier
nicht  weiter  zurück,  sondern  machen  nur  zur  Erläuterung  des
Umstandes,  dass  in  den  ersten  Jahren  des  Geschäftsbetriebes
der  Bank  verhältnissmäsig  ein  weit  kleinerer  Theil  der  Jalires-Prämien-Einnahme
  auf  das  nächste  Jahr  übertragen  worden
ist,  als  später,  darauf  aufmerksam,  dass  von  der  Gesammt-Versicherungssumme
  von  7  137  600  Mark,  welche  im  ersten
Geschäftsjahr  der  Bank  übernommen  wurde,  nicht  weniger  als
die  Summe  von  4  356  300  Mark  vom  1.  Januar  1829  datirte
und  also,  da  in  diesem  Falle  Versicherungs-  und  Kalenderjahr
zusammenfiel,  einen  Prämien-Uebertrag  auf  das  nächste  Jahr
überhaupt  nicht  erforderte,  dass  dagegen  später  allmählich
mehr  und  mehr  eine  gleichmäsige  Vertheilung  der  Versicherungsund ­
  resp.  Prämienzahlungstermine  auf  das  ganze  Jahr  eintrat
und  deshalb  mit  der  Zeit  ziemlich  genau  die  Hälfte  der  Jahres-Prämien-Einnahme
  als  dem  nächsten  Jahre  angehörig  zu  übertragen ­
  war.
Andere,  als  die  im  Vorstehenden  besprochenen,  Verbindlichkeiten ­
  haben  auf  der  Bank  zu  keiner  Zeit  gelastet.  Der  nach
Deckung  derselben  verbleibende  Rest  des  Vermögensbestandes
war  also  in  der  jedesmaligen  Jahresbilanz  als  reiner  Ueberscliuss
  einzustellen  und  bildete  den  in  Spalte  9  der  Tabelle  XXIII
verzeichneten  »  Sicherheitsfonds«,  welcher  immer  die  noch
unvertheilten  Ueberschüsse  aus  den  letzten  5  oder  richtiger
4V2  Jahren  umfasst  und  nach  §  6  der  Bankverfassung  die
Aufgabe  hat,  »für  ausserordentliche  Fälle  Hülfsmittel
darzubieten«.

V.  Kapitel.
Die  Bestandtheile  der  Gewährschaft  (Activa).
Während  die  Tabelle  XXIII  über  die  Passiva  oder  über
die  Bestimmung  der  Bankfonds  Auskunft  giebt,  gewährt  die
Tabelle  XXIV  über  die  Activa  Aufschluss,  indem  sie  nachweist, ­
  wie  der  am  Schlüsse  eines  jeden  Jahres  vorhanden
gewesene  Fonds  angelegt  war  und  durch  welche  Vermögensbestandtheile
  derselbe  gewählt  wurde.  Es  versteht  sich  hiernach ­
  von  selbst,  dass  beide  Tabellen  in  ihren  Schlusssummen
übereinstimmen  müssen.
Nach  §  13  der  Bankverfassung  hat  die  Benutzung  des
Bankfonds  durch  zinstragende  Ausleihungen  zu  geschehen,
und  zwar:
I.  gegen  rechtsbeständige  hypothekarische  Sicherstellung  oder
gegen  Einlegung  von  Privat-  oder  Staats-Obligationen;

2.  an  solche  öffentliche  Anstalten,  Creditvereine  und
sonstige  moralische  Personen,  deren  Sicherheit  hinsichtlich ­
  ihrer  Zahlungsmittel  unbezweifelt  ist;
3.  auf  Policen  von  lebenslänglichen  Versicherungen,  auf
welche  mindestens  vier  Prämien  bezahlt  sind.
Aus  diesen  Bestimmungen  tritt  sehr  deutlich  das  Bestreben
hervor,  die  Bankfonds  gegen  Verluste  möglichst  sicher  zu
stellen.  Und  in  der  That  liegt  gewiss  ganz  besonders  einer
Lebensversicherungsanstalt  die  Pflicht  ob,  bei  Belegung  ihrer
Fonds  vor  allen  Dingen  auf  grösstmögliche  Sicherheit  der  Anlage
Bedacht  zu  nehmen  und  daneben  erst  in  zweiter  Linie  auch
die  Erzielung  einer  möglichst  guten  Rente  in’s  Auge  zu  fassen;
i  denn  diese  Fonds  bestehen  ja  zum  grössten  Theile  aus  Er-;
  sparnissen,  welche  der  Anstalt  auf  Menschenalter  hinaus  anvertraut ­
  werden  und  welche  die  Bestimmung  haben,  das  dereinstige
  Erbe  von  Witt  wen  und  Waisen  zu  bilden.  Sie  dürfen
daher  in  gewagten  Unternehmungen,  welche  zwar  reichlichen
Gewinn  in  Aussicht  stellen,  aber  dafür  möglicher  Weise  auch
die  Capital-Anlage  gefährden,  nicht  angelegt  werden.
Die  Ziffern  der  Tabelle  XXIV  beweisen,  dass  die  Verwaltung ­
  der  Lebensversicherungsbank  für  Deutschland  sich
diese  Grundsätze  von  jeher  zur  Richtschnur  hat  dienen  lassen.
In  der  eben  gedachten  Tabelle  finden  sich  die  Ausleihungen,
welche  unter  die  zwei  ersten  Punkte  der  oben  angeführten
Verfassungsbestimmung  fallen,  ebenso  wie  in  den  jährlichen
Rechenschaftsberichten  der  Bank,  vom  Jahre  1842  ab  in
5  Klassen  eingetheilt,  von  denen  begreift:
Kl.  I:  die  Ausleihungen  zur  speciellen  ersten  Hypothek
auf  günstig  gelegene  und  wohlcultivirte  Landgüter ­
  und  Ländereien  von  mindestens  doppeltem
Wer  the;
KI.  II:  die  Ausleihungen  zur  speciellen  ersten  Hypothek
auf  städtische  Grundstücke  von  mindestens  doppeltem ­
  Werthe  und  unter  fortwährender  Versicherung ­
  der  Gebäulichkeiten  gegen  Feuersgefahr;
Kl.  III.  die  Ausleihungen  an  öffentliche  Creditvereine
und  Ablösu  ngscassen,  deren  Schuldverschreibungen ­
  mittelbare  oder  unmittelbare  R  ealSicherheit ­
  gewähren;
Kl.  IV:  die  Ausleihungen  an  Landschaften  ,  Gemeindeund
  andere  Corporationen,  deren  Haushalt
staatlich  überwacht  wird,  gegen  generelle  Verpfändung ­
  ihres  Vermögens;
Kl.  V  :  die  Ausleihungen  gegen  pfandweise  Einlegung  deutscher ­
  Staats-  und  Greditpapiere,  deren  Courswerth ­
  den  Betrag  des  Darlehns  um  mindestens
10  Procent  übersteigt.
Wie  viel  von  den  Fonds  der  Bank  Ende  1842,  wo  diese
Eintheilung  zum  ersten  Male  gemacht  wurde,  und  dann  weiter
am  Schlüsse  des  2.,  3.,  4.  und  5.  Jahrzehnts  auf  jede  der
vorbezeichneten  5  Belegungsarten  und  wie  viel  in  Policen-VorSchüssen
  ausgeliehen  war,  ergiebt  die  nachstehende  Uebersicht:

A  r  t
der
Ausleihung

Ende  1842

Darlehnsbetrag ­

jHi

m

Ende  1848

Darlehnsbetrag ­


m

Ende  1858

Darlehnsbetrag ­

Jk

Ende  1868

Darlehnsbetrag ­

Jk

Ende  1878

Darlehnsbetrag ­

Jk

5P
o

Klasse  I
I*

6  002  395
i  168  003
883  580
662  266
450427

6o,w
I  1,70
8,85
6,64
4i'i

12  307  127
I  056  023
547  500
734413
417  172

75,40
6,47
3,3*
4,*0
2,66

24  059  161
521  872
498  792
223  543
154  200

86,(2
1,88
1,79
0,80
0.6  8

4O  I73  288
383  486
95I  89I
II4  I93
IO6  200

86,39
0,82
2,05
0,25
0,23

72  631  831
380  4OO
I  732  907
964  I93
58  200

86,52
0,45
2,06
1,18
0,07

Sa.
llierzu:
Policen  -Vorschüsse

9  166  671
95  472

91,84  J  15062235
0,96  ||  408  864

92,28

2.50

25  457  568
I  21  I  484

9D(4
4,3«

4I  729  O58  J  89,74
2313588  1  4,»8

75  767  531
3  829  093

90,25
4,8«
        <pb n="53" />
        IV.  Theil.  Statistik  der  Finanz-Verwaltung.

47

Hieraus  erhellt,  dass  die  Bank  es  sich  vorzugsweise  hat
angelegen  sein  lassen,  die  disponiblen  Mittel  soweit  als  möglich
in  ersten  Hypotheken  land  wirthschaftl  icher  Besitzungen ­
  anzulegen,  —  und  diese  Belegungsweise  gewährt  ohne
Zweifel  auch  für  alle  denkbaren  Fälle  die  meiste  materielle
Sicherheit,  zumal  wenn  dabei,  wie  es  von  der  Bank  geschieht,
an  dem  Grundsätze  festgehalten  wird,  dass  der  Bodenwerth
der  belr.  Besitzung  allein,  abgesehen  von  Gebäuden,  Forsten
und  Industrie-Anlagen,  den  Betrag  des  Darlehns  mindestens
doppelt  decken  muss.  Ob  ein  Hypothekenobject  diesen  Werth
in  sich  fasst,  ist  nicht  immer  leicht  zu  bestimmen  und  lässt
sich  wenigstens  auf  Grund  der  beizubringenden  amtlichen
Schätzungen  allein  mit  Sicherheit  nicht  beurtheilen.  Es  werden
daher  derartige  Ausleihungen  jetzt  und  schon  seit  längerer
Zeit  nicht  mehr  bewirkt,  ohne  dass  zuvor  die  Objecte  von
Beauftragten  der  Bank  besichtigt  und  nach  bestimmten,  zu
dem  Ende  vorgezeichneten  Grundsätzen  nochmals  taxirt  worden
sind.  Dass  die  Bank  solche  Darlehen  übrigens  immer  nur  in
grösseren  Beträgen  (in  der  Regel  nicht  unter  30000  Mark)
gewährt,  ist  selbstverständlich,  da  ihr  die  Ausleihungen  ja  nicht
Selbstzweck,  sondern  nur  Mittel  zum  Zweck  sind  und  sie  deshalb ­
  eine  zu  starke  Belastung  der  Verwaltung  durch  das  Ausleihungsgeschäft ­
  zu  vermeiden  suchen  muss.
Wenn  sich  auch  in  neuerer  Zeit  immer  mehr  Capital
dem  Hypothekengeschäft  zugewendet  hat,  und  zu  dem  Ende
selbst  eine  Reihe  besonderer  Anstalten  (Hypotheken-  und
Grundcreditbanken)  errichtet  worden  sind,  so  hat  es  doch  im
Allgemeinen  bis  jetzt  noch  nie  an  ausreichender  Gelegenheit  I
zur  Unterbringung  der  verfügbaren  Bankfonds  auf  solide  Hypotheken ­
  von  Landgütern  gefehlt.  Nicht  wenig  hat  hierzu  der
Umstand  beigetragen,  dass  in  den  Kreisen  der  Grundbesitzer  j
mehr  und  mehr  erkannt  und  gewürdigt  worden  ist,  welche
grossen  Vortheile  die  Bank  den  Darlehnsempfängern  dadurch
bietet,  dass  von  ihrer  Seite,  sofern  nur  die  Zahlung  der  Zinsen
pünktlich  erfolgt  und  sofern  die  Pfandgüter  nicht  durch  Deterioration ­
  oder  auf  andere  Weise  im  Werthe  sich  verringern,
schon  wegen  ihrer  stets  wachsenden  Fonds  eine  Kündigung
nicht  zu  gewärtigen  ist,  sowie  dass  sie,  ohne  die  Zahlung
jährlicher  Tilgungsraten  zu  bedingen,  doch  auf  Wunsch  der
Schuldner  durch  Annahme  von  Abschlagszahlungen  innerhalb
der  vertragsmäsigen  Grenzen  die  allmähliche  Minderung  und
Tilgung  der  Schuld  erleichtert.
So  beträchtlich  auch  die  Summen  sind,  welche  in  solchen
Hypotheken  auf  Landgüter  ausgeliehen  worden  sind,  so  ist  die
Bank  während  ihrer  50jährigen  Wirksamkeit  doch  nur  erst
in  einem  einzigen  Falle,  in  welchem  auf  ein  von  verpflichteten ­
  Taxatoren  nach  angeblich  landschaftlichen  Principien  zu
222  072  Mark  abgeschätztes  Gut  63  OOO  Mark  geliehen  worden
waren,  genöthigt  gewesen,  zur  Sicherung  der  Bankforderung
das  Hypothekenobject  zeitweise  zu  übernehmen  und  nur  in
diesem  einzigen  Falle  ist  ihr  auch  aus  den  hypothekarischen
Ausleihungen  ein  —  übrigens  im  Verhältnis  zur  Höhe  der
ausgeliehenen  Fonds  nur  unbedeutender  —  Verlust  erwachsen.
Dies  ist  gewiss  der  beste  Beweis  für  die  Richtigkeit  der  von
der  Bank  in  dieser  Hinsicht  beobachteten  Grundsätze  und  für
die  Vorsicht,  die  sie  bei  Gewährung  solcher  Darlehen  hat
walten  lassen.
Neben  den  hypothekarischen  Ausleihungen  auf  landwirtschaftliche ­
  Besitzungen  sind  die  übrigen,  in  den  Spalten  4
bis  7  der  Tabelle  XXIV  verzeichneten  4  Belegungsarten  nur
von  untergeordneter  Bedeutung.  Namentlich  haben  sich  die
Darlehen  auf  städtische  Grundstücke,  wie  auch  diejenigen
auf  Staats-  und  Creditpapiere  im  Laufe  der  Zeit  mehr  und
mehr  vermindert  und  machen  jetzt  nur  noch  einen  sehr  geringfügigen ­

  Theil  der  Gewährschaft  aus.  Etwas  beträchtlicher
sind  nur  noch  die  Ausleihungen  der  Klasse  111,  unter  welchen
namentlich  Pfandbriefe  Preussischer  Landschaften  sowie  Preussische
  und  Bayrische  Rentenbriefe  begriffen  sind.
Alle  diese  Ausleihungsarten  haben  übrigens,  wenn  man
von  den  vorübergehenden,  durch  spätere  Agiogewinne  stets
wieder  mehr  als  reichlich  ausgeglichenen  Coursabschreibungen
absieht,  nie  den  mindesten  Verlust  ergeben.
Zu  etwas  grösserer  Bedeutung,  als  die  eben  besprochenen
Klassen  II  bis  V  der  Ausleihungen,  sind  die  Vorschüsse
gelangt,  welche  die  Bank  ihren  Versicherten  gegen  unterpfändliche
  Einlegung  ihrer  Policen  bis  je  zum  Belaufe  der  bei
Aufhebung  der  Versicherung  zu  leistenden  Abgangsentschädigung ­
  zu  einem  mäsigen  Zinsfuss  (zur  Zeit  4 l /a°/o)  gewährt.
Häufig  sind  diese  Vorschüsse,  bei  welchen  der  Natur  der
Sache  nach  Verluste  für  die  Bank  vollständig  ausgeschlossen
sind,  das  bequemste  Mittel,  die  bei  unerwartet  eintretendem
Mangel  drohende  Gefahr  des  Verlustes  der  Versicherung  abzuwenden ­
  ;  nicht  selten  dienen  dieselben  selbstverständlich  aber
auch  zur  Bestreitung  anderer  Ausgaben,  zur  Begründung  oder
zur  Beförderung  vortheilhafter  Unternehmungen,  zur  Unterstützung ­
  von  Kindern  oder  anderen  Angehörigen  der  Versicherten ­
  in  der  Zeit  der  Vorbildung  für  einen  bestimmten
Beruf  oder  der  Begründung  einer  eigenen  Existenz.  Es  ist
daher  erklärlich,  dass  von  der  Gelegenheit,  auf  die  Policen
einen  Vorschuss  entnehmen  zu  können,  in  ziemlich  beträchtlichem ­
  und  von  Jahr  zu  Jahr  steigendem  Umfange  Gebrauch
gemacht  worden  ist.  Seitens  der  Bank  ist  den  desfallsigen
Wünschen  ihrer  Versicherten  aber  innerhalb  der  verfassungsmäsigen
  Grenzen  allezeit  in  der  liberalsten  und  zuvorkommendsten ­
  Weise  entsprochen  worden.
Von  den  übrigen  Posten  der  Gewährschaft  tragen  noch
die  gestundeten  Prämienhälften  (Spalte  9),  das  Guthaben ­
  bei  Banquiers  und  Credit-Anstalten  (Spalte  11)
und  das  Bankgrundstück  (Spalte  13)  Zinsen.
Das  Zugeständnis,  dass  die  Prämienzahlungen  auch  in
halbjährlichen  Raten  geleistet  werden  können,  ist  erst  mit  der
revidirten  Bank  Verfassung  am  1.  Januar  1840  in  Kraft  getreten.
Die  Prämien  werden  indess  verfassungsmäsig  auch  bei  halbjährlicher ­
  Zahlung  je  am  Ausstellungstage  der  Police  mit  dem
vollen  Jahresbetrage  fällig  und  die  zweite  Hälfte  gilt  daher
stets  nur  als  gestundet  und  muss  verzinst  und  unter  allen
Umständen  erst  nachgezahlt  werden,  ehe  aus  der  Versicherung
ein  Anspruch  erhoben  werden  kann.  Demzufolge  sind  aber
die  gestundeten  Prämienraten,  deren  Zahlbarkeitstermin  in  das
nächste  Kalenderjahr  fällt,  je  als  Aussenstände  der  Bank  unter
die  Activa  einzustellen,  wie  sie  andererseits  auch  in  der  Jahres-Prämien-Einnahme
  und  in  dem  unter  die  Passiva  eingestellten
Prämien-Uebertrag  mit  enthalten  sind.  Auch  von  der  Vergünstigung ­
  der  halbjährlichen  Prämienzahlung  ist  seit
deren  Einführung  in  immer  steigendem  Maase  Gebrauch  gemacht ­
  worden,  was  am  deutlichsten  daraus  erhellt,  dass  der
betreffende  Gewährschaftsposten  betrug:
Ende  1848:  37  730  Mark  oder  0,23 o  0  des  Gesammtfonds
»  1858:  96479  »  »  0,35  °/o  »  »
»  1868:  325  125  »  »  O,7o°/o  »  ■»
»  1878:  882639  »  »  i,os°/o  »  »
Die  Höhe  des  Guthabens  bei  Banquiers  und  Creditanstalten
  ist  ziemlich  wechselnd  gewesen,  je  nachdem  es
möglich  war,  die  durch  die  Anschaffungen  der  Agenten  zusammenfliessenden
  Gelder  etwas  früher  oder  später  in  festen
Ausleihungen  anzulegen.
Ein  Posten  für  das  Bankgrundstück  erscheint  in  der
Gewährschaft  zum  ersten  Male  im  Jahre  1848,  da  erst  in
        <pb n="54" />
        48

IV.  Tlieil.  Statistik  der  Finanz-Verwaltung.

diesem  Jahre,  nachdem  die  Bank  schon  20  Jahre  lang  in  Wirksamkeit ­
  gestanden  und  eine  grössere  Ausdehnung  gewonnen
hatte,  zum  Bau  eines  eigenen  Gebäudes  geschritten  worden
ist.  Dasselbe  wurde  im  Jahre  1851  vollendet  und  kam  auf
102  OOO  Mark  zu  stehen,  welche  Summe  sich  durch  allmähliche
Abschreibungen  ermäsigte,  später  aber  durch  Neuherstellungen,
insbesondere  durch  einen  wegen  wachsenden  Raumbedarfs  im
Jahre  1868  noting  gewordenen  Anhau  und  durch  einen  aus
dem  gleichen  Grunde  in  den  Jahren  1877  und  1878  zur  Ausführung ­
  gekommenen  grösseren  Neubau  eine  beträchtliche  Erhöhung ­
  erfuhr,  so  dass  das  Bankgrundstück  Ende  1878  mit
233  301  Mark  zu  Buche  stand.
Als  Gewährschaftsposten,  welche  keine  Zinsen  tragen,  sind
endlich  anzuführen:  der  haar  und  in  Wechseln  vorhandene ­
  Gassebestand  (Spalte  1  und  2),  das  Guthaben
an  Zinsen  (Spalte  IO),  das  Guthaben  bei  den  Agenten
(Spalte  12)  und  bis  zum  Jahre  1850  die  Begründungsschuld ­
  (Spalte  14).
Der  Cassebestand,  dessen  Höhe  natürlich  sehr  wesentlich ­
  durch  die  noch  in  den  letzten  Tagen  des  Jahres  eingehenden
Agenten-Anschaffungen  und  die  gleichzeitig  zu  leistenden  Zahlungen ­
  bedingt  und  deshalb  ziemlich  schwankend  gewesen  ist,
ist  zwar  mit  der  Ausdehnung  des  Geschäftes  im  Allgemeinen
gestiegen,  hat  aber  doch  nur  einen  kleinen  Bestandteil  des
Gesammtfonds  ausgemacht.
Das  Guthaben  an  Zinsen  begreift  nur  zum  kleineren
Tlieil  bereits  fällig  gewesene,  noch  nicht  berichtigte  Zinsen,

zum  grösseren  Theil  dagegen  bis  zum  Jahresschlüsse  berechnete
Stückzinsen  auf  solche  Capitale,  deren  Zinszahlungstermin
nicht  auf  den  31.  December  fällt.
Ebenso  besteht  das  Guthaben  hei  den  Agenten  zum
grössten  Theile  nicht  in  wirklichen  Anschaffungsrückständen
der  Agenten,  sondern  in  solchen  Prämien,  die  zwar  in  dem
betreffenden  Jahre  fällig  geworden,  aber  mit  Rücksicht  auf  die
den  Versicherten  verfassungsmäsig  zustehende  vierwöchentliche
Zahlungsfrist  bis  zum  31.  December  noch  nicht  entrichtet  waren.
Die  Begründungsschuld  endlich  umfasste  ursprünglich
den  gesammten,  durch  die  Gründung  und  die  Geschäftsorganisation ­
  der  Bank  erwachsenen  Aufwand  von  im  Ganzen
16  500  Mark,  welcher  den  leitenden  Beamten  der  Bank  als
eine  unverzinsliche  Schuld  zur  Last  geschrieben  wurde  und
von  denselben  vom  Jahre  1832  ab  bis  zum  Jahre  1851  durch
jährliche  Abzahlung  von  825  Mark  allmählich  getilgt  worden  ist.
Im  Ganzen  beliefen  sich  die  vorerwähnten,  keine  Zinsen
tragenden  Gewährschaftsposten  0q
am  Schlüsse  des  Ji.  des  Gesammtfonds
ersten  Jahrzehnts  (Ende  1838)  auf  293562  oder  5,09%
zweiten  »  (  »  1848)  »  477  130  »  2,92%
dritten  »  (  »  1858)  »  677  461  »  2,44%
vierten  »  (  »  1868)  »  1258689  »  2,71%
fünften  »  (  »  1878)  »  I  875  654  »  2,23%
Es  hat  sonach  allezeit  nur  ein  verbältnissmäsig  kleiner
Theil  des  rechnungsmäsig  vorhandenen  Fonds  keine  Zinsen
getragen.
        <pb n="55" />
        49

V.  Theil.
Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

I.  Kapitel.
Einleitung.  —  Construction  der
Tabellen  XXV  —XXXV.
Während  die  früheren  Betrachtungen  über  die  Sterblichkeit ­
  —  vergl.  Theil  II  —  die  Sterbefälle  ohne  Rücksicht
auf  die  Lebenden,  aus  denen  sie  hervorgingen,  zum  Gegenstand ­
  hatten,  soll  sich  die  gegenwärtige  Abhandlung  fast  ausschliesslich ­
  mit  Sterblichkeitsverhältnissen,  d.  h.  mit
der  Vergleichung  der  nach  gewissen  Merkmalen  gruppirten
Sterbefälle  mit  den  entsprechenden  Zahlen  von  Lebenden,  aus
welchen  sie  hervorgingen,  befassen.  Während  jene  Betrachtungen ­
  hauptsächlich  die  ärztliche  Seite  der  Lebensversicherungs-Wissenschaft
  in’s  Auge  zu  fassen  und  Thatsachen  zu  beleuchten
hatten,  welche  für  die  ärztliche  Beurtheilung  der  Risicen  von
besonderem  Werthe  sind,  z.  B.  die  Erblichkeit  gewisser  Krankheiten, ­
  den  Einfluss  gewisser  Krankheitsanlagen  u.  s.  w.,  so
dienen  die  nachfolgenden  vorzüglich  den  Zwecken  des  Versicherungstechnikers, ­
  und  sollen  sie  Daten  liefern,  welche
entweder  an  und  für  sich  schon  oder  in  Verbindung  mit  anderweitigen ­
  Ermittelungen  für  die  rechnerische  Fundirung  des
Lebensversicherungsgeschäftes,  für  die  Berechnung  von  Prämien
und  Reserven,  von  Bedeutung,  oder  welche  geeignet  sind,  über
bisher  schwebende  Fragen  der  Technik  neues  Licht  zu  verbreiten. ­
  —
Das  Material,  auf  welches  sich  die  nachfolgenden  Tabellen
und  Untersuchungen  stützen,  kann  im  Verhältnis  zu  demjenigen ­
  ,  welches  bei  früheren  ähnlichen  Untersuchungen  zu
Gebote  stand,  als  ein  ziemlich  umfangreiches  bezeichnet  werden.
Die  Anzahl  der  Sterbefälle,  mit  welchen  sich  die  nachfolgenden
Betrachtungen  zu  beschäftigen  haben,  beträgt  21538;*)  die
Anzahl  der  Versicherten,  aus  welchen  diese  Sterbefälle  hervorgingen, ­
  (die  Zahl  der  Eingetretenen)  81  745,  wovon  49916
am  Schlüsse  der  Beobachtung  noch  am  Leben  und  10291
freiwillig  ausgeschieden  waren,  und  die  Zahl  der  Jahre  unter
Risico,  welche  von  den  Versicherten  durchlebt  resp.  (von  den
nachmals  Verstorbenen)  angetreten  wurden,  1,021456.  Den  allgemein ­
  bekannten  und  in  der  Praxis  vielbenutzten  Sterblichkeitsermittelungen ­
  der  17  englischen  Anstalten  lagen  dagegen  im
Ganzen  nur  13781  Sterbefälle  zu  Grunde  —  oder  richtiger  gesagt
»durch  Tod  erloschene  Policen«,  denn  es  wurde  bei  diesen  Ermittelungen ­
  zum  grössten  Theile  nach  Policen  und  nicht  nach
Personen  gerechnet,  so  dass  Personen,  welche  mehrere  Policen
hatten,  häufig  für  eben  so  viele  Lebende  bez.  Sterbende  gezählt ­
  wurden  —,  denen  91  198  Eingetretene  (abgeschl.  Policen)
gegenüberstanden,  wovon  25247  hei  Lebzeiten  ausschieden

*)  Weiter  unten  wird  der  Grund  erörtert,  warum  diese  Zahl  etwas
geringer  ist,  als  diejenige  der  im  II.  Theile  oben  betrachteten  hterhetälle.

und  44877  am  Schlüsse  der  Beobachtung  noch  vorhanden
waren.  Bei  der  vor  einigen  Jahren  von  dem  Institute  of
Actuaries  veranlassten  und  geleiteten  Ermittelung  der  Sterb-!
  lichkeit  der  20  englischen  Gesellschaften  betrug  die  Zahl  der
Sterbefälle,  soweit  sie  sich  auf  normale  Risicen  bezogen,  23856,
die  Zahl  der  Eingetretenen  146847,  die  Zahl  der  Ausgeschiedenen
40531,  die  Zahl  der  am  Schlüsse  des  Beobachtungstermins
noch  Vorhandenen  88329,  und  die  Zahl  der  von  Versicherten
während  des  ganzen  Beobachtungszeitraun#;  durchlebten  resp.
angetretenen  Jahre  unter  Risico  1,562649-  Da.  bei  Beurtheilung ­
  des  Umfanges  eines  aus  Aufzeichnungen  der  hier  in  Rede
stehenden  Art  hervorgegangenen  Materials  mit  Rücksicht  auf
die  technische  Verwerthung  desselben  hauptsächlich  die  Anzahl
der  beobachteten  Sterbefälle  und  erst  in  zweiter  Linie  die
übrigen  herangezogenen  Zahlen  in  Betracht  zu  ziehen  sind,
und,  da  überdies  die  Erfahrungen  der  20  englischen  Gesellschaften ­
  als  die  umfangreichsten  zu  gelten  haben,  welche  bis  in  die
neueste  Zeit  über  die  Sterblichkeit  versicherter  Leben  veröffentlicht ­
  worden  sind,  so  wird  man  ohne  Weiteres  behaupten
dürfen,  dass  die  nachfolgenden  Beobachtungen  hinsichtlich  des
Umfanges  ihres  Materiales  alle  bisherigen  mit  Ausnahme  von
denjenigen  der  20  englischen  Gesellschaften  übertreffen,  und  dass
sie,  ebenso  wie  diese  letzteren,  in  der  hier  fraglichen  Beziehung
die  so  berühmt  gewordenen  Beobachtungen  der  17  englischen
Gesellschaften  weit  hinter  sich  zurücklassen.  Die  numerische
Ueberlegenheit  des  den  nachfolgenden  Betrachtungen  zu  Grunde
liegenden  Materials  gewinnt  übrigens  noch  besondere  Bedeutung,
wenn  man  nicht  die  Gesammtzahlen  der  Sterbefälle  etc.,  sondern
die  specielle  Besetzung  der  höheren  Altersklassen
und  der  höheren  Versicherungsjahre  in’s  Auge  fasst.  Es  betrug
nämlich  die  Anzahl  der  Sterbefälle  und  der  diesen  gegenüber
zu  stellenden  ,gebenden  unter  Risico“  für  das  60.  Lebensjahr
und  aufwärts

bei  den  17  engl.  1025  resp.  21485
“jRiSy  948,  »  ,75  5,9
bei  Gotha  10617  »  177  346
Ferner  betrug  die  durchschnittliche  Versicherungsdauer  der
beobachteten  Leben  bis  zum  Schlüsse  des  Erhebungstermines
(nicht  zu  verwechseln  mit  der  durchschnittlichen  Versicherungsdauer ­
  überhaupt):
bei  den  17  engl,  etwas  weniger  als  5V2  Jahre*)
bei  den  20  engl.  9&amp;gt; 12  »

bei  Gotha

I  2,36

Hinsichtlich  der  Besetzung  der  höheren  Altersklassen  sowohl,

*)  Diese  Durchschnittsdauer  wird  gefunden,  indem  man  die  Zahl
der  Eingetretenen  in  die  Zahl  der  um  die  Hälfte  der  Gestorbenen  verminderten ­
  Zahl  der  Jahre  unter  liisico  di\idirt.
7
        <pb n="56" />
        50

Y.  Tlieil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

als  der  Besetzung  der  höheren  Versicherungsjahre  erweiset  sich  j
also  unser  Material  reichhaltiger,  seihst  als  dasjenige  der  20
englischen  Gesellschaften.  Die  stärkere  Besetzung  der  höheren
Versicherungsjahre  wird  aus  der  folgenden  Uebersicht  noch  deutlicher ­
  hervorgehen  :
Es  betrug

V.  11.  Vers.-Jahre
an  u.  aufwärts
V.  21.  Vers.-Jahre
an  u.  aufwärts
V.  31.  Vers.-Jahre
anu.  aufwärts
V.  41.  Vers.-Jahre
anu.  aufwärts

bei  den  20  engl.  Gesellsch.
(vom  15.  Lebensj.  an  inch)
'lie  Zahl  der  die  Zahl  der

Sterhefällo

I  663
282

Lebenden
unter  Risieo

I3  2I4  466462,5
554g  128636,5

25  82;
3  129

bei  Ctotba

die  Zahl  der
Sterhefällo

die  Zahl  der
Lebenden
unter  Risieo

I4;83  433319
8  245  I59  546,5  I
3  168  41  117,5
529  4431,:

Die  Zahlen  der  20  englischen  Gesellschaften  sind  hierbei
eigentlich  noch  etwas  zu  gross  angegeben,  indem  dieselben,  in  ¡
Folge  der  besonderen  Methode,  welche  bei  jenen  Anstalten  zur
Berechnung  der  Versicherungsjahre  in  Anwendung  kam,  sich
nicht  genau  auf  die  oben  angegebenen  Versicherungsjahre  beziehen, ­
  sondern  itfi  Durchschnitt  überall  um  ein  halbes  Versicherungsjahr ­
  zurückgreifen.
Das  speciell  auf  die  Frauen  bezügliche  Beobachtungsmaterial ­
  der  Gothaer  Bank  ist  seinem  Umfange  nach  ein  verhältnissmäsig
  nur  beschränktes;  es  umfasst  im  Ganzen  nur
4759  Personen  (Beigetretene),  welche  57420  Jahre  unter
Risieo  standen  und  1  539  Sterbefälle  lieferten,  und  steht  damit
gegen  das  entsprechende  Material  der  20  engl.  Gesellschaften,
welches  16604  Eingetretene,  150361  Jahre  unter  Risieo  und
3  335  Sterbefälle  umfasst,  bedeutend  zurück.  Die  relativ  geringere ­
  Betheiligung  der  Frauen  bei  der  Gothaer  Bank  gegenüber ­
  derjenigen,  welche  bei  den  englischen  Anstalten  stattfindet,
wird  zum  grössten  Theile  aus  der  Verschiedenheit  der  Stellung
der  Frauen  in  den  beiden  Beobachtungsgebieten  zu  erklären,
theilweise  vielleicht  auch  darauf  zurückzuführen  sein,  dass  die
Gothaer  Bank  Versicherungen  von  Frauen  gegenüber  eine  gewisse ­
  Reserve  beobachtet,  solche  Versicherungen  jedenfalls
nicht  eben  gesucht  hat.  Würden  bei  einer  Gegenüberstellung,
wie  der  obigen,  welche  Männer  und  Frauen  umfasst,  die  Frauen
ausser  Betracht  bleiben,  so  würde  sich  die  Besetzung  der
höheren  Altersklassen  relativ  für  Gotha  noch  etwas  günstiger
stellen,  als  es  in  dem  obigen  Tableau  der  Fall  ist.
Die  Tabellen  der  gegenwärtigen  Abtheilung  haben  hauptsächlich ­
  den  Zweck  einer  genauen  Sterblichkeitsermittelung
nach  Alter,  Geschlecht  und  Versicherungsdauer;  ausserdem
gewähren  sie  aber  noch  die  Grundlage  für  eine  Reihe  anderer
Untersuchungen,  die  in  den  folgenden  Kapiteln  eingehender
besprochen  sind.
Gleich  bei  der  ersten  Einrichtung  der  Zählkarten  wurde
Bedacht  darauf  genommen,  dass  es  wichtig  sei,  Material  zu
gewinnen  zu  Untersuchungen  über  den  Einfluss  der  öconomischen
  Lebenslage  auf  die  Sterblichkeit.
Auch  mit  um  deswillen  wurde,  wie  schon  aus  den  früheren
Theilen  dieses  Werkes  bekannt  ist,  auf  den  Zählkarten  der
Beruf  und  die  Versicherungs-Summe  der  Versicherten  notirt  ;
denn  dies  sind  die  einzigen  bei  Gelegenheit  des  Versicherungs-Abschlusses
  festzustellenden  Momente,  welche  allenfalls  einen
Schluss  auf  die  wirtschaftliche  Lage  zulassen.  Den  Versuch
aber,  behufs  der  Ermittelung  jenes  Einflusses  von  den  Berufsarten ­
  auszugehen,  musste  man  aufgeben  ;  denn  die  hier  mit
Rücksicht  auf  mehrseitige  statistische  Verwertbarkeit  gewählte

Klassification  ergab  nicht  Klassen,  welche  sich  hingesehen  auf
die  Lebenshaltung  von  einander  deutlich  und  bestimmt  unterscheiden; ­
  eine  diesem  Zwecke  ausreichend  dienende  Klassification ­
  aber  hätte  für  die  meisten  Klassen  nur  so  kleine  Zahlen
ergeben,  dass  man  damit  nicht  hätte  operiren  können.
Deshalb  entschloss  man  sich,  zu  dem  fraglichen  Zwecke
eine  Klassification  nach  den  Versicherungs-Summen  zu
benutzen.  Hier  traten  zwar  zwei  Bedenken  entgegen.  Erstens
ist  ja  die  Versicherungs-Summe,  welche  ein  Versicherter  wählt,
keineswegs  immer  characteristisch  für  seine  Vermögenslage
und  seine  gesammte  wirlhschaftliche  Situation.  Und  dann  ist
es  klar,  dass  bei  einer  solchen  Klassification  die  Sterblichkeit
der  niedrigen  Summenklassen  gegenüber  derjenigen  der  höheren
etwas  ungünstiger  erscheinen  muss,  als  sie  es  wirklich  ist,  da
in  Folge  der  häufig  vorkommenden  Nachversicherungen  allmählig
ein  Tlieil  der  diesen  Klassen  angehörenden  Personen  in  die
höheren  übertreten  (um  von  da  ab  in  den  höheren  als  Lebende
unter  Risieo  gezählt  zu  werden),  diese  letzteren  Personen  aber
durchgehends  solche  sind,  welche  die  mit  der  Nachversicherung
verknüpfte  neue  ärztliche  Untersuchung  zu  passiren  im  Stande
waren,  welche  also  im  Durchschnitt  bessere  Risicen  darbieten
mussten,  als  die  in  der  Klasse  zurückbleibenden.
Beide  Bedenken  waren  nicht  von  so  bedeutendem  Gewicht,
dass  man  um  ihretwillen  die  Untersuchung  hätte  aufgeben
müssen.  Unter  Tausenden,  welche  mit  je  3000  Ji.  versichert
waren,  werden  sich  offenbar  Manche  in  besserer  öconomischer
Lage  befunden  haben,  wie  Manche  unter  den  Tausenden,  welche
mit  6000,  IOOOO  u.  s.  w.  versichert  waren.  Aber  die  überwiegende ­
  Mehrzahl  der  mit  3000  JÍ  Versicherten  wird  doch
in  minder  günstiger  Lage  gewesen  sein,  als  die  überwiegende
Mehrzahl  der  mit  höheren  Summen  Betheiligten.  Und,  was
das  zweite  Bedenken  anbetrifft,  so  ist  zu  berücksichtigen,  dass
der  Einfluss  der  ärztlichen  Auswahl  auf  die  Sterblichkeit  sich
hauptsächlich  in  den  ersten  Jahren  nach  Abschluss  der  Versicherung ­
  geltend  macht,  ja,  dass  derselbe  nach  Verlauf  einer
gewissen  Anzahl  von  Jahren,  etwa  nach  10  Jahren,  practisch
genommen,  so  gut  wie  ganz  verschwindet,  so  dass  man  bei
zweckmäsiger  Ausscheidung  der  Beobachtungen  der  jüngeren
Versicherungsjahre  durchaus  vergleichbare  Resultate  erhalten  wird.
Von  diesen  Erwägungen  ausgehend,  klassificirte  man  das  gesammte
auf  die  Männer  bezügliche  Material  —  das  auf  die  Frauen
bezügliche  eignete  sich  aus  naheliegenden  Gründen  nicht  zu
einer  Untersuchung  der  hier  in  Rede  stehenden  Art  —  so,
dass  drei  Summenklassen  entstanden,  von  denen  die  erste  die
Versicherten  mit  unter  3000,  die  zweite  die  Versicherten  mit
3000  —  6000,  und  die  dritte  die  Versicherten  mit  über  6000  JL
enthält.  Diejenigen  Versicherten,  welche  während  der  ganzen
Dauer  ihrer  Mitgliedschaft  mit  derselben  Summe,  oder  mit
Summen  versichert  waren,  welche  sich  innerhalb  der  Grenzen
einer  und  derselben  Summenklasse  bewegten,  konnten  hierbei
für  die  ganze  Dauer  dieser  Klasse  zugezählt  werden,  diejenigen
dagegen,  welche  in  Folge  von  Nachversicherungen  und  Abgängen
  von  einer  Summenklasse  in  die  andere  gelangt  waren,
mussten  für  die  resp.  Versicherungsjahre  auch  diesen
verschiedenen  Summenklassen  zugezählt  werden,  wobei  übrigens
solche  theilweise  Abgänge  und  Reductionen  in  der  Versicherungssumme, ­
  welche  nicht  von  gleichzeitigen  oder  späteren
Nachversicherungen,  die  einen  Klassen  Wechsel  bedingten,  begleitet ­
  waren,  unberücksichtigt  gelassen  oder  mit  anderen
Worten  stets  nur  diejenigen  Veränderungen  in  der  wirklichen
Versicherungssumme  in  Betracht  gezogen  wurden,  welche  einen
Uebergang  in  eine  höhere  Klasse  herbeiführten.  *)
*)  Dieses  Verfahren  ist  vom  technischen  Standpunct  aus  offenbar
durchaus  zulässig,  sobald,  wie  dies-hier  geschah,  die  Lebenden  und  Ge-
        <pb n="57" />
        Y.  Theil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

51

Es  können  über  die  practische  Tragweite  einer  solchen
Ermittelungsmethode  sowie  über  die  Zweckmäsigkeit  der  für
die  Summen  gewählten  Grenzen  verschiedene  Meinungen
geltend  gemacht  werden;  soviel  aber  ist  sicher,  dass  diese
Methode  für  den  fraglichen  Zweck  eine  sicherere  Grundlage  darbietet ­
  als  irgend  eine  andere  überhaupt  ohne  allzugrosse  Mühe
durchführbare  und  dass  sie  —  was  jedenfalls  von  nicht  zu
unterschätzendem  Wer  the  ist  —  besser,  als  irgend  eine  andere,
geeignet  ist,  dem  Techniker  als  wirkliche  Rechnungsgrundlage
zu  dienen.
Zu  den  bisher  beschriebenen  Klassificirungen  des  Materials
und  den  daraus  hervorgehenden  Untersuchungen  gesellte  sich
nun  noch  eine  weitere.  Man  ermittelte  nämlich  die  absolute
Sterblichkeit  nach  den  Todesursachen  und  zwar
unter  Berücksichtigung  der  Alter  sowohl,  als  der
Versicherungsdauer.  Diese  Untersuchung  war  nicht  von
Anfang  an  in's  Auge  gefasst  worden  —  sie  wurde  erst  beschlossen, ­
  als  die  Untersuchungen  über  den  Einfluss  der  Versicherungsdauer ­
  Resultate  ergeben  hatten,  deren  nähere  Erklärung ­
  und  Begründung  eine  Specificirung  nach  Todesursachen
besonders  wünschenswert!!  erscheinen  Hess,  zu  einer  Zeit  also,
wo  nicht  allein  das  Kartenmaterial,  sondern  auch  die  Gruppirung
  desselben  vollständig  abgeschlossen  war.  Es  muss  dies
besonders  hervorgehoben  werden,  weil  hierin  die  Erklärung
dafür  liegt,  dass  die  Methode,  nach  welcher  die  in  Rede  stehende
Untersuchung  ausgeführt  wurde,  nur  Näherungswerthe  ergiebt,
und  insofern  mit  denjenigen  Methoden  nicht  ganz  harmonirt,
welche  bei  den  übrigen  von  vornherein  vorbereiteten  Untersuchungen ­
  zur  Anwendung  gekommen  sind.  Uebrigens  sind
die  Approximationen  durchgängig  der  Art,  dass  sie  auf  die
wirklich  in  Frage  kommenden  Endresultate  so  gut  wie  ohne
Einfluss  geblieben  sind  ;  sie  kommen,  wie  aus  den  Untersuchungen ­
  selbst  hervorgehen  wird,  der  Wahrheit  so  nahe,
dass  eine  Anwendung  der  exacten  Methode,  welche  eine  abermalige ­
  und  weitläufige  Gruppirung  eines  grossen  Theiles  des
Materials  und  damit  einen  nicht  unbedeutenden  Zeitaufwand
bedingt  haben  würde,  sich  unter  den  genannten  Umständen  i
kaum  hätte  rechtfertigen  lassen.
Bevor  nun  der  Gruppirungs-  und  Zählungs-Manipulationen,
welche  mit  den  Karten  vorzunehmen  waren,  um  die  auf  denselben ­
  enthaltenen  Zahlen  tabellarisch  verwerthen  zu  können,
des  Näheren  gedacht  wird,  mag  die  Methode  noch  in  aller
Kürze  geschildert  werden,  nach  welcher  für  die  einzelnen  Versicherten ­
  das  Beitrittsalter  und  die  Versicherungsdauer
bestimmt  wurde.  Als  rechnungsmäsiges  Beitrittsalter,  d.  h.  als
Alter,  nach  welchem  die  Prämie  zu  bestimmen  ist,  gilt  bei
der  Gothaer  Bank  stets  dasjenige,  welches  hei  der  Aufnahme
dem  wahren  am  nächsten  liegt,  so  dass  das  abgerundete

storbenen  genau  in  derselben  Weise  behandelt  werden  und  vereinfacht  &amp;gt;
die  Aufgabe  ganz  ausserordentlich,  da  bei  Anwendung  derselben  die  Zahl  j
der  möglichen  Uebergänge  sich  auf  so  viele  reducir!,  als  die  Zahl  der
Klassen  weniger  i  beträgt.  Beispielsweise  erhalten  wir  bei  den  hier  !
gewählten  Grenzen  für  die  Summenklassen  für  einen  Versicherten,  welcher
folgende  Veränderungen  durchmachte:  Beigetreten  im  Alter  von  37  mit
2  400  Ji,  neu  versichert  im  Alter  von  42  Jahren  mit  1  500,  abgegangen
im  Alter  von  45  Jahren  mit  1  200  Ji,  neu  versichert  im  Alter  von  50
Jahren  mit  5000  JL,  abgegangen  im  Alter  von  55  Jahren  mit  2400,
folgende  Uebergänge:
Beigetreten  in  der  Summenklasse  „unter  3  oco“  mit  dem  Alter  37,
Uebergetreten  in  die  Summenklasse  „3000  —  6000“  mit  dem  Alter  40,
Uebergetreten  in  die  Summenklasse  „über  6  000“  mit  dem  Alter  36,
indem  die  übrigen  Veränderungen  nicht  weiter  in  Betracht  kommen.  ¡
Freilich  wird  hierbei  die  wahre  Betheiligung  in  den  einzelnen  Summenklassen ­
  etwas  verschoben,  was  aber  mit  Rücksicht  darauf,  dass  die  Anzahl ­
  dieser  Fälle  (wie  die  der  Abgänge  überhaupt)  bei  der  Gothaer  Bank
nicht  bedeutend  ist,  und  dass  die  Einteilung  nach  Versicherungssummen
doch  nur  im  Grossen  und  Ganzen  eine  entsprechende  Scheidung  nach
Gesellschaftsklassen  herbeiführen  kann,  kaum  in  s  Gewicht  fallt.

Aufnahmealter  von  dem  wahren  höchstens  um  ein  halbes
Jahr  (+  6  Monate)  differiren  kann.  Da  nun  ohne  Weiteres
angenommen  werden  darf,  dass  die  wahren  Alter  der  Beitretenden ­
  sich  ziemlich  gleichmäsig  um  das  abgerundete  rechnungsrnäsige
  gruppiren,  so  ist  bei  den  Sterblicbkeitsermittelungen
durchweg  das  letztere  zu  Grunde  gelegt  worden.  Bei  den  Ermittelungen ­
  der  englischen  Anstalten  wurde  gleichfalls  nur  nach
abgerundeten  Jahren  gerechnet;  da  aber  bei  diesen,  —  abweichend
von  der  Praxis  der  Gothaer  und  wohl  der  meisten  deutschen  Anstalten ­
  —  als  rechnungsmäsiges  Beitrittsalter  stets  dasjenige  gilt,
welches  der  Versicherte  bei  dem  auf  die  Aufnahme  folgenden
nächsten  Geburtstage  erfüllt,  oder  mit  anderen  Worten,  das  laufende ­
  Alter  desselben,  so  war  die  endgültige  Behandlung  des
Alters  naturgemäs  dort  eine  etwas  andere,  was  bei  einer  Vergleichung ­
  der  englischen  Grundtafeln  für  die  Eingetretenen,  Gestorbenen ­
  und  Abgegangenen  mit  den  für  unsere  Anstalt  hier
mitgetheilten,  beachtet  werden  muss  —  dagegen  bei  einer  Vergleichung ­
  der  bez.  Tafeln  über  die  Lebenden  unter  Risico  etc.
ausser  Acht  gelassen  werden  darf,  da  in  diesen  als  Alter
beiderseits  stets  dasjenige  gilt  (bei  den  englischen  ist  es  durch
eine  eigenthümliche  Gruppirung  der  Daten  selbst  corrigirt
worden),  welches  der  Versicherte  eben  vollendet  hatte.  Die
Bestimmung  der  Versicherungsjahre  ferner  geschah  genau  der
Wirklichkeit  entsprechend,  indem  die  Zahl  der  vollendeten
Versicherungsjahre  einfach  nach  der  Anzahl  der  durchlaufenen
(jährlichen)  Prämientermine,  oder  genauer  gesagt,  nach  der
Anzahl  der  bezahlten  Jahresprämien,  berechnet  wurde,  welche
die  Anzahl  der  vollständig  durchlaufenen  Versicherungsjahre
stets  um  i  übersteigen  muss.  Diese  Methode  differirt  wiederum
von  der  englischen,  nach  welcher  durchgängig  als  Beobachtungsjahr ­
  das  Kalenderjahr  gewählt  wird  und  als  erstes  Versicherungsjahr ­
  mit  der  eigentümlichen  Bezeichnung  0  derjenige  Beobachtungszeitraum ­
  gilt,  welcher  zwischen  dem  Beitrittsdatum  und  dem
Ende  des  Beitritts  -  Kalenderjahres  lag,  so  dass  in  den  englischen ­
  Beobachtungen  das  Versicherungsjahr  0  im  Durchschnitt
Va  Jahr  umfasst,  und  die  folgenden  Versicherungsjahre  mit  der
Bezeichnung  I,  2,  .  .  das  Jahr  l ¡2  —  1 1 /2.,  1 1 /2—2 l /2-  u.  s.  w.
Es  ist  aber  kaum  zweifelhaft,  dass  die  erstere  Methode  in  der
That  den  Vorzug  verdient,  indem  sie  erstlich  jede  Hypothese
darüber,  wie  sich  die  Zahl  der  Eintretenden  über  das  Kalenderjahr ­
  verteilt,  überflüssig  macht  ;  und  dann  wirklich  eine
Sterblichkeitsermittelung  nach  passirten  vollen  Versicherungsjahren ­
  ermöglicht.
Für  die  Ermittelung  der  Sterblichkeit  nach  der  Versicherungssumme ­
  war  es  natürlich  nötig,  in  allen  denjenigen
Fällen,  wo  ein  oder  mehrere  Uebergänge  von  einer  Summenklasse ­
  zur  anderen  stattgefunden  hatten,  ausser  dem  ursprünglichen ­
  Beitrittsalter  noch  die  Alter  zu  berechnen,  welche  der
Versicherte  bei  den  einzelnen  Uebergängen  passirt  hatte.  Hierbei ­
  boten  sich  zwei  Wege  dar.  Entweder  man  identificirte
das  Uebergangsalter  mit  demjenigen,  welches  der  Prämienberechnung ­
  der  den  Uebergang  veranlassenden  Nachversicherung
zu  Grunde  lag,  oder  man  bestimmte  es  durch  einfache  Addirung
der  verflossenen  Jahre  der  Mitgliedschaft  zu  dem  ursprünglichen
Beitrittsalter  zur  Bank.  Der  leichteren  Controle  halber  entschied
man  sich  für  das  Letztere,  so  dass  unter  dem  Uebergangsalter
durchgängig  dasjenige  Alter  zu  verstehen  ist,  welches  der  Versicherte ­
  unter  Zugrundelegung  des  ursprünglichen  Beitrittsalters
beim  Uebergang  bereits  passirt  hatte  und  welches  im
Durchschnitt  zur  Hälfte  durchlebt  war.  Da  es  ferner
beabsichtigt  war,  die  Sterblichkeit  nach  der  \  ersicherungssumme
  in  ganz  derselben  ausführlichen  W  eise  nach  Altersklassen
und  Versicherungsjahren  zu  untersuchen,  wie  die  allgemeine
Männer-  und  Frauensterblichkeit,  so  musste  man  sich  auch
noch  darüber  schlüssig  machen,  in  welcher  Weise  die  Ver-7*
        <pb n="58" />
        52

V.  Theil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

sicherungsjahre  bei  denjenigen  Versicherten,  welche  durch  einfachen ­
  Uebergang  in  eine  Klasse  traten,  anzurechnen  waren.
Als  das  Nächstliegende  erscheint  es  hier  offenbar,  die  Versicherungsjahre ­
  ohne  Rücksicht  auf  die  Uebergänge  fortzuzählen,
einen  Versicherten  also  z.  B.,  welcher  mit  dem  6.  Versicherungsjahre ­
  von  der  ersten  Summenklasse  in  die  zweite  übertrat,  in
dieser  letzteren  gleich  für  das  6.  Versicherungsjahr  einzutragen.
Indessen  wird  man  bei  näherer  Ueberlegung  finden,  dass  bei
einer  solchen  Behandlung  die  Sterblichkeit  der  höheren  Summenklassen ­
  während  einer  ganzen  Reihe  von  Versicherungsjahren ­
  durch  den  fortwährenden  Zugang  an  neu  untersuchten
Versicherten  aus  den  niederen  Klassen  in  nicht  geringem
Maase  beeinflusst  werden  würde,  dass  also  bei  einer  solchen
Behandlung  der  eigentliche  Zweck  einer  gleichzeitigen  Gruppirung
nach  Lebensjahren  und  Versicherungsjahren,  nämlich  die  Elimination ­
  des  Einflusses  einer  verschiedenartigen  Vertheilung  des
Zuganges,  nur  unvollkommen  erreicht  werden  würde.  Deshalb
entschloss  man  sich  von  jedem  Uebergang  ab  die  Versicherungsjahre ­
  neu  zu  zählen,  die  Uebergehenden  also  —  abgesehen  von
der  verschiedenen  Berechnungsweise  des  neuen  Beitritts-  oder
Uebergangsalters  —  als  Neubeigetretene  zu  behandeln,  wobei,
wie  aus  der  späteren  Darstellung  der  Kartenoperationen  hervorgehen ­
  wird,  eine  wirkliche  Berechnung  der  Versicherungsdauer ­
  durch  einfache  Gruppirung  nach  den  Uebergangsaltern
umgangen  werden  konnte.
Um  die  Gruppirung  und  Zählung  möglichst  zu  vereinfachen,
wurden  überdies  alle  diejenigen  Beobachtungen,  welche  über
den  Prämientermin  1878  hinaus  gingen,  und  deren  Berücksichtigung ­
  zu  Bruchrechnungen  geführt  hätte,  ohne  Weiteres
weggelassen,  wodurch  die  Gesammtzahl  der  Sterbefälle  sich
allerdings  um  501  verringerte.  Diese  Reduction  erklärt  grösstentheils
  den  oben  constatirten  Unterschied  zwischen  der  hier  und
der  in  den  früheren  Abtheilungen  in  Betracht  gezogenen  Zahl  der
Sterbefälle.  Die  zurückbleibende  Differenz  von  -f-  22  ist  darauf
zurückzuführen,  dass  für  eine  geringe  Anzahl  wirklich  Ausgeschiedener, ­
  nämlich  für  alle  Diejenigen,  welche  als  Mitglied
der  Bank  das  85.  Lebensjahr  überschritten  und  bis  zu  dem
Prämientermine  1878  noch  bei  Lebzeiten  ausgeschieden  waren,
durch  nachträgliche  private  Ermittelungen  die  Beobachtung  bis
zum  Prämientermine  1878  verlängert  wurde,  um  auf  diese
Weise  das  sonst  sehr  dürftige  Material  der  höchsten  Altersklassen ­
  zu  vergrössern,  bez.  einige  Erfahrungen  über  den
Verlauf  der  Sterblichkeit  nach  dem  90.  Lebensjahr  zu  gewinnen,
mit  welchem  Lebensjahr  bekanntlich  die  Mitgliedschaft  bei  der
Bank  überhaupt  abschliesst.  Es  finden  sich  diese  22  Sterbefälle ­
  (mit  den  zugehörig.  Leb.  unter  Risico)  in  den  Haupttabellen ­
  XXV—XXXIV  überall  eingesetzt;  dagegen  fehlen  sie
in  einigen  kleinen  Uebersichten  der  folgenden  Kapitel,  welche
zum  Theil  auf  Tabellen  oder  Resultaten  der  früheren  Abtheilungen ­
  mit  beruhen.
Bei  der  Beschreibung  der  Operationen  mit  den  Zählkarten
wird  es  sich  empfehlen,  zunächst  nur  diejenigen  in’s  Auge  zu
fassen,  welche  zur  Ermittelung  der  Sterblichkeit  ohne  Rücksicht
auf  die  Summeneintheilung  dienten,  wobei  es  freilich  noting
wird,  einige  Gruppirungen,  welche  thatsächlich  mit  jenen  verbunden ­
  wurden,  welche  aber  ausschliesslich  dem  Zwecke
dienten,  die  auf  die  Summen  bezüglichen  Operationen  möglichst
zu  vereinfachen,  einstweilen  zu  übergehen.  Abgesehen  von
diesen  später  näher  zu  beschreibenden  Einschränkungen,  gestalteten ­
  sich  die  Operationen  also  folgendermaasen  :
Zuerst  wurden  die  Karten  nach  dem  Geschlecht  in  zwei
Gruppen  gebracht  und  eine  jede  dieser  Gruppen  alsdann  in
drei  Abtheilungen  zerlegt:  in  Lebende  am  Prämientermin  1878,
in  Gestorbene  bis  zu  diesem  Termine,  und  in  Abgegangene
bis  zu  diesem  Termine.  Alsdann  wurden  die  Karten  der

Gestorbenen  und  Abgegangenen  wieder  nach  den  Beitrittsaltern
und  der  Anzahl  der  entrichteten  Prämien,  die  Karten  der
Lebenden  dagegen  —  auf  welchen  die  Anzahl  der  entrichteten
Prämien  nicht  bemerkt  war,  um  sie  bei  späteren  Untersuchungen ­
  wieder  unverändert  gebrauchen  zu  können  —  nach
Beitrittsalter  und  Kalenderjahr  des  Beitritts  geordnet.
Nachdem  auf  diese  Weise  das  ganze  Material  nach  allen
den  Richtungen  gruppirt  war,  welche  bei  einer  Beobachtung
nach  dem  Geschlecht,  dem  Alter  und  der  Versicherungsdauer
in  Betracht  kommen  konnten,  wurde  die  Zählung  der  Unterabtheilungen ­
  vorgenommen  und  die  Resultate  in  zwei  auf  die
ersten  beiden  Hauptgruppen  (Männer  und  Frauen)  beziigl.
Tabellen  gebracht,  welche  genau  das  Ansehen  der  angehängten
Tabellen  XXV  und  XXVI  hatten,  mit  dem  Unterschiede,  dass  die
erste  und  letzte  Spalte  der  mit  Altern  überschriebenen  Verticalcol.
  (»Vers.  u.  Leb.«)  noch  frei  waren.  Die  Columnen
dieser  Tabelle  beziehen  sich,  wie  man  sehen  wird,  auf  die
Beitrittsalter  und  die  vollendeten  (passirten)  Alter  beim  Abgang, ­
  und  es  wurde  deshalb  die  Eintragung  der  für  die  einzelnen ­
  Versicherungsjahre  erlangten  Zählresultate  in  horizontaler
Linie  und  zwar  so  vorgenommen,  dass  die  Zahlen  der  Gestorbenen ­
  und  Abgegangenen  des  ersten  Versicherungsjahres
(also  diejenigen  welche  1  Prämie  gezahlt  hatten)  in  die  Rubrik
kamen,  welche  sowohl  in  verticaler  als  horizontaler  Linie  auf
dasselbe  Alter  (das  Beitrittsalter)  führt,  ln  welcher  Weise  die
Karten  der  Lebenden  behandelt  werden  mussten,  wird  man
sich  am  besten  verdeutlichen,  wenn  man  erwägt,  dass  es  bei
einer  Zählung  dieser  vor  der  Hand  lediglich  darauf  ankommt,
festzustellen,  wie  viele  Versicherte  in  den  einzelnen  Beitritts-!
  altern  beigetreten  und  in  welchen  Altern  die  auf  jedes  einzelne
Beitrittsalter  treffenden  Personen  aus  der  Beobachtung  geschieden
sind,  (d.  h.  welches  Alter  dieselben  am  Prämientermine  1878
hatten).  Durch  die  directe  Zählung  der  gebildeten  Gruppen
der  Lebenden  waren  die  Zahlen  für  das  folgende  Schema
gewonnen  :

Beitrittsalter

15
16

Kalenderjahr  des  Beitritts
1829  I  1830

Offenbar  standen  aber  diejenigen,  welche  1829  beigetreten
waren,  am  Prämientermine  1878  gerade  49  Jahre,  diejenigen,
welche  1830  beigetreten  waren,  am  Prämientermine  1878  gerade ­
  48  Jahre  unter  Beobachtung,  so  dass  das  Schema  auch
so  hätte  geschrieben  werden  können  :

Beitrittsalter

15
16

Durchlebte  Versicherungsjahre  heim
Abschluss  der  Beobachtung

49

48

Um  die  Zählresultate  für  die  Lebenden  auf  dieselben  Tabellen ­
  zu  bringen,  auf  welchen  schon  die  Zahlen  der  Gestorbenen ­
  und  Abgegangenen  notirt  waren,  hatte  man  also  nur
noting,  für  jedes  Beitrittsalter  die  nach  dem  Kalenderjahr  gebildeten ­
  Gruppen  in  horizontaler  Linie,  aber  diesmal  in  um-
        <pb n="59" />
        V.  Theil.  Statistik  der  Sterbliclikeitsverhältnisse.

53

gekehrter  Reihenfolge  (von  hinten  nach  vorn),  einzutragen,  indem ­
  man  mit  der  Gruppe  des  niedrigsten  Kalenderjahres  anting
und  das  zugehörige  Zähl  résultat  vertical  unter  das  Aller  eintrug, ­
  welches  sich  ergiebt,  wenn  man  zu  dem  Beitrittsalter  die
Differenz  zwischen  dem  hez.  Kalenderjahr  und  1878  hinzufügt.
In  Wirklichkeit  erfuhr  dieses  Verfahren  insofern  eine  kleine
Abänderung,  als  man  um  der  systematischen  Behandlung  willen
diejenigen  Lebenden  und  Altgegangenen  stets  in  dieselbe  Verticalcolumne
  bringen  wollte,  welche  in  dem  nächsten  Jahre
nicht  mehr  in  Beobachtung  traten,  was  einfach  dadurch  erreicht
wurde,  dass  man  nicht  die  Differenz  selbst  zwischen  dem  hez.
Kalenderjahr  und  1878,  sondern  die  um  1  geminderte  Differenz
zu  dem  Beitrittsalter  hinzulegte,  um  das  betreffende  vertical
geltende  Alter  zu  bestimmen.  Die  Einrichtung  der  Tabellen
XXV—XXVII  ist  mit  Bezug  auf  die  drei  Spalten  (f,  Abg.,  Leb.)
also  durchgängig  so  zu  verstehen,  dass  das  auf  horizontaler
Linie  stehende  Alter  das  Beitrittsalter  und  das  über  den  Columnen
  vertical  stehende  Alter  dasjenige  Lebensjahr  darstellt,
welches  die  Gestorbenen,  Abgegangenen  oder  Lebenden  am
Prämientermin  1878  bereits  überschritten  hatten  (oder  wie
man  sich  bez.  der  Lebenden  allein  auch  ausdrücken  kann,
welches  dieselben  genau  1  Jahr  vor  dem  Prämientermine  1878,
dem  Schlüsse  der  Beobachtung,  zurückgelegt  hatten).  Die
Zahlen,  welche  in  den  bez.  drei  Spalten  in  der  Tabelle  XXVI
bei  dem  horizontal  geltenden  Alter  32  und  unter  dem  vertical
geltenden  Alter  35  eingetragen  sind,  nämlich  3,  2,  9  deuten
also  successive  die  Zahlen  derjenigen  Frauen  an,  welche
mit  dem  32.  Lebensjahr  beitraten,  und  nach  Vollendung
des  35.  resp.  starben,  austraten  oder  am  Prämientermine
1878  noch  lebten  (d.  h.  in  dem  letzteren  Falle  bei  diesem
Termine  gerade  das  Alter  36  vollendeten).
Um  die  in  der  beschriebenen  Weise  rubricirten  Resultate
direct  verwerthbar  zu  machen,  war  noch  ein  weiterer  Schritt
nöthig,  nämlich  die  Ermittelung  der  Anzahl  derjenigen,  welche
die  einzelnen  Beitrittsjahre  und  Versicherungsjahre  überhaupt
(d.  h.  während  des  ganzen  Beobachtungszeitraumes)  passirten.
Die  Ermittelung  dieser  geschah  dadurch,  dass  man  die  auf
derselben  horizontalen  Linie  stehenden  Zahlen  der#ßestorbenen,
Abgegangenen  und  Lebenden  zusammenzählte,  also  alle  diejenigen ­
  zusammenfasste,  welche  dem  nämlichen  Beitrittsaller
angehörten  und  alsdann  aus  dieser  Zahl,  welche  offenbar  die
Gesammtzahl  der  mit  dem  betreffenden  Beitrittsalter  überhaupt
Beigetretenen  darstellte,  die  Zahlen  der  folgenden  Alter  durch
einfache  Subtraction  der  Gestorbenen,  Abgegangenen  und  der
am  Prämientermine  1878  noch  Behenden  ableitete.  Für  das
Beitrittsalter  40  (Frauen)  stellte  sich  z.  B.  die  Rechnung
folgendermaasen  :
Summe  der  Gestorbenen,  Abgegangenen  und  Lebenden

auf  der  Horizontallinie  des  Alters  40:  142.
Es  traten  bei  mit  dem  40.  Lebensjahr  ....  142
Davon  starben  im  Laufe  des  Jahres  ...  2
»  gingen  ab  im  Laufe  des  Jahres  .  .  8
während  am  Ende  des  Jahres  (wegen  Erreichung
des  41.  Lebensjahres  am  Schlüsse  der  Beobachtung ­
  d.  h.  am  Prämientermine  1878)  aus  der
Beobachtung  schieden  6  16
Es  passirten  also  das  41.  Lebensjahr  (traten
in  das  2.  Versicherungsjahr)  126
u.  s.  f.

Die  somit  gewonnenen  Zahlen  wurden  in  den  betr.  Grundtabellen ­
  in  die  mit  »Vers.«  bezeichnete  Spalte  eingetragen  in
der  Weise,  wie  es  aus  der  Tabelle  XXVI  ersichtlich  ist.  Das
auf  horizontaler  Linie  stehende  Alter  stellt  also  auch  für  diese
das  Beitrittsalter  dar  und  das  vertical  geltende  das  passirte

volle  Lebensjahr.  Die  in  Tabelle  XXVI,  Beitrittsalter  29,  vertical ­
  geltendes  Alter  33,  unter  »Vers.«  eingetragene  Zahl  99
giebt  z.  B.  die  Anzahl  derjenigen  versicherten  Frauen  an,
welche  mit  dem  30.  Lebensjahr  der  Bank  beitraten  und  während
des  Beobachtungszeitraums  das  33.  Lebensjahr  passirten.
Nach  diesen  Erläuterungen,  welche  über  die  Bedeutung
der  in  den  Tabellen  XXV  —  XXVII  enthaltenen  Zahlen  keinen
Zweifel  übrig  lassen  werden,  wollen  wir  derjenigen  Operationen
gedenken,  welche  zum  Zwecke  der  Beobachtung  nach  Summen
vorgenommen  wurden,  bezw.  der  Abänderungen  ,  welche  das
bereits  geschilderte  Verfahren  mit  Rücksicht  auf  diesen  Zweck
zu  erleiden  hatte.  Für  diejenigen  Versicherten  ,  welche  einen
Uebergang  von  einer  Summenklasse  zur  anderen  gar  nicht
durchgemacht  hatten,  liess  sich  offenbar  genau  dasselbe  Verfahren ­
  in  Anwendung  bringen,  welches  bezüglich  der  gesammten
Männer-  und  Frauenbeobachtungen  zu  benutzen  war.  Anstatt
also  nach  völliger  Ausfüllung  der  auf  die  letzteren  bezüglichen
Tabellen  das  ganze  Material  von  Neuem  zu  gruppiren,  änderte
man  das  schon  geschilderte  Verfahren  einfach  dahin  ab,  dass
ursprünglich  nicht  2,  nach  dem  Geschlecht  gebildete,  sondern
5  Hauptgruppen  entstanden,  von  denen  die  ersten  3  diejenigen
männlichen  Versicherten  enthielten,  welche  keinen  Uebergang
von  einer  Summenklasse  zur  anderen  durchzumachen  hatten
und  resp.  mit  unter  3  OOO,  mit  30OO  —6000  und  mit  über
6000  versichert  waren,  die  4te  diejenigen  männlichen  Versicherten, ­
  welche  Uebergänge  aufwiesen  und  die  gte  endlich
die  sämmtlichen  auf  die  Frauen  bez.  Karten.  Alle  diese  Einzelgruppen ­
  wurden  nun  genau  in  der  Weise  behandelt,  wie  es
oben  für  die  2  Hauptgruppen  angegeben  wurde,  bis  man
schliesslich  für  eine  jede  Hauptgruppe  die  Zahlen  erlangte,
welche  nach  jenem  Verfahren  in  den  Col.  »Vers.,  t,  Abg.  und
Leb.«  einzustellen  waren.  Für  die  Frauen  wurde  diese  Einstellung ­
  auch  direct  ausgeführt,  für  die  3  Summenklassen
dagegen  ein  Schema  benutzt,  wie  es  weiter  unten  (S.  55  langegeben ­
  ist,  und  alsdann  die  Resultate  dieser  Summenklassen,
sowie  der  Restklasse  (der  4ten)  zusammengezogen  und  gleichfalls ­
  in  das  gewöhnliche,  schon  früher  besprochene  Tableau
gebracht.  Auf  diese  Weise  entstanden  also  die  Col.  »Vers.,  f,
Abg.  und  Leb.«  für  die  Männer  überhaupt  und  die  Frauen  genau ­
  so,  als  ob  eine  Hauptgruppirung  lediglich  nach  dem  Geschlecht ­
  stattgefunden  hätte,  während  gleichzeitig  die  Zählung
und  Gruppirung  aller  derjenigen  Karten,  welche  keinen  Uebergang ­
  aufwiesen,  vollständig  erledigt  war.  Die  weitere  Aufgabe,
welche  sich  ausschliesslich  auf  eine  Gruppirung  und  Zählung
derjenigen  Karten  beschränkte,  welche  ein  oder  mehrere  Uebergänge ­
  aufwiesen,  gestaltete  sich  nun  folgendermaasen.  Zunächst
wurde  auf  den  einzelnen  Karten  neben  dem  Beitrittsalter  die
Summenklasse  notirt,  welcher  der  Versicherte  ursprünglich
angehört  hatte,  unter  diesen  Daten  die  ferneren  Klassen,  in
welchen  der  Versicherte  eingetreten  war,  unter  gleichzeitiger
Angabe  der  zugehörigen  Uebergangsalter,  und  unter  diesen
wiederum  das  Ausgangsalter  aus  der  Beobachtung  (letztpassirtes
Alter  beim  Tod,  resp.  beim  Abgang,  oder  am  Prämientermin  78),
welches  letztere  sich  einfach  ergab,  wenn  man  das  ursprüngliche ­
  Beitrittsalter  um  die  Zahl  der  während  der  ganzen  Mitgliedschaft ­
  bei  der  Bank  bezahlten  Jahresprämien  erhöhete.
Hierbei  waren,  in  Folge  der  angewandten  Methode,  die  theilweisen
  Abgänge  und  Reductionen  in  der  Versicherungssumme,
welche  den  Versicherten  nachträglich  entweder  zeitweise  oder
dauernd  in  eine  niedere  Klasse  gebracht  hätten,  ganz  unberücksichtigt ­
  zu  lassen  (vergl.  S.  55),  bezüglich  der  Klassenübergänge ­
  offenbar  nur  4  verschiedene  Combinationen  möglich,
nämlich,  wenn  die  Stellung  der  römischen  Zahlen  gleichzeitig
die  Reihenfolge  der  Klassen  andeutet,  die  folgenden  (die  bei-
        <pb n="60" />
        54

Y.  Theil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

gefügten  arabischen  Zahlen  deuten  beispielsweise  die  zugehörigen
Alter,  die  zu  unterst  stehende  das  Ausgangsalter  -an):
45  I.  45  !•  45  L  45  IL
48  II.  51  II.  63  III.  58  III.
56  III.  66  69  71
S3-Hierauf
  wurden  die  Karten  nach  den  letztnotirten  Klassenzahlen ­
  (also  ohne  Rücksicht  auf  die  sonstigen  auf  den  Karten
befindlichen  Klassenzahlen)  nach  Gestorbenen,  Abgegangenen
und  Bestand  (Lebende  am  Prämien  ter  min  78)  in  3  Gruppen  gebracht, ­
  innerhalb  dieser  Gruppen  nach  den  letzten  Uebergangsalter ­
  n  und  den  wirklichen  Ausgangsaltern  (also  in  doppelter  Weise
nach  Altern)  geordnet  und  gezählt  und  die  somit  gewonnenen
Zählungsresultate  in  die  oben  erwähnten  drei  Summenschemata
eingetragen,  und  zwar  direct  über  die  aus  der  früheren  Zählung
herrührenden  Zahlen,  wobei  für  die  Horizontallinie  das  (letzte)
Ueber  gangsalter,  für  die  Verticallinie  das  Ausgangs  alter
maasgebend  war.  (Die  Zahl  derjenigen  Versicherten,  welche  zuletzt
in  die  Klasse  III  mit  dem  Alter  54  ein  getreten  und  im  Alter  63
gestorben  waren,  kam  also  auf  dem  Summenschema  III  auf  der
Horizontallinie  54  unter  dem  vertical  geltenden  Alter  63  und
zwar  in  der  Col.  f  zu  stehen.)  Alsdann  wurden  die  Karten
wieder  zusammengeworfen  (Gestorbene,  Abgegangene  und
Lebende  ohne  Unterschied,  da  eine  Trennung  der  Karten  nach
diesen  Richtungen  hin  nicht  mehr  noting  war),  nach  den  erstnotirten
  Klassenzahlen  in  3  Gruppen  zerlegt,  innerhalb  dieser
nach  Beitrittsaltern  geordnet,  gezählt  und  die  einzelnen  Zählungsresultate ­
  in  den  Col.  »Vers.«  der  drei  Schemata  unmittelbar ­
  über  diejenigen  Zahlen  von  Neubeitretenden  eingetragen, ­
  welche  durch  die  frühere  Zählung  resp.  Rückrechnung
erlangt  waren.  (Die  Zahl  der  Versicherten,  welche  z.  B.  zuerst
der  Summenklasse  II  angehört  und  mit  dem  Alter  36  der  Bank
beigetreten  waren,  kamen  also  in  dem  Summenschema  II  dort
zu  stehen,  wo  das  horizontal  geltende  Alter  36  und  das
vertical  geltende  Alter  36  in  der  Col.  »Vers.«  zusammenstösst.)
  Hiermit  waren  offenbar  alle  diejenigen  Zählungen
erledigt,  welche  auf  den  wirklichen  (ersten)  Zugang  der
hier  in  Rede  stehenden  Versicherten,  sowie  auf  den  Abschluss ­
  der  Beobachtungen  Bezug  hatten,  und  man  konnte  sich
nunmehr  darauf  beschränken,  die  Zu-  und  Abgänge,  welche
durch  blossen  Summenübergang  in  den  einzelnen  Klassen  stattgefunden ­
  hatten,  zu  ermitteln.  Zu  dem  letzteren  Beliufe  wurden
die  nach  den  erstnotirten  Summenklassen  und  den  zugehörigen
(wirklichen)  Beitrittsaltern  geordneten  Karten  nochmals  in
Unterabtheilungen  zerlegt  und  zwar  nach  dem  nächsten  Uebergangsalter
  (zu  zweit  notirtem  Alter),  welches  offenbar  gleichzeitig ­
  das  Ausgangsalter  aus  der  erstnotirten  Klasse  darstellt,
und  die  somit  gewonnenen  Zählresultate  in  die  resp.  Summenschemata ­
  auf  der  Horizontallinie  des  wirklichen  Beitrittsalters
und  der  Verticallinie  des  Uebergangsalters  unter  dem  Colurnnenkopf
  »Abgang  wegen  Uebergang«  (vergl.  das  unten  folgende
Schema)  eingetragen.  Alsdann  wurden  die  Karten  wieder
zusammengeworfen,  nach  den  zu  zweit  notirten  Summenklassen
II  und  III  gelegt  (die  Klasse  I  konnte,  wie  aus  den  oben  angeführten ­
  4  überhaupt  möglichen  Combinationen  zu  ersehen  ist,
nur  als  Anfangsklasse  Vorkommen),  innerhalb  dieser  wieder
nach  den  zugehörigen,  neben  der  zweit  notirten  Summenklasse
stehenden  Altern  geordnet  und  die  gewonnenen  Zählungsresultate
auf  den  zwei  Summenschematen  II  und  III  —  das  Summenschema ­
  I  kam  bei  den  Zählungen  von  jetzt  an  nicht  mehr  in  Betracht ­
  —  genau  so  behandelt,  wie  vorhin  der  wirkliche  Zugang,  mit
dem  Unterschiede,  dass  dieselben  nicht  in  die  Col.  »Vers.«  sondern ­
  in  die  Gol.  »Zugang  wegen  Uebergang«  eingetragen  wurden.
(Ein  Versicherter,  der  zuerst  der  I.  oder  II.  Klasse  angehört
hatte  und  alsdann  mit  dem  Alter  36  in  die  III.  übergetreten

J  war,  kam  also  auf  dem  Summenschema  III  dort  zu  stehen,
wo  in  der  Gol.  »Zugang  wegen  Uebergang«  das  horizontalgeltende ­
  Alter  36  mit  dem  verticalgeltenden  Alter  36  zusammentrifft.) ­
  Die  Trennung  des  »Abganges  wegen  Uebergang«  von
dem  eigentlichen  Abgang  auf  den  Summenschematen  hatte
lediglich  den  Zweck,  ausser  den  eigentlichen  Sterblichkeits-Untersuchungen
  auch  solche  zu  ermöglichen,  welche  sich  auf
die  Grösse  und  Vertheilung  der  wirklichen  Abgänge  beziehen;
die  Trennung  des  wirklichen  Zugangs  von  dem  Zugang  wegen
Uebergang  geschah  dagegen  deshalb,  weil  der  wirkliche  Zugang
unmittelbar  zu  Anfang  des  Beobachtungsjahres,  der  Zugang
wegen  Uebergang  aber  erst  im  Laufe  desselben,  also  im
Durchschnitt  ein  halbes  Jahr  später,  unter  Beobachtung  trat,
was  bei  der  Berechnung  der  Lebenden  unter  Risico  zu  berücksichtigen ­
  ist.  Der  weitere  Verlauf  der  Gruppirungen  und
,  Zählungen  gestaltete  sich  nun  ähnlich  wie  bei  der  vorigen
Abschreibung  wegen  Uebergang;  die  Karten  wurden  innerhalb
der  schon  erlangten  Gruppirung  wieder  nach  den  folgenden
Uebergangsaltern,  diesmal  also  nach  den  Altern,  welche  auf
den  Karten  mit  drei  Summenklassen  zu  dritt  standen,  gelegt,
(wobei  alle  diejenigen  Karten,  welche  eine  dritte  Klasse,  oder
was  dasselbe  ist,  einen  zweiten  Uebergang  nicht  aufwiesen,
ohne  Weiteres  ausgeschieden  werden  konnten,  da  der  Ausgang
aus  der  Gesammtbeobachtung  schon  vor  der  Ermittelung  der
Uebergänge  notirt  worden  war),  und  die  Zählresultate  in  die
Gol.  »Abgang  wegen  Uebergang«  auf  den  Summenschematen
II  und  III  eingestellt,  und  zwar  auf  dem  Summenschema  II,
wo  von  der  vorhergehenden  Abschreibung  wegen  Uebergang
bereits  Zahlen  vorhanden  waren,  direct  unter  diese  letzteren.
Zum  Schluss  wurden  die  noch  vorhandenen  Karten,  d.  h.
diejenigen,  welche  drei  Summenklassen  aufwiesen  (und  welche
daher  sämmtlich  als  letzte  Klasse  die  III  hatten),  nochmals
zusammengeworfen,  nach  den  bei  der  III  stehenden  Uebergangsaltern ­
  gelegt  und  die  Zählresullate  auf  dem  Summenschema ­
  III  in  den  Col.  »Zugang  wegen  Uebergang«  eingetragen, ­
  und  zwar  wiederum  über  die  bisherigen  Resultate,  so
dass  auf  dem  Schema  III  in  der  Col.  »Zugang  wegen  Uebergang« ­
  —  ähnlich  wie  auf  dem  Schema  II  in  der  Col.  »Abg.
w.  Ueberg.«  —  eventuell  2  Zahlen  übereinander  zu  stehen
kamen,  von  denen  die  erste  sich  auf  solche  Versicherte  bezog,
welche  nur  einen  Uebergang  durchgemacht  hatten  und  also
entweder  von  1  zu  III  oder  von  II  zu  III  üb  er  gegangen  waren,
und  die  zweite  auf  solche  Versicherte,  welche  zwei  Uebergänge, ­
  von  I  zu  II  und  von  II  zu  III,  durchgemacht  hatten.
Nachdem  somit  alle  Zählungen  erledigt  waren,  welche  auf
die  Zu-,  Ab-  und  Uebergänge  der  in  mehreren  Klassen  versichert ­
  gewesenen  Personen  Bezug  hatten,  konnte  dazu  geschritten ­
  werden,  die  Zahlen  derjenigen  von  diesen  Personen,
welche  während  des  ganzen  50jährigen  Beobachtungszeitraums
in  den  einzelnen  Summenklassen  die  verschiedenen  Lebensalter
und  Versicherungsjahre  passirt  hatten,  —  bezüglich  der
anderen  Personen  war  es  ja  bereits  bei  der  ersten  Zählung
geschehen  —  festzustellen.  Es  geschah  dies  einfach,  indem
die  in  den  einzelnen  Beitrittsaltern  (d.  h.  an  den  Stellen,  wo
sowohl  in  horizontaler  als  verticaler  Richtung  dasselbe  Alter
gültig  war)  notirten  wirklichen  Zugänge  und  Zugänge  wegen
Uebergang  addirt  und  diese  Summen  dann  successive  um
die  Zahlen  der  auf  derselben  Horizontallinie  stehenden  Gestorbenen, ­
  Abgänge  und  »Lebenden«  vermindert  wurden,  wo-'
  bei  die  erlangten  Resultate  ebenso  successive  in  den  Col.
»Vers.«  und  zwar  direct  über  die  bereits  dastehenden  und
aus  der  früheren  Zählung  der  Karten  ohne  Uebergang  herrührenden ­
  Zahlen  eingetragen  wurden.  Beispielsweise  stellt
sich  die  Rechnung  auf  dem  Summenschema  II,  von  welchem
wir  hier  ein  Bruchstück  mittheilen,  für  das  Beitrittsalter  40
        <pb n="61" />
        Y.  Tlieil.  Statistik  der  Sterblichkeit  s  Verhältnisse.

55

folgendermaasen  (die  fettgedruckten  Zahlen  im  Schema  beziehen
sich  auf  die  erste,  ohne  Rücksicht  auf  die  Uebergänge  vorgenommene ­
  Zählung):
Schema  der  Summenklasse  II  (3000  —  6000).

37
38
39
40
41

40.

215
1228
232
1277
225
1350

93
1423

116

2  .
15  12

12117
31

41.

1151
208
1199
211
1204
197
1348
79
1011

129

13

14  7

12  21

9  29

11  24

Wirklicher  Zugang  (Zugang  zur  Bank)  des  Alters  40
Zugang  w.  Uebergang  des  Alters

93
116

Summa  209
Hiervon  ab:  Gestorbene
»  »  wirklicher  Abgang  .  .
»  »  Abgang  w.  Uebergang  .  6
»  »  Lebende  5  12
ergiebt  sich  als  »Vers.«  des  Alters  41  19/
Hiervon  ab:  Gestorbene
»  »  wirklicher  Abgang  .  .
»  »  Abgang  w.  Uebergang  9.)  .  9
»  »  Lebende  3  12
ergiebt  sich  als  »Vers.«  des  Alters  42  185
u.  s.  f.
Als  letzter  Schritt  zur  Erlangung  direct  verwendbarer
Tafeln  über  die  reinen  Beobachtungszahlen  der  verschiedenen
Summenklassen  war  es  nur  nöthig,  die  auf  den  bisherigen
Schematen  in  den  einzelnen  Rubriken  übereinanderstehenden
Zahlen  zusammenzuziehen.  Für  die  Summenklasse  II  ergab
sich  somit  eine  Endtabelle,  welche  das  folgende  Ansehen  hatte:

Ein  ganz  gleiches  Aussehen  hatten  die  Endtabellen  für
die  Summenklassen  I  und  111,  nur  dass  in  der  ersten  die  Gol.
»Zug.  w.  Ü.«,  in  der  letzteren  die  Gol.  »Abg.  w.  Ü.«  in
allen  Altern  leer  blieb.
Die  auf  die  Frauen  bezügl.  Tafel  der  reinen  Beobachtungszahlen, ­
  welche  gleich  bei  der  ersten  Zählung  direct  gewonnen
wurde,  sowie  die  entsprechende  Tafel  der  Männer  überhaupt,
welche  durch  Zusammenziehung  der  ursprünglichen  4  Summenklassen ­
  (3  wirklichen  Summenklassen  und  der  Restklasse)  hergestellt ­
  wurden,  sind  unter  den  Nrn.  XXVI  und  XXV  unter
den  tabellarischen  Uebersichten  dieses  Werkes  vollständig  aufgenommen, ­
  ebenso  eine  3.  Tafel  Nr.  XXVII,  in  welcher  sich
die  Resultate  der  beiden  ersten  Tafeln  vereinigt  finden.  Dagegen ­
  ist  von  einer  Veröffentlichung  der  für  die  Summenklassen
gewonnenen  Tafeln  der  reinen  Beobachtungstafeln  abgesehen
worden,  da  dieselben  einen  bedeutenden  Raum  beansprucht
haben  würden,  und  die  in  den  späteren  Tabellen  enthaltenen
Hauptresultate  derselben  auch  für  etwaige  Specialuntersuchungen
ausreichen  dürften.
Ueber  die  Herstellung  und  Bedeutung  der  Tafeln  XXVIII
bis  XXX1I1  bedarf  es  nur  weniger  Bemerkungen.  Diese  Tafeln
geben  nach  den  »gegenwärtigen«  oder  passirten  Altern  und
nach  gewissen  grösseren  Abschnitten  der  Versicherungsdauer,
theilweise  auch  nach  einzelnen  Versicherungsjahren,  dasgesammte
Material  in  einer  solchen  Gestalt  wieder,  dass  es  nur  einer
einfachen  Division  der  Zahlen  in  der  Spalte  »unter  Risico
standen«  in  die  Zahlen  der  folgenden  Spalte  »es  starben«  bedarf, ­
  um  als  Endresultat  die  Sterbenswahrscheinlichkeit  für  das
auf  der  horizontalen  Linie  stehende  Alter  und  die  ver
tical  überschriebene  Versicherungsdauer  zu  erhalten.  Die  Spalte
»unter  Risico  standen«  wurde  für  die  Frauen,  die  »Männer
überhaupt«  und  die  »Frauen  und  Männer«  gewonnen,  indem
man  von  den  bezüglichen  Zahlen  der  Spalte  »Vers.«  in  den
Tafeln  XXV—XXVII  die  Hälfte  der  Abgegangenen  abzog,  in
den  einzelnen  Summenklassen,  indem  man  zu  den  Zahlen  der
Spalte  »Vers.«  die  Hälfte  des  »Zug.  w.  Ü.«  hinzulegte  und
von  der  somit  entstehenden  Zahl  die  halbe  Summe  aus  dem
wirklichen  Abgang  und  dem  »Abg.  w.  Ü.«  abzog  (in  allen
denjenigen  Altern,  welche  nicht  Beitrittsalter  vorstellten  und  in
Folge  dessen  keinen  »Zug.  w.  Ü.«  aufwiesen,  fiel  die  erwähnte
Addition  natürlich  weg).  Zur  Erläuterung  dieser  Berechnung
geben  wir  die  folgenden  zwei  Beispiele,  von  denen  das  erste
sich  auf  die  »Männer  überhaupt«  Tab.  XXV),  das  zweite  auf
die  Summenklasse  »3000—6000«  oder  II  bezieht.

Summenklasse  II  (3000—6000).

40.

41.

37
38
39
40
41

1443
1509
1575
1516

116

1348
1407
1475
1545
1195

129

16

1.
Gegenwärtiges  Alter  40,  Versicherungsjahr:  das  4..  also
Beitrittsalter:  37.
Es  passirten  nach  Tabelle  XXV  als  »Vers.«  von  Denjenigen, ­
  welche  im  Alter  von  37  Jahren  beigetreten  waren,
das  40.  Lebensjahr  2770
Davon  schieden  im  Laufe  des  Jahres  freiwillig ­
  aus  18,  Hälfte  hiervon  j)
giebt  als  Lebende  unter  Risico  für  das  (gegenwärtige) ­
  Alter  40  und  das  4.  Versicherungsjahr  2761
Die  zugehörigen  Sterbefälle  waren  ...  23
2.
Gegenwärtiges  Alter  40,  Versicherungsjahr:  das  1.,  also
Beitrittsalter  (resp.  letztpassirtes  Alter  beim  Uebergang)  :  40.
Es  passirten  das  40.  Lebensjahr,  resp.  (weil  es  das
I.  Versicherungsjahr  ist)  traten  der  Bank  neu  bei  (vergl.  das
        <pb n="62" />
        56

V.  Theil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

oben  gegebene  Bruchstück  aus  der  Tabelle  der  reinen  Beobachtungszahlen ­
  der  Summenklasse  11).  .  .  1516
Hierzu  traten  im  Laufe  des  Jahres  aus  anderen ­
  Summenklassen  116,  wovon  die  Hälfte.  58
1574
Ferner  traten  im  Laufe  des  Jahres  aus  der  Beobachtung ­
  dieser  Summenklasse  aus
wegen  völligen  Abgangs  von  der  Bank  31
wegen  Ueberganges  zu  einer  anderen
Summenklasse  6
zusammen  37,
wovon  die  Hälfte  18,5
scf  dass  also  für  das  40.  Lebensjahr  (Beitrittsalter ­
  40)  die  Zahl  der  Lebenden  unter  Risico
sich  stellte  auf  1333,5
denen  Sterbefälle  gegenüber  zu  stellen  waren  5
Die  theoretische  Begründung  des  Abzugs  der  Hälfte  des
Abgangs  bei  den  Männer-  und  Frauenbeobachtungen  liegt  darin,
dass  ein  Abgang  zu  jeder  beliebigen  Zeit  des  Versicherungsjahres ­
  erfolgen  kann  und  auch  wirklich  erfolgt,  so  dass  man
annehmen  muss,  dass  die  Abgegangenen  im  Durchschnitt  nur
ein  halbes  Jahr  unter  Risico  standen.  In  ähnlicher  Weise
rechtfertigt  sich  die  Halbirung  des  Zuganges  wegen  Uebergang
und  des  Abganges  wegen  Uebergang;  denn  auch  der  Zu-  und
Abgang  von  einer  Summenklasse  zur  anderen  erfolgt  zu  den
verschiedensten  Zeitpunkten  des  Versicherungsjahres,  wenn,  wie
dies  hier  der  Fall  ist,  der  Anfang  desselben  stets  von  dem
Prämientermine  der  erst  abgeschlossenen  Versicherung  gerechnet
wird.  Bei  einer  früheren  Ermittelung  der  Männer-  und  Frauen-Sterblichkeit
  der  Bank  nach  Altersklassen,  welche  auszugsweise  I
in  den  von  dem  Finanzrath  Hopf  veröffentlichten  »Ergebnissen«
(Gotha  1863)  mitgetheilt  ist,  hat  man  die  Abgegangenen  ganz
ausser  Acht  gelassen,  d.  h.  die  unter  »Vers.«  gegebenen  Zahlen
gleich  als  Lebende  unter  Risico  betrachtet,  ein  Verfahren,
welches  für  die  damalige  Zeit,  —  wo  ein  überwiegend  grosser
Theil  der  Versicherungen  mit  ganzjähriger  Prämienzahlung  abgeschlossen ­
  war  —  gewiss  seine  Berechtigung  gehabt  haben
wird,  nach  den  gegenwärtig  obwaltenden  Verhältnissen  aber
kaum  mehr  begründet  sein  würde.  Eine  Ausnahme  in  der
erwähnten  annähernd  gleichmäsigen  Vertheilung  der  Abgegangenen ­
  macht  notorisch  nur  das  erste  Versicherungsjahr,  1
indem  hier  der  Abgang  —  wir  haben  hier  nur  den  wirklichen
im  Auge  —  fast  ausschliesslich  von  Solchen  ausgeht,  welche
die  2.  Prämie  aufzubringen  nicht  im  Stande  sind  und  deshalb
unmittelbar  vor  dem  Prämientermin  ausscheiden.  Um  diese
Abweichung  zu  paralysiren,  wurde  bei  der  Ordnung  des  Kartenmaterials ­
  von  vorherein  beschlossen,  auch  diejenigen  als  Abgegangene ­
  zu  behandeln,  deren  Policen  stornirt  worden  waren,
und  welche  in  der  That  fast  sämmtlich  der  Bank  ein  vierwöchentliches ­
  Risico  (wenn  auch  ohne  Gegenleistung)  aufbürdeten. ­
  Die  in  der  Spalte  »Abg.«  der  Grundtafeln  enthaltenen ­
  Zahlen  umfassen  also  auch  die  Stornirungen,  deren
Gesammtzahl  sich  übrigens  für  alle  Klassen  nur  auf  1872  beziffert, ­
  und  die  sich  nachträglich  sehr  gut  ausscheiden  lassen
würden,  wenn  eine  eventuelle  Vereinigung  des  hier  verarbeiteten ­
  Materials  mit  anderweitigen  Erfahrungen  dies  wünschenswert!] ­
  machen  sollte.  Es  verdient  hierbei  noch  besonders
hervorgehoben  zu  werden,  dass  die  Frage  über  die  Behandlung ­
  des  (wirklichen)  Abgangs  bei  dem  hier  vorliegenden  Materiale ­
  überhaupt  nur  eine  sehr  geringe,  fast  lediglich  theoretische ­
  Bedeutung  hat,  indem  die  bez.  Zahlen  so  klein  sind,
dass  sie  die  Sterbenswahrscheinlichkeiten,  also  die  eigentlich
allein  in  Betracht  kommenden  Endresultate,  nur  unmerklich

beeinflussen,  wie  dies  aus  einigen  in  Kapitel  111.  dieser  Abtheilung
mitgetheilten  Zahlen  deutlich  hervorgehen  wird.
Die  Tab.  XXV111—XXXIII  können  ausser  zur  Ermittelung
der  Sterbenswahrscheinlichkeiten  für  die  unmittelbar  rubricirten
Altersjahre  und  Versicherungsjahre  natürlich  auch  dazu  benutzt
werden,  die  entsprechenden  Wahrscheinlichkeiten  für  grössere
Gruppen  von  Altersjahren  und  Versicherungsjahren  zu  berechnen. ­
  Handelt  es  sich  z.  B.  darum,  das  Sterblichkeitsverhältniss
für  solche  versicherte  Männer  »mit  unter  3000«  zu  bestimmen,
welche  in  dem  Alter  von  41—43  Jahren  und  im  2.  —  6.  Versicherungsjahr ­
  stehen,  so  haben  wir  einfach  nöthig,  die  Lebenden ­
  unter  Risico  der  entsprechenden  Alter  und  Versicherungsjahre ­
  nach  der  Tab.  XXXI  und  ebenso  die  zugehörigen  Gestorbenen ­
  zusammen  zu  ziehen,  die  resp.  Resultate  sind  11410
und  108  und  der  Quotient  aus  denselben  =  0,0095  die  gesuchte ­
  Sterbens  Wahrscheinlichkeit,  welche  mit  100  multiplicirt,
also  in  der  Form  0,95  zugleich  den  Sterblichkeitsprocentsatz
darstellt.  Von  solchen  Zusammenziehungen  ist  in  den  späteren
Kapiteln  mehrfach  Gebrauch  gemacht  worden.
Wir  kommen  nun  zu  der  Construction  der  Tab.  XXXIV.
In  den  einzelnen  Abtheilungen  derselben  enthält  immer  die
erste  Spalte  die  allgemeinen  Sterblichkeitsprocentsätze  für  die
verschiedenen  bez.  Klassen  von  Versicherten,  welche,  natürlich
nach  den  Schlusscol.  der  Tab.  XXVIII—XXXIII  (Col.  »Zusammen ­
  &amp;lt;)  berechnet  sind.  Die  2.  Spalte  enthält  die  auf  Grund
dieser  Sterbenswahrscheinlichkeiten  entstehende  Decremententafel
  der  Lebenden,  die  3.  die  Differenzen  derselben  oder  die
Zahlen  der  Gestorbenen,  die  4.  die  vom  höchsten  Alter  ab
aufsummirten  Zahlen  der  Lebenden,  welche  gleichzeitig  die
Gesammtzahl  en  der  Jahre  darstellen,  welche  die  Lebenden  des
zugehörigen  Alters  gegenwärtig  und  künftighin  antreten,  die
4.  endlich  die  mittlere  Lebensdauer,  welche  durch  Division  der
Zahlen  der  beiden  letzten  Spalten  und  Abzug  eines  halben
Jahres  —  weil  das  letztangetretene  Jahr,  das  Todesjahr,  im
Durchschnitt  nur  zur  Hälfte  durchlebt  wird  —  entsteht.  Die
Anfangszahlen  der  Lebenden  sind  mit  Rücksicht  auf  die  geringe ­
  Betheiligung  der  jüngeren  Jahre  so  bestimmt  worden,
dass  sämmtliclie  Tafeln  bei  25  dieselbe  Zahl  aufweisen,  und
die  einzelnen  Werthe  der  Decremententafel  durch  einfache
Multiplication  mit  den  Sterblichkeitsprocentsätzen  und  darauf
folgendem  Abzug,  so  dass  die  Spalte  der  Sterbenden  also
gleichzeitig  mit  der  Spalte  der  Lebenden  zur  Ausfüllung  kam.
Für  das  Alter  60  (Männer  mit  unter  3000  Ji)  stand  die  Berechnung ­
  z.  B.  so
Lebende  beim  Alter  60  6194
Sterblichkeitsprocentsatz  desselben  Alters  .  3,26
also  starben  von  den  6194  60  Jährigen  im  Laufe  des  Jahres
6194  X  0,0326  =  201,9244  =  abgerundet:  202,  und  die
Lebenden  des  Alters  61  sind  6194  —  202=5992.
Die  Tab.  XXXIV  enthält  die  vollständige  Grundlage,  nach
welcher  Prämien  und  Reserven,  der  bisherigen  Methode  gern ­
  äs  —  es  findet  danach  eine  Berücksichtigung  der  Verschiedenheiten ­
  in  der  Sterblichkeit  nach  Versicherungsjahren
nicht  statt  —  ausgeführt  werden  können,  sobald  die  Zahlen ­
  derselben  zuvörderst  einer  Ausgleichung  —  dieser
bei  Beobachtungen  von  beschränktem  Umfange  mit  Rücksicht ­
  auf  die  meisten  practischen  Zwecke  stets  nöthigen  Ueberarbeitung
  —  unterzogen  worden  sind.  Diese  Ausgleichung  ist
hier  unterblieben,  einestheils,  weil  es  zunächst  nur  darauf  ankam, ­
  die  wirklichen  Thatsachen  der  Oeffentlichkeit  zu  übergeben ­
  und  anderenteils,  weil  die  Ausgleichung  eine  Aufgabe
von  so  zeitraubender  und  zugleich  kritischer  Natur  ist,  dass  es
nur  erwünscht  sein  kann,  wenn  sich  möglichst  viele  technische
Kräfte,  also  auch  ausserhalb  Stehende,  an  derselben  betheiligen.
        <pb n="63" />
        8

V.  Theil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

57

Die  nächstfolgenden  Kapitel  werden  sich  damit  beschäftigen, ­
  die  Hauptresultate,  welche  sich  durch  die  besprochenen
Tabellen  allein  oder  deren  Verbindung  mit  Tabellen  der  früheren ­
  Abtheilung  ergeben,  nach  verschiedenen  Richtungen  hin
näher  zu  beleuchten,  sowie  solche  Vergleiche  zwischen  den
diesseitigen  und  anderweitigen  Erfahrungen  anzustellen,  welche
sich  auch  ohne  eine  vorangegangene  Ausgleichung  vornehmen  i
lassen.  Um  dem  Leser  die  gleichzeitige  Zuhülfenahme  anderer
Werke  möglichst  zu  ersparen,  wurden  die  bekanntlich  eine  so
grosse  Rolle  spielenden  Sterblichkeitsprocentsätze  und  die
Decremententafeln  der  Lebenden  der  hauptsächlich  heranzuziehenden ­
  Listen  auf  einer  besonderen  Tabelle  (XXXV)  zusammengetragen, ­
  auf  welche  hiermit  aufmerksam  gemacht
werden  möge.

II.  Kapitel.
Die  Sterblichkeit  im  Allgemeinen.

Das  einfachste  und  nächst  liegende  Hülfsmittel,  dessen  man
sich  bedienen  kann,  um  ohne  Vornahme  einer  weitläufigen
Ausgleichung  der  für  die  einzelnen  Jahre  berechneten  Sterbenswahrscheinlichkeiten ­
  einen  Ueberblick  über  den  allgemeinen
Verlauf  der  Sterblichkeit  zu  gewinnen,  besteht  bekanntlich
darin,  dass  man  die  Resultate  in  mehrjährige,  gewöhnlich  5-oder
  10  jährige  Altersklassen,  zusammenfasst.  Diese  Zusammenfassung ­
  ist  fast  stets  auch  bei  Beobachtungen  von  beschränkterem
Umfange  von  dem  gewünschten  Erfolg;  sie  liefert  Resultate,
welche  eine  weit  grössere  Gesetzmäsigkeit  aufweisen,  als  die
auf  die  einzelnen  Altersjahre  bezüglichen  Resultate  und  zwar,  wie
nebenbei  bemerkt  sein  möge,  nicht  blos  deshalb,  weil  mit  den
grösseren  Beobachtungszahlen  die  zufälligen  Abweichungen  relativ
kleiner  werden,  sondern  zum  Theil  auch  deshalb,  weil  die
Unterschiede  in  der  Sterblichkeit  mit  dem  Auseinanderrücken
der  Alter  sehr  erheblich  wachsen  und  somit  bei  Zugrundelegung ­
  mehrjähriger  Altersklassen  alle  zufälligen  Störungen
hinter  diesen  grossen  Differenzen  ganz  zurücktreten.  Sobald
es  sich  indessen  nicht  blos  um  einen  einfachen  Ueberblick
über  die  relative  Höhe  der  Sterblichkeit  der  verschiedenen
Altersklassen  für  denselben  Beobachtungskreis,  für  dieselbe
Tafel,  handelt,  sondern  darum,  Vergleiche  zwischen  der  Sterblichkeit ­
  verschiedener  Beobachtungsgebiete,  Vergleiche  anzustellen ­
  zwischen  Grundbeobachtungen  einerseits  und  fertigen
(ausgeglichenen)  Sterblich  keil  stafeln  andererseits,  ist  mit  der
einfachen  Zusammenfassung  der  ersteren  nach  Altersklassen
die  Aufgabe  offenbar  noch  nicht  beendet;  es  entsteht  nunmehr
die  Frage,  in  welcher  Weise  aus  den  anderen  Listen  die  zum
Vergleich  heranzuziehenden  Zahlen  berechnet  werden  sollen,
da  diese  Listen  die  Sterblichkeitsprocentsätze  stets  für  einzelne
Jahre  zu  enthalten  pflegen.  Früher  half  man  sich  so,  dass
man,  ebenso  wie  man  für  die  Grundbeobachtungen  die  »Lebenden ­
  unter  Risioo«  und  die  aus  denselben  hervorgegangenen
Sterbefälle  zusammen  gefasst  hatte,  nun  auch  in  der  fertigen,
zum  Vergleich  heranzuziehenden  Liste,  die  Lebenden  und  die
Sterbenden  für  die  betreffenden  Alter  addirte  und  dann  den
Quotienten  aus  den  somit  gewonnenen  Summen  der  Lebenden
und  Sterbenden  als  den  betreffenden  Sterblichkeitsprocentsatz
ansah,  während  man  jetzt  vielfach  der  Rechnung  die  Lebenden  |

und  Sterbenden  der  Grundbeobachtungen  gar  nicht  zu  Grunde
legt,  sondern  aus  den  für  die  einzelnen  Altersjahre  gefundenen
Sterbenswahrscheinlichkeiten  der  Grundbeobachtungen  das  Mittel
zieht  und  diese  Zahl  alsdann  mit  dem  genau  ebenso  gebildeten
Mittel  aus  der  fertigen  Tafel  vergleicht.  Aber  auch  diese
Methode  hat,  ebenso  wie  die  frühere,  ihre  Uebelstände.  Die
frühere  lässt  ausser  Acht,  dass  die  »Lebenden  unter  Risico«
der  Grundbeobachtungen  sich  innerhalb  der  bezüglichen  grösseren
Altersklassen  ganz  anders  über  die  einzelnen  Alter  vertheilen,
als  die  künstlich  (d.  h.  durch  Ableitung  aus  den  Sterblichkeitsprocent ­
  Sätzen)  hergestellten  Zahlen  der  Lebenden  der  fertigen
Sterblichkeitstafel,  und  dass  deshalb  die  für  die  Grundbeobachtungen ­
  und  die  fertige  Tafel  berechneten  Summen  der
Lebenden  und  Gestorbenen  sich  nicht  genau  auf  dieselben
Durchschnittsalter  beziehen.  Die  neuere  Methode  lässt  das
Gewicht  unberücksichtigt,  welches  den  Zahlen  der  Lebenden
und  Gestorbenen  der  einzelnen  Altersjahre  mit  Rücksicht  auf
ihre  Grösse  in  den  Grundbeobachtungen  zukommt  und  welches
namentlich  in  den  jüngeren  und  höheren  Altern  ein  sehr  verschiedenes ­
  sein  kann,  wodurch  zufällige  Abweichungen  der
einzelnen  Altersjahre  nur  unvollkommen  ausgeglichen  werden,
so  dass  hier  gerade  der  hauptsächlichste  Zweck  der  Zusammenfassung, ­
  die  Ausmerzung  der  zufälligen  Fehler,  nur  ungenügend
erreicht  wird.  Wir  haben  deshalb  in  den  folgenden  Untersuchungen ­
  und  Vergleichen,  in  welchen  eine  Betrachtung  der  Sterblichkeit ­
  ausschliesslich  nach  grösseren  Altersklassen  stattfinden  wird,
es  vorgezogen,  ein  drittes,  ganz  selbständiges  Verfahren  anzuwenden, ­
  welches  von  den  Mängeln  der  beiden  oben  geschilderten
Methoden  frei  ist  und  unserer  Ansicht  nach  nur  den  einen
Uebelstand  hat,  dass  es  in  der  Anwendung  sich  etwas  umständlicher ­
  darstellt.  Das  Verfahren  läuft  einfach  darauf  hinaus,
dass  man  zunächst  ebenso  wie  bei  der  alten  Methode  die
Summe  der  Lebenden  unter  Risico  und  die  Summe  der  Gestorbenen ­
  für  die  in  Frage  stehende  Altersklasse  bildet,  alsdann
aber  nach  der  fremden  zum  Vergleich  heranzuziehenden  Liste
die  Anzahl  der  rechnungsmäsigen  Sterbefälle  berechnet,  welche
jene  Grundbeobachtungen  (Lebende  unter  Risico)  ergeben  haben
würden,  wenn  anstatt  der  wirklich  beobachteten  Sterblichkeit,
die  Sterblichkeit  der  letzteren  Liste  gewaltet  hätte,  —  was
offenbar  dadurch  geschieht,  dass  man  die  Lebenden  unter
Risico  der  Grundbeobachtungen  in  den  einzelnen  Altern  mit
den  Sterbenswahrscheinlichkeiten  der  fertigen  Liste  multiplicirt
und  die  Resultate  summirt  —  und  alsdann  einerseits  den  für
die  wirklich  beobachteten  Gesammtzahlen  und  andererseits  den
aus  der  beobachteten  Gesammtzahl  der  Lebenden  und  der
rechnungsmäsigen  Zahl  der  Sterbefälle  sich  ergebenden  Procentsatz ­
  bestimmt,  welche  beiden  Sätze  dann  die  eigentlichen
Vergleichszahlen  darstellen.  Das  Verfahren  wird  am  besten
durch  concrete  Zahlen  erläutert  werden;  es  möge  deshalb  hier
das  Bruchstück  einer  wirklich  durchgeführten  Rechnung,  welche
den  Vergleich  der  Gothaer  allgemeinen  Sterblichkeit  mit  der
Gothaer  Bankliste  zum  Gegenstand  hat,  Platz  finden.
(Siehe  Seite  58.)
Die  auf  diese  Weise  berechneten  Procentsätze  gewähren
natürlich  einen  genauen  Maasstab  für  die  relative,  nicht  aber
für  die  absolute  Sterblichkeit  der  einzelnen  Tafeln,  da  die  Höhe
der  ersteren  offenbar  nicht  blos  von  den  Sterbenswahrscheinlichkeiten ­
  der  herangezogenen  Tafeln,  sondern  auch  von  der  in
der  mannigfaltigsten  Weise  möglichen  Vertheilung  der  Lebenden
der  Grundbeobachtungen  abhängt.  Um  aber  auch  für  die
absolute  Sterblichkeit  einen  Anhaltepunkt  zu  gewinnen,  haben
wir  in  den  angestellten  Vergleichen  fast  überall  noch  die
Durchschnittsalter  der  Lebenden  unter  Risico  für  die  bez.
grösseren  Altersklassen  hinzugefügt,  welche  ersteren  ohne  merk-
        <pb n="64" />
        58

V.  Theil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverkältnisse.

Alter

ft

15—20,!  913,5

533
847
1320.5
2098.5
3235,8

21—25  8034,

0,33

8P.

SO

0,62

£  5-0,00506


0,00525
0,00544
0,00563
0,00582
0,00602

0,00622
0,00659
0,00696
0.00734
0,00772

u  ™  O  x  5
*  83  S  -S

11

5,27

0,58

58,4

0,7  3

liehen  Fehler  als  diejenigen  Alter  angesehen  werden  dürfen,
denen  die  aus  dem  Material  der  grösseren  Altersklassen  berechneten ­
  Sterblichkeitsprocentsätze  gegenüberzustellen  sind.  In
welcher  Weise  die  Berechnung  dieser  Durchschnittsalter  stattgefunden ­
  hat,  zeigt  das  nachfolgende  kleine  Bruchstück.

Alter

a.
Lebende
unter
Risico

3*
Gesammtzahl  der
Lebensjahre,  welche
auf  die  nebenstehende
Zahl  der  Lebenden
trifft.
(Product  aus  1  u.  2)

15—20

9:3,5

(Sa.)  17057

4*
Danach
Durchschnittsalter
der  (grösseren)
Altersklassen.
(Quotient  aus  2  u.  3)

18,

Die  Ermittelung  der  hier  in  Rede  stehenden  Durchschnittsalter ­
  hat  übrigens  auch  noch  andere  Vortheile.  Erstens  nämlich
ermöglicht  sie  auch  ohne  umständliche  Berechnung  den  Vergleich ­
  mit  fertigen  Listen,  da  man  die  für  die  Altersklassen
berechneten  Sterblichkeitsprocentsätze  annähernd  auf  die  Durchschnittsalter ­
  beziehen  darf  und  zweitens  dient  sie  dazu,  bei  der
Vergleichung  von  Grundbeobachtungen,  wo  eine  Anwendung
der  hier  erörterten  Methode  nicht  mehr  zulässig  ist,  und  man
deshalb  zu  dem  »alten«  Verfahren  seine  Zuflucht  nehmen  muss,
in  möglichst  einfacher  Weise  die  Vertheilung  der  Lebenden
widerzuspiegeln.
Nach  diesen  einleitenden  Bemerkungen  wenden  wir  uns
unserer  eigentlichen  Aufgabe  zu,  indem  wir  zunächst  zwei
Tabellen  (i  und  2)  mittheilen,  welche  die  Sterblichkeit  im
Allgemeinen,  d.  h.  ohne  Berücksichtigung  des  Geschlechtes,
zum  Gegenstand  haben.  Die  erste  Tabelle  giebt  eine  ausführliche ­

  Uebersicht  über  die  wirkliche  Sterblichkeit  der  Gothaer
Bank  und  die  zugehörige  rechnungsmäsige  nach  der  Bankliste,
sowie  über  die  auf  Grund  dieser  Zahlen  berechneten  Sterblichkeitsprocentsätze, ­
  die  zweite  eine  Anzahl  Vergleiche  mit  anderen
Tafeln  und  die  Durchschnittsalter  der  Lebenden  unter  Risico
für  Gotha,  welche  natürlich  der  von  uns  angewandten  Vergleichsmethode ­
  zufolge  für  sämmtliche  Procentsätze  derselben
Altersklasse,  die  nach  ausgeglichenen  Listen  berechnet  sind,
gelten,  und  auch  auf  die  entsprechenden  Sätze  der  Tafel  1
bezogen  werden  dürfen.
In  der  Tafel  2  sind  überdies  die  Zahlen  der  Sterbefälle,
auf  welche  sich  die  Sterblichkeitsprocentsätze  der  Gothaer  Bank
und  die  der  zwanzig  englischen  Gesellschaften  stützen,  angegeben. ­
  Diese  Angaben  haben  lediglich  den  Zweck,  das  Gewicht,
welches  den  Beobachtungen  der  Gothaer  Bank  und  denjenigen
der  zwanzig  englischen  Gesellschaften  beizumessen  ist,  in  kürzester
Weise  zu  veranschaulichen.  *)
(Siehe  Seite  59.)
Wie  man  aus  den  vorstehenden  Resultaten  für  Gotha
ersieht,  hat  die  Zusammenfassung  nach  5  jährigen  Altersklassen
den  Erfolg  gehabt,  den  Zahlen  ein  durchaus  gesetzmäsiges
Gepräge  zu  verleihen.  Eine  Ausnahme  machen  nur  die  beiden
ersten  Altersgruppen,  von  denen  aber  die  erste  bei  der  äusserst
geringen  Anzahl  der  beobachteten  Sterbefälle  (3)  nicht  in  Betracht ­
  kommt.  Was  die  zweite  anlangt,  so  zeigt  sie  eine
erhebliche  Steigerung,  hinter  welche  die  dritte  Altersklasse
wieder  zurückgeht.  Weder  das  Eine  noch  das  Andere  ist  den
Gothaer  Zahlen  eigenthümlich.  Denn  auch  die  Erfahrungen
der  zwanzig  englischen  Gesellschaften,  ebenso  wie  andere  exact
an  gestellte  Beobachtungen  weisen,  allerdings  minder  auffallend,
darauf  hin,  dass  ein  secundäres  Minimum  der  Sterblichkeit  in
die  zweite  Hälfte  der  zwanziger  Jahre  fällt  —  das  erste  Minimum ­
  fällt  bei  den  meisten  Listen  bekanntlich  in  das  10.  bis
15.  Jahr,  —  und  dass  die  Sterblichkeit  etwas  grösser  ist  zu
Anfang,  als  gegen  Ausgang  der  zwanziger  Jahre.  Die  hier
für  die  3  jährigen  Altersklassen  gegebenen  Zahlen  der  zwanzig
englischen  Gesellschaften  lassen  dies  nicht  erkennen,  weil  die
Depression  der  Sterblichkeit  überhaupt  nur  schwach  ist  und
durch  die  Resultate  der  Nebenalter  vollständig  verdeckt  wird;
man  ersieht  es  aber  aus  den  in  Tabelle  XXXV  für  die  einzelnen ­
  Alter  gegebenen  Sterblichkeitsprocentsätzen,  welche  zwar
schon  ausgeglichen  sind,  aber  eben  deshalb  —  die  Ausgleichung
hat  gewöhnlich  die  Wirkung,  kleine  vorübergehende  Abweichungen ­
  von  dem  allgemeinen  gesetzlichen  Verlaufe  der  Curve
etwas  abzuschwächen  —  einen  um  so  besseren  Beleg  für  das
wirkliche  Vorhandensein  der  besprochenen  Abweichung  abgeben.

*)  Der  absolute  Genauigkeitsgrad  einer  Sterbenswahrscheinlichkeit
wird  den  Principien  der  Wahrscheinlichkeitsrechnung  gem-is  durch  den
X-  ^1,  worin  w  die  Sterwahrscheinlichen

  Fehler  %  0,6745

JA

L

benswahrscheinlichkeit  und  L  die  Anzahl  der  Lebenden  unter  Risico
darstellt,  gemessen.  In  Procenten  der  Sterbenswahrscheinlichkeit  oder
des  Sterblichkeitsprocentsatzes  ist  der  wahrscheinliche  Fehler  also  =

±  67,45

Ersetzt  man  in  dem  letzteren  Ausdruck  die  seinnahe

  an  i  liegende  Lebenswahrscheinlichkeit  1—w  durch  1,  und  beachtet, ­
  dass  L  w  =  T,  wobei  T  die  Anzahl  der  Gestorbenen  andeutet,
-j—  67,45
so  reducirt  sich  der  relative  Fehler  auf  ^At^*  Genauigkeit
der  Sterbenswahrscheinlichkeiten  oder  der  Sterblichkeitsprocentsätze  in
Procenten  der  letzteren  ausgedrückt,  ist  also  umgekehrt  wie  die  Quadratwurzel ­
  aus  der  Anzahl  der  Sterbefälle  zu  schätzen.  (Vergl.  Wittstein,
Mathematische  Statistik,  und  Poisson,  Lehrbuch  der  Wahrscheinlichkeitsrechnung.) ­
        <pb n="65" />
        I

Y.  Theil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

59

Tabelle  i.  v
Wirkliche  Sterblichkeit  nach  Gotha  und  rechnungsmäßige  nach  der  Bankliste.

Altersklasse ­


15—20
21—25
26—30
Si-35
36—40
41—45
46—5°
Si-55
56—60
61—65
66—70
71—75
76—80
81—85
86—90

Es  standen
Lebende  unter
Risico

913,5
8  034,5
42  791
101  837,5
146  428
163  387,5
155  607
136276
107  926
75  624
46  479
23  694,5
9330
2  666
423

Summe  1021417,5

Es  starben

3
50
262
689
i  226
1  649
2  109
2  536
2  988
3  064
2  900
2  178
i  229
516
125

4-Sterblich
 ­



0,33
0,62
0,61
0,68
0,84
1.01
1,36
1,86
2,77
4,05
6,24
9,19
I3.17
I9.35
29,55

21  524

Es  war  nach
der  Bankliste  zu
erwarten,  dass
sterben  würden
Personen

5,27
58,60
380.86
X  057,75
1  729,58
2  075.34
2  481,41
2833,50
2  888,35
2  617,93
2  215.86
I  816,69
I  325,70
662,59
196,56

22  345,95

Tabelle  2.
Sterblichkeit  nach  Gotha  und  anderen  Listen.

Altersklasse ­


15—20
21—25
26—30
31—35
36—40
41—45
46—50
Si-55
56—60
61—65
66—70
71—75
76—80
81—85
86—90
91—95

if
3  H  =  33

18.7
23.8
28,5
33,:
384
43.0
48.0
52.9
57.9
62.8
67.8
72,7
77,«
82,4
87,2
91.9

Sterblichkeits  -  Procentsätze

B

0,33
0,62
0,61
0,68
0,84
1,01
1,36
1,86
2,77
4,05
6,24
9,19
1  3,17
19,35
29,55
35,«o

0,72
0,77
0,82
0,90
0,99
1,13
1,43
1,91
2,63
3,76
5,49
8,04
I  1,72
l6,92
24,87
40,77

20  engl.  Gesellschaften ­


I

0,58
0,70
0,77
0,86
1,00
1,14
1,44
1,84
2,49
3,61
5,17
7,96

23,43
3  X,33

!1J

0,56
0,67
0,78
0,85
1,00
1,13
1,45
X  ,83
2,48
3,62
5,17
7,99
I  1,80
16.90
23,19
32.91

X  5

1,20
1,12
1,26
1,41
1 ,47
1,93
2,84
3'87
5.14
7.14
X  2,45
29,85

0,75
0,86
X  ,00¡
1,11
1,32
1,63
2
3&amp;gt;iijl
4,7s 1 ;
7,2»':
I  1,23
31,10  j
45.3.

Anzahl  der
Sterhefällo,  auf
Grund  deren  die
Sterblichkeits-Procentsätze

berechnet  sind

für
Gotha

3
50
262
689
i  226
1  649
2  109
2  536
2  988
3  064
2  900
2  178
i  229
5x6
125
14

Sämratliche\  .
Alter  f

21  538  23  830

6.
Dererwartungsmäsigo
  Sterb-1
  ichkeitsprocentsatz
betrug  also  (%  der
Zahlen  in  5  von  den
Zahlen  in  2)

Die  wirkliche  Anzahl
der  Sterbeiälle  betrug  also
mehr  j  weniger
als  die  erwartungsmäsige
!

0,58
0,73
0,89
1,04
1,18
1,27
1,59
2,08
2,68
3,46
4,77
7,«7
14,21
24,85
46,47

für  die
20  engl.
Gesellschaften ­


8l
334
930
1  506
2  058
2  261
2  516
2  586
2635
2  646
2  321
X  938
I  227
581
171
39

Vergleicht  man  die  für  Gotha  angegebenen  Procentsätze
mit  den  entsprechenden  Procentsätzen  der  anderen  Erfahrungen,
so  ergiebt  sich  zunächst  das  bemerkenswerthe  Resultat,  dass
die  Gothaer  Zahlen  bis  zum  50.  Lebensjahre  durchweg  die
günstigsten,  von  da  ab  aber  theils  ungünstiger,  theils  günstiger
sind,  als  diejenigen  der  anderen  Listen.  Gegenüber  der  Heym’-schen
  Tafel  für  Sachsen  ist  die  Sterblichkeit  der  Gothaer  Bank
durchgängig  niedriger.  Diese  Thatsache  kann  nicht  überraschen,
da  die  allgemeine  Bevölkerung  durchschnittlich  in  ungünstigeren

99,65
446,07
684,11
36X.31

2,27
8,50
I  l8,89
368,75
503.58
426,34
372,41
297,50

96,70
146,09
71,56

I  591,14

2  413,09

Im  Ganzen
weniger:

821,9

Der  wirkliche  Sterblichkeitsprocentsatz ­
  betrug  also
mehr  j  weniger
als  der  erwartungsmäsige

0,25
0,11
0.28
0,36
0,34
0,26
0,23
0,22

1,04
5,50
l6,92

öconomischen  Verhältnissen  leben  wird,  als  die  Klassen,  aus
welchen  die  Versicherten  hervorzugeben  pflegen.  Sie  muss
aber  insofern  befriedigen,  als  die  Heym’sche  Tafel  im  Allgemeinen ­
  eine  geringere  Sterblichkeit  aufweist,  als  die  meisten
anderen  deutschen  Populationstafeln.  Das  Verhältniss  der
Gothaer  Erfahrungen  zu  den  Erfahrungen  der  siebzehn  oder
denen  der  zwanzig  englischen  Gesellschaften,  welche  unter  sich
mit  Rücksicht  darauf,  dass  sie  theilweise  verschiedenen  Anstalten ­
  und  verschiedenen  Zeiten  angehören,  sehr  gut  harmoniren,
ist  ein  durchaus  eigenthümliches  ;  in  den  zwanziger  und  dreissiger,
  ja  selbst  noch  in  den  vierziger  Jahren  zeigen  die  Gothaer
Zahlen  sich  auffallend  günstiger  als  die  englischen;  bei  51  bis
55  findet  eine  annähernde  Gleichheit  statt,  während  für  die
Altersstufen  über  56  die  Zahlen  abermals  divergiren,  aber
diesmal  zu  Gunsten  der  englischen  Beobachtungen.  Ein  ähnliches ­
  Bild  ergiebt  sich  bei  der  Vergleichung  der  Gothaer
Sterblichkeit  mit  derjenigen  der  Bankliste  (Tabelle  1),  nur  mit
dem  Unterschiede,  dass  mit  den  höchsten  Altersklassen  eine
abermalige  Kreuzung  der  beiden  Curven  zu  Gunsten  Gotha’s
eintritt,  was  offenbar  von  den  Correctionen  herrührt,  denen
die  ursprünglich  englischen  Zahlen  (Erfahrungen  der  Equitable
nach  Babbage)  bei  der  Herstellung  der  Liste  unterworfen
wurden.  *)  Es  würde  jedenfalls  unrichtig  sein,  wollte  man
diese  Sterblichkeitsdifferenzen  auf  verschiedenartige  Principien
oder  eine  verschiedene  Handhabung  der  ärztlichen  Auswahl
der  Lebenden,  oder  auf  sonstige  in  der  Art  der  Acquisition
der  Versicherten  liegende  Ursachen  suchen,  da  aus  solchen
Ursachen  sich  zwar  ein  dauernd  günstiges  Verhältniss  für  das
eine  oder  das  andere  Beobachtungsgebiet,  nicht  aber  ein  mit
dem  Alter  wechselndes,  ein  theilweise  günstiges  und  ein  theilweise ­
  ungünstiges  erklären  liesse.  Ebenso  ist  die  Annahme
ausgeschlossen,  dass  man  es  auf  der  einen  oder  der  anderen
Seite  mit  rein  zufälligen  Störungen  zu  thun  habe,  da  bei  den
Gothaer  Beobachtungen  sowohl  als  bei  den  englischen  die

*)  Vergl.  »Geschichte  der  Lehensversicherungshank  f.  D.«,  Weimar
1877.  S.  86  ff.  und  237.

8*
        <pb n="66" />
        60

y.  Theil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

Zahlen  der  Sterbefälle  überall  schon  genügend  grosse  waren.
Es  bleibt  also  nichts  Anderes  übrig,  als  anzunehmen,  dass  wir
es  mit  natürlichen  Sterblichkeitsdifferenzen  der  beiden  Beobachtungsgebiete ­
  zu  thun  haben,  dass  die  Sterblichkeit  überhaupt
oder  wenigstens  die  Sterblichkeit  derjenigen  Klassen,  aus  denen
Versicherte  hervorzugehen  pflegen,  in  England  in  der  That
anders  verläuft  wie  in  Deutschland.  Für  die  Richtigkeit  der
letzteren  Annahme  sprechen  auch  die  allerdings  nicht  so  sicheren
Resultate  der  allgemeinen  Sterblichkeits-Statistik,  wie  aus  den
nachstehenden  Zahlen  ersichtlich  sein  wird.
Es  beträgt  der  Sterblichkeitsprocentsatz  Differenz
Alter,  für  Sachsen  (nach  für  England  (nach  zu  Gunsten  von  Heym  —,
Heym,  M.  u.  Fr.).  Farr,  M.  u.  Fr.),  zu  Gunsten  von  Farr  +•

20
30
40
SO
60
70
80
90

0,73
0,38
1,16
1,79
3,7«
8,69
I  8,60
37,50

0,84
1,03
1,29
1,75
3,07
6,38
13,55
25,48

*4"
+
+
+

o,n
0,15
0,13
0,04
0,69
2,31
5,05

-f-  12,02

Ein  ähnliches  Resultat  ergiebt  sich  auch  bei  der  Vergleichung ­
  der  Farr’schen  Zahlen  mit  anderen  deutschen  Sterblichkeits-Tabellen, ­
  welche  der  allgemeinen  Statistik  entnommen
sind,  z.  B.  mit  der  neuen  für  Preussen  (vergl.  Tabelle  1  des
folgenden  Kapitels),  nur  dass  hier  —  wegen  der  vielfach  höheren
Sterblichkeitsprocentsätze  der  letzteren  in  den  jüngeren  und
mittleren  Altersklassen  —  die  Differenzen  zu  Gunsten  der
deutschen  Beobachtungen  sich  auf  eine  geringere  Zahl  von
Altersklassen  beschränken.

Die  Sterblichkeitsprocente  der  hannoverschen  Anstalt  (Wittstein, ­
  Mathematische  Statistik)  basiren  auf  so  geringen  Zahlen,
dass  wir  dieselben  nur  beigezogen  haben,  weil  sie  die  einzigen
sind,  welche  von  einer  anderen  deutschen  Anstalt  vorliegen.
Die  sehr  hohe  Sterblichkeit  der  hannoverschen  Tabelle  für  die
Alter  unter  45  wird  sich  vielleicht  auf  das  frühere  Prämiensystem ­
  dieser  Anstalt  (steigende  Prämien)  zurückführen  lassen,
welches  weniger  als  das  System  der  gleichmäsigen  Prämien
geeignet  sein  wird,  die  gesunden  Leben  dauernd  an  die  Anstalt
zu  fesseln.  Dagegen  fehlt  für  die  auffallend  geringe  Sterblichkeit ­
  in  den  höheren  Altersklassen,  welche  theilweise  selbst
unter  die  der  englischen  Gesellschaften  hinabsinkt,  die  Erklärung,
wenn  man  nicht  annehmen  will,  dass  die  Sterblichkeitsverhältnisse ­
  der  Geschäftsgebiete  der  Gothaer  und  der  Hannoverschen ­
  Anstalt  —  das  Geschäftsgebiet  der  letzteren  hat  sich  in
früheren  Jahren  hauptsächlich  auf  Hannover  beschränkt,  —
wirklich  so  auffallend  differiren.

Die  nachstehende  Tabelle  zeigt  die  Mortalität  oder  richtiger
die  Vitalität  der  bei  Gotha  Versicherten  und  einiger  anderer
Personen  -  Complexe  unter  Zugrundelegung  eines  neuen  Maasstabes, ­
  nämlich  der  mittleren  Lebensdauer.  Die  Zahlen  für
Gotha  sind  der  Tabelle  XXXIV  entnommen,  die  Zahlen  der
Compagnie  Générale  der  Insurance  Cyclopaedia  von  Walford
(Vol  4).*)

Tabelle  3.
Mittlere  Lebensdauer.

Alter

Gotha
(Männer  u.
Frauen)

Babbage
Gotha

17  engl.
Gesellsch.

20  engl.
Gesellsch.
(unausgegl.)

Compagnie
Générale
(unausgegl.);

Sachsen
(Heym)

20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
70
75
80
85

42,22
38,64
34,69
3 0 *80
26.94
23,13
19,51
16,09
12.95
10,15
7,83
5,88
4,20
2,99

40.7
37.0
33.5
30.0
26.6
23,3
19,9
16.8
13.8
10.8
8.0
5.4
3.4
2.1

44,49
37,98
34.43
30,87
27,28
23-69
20.18
l6,86
43,77
10,97
8,54
6,48
4,78
3,3«

44.98
38,44
34,7  5
34,15
27,57
23.98
20,51
17,14
13.99
I  1,17
8,68
6,56
4.93
3,58

44,87
38,52
34,49
30.75
26.95
23,18
19.75
16,33
12.95
10,31
8,07
6,55
5.60
3,19

39-31
35,70
32.09
28,54
25,00
21,47
4  8,03
14.74
I  4,74
9,08
6,88
5.19
3-91
2,75

Heber  den  Werth  einer  Vergleichung  nach  der  mittleren
Lebensdauer  sind  die  Meinungen  getheilt.  Einige  Statistiker
und  Techniker  befürworten  sie,  weil  nach  ihrer  Ansicht  der
:  allgemeine  Character  einer  Beobachtung  in  der  mittleren  Lebensdauer ­
  den  einfachsten  und  deutlichsten  Ausdruck  findet,  andere
dagegen  verwerfen  sie  gänzlich  (darunter  Fischer  in  seinen
»Grundzügen  des  auf  menschliche  Sterblichkeit  gegründeten
Versicherungswesens«,  Oppenheim  i860),  weil  die  mittlere
Lebensdauer  die  besonderen  Eigentümlichkeiten  der  Sterblicb-!
  keitscurve  nur  unvollkommen  wiedergiebt.  Man  wird  zuge-\
  stehen  müssen,  dass  die  mittlere  Lebensdauer  in  der  Thal  nur
einen  ungeeigneten  Maasstab  für  die  Beurteilung  der  Vitalität
abgiebt,  dass  dieselbe  aber  zu  der  populärsten  Form  einer
Sterblichkeitstafel  führt,  daher  immerhin  eine  gewisse  Berücksichtigung ­
  verdient,  und  in  einem  Werke  wie  dem  vorliegenden
nicht  ganz  ausser  Betracht  gelassen  werden  darf.  —  Was  die
Resultate  der  obigen  Uebersicht  an  betrifft,  so  ergeben  dieselben,
soweit  sie  sich  auf  Thatsachen  beziehen,  welche  bereits  in  den
früheren  Tafeln  berücksichtigt  waren,  im  Allgemeinen  das
nämliche  Bild,  wie  es  bereits  dort  vor  Augen  trat.  Die  Zahlen
der  Gothaer  Bank  sind  auch  hier  für  alle  Alter  günstiger,  als
nach  der  Sächsischen  Tafel,  und  ebenso  zeigen  sie  gegenüber
den  englischen  Zahlen  anfänglich  einen  günstigeren,  später
einen  ungünstigeren  Verlauf.  Die  Kreuzungspunkte  der  englischen ­
  und  der  Gothaer  Erfahrungen  sind  aber  hier  nicht
unwesentlich  zu  Ungunsten  der  letzteren  verschoben.  Während
sie  früher  in  den  Altersklassen  51  bis  55  und  56  bis  60  lagen,
fallen  sie  hier  auf  die  Altersklassen  unter  30  und  unter  35
(resp.  für  die  Bankliste  unter  45).  Die  genaueren  Kreuzungspunkte ­
  sind  für  die  siebzehn  englischen  Gesellschaften  das  Alter
zwischen  34  und  35,  für  die  zwanzig  englischen  Gesellschaften
das  Alter  29  und  für  die  Bankliste  resp.  42  und  76  bis  77,
indem  von  dem  letzteren  Alter  ab  die  Lebensdauer  für  Gotha
wiederum  günstiger  wird.  Die  Erfahrungen  der  Compagnie
Générale  zeigen  für  gewisse  Alter  eine  grosse  Uebereinstimmung
mit  Gotha;  im  Allgemeinen  weisen  sie  auf  eine  Sterblichkeit
hin,  welche  zwischen  derjenigen  der  zwanzig  englischen  Gesellschaften ­
  und  Gotha  liegt.

*)  Die  Erfahrungen  der  Compagnie  Générale,  welche  sich  auf  die
Jahre  1837—72  beziehen  und  insofern  ein  besonderes  Interesse  beanspruchen ­
  dürfen,  als  sie  die  einzigen  sind,  welche  über  versicherte  Lehen
in  Frankreich  existiren,  sind  in  den  früheren  Tafeln  lediglich  deshalb
nicht  berücksichtigt  worden,  weil  die  Form,  in  welcher  sie  in  dem
Walford’sehen  Werk  erscheinen,  dies  nicht  znliess.
        <pb n="67" />
        y.  Tlieil.  Statistik  der  Sterblichkeit«Verhältnisse.

61

III.  Kapitel.
Die  Sterblichkeit  der  Männer.

Die  Sterblichkeit  versicherter  Männer  kann  von  der  Sterblichkeit ­
  Versicherter  überhaupt  nur  wenig  abweichen,  da  die
Mitglieder  der  Lebensversicherungs-Anstalten  zum  überwiegenden
Tlieile  aus  Männern  bestehen  und  in  der  allgemeinen  Sterblichkeit ­
  versicherter  Leben  sich  also  grösstentheils  nur  die
Männersterblichkeit  abspiegelt.  Die  nachfolgenden  kurzen  Uebersichten,
  welche  den  Tabellen  2  und  3  des  vorigen  Kapitels  in
der  Einrichtung  genau  entsprechen,  werden  deshalb  auch  nur
insofern  zu  Bemerkungen  Anlass  bieten,  als  theilweise  die
Resultate  neuer  Beobachtungssphären  zum  Vergleich  herangezogen ­
  sind.
Tabelle  1.
Sterblichkeit  der  Männer.

Altersklasse ­


ilSil

Sterblichkeit«  -  Procentsätze

20  ensfl.  Gesellschaften ­


II

211

Anzahl  der
Sterbofälle,  auf
Grund  deren  die
Sterhlichkeits-Procentsät/.o

berechnet  sind

für
Gotha

für  die
ao  envi.
Gesellschaften ­


15—20
21—25
26—30
SI-35
36—40
4I—45
46  -50
SI-55
56—60
61—65
66—70
71—75
76—80
81—85
86—90
91—95

18.7
23.9
28.5
33.2
38,:
43.0
48.0
52.9
57-9
62.9
67.8
72,7
77.6
82,4
87.2
92.0

0,42
0,61
0,58
0,66
0,82
1,01
1,36
1,89
2,76
4.II
6,35
9,19
I3.32
I 9 ,60
29.I3
40,00

0,54
0,67
0,73
0,84
0,98
1.12
1,44
1,86
2,56
3,"
5,29
8,07
12,04
17,68
23,35
37,io

0,50
0,64
0,75
0,82
0,93
1,12
1,44
1,86
2.55
3,72
5,29
8.14
I  1.92
I8.05
22,77
40,28

0,66
0,71
0,86
1,10
1,35
1,74
2,24
3,io
4,58
6,52
9-94
13,12
l8,84
33"
66,46

0,71
0,90
0,96
1 ,07
1 ,36
1,64
2,05
2,56
3,51
4-66
6,95
9,67
14,88
1  8,7  6
26,93
25,37

0,7  4
0,90
0,98
1,08
1,23
1,44
1,7  4
2,22
2,88
3,8%
5.68
8,32
I  1,99
l6,73
22,52
29,40

3
44
237
647
i  153
1  582
2  008
2417
2  761
2  843
2  672
i  953
i  104
459
104
12

55
283
813
I  344
1  854
2  032
2  256
2304
2313
2  259
i  920
I  548
940
442
"5
29

Sämmtl.  j
Alter

19999  20507

Tabelle  2.
Mittlere  Lebensdauer  der  Männer.

Alter

Gotha
Männer

20  engl.
Gesellschaften
Männer
unausgegl.

Brune
Männer

Preussen
Männer

Engl.  (Karr)
Männer

25
30
35
40
45
50
55
60
65
70
75
80
85

42,25
38,70
34.67
30,77
26.88
23,06
19,43
16,01
12.88
10,09
7,81
5,84
4,17
2,96

42,09
38,44
34,68
31,03
27,42
23,78
20,30
16,93
13,80
I  1,01
8,54
6,42
4,71
3,51

36,49
32,69
28,94
25,35
21,89
18.57
15.58
I  2,43
9,85
7,58
5.81
4,29
2,62

37.94
34-55
SI'«?
27,57
24,22
21,01
17,81
14.94
12,18
9-64
7,50
5,83
4,40
3-31

39,48
36,12
32.78
29,40
26,06
22,76
19,54
l6,45
I3.53
10,82
8,45
6,49
4,93
3,73

Was  bei  einer  Betrachtung  der  vorstehenden  Tabellen  am
meisten  auffallen  dürfte,  ist  das  günstige  Verhältnis,  in  welchem
in  allen  Altersklassen  mit  Ausnahme  von  je  zweien  76  —  80

und  81  —85  in  der  ersten  und  80  und  85  in  der  zweiten
Tabelle  die  Sterblichkeit  der  Gothaer  Bank  zu  der  Sterblichkeit ­
  der  preussischen  Wittwenverpflegungsanstalt  steht.
Dieses  günstige  Verhältnis  für  Gotha  ist  um  so  bemerkenswerlher,
  als  die  Beobachtungen  der  Wittwenverpflegungsanstalt
sich  fast  ausschliesslich  auf  Beamte  beziehen  —  die  Anstalt
war  zwar  bis  1832  auch  dem  übrigen  Publicum  geöffnet,  ist
aber  von  diesem  nie  stark  benutzt  worden  —,  also  gerade
auf  diejenigen  Bevölkerungsklassen,  aus  denen  zum  grossen
Tb  eil  (vcrgl.  Tlieil  I,  Kap.  VII  oben)  auch  die  Gothaer  Bank
ihre  Mitglieder  empfängt.  Die  Erklärung  der  Sterblichkeitsdifferenzen
  der  beiden  Beobachtungsreihen  wird  einesteils
darin  zu  suchen  sein,  dass  bei  der  Gothaer  Bank  eine  ärztliche ­
  Untersuchung  und  ohne  Zweifel  auch  sonst  eine  schärfere
Prüfung  der  Annehmbarkeit  stattfindet,  als  bei  der  preussischen
Wittwenverpflegungsanstalt,  wo  die  Aufnahme  wohl  lediglich
an  die  Beibringung  eines  einfachen  Gesundheitsattestes  geknüpft
ist  —  anderntheils  und  hauptsächlich  aber  darin,  dass  die
Erfahrungen  der  Wittwenverpflegungsanstalt  sich  auf  einen
anderen  Zeitraum  beziehen  als  die  der  Gothaer  Bank,  dass
dieselben  bis  in  das  vorige  Jahrhundert  (bis  1776)  zurückreichen, ­
  also  in  eine  Zeit,  wo  aller  Wahrscheinlichkeit  nach
die  Sterblichkeit  in  Deutschland  noch  allgemein  eine  höhere
gewesen  ist.  Dafür,  dass  die  Sterblichkeit  innerhalb  grösserer
Zeiträume  sich  auf  demselben  Beobachtungsgebiete  nicht  unwesentlich ­
  verändern  kann,  bieten  nicht  nur  manche  andere
Beobachtungen,  sondern  sogar  die  Erfahrungen  der  Gothaer
Bank  selbst  einen  Beleg,  wie  aus  einem  späteren  Kapitel  hervorgehen ­
  wird.
Die  Tafel  von  Farr  zeigt  gegenüber  den  Gothaer  Zahlen
einen  ähnlichen  Verlauf  wie  die  englischen  Gesellschaftslisten  —
nur  dass  der  Wendepunkt  zu  Gunsten  der  englischen  Sterblichkeit ­
  hier  erst  nach  dem  60.  Lebensjahre  (in  Tabelle  2  nach
dem  45.  Lebensjahre)  eintritt  —  ein  Ergebniss,  welches  gegenüber ­
  den  Bemerkungen  in  dem  vorhergehenden  Kapitel  nicht
überraschen  kann.  Die  Tafel  für  Preussen  (Zeitschrift  des
K.  pr.  Stat.  Bur.  1879.  1  und  II),  welche  aus  den  Erfahrungen
der  Jahre  1867,  68,  72,  75  —  77  hervorgegangen  ist,  giebt  —
wie  hier  beiläufig  bemerkt  sein  mag  —  bis  zu  der  Altersklasse ­
  61—65  (resp.  Alter  55  für  die  mittlere  Lebensdauer)
eine  höhere  Sterblichkeit,  als  Heyrn  und  hat,  abgesehen  von
den  höchsten  Altern,  überall  eine  weit  höhere  Sterblichkeit,
als  Gotha.

IV.  Kapitel.
Die  Sterblichkeit  der  Frauen.
Die  Resultate  der  allgemeinen  biologischen  Statistik,  welche
den  Frauen  fast  für  alle  Altersklassen  über  20  eine  günstigere
Sterblichkeit,  als  den  Männern,  zuweist,  hatten  bis  zu  der  Zeit,
wo  mit  der  Sterblichkeits-Ermittelung  der  siebzehn  englischen
Gesellschaften  zum  ersten  Male  ein  cinigermaasen  brauchbares
Material  für  die  gesonderte  Beobachtung  der  Sterblichkeit  versicherter ­
  Frauen  beschafft  wurde,  fast  allgemein  die  Ansicht
auf  kommen  lassen,  dass  auch  unter  Versicherten  die  Frauen
eine  geringere  Sterblichkeit  aufweisen  würden,  als  die  Männer,
so  dass  sogar  mehrere,  hauptsächlich  englische,  Anstalten
Veranlassung  nahmen,  besondere  billigere  tarife  für  Frauenversicherungen ­
  einzuführen.  Um  so  grösser  war  die  Ueberraschung,
  als  die  Resultate  jener  Untersuchung  bekannt  wurden
(1841)  und  aus  dem  zwar  sehr  dürftigen  Material  —  die
gesonderte  Untersuchung  der  Frauensterbliehkeit  war  von  vorn-
        <pb n="68" />
        62

Tlieil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

herein  nicht  in’s  Ange  gefasst  worden  und  es  war  deshalb
nur  für  eine  kleinere  Anzahl  von  Personen  möglich,  das  Geschlecht ­
  zu  constatiren  —  hervorging,  dass,  bei  Zusammenfassung ­
  der  Resultate  nach  fünfjährigen  Altersklassen,  die
Sterblichkeit  der  Frauen  zwar  in  den  Altern  über  60  eine
geringere  war,  als  die  der  Männer,  dass  aber  in  allen  unter
dieser  Grenze  liegenden  Altern  eine  theilweise  bedeutende
Uebersterblichkeit  der  letzteren  stattgefunden  hatte.  Man  war
allerdings  anfänglich  geneigt,  dieses  frappante  Resultat  als  eine
blose  Folge  des  geringeren  Umfanges  des  Materials  anzusehen,
weshalb  man  auch  bei  Herstellung  der  ausgeglichenen  Tafel
der  siebzehn  englischen  Gesellschaften  von  einer  besonderen
Rerücksichtigung  der  Frauen  absah;  indessen  ergaben  spätere
einschlägige  Ermittelungen,  von  denen  die  Beobachtungen  des
Eagle  (1854)  und  die  allerdings  nicht  sehr  zahlreichen  der
von  1852  und  1855  (erstere  sind  in  dem

Gothaer  Bank

Assurance  Magazine,  letztere  in  den  »Ergebnissen«  milgetheilt),
  vor  allen  aber  die  der  zwanzig  englischen  Gesellschaften ­
  zu  nennen  sind,  im  Wesentlichen  dasselbe  Resultat,
und  gegenwärtig  wird  es,  so  sehr  auch  die  Ansichten  über  die
Ursachen  der  abnormen  Sterblichkeit  versicherter  Frauen  auseinandergehen, ­
  wohl  kaum  einen  Fachmann  geben,  welcher
an  der  Annahme  einer  allgemeinen  Superiorität  der  Frauenrisicen
  festhält.  *)
Ueber  die  Gesammterfahrungen  der  Gothaer  Bank  mit
Bezug  auf  die  Frauensterblichkeit  bis  1878,  sowie  über  die
der  zwanzig  englischen  Gesellschaften  und  über  einige  andere
derartige  Beobachtungen  geben  die  folgenden  Tabellen  nähere
Auskunft.

*)  Unter  den  englischen  Anstalten  hat  unseres  Wissens  am  längsten
die  Yorkshire  Fire  and  Life  an  einem  billigeren  Tarif  für  die
Frauen  festgehalten,  sie  gab  denselben  1858  auf.

Altersklasse ­


26—30
Si-35
36—40
41—45
46—50
Si-55
56—60
61—65
66—70
71—75
76—80
81—85

Tabelle  1.
Vergleiche  zwischen  der  Männer-  und  Frauensterblichkeit  bei  Gotha.

Altersklasse ­


i5— 2 5
26  —30
31—35
36—40
41—45
46—50
Si-55
56—60
61—65
66—70
71—75
76—80
81—85
86  u.  aufw.

M  ä  n  n  e  r

Es  standen
unter  Risico
Personen

7  888,5
40574
97  948,5
141  078,5
156854
148  165
128  034,5
99  884
69  231
42  108,5
21  253,5
8  288
2  341,5
387

Es
starben

47
237
647
”53
1582
2008
2417
2761
2843
2672
1953
1104
459
116

Sterblich
keitsprocent


0,60
0,58
0,66
0,82
1,01
1,36
1,89
2,76
4,11
6,35
9,19
13,32
19,60
29,97

Es  standen
unter  Risico
Personen

Frauen

1059.5
2217
3889
5349.5
6533.5
7442
8241.5
8042
6393
4370.5
2441
1042
324,5
75

Es
starben

6
25
42
73
67
101
119
227
221
228
225
125
57
23

Sterblichkeits ­
 ­


0,57
1,13
1,08
1,36
1,03
1,36
t,4*
2,82
3,1«
5.22
9.22
12,00
17,57
30,87

Der  Sterblichkeits ­
 ­

der  Frauen
beträgt
mehr  |  weniger
als  der
der  Männer

0,55
0,42
0,54
0,02

0,06

0,03

0,7  0

0,03

0,45
0,65
1,13
1,32
2,03

Durchschnittsalter ­

der  Lebenden
unter  Risico  innerhalb ­
  der  Altersklassen ­


für  die
Männer

28,5
33,2
38,i
43.0
48.0
52.9
57.9
62.8
67.8
72,7
77,a
82.4
87.5

für  die
Frauen

22,6
28,3
33,2
38.1
43.1
48.0
53.0
58.0
62,9
67,8
72,7
77.6
82,5
87.7

Tabelle  2.
Frauensterblichkeit  bei  Gotha  und  nach  anderen  Erfahrungen.

Ill

III

"3®

-É
fe.S

28,3
33,2
38.1
43.1
48.0
53.0
58.0
62,9
67,8
72,7
77,6
82,5

Gotha

IN

1,13
1,08
1,36
1,03
1,36
1,44
2,82
3,«
5.22
9.22
12,00
17,57

I

0,56
0,42
0,54
0,02
O,00
+  0,45
0,06
+  0,65
+  U”
—  0,03
+  1,32
+  2,03

20  engl.  Gesellschaften

II

1,18
1,17
1,22
1,32
1,41
1,65
2,10
3,11
4,67
7,54
I  1,22
14,18

Der  Procentsatz
der  Männer  ist
niedriger  (—)  oder
höher(+)  um

nach  der
ausgegl.
Liste

nach  den
Grundb
  e  o  b  a  c  htungon


—  0,45
—  0,33
—  0,24
—  0,20
+  0,03
+  0,21
+  0,46
+  0,60
+  0,62
+  0,53
+  0,82
+  3,33

0,42
0,34
0,24
0,15
0,02
+  0,21
+  0,45
+  0,58
+  0,64
+  0,68
+  0,51
+  3,73

Preuss.  Wittwen-Y.-A.
  (Brune)

1,16
1,19
1,21
1,19
1,36
1,76
2,59
3,«7
5,89
8,88
12,13
17,43

—0,45
—0,33
—0,11
+  0,16
+  0,38
+  0,48
+  0,51
+  0,91
+  0,63
+  1,06
+  0,99
+  U«

Frenasen

0,96
1,09
1,27
1,32
1,52
1,98
2,89
4,14
6,44
9,22
14.41
18.42

O,00
0,02
+  0,09
+  0,32
+  0,53
+  0,58
+  0,62
+  0,52
+  0,51
+  0,45
+  0,47
+  0,34

ngland
(Farr)

1,02
1,12
1,23
1,37
1.54
1,84
2.54
3.54
5,14
7.54
10,98
15,52

y

0,04
0,04
O,00
+  0,07
+  0,20
+  0,38
+  0,34
+  0,41
+  0,55
+  0,78
+  1,01
+  1,21

Anzahl
der  Sterbefälle,
auf  Grund  deren
die  Sterblichkeits-Procentsätze
  berechnet ­
  sind

für
Gotha

25
42
73
67
101
119
227
221
228
225
125
57

für
die  20  engl.
Gesellschaften ­


117
162
204
229
260
282
322
387
401
390
287
139
        <pb n="69" />
        Y.  Tlieil.  Statistik  der  Sterbliclikeitsverliältnisse.

G3

Bei  Beurtheilung  der  in  der  Tabelle  i  aufgeführten  Sterblichkeitsprocentsätze ­
  ist  nicht  ausser  Acht  zu  lassen,  dass  dieselben ­
  durchgängig  direct  nach  den  (beigefüglen)  Grundbeobachtungen ­
  berechnet  sind,  sich  also  nicht  genau  auf  dieselben ­
  Durchschnittsalter  beziehen.  Die  Differenz  ist  indessen
nur  gering,  wie  aus  den  in  den  beiden  letzten  Col.  mitgetheilten
Durchschnittsaltern  hervorgeht.
Vergleicht  man  die  in  Tabelle  2  enthaltenen  Differenzen
der  Männer-  und  Frauensterblichkeit  für  Gotha  und  für  die
zwanzig  englischen  Gesellschaften,  so  wird  man  finden,  dass
dieselben  zwar  ihrer  absoluten  Grösse  nach  sehr  häufig  stark
von  einander  abweichen,  dass  aber  doch  der  allgemeine  Verlauf ­
  derselben  ein  sehr  ähnlicher  ist  und  jedenfalls  noch  mehr
hervortreten  würde,  wenn  die  Gothaer  Differenzen  nicht  so
sehr  von  anscheinend  gesetzlosen  Schwankungen,  welche  zum
grossen  Theile  wohl  auf  den  geringeren  Umfang  des  Materials
zurückzuführen  sind,  beeinflusst  würden.  In  beiden  Beobachtungsgebieten ­
  findet  die  grösste  Ueberschreitung  der  Sterblichkeit
der  Frauen  in  den  jüngeren,  die  relativ  günstigste  Sterblichkeit ­
  derselben  in  den  höheren  Altersklassen  statt,  und  wenn
wir  die  Resultate,  anstatt  nach  5  jährigen  Altersklassen,  nach
10  jährigen  zusammengefasst  hätten,  so  würde  offenbar  das
Minimum  in  den  Differenzen  der  Männer-  und  Frauensterblichkeit ­
  (die  letzte  Differenz  zu  Gunsten  der  Männer)  nach  beiden
Erfahrungen  auf  dieselbe  Altersklasse,  auf  41  bis  50  fallen.
Einen  ähnlichen  Verlauf  der  Differenzen,  wie  die  beiden  auf
versicherte  Leben  sich  beziehenden  Beobachtungen,  zeigen
merkwürdigerweise  auch  die  Erfahrungen  der  preussischen
Wittwenverpflegungsanstalt,  nur  dass  hier  die  letzte  negative
Differenz  auf  36  bis  40  fällt  und  dass  die  späteren  Differenzen
zu  Gunsten  der  Frauen  im  Allgemeinen  etwas  höher  sind  —
wenigstens  etwas  höher  als  die  der  zwanzig  englischen  Gesellschaften, ­
  ob  auch  höher  als  die  von  Gotha  lässt  sich  bei  den
häufigen  Schwankungen  der  letzteren  schwer  beurtheilen.  Vergleicht ­
  man  dagegen  die  Sterblichkeitprocentsätze  der  hier
genannten  drei  Beobachtungsgebiete,  so  zeigen  sich  wiederum
Verschiedenheiten,  welche  den  früher  besprochenen  in  der
Männersterblichkeit  ziemlich  en  ¡sprechen:  eine  anfänglich  geringere ­
  Sterblichkeit  bei  Gotha,  als  bei  den  zwanzig  englischen
Gesellschaften  —  man  muss  hierbei  in  den  Altersklassen,  wo
die  Gothaer  Zahlen  grössere  Schwankungen  zeigen,  sich  die
Zahlen  für  IO  jährige  Altersklassen  zusammengefasst  denken  —,
welche  bis  zu  dem  55.  Lebensjahre  andauert,  um  dann  in
das  Gegentheil  umzuschlagen,  und  eine  fast  durchgängig  höhere
Sterblichkeit  der  preussischen  Wittwenverpflegungsanstalt  gegenüber ­
  Gotha  —  ein  entgegengesetztes  Verhältnis  findet  hier,
wenn  wir  uns  wiederum  die  Resultate  von  36  bis  45  zusammengefasst ­
  denken,  nur  in  den  Altersklassen  56  bis  60,  71  bis
75  und  81  bis  85  statt.  Obgleich  also  die  Sterblichkeit  der
Männer  und  die  der  Frauen  nach  jeder  der  drei  Erfahrungen
erheblich  von  einander  abweicht,  stehen  doch  die  auf  die
Frauen  bezüglichen  Resultate  der  drei  Beobachtungsreihen  in
einem  ganz  ähnlichen  Verhältnisse  zu  einander,  wie  die  auf
die  Männer  bezüglichen.
Ein  ähnliches  Bild,  wie  die  Gesellschaftslisten  unter  sich,
zeigen  die  beiden  Bevölkerungslisten  unter  sich.  Auch  hier  j
stimmen  die  Differenzen  nicht  dem  absoluten  Betrage,  aber
ihrem  allgemeinen  Verlaufe  nach  miteinander  überein  und  auch
hier  weisen  die  Procentsätze  selbst  auf  eine  anfänglich  günstigere,
später  ungünstigere  Sterblichkeit  für  Deutschland  hin,  mit  dem
Unterschiede,  dass  abgesehen  von  der  kleinen  Abnormität  in
der  Altersklasse  36  bis  40  der  Kreuzungspunkt  hier  nicht,
wie  bei  den  Gesellschaftslisten,  zwischen  55  und  56,  sondern
zwischen  50  und  51  fällt.  Ein  ganz  anderes  Resultat  ergiebt  ¡
sich  aber,  wenn  man  die  Differenzen  -  Golumnen  der  Gesell-  !

schaftslisten  mit  den  entsprechenden  der  Bevölkerungslisten
vergleicht.  Zwar  stimmen  die  Beobachtungen  sämmllich  insofern ­
  mit  einander  überein,  als  sie  für  die  ersten  Altersklassen
durchgängig  eine  Differenz  zu  Gunsten  der  Männer  aufweisen,
aber  diese  Differenz  ist  bei  den  Bevölkerungslisten  nur  äusserst
klein  —  bei  Preussen  beschränkt  sie  sich  auf  0,02  in  der
Altersklasse  31  bis  35  —  und  verschwindet  bei  diesen  schon
Mitte  der  Dreissiger.  Es  muss  hierbei  bemerkt  werden,  dass
manche  der  älteren  Bevölkerungslisten  nicht  einmal  in  diesen
Altern  eine  Differenz  zu  Gunsten  der  Männer  aufweisen  —
was  aber  wahrscheinlich  auf  Zählungsfehler,  resp.  falsche  Altersangaben ­
  oder  auf  irrige  Ausgleichungen  zurückzuführen  ist.  —
Bei  dieser  relativ  ungünstigeren  Sterblichkeit  der  versicherten
Frauen  ist  aber  die  absolute  Sterblichkeit  derselben  doch  keineswegs ­
  ungünstiger,  als  die  der  zugehörigen  Bevölkerungstafel,
indem  Gotha  mit  Ausnahme  der  Alterklassen  26  bis  30  und
36  bis  40,  in  welchen  eine  kleine  Mehrsterblichkeit  stattfmdet,
und  der  Altersklasse  71  bis  75,  in  welcher  die  Sterblichkeit
ganz  gleich  ist,  überall  kleinere  Zahlen  aufweist,  als  »Preussen«,
und  die  zwanzig  englischen  Gesellschaften  mit  Ausnahme  von
26  bis  30,  31  bis  35,  71  bis  75  und  76  bis  80  —  in  der
Altersklasse  71  bis  75  ist  die  Sterblichkeit  der  beiden  Beobachtungsgebiete ­
  merkwürdigerweise  auch  hier  ganz  gleich  —
überall  geringere  Zahlen,  als  »England«.
Auf  welche  Ursachen  nun  das  abnorme  Verhältniss  der
Sterblichkeit  versicherter  Frauen  zu  der  Sterblichkeit  versicherter
Männer  zurückzuführen  ist,  darüber  gehen,  wie  schon  angedeutet, ­
  die  Ansichten  der  Fachmänner  auseinander.  Während
einige  die  beobachtete  Abnormität  einfach  dadurch  zu  erklären
suchen,  dass  die  weiblichen  Mitglieder  der  Lebensversicherungsanstalten ­
  hauptsächlich  dem  Ehestande  an  gehören,  indem  sie
gleichzeitig  annehmen,  dass  die  verheirateten  Frauen  in  den
jüngeren  und  mittleren  Altersklassen  überhaupt  einer  grösseren
Sterblichkeit  unterworfen  sein  werden,  als  die  unverheirateten
(was  natürlich  in  den  Bevölkerungslisten  in  einem  schwächeren
Maase  zum  Ausdruck  gelangen  musste,  weil  hier  die  unverheirateten ­
  Frauen  relativ  zahlreicher  vertreten  sind),  glauben
wiederum  Andere,  dass  die  bezügliche  Mehrsterblichkeit  lediglich
auf  eine  schlechtere  Auswahl  der  Frauenrisicen  zurückzuführen
ist,  auf  eine  in  manchen  Fällen  und  aus  naheliegenden  Gründen
nur  mangelhaft  durchgeführte  ärztliche  Prüfung  derselben.  In
Wirklichkeit  wird  wohl  weder  die  eine  noch  die  andere  Annahme ­
  die  allein  richtige  sein,  sondern  es  werden  die  supponirten
  Ursachen  gleichzeitig  wirksam  sein,  so  dass  die  abnormen
Differenzen  in  der  Sterblichkeit  versicherter  Männer  und  Frauen
teilweise  einer  höheren  Sterblichkeit  der  verheirateten  Frauen
überhaupt,  teilweise  aber  auch  einer  mangelhafteren  Auswahl
derselben  zuzuschreiben  ist.  Was  uns  zu  dieser  Ansicht  veranlasst, ­
  sind  einesteils  die  Erfahrungen  der  Wittwencassen,
welche  sich  ausschliesslich  auf  verheiratete  Frauen  beziehen
und  ähnliche,  aber  bedeutend  schwächere  Differenzen  zu  Ungunsten ­
  der  letzteren  in  den  jüngeren  Altersklassen  aufweisen
—  nichs  blos  die  oben  berücksichtigten  Erfahrungen  der
Preussischen  Wittwenverpflegungs-Anstalt,  sondern  auch  die,
von  Oppermann  bearbeiteten  der  Dänischen  Witt  wen  casse  zeigen
ein  solches  Verhältniss;  bei  den  letzteren  überwiegt  die  Sterblichkeit ­
  der  Frauen  sogar  die  der  Männer  bis  zum  43.  Lebensjahr, ­
  während  bei  Brune  der  Kreuzungspunkt  bei  dem  Alter
40  eintritt  —  anderenteils  gewisse  Beobachtungen  der  Gothaer
Bank  selbst,  welche  für  das  Vorhandensein  auch  der  anderen
Ursache  einen  deutlichen  Beleg  abgeben,  wie  wir  hier  gleich
zeigen  wollen.  Bekanntlich  macht  sich  der  Einfluss  der  ärztlichen ­
  Auswahl  im  Allgemeinen  durch  eine  starke  Depression
der  Sterblichkeit  in  den  ersten  Jahren  der  Versicherung  bemerkbar, ­
  was  an  und  für  sich  ganz  natürlich  ist,  da  eben  nur
        <pb n="70" />
        64

Y.  Theil.  Statistik  der  Sterblichkeit«  Verhältnisse.

solche  Personen  als  aufnahmefähig  gelten,  welche  sich  einer
normalen  Gesundheit  erfreuen,  also  zur  Zeit  der  Aufnahme
von  chronischen  sowohl  als  acuten  Krankheiten  frei  sind.  Nach
den  Gothaer  Erfahrungen,  ist,  wie  aus  dem  Kapitel  VIII  dieser
Abtheilung  hervorgehen  wird,  diese  Depression  bei  Versicherten
aller  Beitrittsalter  (männliche  und  weibliche  Versicherte  zusammengenommen) ­
  nachweisbar  und  so  stark,  dass  die  Sterblichkeit ­

  des  ersten  Versicherungsjahres  (die  Resultate  aller
Alter  zusammengefasst)  nur  68,2 0  0  der  der  Altersbesetzung
entsprechenden  Durchschnittssterblichkeit  beträgt  und  für  die
sechs  ersten  Versicherungsjahre  nur  89,7  °/o•  Für  die  Frauen
ergeben  sich  dagegen  bei  entsprechender  Zusammenfassung
der  Resultate  in  Tabelle  XXVI  die  folgenden  Resultate:

Tabelle  3.
Frauensterblichkeit  in  verschiedenen  Perioden  der  Versicherung.

Altersklasse ­


Sterblichkeit«  -  Procentsätze

11

il*

Anzahl  der  Sterbefälle,
auf  Grund  deren  die  Sterblichkeits-Procentsätze
berechnet  sind

26—30
31—35
36—40
41—45
46—50
SI-55
56—60
61  —  65
66—70

1,22
O21
1,35
1,09
1,52
1,28
2,56
2,18
4,5®

O.80
0,83
1,38
0,98
1,26
1,53
2.92
3,66
5,23

1,11
1,06
1,33
0,94
1,48
1,38
2,72
3,25
3,22

1,79
1,33
1,54
1.26
1,14
1,53
2.93
3,58
5,65

1,13
1,08
1,36
1,03
1,36
1,44
2,82
3,«
5,22

3I
38
3I
42
36
54
19
5

4
11
35
36
59
83
173
202
223

24
38
59
45
7i
67
114
79
25

1
4
H
22
30
52
113
142
204

25
42
73
67
101
iig
227
221
228

Sind  auch  die  Zahlen  der  Sterbefälle,  nach  welchen  die
verschiedenen  Sterblichkeitsprocentsätze  hier  berechnet  sind,
sehr  gering,  so  lassen  die  beiden  ersten  Reihen  der  letzteren
doch  ziemlich  deutlich  erkennen,  dass  eine  solche  Depression,
wie  sie  für  die  Versicherten  im  Allgemeinen  eintrat,  (also  für
die  Männer  in  einem  noch  etwas  höheren  Grade)  nicht  stattgefunden ­
  hat,  dass  im  Gegentheil  mit  einer  einzigen  Ausnahme
(Altersklasse  36  —  40)  gerade  in  denjenigen  Altern,  in  welchen
wir  in  den  obigen  Tabellen  eine  Mehrsterblichkeit  der  Frauen
constatirten,  auch  eine  Mehrsterblichkeit  in  den  ersten  5  Jahren
eintrat.  Dieses  Resultat  lässt  aber  ziemlich  sicher  darauf

schliessen,  dass  in  der  That  die  ärztliche  Prüfung  bez.  die
Auswahl  der  weiblichen  Risicen  zum  Theil  eine  weit  weniger
zuverlässige  gewesen  ist,  als  die  der  Männer.  Einen  noch
schlagenderen,  weil  auf  grössere  Zahlen  basirten  Beweis  für
die  weniger  wirksame  Auswahl  der  Frauenrisicen  wird  übrigens
das  nächste  Kapitel  erbringen,  in  welchem  die  Sterblichkeit
der  Bank  nach  Geschäftsperioden  untersucht  werden  soll.
Nach  der  mittleren  Lebensdauer  bemessen,  tritt  die  anfänglich ­
  ungünstigere  Sterblichkeit  der  Frauen  weit  weniger
hervor,  als  in  den  bisherigen  Uebersicbten.  Für  die  oben  betrachteten ­
  Beobachtungsgebiete  stellen  sich  die  Resultate:

Tabelle  4.
Mittlere  Lebensdauer  der  Frauen.

Gotha

20  engl.  Gesellsch.
(unausgeglichen)

Brune  (Pr.  W.-V.-A.)

Preussen

England  (Farr)

Alter

Mittlere
Lebensdauer
der  Frauen

Die  mittlere
Lebensdauer
der  Männer
ist  höher(4-)
oder  niedri
ger  (—)um

Mittlere
Lebensdauer
der  Frauen

Die  mittlere
Lebensdauer
der  Männer
ist  h  ö  her  (+)
oder  niedriger ­
  (—)  um

Mittlere
Lebensdauer
der  Frauen

Die  mittlere
Lebensdauer
der  Männer  ist
niedriger  (
um

Mittlere
Lebensdauer
der  Frauen

Die  mittlere
Lebensdauer
der  Männer  ist
niedriger  (—)

Mittlere
Lebensdauer
der  Frauen

Die  mittlere
Lebensdauer
der  Männer
ist
niedriger(—)

25
3D
35
40
45
50
¡Í
¡6

37,02
34,12
30,74
27,53
24,11
20,48
l6.85
13,65
8,01
4,45

1,68
0,55
0,03
0,65
1,05
1,05
0,84
0,77
0,20
0,28

37,40
34,55
31,45
28,24
24,96
21,60
l8,17
14,85
9,12
5,56

I  1,04
"T  0,13
—  0,40
0,8  2
—  1,17
1,30
1,24
1,05
0,58
0,85

36.52
33,56
30,47
27,22
23,75
20,19
16,71
13,55
8,24
4,92

0,03
0,87
1,53
1.87
1,86
1,62
1,32
1,12
0,66
0,63

36,28
32,8»
29,48
26,18
22,79
Í9,28
15,93
12,82
7,76
4,54

1,71
1,76
1,91
1,96
1,78
1,37
0,99
0,64
0,26
0,14

37,04
33,81
30,59
27,34

20,75
17,43
14,34
9,02
5,28

0,92
1,05
1,19
1,28
1,30
1,21
—  0,98
0,81
0,57
—  0,33

Während  in  der  Tabelle  2  die  letzte  Differenz  zu  Gunsten
der  Männer  bei  Gotha  —  von  den  späteren  Schwankungen
abgesehen  —  auf  die  Altersklasse  41—45  und  bei  den

20  englischen  Anstalten  auf  die  Altersklasse  46  —  50  fällt,
zeigt  sich  die  letzte  entsprechende  Differenz  hier  bei  den  Altern
35  resp.  30  (genauer  bei  35  resp.  31).  Für  Brune,  Preussen
        <pb n="71" />
        9

V.  Theil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

65

und  England  überwiegt  bei  der  mittleren  Lebensdauer  der
Einfluss  der  späteren  Alter  so  sehr,  dass  selbst  nicht  für  das
jüngste  hier  aufgenommene  Alter  eine  Differenz  zu  Gunsten
der  Männer  bemerklich  ist  (genau  genommen  ist  die  letzte
bez.  Differenz  für  Brune  beim  Alter  24,  für  Preussen  und
England  dagegen  überwiegt  die  mittlere  Lebensdauer  d  r  Frauen
durchgängig  die  der  Männer).
Was  die  finanzielle  Bedeutung  des  abweichenden  Verlaufs
der  Frauensterblichkeit  anbetrifft,  so  ist  dieselbe  keineswegs  so
gross,  als  die  Tabellen  1  und  2  anzudeuten  scheinen,  andererseits ­
  aber  auch  nicht  so  gering,  als  man  nach  der  Tabelle  3
an  nehmen  könnte.  Nach  den  ausgeglichenen  Tabellen  der
20  englischen  Gesellschaften  stellen  sich  die  jährlichen  Prämien
einer  einfachen  lebenslänglichen  Versicherung  unter  der  Annahme ­
  eines  dreiprocentigen  Zinsfusses  bis  zum  36.  Lebensjahre ­
  inch  durchgängig  höher  für  die  Frauen  als  für  die  Männer,
während  bei  einer  fünfprocentigen  Verzinsung  der  Kreuzungspunkt ­
  der  beiden  Prämienscalen  um  1  Jahr  hinaufrückt.  Nach
den  Tabellen  der  20  englischen  Gesellschaften  brachten  also
alle  diejenigen  Frauen,  welche  vor  dem  37.  resp.  38.  Lebensjahre ­
  beitraten,  den  bezüglichen  Anstalten  Verlust,  dagegen
alle  diejenigen,  welche  später  beitraten,  Gewinn.  Hierbei  ist
indessen  noch  nicht  in  Betracht  gezogen,  dass  die  anfänglich
höhere  und  später  niedrigere  Sterblichkeit  der  Frauen  streng
genommen  auch  eine  andere  und  zwar  schwächere  Reservenansammlung ­
  bedingt  und  dass  deshalb  bei  gleicher  Bemessung
der  Abgangsentschädigung  beider  Geschlechter  der  frühzeitige
Abgang  von  versicherten  Frauen  eine  zweite  Quelle  des  Verlustes ­
  bildet.
Für  Gotha  kann  man  einen  Vergleich  der  obigen  Art
einfach  auf  dem  folgenden  Wege  erhalten.  Die  mittlere
Lebensdauer  ist  bekanntlich  nichts  Anderes,  als  der  Werth  einer
vorschüssigen  Leibrente  von  1  (Mise)  ohne  Anrechnung  von
Zinsen,  der  Kreuzungspunkt  der  Mise  einer  Sterblichkeitstafel
mit  der  Mise  einer  andern,  ist  aber  gleichzeitig  der  Kreuzungspunkt ­
  der  resp.  Prämienscalen.  Nach  den  Tabellen  der
20  englischen  Gesellschaften  kreuzen  sich  die  mittlere  Lebensdauer ­
  der  Männer  und  Frauen,  also  auch  die  ohne  Anrechnung
von  Zinsen  entstehenden  Prämienscalen  der  beiden  Geschlechter
zwischen  den  Altern  31  und  32,  die  zu  3  resp.  3%  berechneten
Prämienscalen  kreuzen  sich  dagegen  zwischen  den  Altern  35
und  36  resp.  36  und  37,  also  um  4  resp.  5  Jahre  später.
Nimmt  man  nun  an,  —  und  es  wird  dies  annähernd  zutreffen,  —
dass  die  bez.  Kreuzungspunkte  bei  Gotha  bei  Berechnung  verschiedener ­
  Zinsen  resp.  ohne  Anrechnung  von  Zinsen  genau
so  weit  auseinanderrücken  werden,  als  bei  den  20  englischen
Gesellschaften,  so  hat  man  nur  nöthig,  die  Differenz  von  4
resp.  5  Jahren  zu  dem  Kreuzungspunkt  der  mittleren  Lebensdauer ­
  von  Gotha  hinzuzulegen,  um  den  resp.  Kreuzungspunkt  zu
erhalten,  welchen  die  nach  Gotha  zu  resp.  3  und  5%  berechneten ­
  Prämien  der  beiden  Geschlechter  aufweisen  würden,
und  es  ergiebt  sich  hiernach  als  dasjenige  Alter,  in  welchem
die  Prämie  der  Männer  bei  Gotha  zum  letzten  Male  die  der
Frauen  übersteigt,  bei  dreiprocentiger  Verzinsung  das  39.  Lebensjahr ­
  und  bei  fünfprocentiger  Verzinsung  das  40.  Lebensjahr.
Sieht  man  von  den  Verlusten  ab,  welche  der  Bank  durch  den
frühzeitigen  Abgang  bei  Lebzeiten  von  Frauenversicherungen
erwachsen  sein  kann,  so  hatte  die  Bank  also  ihren  bisherigen
Gesammterfahrungen  nach  überhaupt  Verlust  bei  denjenigen
versicherten  Frauen,  welche  vor  dem  40.  (resp.  41.)  Lebensjahre ­
  beitraten,  dagegen  Gewinn  bei  denjenigen,  welche  später
Aufnahme  fanden.  Mit  Rücksicht  darauf,  dass  die  Frauen  bei
Gotha  durchschnittlich  in  einem  höheren  Alter  beigetreten  sind
(siehe  Theil  I,  Kapitel  IV),  ist  es  hiernach  wohl  möglich,

dass  das  finanzielle  Gesammtergebniss  der  Frauensterblichkeit
für  die  Bank  kein  ungünstiges  gewesen  ist,  ja  vielleicht  einen,
allerdings  dann  nur  mäsigen,  Gewinn  gebracht  hat.

V.  Kapitel.
Die  Sterblichkeit  der  Männer  und  Frauen
nach  Geschäftsperioden.
Zu  einer  Untersuchung  der  Sterblichkeit  für  verschiedene
Geschäftsperioden  der  Bank  lag  insofern  genügendes  Material
vor,  als  man  schon  zu  einer  früheren  Zeit  die  Sterblichkeit
der  Bank  nach  5jährigen  Altersklassen  ermittelt  hatte,  nämlich
für  die  Geschäftsperiode  von  1829  —  59&amp;gt;  und  die  auf  die
folgende  bis  1878  laufende  Geschäftsperiode  bezüglichen  Resultate ­
  offenbar  durch  einfachen  Abzug  der  bei  jener  Ermittelung ­
  festgestellten  Zahlen  der  Lebenden  unter  Risico  und  der
Sterbefälle  von  den  gegenwärtig  eruirten  auf  die  gesammte
Geschäftsperiode  von  1829  —  78  sich  beziehenden  Lebenden  etc.
erlangt  werden  konnte.  *)  Bevor  jedoch  jene  einfache  Operation
wirklich  durchgeführt  wurde,  war  es  zuerst  nöthig,  die  »Lebenden
unter  Risico«  der  einen  oder  der  anderen  jener  Geschäftsperioden ­
  einer  kleinen  Abänderung  zu  unterziehen,  da  dieselben,
—-  wie  schon  in  der  Einleitung  besprochen  worden  —  nicht
genau  nach  denselben  Principien  bestimmt  waren,  und  ein
directer  Abzug  zu,  allerdings  nicht  bedeutenden,  Fehlern  Anlass
gegeben  haben  würde.  Während  nämlich  in  jener  früheren  Ermittelung ­
  diejenigen  Versiehe;  ten,  deren  Policen  stornirt  wurden,
gar  nicht  in  Berücksichtigung  gezogen,  die  übrigen  Abgegangenen
aber  so  behandelt  worden  waren,  als  wenn  sie  auch  im  Abgangsjahr ­
  ein  volles  Jahr  unter  Risico  gestanden  hätten,  so  ist
bei  der  vorliegenden  Ermittelung  —  aus  Gründen,  welche
ebenfalls  in  der  Einleitung  eingehender  auseinandergesetzt
worden  sind  —  nicht  blos  der  letztgenannte,  sondern  der  gesammte ­
  Abgang  berücksichtigt,  dieser  Abgang  aber  für  das
Abgangsjahr  —  denn  um  dieses  handelt  es  sich  hier  nur  —
nicht  mit  einem  vollen,  sondern  nur  mit  einem  halben  Jahre
in  die  Zahl  der  Lebenden  unter  Risico  eingestellt  worden.  Um
die  Resultate  der  gegenwärtigen  Ermittelung  den  früher  gewonnenen ­
  anzupassen  —  denn  das  umgekehrte  Verfahren  war
wegen  Mangel  an  den  nöthigen  Daten  nicht  möglich  —  blieb
also  nichts  Anderes  übrig,  als  zunächst  den  »Abgang  wegen
Stornirung  der  Policen  «  aus  den  »  Lebenden  unter  Risico«
gänzlich  auszuscheiden  und  alsdann  die  Hälfte  des  übrigen
Abgangs  bei  diesen  Zahlen  wieder  in  Zugang  zu  bringen.
Die  nachfolgenden  Tabellen  geben  die  hiernach  erlangten
Resultate,  die  erste  Abtheilung  ;  1829  —  78  umfasst  die  »corrigirten«
  Zahlen  der  gegenwärtigen  Ermittelung,  die  zweite  Abtheilung: ­
  1829  —  59  die  direct  gegebenen  der  früheren  Ermittelung, ­
  während  die  dritte  Abtheilung:  1859  —  78  in  der
Col.  »Lebende  unter  Risico«  und  »Gestorbene«  die  Differenzen
zwischen  den  Zahlen  der  beiden  ersten  Abtheilungen  enthält.

*)  Die  bis  1859  reichende  Ermittelung  schloss,  wie  schon  früher
angedeutet  worden  ist,  wie  aber,  um  Irrthümern  vorzubeugen,  hier  nochmals ­
  hervorgehoben  werden  mag,  ebenso  wie  die  gegenwärtige  mit  den
im  Schlussjahre  ablaufenden  Prämienterminen  ab.  —  Die  in  dem  vorigen
Kapitel  erwähnte  Ermittelung  von  1852  ist  nicht  in  Betracht  gezogen
worden,  weil  dieselbe  bei  einem  geringeren  Umfange  des  Beobachtungsmaterials ­
  dem  Abschlusszeitpunkte  der  Ermittelung  von  1859  zu  nahe
liegt,  als  dass  man  von  der  Bildung  einer  weiteren  (also  nur  von  1852-59
reichenden)  Geschäftsperiode  besonders  werthvolle  Resultate  sich  versprechen ­
  durfte.
        <pb n="72" />
        66

V.  Tlieil.  Statistik  der  SterldiclikeitsVerhältnisse.

Tabelle  I.
Sterblichkeit  der  Männer  in  verschiedenen  Geschäftsperioden.

Altersklasse ­


1829  —  78

Lebende
unter
Risico

Gestorbene

Sterblichkeits ­
 ­


1829  —  59

Lebende
unter
Risico

Gestorbene

Sterblichkeits ­
 ­


1859—78

Lebende
unter
Risico

Gestorbene

Sterblichkeit«- ­



DerSterblichkeits-


der  2.  Periode
ist  niedriger  (—)
oder  höher  (+)
um

15—25
26—30
31—35
36—40
41—45
46—50
SI-55
56—60
61—65
66—70
71-75  II
76—80
81—85

7  994
40925
98  464
141  582
157  33 2
148  559
128  329
100  077
69  3 2 3
42  164
21  281
8305
2  35°

47
237
647
i  153
1  582
2  008
2417
2  761
2843
2  672
i  953
i  104
459

0,59
0,68
0,66
0,81
1,01
1.33
1,88
2,76
4,10
6.34
9,18
13,28
19,53

2215
13  103
34  933
53  188
60  105
57  244
47  587
34408
20  893
10  267
4032
i  274
222

15
100
292
484
651
834
926
947
8S1
662
401
162
44

0,68
0,7  6
0,84
0,91
1,08
1,46
1.95
2,75
4-22
6,45
9.95
12,72
19,82

5  779
27  822
63  531
88394
97  227
9 1  315
80  742
65  669
48  430
31  897
17  249
7031
2  128

32
137
355
669
931
i  174
i  491
i  814
1  962
2  010
i  552
942
415

0,55
0,49
0,56
0,76
0,96
1.29
1,85
2,76
4-05
6.30
9-00
13-40
19,50

0,13
0,27
0,28
0,15
0,12
—  0,17
—  O.10
—  0,01
0,17
0,15
0,95
T  0.68
0,32

Sa.  I  966  685

19  883

339471

6  399

627214  13484

Tabelle  2.
Sterblichkeit  der  Frauen  in  verschiedenen  Geschäftsperioden.

Altersklasse ­


1829  —  78

Lebende
unter
Risico

Gestorbene

Sterblichkeit«- ­



1829  —  59

1859  —  78

Lebende
unter
Risico

Gestorbene

Sterblichkeits ­
 ­


Lebende
unter
Risico

Gestorbene

Sterblichkeits ­
 ­


DerSterblichkeits-


der  2.  Periode
ist  niedriger  (  -)
oder  höher  (+)

15—25
26—30
31—35
36—40
41—45
46—50
SI-55
56—60
61—65
66—70
71—75
76—80
81—85

1  069
2  245
3915
5  384
6  573
7  469
8  270
8  063
6  404
4  376
2  445
i  045
325

6
25
42
73
67
101
119
227
221
228
225
125
57

0.  56
1,  U
1-07
1,36
1,02
1,35
1.44
2,82
3-45
5-21
9,20
I  1,96
17,54

418
925
1  67O
2  437
2  99 1
3  366
3672
3  483
2  476
i  483
696
198
2?

16
27
44
29
56
62
112
87
74
71
33
6

0,72
I.73
1,92
1,81
0,97
1,66
1,69
3-22
3,51
4,99
10,20
l6,67
26.09

65I
1  32O
2  245
2  947
3  582
4  103
4  598
4  580
3928
2893
i  749
847

3
9
15
29
38
45
57
115
134
154
#i54
92
51

0,46
0,68
0.67
0,98
1.06
1.10
1.24
2.51
3,41
5-32
8.81
10.86
l6.89

0,26
1-05
0,95
0,83
+  0,09
0,56
0-45
—  O.71
—  O.10
4*  0,33
—1,39
5,81
—  9,20

Sa.

57  583

516

23  838

620

33  745

869

Vergleicht  man  die  liier  in  den  Rubriken  1829—  78
stehenden  Procentsätze  mit  den  entsprechenden  der  Tabelle  1
des  Kapitels  IV,  so  ersieht  man,  dass  dieselben  trotz  der  ganz
verschiedenen  Behandlung  der  Abgegangenen  für  das  Abgangsjahr ­
  nur  äusserst  wenig  differiren,  in  manchen  Fällen  gar
nicht,  in  den  übrigen  fast  nur  um  1  oder  2  Einheiten  der
letzten  Decimalstelle.  Es  ist  also  in  der  That  richtig,  dass,
wie  schon  in  der  Einleitung  behauptet  wurde,  für  die  Gothaer
Beobachtungen  der  Behandlung  des  Abgangs  im  Abgangsjahr
bei  dem  relativ  geringen  Umfang  desselben  eine  nur  sehr  geringe ­
  Bedeutung  beizulegen  ist.
Die  Rubriken  1829—59  und  1859  —  7&amp;amp;  sowie  die  beigefügten ­
  Differenzencolumnen  gehen  mancherlei  interessante
Aufschlüsse.  Zunächst  ersieht  man  aus  denselben,  dass  die
'Sterblichkeit  der  Gothaer  Bank  im  Laufe  der  Jahre  ganz  auffallend ­
  zurück  gegangen  ist,  in  bedeutendem  Maase  bei  den
Männern,  aber  in  geradezu  ausserordentlichem  bei  den  Frauen.

Es  ist  dieser  Zurückgang  um  so  auffallender,  als  die  durchschnittliche ­
  Dauer  der  Versicherungen  —  das  durchschnittliche
Versicherungsalter  —  trotz  des  reichlichen,  in  grösseren  Zeitabschnitten ­
  ständig  gewachsenen  Zugangs  doch  allmählich  gestiegen
ist  und  mit  dem  höheren  Versicherungsalter  bei  sonst  gleichem
Alter  die  Sterblichkeit  auch  eine  höhere  zu  werden  pflegt  —
was  bei  der  Gothaer  Bank,  wie  wir  im  vorigen  Kapitel  gesehen
haben,  für  die  Frauen  allerdings  nicht  ganz  zutrifft,  im  Allgemeinen ­
  aber  durchaus  der  Fall  ist  —  und  man  deshalb  von
vornherein  eher  eine  mäsige  Zu  -  als  Abnahme  der  Sterblichkeit ­
  mit  dem  Alter  der  Bank  hätte  erwarten  sollen.  Eine
zutreffende  Erklärung  für  die  unbestreitbare  Thatsache  des
Rückgangs  ist  aber  trotzdem  nicht  schwer  aufzufinden.  Man
hat  sie  einestheils  in  einer  durch  die  rationellere  Gesundheitspflege ­
  etc.  begründeten  allgemeinen  Abnahme  der  Sterblichkeit,
anderenteils  in  der  sorgfältigeren  Prüfung  resp.  Auswahl  der
Antragsteller,  welche  mit  der  längeren  Praxis  der  mit  der  Be-
        <pb n="73" />
        9*

V.  Tlieil.  Statistik  tier  Sterblichkeitsverhältnisse.

(37

gutachtung  der  Anträge  betrauten  Organe  bei  der  Bank  allmählich ­
  Platz  gegriffen  haben  wird,  und  welche  auf  die  Sterblichkeit ­
  nicht  ohne  Einfluss  bleiben  konnte,  zu  suchen.  In
der  letzteren  Beziehung  ist  darauf  aufmerksam  zu  machen,  dass
in  der  früheren  Periode  die  Bank  das  Institut  der  Vertrauensoder ­
  Agentur-Aerzte  noch  nicht  kannte,  und  sich  mit  gutachtlichen ­
  Aeusserungen  der  Hausärzte  begnügte,  welche  nicht
durchweg  auf  sorgfältiger  ad  hoc  vorgenommener  physikalischer
Untersuchung  beruhten.  Erst  in  den  Vierziger  Jahren  wurden
an  einigen  wenigen  Agenturplätzen  Agentur-Aerzte  angestellt;
erst  zu  Anfang  der  Sechziger  Jahre  gelangte  der  Grundsatz
zur  Durchführung,  dass  jeder  Agentur  auch  ein  Vertrauensarzt
zur  Seite  stehen  müsse.  Was  die  Männer  anbetrifft,  so  ist  es
zweifelhaft,  welcher  der  vorgedachten  Ursachen  der  grösste
Einfluss  auf  die  wirklich  beobachtete  Sterblichkeit  zuzuschreiben
ist;  denn  die  auf  die  Männer  bezüglichen  Differenzen  bewegen
sich  noch  innerhalb  solcher  Grenzen,  dass  schon  die  eine  oder
die  andere  die  Resultate  genügend  erklären  könnte.
Ganz  anders  liegt  die  Sache  bei  den  Frauen;  hier  muss
unbedingt  angenommen  werden,  dass  die  sorgfältigere  Prüfung
den  grössten  Antheil  an  dem  beobachteten  Rückgang  hat;  denn
der  letztere  ist  so  gross  und  so  viel  grösser,  als  der  bei  den
Männern  beobachtete,  dass  man  ihn  einer  blosen  Aenderung
der  Gesundheitsverhältnisse,  welche  in  der  Sterblichkeit  der
beiden  Geschlechter  sich  offenbar  ziemlich  gleichmäsig  äussern
müsste,  nicht  wohl  zuschreiben  kann.  Die  Zahlen  der  obigen
Tafel  bestätigen  also  die  schon  in  dem  vorigen  Kapitel  aufgestellte ­
  und  auf  einem  ganz  anderen  W  ege  begründete  Behauptung, ­
  dass  die  hohe  Sterblichkeit  der  Frauen  innerhalb  der
jüngeren  Altersklassen  theilweise  von  der  ungenügenden  Auswahl ­
  derselben  herrührt,  deuten  aber  auch  gleichzeitig  an,  dass
die  Auswahl  in  neuerer  Zeit  eine  wesentlich  sorgfältigere  geworden ­
  ist.
Mit  den  oben  mitgetheilten  Zahlen  die  entsprechenden
Erfahrungen  der  17  englischen  und  20  englischen  Gesellschaften,
welche  zwar  theilweise  verschiedenen  Beobachtungskreisen  und
auch  nur  theilweise  dem  gleichen  Zeitraum  an  gehören,  sich  im
Durchschnitt  aber  doch  auf  weiter  auseinander  liegende  Geschäftsperioden ­
  beziehen,  zu  vergleichen,  wird  nicht  ohne  Interesse
sein.  (Die  Beobachtungen  der  17  englischen  Gesellschaften
reichen  bis  etwa  1841,  während  die  der  20  englischen  Gesellschaften ­
  mit  dem  31.  December  1863  abschliessen.)

Tabelle  3.
Sterblichkeit  nach  englischen  Gesellschaftsbeobachtungen,
  welche  sich  theilweise  auf
verschiedene  Zeiträume  beziehen.

Altersklasse ­


20—24
25—29
30—34
35—39
40—44
45—49
50-54
55-59
60—64
65—69
70—74

Sterblichkeits  -Procentsätze

7  engl.  Gesellschaften  |  20  engl.  Gesellschaften

0,75
0,80
0,88
O.97
1,10
1,3«
1,80
2,48
3,»:
5-14
7-51

£  •-=2,01


1,35
1.58
1.59
1.46
1,69
1,85
2.61
2.94
4,82
6.89

Der  Procentsatz  nach  den
20  engl.  Gesellschaften  ist
niedriger(-  )  od.  höher(+)

0,71
0,73
0.85
0,97
1.09
1.36
1-72
2.35
3:38
4-90
7-23

0,85
1,18
1.13
1,21
1.29
I.39
1,57
2,02
2.86
4-37
6,84

0,04
•  0,07
0,03
O.00
■  0.01
O  00
■  0,08
0,13
0,14
0.2*
0.31

1,16
0,17
0,43
0,38
0,17
O.30
—  0,28
0,59
0,08
O.45
0,05

Hingesehen  auf  die  Männersterblichkeit  sind  die  Differenzen
hier  sehr  gering,  fallen  alter  fast  durchgängig  zu  Gunsten  der
neuen  Beobachtungen  aus;  ebenso  entsprechen  die  Differenzen
der  Frauensterblichkeit  der  beiden  Listen  im  Grossen  und
Ganzen  den  Resultaten  der  obigen  Tabellen  mit  dem  Unterschiede ­
  ,  dass  dieselben  grösstentheils  kleiner  erscheinen,  wasvielleicht
  nur  darauf  zurückzuführen  ist,  dass  die  Beobachtungen
der  20  englischen  Gesellschaften  auch  solche  umfassen,  welche
in  denen  der  17  englischen  Gesellschaften  enthalten  sind  oder
sich  wenigstens  auf  denselben  Zeitraum  beziehen.  Im  Allgemeinen ­
  lassen  die  englischen  Zahlen  also  dieselben  Schlüsse
zu,  wie  die  der  Gothaer  Bank;  auch  sie  weisen  darauf  hin,
dass  ursprünglich  eine  weniger  wirksame  Auswahl  der  weiblichen ­
  Risicen  stattgefunden  hat,  welche  mit  der  besseren
Kenntniss  der  Frauensterblichkeit  alsbald  einer  sorgfältigeren
Prüfung  gewichen  ist.
Vergleicht  man  nun  noch  die  Sterblichkeitsprocenisätze  der
beiden  Tabellen  1  und  2,  welche  den  gleichen  Geschäftsperioden
angehören,  aber  für  verschiedene  Geschlechter  valediren,  mit  einander, ­
  so  ergiebt  sich  das  bemerkenswerthe  Resultat,  dass  sowohl
für  1829—59  als  für  1859—78  die  Sterblichkeit  der  Frauen  in
den  jüngeren  Altersklassen  sich  grösser,  in  den  höheren  dagegen ­
  kleiner  zeigte,  als  die  der  Männer,  und  zwar  fällt,  wenn
man  von  einigen  wohl  hauptsächlich  von  ungenügenden  Beobachtungszahlen ­
  herrührenden  Schwankungen  absieht,  der
Kreuzungspunkt  für  die  Sterblichkeit  der  beiden  Geschlechter
in  der  früheren  Geschäftsperiode  etwa  zwischen  die  Alter  50
:  und  51  (zwischen  die  Altersklassen  46—50  und  51—55),  in  der
letzteren  Geschäftsperiode  dagegen  zwischen  die  Alter  45  und  46.
Der  enorme  zeitliche  Rückgang  in  der  Frauensterhlichkeit  hat
also  nicht  vermocht,  das  in  den  Gesammtbeobachtungen  der
Bank  sich  abspiegelnde  Verhältnis  der  beiden  Sterblichkeitscurven
  völlig  umzukehren  ;  er  hat  es  für  die  Frauen  nur
günstiger  gestaltet,  indem  erstlich  die  absolute  Höhe  der  Differenzen ­
  zwischen  der  Sterblichkeit  der  beiden  Geschlechter
bedeutend  verringert  und  zweitens  der  erwähnte  Kreuzungspunkt
auf  ein  niedrigeres  Alter  verlegt  wurde.  Es  dürfte  hierin
wiederum  ein  Beweis  dafür  zu  suchen  sein,  dass  die  ungünstigere
Sterblichkeit  der  Frauen  in  den  jüngeren  Altersklassen  nicht
ausschliesslich  einer  weniger  sorgfältigen  Auswahl  zuzuschreiben,
sondern  theilweise  auch  in  einer  anderen  rein  natürlichen  Ursache ­
  begründet  ist,  über  deren  Natur  schon  oben  eine  Mutlimaasung
  ausgesprochen  wurde.
Zum  Schlüsse  mag  noch  auf  das  Verhältnis  aufmerksam
gemacht  werden,  in  welchem  die  Sterblichkeitsprocentsätze  der
einzelnen  Geschäftsperioden  zu  den  für  die  ganze  Geschäftsdauer ­
  der  Bank  erlangten  Sterblichkeitsprocentsätzen  stehen.
Wie  es  sich  von  selbst  versteht,  liegen  die  Procentsätze  der
Periode  1829—78  durchgängig  zwischen  denjenigen  der  Perioden ­
  1829  —  59  und  1859—78.  Während  aber  die  in  der
Tabelle  2  (Frauen)  für  1829—78  aufgeführten  Sätze  so  ziemlich ­
  die  Mitte  zwischen  den  entsprechenden  für  1829—59
und  1859—78  einnehmen,  neigen  die  in  der  Tabelle  1
(Männer)  für  die  gesammte  Geschäftsdauer  der  Bank  angegebenen ­
  sich  sehr  stark  den  Zahlen  der  letzten  Geschäftsperiode
von  1859—78  zu,  so  dass  die  Differenzen  zwischen  diesen
Sätzen  im  Ganzen  genommen  etwa  nur  ein  Viertel  von  denjenigen ­
  betragen,  welche  zwischen  den  Sätzen  für  1829—59
und  1859—78  bestehen  und  in  der  Differenzencolumne  jener
Tabelle  eingetragen  sind.  Es  ist  dies  eine  einfache  Folge  der
I  Art  der  Vertheilung  der  »Lebenden  unter  Risico«  über  die
beiden  Geschäftsperioden  ;  bei  den  Männern  liegt  der  Schwerpunkt ­
  der  Beobachtungszahlen  in  der  zweiten  Beobachtungsperiode ­
  ;  bei  den  Frauen  dagegen,  welche  in  den  späteren
Jahren  einen  relativ  geringeren  Zugang  aufweisen,  vertheilen
        <pb n="74" />
        os

V.  Tlieil.  Statistik  der  Sterbliclikeitsverliältnisse.

sich  die  Beobachtungszahlen  ziemlich  gleichmäsig  über  beide
Zeiträume.  Trotzdem  die  Gesammtbeobachtungen  der  Bank
einen  50jährigen  Zeitraum  umfassen  und  innerhalb  dieses  Zeitraums ­
  bedeutende  Veränderungen  in  der  Sterblichkeit  vor  sich
gegangen  sind,  darf  man  also  doch  die  auf  die  Männer,  und
in  Folge  dessen  auch  die  auf  die  beiden  Geschlechter  bezüglichen ­
  Gesammterfahrungen,  welche  in  allen  ihren  Details  in
den  Tabellen  XXV  und  XXVII  etc.  gegeben  sind,  als  einen
ziemlich  deutlichen  Ausdruck  derjenigen  Sterblichkeit  ansehen,
welche  gegenwärtig  unter  den  Versicherten  der  Gothaer  Bank
herrscht  und  in  der  nächstliegenden  Zukunft  unter  diesen  aller
Wahrscheinlichkeit  nach  auch  herrschen  wird.  Bezüglich  der
Frauenbeobachtung  ist  dagegen  zu  betonen,  dass  die  Zahlen
der  Tabellen  XXVI  und  XXIX  die  gegenwärtige  und  voraussichtlich ­
  auch  die  künftige  Sterblichkeit  fast  für  alle  Alter  nicht
unerheblich  überschätzen,  dass  also  eine  nach  diesen  Zahlen
berechnete  Prämienscale  zwar  sehr  sichere,  aber  jedenfalls  zu
hohe  Resultate  ergeben  würde.

YI.  Kapitel.
Die  Sterblichkeit  nach  Todesursachen
und  Altersklassen.
Zur  Ermittelung  der  Sterblichkeit  nach  Todesursachen
und  Altersklassen  musste  einesteils  die  Tabelle  XVI,  welche
angiebt,  wie  sich  die  Zahlen  der  Sterbefälle  über  die  einzelnen
Altersjahre  und  Todesursachen  vertheilen,  anderenteils  die
Tabelle  XXVII,  welche  die  Zahlen  der  »Lebenden  unter
Risico«  enthält,  herangezogen  werden.  Eine  directe  Auswertung ­
  dieses  Materials  war  indessen  nicht  möglich,  weil
die  Zahlen  der  Tabelle  XVI  sich  nicht  genau  auf  denselben
Beobachtungszeitraum  und  denselben  Personenbestand  beziehen,
wie  diejenigen  der  Tabelle  XXVII  —  erstere  reichen  bis  zu
Ende  des  Kalenderjahres  1878,  letztere  bis  zum  Ablauf  sämmtlicher
  Prämientermine  in  1878  —  und  weil  ausserdem  die
Altersbestimmung  in  den  beiden  Tabellen  nicht  nach  denselben ­
  Principien  erfolgt  war  —  in  der  Tabelle  XVI  ist  nach
abgerundeten  Todesjahren,  in  Tabelle  XXVII  nach  den  (abgerundeten) ­
  Altern  am  Prämientermine  gerechnet.  Um  die
Zahlen  der  beiden  Tabellen  vergleichbar  zu  machen,  wurden
aus  der  Tabelle  XVI  deshalb  zunächst  alle  diejenigen  Todesfälle ­
  ausgeschieden,  welche  sich  nach  dem  Prämientermine  in
1878  ereignet  hatten;  ausserdem  wurden  von  den  »Lebenden
unter  Risico«  der  Tabelle  XX\  II  (Col.  »überhaupt«)  die  wenigen
nachträglich  eingestellten  Beobachtungen  über  Personen,  welche
das  85.  Lebensjahr  als  Mitglied  der  Bank  erreicht  hatten  und
dann  ausgetreten  waren,  wieder  in  Abgang  gebracht,  da  dieselben ­
  bekanntlich  in  den  Tabellen  der  früheren  Abtheilung
nicht  mit  aufgenommen  waren.  Die  somit  »redueirten«  Zahlen
der  Lebenden  unter  Risico  und  Zahlen  der  Sterbefälle  hätten
nun  direct  mit  einander  verglichen  werden  können,  wenn
nicht  noch  das  Alter  der  Gestorbenen  eine  Corrector  noting
gemacht  hätte.  Auf  welche  Weise  diese  Correctur  zu  erfolgen
hatte,  ergiebt  sich  ganz  leicht,  wenn  man  überlegt,  welche
Alter  die  »Lebenden  unter  Risico«  und  die  aus  diesen  hervorgehenden ­
  Gestorbenen  während  eines  Versicherungsjahres  passiren.
Nennen  wir  das  gemeinschaftliche,  nach  vollen  Jahren  abgerundete ­
  Alter,  welches  die  Lebenden  zu  Anfang  eines  Versicherungsjahres ­
  (d.  h.  am  Prämientermine)  haben,  x,  so  liegt
das  genaue  Alter  dieser  Lebenden  offenbar  zwischen  den
Grenzen  x—V2  und  x-j-1/2,  nach  einem  halben  Jahre  haben

sich  diese  in  x  und  x  —j—  1  verwandelt  und  beim  Ablauf  des
Jahres  sind  sie  x-j-Vî  und  x  —j—  1 1 /2.  Die  zu  Anfang  des
Jahres  aus  diesen  Lebenden  hervorgehenden  Sterbefälle  haben
also  ein  Alter,  welches  zwischen  x—V2  und  x  —|—  x /^,  die
in  der  Mitte  desselben  hervorgehenden  ein  Alter,  welches
zwischen  x  und  x-j-i  und  die  am  Ende  desselben  hervorgehenden ­
  ein  Alter,  welches  zwischen  x-j-72  und  x1 1  2
liegt.  Das  abgerundete  Alter  der  am  Anfang  Gestorbenen  wird
demnach  x  betragen,  das  abgerundete  Alter  der  am.  Ende
Gestorbenen  x-}-i,  und  das  abgerundete  Alter  der  in  der
Mitte  Gestorbenen  wird  x  oder  x-|-  1  sein,  je  nachdem  die
Grenze  x-j- 1 !  2  bereits  überschritten  war  oder  nicht.  Die  aus
den  ursprünglich  x  (d.  h.  x—V2  bis  x-j-  YD  jährigen  Lebenden ­
  im  Laufe  des  Jahres  hervorgegangenen  Sterbefälle  werden
also  bei  einer  Gruppirung  nach  abgerundeten  Sterbealtern
theil  weise  dem  Alter  x  und  theil  weise  dem  Alter  x  -f-  I  zu  geschrieben ­
  werden,  und  analog  werden  die  aus  ursprünglich
x  —  i  (d.  h.  x  —  1 1 /2  bis  x  —  F*  )  jährigen  Lebenden  im
Laufe  des  Jahres  hervorgehenden  Sterbefälle  theilweise  dem
Alter  x—-1  und  theilweise  dem  Alter  x  zugeschrieben  werden. ­
  Die  ganze  Aufgabe  reducirt  sich  hiernach  darauf,  aus
denjenigen  Sterbefällen,  welche  in  der  Tabelle  XVI  unter  dem
Sterbealter  x  und  denjenigen,  welche  ebendaselbst  unter  dem
Alter  x-j-1  eingetragen  sind,  diejenigen  auszusondern,  welche
aus  den  Lebenden  des  Alters  x  hervorgegangen  sind,  d.  h.
welche  zu  Anfang  des  Versicherungsjahres,  in  welchem  sie
starben,  das  Alter  x  — 1 /2  bis  x-j-7%  hatten.  An  einer  genauen ­
  Kenntniss  der  wirklichen  (genaueren)  Alter  der  unter
x  und  x-j-1  in  der  Tabelle  XVI  eingetragenen  Sterbefälle
fehlt  es  aber,  und  es  bleibt  also  nichts  Anderes  übrig,  als  zu
einer  Hypothese  zu  greifen,  welche  jene  Sonderung  ermöglicht.
Die  einfachste,  welche  sich  hierbei  darbietet,  ist  diejenige  einer
gleichmäsigen  Vertheilung  der  Sterbefälle  über  das  Jahr  und
über  die  (innerhalb  der  möglichen  Altersgrenzen  liegenden)
Alter.  Unter  Anwendung  dieser  Hypothese  ist  die  Zahl  der
Sterbefälle,  welche  den  Lebenden  des  abgerundeten  Alters  x
gegenüber  zu  stellen  sind,  aber  genau  die  Hälfte  aus  den  unter
den  Altern  x  und  x  -}-  1  eingetragenen  Sterbefällen,  wie  am
deutlichsten  aus  der  nachfolgenden  Zeichnung  hervorgehen
wird.

Abgerund.
Alter
(zu  Anfang)
x  —  i

X  1

I  1

r  ,2

Abgerund.

Alter

(zu  Anfang)

x+lV

~T  Vs

Abgerund.
Alter
(zu  Ende)

Abgerund.
Alter
(zu  Ende)
x  +  1

des  Versieherungsjahres.

Aus  den  Lebenden  des  Alters  x  —  V2  bis  x-j-72,  also
denjenigen  des  abgerundeten  Alters  x,  gehen  im  Laufe  des
Jahres  gleichmäsig  Sterbefälle  hervor,  welche  durch  das  Rechteck ­
  AA  dargestellt  sind.  Die.  ursprünglichen  Altersgrenzen
        <pb n="75" />
        V.  Tlieil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverliältnisse.

69

für  die  Gestorbenen  sind  x—V2  bis  dieselben  ändern
sich  aber  gleichmäsig  und  gehen  schliesslich  in  x-j- 1 ,^  bis
x-f-iS  über.  Zu  Anfang  des  Jahres  erhalten  also  alle  Gestorbenen ­
  das  (abgerundete)  Sterbealter  x,  zu  Ende  des  Jahres
das  Sterbealter  x-j-G  in  der  Mitte  des  Jahres  (dieser  Zeitpunkt ­
  ist  durch  die  punktirte  Linie  angedeutet)  erhält  die
Hälfte  der  Sterbenden  das  abgerundete  Sterbealter  x,  die
andere  Hälfte  das  Sterbealter  x-|-1  und  in  jedem  anderen
Zeitpunkt  stellt  sich  das  Verhältnis  so,  wie  es  durch  die
Diagonale  in  dem  Rechteck  A  A  bezeichnet  wird.  Dieselben
Schlüsse  gelten  natürlich  auch  für  die  Sterbefälle,  welche  aus
den  Lebenden  des  Alters  x  —  1  (x  —  1  V2  bis  x—V2)  hervorgegangen ­
  sind  (Rechteck  ER),  auch  hier  bezeichnet  die
Diagonale  die  Scheidelinie  zwischen  den  Sterbefällen,  welche
dem  (abgerundeten)  Sterbealter  x—1  und  denjenigen,  welche
dem  Sterbealter  x  zugeschrieben  werden.  Die  den  Lebenden
des  Alters  x  (x  — 1 ¡&amp;lt;¿  bis  x-j-V2)  gegenüberzustellenden
Sterbefälle  setzen  sich  also,  sofern  die  Sterbefälle  nur  nach
abgerundeten  Sterbealtern  gegeben  sind,  aus  der  Hälfte  derjenigen, ­
  welche  dem  abgerundeten  Sterbealter  x  angeboren
(die  Gesammtzahl  derselben  ist  durch  die  scbraffirte  Fläche
dargestellt)  und  der  Hälfte  derjenigen,  welche  dem  abgerundeten ­
  Sterbealter  x  -|-  1  angeboren  (die  herüberzuziehende
Hälfte  ist  hier  in  der  Zeichnung  überhaupt  nur  angedeutet),
zusammen.
Die  nach  der  eben  auseinandergesetzten  Methode  berechneten ­
  Zahlen  der  Sterbefälle  und  die  aus  diesen  und  den  gegebenen ­
  Zahlen  der  Lebenden  unter  Risico  hervorgehenden
Sterblichkeitsprocentsätze  können  natürlich  nicht  auf  völlige
Exactheit  Anspruch  machen;  sie  sind  in  den  meisten  Fällen
nur  annähernd  richtig,  weil  die  Verkeilung  der  Sterbefälle,
wenn  sie  im  Allgemeinen  auch  die  Tendenz  bat,  eine  gleiclimäsige
  zu  sein,  in  Wirklichkeit  eine  solche  genau  doch  nur
selten  ist.  Der  Fehler,  welcher  den  einzelnen  Resultaten  eventuell ­
  anhaften  wird,  hat  indessen  doch  nur  darin  seinen  Grund,
dass  die  dem  betreffenden  Alter  zugehörenden  Sterbefälle
theilweise  auf  das  eine  oder  das  andere  der  beiden  Nebenalter
verschoben  worden  sind  ;  er  ist  also  stets  von  einem  oder  von
zwei  entgegengesetzten  Fehlern  begleitet,  welche,  sofern  man
den  allgemeinen  Verlauf  der  Gurve  im  Auge  bat,  sich  mit
dem  ersteren  ausgleichen.  Fasst  man  überdies  —  wie  dies
in  den  folgenden  Untersuchungen  der  Fall  ist  —  die  Resultate
nicht  nach  1  jährigen,  sondern  nach  mehrjährigen  Altersklassen
zusammen,  so  engen  sich  die  möglichen  Fehlergrenzen  auch
absolut  sehr  ein;  denn  alsdann  kann  eine  Verschiebung  überhaupt ­
  nur  für  die  beiden  äussersten  Alter  stattfinden,  indem
die  Sterbefälle  der  übrigen  Alter  (in  der  Altersklasse)  unbedingt ­
  aus  den  ihnen  gegenüber  zu  stellenden  Lebenden
hervorgegangen  sein  müssen.  Aus  den  Lebenden  der  Altersklasse ­
  21  bis  30  müssen  z.  E.  unbedingt  alle  diejenigen  Sterbefälle ­
  hervorgegangen  sein,  welche  den  abgerundeten  Sterbealtern
22  bis  30  angehören,  eine  Correction  ist  also  hier  nur  nöthig
für  diejenigen  Sterbefälle,  welche  den  abgerundeten  Sterbealtern
21  und  31  angehören  und  welche  zum  Tlieil  auch  den  Altern
20  und  31  gegenüber  zu  stellen  sind.  Dementsprechend
reducirt  sich  die  wirkliche  Rechnung  bei  einer  Zusammenfassung ­
  nach  mehrjährigen  Altersklassen  auch  lediglich  darauf,
dass  von  der  Summe  der  Sterbefälle  derselben  Altersklasse
(welche  sich  uncorrigirt  noch  auf  die  abgerundeten  Sterbealter
beziehen)  die  Hälfte  der  Sterbefälle  des  jüngsten  Alters  in  Abgang ­
  und  die  Hälfte  der  Sterbefälle  des  jüngsten  Alters  der
nächstfolgenden  Altersklasse  in  Zugang  gebracht  werden.
ln  der  nachstehenden  Tabelle  (1)  enthält  Col.  (a)
die  »reducirten«  Zahlen  der  »Lebenden  unter  Risico«,  welche
von  den  aus  der  Tabelle  XXVII  (bei  entsprechender  Zusammenfassung) ­

  hervorgehenden  Zahlen  natürlich  nur  in  der  letzten
Altersklasse  ein  wenig  abweichen;  die  mit  t  bezeichneten
Spalten  enthalten  die  zugehörigen  Zahlen  der  Slerbefälle  und
die  mit  °/oo  bezeichneten  Spalten  das  Verhältniss  dieser  Sterbefallzahlen ­
  zu  den  entsprechenden  Zahlen  der  Lebenden  unter
Risico  (in  pro  mille  ausgedrückt);  die  erste  Spalte  (*j*)  der  mit
(b)  bezeichneten  Columne  enthält  die  Summe  der  Sterbefälle
aller  vorhergehenden  Columnen  von  (1)  bis  (23)  und  die  danebenstehende ­
  Spalte  (°/o0)  das  entsprechende  Verhältnis  dieser
Summe  zu  der  Zahl  der  Lebenden  unter  Risico,  welches  mit
der  Summe  der  Procentsätze  von  (1)  bis  (23)  genau  übereinstimmen ­
  würde,  wenn  die  Abrundung  auf  zwei  Decimal  en
nicht  kleine  Differenzen  zur  Folge  hätte.  Die  Columne  (b)  giebt
also  das  allgemeine  Maas  der  Sterblichkeit,  wie  es  sich  ohne
Rücksicht  auf  die  Todesursachen  nach  der  hier  in  Rede  stehenden ­
  Methode  berechnet,  die  Columnen  (1)  bis  (23)  zeigen  dagegen ­
  an,  in  welcher  Weise  sich  dieses  allgemeine  Maas  auf
die  einzelnen  Todesursachen  vertheilt,  oder  mit  anderen  Worten,
welchen  Antheil  die  einzelnen  Todesurschen  an  der  Sterblichkeit ­
  hatten.  In  der  letzten  Columne  (c)  ist  die  allgemeine
Sterblichkeit  noch  nach  einer  anderen  Methode  berechnet,
nämlich  nach  den  Zahlen,  wie  sie  direct  aus  Tabelle  XXVII
hervorgehen,  wenn  die  nachträglichen  Beobachtungen  (für  85
und  darüber)  weggelassen  werden.  Da  diese  Zahlen  absolut
genau  sind,  so  gewährt  der  Vergleich  der  Columnen  (b)  und  (c)
einen  practischen  Maasstab  dafür,  wie  gross  im  Allgemeinen
die  Abweichungen  sind,  welche  die  erste  Methode  veranlasst,
wobei  nur  zu  beachten  ist,  dass  bei  den  absoluten  Zahlen  der
Sterbefälle  der  Fehler  mit  der  Grösse  der  letzteren  wachsen
muss  und  dass  man  es  hier  mit  auf  zwei  Decimalen  berechneten ­
  Promille  Sätzen  zu  thun  hat,  also  mit  schärfer  berechneten
Zahlen  wie  in  allen  früheren  Vergleichen.  Im  Ganzen  genommen ­
  sind,  wie  man  sehen  wird,  die  Unterschiede  äusserst
gering,  geringer  selbst  als  diejenigen,  welche  bei  regelrechten
Ausgleichungen  Vorkommen  (man  vergleiche  z.  B.  die  in  Kapitel
III  aufgeführten  ausgeglichenen  und  unausgeglichenen  Sterblichkeitsprocentsätze ­
  der  20  englischen  Gesellschaften,  welche
auf  eine  Stelle  weniger  berechnet  sind).
(Siehe  Seite  70.)
Die  vorstehende  Tabelle  bietet  zu  manchen  interessanten
Betrachtungen  Anlass.  Die  Häufigkeit  der  Lungenschwindsucht
(4)  als  Todesursache  verändert  sich  hiernach  mit  dem  Alter
ungefähr  so,  wie  man  von  vornherein  anzunehmen  geneigt
ist;  allein  das  eigentliche  Maximum  fällt  nicht,  wie  fast  allgemein ­
  geglaubt  wird,  auf  eine  mittlere  Altersklasse,  sondern
auf  die  Altersklasse  61  bis  70  ;  ein  secundares  Maximum  zeigt
die  Altersklasse  15  bis  30.  Die  Infectionskrankheiten  sub
(2)  und  (3)  gewinnen  mit  dem  Alter  durchgängig  steigende
Bedeutung  als  Todesursache  ;  Typhus  dagegen  gewinnt  eine
solche  erst  vom  31.  Jahre  ab;  der  Satz  der  ersten  Altersklasse
überwiegt  den  der  folgenden  um  ein  Geringes.  Die  Gefahr,
an  Krebs  zu  sterben,  steigt  bis  zu  der  vorletzten  Altersklasse
consequent;  in  der  letzten  findet  aber  ein  Rückgang  statt,  der,
wenn  er  sich  auch  nur  auf  10  beobachtete  Sterbefälle  stützt,
doch,  wie  man  aus  einer  folgenden  Tabelle  ersehen  wird,  nicht
ganz  auf  Zufall  zu  beruhen  scheint.  Eine  durchgängige  Zunahme ­
  zeigen  ferner:  Chronische  Gehirn-  und  Rückenmarksleiden ­
  (IO),  Entzündliche  Krankheiten  der  Organe  der  Brusthöhle ­
  (11),  Chronische  Entzündungen  der  Lungenschleimhaut
(12),  Chronische  Leberkrankheiten  (15),  Gehirnschlagfluss  (18)
und  Lungenschlagfluss  (19);  eine  fast  durchgängige  —  nur  unterbrochen ­
  durch  eine  einzige,  wohl  meist  von  ungenügender
Zahl  der  Beobachtungsfälle  herrührende  Ausnahme  —  zeigen:
Chronische  Herzkrankheiten  (13),  Unterleibsentzündung  (14),
        <pb n="76" />
        70

V.  Theil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

Tabelle  i.
Sterblichkeit  nach  Todesursachen  und
(Die  erste  Altersklasse  umfasst  16  Jahre.)

io  jährigen  Altersklassen.

Altersklasse ­


Es  standen
ein  volles
Jahr  unter
Eisico
Personen:

Typhus

Asiatische
Cholera

f

Andere  Infections-



Schwindsucht ­


Krebs

Gelenkrheumatis ­
 ­


Diabetes

£  2
•il

t 0

Gehimentzünduni


Chronische
Gehirn-  u.
Rückenmarks ­
 ­

f  |°/oo

Entzündliche
Krankheiten
der  Organe  der
Brusthöhle

Chron.  Entzündung ­
  d
Dungenschleim ­
 ­


Chronische
Herzkrankheiten ­


IB-JO
31—40
41  —  50
51—60
61  —  70
71—80
8l—90

51  739
248  265,5
318994,5
244  202
122  103
33  024,5
3052

58
270.5
380.5
435
304
93
15

U12
i  .0»
1,1»
1.78
2,49
2,82
4.92

8
37.5
64
93
60.5
22
6

0,16
0,15
0,20
0,38
0,50
0,67
I  .97

I  I
73
132.5
166
141.5
84
14

0,21
0,29
0,42
0,68
1,16
2,54
4-59

124.5
533
769
627.5
394
51
3

2,41
2,15
2,41
2,57
3, 2 -2
1,54
0,98

0,5
46,5
167.5
329
381
139.5
IO

O,oi
0,19
0,53
I  ,35
3,12
4,22
3,28

5
49
61.5
38.5
32
7.5
2.5

0,10
0,20
0,19
0,16
0,26

IS
17.5
36
18.5

0,23  5
0,82!  !  •

0,06
0,05
0.15
0,15
0,15

0,06
0,08
0,07
0,14
0,18

1,5
34-5
62.5
36.5
22
1  3,5
1,5

0,03
0,14
0,20
0,15
0,18
0,41
0.49

6
77
171
248
293,5
92

0,12
0.31
0,54
1,02
2.40
2,79
2,79

24
I65.
383
597
722.
410.
53

0.46
5  0.67
5  1,20
2,44
5  5-»2
5  12,43
17-37

I9
43
99
214.5
131.5
15

0,08
0,13
0,41
1.7  6
3,98
4,92

5  0,10
45-5  o,i8
177  0.55
372  1.52
448  3,67
170,5  5,16
II  3.61

Sämmtl.i
Alter

I  021  380.5  1556  1,52  291  0,29  622  0.61  2502  2,451074  1,05'  196  0.19  92

O.09  83  0,08

172  0,17  896  0,88:2356  I  2,31  522  0,51  1229  1.20

Tabelle  1.  (Fortsetzung.)

Altersklasse ­


Es  standen
ein  volles
Jahr  unter
Eisico
Personen  :

H-Unterleibs-




,00

15—30j|
31—40I
4i-5o,j
51—6o|
61—70
71—80
81—9  o.

51  739
248  265,5
318  994  5
244  202
122  103
33  024.6
3052

8
45

15-Chronische

Leberkrank ­
 ­


0.15
0,18

I  10,6  ¡0,35
135,5  0.55
I  I  1,6  0,91
46  I.39
2,5  0.82

27,5
9 2
180.5
183.5
57-6
6

0,11
0,29
0,74
1,50
1,74
1,97

¡Bright’sche
Krankheit

00

3
28.5
60.5
97
73.5
26.5

0,06
0,11
0,19
0,40
0,60
0,80

Aeussere
Schäden
und
Geschwüre

4,5
14,5
43
83
60
26
5

0,09
0,06
0,13
0,34
0,49
0,79
1,04

18.

Gehirn-Schlagfluss


10.5
86.5
313.5
742.5
884
495.5
59.5

0,20
0,35
0,98
3,04
7,24
15,00
19,50

Lungen
Schlagfluss

t  %

1,5
l6
46
106.5
164.5
136.5
l8

0,03
0,06
0.14
0.44
1,35
4,13
5,90

Sonstige
Krankheiten

19
181,5
473
852
1020,5
455
53

0,37
0,7  3
1,48
3,4»
8,36
I 3'78
17,37

Selbstmord ­


t  °

14
68
111
134
61.5
11.5

0,27
0,27
O.35
0,55
0,50
0,35

Verunglückung ­


12.5  0,24
57.5  0,23
68.5  0,21

77
58
14,5
2

0,32
0,48
0.44
0.60

Altersschwäche!

I
8.5
290
907,5
362

O,00
O,o3
2,38
27,48
I  l8,65

b.
Zusammen
oder
Sterblichkeit
im
Allgemeinen

f

316.5
1907
3774.5
5512
5956
3402.5
647.5

c.
Allgemeine
Sterblichkeit ­

nach  den  direct
gegebenen  genaueren ­

Zahlen

t

6,12
7-68
I  1,83
22,57
48.78
103,0
212,2

315
I9I5
3758
5524
5964
3407
633

6,09
7-71
I  1,78
22,62
48.84
IO3.2
207,4

Sämmtl.J
Alter  I

i  021  380,5  459  0)45  547  0,54  289  0,28  236  ¡0,232592

2,54  489  ¡0,4813054  j  2.99:400  ¡0,39  29O  0,28  I569  1,54  21516  21,07  ¡21516  21,07
Il  I  II

Bright’scbe  Krankheit  (16)  und  Aeussere  Schäden  und  Geschwüre ­
  (17).  Die  Zahlen  der  Krankheitsursachen  (6),  (7),
(8)  und  (9),  sind  zu  klein,  um  weitergehende  Schlüsse  zuzulassen, ­
  deuten  aber  im  Allgemeinen  —  wenn  man  eben  von
den  mannigfachen  Schwankungen  absieht  —  darauf  hin,  dass
auch  diese  Todesursachen  in  ihrer  Bedeutung  mit  dem  Alter
zunehmen.  Verunglückung  (22)  deutet  mit  geringen  Beobachtungszahlen ­
  ebenfalls  auf  ein  Steigen  mit  dem  Alter  hin,
Selbstmord  (21)  dagegen  auf  ein  anfängliches  Steigen  bis  zu
einem  Maximum  (51—60)  und  ein  darauffolgendes  allmähliges
Herabgehen.  Altersschwäche  (23)  fängt  mit  einem  äusserst
niedrigen  Satze  in  der  Altersklasse  51  bis  60  an  —  der  eine
Sterbefall  in  der  Altersklasse  41  bis  50  kommt  nicht  in  Betracht, ­
  —  steigt,  wie  zu  erwarten  steht,  dann  regelmäsig,  aber
so  rapid,  dass  in  der  Altersklasse  81  bis  90  der  Promillesatz
118,65  beträgt,  während  alle  anderen  Sterblichkeitsursachen
zusammen  nur  eine  Sterblichkeit  von  (212.2  —  1  i8,g  =)  93,6  %o
bedingen.  Die  »Sonstigen  Krankheiten«  (20)  zeigen  mit  natürlich ­
  viel  kleineren  Sätzen,  einen  ähnlichen  Verlauf  wie  die
allgemeine  Sterblichkeit  (b),  was  nicht  überraschen  kann,  da
dieselben  eine  ganze  Reihe  verschiedener  Todesursachen  umfassen. ­

Eine  genauere  Untersuchung  nach  enger  begrenzten  Altersklassen ­

  für  diejenigen  Todesursachen,  welche  durch  stärkere
Beobachtungszahlen  vertreten  sind,  wird  nicht  ohne  Werth
sein,  es  möge  daher  hier  noch  die  Tabelle  2  Platz  finden,
deren  Einrichtung  genau  derjenigen  der  oben  mitgetheilten
Tabelle  1  entspricht.
(Siehe  Seite  71.)
Die  Promille-Sätze  gewähren  hier  im  Grossen  und  Ganzen
dasselbe  Bild  wie  in  der  Tabelle  1.  Besonderes  Interesse
dürften  indessen  die  specielleren  Angaben  über  die  Lungenschwindsucht ­
  darbicten,  da  dieselben  das  Haupt-Maximum,
welches  nach  der  früheren  Tabelle  auf  das  Alter  61  bis  70
fiel,  nunmehr  der  engeren  Altersgruppe  61  bis  65  zuweisen
und  zugleich  ganz  deutlich  zeigen,  dass  in  den  jüngeren  Altern
anfänglich  die  aus  dieser  Todesursache  herrülirende  Sterblichkeit ­
  sinkt,  so  dass  der  Promillesatz  in  der  Altersklasse  15  bis
25  grösser  ist,  als  in  der  Altersklasse  26  bis  30,  und  in  dieser
wiederum  grösser,  als  in  der  von  31  bis  35,  von  wo  ab  dann
wieder  die  Curve  den  entgegengesetzten  Verlauf  nimmt.
Weitere  Untersuchungen  über  die  Sterblichkeit  nach  Todesursachen ­
  werden  in  dem  Schhisskapitel  mitgetheilt  werden.
        <pb n="77" />
        V.  Theil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

Tabelle  2.
Sterblichkeit  nach  Todesursachen  und  5jährigen  Altersklassen.
(Die  erste  Klasse  umfasst  11  Jahre).

Altersklasse ­


15—25I
26—30:
31—35;'
36—40;
41—45
46—50
51—55;
56  -60
61—65
66—70
71  —  75
76—80
81  —  85
86  —go

Es  standen
ein  volles
Jahr  unter
Risico
Personen  :

8  948
42  791
101  837,5
146  428
163  385,5
155  607
136  276
107  926
75  624
46  479
23  694,5
9330
2  664
38S

Chronische
Gehirn-  und
Rückenmarksleiden ­


Entzündliche
Krankheiten  der||
Organe  der
Brusthöhle

Chronische"
Herzkrankheiten ­


Typhus

Lungenk

  reli

Schwindsucht

0,95

2 3,5

2,6.1

24

10,5

0,46

0,10

49,5

1,16

IOI

2,36

0,14

0,08

26

101,5

2I5

1,00

2,09

24

0,24

0,56

0,16

I69

10S

60,

35

1,16

32O

2,19

0,2  4

29.5
66.5

0,36

0,74

0,20

ISO,

386

76,

IS»,

1.1  0

2,36

0,3

0,47

0,97

0,41

I  I  2

38

225

200

I  10,5

2,46

0,71

94)5

0,61

1)4*

110,5

0,71

201,5

136,5

l6l,5

337,5

117,5

275

201

1,47

2,48

1,00

2,02

1,19

3O2

0,86

192,5

234

2,17

29O

2,69

1,78

130,5

322

2,98

1,21

210,5

1,95

440,5

I58

26  I

170,5

2O3

2,25

3,"

2,68

350

231,5

2.09

4,63

3,06

44O

I78

216

132,5

3,5  =

135,3

372,5

133,3

2.87

2,85

2.92

4-06

444

ia&amp;gt;

65,5

126

42

i

275

5,32

2,79

1,77

4,30

2,76

I  1,61

339

26,5

156,5

37-5

27

135,5

2,89

4,02

2.84

14,5

44,5

4,77

0,97

3, 75

17,9”

59,5

4.»2

2,79

3,60

0,20
0,26
0,41
0,69
1,29
2,22
4,08
5-82
9,55
14,31
l6,77
19,50

Sonstige
Krankheiten

19
55
126.5
196.5
276.5
364.5
487.5
518.5
502
315.5
139.5
!  53

0,44
0.54
0,86
1,20
1,78
2,67
4-52
6,8»
10,80
13,32
I495
17,37

Altersschwäche

I
7-5
57.5
232.5
452
455.5
281.5
80.5

0.00
0,01
0.07
0.76
5,00
19,08
48,32
105,67
207.48

VII.  Kapitel.
Die  Sterblichkeit  nach  der  Versicherungssumme.
Zur  Beurtheilung  der  Sterblichkeit  nach  Summen  theilen
wir  zunächst  eine  Zusammenstellung  derjenigen  Sterblichkeitsprocentsätze
  mit,  welche  sich  hei  Zusammenfassung  der  Resultate ­
  sämmtlicher  Versicherungsjahre,  also  nach  der  Gol.
»Im  Ganzen«  der  Tabelle  XXXI  his  XXXIII  ergeben.  Zum

Vergleiche  haben  wir  die  entsprechenden  Sterblichkeitsprocentsätze ­
  der  20  englischen  Gesellschaften  für  »Männer«
welche  unter  Zugrundelegung  der  Gothaer  »Lebenden  unter
Risico«  der  Tabelle  XXV  berechnet  sind,  hinzugefügt;  ausserdem ­
  sind  zur  Beurtheilung  des  Gewichts  der  für  die  einzelnen
Summenklassen  ermittelten  Sterblichkeitsverhältnisse  die  Zahlen
der  zugehörigen  Sterbefälle  und  zur  Beurtheilung  der  Vergleichbarkeit ­
  dieser  Verhältnisse  unter  sich  die  zugehörigen  Durchschnittsalter ­
  in  den  Nebencolumnen  angegeben.

Tabelle  1.
Sterblichkeit  nach  der  Versicherungssumme.

Altersklasse ­


Sterblichkeitsprocentsätze  für  Männer
(Gotha)

mit  I  mit  mit
unter  3000  3000—6000  über  6000

21—25
26—30
31—35
36—40
41—45
46—50
Si-55
56—60
61—65
66  —  70
71-75
76—80
81  —85
86—90

0,80
0.80
0,75
0,91
I  09
1,42
2,06
2,94
4.21
6.21
9,27
13,34
I  7-66
37,29

0,56
0,49
0,62
0,80
1,03
1,34
1,81
2,63
4,05
6,27
8,78
13,51
19,98
26,54

0,44
0,63
0,73
0,86
1,31
1,81
2,80
4,08
6.71
9,98
I3.OO
21,73
22.08

überhaupt ­

0,61
0,58
0.66
0,82
1,01
1,36
1,89
2,76
4-11
6,35
9-19
4  3*32
I9.60
29.13

Sterblichkeits ­
 ­

nach
20  engl.  Ges.
(Männer)

0,67
0,73
0,84
0,98
1,12
1,44
1,86
2,56
3,11
5,29
8,07
12.04
17-89
23,35

Anzahl  der  Sterbefälle,
nach  welchen  die  nebenstehenden  Procentsätze  für  Gotlia  berechnet
und  Durchschnittsalter  der  Lebenden  unter  Risico

sind,

Unter  3000
Duri  lisch.-Alter


23.8
28.4
33.2
38.1
43.0
48.0
52.9
57-9
62.8
67.8
72,7
77.9
82.4
87.0

Sterbefälle
26
109
220
383
509
640
806
894
885
794
607
344
133
44

3000—6000
Sterbefälle

23.9
28,5
33*2
38,1
43.0
48.0
52.9
57.9
62.8
67.8
72,7
77-6
82.4
87.1

97
303
553
777
941
1099
1248
1341
1262
890
539
219
43

Ueber  6000
Durchsch.-Alter


24.2
28.6
33.3
38,1
43.0
48.0
52.9
57.9
62.8
67.8
72.7
77*«
82.4
87.5

Steil  lefülle

3 1
124
217
296
427
512
619
617
616
456
221
107
17

Männer  überhaupt
Durchsch.-Alter


23.9
28,5
33-2
38.1
43-0
48,0
52.9
57.9
62,8
67.8
72,7
77-6
82.4
87.2

I  Sterbefälle
44
237
647
"S3
1582
2008
2417
2761
2843
2672
1953
1104
459
104

Die  Resultate  der  vorstehenden  Tabelle  gewähren  ein  interessantes, ­
  theilweise  wohl  auch  überraschendes  Bild.  Während
man  anzunehmen  gewohnt  ist,  dass  mit  der  besseren  wirtlischaftliehen
  Lage,  mit  dem  grösseren  Wohlstand,  so  lange
dieser  nicht  in  einen  übermäsigen  Reichthum  übergeht,  auch
eine  allgemeind  Abnahme  in  der  Sterblichkeit  stattfinde,  sehen
wir  hier  in  den  Resultaten  der  wirklichen  Beobachtung  ein

wesentlich  anderes  und  viel  complicirteres  Verhältniss.  Bis
zum  50.  Lebensjahr  inclusive  stufen  sich  die  Sterblichkeitsprocentsätze, ­
  abgesehen  von  einer  kleinen  nicht  schwer  in's
Gewicht  fallenden  Abweichung  (in  der  Altersklasse  31  bis  35)
allerdings  ganz  so  ab,  wie  es  jener  Annahme  gern  äs  der  Fall
sein  müsste  :  die  mittlere  ist  günstiger,  als  die  niedrige,  und
die  höchste  Summenklasse  günstiger,  als  die  mittlere.  Von  da
        <pb n="78" />
        72

V.  Theil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

ab  tritt  aber  nach  einem  anfänglichen  Gleichgewicht  zwischen
der  höchsten  und  mittleren  Summenklasse,  die  letztere  als  die
günstigere  hervor  und  vom  76.  Lebensjahre  ab  wird  es  sogar
zweifelhaft  —  die  Procentsätze  zeigen  von  hier  ab  mehrere
Schwankungen,  welche  zum  Theil  wohl  auf  den  geringeren
Umfang  der  Beobachtungszahlen  zurückzuführen  sind  —,  ob
man  nicht  die  niedrigste  Klasse  als  die  günstigste  oder  wenigstens ­
  nächstgünstigste  (nach  der  höchsten)  ansehen  soll.  Diese
Resultate  sind  um  so  auffälliger,  als  bei  einer  Zusammenfassung ­
  der  Beobachtungszahlen  sämmtlicher  Versicherungsjahre ­
  ,  wie  es  in  der  obigen  Tabelle  der  Fall  ist,  die  Sterblichkeit ­
  der  niederen  Klassen  in  Folge  des  beträchtlichen  Ueberganges
  guter  Risicen  aus  diesen  in  die  höheren  Summenklassen
(vergl.  die  bezügliche  Bemerkung  in  der  Einleitung  S.  50)
von  selbst,  d.  h.  unter  sonst  gleichen  Umständen,  etwas  ungünstiger ­
  erscheinen  muss,  als  die  der  letzteren,  die  Differenzen
zu  Gunsten  der  höheren  Klassen  also  zum  Theil  auch  auf
diesen  Umstand  zurückzuführen  sind,  und  weil  sich  ferner  annehmen ­
  lässt,  dass  die  ärztliche  Auswahl  präsumtiv  doch  in
den  höheren  Klassen,  wo  die  Untersuchten  selbst  über  ihren
Gesundheitszustand  dem  examinirenden  Arzte  die  eingehendste
Auskunft  zu  geben  in  der  Lage  sind,  weil  sie  auch  wegen
unwesentlicher  Beschwerden  ärztliche  Hülfe  in  Anspruch  zu
nehmen  pflegen,  glücklicher  gewesen  ist,  so  dass  auch  durch
diese  Ursache  die  Differenzen  zu  Gunsten  der  höheren  Klassen
nur  verschärft  sein  können.  Indessen  beruht,  wie  man  bei
näherer  Ueberlegung  finden  wird,  jene  allgemeine  Annahme
über  den  Einfluss  der  wirthschaftlichen  Lage  wohl  auch  nur
auf  einer  mangelhaften  Abwägung  derjenigen  Einflüsse,  welche
sich  in  Wirklichkeit  in  Bezug  auf  Gesundheit  und  Sterblichkeit
in  den  verschiedenen  wirthschaftlichen  Lagen  geltend  machen,
oder  vielmehr  auf  einer  Verallgemeinerung  jener  Resultate  der
allgemeinen  biologischen  Statistik,  welche  aus  der  Beobachtung
der  wirklich  armen  Bevölkerung  im  Vergleiche  zu  der  wohlhabenden ­
  oder  bestsituirten  hervorgegangen  sind.  Berücksichtigt ­
  man,  dass  in  den  unteren  Ständen  Nahrungssorgen,  Entbehrungen, ­
  Vernachlässigungen  in  der  Pflege  in  Krankheitsfällen ­
  zwar  häufiger  Vorkommen,  als  in  der  mittleren  und
höheren,  dass  aber  dafür  in  diesen  auch  eine  weniger  naturgemäse
  Lebensweise  vorherrscht,  dass  in  dem  Kaufmannsstande
und  in  den  academischen  Ständen,  welche  ein  ziemliches  Contingent ­
  zu  den  Versicherten  der  mittleren  und  der  höchsten
Summenklasse  stellen,  Nervenaufregungen  und  geistige  Ueberanstrengungen,
  welche  bekanntermaasen  sehr  verderblich  auf
den  Organismus  einwirken,  nicht  selten  sind,  sowie  dass  es
noch  eine  Reihe  anderer  Momente  geben  wird,  welche  die
Sterblichkeit  in  den  verschiedenen  Ständen  in  verschiedener,
theils  günstiger,  tlieils  ungünstiger  Weise  beeinflussen,  so  kann
es  eigentlich  nur  wenig  befremden,  wenn  wir  in  den  obigen
Summenbeobachtimgen  —  bei  welchen  naturgemäs  die  eigentlich ­
  dürftige  Bevölkerung,  d.  h.  diejenige,  welche  ein  geregeltes
wirthschaftliches  Leben  zu  führen  nicht  im  Stande  ist,  gar
nicht  vertreten  ist  —  die  Sterblichkeit  theil  weise  in  einer  ganz
anderen  Weise,  als  nach  der  Versicherungssumme,  abgestuft
finden  und  noch  weniger,  dass  die  höchste  Summenklasse
gegenüber  der  mittleren  und  diese  gegenüber  der  niederen
mit  dem  vorrückenden  Alter  ungünstiger  wird.  Denn  die  den
höheren  und  theil  weise  auch  den  mittleren  Klassen  eigenthümliclien
  üblen  Lebensgewohnheiten  wirken  bekanntlich  erst  in  den
späteren  Lebensjahren,  erst  in  diesen  treten  die  Folgen  derselben ­
  in  Gestalt  der  mannigfachsten  chronischen  Krankheiten
hervor.  Die  Resultate  unserer  obigen  Tabelle  gewinnen  bei
näherer  Betrachtung  also  sehr  an  innerer  Wahrscheinlichkeit.
Uebrigens  darf  nicht  unerwähnt  bleiben,  dass  bei  einer  annähernd ­
  gleichen  ärztlichen  Auswahl  in  den  verschiedenen

Summenklassen  die  anfänglich  günstigere  Sterblichkeit  der
höheren  Klassen  von  selbst  eine  kleine  Mehrsterblichkeit  in
den  höheren  Lebensjahren  bedingen  könnte,  indem  der  anfängliche ­
  Gewinn  in  der  Sterblichkeit,  wenn  wir  uns  so  ausdrücken
dürfen,  hauptsächlich  solche  Personen  treffen  wird,  welche  von
Haus  aus  von  schwacher  Constitution  oder  mit  gewissen
Krankheitsanlagen  behaftet,  nur  deshalb  am  Leben  blieben,
weil  ihre  wirtschaftliche  Lage  ihnen  eine  grössere  Schonung
der  Lebenskräfte  und  bessere  Pflege  gestattete,  so  dass  sich
in  der  höheren  Klasse  gegenüber  der  niederen  nach  und  nach
eine  Anzahl  schlechter  Risicen  ansammeln  muss,  deren  nur
für  kürzere  Zeit  suspendirte  Sterblichkeit  anfänglich  schwach,
dann  aber  immer  stärker  in  der  allgemeinen  durchschnittlichen ­
  mitzuzählen  beginnt.  Vielleicht  ist  die  ungünstigere
Sterblichkeit  der  mittleren  Summenklasse  vom  75.  Lebensjahre ­
  ab  ausschliesslich  auf  diese  Rückwirkung  der  anfänglichen ­
  Mindersterblichkeit  zurückzuführen,  und  ebenso  ein  gewisser ­
  Theil  der  späteren  ungünstigeren  Sterblichkeit  der  höchsten ­
  Summenklasse,  obwohl  die  Rückwirkung  im  Allgemeinen
nur  dann  bemerkbar  sein  wird,  wenn  die  anfängliche  Mindersterblichkeit ­
  eine  sehr  starke  war  oder  während  einer  langen
Reihe  von  Jahren  andauerte.
Um  den  Einfluss  der  öconomischen  Verhältnisse  auf  die
Sterblichkeit  genauer  zu  erforschen,  wurde  noch  eine  zweite
Tabelle  der  Sterblichkeitprocentsätze  construirt,  in  welcher  die
von  der  ärztlichen  Auswahl  am  meisten  beeinflussten  Beobachtungen ­
  der  10  ersten  Versicherungsjahre  gänzlich  ausgeschlossen
sind.  Da  in  den  einzelnen  Summenklassen  die  Versicherungsdauer ­
  vom  Zeitpunkte  des  Eintritts  in  dieselben,  die  Versicherungsdauer ­
  der  »Männer  überhaupt«  dagegen  von  dem  Zeitpunkte ­
  des  Beitritts  zur  Bank  gerechnet  wird,  so  müsste  der
Vergleich  hier  eigentlich  auf  die  Summenklassen  allein  beschränkt
werden,  doch  haben  wir,  da  der  Einfluss  der  anderen  Berechnungsweise ­
  der  Versicherungsdauer,  practisch  genommen,  nur
ein  geringer  sein  wird  —  er  muss  die  Resultate  der  »Männer
überhaupt«  ein  wenig  günstiger  erscheinen  lassen  —  auch
eine  Columne  für  die  »Männer  überhaupt«  beigefügt.  An
fremden  Listen  sind  hier  die  ziemlich  umfangreichen  Beobachtungen ­
  von  Be  hm,  welche  sich  auf  Eisenbahnbeamte  beziehen,
und  in  den  Jahren  1868  bis  1873  angestellt  worden  sind  (Behm,
Statistik  der  Mortalitäts-,  Invaliditäts-  und  Morbilitätsverhältnisse
bei  dem  Beamtenpersonal  der  deutschen  Eisenbahnverwaltung,
Berlin  1876)  sowie  die  Beobachtungen  der  Heym’schen  Sterblichkeitstafel ­
  herangezogen.  Die  Sterblichkeitsprocentsätze  für  Behm
sind  unter  Zugrundelegung  der  »Lebenden  unter  Risico«,  welche
sich  nach  Tabelle  XXXI  für  die  niedrigste  Klasse  und  bei  Ausschluss ­
  der  ersten  10  Versicherungsjahre  ergeben,  die  für  Heyrn
—  aus  einem  Grund,  der  aus  dem  nächsten  Kapitel  ersichtlich
sein  wird  —  nach  den  entsprechenden  »Lebenden  unter  Risico«
der  höchsten  Summenklasse  berechnet,  können  aber  ohne  Weiteres ­
  mit  einander  und  mit  jedem  der  übrigen  Procentsätze
verglichen  werden,  da  die  Durchschnittsalter  für  sämmtliche-Gruppen
  entweder  dieselben  sind,  oder  nahe  übereinstimmen.
(Siehe  Seite  73.)
Die  Procentsätze  der  drei  Summenklassen  zeigen  hier,
abgesehen  von  manchen  auffälligen  Schwankungen,  die  jedenfalls ­
  dem  beschränkteren  Umfang  der  Beobachtungszahlen  zuzuschreiben ­
  sind,  ganz  ähnliche  Verhältnisse  zu  einander,  wie
die  früheren  der  Tabelle  1,  bestätigen  also  lediglich  die  mit
Bezug  auf  den  Einfluss  der  wirthschaftlichen  Lage  auf  die
Sterblichkeit  bereits  gezogenen  Schlüsse.  Fasst  man  die  gewonnenen ­
  Procentsätze  der  Tabelle  1  und  der  Tabelle  2  in
15  jährige  Mittel  zusammen  oder  wendet  für  solche  grössere
Altersgruppen  das  in  Kapitel  I  auseinandergesetzte  genauere
        <pb n="79" />
        10

Y.  Tlieil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

73

Tabelle  2.
Sterblichkeit  nach  der  Versicherungssumme  unter  Ausschluss  der  Beobachtung
der  ersten  10  Versicherungsjahre.

Altersklasse ­


Sterblichskeitsprocentsätze  für
Männer  (Gotha)

:3

Sterblichkeits-


nach  Behm
(Eisenbahnbeamte) ­


Sterblichkeits ­
 ­

nach  Heym
(Sachsen)

Anzahl  der  Sterbe  fälle,
nach  welchen  die  nebenstehenden  Procentsätze  für  Gotha  berechnet  sind,
und  Durchschnittsalter  der  Lebenden  unter  Kisico

Unter  3000
Durchseh.-Alter



Sterbofälle

3000—6000
Durchseh.-Alter



Sterbefälle

Ueber  6000
DU After h  Sterbefälle

Männer  überhaupt
Durchsch.-Alter



Sterbefälle

36—40
41—45
46—50
SI-55
56—60
61—65
66—70
71-75
76—80
81—85
86—90

Lu
1,21
1,64
2.07
3,  »»
4.37
6.38
9,2«
13,25
17,66
37,2»

0.98
1.27
1,52
1,90
2,72
4,13
6.27
8,83
13,32
I9.68
26,54

1,45
1,06
1,33
1,92
2,86
4,2»
6.99
IO.io
13,00
21,73
22.08

1,09
1,15
1,49
1.95
2,84
4.22
6,45
9.22
13,32
19,60
29,13

1.06
1,31
1,62
2,21
3,03
4.52
5,85
7.52
12,56
l6,37
28,96

1,12
1,34
1,65
2,25
3,22
4,80
7-32
I  1,24
15,83
21,26
3  U»!

38,5
43,2
48,1
53.0
57.9
62.9
67.8
72.7
77.8
82,4
87.0

63
161
327
459
625
710
736
595
344
133
44

43.3
48.1
53.1
57-9
62,9
67.8
72,7
77,6
82.4
87.1

65
251
473
689
896
1100
1162
881
539
219
43

38.7
43,3
48,1
53.0
58.0
62.9
67.8
72.7
77.8
82,*
87,5

31
75
164
293
419
515
581
452
221
107
17

38.6
43.3
48.1
53.1
57.9
62.9
67,8
72.7
77.8
82.4
87.1

181
517
1026
1519
2015
2386
2503
1929
1104
459
104

Vergleichsverfahren  an,  so  wird  man  finden,  dass  die  Differenzen ­
  zwischen  den  Summenklassen  1  und  II  nach  beiden
Tabellen  fast  die  nämlichen  sind,  dass  dagegen  diejenigen
zwischen  II  und  III  nach  dem  Ausschluss  der  10  ersten  Versichern ­
  11  gsjahre  sich  ein  wenig  und  zwar  zu  Ungunsten  der
höchsten  Summenklasse  vergrössert  haben.  Im  Ganzen  genommen ­
  kann  der  Einfluss  der  Summenübergänge  und  der
etwaigen  Verschiedenheiten  in  der  ärztlichen  Auswahl  also
kein  grosser  gewesen  sein  ;  nur  in  der  höchsten  Klasse  hat  er
die  Resultate  ein  wenig  günstiger  gestaltet,  als  sie  unter  sonst
gleichen  Umständen  gewesen  wären.  —  Besonderes  Interesse
dürfte  der  Vergleich  der  niedrigsten  Summenklasse  mit  den
Tafeln  von  Heym  und  Behm  bieten,  da  sich  annehmen  lässt,
dass  die  allgemeine  Bevölkerung  ebenso  wie  das  Eisenbahnpersonal ­
  sich  im  Durchschnitt  in  ähnlicher  wirtschaftlicher
Lage  befinden  werden,  als  die  bezüglichen  Versicherten  der
Gothaer  Bank.  Gegenüber  Heym  erscheinen  nun  die  Zahlen
der  niedrigsten  Summenklasse  durchaus  günstig,  eine  Mehrsterblichkeit ­
  besteht  für  Gotha  hier  nur  in  der  Altersklasse  86
bis  90  ;  dagegen  ist  das  Verhältnis  derselben  zu  den  Behm’-schen
  Zahlen  ein  weniger  befriedigendes,  indem  die  erstercn
in  den  jüngeren  und  mittleren  Jahren  bald  über,  bald  unter
den  Behm’schen  Zahlen  liegen,  dagegen  vom  60.  Lebensjahre
ab  durchgängig  die  höheren  sind.  Im  Allgemeinen  kann  man
also  annehmen,  dass  die  Sterblichkeit  derjenigen  Klassen,  aus
welchen  die  mit  unter  3000  Mark  Versiehe:  ten  der  Gothaer
Bank  hervorgehen  —  nicht  die  durchschnittliche  Sterblichkeit
der  Versicherten  selbst,  denn  diese  wird  eben  durch  die  ärztliche ­
  Auswahl  in  den  10  ersten  Versicherungsjahren  nicht
unwesentlich  reducirt  —  eine  günstigere  ist,  als  die  der  allgemeinen ­
  Bevölkerung,  dagegen  eine  ungünstigere,  als  die  der
Eisenbahnbeamten.  Zur  richtigeren  Würdigung  des  letzteren
Ergebnisses  muss  indessen  daran  erinnert  werden,  dass  die
Anstellung  der  Eisenbahnbeamten  in  der  Regel  erst  nach  Beibringung ­
  eines  genügenden  Gesundheitsattestes  erfolgt,  dass
eine  ganze  Reihe  von  Eisenbahnen  erst  jüngeren  Datums
sind  und  dass  bei  den  älteren  eine  fortwährende  Vermehrung
des  Personals  stattgefunden  hat,  so  dass  die  bisherigen  einschlägigen ­
  Beobachtungen  sich  hauptsächlich  auf  solche  Personen ­
  erstrecken,  welche  hingesehen  auf  ihre  Gesundheitsverhältnisse ­
  ungefähr  Versicherten  der  ersten  10  oder  15  Versicherungsjahre ­

  gleich  zu  achten  sind.  Spätere  ähnliche  Beobachtungen ­
  werden,  vorausgesetzt,  dass  eine  annähernde  Stabilität
des  Personals  nicht  durch  Ursachen  irgend  welcher  Art  verhindert ­
  wird,  deshalb  aller  Wahrscheinlichkeit  nach  auch  etwas
andere  und  höhere  Zahlen  ergeben,  als  die  hier  aufgeführten.
Die  eigentümlichen  Aenderungen  ferner,  welche  in  dem  zwischen
der  Sterblichkeit  der  Eisenbahnbeamten  und  der  Sterblichkeit
der  niedrigsten  Summenklasse  bestehenden  Verhältnis  mit  dem
fortschreitenden  Alter  eintreten  —  dieselben  haben  eine  gewisse
Aehnlichkeit  mit  denjenigen,  welche  nach  Kapitel  II  bis  IV
mit  dem  fortschreitenden  Alter  in  dem  Verhältnisse  der  deutschen ­
  Sterblichkeit  zur  englischen  und  hannoverischen  eintreten
—  werden  sich  einesteils  dadurch  erklären  lassen,  dass  die
Versicherten  der  Gothaer  Bank  sich  in  anderer  Weise  über
die  verschiedenen  Theile  von  Deutschland  vertheilen,  als  das
Personal  der  betreffenden  Eisenbahnvei  waltungen,  anderenteils
aber  auf  die  Rückwirkung  zurückzuführen  sein,  welche  unter
gut  ausgewählten  Leben  eine  anfänglich  starke  Sterblichkeit
ausüben  muss.  Obschon  nämlich  die  Sterblichkeit  der  Eisenbahnbeamten ­
  bis  zum  60.  Lebensjahre  kaum  grösser  ist,  als
die  der  niedrigsten  Summenklasse  der  Gothaer  Bank,  und  für
alle  Alter  niedriger,  als  die  der  allgemeinen  Bevölkerung,  so
muss  dieselbe  mit  Rücksicht  darauf,  dass  die  beobachteten
Personen  im  Durchschnitt  vor  nicht  langer  Zeit  in  den  Dienst
getreten  sind,  für  die  jüngeren  und  mittleren  Lebensjahre,
doch  als  eine  hohe  bezeichnet  werden  und  darf  man  wohl
annehmen,  dass  der  anstrengende  und  jedenfalls  aufreibende
Dienst  der  Eisenbahn  beamten  die  Sterblichkeit  in  den  jüngeren
und  mittleren  Jahren  über  das  Maas  hinaus  erhöht  hat,  welches
unter  gleichen  Umständen  in  anderen  Berufsarten  eingetreten
wäre.  Von  dieser  durch  eine  ganze  Reihe  von  Altersklassen
andauernden  höheren  Sterblichkeit  werden  aber  hauptsächlich
diejenigen  betroffen  werden,  welche  eine  weniger  kräftige  Constitution ­
  hatten,  oder  welche  Krankheitsanlagen  besassen,  die
unter  gewöhnlichen  Verhältnissen  entweder  gar  nicht,  oder
erst  in  späteren  Lebensaltern,  sich  geltend  machen  würden,
so  dass  die  in  die  höheren  Alter  Ein  tretenden  in  gewissem
Sinne  als  eine  bezüglich  der  Gesundheitsverhältnisse  ausgewählte
Gesellschaft  angesehen  werden  kann,  deren  Sterblichkeit  naturgemäs
  eine  geringere  ist.  Aehnliche  Rückwirkungen  (spätere
Mehr-  oder  Mindersterblichkeit)  werden  sich  überhaupt  auf
        <pb n="80" />
        74

Y.  Theil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

allen  Beobachtungsgebieten  geltend  machen,  wo  die  schwächeren
Personen  entweder  durch  günstige  Umstände  geschont  oder
durch  ungünstige  einem  vorzeitigen  Tode  zugeführt  werden.
Zum  Schluss  möge  noch  eine  Vergleichung  der  mittleren
Lebensdauer  der  verschiedenen  Summenklassen  mit  der  mittleren ­
  Lebensdauer  nach  den  Beobachtungen  der  20  englischen
Gesellschaften  und  Heym’s  folgen:

Tabelle  3.
Mittlere  Lebensdauer  für  Versicherte  verschiedener
Summenklassen.

Alter

Gotha,  Männer

Versieh.-Summe
  von
unter  3000

Versieh.-Summe
  von
1.000—6000

Versieh.-Summe
  von
über  6000

Ueberhaupt

10  engl.
Gesellsch.
Männer
(unausgeglichen) ­


H  oym
(Sachsen,
Männer  und
Frauen)

25
30
35
40
45
50
55
60
65
70
75
80
85
90

40,98
37-61
33,66
30-28
26,49
22,76
19,16
15,87
12,85
10,15
7,85
5,92
4,13
2,64
1,76

42,78
39,20
34,89
3  ï,00
27,10
23,27
19,67
16,19
12,99
10,17
7,91
5,86
4.18
3,ii
2.18

39,48
34-99
30,95
26,94
23,02
19,30
15,81
12,67
9-82
7,81
5,68
4,17
3,03
1,95

42,25
38,70
34,67
30,77
26.88
23.00
19,43
16.01
12.88
10,09
7,81
5,84
4,17
2,96
2,10

42,09
38,44
34,68
31,03
27,42
23.79
20,30
16,93
13.80
I  1,01
8,54
6,42
4,71
3,84
2,35

39,31
35,70
32,09
28,54
25,00
21,47
I  8,03
14,74
I  1,74
9,08
6,88
5,19
3,91  '
2,75
1,88

Die  anfänglich  günstige  Sterblichkeit  der  höchsten  Summenklasse ­
  gegenüber  der  mittleren  zeigt  sich  hier  so  abgeschwächt,
dass  nur  die  mittlere  Lebensdauer  einer  einzigen  Altersstufe,
die  des  25.  Lebensjahres,  bei  der  höchsten  Summenklasse
grösser  ist,  als  bei  der  mittleren.  (Für  die  Alter  unter  25
hat  in  der  höchsten  Summenklasse  eine  Berechnung  der  mittleren ­
  Lebensdauer  überhaupt  nicht  stattgefunden,  da  für  diese
Alter  nur  kleine  Zahlen  der  Lebenden  unter  Risico  und  gar
keine  Sterbefälle  vorhanden  waren.)  Vergleicht  man  indessen
die  bezüglichen  Werthe  nicht  blos  für  die  hier  gegebenen
5jährigen  Zwischenstufen,  sondern  nach  einzelnen  Lebensjahren ­
  (Tabelle  XXXIV),  so  wird  man  finden,  dass  ausser  dem
Kreuzpunkt  bei  dem  Alter  30  noch  ein  zweiter  bei  37  vorhanden ­
  ist,  dass  zwischen  diesen  Altern  die  mittlere  Lebensdauer ­
  der  beiden  Summenklassen  nahezu  übereinstimmt  und
dass  erst  mit  dem  38.  Lebensjahre  die  der  höchsten  Summenklasse ­
  für  eine  längere  Reihe  von  Jahren  unter  die  der  mittleren
Summenklasse  herabsinkt,  nämlich  bis  zum  Alter  76,  von  wo
ab  wieder  zahlreiche  Schwankungen  in  dem  gegenseitigen  Verhältnisse ­
  eintreten,  die  sich  einestheils  durch  den  etwas  günstigeren ­
  Verlauf  der  Sterblichkeit  in  der  höchsten  Summenklasse,
anderenteils  aber  auch  blos  durch  die  Unregelmäsigkeiten  in
den  Procentscalen  der  Sterblichkeit  erklären.  Zwischen  der
niedrigsten  und  mittleren  Summenklasse  gestaltet  sich,  wie  der
genaue  Vergleich  nach  einzelnen  Lebensjahren  zeigt,  das  Verhältnis ­
  so,  dass  bis  zum  67.  Lebensjahr  inclusive  die  letztere
die  günstigere  verbleibt,  von  da  ab  aber  zahlreiche  Schwankungen ­
  eintreten,  welche  bald  die  eine,  bald  die  andere,  meist
aber  die  niedere  Summenklasse,  als  die  günstigere  erscheinen
lassen,  bis  mit  dem  82.  Lebensjahr  die  niedere  definitiv  die
Oberhand  erhält;  zwischen  der  niedrigsten  und  der  höchsten
so,  dass  bis  zum  54.  Lebensjahr  inclusive  die  höchste  Klasse

als  die  günstigere,  vom  55.  bis  zum  79.  inclusive  aber  consequent ­
  als  die  ungünstigere,  und  vom  80.  ab,  abgesehen  von
mannigfachen  Schwankungen,  wieder  als  die  günstigere  erscheint. ­
  Das  Verhältnis  zwischen  der  mittleren  Lebensdauer
der  einzelnen  Summenklassen  und  derjenigen  der  zum  Vergleich ­
  herangezogenen  fremden  Listen  entspricht  den  Resultaten,
welche  bezüglich  der  Sterblichkeitsprocentsätze  gewonnen  wurden.
Die  mittlere  Lebensdauer  der  mittleren  und  höchsten  Summenklasse ­
  liegt  durchgängig,  die  der  niedrigsten  für  alle  Lebensalter ­
  bis  zum  84.  Lebensjahre  inclusive  über  derjenigen  von
Heym,  dagegen  übertrifft  die  mittlere  Lebensdauer  der  20
englischen  Gesellschaften  (Männer)  durchgängig  die  der  niedrigsten ­
  Summenklasse,  während  sie  diejenige  der  beiden  höheren
Summenklassen  resp.  zwischen  dem  34.  und  35.  und  beim
34.  Lebensjahre  (es  fallen  die  bezüglichen  Weithe  hier  ganz
zusammen)  kreuzt.

VIII.  Kapitel.
Die  Sterblichkeit  nach  der  Versicherungsdauer.
Die  ärztliche  Prüfung,  bez.  Auswahl,  welcher  die  Antragsteller ­
  von  Versicherungen  unterworfen  und  durch  welche  alle
diejenigen  ausgeschieden  werden,  welche  an  erkennbaren  acuten
oder  chronischen  Krankheiten  leiden,  hat  naturgemäs  zur
Folge,  dass  die  Sterblichkeit  solcher  Versicherter,  welche  neu
aufgenommen  sind,  unter  sonst  gleichen  Verhältnissen,  d.  h.  für
denselben  Beobachtungskreis  (Gesellschaft)  und  dasselbe  Lebensalter, ­
  eine  andere  und  zwar  geringere  ist,  als  die  solcher  Versicherter, ­
  deren  Prüfung  bereits  vor  mehreren  Jahren  stattfand.
Während  man  aber  früher  allgemein  annahm,  dass  der  Erfolg
der  ärztlichen  Auswahl  dadurch,  dass  manche  Antragsteller
wirklich  vorhandene  Krankheiten  oder  gefährliche  Krankheitsdispositionen ­
  absichtlich  oder  unabsichtlich  verschweigen,  und
dass  man  diese  Zustände  auch  wirklich  bei  der  Untersuchung
nicht  erkennt,  fast  vollständig  paralysirt  werde,  und  dass  daher
die  Sterblichkeit  nach  der  Versicherungsdauer  nur  in  den
ersten  —  etwa  2  bis  3  —  Jahren  eine  geringe  Depression,
für  alle  höheren  Versicherungsjahre  aber  nahezu  ein  constantes
Verhältniss  zeigen  müsse,  haben  die  bisherigen,  in  England
wirklich  angestellten,  Beobachtungen  ein  wesentlich  anderes
Resultat  ergeben,  indem  sie  nicht  nur  darauf  hinweisen,  dass
die  Depression  eine  anfänglich  sehr  starke  ist,  sondern  auch
darauf,  dass  während  einer  ziemlich  langen  Reihe  von  Jahren
auffällige  Veränderungen  in  der  Sterblichkeit  stattfinden.  Diese
Ergebnisse,  welche,  wie  wir  alsbald  sehen  werden,  durch  die
Erfahrungen  der  Gothaer  Bank  im  Grossen  und  Ganzen  bestätigt ­
  werden,  lassen  die  Frage  nach  der  Sterblichkeit  in  verschiedenen ­
  Perioden  der  Versicherung  als  in  jeder  Beziehung
wichtig  erscheinen.  In  technischer  Beziehung  ist  sie  besonders
wichtig  für  die  Beurtheilung  der  Methoden,  welche  bisher  bei
Prämien-  und  Reserveberechnungen  angewendet  worden  sind,
sowie  der  diesen  Methoden  zu  Grunde  liegenden  Mortalitätstafeln. ­
  Die  bisher  aus  den  Beobachtungen  versicherter  Leben
hervorgegangenen  Sterblichkeitstafeln  sind  nämlich  durchgängig
ohne  Rücksicht  auf  die  Versicherungsdauer  berechnet;  sie  geben
also  durchschnittliche  SterblichkeitsVerhältnisse,  welche  je  nach
den  Verschiedenheiten  der  wirklichen  Sterblichkeit,  in  den
einzelnen  Versicherungsjahren  bald  zu  hoch  und  bald  zu  niedrig
sind.  Berechnet  man  nach  diesem  durchschnittlichen  Verhältniss ­
  ohne  irgend  welche  Einschränkung  die  Prämien  und  Reserven ­
  für  die  verschiedenen  Beitrittsalter  resp.  Versicherungsjahre, ­
  so  kann  es  also  leicht  kommen,  dass  die  Resultate  von
        <pb n="81" />
        Y.  Theil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

75

den  wirklichen,  bisweilen  erheblich,  abweichen.  Freilich  würde  j
es  eine  viel  zu  umständliche  Arbeit  sein,  die  nach  der  Versicherungsdauer ­
  beobachteten  Verschiedenheiten  bei  der  wirklichen ­
  Abschätzung  der  Verbindlichkeiten  einer  Lebensversicherungsanstalt ­
  in  Rechnung  zu  ziehen  ;  aber  es  wird  für  die
Praxis  auch  genügen,  wenn  man  ihren  Einfluss  kennt  und
nach  wirklich  durchgeführten  Rechnungsbeispielen  abzuschätzen
versteht.  Es  wird  dies  um  so  mehr  genügen,  als  bei  der
Prämienberechnung  der  Fehler  stets  auf  die  sichere  Seite  fällt
—  die  Verschiebung  der  Sterblichkeit  hat  sowohl  eine  vergrösserte
  Zinsen-  als  auch  Prämieneinnahme  zur  Folge  —  und
es  bei  der  Reserveberechnung  sich  in  den  meisten  Fällen  um
geringere  Differenzen  handelt,  die  sich  zum  Theil  auch  noch
ausgleichen.  *)

*)  Ueber  die  technische  Bedeutung  der  Frage  findet  man  genaue
Aufschlüsse  in  den  interessanten  Abhandlungen  von  Berridge,  King  und

Es  mögen  nun  zunächst  zwei  Uebersichten  folgen,  welche
auf  Grund  der  Tabellen  XXX  und  XXXÍ  berechnet  sind  und
erkennen  lassen,  wie  sich  die  Sterblichkeit  unter  den  Versicherten ­
  überhaupt  (d.  h.  für  Männer  und  Frauen  zusammengenommen) ­
  und  unter  den  Männern  allein  innerhalb  der  ersten
io  Versicherungsjahre  und  für  den  Rest  der  Versicherungsdauer ­
  gestaltet  hat.  Für  die  Frauen  wurde  eine  besondere
Uebersicht  nicht  beigefügt,  weil  die  hauptsächlichsten  Resultate
der  Frauensterblichkeit  nach  der  Versicherungsdauer  bereits  in
!  Kapitel  IV  mitgetheilt  sind  und  eine  weitere  Zerlegung  des  auf
:  die  Frauen  bezüglichen  Reobachtungsmaterials  bei  dem  geringen
!  Umfang  desselben  kaum  zu  werthvollen  Ergebnissen  führen
dürfte.

Sprague  (Journal  of  the  Institute  of  Actuaries,  Yol.  XIX,  pag.  351
und  381,  Yol.  XX,  pag.  95  und  233,  Yol.  XXI,  pag.  229).

Tabelle  1.
Sterblichkeit  nach  der  Versicherunsrsdauer.  —  Männer  und  Frauen  zusammen  gefasst.

Altersklasse ­


Sterblichkeitsprocentsätze
in  verschiedenen  Perioden  der  Versicherung.
Versicherungsjahre  :
2  I  3  j  4  5  1 —5  6  u.  aufw.  !  I—IO  11  u.aufw.  Im  Ganzen

Zahlen  der  Sterhefiille,
nach  welchen  die  nebenstehenden  Procentsätze
berechnet  sind.

5

1—5

6  u.  aufw

-10  11  u.aufw.

Im  Ganzen

26  —  30
31—35
36—40
4 1 —45
46—50
Si-55
56—60
61-65
66—70

0,33
0,5  6
0,54
0,73
0,97
1,03
2,07
1.90

0,64
0.67
0,7  3
0,5  9
1,13
1,72
2,5»
2,16

0,79  °,89
0,58  !  0,77
0,78  !  0,81
0,90  j  0,98
1,34  1,24
1,91  !  1,08
2,31  j  2,86
3,16  2,72

0,73
0,71
0,86
Ij09
1,2*
1,56
2,46
3,03
5,01

0,60
0,64
0,74
0,86
1,18
1,69
2,46
2,77
3,-9

0,7  4
0,77
0,96
1,10
1,41
1,92
2,82
4,14
6,27

0,61
0,67
0,80
0,95
1,25
1.76
2,60
3)54
4.77

1,04
1  ,1  2
1,15
1,48
1,93
2,84
4,18
6,38

0,61
0,68
0.  84
1,01
1,

1,36

*,86
2,77
4,05
6,24

44
104
92
85
74
48
53
8
i

64
”5
120
71
87
86
69
15
3

56
89
122
112
104
101
65
33
2

43  I  23
100  i  76
121  120

123
99
86

136
102
87
79

36  i  48
5  i  li

230
484
575
527
466
415
352
140
22

32
205
651
i  122
1  643
2  121
2  636
2924
2878

259
662:
i  031  i
i  110J
i  °53
965
860

536I
194

27
195
539
i  056
1  571
2  128
2  528
2  706

262
689
i  226
1  649
2  109
2  536
2  988
3064
2  900

Tabelle  2.

Sterblichkeit  nach  der  Versicherungsdauer.

Männer  allein.

Altersklasse ­


Sterblichkeitsprocentsätze
in  verschiedenen  Perioden  der  Versicherung.
Versicherungsjahre  :
2  3  4  5  I  —  5  6  u.  aufw.  I  —  IO  II  u.aufw.  Im  Ganzen

Zahlen  der  Sterbefälle,
nach  welchen  die  nebenstehenden  Procentsätze
berechnet  sind.

I—5  6  u.  aufw.  I  —  IO  II  u.aufw.  Im  Ganzen

26—30
31—35
36—40
41—45
46—50
Si-55
56—60
61  —  65
66—70

0,33
0,54
0,53
0,73
0,90
I  .03
2,05
2,37

0,57
0,62
0,72
0,58
1,13
1,80
2,28
2,24

0,77
0.58
0,75
0,89
1,36
1,97
2,46
3*37

0,85
0,73
0,77
0,99
1,18
1,75
2,74
2,83

0,68
0,72
0,82
1,04
1,21
1,53
2,58
3*06
5,45

0,57
0,62
0,71
0,85
1,16
1,63
2,44
2,89
3*62

0,7  3
0,76
0,94
1,10
1,42
1,90
2,81
4,18
6,38

0,5  8
0,65
0,78
0,95
1,24
1,80
2,68
3*60
5,14

1,00
1,09
1,15
1,49
1,95
2,84
4,22
6,45

0,58
0,66
0,82
1,01
1,36
1,89
2,76
4,11
6,35

43
98
87
80
63
42
44
8

55
103
115
66
81
79
52
13
i

52
86
113
106
98
93
59
29
i

39
92
111
"I
87
71
31
4

20
74
111
125
94
78
72
40
10

209
453
537
496
424
379
298
121
17

28
194
616
i  086
1  584
2038
2  463
2  722
2655

235
624
972
i  065
982
898
746
457
169

23
181
517
i  026
1  519
2  015
2  386
2  503

237
647
i  153
1  582
2  008
2417
2  761
2  843
2  672

Die  Procentsätze  der  einzelnen  Spalten,  in  horizontaler
Richtung  mit  einander  verglichen,  zeigen,  soweit  sie  sich  auf
einzelne  Versicherungsjahre  beziehen,  keineswegs  eine  grosse
Regelmäsigkeit,  was  an  sich  leicht  erklärlich  ist;  denn  erstens
zersplittern  sich  die  Beobachtungen  durch  die  doppelte  Eintheilung
  nach  Altern  und  Versicherungsjahren  ganz  bedeutend
und  zweitens  handelt  es  sich  (in  der  horizontalen  Linie)  meist
um  Differenzen,  welche  an  sich  nicht  gross  sind  und  deshalb
durch  kleine  Störungen  leicht  verdeckt  werden.*)
*)  Dass  die  Grösse  der  hez.  Differenzen  auf  die  scheinbare  Kegelmäsigkeit
  keinen  unwesentlichen  Einfluss  hat,  ergiebt  sich  am  schlagendsten,
wenn  man  die  Sätze  nicht  in  horizontaler,  sondern  in  senkrechter  Linie

Fasst  man  aber  an  den  Stellen,  wo  stärkere  Schwankungen
Vorkommen,  die  Resultate  für  mehrere  Jahre  zusammen,  indem
man  entweder  die  entsprechenden  Zahlen  der  Lebenden  und
Sterbenden  addirt  und  aus  diesen  den  Quotienten  bildet,  oder
aus  den  gegebenen  Procentsätzen  einfach  den  Durchschnitt
zieht,  so  ergiebt  sich  sofort,  dass  die  Sterblichkeit  in  den
ersten  5  Jahren  durchgängig  mit  dem  wachsenden  ^  ersicherungsalter
  —  das  Lebensalter  ist  bis  auf  die  geringen  Abweichungen, ­
  welche  wegen  der  verschiedenen  \ertheilung  der
mit  einander  vergleicht.  Die  Zahlen  zeigen  nämlich  dann,  abgesehen
von  einigen  wenigen,  hauptsächlich  die  Altersklassen  26  —  30  und  61  —  65
treffenden  Schwankungen,  einen  ganz  regelmäsigen  A  erlauf.
10*
        <pb n="82" />
        76

Y.  Tlieil.  Statistik  der  SterblichkeitsVerhältnisse.

Lebenden  unter  Risico  in  den  Grundtafeln  vorhanden  sein
können,  in  horizontaler  Linie  stets  dasselbe  —  gestiegen  ist.
Diese  Steigerung  setzt  sich  auch  in  den  Jahren  6  —  io  fort,
denn  die  Zahlen  der  Gol  um  ne  I  —  IO,  sind  in  beiden  Tabellen
durchgängig  höher  als  die  der  Columne  i  —  5,  wobei  noch
zu  berücksichtigen  ist,  dass  die  Columne  1  —  IO  auch  die
Beobachtungen  für  1  —  5  enthält,  die  Beobachtungen  für  6—  IO
allein  also  die  von  1  —  5  in  noch  höherem  Grad  übersteigen
würden.
Die  auffälligste  Depression  in  der  Sterblichkeit  findet  naturgernäs
  in  dem  1.  Versicherungsjahre  statt.  Beispielsweise  beträgt ­
  in  Tabelle  2  der  Durchschnitt  der  Procentsätze  von  31  —35
und  36  —  40  des  1.  Versicherungsjahres  nur  51%  vom  entsprechenden ­
  Durchschnitt  der  Jahre  11  und  aufwärts,  und  für
die  Jahre  41  —  50  und  51  —  60  stellt  sich  das  betreffende
Verhältnis  auf  resp.  61  und  64%.  Ein  ähnlicher  Vergleich
lässt  sich  für  die  Erfahrungen  der  20  englischen  Gesellschaften
wegen  der  abweichenden  Berechnungsweise  des  Versicherungsjahres ­
  leider  nicht  anstellen;  dagegen  gestatten  einige  von
Sprague  vorgenommene  Reductionsrechnungen  wenigstens,  das
absolute  Sterblichkeitsmaas  des  ersten  vollen  Versicherungsjahres ­
  nach  diesen  Beobachtungen  anzugeben.  (Vergl.  Journal
of  the  Institute,  Vol.  XX,  pag.  237.)  Die  bezüglichen  Zahlen
sollen  hier  mitgetheilt  und  mit  den  entsprechenden,  schon  in
der  Tab.  2  für  Gotha  enthaltenen  verglichen  werden.

Tabelle  3.
Es  betrug  der  Sterblichkeitsprocentsatz  der  Männer
im  ersten  Versicherungsjahre

im  Alter
von
25
30
35
40
45
50
55
60

nach  den  Erfahrungen
der  20  engl.  Gesellsch.
0,38
0,44
0,52
0,5  0
0,69
0,73
1,28
1,67

in  der  nach  den  Erfahrungen

Altersklasse
26—30
31—35
36—4O
41—45
46  —  50
SI-55
36  —  60

von  Gotha.
0,33
0,54
0,5  3
0,73
0,90
1,03
2,05

Die  Alter  der  beiden  Beobachtungen  stimmen  nicht  genau
überein,  berücksichtigt  man  aber,  dass  unter  der  Voraussetzung
eines  regelmäsigen  Verlaufes  der  Sterblichkeit  in  den  zwischenliegenden ­
  Altern,  die  nächstliegenden  englischen  Zahlen  stets
die  Grenzen  angeben,  innerhalb  deren  das  genaue,  der  Gothaer
Altersklasse  entsprechende,  Resultat  fallen  würde,  so  kann  man
mit  Hülfe  der  kleinen  Tabelle  doch  immer  einen  ungefähren
Ueberblick  über  die  beiderseitigen  Verhältnisse  gewinnen.  Man
wird  hierbei  finden,  dass  die  Resultate  der  beiden  Beobachtungsgebiete ­
  ziemlich  gut  mit  einander  harmoniren,  dass  aber  in
den  höheren  Altersklassen  im  Ganzen  genommen  die  englischen
Zahlen  ein  wenig  günstiger  sind.  Diese  Differenz  zu  Gunsten
der  englischen  Beobachtungen  hängt  vielleicht  mit  der  in  den
höheren  Altersklassen  überhaupt  günstigeren  englischen  Sterblichkeit ­
  zusammen,  kann  aber  auch  ein  bloses  Spiel  des  Zufalls ­
  sein,  da  die  Beobachtungszahlen  für  das  erste  Versicherungsjahr ­
  auf  beiden  Seiten  keineswegs  bedeutend  sind.
Vergleicht  man  in  den  Tabellen  1  und  2  die  Procentsätze
der  Spalte  »Im  Ganzen«  mit  den  entsprechenden  der  Spalte
»6  und  aufwärts«  und  die  letzteren  wiederum  mit  den  Procentsätzen ­
  der  Spalte  »11  und  aufwärts«,  so  wird  man  finden,
dass  diese  Zahlenreihen  in  den  mittleren  und  höheren  Altersklassen
—  etwa  von  41  ab  —  bedeutend  weniger  differiren,  als  die
Spalten  1  und  1  bis  5  und  die  Spalten  1  bis  5  und  1  bis  10.
zugleich  aber  auch  bemerken,  dass  —  ebenfalls  in  den  mittleren ­

  und  höheren  Altersklassen  —  die  Differenzen  zwischen
den  Spalten  »6  und  aufwärts«  und  »11  und  aufwärts«  geringer ­
  sind,  als  die  zugehörigen  zwischen  den  Spalten  »Im
Ganzen«  und  »6  und  aufwärts  «,  d.  h.  mit  anderen  Worten,
dass  mit  der  Ausschliessung  des  zweiten  Quinquenniums  die
Resultate  sich  weniger  verändert  haben,  als  mit  dem  Ausschluss ­
  des  ersten.  Das  erste  Ergebniss  hat  einfach  darin  seinen
Grund,  dass  die  Klassen  »Im  Ganzen«,  »6  und  aufwärts«  und
»II  und  aufwärts«  theilweise  dieselben  Beobachtungen  umfassen
und  dass  diese  Beobachtungen  gegenüber  den  anderen,  auf
die  früheren  Jahre  bezüglichen,  ziemlich  stark  in's  Gewicht
fallen;  das  zweite  Ergebniss  dagegen  ist  darauf  zurückzuführen,
dass  die  Differenzen  mit  den  Versicherungsjahren  überhaupt
abnehmen.  Wie  später  gezeigt  werden  soll,  ist  dies  mit  geringen ­
  Ausnahmen  auch  in  den  höheren  Versicherungsjahren
der  Fall,  und  man  darf  deshalb,  vom  rein  practischen  Standpunkte ­
  aus,  die  für  die  mittleren  und  höheren  Altersklassen
in  »ii  und  aufwärts«  gegebenen  Resultate  schon  so  ziemlich
als  die  nach  Erschöpfung  der  »  Selection  «  herrschende  Sterblichkeit ­
  ansehen.  In  England  hat  man  —  obgleich  die  Sterblichkeit ­
  der  englischen  Versicherten  sich,  wie  ebenfalls  später
gezeigt  werden  soll,  nach  dem  10.  Versicherungsjahre  noch
variabler  stellt,  als  die  der  Gothaer  —  bei  den  meisten  technischen ­
  Rechnungen,  in  welchen  die  Versicherungsdauer  zu
berücksichtigen  war,  sich  allerdings  damit  begnügt,  die  ersten
5  Jahre  auszuschliessen,  wohl  hauptsächlich  aus  dem  Grunde,
weil  mit  der  Ausschliessung  weiterer  Versicherungsjahre  das
Material  an  Umfang  bedeutend  verloren  haben  würde.
Ueber  die  Sterblichkeit  der  Versicherten  der  verschiedenen
Summenklassen  innerhalb  der  ersten  IO  Jahre  und  für  den
Rest  der  Versicherungsdauer  giebt  die  folgende  Uebersicht
Auskunft.  Dieselbe  ist  auf  Grund  der  Tabellen  XXXI  bis
XXXIII  berechnet.

(»Siehe  Seite  77.)
Die  Procentsätze  der  einzelnen  Summenklassen  zeigen,
wie  man  sieht,  eine  ganz  ähnliche  Steigerung  mit  der  Versicherungsdauer ­
  wie  die  der  Gesammtheit,  nur  dass  die  Differenzen ­
  (in  horizontaler  Richtung)  hier  etwas  schwankender
sind,  was  offenbar  eine  Folge  der  weiteren  Spaltung  der  Beobachtungszahlen ­
  ist.  Vergleicht  man  die  auf  die  ersten  fünf
Jahre  bezüglichen  Procentsätze  der  drei  Summenklassen  mit
einander,  so  ergiebt  sich,  dass,  abgesehen  von  einer  kleinen
Schwankung  in  der  Altersklasse  46  bis  50,  die  höchste  Summenklasse ­
  hier  nicht  blos  für  die  Altersklassen  bis  55,  sondern
auch  über  diese  hinaus  bis  zu  den  höchst  vorkommenden  die
günstigste  ist.  Dieses  an  sich  schon  interessante  Ergebniss
scheint  darauf  hinzu  weisen,  dass  die  ärztliche  Untersuchung
bei  den  höchsten  Versicherungen  in  der  That  eine  etwas  erfolgreichere ­
  gewesen  ist,  als  bei  den  niederen  und  mittleren
und  dass  also  unter  den  Ursachen,  welche  unabhängig  von
der  wirthschaftlichen  Lage  die  Sterblichkeit  nach  Summenklassen ­
  beeinflusst  haben  (vergl.  Kapitel  VII),  der  verschiedenartigen ­
  Auswahl  das  stärkere  Gewicht  beizulegen  ist.  Die  sonst
in  Betracht  kommende  Ursache,  der  Summenübergang,  kann
nämlich,  wenn,  wie  dies  hier  der  Fall  ist,  die  Versicherungsdauer ­
  in  den  einzelnen  Summenklassen  stets  vom  Zeitpunkt
des  Beitritts  zu  denselben  oder  des  Uebergangs,  gerechnet
wird,  die  Resultate  kleinerer  Versicherungsperioden  nur  insofern
beeinflussen,  als  der  Abgang  der  guten  Risicen  die  Sterblichkeit
der  niedrigsten  Summenklasse  etwas  erhöhen  wird,  verliert  also
für  die  ersten  Versicherungsjahre,  wo  der  Bestand  einer  jeden
Summenklasse  fast  ausschliesslich  aus  neu  versicherten  Personen
besteht,  jegliches  Gewicht.
        <pb n="83" />
        V.  Theil.  Statistik  der  Sterbliclikeitsverhältnisse.

i  i

Tabelle  4.
Sterblichkeit  nach  der  Versicherungsdauer  und  der  Versicherungssumme.

Altersklasse ­


26  -  30
31-35
36—40
41—45
46—50
Si-55
56  —  60
61  —  65
66—70

Sterblichkeitsprocentsätze  der  Männer  in  verschiedenen
Jahren  der  Versicherung

.Mitnuer  mit  unter
3000  Versieh.-Summe

0,82
0,67
0,78
0,97
1,30
1.90
2,70
3r°fl
4.90

ÍS

0,66
0,94
1,07
1,16
1,47
2,10

2,98  2,63
4,31  3,67
6,23  4,61

0,80
0,72
0,88
1.04
1,25
2.05

Männer  mit  3000  liis
6000  Vors.-Summe

•  ¡0,80  0,46
1,48  0,73  b,61

1,11  0.91
1,21  1,09
1,6*  1,42
2,07  i  2,06
3,66  2,94
4,37  4,21  3,11
6,38¡6,21  !  •

0,7  8
0,82
1.00
1,58
2,23

0,78  0,49
0,65  ;0,62  I

0,85
1,16
1,45
1,87
2,69
4,12
6,30

0,78  ¡0,98

0,94
1.19
1,68

1,27
1,52
1,90

2,44  2,72
3,72  4,13
6,16  ¡6,27

Männer  mit  über  6000
Vers.-Summe

0,49
0,62
0,80
1,03
1,34
1.81
2,6  3|
4,05
6,27

|O,40
0,57
0,55
0,69
j 1 ,20
1.49
2,17
2.49

0,88
1,02
1,00
1,35
1.90
2.91
4,19
6,75

0,43
0,83
0,67
0,81
1,29
I  .67
2.70
3, 2 6
3,99

1,45
1,06
1,33
1,92
2,86
4,29
6,99

0,44
0,63
0,73
0,86
1,31
1,81
2,80
4,08
6

Zahlen  der  Sterbefälle,  nach  welchen  die  nebenstehenden  Procentsätze
berechnet  sind

Unter  3000

97
139
174
173
162
158
126
52
10

12
81
209
336
478
648
768
833
784

108
204
320
348
313
347
269
175
58

3000—6000

i
16
63
161
327
459
625
710
736

109
220
383
509
640
806
894
885
794

86
229
292
242
180
178
137
64
6

Ueber  6000

11
74
261
535
761
921
IIII
1277
1256

97
299
488
526
468
410
352
241
100

4
65
251
473
689

97
303
553
777,
941
1099

896I1248
1100  1341
1162  1262

27
90
99
106
117
91
66
26
5

4
34
118
190
310
421
553
591
611

30
123
186
221
263
219
200
102
35

i
31
75
164
293
419
SIS
581

31
124
217
296
427
5:2
619
617
616

Zu  einer  Ermittelung  der  Sterblichkeitsdifferenzen  in  den
höheren  Versicherungsjahren  eignet  sich  die  bisher  angewandte
Methode  der  directen  Zusammenfassung  nach  Altersklassen  und
Versicherungsjabren  nicht,  weil  mit  der  wachsenden  Versicherungsdauer ­
  die  Beobachtungszahlen  zu  klein  werden,  um  bei
geringeren  Zusammenfassungen  noch  zuverlässige  Resultate  zu
liefern  und  eine  Zusammenfassung  nach  grösseren  Altersklassen  j
und  Versicherungsperioden  wegen  der  verschiedenen  Besetzung
der  Alter  innerhalb  solcher  grösseren  Gruppen  kaum  zu  vergleichbaren ­
  Resultaten  führen  könnte.  Für  Untersuchungen
dieser  Art  bietet  sich  indessen,  wie  der  bekannte  englische
Versicherungstechniker  Sprague  gezeigt  hat,  auch  ein  anderes
Verfahren  dar,  welches  von  den  eben  besprochenen  Uebelständen
  frei  ist  und  einfach  darin  besteht,  dass  man  nach  der
in  den  einzelnen  Versicherungsperioden  vorhandenen  Besetzung
der  einzelnen  Altersklassen  mit  Lebenden  unter  Risico  die
wahrscheinlichen  Zahlen  der  Sterbefälle  nach  irgend  einer
fertigen  Sterblichkeitstafel  —  in  der  Weise  wie  es  in  Kapitel  11
angegeben  ist  —  berechnet  und  alsdann  entweder  für  sämmtliche
  Altersjahre  zusammen  oder  einige  nicht  allzueng  begrenzte
Altersklassen  die  Summe  der  wahrscheinlichen  und  wirklichen
Sterbefälle  mit  einander  vergleicht,  resp.  das  procentale  Verhältniss
  der  beiden  Zahlen  zu  einander  feststellt.  Die  Resultate,
zu  welchen  Sprague  auf  diesem  Wege  unter  Zugrundelegung
der  Beobachtungen  der  20  englischen  Gesellschaften  gelangt
ist,  liefern  einen  so  eclatanten  Beweis  für  die  Zweck  -
mäsigkeit  des  Verfahrens  selbst  und  haben  gleichzeitig  so  sehr
die  neueren  Anschauungen  der  Techniker  über  die  endgültige
Gestaltung  der  Sterblichkeit  unter  Versicherten  beeinflusst,  dass
es  zweckmäsig  erscheint,  dieselben  zunächst  etwas  eingehender
zu  betrachten.  Es  diene  hierzu  die  folgende  Tabelle,  welche
der  betreffenden  Abhandlung  von  Sprague  (Journal  etc.  Vol.
XV,  pag.  328  u.  ff.)  entnommen  ist,  und  die  hauptsächlichsten
Ergebnisse  seiner  Untersuchungen  sehr  deutlich  wiedergiebt.
In  der  Columne  (b)  sind  die  Zahlen  der  Lebenden,  welche
nach  den  Beobachtungen  der  20  englischen  Gesellschaften
in  den  nebenstehenden  Versicherungsjahren  —  sämmtliche  Alter
zusammengefasst  —  unter  Risico  standen,  in  der  Columne  (c)
die  zugehörigen  Zahlen  der  Sterbefälle,  in  der  Columne  (d)
die  wahrscheinlichen  Sterbefälle,  welche  sich  nach  jenen  Zahlen
der  Lebenden  unter  Risico,  natürlich  unter  Berücksichtigung
ihrer  Vertheilung  über  die  einzelnen  Altersjahre,  und  nach  der
betreffenden  fertigen  Liste  ergeben,  und  in  der  Columne  (e)

der  Procentsatz  der  wirklichen  Sterbefälle  von  diesen  letzteren
angegeben.  Unter  dem  Versicherungsjahr  o  in  der  ersten
Columne  ist,  wie  nach  den  früheren  Bemerkungen  über  die
Berechnungsweise  des  Versicherungsjahres  klar  sein  wird,  das
erste  Kalenderjahr  der  Versicherung,  unter  dem  Versicherungsjahr ­
  i  das  folgende  Kalenderjahr  u.  s.  w.  zu  verstehen,  so
dass  z.  B.  das  mit  o  bezeichnete  im  Durchschnitt  das  erste
halbe  Jahr,  das  mit  1  bezeichnete  das  folgende  Jahr  von  V2
bis  i  l l2  umfasst  und  jede  weitere  Versicherungsperiode  in
Wirklichkeit  1/2  Jahr  später  fällt  als  die  nominelle.
(Siehe  Seite  78.)
Die  Procentsätze  der  drei  Procentcolumnen  weichen  zum
Theil  nicht  unbedeutend  von  einander  ab;  indessen  kann  man
aus  dem  relativen  Verlaufe  derselben  mit  der  Versicherungsdauer ­
  doch  sehr  genau  beurtheilen,  in  welcher  Weise  sich  die
wahre  relative  Sterblichkeit  nach  der  Versicherungsdauer  gestaltet ­
  hat.  Im  ersten  Kalenderjahre  der  Versicherung  wird
die  Sterblichkeit  auf  weniger  als  die  Hälfte  herabgedrückt;
alsdann  findet  eine,  anfänglich  starke,  dann  etwas  langsamere
Steigerung  derselben  bis  zum  11.—  15.  Jahre  statt,  und  von
hier  ab  wendet  sich  die  Curve  wiederum  abwärts,  indem  die
Sterblichkeit  regelmäsig  —  eine  geringe  Ausnahme  ist  nur
nach  der  2.  Liste  in  der  Periode  21—25  angedeutet  —,  aber
langsam  abnimmt.  Man  hat  nach  den  Gesammtbeobachtungen
der  20  englischen  Gesellschaften  in  der  Sterblichkeit  nach  der
Versicherungsdauer  also  zwei  Phasen  zu  unterscheiden,  eine
erste,  etwa  bis  zum  13.  Versicherungsjahr  andauernde,  in
welcher  die  Sterblichkeit  einen  ähnlichen  Verlauf  nimmt,  wie
in  unseren  obigen  Uebersichten,  und  eine  zweite,  in  welcher
ein  entgegengesetzter  Verlauf  stattfmdet.  Aehnliche  Resultate
ergeben  sich,  wie  Sprague  und  nach  ihm  King  unter  Zugrundelegung ­
  einer  vierten  Liste,  einer  Volkstafel  (Farr’s  Healthy
English  table,  Männer)  gezeigt  haben,  auch  dann,  wenn  das
gesammte  Beobachtungsmaterial,  d.  h.  die  wahrscheinlichen
und  wirklichen  Sterbefälle,  nicht  blos  nach  Versicherungsperioden,
sondern  gleichzeitig  auch  nach  nicht  allzu  eng  bemessenen
Altersklassen  grnppirt  wird;  nur  dass  das  Maximum  in  den
verschiedenen  Altersklassen  nicht  genau  auf  dieselbe  Periode
fällt;  in  den  mittleren  und  den  höheren  Altersklassen  liegt  es
annähernd  an  derselben  Stelle,  in  den  jüngeren  und  höchsten
Altersklassen  dagegen  meist  tiefer,  so  dass  in  den  Altersklassen
        <pb n="84" />
        78

V.  Theil.  »Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

Tabelle  5.
Wahrscheinliche  und  wirkliche  Sterbefälle  für  die  :20  englischen
Gesellschaften  etc.  in  verschiedenen  Perioden  der  Versicherung.

Versiche ­
 ­
  iurs-.jahr


Zahl
der
Personen
unter  Risico
(20  engl.
Ges.,  Männer)

Wirkliche
Zahl  der
Sterbefftlle

3—5
6—10
11—15
16—20
21—25
26—30
31-63

63  644,3
116  565
IO3  312,5
252  291,5
288  416
I70  529
96  560
52  939,5
26  232,5
18468

290
891
1  028
3177
4  515
3  589
2  014
1  877
1  210
1  250

Eechnungsmäsige  Zahl  der  Sterbefälle  und  Procentsatz  der  wirklichen ­
  von  der  rechnungsmäsigen  Zahl  der  Sterbeialle.

Nach  der  Tafel  der
17  englischen  Ge  -
s  ollschaften

Rechnungen!.
Zahl
d.

687,91
I  310.63
1  208,71
3  213,7«
4  389.88
3  347.2*
2  5  t4'89
I  818.28
I  180,11
I  228,77

42,2
68.0
85.0
98,86
102.85
107.22
103,95
103.23
102,53
101,73

Nach  der  Sterblichkeitstafel ­
  des
Englischen  Adels
von  Day  (Männer)
Rechnungsm.
Zahl
d.

699,66
I  309,51
1  186,64
3  062,46
4033,80
3  010.48
2  236,42
I  604,32
I  043,47
I  135,2»

4  *  .45
68,04
86,63
103,74
111,93
119.21
I  l6,89
I  l6,99
I  I  5-9(1
I  10,10

Nach  der  Tafel  der
20  englischen  Gesellschaften ­

(  Männer)
Rechnungsm.
Zahl
d.

650,32
I  246,93
1  156,45
3  104,08
4  295,0e
3  300,41
2  483,7«
i  796,85
i  168,66
i  224.62

44.6
71-5
88,,
98,64
105,12
108,74
105,24
104,46
103.6  4
102.07

bis  35,  welche  selbstverständlich  nicht  viele  Versicherungsjahre
umfassen  können,  eine  Abnahme  überhaupt  nicht  bemerkbar  ist.
Die  nächste  Frage,  welche  gegenüber  den  ebenso  merkwürdigen ­
  als  unerwarteten  Sprague’schen  Resultaten  entsteht,
ist  die,  auf  welche  Weise  sich  dieselben,  oder  vielmehr  die  in
denselben  beobachtete  Anomalie  erklären  lassen.  Sprague
selbst  und  mit  ihm  die  meisten  übrigen  Techniker  sind  der
Ansicht,  dass  die  Anomalie  von  der  combinirten  Wirkung  der
ärztlichen  Auswahl  und  des  Abganges  gesunder  Leben  aus  der
Beobachtung  herrühre,  indem  sie  annehmen,  dass  ein  freiwilliger ­
  Abgang  hei  Lebzeiten  fast  ausschliesslich  von  solchen
Personen  ausgehe,  welche  sich  durchaus  gesund  fühlen  und
im  Durchschnitt  eine  bessere  Gesundheit  haben,  als  der  zurückbleibende ­
  Bestand.  Mit  dieser  Hypothese  erklärt  sich  das
Resultat  der  Beobachtung  allerdings  ganz  gut,  wie  hier  in
Kürze  nachgewiesen  werden  soll.
Unmittelbar  nach  der  Aufnahme  ist  die  Sterblichkeit  durch
die  ärztliche  Auswahl  stark  herabgedrückt  ;  allmählig  entwickeln
sich  aber  in  einem  Theile  der  ursprünglich  Gesunden  acute
und  chronische  Krankheiten,  welche  das  Verhältniss  der  wirklichen ­
  Sterblichkeit  zu  dem  allgemeinen  Durchschnitt,  d.  h.  der
dem  jeweiligen  Alter  entsprechenden  normalen  oder  durchschnittlichen ­
  Sterblichkeit,  erst  rascher,  dann  langsamer  —
weil  nach  einer  gewissen  Zeit  eben  der  durchschnittliche  Gesundheitsgrad ­
  der  vorhandenen  Risicen  schon  demjenigen  nahe  kommen ­
  wird,  welcher  ohne  Auswahl,  aber  unter  sonst  gleichen
Umständen  stattfinden  würde  —  steigen  lässt.  Findet  eine
Veränderung  des  Personenhestandes  in  der  Gesellschaft  nur
durch  Tod  statt,  so  wird  das  Verhältniss  offenbar  dauernd
steigen,  oder  es  wird  schliesslich  ein  Stillstand  eintreten,  je  nachdem ­
  jener  normale  Gesundheitszustand  schliesslich  erreicht  wird
oder  nicht.  Findet  dagegen  zeitweise  auch  ein  Abgang  bei
Lebzeiten  und  zwar  ausschliesslich  oder  vorzugsweise  von
Seiten  der  gesunden  Personen  statt,  so  muss  zunächst  das  in
Rede  stehende  Verhältniss  sich  noch  mehr  steigern  —  da  alsdann ­
  weniger  Personen  vorhanden  sind,  auf  welche  sich  die
Sterblichkeit  der  verbleibenden  schlechten  Risicen  vertheilt  —;
aber  diese  Mehrsteigerung  ist  nur  eine  vorübergehende,  indem
von  den  kränklich  gewordenen  Individuen  innerhalb  der  Gesellschaft ­
  ein  Theil  allmählich  genesen,  und  ein  anderer  mit
dem  Tode  abgelien  wird,  so  dass  der  durchschnittliche  Gesundheitszustand ­
  der  Zurückbleibenden  auch  hier  sich  mehr  und  mehr
demjenigen  nähern  wird,  welcher  vorhanden  sein  würde,  wenn

ein  Abgang  überhaupt  nicht  stattgefunden  hätte.  In  Wirklichkeit ­
  ist  nun  der  Abgang  allerdings  nicht  auf  einzelne  Alter
oder  Versicherungsjahre  beschränkt;  der  grösste  Theil  desselben
fällt  aber  auf  die  ersten  Versicherungsjahre  und  mit  jedem
weiteren  Jahre  wird  er  immer  schwächer,  so  dass  in  den
höheren  Jahren  das  procentale  Verhältniss  des  Abganges
ganz  verschwindend  klein  ist  (s.  die  nachfolgenden  Abgangstabellen). ­
  Es  ist  demnach  klar,  dass,  wenn  der  Abgang  nicht
sehr  gering  ist,  und  —  wie  Sprague  eben  annimmt  —  vorzugsweise ­
  von  Gesunden  ausgeht,  die  relative  Sterblichkeit  genau
den  in  der  obigen  Uebersicht  ausgesprochenen  Verlauf  nehmen
muss;  denn  das  gleichzeitige  Zusammentreffen  der  ersterwähnten
normalen  Steigerung  mit  einer  zweiten  beträchtlichen,  aber  nur
vorübergehenden,  verursacht  naturgemäs  auch  ein  vorübergehendes ­
  Maximum,  also  eine  anfänglich  beschleunigte  Zunahme
und  eine  darauf  folgende  langsame  Abnahme.
So  befriedigend  diese  Erklärung  der  beobachteten  Anomalie
nun  auch  scheinen  mag,  so  gieht  es  doch  mehrere  Techniker,
welche  dieselbe  beanstanden  und  zwar  deshalb,  weil  sie  die
Hypothese  von  dem  besseren  durchschnittlichen  Gesundheitszustände ­
  der  Abgehenden  von  vornherein  für  unwahrscheinlich
halten.  Wie  von  diesen  ganz  richtig  bemerkt  wird,  geht  in
den  besseren  Anstalten  —  und  als  solche  sind  die  20  englischen ­
  Gesellschaften,  welche  von  den  Engländern  selbst  als
first  rate  companies  bezeichnet  worden  sind,  ohne  Zweifel
anzusehen  —  der  Abgang  nämlich  zu  einem  nicht  geringen
Theile  von  solchen  Personen  aus,  welche  die  Prämie  nicht
mehr  aufzubringen  im  Stande  sind,  also  von  Personen,  deren
öconomische  Lage  sich  verschlechtert  hat,  so  dass  es  wenig
glaubhaft  ist,  dass  die  durchschnittliche  Sterblichkeit  der  Abgehenden ­
  in  der  That  eine  bessere  sei,  als  die  des  zurückbleibenden
  Hestandes.  Es  ist  deshalb  von  anderer  Seite  (Bailey)
i  auch  der  Versuch  gemacht  worden,  den  beobachteten  eigenthümlichen
  Verlauf  der  Sterblichkeit  auf  eine  andere  Weise  zu
erklären  und  zwar  durch  gewisse  Annahmen  über  die  Beschaffenheit ­
  der  ärztlichen  Auswahl  selbst.  Diese  Erklärung
geht  nämlich  davon  aus,  dass  die  ärztliche  Auswahl  seihst
unter  den  günstigsten  Umständen  nur  eine  unvollkomiVme  sein
könne,  dass  es  immer  einer  Anzahl  Personen,  welche  bewusst ­
  oder  unbewusst  mit  irgend  welchen  gefährlichen  Krankheits-Dispositionen ­
  behaftet  oder  bereits  von  chronischen  Krankheiten ­
  im  ersten  Stadium  ergriffen  sind,  gelingen  werde,  die
I  Aufnahme  zu  erlangen.  Nimmt  man  nun  an,  dass  die  Zahl
        <pb n="85" />
        V.  Tlieil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

79

dieser  Personen  gross  genug  ist,  um  eine  bemerkbare  Mehrsterblichkeit ­
  hervorzurufen  und  dass  sie  zum  nicht  geringen
Theile  aus  solchen  besteht,  deren  Krankheiten  einen  sehr  langsamen ­
  Verlauf  nehmen,  oder  deren  Krankheiten  sich  sehr
langsam  entwickeln,  so  ergiebt  sich  ganz  von  selbst,  dass  die
Sterblichkeit  mit  der  Versicherungsdauer  sich  annähernd  so
gestalten  muss,  wie  sie  in  der  obigen  Uebersicht  ausgesprochen
ist.  Denn  die  relative  Sterblichkeit  der  ursprünglich  gesunden,
d.  h.  gut  ausgewählten  Personen  wird  genau  den  Verlauf
nehmen,  welcher  für  die  oben  betrachtete  Gesellschaft  (ohne
Abgang)  festgestellt  wurde,  also  stetig,  erst  rapid,  dann  immer
langsamer  steigen,  um  schliesslich  in  ein  constantes  Verhältnis ­
  zu  der  erwartungsmäsigen  (den  wirklich  vorhandenen
Altersverhältnissen  entsprechenden,  durchschnittlichen)  Sterblichkeit ­
  überzugehen  ;  die  Sterblichkeit  der  schlecht  Ausgewählten
aber  wird  erst  nach  einiger  Zeit  und  dann  nur  vorübergehend
zur  Geltung  kommen  (weil  diese  Personen  rasch  absterben),
so  dass  die  gesammte  relative  Sterblichkeit  erst  eine  rapidere
Steigerung,  wie  die  der  ursprünglich  Gesunden,  und  dann,  je
nachdem  die  vorübergehende  Mehrsteigerung  eine  stärkere  oder
schwächere  war,  eine  verlangsamte  Steigerung  oder  einen  geradezu ­
  umgekehrten  Verlauf  (von  einem  Maximum  herab)
zeigen  muss.  Zur  Beurtheilung  der  Frage,  ob  diese  letztere

oder  die  Sprague’sche  Erklärungsweise  als  die  richtigere  anzusehen ­
  ist,  werden  die  nachfolgenden  Beobachtungen  der  Gothaer
Bank  einen  bescheidenen  Beitrag  liefern.
Die  Anwendung  des  Sprague’schen  Verfahrens  auf  das
Gothaer  Material  ist  insofern  mit  Schwierigkeiten  verknüpft,
als  es  eigentlich  gänzlich  an  brauchbaren  deutschen  Vergleichslisten ­
  fehlt.  Die  Brune’schen  Tafeln  geben  ebenso  wie  die
deutschen  Volkstafeln  für  die  meisten  Alter  eine  höhere  Sterblichkeit ­
  an,  als  Gotha,  und  die  englischen  Listen  passen  deshalb
nicht,  weil  in  diesen  der  Verlauf  der  Sterblichkeit  mit  dem
Alter  überhaupt  ein  anderer  ist.  Indessen  handelt  es  sich  bei
Untersuchungen  der  hier  fraglichen  Art  doch  hauptsächlich
nur  darum,  den  relativen  Verlauf  der  Sterblichkeit  mit  der
Versicherungsdauer  kennen  zu  lernen,  und  dieser  wird  auch
bei  Anwendung  von  Sterblichkeitslisten  genügend  hervortreten,
welche  die  Sterblichkeit  zu  hoch  oder  zu  niedrig  angeben,
vorausgesetzt  nur,  dass  die  bezügliche  Mehr-  oder  Mindersterblichkeit ­
  für  die  ganze  Tafel  annähernd  dieselbe  Höhe  hat.  In  wieweit ­
  der  letzteren  Bedingung  bei  den  folgenden  Rechnungen  wirklich
Genüge  geleistet  worden  ist,  zeigt  die  nachstehende  Uebersicht.
In  derselben  sind  die  Sterblichkeitsprocentsätze  der  einzelnen
Summenklassen  sowie  die  Differenzen  zwischen  diesen  und  den
entsprechenden  der  herangezogenen  Vergleichslisten  angegeben.

Tabelle  6.
Verlauf  der  Sterblichkeit  anderer  Listen  gegen  Gotha.

Altersklasse ­


21—25
26—30
Si-35
36—40
41—45
46—50
Si-55
56—60
61  —  65
66—70
71—75
76—80
81-85
86—  go

Gotha
(Männer  und
Frauen)
Sterblichkeitsproeentsatz


0,82
0,61
0.68
0,84
1,01
I  ,36
1,80
2,77
4,05
6,24
9,10
13,17
19,33
29.35

Der
entsprechende
Sterblichkeitsprocentsatz

der  17  engl.
Gesellsch.
ist  höher  (+)
oder
niedriger  (—)

4~  0,15
+  0,21
4“  0,22
+  0,15
+  0,12
+  0,07
-j-  0,05
0.14
0.29
1,15
1,45
2,4.3
—  4.68

Der
entsprechende  I
I’rocentsatz  nach
Brune  Männerj
ist  höher  (+)
oder
niedriger  (—)

4~  0,04
+  0,10
+  0,18
+  0,26
+  0,34
+  0,38
+  0,38
4~~  0,33
-j-  0,53
+  0,28
~r  0,75
0)49
4~  3- 97

Gotha
Männer  unter
3000

0,80
0,80
0,75
0,91
1,09
1,42
2,06
2,94
4,21
6,21
9,27
13,24
U,««
37,2«

Der
entsprechende
Procentsatz
nach  Behm  ist
höher  (+)
oder
niedriger  (—)

—  0,01
0,08
4~  O,io
H-  0,13
4“  0,21
4 _  0,19
T"  0,14
4~  °,09
4“  0,29
0,37
1,70
0,68
1.29

Gotha
Männer
3000  —  6000

0,56
0.49
0,62
0,80
1,03
1,34
1,81
2,63
4.05
6,27
8,78
I3,»l
19,98
26,54

Der
entsprechende
Procentsatz  nach
Brune  Männer
ist  höher  (+)
oder
niedriger  (—)

Gotha
Männer  über
6000

4~  °,io
4~  0,22
r  0,24
4-  0,30
f -  0,32
4-  0,40
4~  0.43
-j-  0,47
4-  0,53
4“  0,25
4-  Ci«
0,39
—  1,14
+  6,70

0,44
0,63
0,73
0,88
1,31
1,81
2,80
4-08
6,71
9,98
13,00
21,73
22,08

Der
entsprechende
Procentsatz  nach
H  o  y  in  ist
höher  (+)
oder
niedriger  (—)

4~  0,73
4~  0,41
4“  0,37
4“  0,38
4~  0.48
“T  0,3  2
4-  0,42
4-  0.40
4~  0,69
4~  0.58
4-  1,25
4"  2,83
—  0,47
—  9,9«

Die  Differeuzcolumne  für  Brune  und  Gotha  »Männer  überhaupt« ­
  sowie  die  für  Brune  und  Gotha  »Männer  3000  —  6000«,
weisen,  namentlich  wenn  man  an  den  Stellen,  wo  grössere
Schwankungen  Vorkommen,  sich  die  Resultate  der  neben  einander ­
  liegenden  Altersklassen  zusammengefasst  denkt,  ziemlich
constante  Differenzen  auf,  die  Differenzencolumne  für  Ileym  und
Gotha  »Männer  über  6000«  dagegen  Differenzen,  welche  unter
mannigfachen  Unregelmäsigkeiten  im  Ganzen  genommen,  mit
dem  Alter  langsam  an  wachsen.  Ein  bedeutend  ungünstigeres
Verhältniss  zeigt  sich  zwischen  Gotha  »Männer  unter  3000«  und
Dehrn  ;  doch  fand  sich  für  den  Vergleich  keine  passendere  Liste.
Als  geradezu  unbrauchbar  für  den  hier  in  Rede  stehenden  Zweck
erscheint  die  Tafel  der  17  englischen  Gesellschaften,  wo  die
Differenzen  fast  ganz  gesetzmäsig  von  beträchtlichen  positiven
Wer  then  in  hohe  negative  übergehen;  diese  Tabelle  ist  aber
auch  nur  angewendet  worden,  um  eine  Verbindung  mit  den
bereits  mitgetheilten  englischen  Ergebnissen  herzustellen.  Um
die  Bedeutung  variabler  Differenzen  richtig  beurtheilen  zu  können,

muss  man  übrigens  berücksichtigen,  dass  die  Differenzen  der
jüngeren  Altersklassen  hauptsächlich  die  wahrscheinlichen
Sterbefälle  der  jüngsten  Versicherungsjahre,  die  der  höheren
Altersklassen  hauptsächlich  die  der  höchsten  Versicherungsjahre
beeinflusst,  dass  also  eine  anfängliche  Mehr-  und  eine  spätere
Mindersterblichkeit  der  Vergleichsliste  (anfängliche  -j-  Differenz
und  spätere  —  Differenz),  die  wahrscheinlichen  Sterbefälle  der
jüngeren  Versiclierungsjahre  zu  gross  und  die  der  höheren  zu
klein,  und  dementsprechend  den  Procentsatz  der  wirklichen
Sterblichkeit  von  der  wahrscheinlichen  (Col.  [e]  in  der  lab.  5)
anfänglich  relativ  zu  niedrig  und  später  relativ  zu  hoch  erscheinen ­
  lässt  —  und  umgekehrt.
Es  sollen  nun  die  für  »Gotha  überhaupt«,  tür  »Gotha.
Männer«  und  für  die  einzelnen  Summenklassen  erlangten  Resultate ­
  folgen.*)  Um  einen  Vergleich  zwischen  der  relativen

*)  Die  wahrscheinlichen  Sterbefälle  der  verschiedenen  Uebersicht  en  sind
unter  Zugrundelegung  der  in  den  Tabellen  XXX,  XX\  111,  XXXI—XXXIII
        <pb n="86" />
        80

Y.  Theil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

Sterblichkeit  der  einzelnen  Summenklassen  zu  ermöglichen,  ist
für  die  erste  und  letzte  Summenklasse  die  Rechnung  nicht
nur  nach  der  oben  angegebenen  Vergleichsliste,  sondern  auch
nach  der  Brune’schen  und  in  der  Klasse  »  Ueberhaupt  «  die
Rechnung  nach  allen  überhaupt  benutzten  Listen  durchgeführt.
In  der  letzteren  Klasse  wird  man  überdies  eine  Rubrik  vorfür

  die  einzelnen  Versicherungsperioden  und  Lebensjahre  angegebenen
»Lebenden  unter  Risico«  nach  dem  in  Kap.  2  erläuterten  Verfahren
berechnet  worden,  die  wirklichen  Sterbefälle  diesen  Tabellen  direct
entnommen.

finden,  in  welcher  die  wahrscheinlichen  Sterbelälle  nach  Gotha
selbst  angegeben  sind,  d.  h.  diejenigen  Sterbefälle,  welche  sich,
der  vorhandenen  Altersbesetzung  nach  in  den  einzelnen  Versicherungsperioden ­
  ergeben  haben  würden,  wenn  die  bei  Gotha
in  den  verschiedenen  Altern  beobachtete  Durchschnittssterblichkeit ­
  auch  für  die  einzelnen  Versicherungsperioden  zugetroffen  hätte.
Die  Berechnungsweise  dieser  wahrscheinlichen  Sterbefälle,  welche
natürlich  nur  eine  indirecte  sein  kann,  da  wir  eine  ausgeglichene ­
  Liste  noch  nicht  besitzen  und  die  Resultate  der  grösseren
Altersklassen  nicht  direct  angewandt  werden  können,  wird  im
nächsten  Kapitel  näher  erläutert  werden.

Tabelle  7.
Wahrscheinliche  und  wirkliche  Sterbefalle  für  „Gotha  überhaupt“  etc.
in  verschiedenen  Perioden  der  Versicherung.

Zahl
der  Personen
unter  Risico

Wirkliche
Zahl  der
Sterbefälle

Rechnungsmäsige  Zahl  der  Sterbefälle  und  Procentsatz  der  wirklichen  von  der  recbnungsmäsigen
Zahl  der  Sterbefälle

i  7  englische
Gesellschaften

Roelin.  Zahl

13  r  u  n  e

Rechn.  Zahl

°/o

13  e  h  m

Rechn.  Zahl

Heym

Rechn.  Zahl

°/o

Gotha
-Männer  u.  Frauen  (nach
'1er  allgem.  Erfahrung)

Rechn.  Zahl

°/o

2—  3
4—  6
7—10
II—15
16—20
21  25
26—30
31—35
36—40
41  u.  darüber

80  265
142  824,0
179  296,3
185  75L5
163  184,5
no  588
73  492,5
44  93 6 ,5
24  990,5
h  695,5
4  43L5

523
1  337
2  081)
2  SO«
3  345
3  11)3
2  814
2  263
1  596
1043
529

888,0
1  678,9
2  355,4
2  888,4
3  226,5
2  892,3
2  5i5,i
2  014,3
i  462,6
900,5
457,2

58.8
79.8
88,7
97,i
103,7
110,4
111,9
112,3
109.1
US,»
115.1

958,4
1  850,3
2  676,3
3  380,:
3  840,1
3  452,5
2992.8
2  397,7
i  744,4
i  070,3
540,8

54,«
72.3
78,1
83.0
87.1
92,5
94,o
94.4
9L5
97.4
97,8

936.5
1  796,5
2  579,8
3  234,5
3  632.0
3  229,9
2  777,i
2  187,8
i  549,2
928.6
467,2

55.8
74.4
81.0
86.8
92.1
98,9
101.3
103.4
103,0
112,3
113,2

i  000,7
1  910,8
2  724,5
3  413,6
3  9U,2
3  603,0
3  202,5
2  618,9
i  936,8
i  205,5
609,6

52.3
70,0
76.7
82,2
85.5
88.6
87,9
86.4
82.4
86.5
86.8

767.4
1  481,2
2  151,6
2  766.9
3  244,7
3  024,5
2  708,9
2  219,1
i  638,1
i  017,1
518.5

68„
90.3
97,i
101.4
103,1
105,6
103,9
102,0
97.4
102.5
102,0

Summe

I  021  456,5

*21  538

21280,1  101,2

24  903,7

86.

23  319,2

92,4

26  139,1

82,

21  538

IOO,o

Tabelle  7  a.
Wahrscheinliche  und  wirkliche  Sterbefälle
„für  Gotha,  Männer“  etc.

Versicherungs- ­



i
2—3
4-6
7—10
11  —15
16—20
21—25
26—30
31-35
36—40
41  u.  darüber

Zahl
der  Personen
unter  Risico

75  664,5
134  786
169  263
175  257
154  117
104  484
69  431
42  330
23  596,5
U  017,5
4  090

Wirkliche
Zahl  der
Sterbefälle

477
1  *2*24
1  927
*2  591
3  097
‘2  955
‘2  «31
‘2  12«
1  49*2
987
492

Rechnungsmäsige  Zahl  der
Sterbefälle  u.  Procentsatz  d.
wirklichen  von  der
recbnungsmäsigen  Zahl
Brune
Rechn.  Zahl

889.6
1  717,9
2  480,7
3  121,6
3  544,o
3  187,4
2  774,7
2  225,3
i  632,7
i  007,8
503.6

Summe

964  036,5

19  999

23  085,5

53,e
71,2
77.7
83,0
87.4
92.7
94.8
95.5
91,4
97.9
97,7

86.,

Tabelle  yb.
Wahrscheinliche  und  wirkliche  Sterbefälle
für  „Gotha  mit  unter  3000“  etc.  in  verschiedenen
Perioden  der  Versicherung.

2—3
4—6
7—10
h—15
16—20
21—25
26—30
31—35
36—40
41  und
darüber

Zahl  der
Personen
unter
Risico

24  028,5
42  716
53  356
53  642
45  858
3 1  140,5
20  507,5
12  256,5
6  506
2  924
966

I  Summell  293  901

Wirkliche
Zahl  der
Sterbefälle

18«
45«
718
822
1019
941
823
«38
41«
265
114

Rechnungsmäsige  Zahl  der  Sterbefälle
und  Rrocentsatz  der  wirklichen  von  der
recbnungsmäsigen  Zahl

Behm
Rechn.  Zahl

286.3
547.3
779.0
938.4
i  021,7
913.5
781,9
602.0
400,4
230,2
99,8

«398

6  600,6

65,0
83,3
92,2
87.6
99.7
103.0
105,3
106.0
103,9
115.1
114.1

96,

Brune
Rechn.  Zahl!

292.7
563.1
807.2
979.8
i  082,1
979,5
845.3
660.1
450.2
266,1
115.4

63.5
81.0
88.e
83,»
94.2
96.1
97.4
96,7
92.4
99.6
98.3

7  041.5

90,»

(Tab.  7c  siehe  Seite  81.)
        <pb n="87" />
        V.  Theil.  Statistik  der  Sterbliclikeitsverhältnisse.

81

Tabelle  7c.
Wahrscheinliche  und  wirkliche  Sterbeialle
für  „Gotha  mit  3000—6000“.

V-Versicherungs-




Zahl
der  Personen
unter  Risico

Wirkliche
Zahl  der
Sterbefälle

Rechnungsmäßige  Zahl  der
Sterbefälle  und  Procentsatz  der
wirklichen  von  der  rechnungsmäsigen
  Zahl

Brune
Rechn.  Zahl  I  °/ 0

2—  3
4—  6
7—10
il  —15
16—20
21  —  25
26—30
31—35
36—40
41  und
darüber

37419
68935.5
85  087,5
85  282.5
73  391,5
48  165.5
30  997,5
18  520
10  292
4  661
i  721

*209
593
937
1  *270
1  400
1  400
1  *204
957
070
433
*203

433,9
874.5
i  245.2
i  537u
i  732.1
i  523.5
i  286,7
i  013.H
747.0
442.1
214.8

45,9
67.8
75.2
82.6
84.3
91.9
93,«
94,5
89.7
97.9
94,5

Summe

464  473

9330

U  051,3

84.5

Tabelle  71I.
Wahrscheinliche  und  wirkliche  Sterbefalle
für  „Gotha  mit  über  6000“.

Versicherungs- ­



Zahl
der  Personen
unter  Risico

Wirkliche
Zahl  der
Sterbefälle

Rechnungsmäßige  Zahl  der  Sterbefälle
und  Procentsatz  der  wirklichen  von  der  rechnungsmäßigen ­
  Zahl
B  rune

Heyi
Rechnungsmäßige ­
  Zahl

Rechnungsmäßige ­
  Zahl  o/o

I
2—3
4—6
7—10
il—15
16—20
21—25
26—30
31-35
36—40
41  u.  darüber

17023
32  470
39  033
38  369
31  987,5
19  994
12  640
7  466,5
4  051,5
i  905
716

93
‘270
4*24
590
09*2
039
545
435
‘280
189
10*2

212.0
442,8
607.1
733.0
812.3
697,5
588.0
460.2
340,7
219.0
111.4

43-9
6l,0
69,8
8l,3
85.2
91,6
92,7
94.5
82.2
86.3
91.6

203.9
431.9
601,0
728.8
796.2
665.8
547,5
418.8
304,4
192,7
101.3

45,8
62.5
70.5
8i,g
86,,
96.0
99.5
103,9
92.0
98.1
100,7

Summe  205655.5  4*205  j  5224,1

81,

4  992,3

85,4

Die  zuverlässigsten  und  interessantesten  Aufschlüsse  über
die  Sterblichkeit  nach  der  Versicherungsdauer  gewährt  offenbar
die  erste  der  vorstehenden  Tabellen  (7),  welche  sich  auf  die
Gesammtbeobachtungen  der  Bank  bezieht  und  zahlreiche  Vergleiche ­
  mit  anderen  Listen  enthält.  Aus  den  in  dieser  Tabelle
aufgeführten  Procentsätzen  der  verschiedenen  Listen,  welche,
wie  vorauszusehen  war,  allerdings  nicht  wenig  von  einander
differiren,  ersieht  man  zunächst  mit  Sicherheit,  dass  die  relative
Sterblichkeit  nach  der  Versicherungsdauer  bei  Gotha  bis  zu  der
mit  dem  20.  Versicherungsjahre  abschliessenden  Periode  (inch)
stetig  gewachsen  ist  und  dass  ausserdem  eine  auffällige  Depression ­
  in  der  Periode  31  bis  35  stattgefunden  hat.  üeber
die  Sterblichkeit  der  übrigen  Versicherungsjahre  geben  die  verschiedenen ­
  Listen  zum  Theil  widersprechende  Aufschlüsse;
Brune  und  Behm  zeigen  eine  andauernde  Steigerung,  Heym
und  die  Gothaer  Liste  —  wir  bedienen  uns  dieses  abkürzenden ­
  Ausdrucks  —  dagegen  einen  Bückgang.  Es  dürfen  aber
hier  offenbar  ohne  Bedenken  die  Zahlen  der  letzteren  als  maasgebend ­
  betrachtet  werden,  da  die  beste  Vergleichsliste  immer
die  sein  wird,  welche  aus  den  allgemeinen  Beobachtungen

desselben  Beobachtungskreises  her  vor  geht  (vorausgesetzt,  dass
die  Besetzung  der  einzelnen  Versicherungsjahre  nicht  eine  zu
ungleichmäsige  ist).  Sieht  man  von  der  abnormen  Depression
in  der  Altersklasse  31  bis  35  ab,  welche  übrigens  verschwinden
würde,  wenn  hier,  ebenso  wie  bei  Sprague,  die  über  30  hinausliegenden ­
  Versicherungsjahre  in  eine  Klasse  zusammen  gezogen ­
  wären,  so  findet  nach  den  Gesammtbeoaehtungen  der
Gothaer  Bank  also  erst  eine  stete  Steigerung  der  Sterblichkeit,
etwa  bis  zum  18.  Versicherungsjahre,  und  darauf  eine  ebenso
stetige,  aber  bedeutend  langsamere,  Abnahme  derselben  statt.
Ueber  den  wahren  Verlauf  der  relativen  Sterblichkeit  für
die  Männer  allein  oder  die  einzelnen  Summenklassen  wird  man
am  ehesten  zu  einem  zutreffenden  Bilde  gelangen,  wenn  man
berücksichtigt,  in  welchem  Verhältnisse  in  der  allgemeinen
Uebersicht  (7)  die  Procenlsätze  der  für  die  bezüglichen  Klassen
benutzten  Vergle'ichstafeln  zu  den  entsprechenden  Procentsätzen
nach  der  »Gothaer  Liste«  stehen.  Die  für  die  Männer  allein
und  die  mittlere  Summenklasse  (3000  his  6000)  gewonnenen
Resultate  stimmen  im  Grossen  und  Ganzen  ziemlich  mit  den
entsprechenden  der  allgemeinen  Uebersicht  überein;  für  diese
Klassen  darf  man  also  ohne  Weiteres  annehmen,  dass  die
wahre  relative  Sterblichkeit  in  den  verschiedenen  Perioden  der
Versicherung  fast  denselben  Verlauf  genommen  hat,  wie  unter
den  Versicherten  überhaupt,  also  bis  zu  einem  Maximum  in
der  Versicherungsperiode  16  bis  20  gestiegen  und  dann  wieder
langsam  gesunken  ist.  In  der  untersten  Summenklasse  (unter
3000)  zeigt  sich  die  Scala  der  Procentsätze  nicht  so  regelmäsig,
  wie  bei  den  »Versicherten  überhaupt«;  abgesehen  von
der  Depression  in  der  Versicherungsperiode  31  bis  35,  welche
allen  Klassen  gemeinsam  ist,  findet  man  noch  eine  weitere
Störung  in  der  Versicherungsperiode  4  bis  IO;  doch  lassen
die  Zahlen  —  wenn  man  eben  die  Sätze  der  Tabelle  7  zum
Vergleiche  heranzieht  —  auch  hier  darauf  schhessen,  dass  ein
anfängliches  Wachsen  der  Sterblichkeit  und  ein  darauf  folgendes
Fallen  derselben  stattgefunden  hat,  mit  dem  bemerkenswerthen
Unterschiede,  dass  das  Maximum  hier  früher  eintreten  und
die  darauf  folgende  Abnahme  eine  stärkere  sein  muss,  als  bei
den  Versicherten  überhaupt;  denn,  während  in  der  Tabelle  7
die  Behm’sche  und  Brune’sche  Liste  in  der  Versicherungsperiode ­
  II  bis  20  noch  eine  starke,  in  der  von  21  bis  30
eine  mäsige  Steigerung  erkennen  lassen  —  obgleich  in  Wirklichkeit ­
  schon  ein  Rückgang  stattfand,  —  zeigt  sich  hier  nach
beiden  Listen  in  der  erstgenannten  Periode  nur  eine  mäsige
Steigerung,  und  in  der  zweiten  (nach  der  Brune’schen  Liste)
sogar  ein  Rückgang.  In  der  höchsten  Summenklasse  (über
6000)  ist  der  Verlauf  der  Zahlen  wiederum  ein  ähnlicher  wie
in  der  allgemeinen  Uebersicht;  nur  dass  hier  —  im  Gegensatz
zu  der  niedrigsten  Summenklasse  —  die  Steigerung  in  den
Perioden  11  bis  20  und  21  bis  30  eine  bedeutend  stärkere
ist,  als  die  entsprechende  in  der  allgemeinen  Uebersicht,  so
dass  man  genöthigt  ist,  anzunehmen,  dass  für  diese  Klasse  in
Wirklichkeit  eine  Abnahme  erst  von  einer  späteren  Periode
ab,  etwa  von  26  bis  30  inclusive,  eintritt.
Die  Resultate  der  drei  Summenklassen  sowohl,  wie  der  Gesammtbeobachtungen ­
  der  Gothaer  Bank  weisen  demnach  auf  einen
ganz  ähnlichen  Verlauf  der  Sterblichkeit  nach  der  Versicherungsdauer ­
  hin,  wie  er  bei  den  entsprechenden  englischen  Beobachtungen ­
  zu  Tage  tritt.  Während  aber  nach  den  letzteren  das  Maximum ­
  schon  auf  das  13.  Jahr  fällt  und  die  darauf  folgende  Abnahme ­
  eine  recht  beträchtliche  ist,  trifft  dies  annähernd  hei  Gotha
nur  für  die  niedrigste  Summenklasse  zu,  für  die  beiden  anderen
Summenklassen  und  die  »Versicherten  überhaupt«  liegt  das
Maximum  bedeutend  tiefer,  etwa  in  der  Periode  16  bis  20
resp.  21  bis  25,  und  die  Abnahme  selbst  ist  eine  noch  viel
schwächere.  Im  Allgemeinen  scheinen  also  die  Ursachen,
        <pb n="88" />
        S2

V.  Tlieil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

welche  die  Anomalie  in  der  englischen  Sterblichkeit  hervorgebracht ­
  haben,  theilweise,  oder  in  einem  schwächeren  Grade,
auch  bei  Gotha  wirksam  gewesen  zu  sein.  Welche  sind  nun
diese  auf  beiden  Gebieten  gleichzeitig  vorhandenen  Ursachen?
1st  es  diejenige,  welche  Sprague  supponirt,  oder  diejenige,
welche  von  Bailey  angedeutet  worden  ist?  Auf  den  ersten
Blick  möchte  es  fast  scheinen,  als  ob  das  erstere  der  Fall
wäre;  denn  der  Abgang  bei  Gotha  ist,  wie  aus  den  folgenden ­
  Uebersichten  hervorgehen  wird,  recht  beträchtlich  hinter
demjenigen  der  20  englischen  Gesellschaften  zurückgeblieben
und  es  würde  die  beobachtete  schwächere  Abnahme  in  der
Sterblichkeit  bei  Gotha  deshalb  gewissermaasen  als  eine  Bestätigung ­
  dafür  gelten  können,  dass  die  Grösse  des  Abgangs
mit  der  Gestaltung  der  Sterblichkeit  in  Verbindung  zu  bringen
sei.  Indessen  kann  kein  Zweifel  darüber  obwalten,  dass  bei
Gotha  der  grösste  Tlieil  des  Abgangs  von  solchen  Personen
ausgeht,  welche  sich  in  finanziell  bedrängter  Lage  befinden,
also  von  Personen,  deren  durchschnittliche  Gesundheit  die  ihrer
Mitversicherten  kaum  übertreffen  wird,  und  überdies  ist,  wie
eine  genaue  Betrachtung  der  Tabellen  9  und  10  ergeben  wird,
der  Abgang  in  den  mittleren  und  höheren  Versicherungsjahren
schon  so  klein  ,  dass  ein  Einfluss  desselben  auf  die  Sterblichkeit ­
  selbst  unter  den  ungünstigsten  Bedingungen  kaum  stattfinden ­
  könnte.  Es  ist  deshalb  viel  wahrscheinlicher,  dass  die
Anomalie  in  den  Gothaer  Betrachtungen  von  der  von  Bailey
supponirten  Ursache  herrührt  und  dass  die  entsprechende,  aber
weit  schärfer  ausgeprägte,  Anomalie  der  englischen  Beobachtungen ­
  durch  ein  Zusammenwirken  dieser  Ursache  mit  der
von  Sprague  vorausgesetzten  entstanden  ist.  Freilich  bleiben
selbst  bei  dieser  Combinirung  der  beiden  Hypothesen  manche
Ergebnisse  der  beiden  Beobachtungsgebiete  räthselhaft,  vor
allem  die  bei  Gotha  in  allen  Summenklassen  wahrzunehmende
und  deshalb  schwerlich  auf  Zufall  beruhende  auffällige  Depression ­
  in  der  Sterblichkeit  der  Versicherungsperiode  31  bis  35,
welche  offenbar  zu  weit  von  dem  Zeitpunkte  der  ärztlichen
Auswahl  entfernt  liegt,  als  dass  sie  mit  der  letzteren  irgend
wie  in  Verbindung  gebracht  werden  könnte.  In  Wirklichkeit
scheinen  demnach  noch  ganz  andere  Ursachen  mit  im  Spiele
zu  sein,  Ursachen,  über  deren  Beschaffenheit  bei  dem  jetzigen
Stande  der  Wissenschaft  kaum  Vermuthungen  ausgesprochen
werden  können.
Die  Tabellen  7—7  d  bieten  auch  in  anderen,  als  den  bisher ­
  in’s  Auge  gefassten,  Richtungen,  manche  interessante  Aufschlüsse. ­
  Beispielsweise  ist  aus  Tabelle  7  direct  zu  ersehen,
dass  die  Sterblichkeit  der  Gothaer  Bank  in  allen  Perioden  der
Versicherung  geringer  war,  als  die  der  allgemeinen  Bevölkerung
(Heym)  und  der  Staatsbeamten  (Brune),  während  sie  gegenüber ­
  der  der  Eisenbahnbeamten  (Behm)  sich  nur  bis  zum
20.  Versicherungsjahre  als  die  günstigere  erwies.  Aus  einem
Vergleich  der  Rubriken  »  17  englische  Gesellschaften«,  in  den
Tabellen  6  und  7  wird  man  ferner  ersehen  können,  in  welchem
Verhältniss  die  Sterblichkeit  der  Gothaer  Bank  in  den  einzelnen
Versicherungsperioden  zu  der  entsprechenden  der  20  englischen
Gesellschaften  steht  —  wobei  freilich  zu  beachten  ist,  dass  die
Versicherungsjahre  der  beiden  Tabellen  sich  nicht  genau
decken  —  und  aus  den  Gol.  »Brune«  der  Tabellen  7  c  —  7  d,
in  welchen  Verhältnissen  die  Sterblichkeit  der  verschiedenen
Summenklassen  in  den  einzelnen  Versicherungsperioden  zu
einander  steht.  Diese  letzteren  Verhältnisse  haben  bemerkenswerther
  Weise  eine  grosse  Aehnlichkeit  mit  denjenigen,  welche
sich  bei  der  Beobachtung  nach  Altersklassen  ergaben;  für  die
Versicherungsjahre  bis  10  inch  ist  nämlich  die  Sterblichkeit
um  so  günstiger,  je  höher  die  Summenklasse,  vom  11.  Versicherungsjahre ­
  ab  wird  dagegen  die  Sterblichkeit  der  mittleren

Summenklasse  die  günstigste,  während  das  Verhältniss  zwischen
der  niedrigsten  und  höchsten  Summenklasse  mehrfach  schwankt.

Tabelle  8.
Abgang  unter  den  männlichen  Versicherten
der  20  englischen  Gesellschaften,  in  verschiedenen
Perioden  der  Versicherung.

Ver  sicher.  -
Jahr

Es  standen
unter  Kisico
Personen

Es  gingen
ah

°/o  des
Abgangs

o
i—2
3—5
6—9
10—14
15—19
20—24
25—29
30  u.  darüber

63  666,0
223  108,0
252  410,0
240  667,5
188  509
106  807,5
5 8  85i
29479
21  302,5

1  693
13  461
8  703
5  835
2  595
997
417
160
81

2,66
6,03
3  »
2,42
1,38
0,93
0,71
0,5  4
0,38

(Tab.  9  siehe  Seite  83.

In  der  Tabelle  8  ist  der  gesammte  Abgang  (der  Männer)
der  20  englischen  Gesellschaften  enthalten,  in  den  Tabellen  9
und  10  der  gesammte  Abgang  bei  Gotha  »Männer  überhaupt«,
sowie  der  gesammte  wirkliche  Abgang  in  den  einzelnen  Summenklassen ­
  (d.  h  derjenige  Abgang,  welcher  nicht  durch  einen
bl  osen  Summenübergang,  sondern  durch  ein  wirkliches  Ausscheiden ­
  von  der  Bank  veranlasst  wurde).  In  der  Tabelle  9
ist  für  die  »Männer  überhaupt«  überdies  (in  Klammern)  die  Zahl
derjenigen  Abgangsfälle  angegeben,  welche  durch  einfachen
Ablauf  abgekürzter  Versicherungen  entstanden.  Zieht  man
diese  von  dem  gesammten  Abgang  ab,  so  erhält  man  also
denjenigen  Abgang,  welcher  ausschliesslich  in  Folge  Aufgabe ­
  laufender  Versicherungen  oder  wegen  Ablaufs  der
kurzen,  nur  in  den  ersten  Geschäftsjahren  der  Bank  in
!  grösserer  Zahl  abgeschlossenen  Versicherungen  stattfand.  Bezüglich ­
  der  »Personen  unter  Risico«  ist  zu  bemerken,  dass  dieselben ­
  für  die  »  20  engl.  Ges.  «  und  »  Männer  überhaupt«
durch  Abzug  der  Hälfte  der  Gestorbenen  von  den  Lebenden
zu  Anfang  des  Jahres  in  den  entsprechenden  Altersklassen,
für  die  einzelnen  Summenklassen  dagegen  durch  Hinzufügung
des  hälftigen  Zugangs  wegen  Uebergang  zu  jenen  Lebenden  und
darauf  folgenden  Abzug  der  hälftigen  Anzahl  der  Gestorbenen
und  des  hälftigen  Abgangs  wegen  Uebergang  ermittelt  worden
sind,  so  dass  man  unter  dem  »Procentsatz  des  Abgangs«  durchgängig ­
  denjenigen  zu  verstehen  hat,  welcher  unabhängig  von
der  Sterblichkeit  stattfand,  oder  welcher  sich  direct  ergeben
hätte,  wenn  die  im  Laufe  des  Jahres  Gestorbenen  stets  durch
Neuhinzugetretene  ersetzt  worden  wären.*)
Einen  weiteren  Aufschluss  über  die  Sterblichkeit  nach  der
Versicherungsdauer  erhält  man,  wie  bei  Mittheilung  der  Sprague’-schen
  Resultate  schon  angedeutet  worden,  wenn  man  die  wahrscheinlichen ­
  und  wirklichen  Sterbefälle  nicht  blos  nach  Versicherungsperioden, ­
  sondern  gleichzeitig  nach  den  letzteren  und
nach  Altersklassen  gruppirt,  wobei  freilich  zu  berücksichtigen
ist,  dass  mit  der  weiteren  Spaltung  des  Materials  auch  die
Sicherheit  der  Ergebnisse  eine  geringere  wird.  Es  möge  deshalb ­
  noch  die  folgende  nach  den  eben  angedeuteten  Gesichts-*)

  Wir  halten  diese  Berechnungsweise  des  Abgangsprocentsatzes
resp.  der  zugehörigen  Personen  unter  Kisico  selbst  für  die  zweckmäßigste,
sind  aber  darin  auch  dem  Vorgänge  Kings  gefolgt,  nach  dessen  Angaben
die  erste  Tabelle  construirt  ist.  (Vergl.  Kings  Abhandlung  ;  Journal  etc.
Vol.  XIX,  pag.  395.)
        <pb n="89" />
        Y.  Theil.  Statistik  der  Sterbliclikeitsverhältnisse.

sa

Tabelle  9.
Abgang  der  männlichen  Versicherten  bei  Gotha  in  verschiedenen  Perioden  der  Versicherung.

Versicher.-Jahr


Versicherte
Männer  mit  unter  3000

Versicherte
Männer  mit  3000-■

  6000

Versicherte
Männer  mit  über  6000

Versicherte
Männer  überhaupt

Es  standen
unter  Risico
Personen

Es  gingen
ah

%  des
Abgangs

Es  standen
unter  Risico
Personen

Es  gingen
ab

°/o  des
Abgangs

Es  standen
unter  Risico
Personen

Es  gingen
ah

°/o  des
Abgangs

Es  standen
unter  Risico
Personen

Es  gingen
ab

°/o  des
Abgangs

2—3
4-6
7—10
II—15
16—20
21—25
26—30
31—35
36—40
41  u.  darüber

24  406
43  021,5
53  294
53  4i8,5
45  433
30721
20  131.5
li  950
6304
2  794
912

941
067
594
375
169
102
71
25
12
5
6

3,86
2,4,
1,11
0,70
0.37
0,33
0,35
0,21
0,19
0,18
0,66

37  870,5
69  I73
84  936
84  876,5
72  8IO
47  543,5
30  438,5
18064
9  972,5
4  454,5
i  624,5

i  112
i  068
634
458
297
156
86
45
31
20

2,94
1,54
0,75
0,54
0,41
0,33
0,28
0,25
0,31
0.45
0,62

I?  271,5
32  605
39  006
38  I95
3I  723
I9  7l6,5
12  394,5
7  263,5
3  918
i  814.5
669

590
540
370
248
163
84
54
29
13
8
8

3,42
1,66
0,95
0.65
0,51
0,43
0.44
0,40
0,33
0,44
1.20

76  747,5
135497
169  088,5
174  495,5
152  884,5
103  189,5
68  229,5
41  319
22  882
10  541,5
3858

2  643
2  646
i  578
i  068
632(43)
366(42)
228(29)
104(22)
63(10)
35(3)
28(1)

3,44
1,95
0,93
0,61
0,41
0.35
0,33
0,25
0,28
0,33
0,73

Tabelle  10.
Abgang  der  männlichen  Versicherten  bei  Gotha  nach  Versicherungsperioden  und  Beitrittsaltern.

Procentsatz  des  Abgangs  in  den  Versicherungsjahren
I—5  6—IO  II  —1516—2021—2526—3031—3536—40  4ln.darüb

Anzahl  der  Abgangsfälle,
nach  welchen  die  nebenstehenden  Procentsätze  berechnet  sind
1—5  6—10  11  —  1516—2021—2526—3031—35  36—40  4lu.darüb.

iS—25  H  4,79
26  30  S  2,62
SI-35
36—40  I
41  —  45
46—50
SI-55
56  —  60
61—67

1,95
1,62
1,64
1,89
1,95
1,97
3,00

1,32
0,7  2
0,66
0,60
0,48
0,52
0,52
0,44
0,30

0,84
0,55
0,44
0,44
0,33
0,34
0,20
0,28

0,51
0,46
0,42
0,36
0,33
0.12
0,2¿

0,71
0,35
0,35
0,34
0,27
0,18
0,45

0,44
0,29
0,26
0,20
0,26
0,21
0,61

0,36
0,15
0,25
0,41
0,59

0,23
0,27
0,52

0,59
1,41

77O
i  475
i  593
i  219
850
644
400
221
58

119
260
371
322
182
128
75
34
4

46
130
170
162
87
56
19
U
2

19
76
112
92
58
13
15
4
i

19
41
66
60
31
11
13
4

8
23
3 1
22
17
6
7
i

1
18
11
15
13
7
2

6
10
14
3
2

1
5
9
12
2

punkten  bearbeitete  Uebersicht  hier  Platz  finden,  in  welcher
als  Vergleichstafel  nur  die  Brune’sche  benutzt  worden  ist,  weil
mit  der  Gruppirung  nach  Altersklassen  die  Eigenthümlichkeiten
der  Vergleichsliste,  soweit  sie  in  einer  abnormen  Vertheilung

der  Sterblichkeit  über  die  Alter  bestehen,  in  den  Procentsätzen ­
  nur  sehr  schwach  zum  Ausdruck  gelangen,  die  Resultate
nach  anderen  Listen  also  nahezu  denselben  (relativen)  Verlauf
zeigen  würden.

Tabelle  11.
Wahrscheinliche  und  wirkliche  Sterbefälle  etc.  für  Gotha  in  verschiedenen  Altersklassen
und  Perioden  der  Versicherung.

A  1  t

k  1  -  a  s

15  —  30

P
«

1

31—40
»

ÎÜ

N  5
I  ®  ®

41  —  50
III

«

11!

N  5

51  —  60

In

w

61  —  70

w

io®

Pi
K

50

71  und  aufwärts

III

2—3
4—6
7—10
II—15
16—20
21—25
26—30
31—35
36—40
41  a.  darüb.

58
143
87

121,41
143,81
78,58
l8,73
0,04

47,8
99,4
110,7
144,2

19«
44«
584
4«  7
203
18
1

346,74
627,51
737,68
555,12
199,1«
19,75
1,00
0,01

56,5
71.1
79.2
84,1
101,9

159
374
70«
924
928
489
162
1«

288,46
596,02
93L49
i  208,95
i  141,54
574,n
156,62
16,49
0,79

55.1
62.7
75.8
76,4
81,3
85.1
103,4

101
321
532
871
1  095
1  100
879
437
112
15
1

181,92
397,45
670,99
988,4e
i  293,06
i  263,59
979,79
486.90
123.91
11,54
0,57

55,5
80,8
79.3
88,1
84.7
91.8
89.7
89.8
90.4

9
53
178
490
905
1  043
1073
1  O««
726
354
«7

19,92
85,4s
254,82
575-13
982,05
i  098.3s
I  173,87
I  107,56
790,78
341,43
62,20

62.0
69.8
85.2
92.2
95.0
91.4
96.2
91.8
103.7
107.7

30
211
483
«99
744
758
«74
461

2,60
35,50
222,60
496,07
681,51
786,71
828.88
716.30
478,03

84.5
94,8
97.4
102.6
94.6
91.4
94,1
96.4

SUmratliche
Versicher.-jahro


315  :  362,57

86.,  1  915  2486,97  77-0  3  758

4  9 1 5,07

76,5  15  524  j  6  398,1;

86,

5  964

6  491,62

91,9  4002  4248,20  95,7
        <pb n="90" />
        84

V.  Theil.  Statistik  der  Sterbliclikeitsverhältnisse.

Die  Procentsätze  zeigen  bis  zum  50.  Lebensjahre  ein  fortwährendes ­
  Steigen  der  Sterblichkeit  mit  der  Versicherungsdauer, ­
  was  mit  den  erwähnten  englischen  Beobachtungen  sehr
gut  harmonirt;  denn  auch  für  diese  war  in  den  bezüglichen
Altersklassen  bis  zum  25.  Versicherungsjahre  mit  einer  einzigen
Ausnahme  ein  Rückgang  nicht  bemerklich.  Vom  51.  Lebensjahre ­
  ab  und  aufwärts  sind  die  Procentsätze  dagegen  vielfach
sehr  unregelmäsig,  am  unregelmäsigsten  in  der  Col.  51  —60,
wo  ein  vierfaches  Steigen  und  ein  dreimaliges  Fallen  erkenntlich ­
  ist.  Dass  diese  anscheinend  gesetzlosen  Sprünge,  welche
sich  in  den  englischen  Beobachtungen  nur  sehr  vereinzelt
finden,  ganz  und  gar  zufällig  sind,  ist  kaum  anzunehmen  ;
denn  sie  treffen  zum  grössten  Tlieile  gerade  diejenigen  Gruppen,
welche  am  stärksten  besetzt  sind  ;  ebenso  würde  es  aber
schwer  sein,  dieselben  durch  solche  einfache  Hypothesen  zu
erklären,  wie  die  bisher  besprochenen.  Es  bestätigen  die  Ergebnisse ­
  der  gegenwärtigen  Uebersicht  daher  die  schon  ausgesprochene ­
  Vermuthung,  dass  bei  der  Sterblichkeit  nach  der
Versicherungsdauer  Ursachen  mit  wirk  en,  deren  Natur  zu  erforschen ­
  eine  eben  so  interessante  als  schwierige  Aufgabe  der
technischen  Statistik  bleibt.

IX.  Kapitel.
Die  Sterblichkeit  nach  Todesursachen
und  Versicherungsdauer.
Scheidet  man  aus  den  in  Tabelle  XVI  (der  dritten  Abtheilung) ­
  für  die  einzelnen  Todesursachen  und  Versicherungsjahre ­
  gegebenen  Zahlen  der  Gestorbenen  diejenigen  Fälle  aus,
welche  sich  nach  dem  Prämientermin  1878  ereigneten  und  aus
den  in  der  Tabelle  XX  (in  der  letzten  Horizontallinie)  gegebenen
Summen  der  Lebenden  unter  Risico  verschiedener  Versicherungsperioden ­
  diejenigen  Fälle,  welche  durch  die  nachträgliche  Beobachtung ­
  der  nach  dem  85.  Lebensjahr  ausgeschiedenen
Personen  gewonnen  wurden,  so  erhält  man  offenbar  Daten,
welche  genau  derselben  Beobachtungssphäre,  sowohl  der  Zeit
als  dem  Umfange  nach,  angehören  und  aus  denen  sich  die
Sterblichkeit  nach  Todesursachen  und  Versicherungsdauer,  aber
ohne  Berücksichtigung  des  Alters,  direct  ermitteln  lässt.  Die
folgende  Tabelle  giebt  die  auf  diese  Weise  erlangten  Resultate,
in  der  Col.  (a)  sind  die  »r  educir  ten  «  Zahlen  der  Lebenden
unter  Risico,  in  der  Gol.  (1)  bis  (23)  die  »reducirten«  und
nach  den  grösseren  Versicherungsperioden  entsprechend  zusammengefassten ­
  Zahlen  der  Sterbefälle,  sowie  die  Promillesätze ­
  dieser  Zahlen  von  den  Zahlen  der  Col.  (a),  in  der  Col.
(b)  endlich  die  Gesammtzahlen  der  Gestorbenen  und  die  zugehörigen ­
  Promillesätze  eingestellt.
(Tab.  i  siebe  Seite  85.)
Die  Resultate  der  vorstehenden  Tabelle  sind  insofern  nicht
ohne  Werth,  als  sie  uns  zeigen,  innerhalb  welcher  Grenzen
sich  das  absolute  Sterblichkeitsmaas  der  einzelnen  Todesursachen
in  den  verschiedenen  Versicherungsperioden  bewegt  hat;  dagegen ­
  können  sie  über  den  eigentlichen  Zusammenhang  der
Versicherungsdauer  mit  der  Häufigkeit  der  Todesursachen  nur
einen  unvollkommenen  Aufschluss  geben,  weil  innerhalb  der
einzelnen  Versicherungsperioden  die  Lebenden  unter  Risico  sich
in  sehr  verschiedener  Weise  über  die  einzelnen  Alter  vertheilen
—  die  Lebenden  verschieben  sich  mit  der  wachsenden  Versicherungsdauer ­
  immer  mehr  auf  die  höheren  Alter,  —  die
Häufigkeit  der  Todesursachen  aber  mit  dem  Alter  selbst,  wie
wir  aus  dem  Kapitel  VI  gesehen  haben,  stark  variirt.  Eine
Ausnahme  bilden  nur  die  jüngsten  Versicherungsjahre  1  und
2  bis  3  und  allenfalls  noch  4  bis  6,  in  denen  die  Vertlieilung

annähernd  dieselbe  sein  muss  und  für  welche  deshalb,  wo  es
sich  um  grössere  Differenzen  in  den  Promillesätzen  handelt,
ein  director  Vergleich  zulässig  ist.  Beispielsweise  ersieht  man
aus  der  vorstehenden  Tabelle  sehr  deutlich,  dass,  unabhängig
von  den  durch  das  wachsende  Alter  bedingten  Veränderungen,
die  Sterblichkeit  in  Folge  von  Lungenschwindsucht  und  den
meisten  übrigen  chronischen  Krankheiten  in  den  ersten  6  Jahren
rapid  gestiegen  sein  muss,  während  diejenige  in  Folge  von
Infectionskrankheiten  (2)  und  (3),  Gehirnentzündungen  (9),
Lungenschlagfluss  (19)  und  Selbstmord  (21)  innerhalb  derselben
Versicherungsperioden  von  der  Versicherungsdauer  nur  wenig
I  beeinflusst  wurden.
Um  die  Sterblichkeit  nach  der  Versicherungsdauer  genauer
zu  erforschen,  wurde  hier  eine  Methode  angewendet,  welche
ebenso  wie  die  Sprague’sche  darauf  hinausläuft,  dass  für  die
verschiedenen  Versicherungsperioden  (und  Todesursachen)  die
wirklichen  Sterbefälle  mit  »rechnungsmäsigen«  verglichen  werden,
sich  von  der  letzteren  aber  dadurch  unterscheidet,  dass  zur
Berechnung  der  wahrscheinlichen  Sterbefälle  nicht  die  Resultate
einer  fremden  oder  aus  demselben  Beobachtungsgebiet  stammenden ­
  fertigen  Liste,  sondern  diejenigen  Sterblichkeitsverhältnisse
benutzt  werden,  welche  man  aus  dem  eigenen  Beobachtungsmaterial ­
  durch  einfache  Gruppirung  nach  grösseren  Altersklassen
(und  Todesursachen)  erhält.
Der  Gang  der  Rechnung  war  folgender  :  Zunächst  wurden
die  beiden  nachstehenden  Tabellen  entworfen,  deren  Construction ­
  mit  Rücksicht  auf  die  in  Kapitel  VI  gegebenen  Tafeln  und
Erläuterungen  leicht  verständlich  sein  wird.  Tabelle  2  enthält ­
  in  den  Gol.  (  3  )  bis  (  5  )  die  Sterblichkeitspromillesätze
j  nach  3jährigen  Altersklassen  und  für  grössere  Gruppen  von
Todesursachen  (die  »Infectionskrankheiten«  umfassen  die  Todesursachen ­
  i,  2  und  3,  die  »Entzündlichen  Krankheiten«  11
und  14,  die  »Chronischen  Krankheiten«  10,  12,  13  und  15),
in  der  Gol.  (8)  die  allgemeine  Sterblichkeit,  wie  sie  sich
durch  Zusammenfassung  der  Resultate  der  vorhergehenden
Spalten  ergiebt,  in  der  Gol.  (9)  die  allgemeine  Sterblichkeit, ­
  wie  sie  sich  —  unter  Ausscheidung  der  nach  dem  85.
Lebensjahre  Abgegangenen  —  nach  Tabelle  XXX  berechnet,
und  in  Gol.  (  10)  die  zugehörigen  Durchschnittsalter  der
Lebenden  unter  Risico.  Tabelle  3  dagegen  ist  —  ebenfalls
unter  Ausschliessung  der  erwähnten  Abgegangenen  —  ausschliesslich ­
  aus  Tabelle  XXX  hervorgegangen  ;  die  fettgedruckten
Zahlen  geben  die  Lebenden  unter  Risico  für  die  bezüglichen
I  Versicherungsperioden  und  5jährige  Altersklassen  an,  die  anderen,
darüber  stehenden  Zahlen  die  zugehörigen  Durchschnittsalter
dieser  Lebenden.
(Tab.  2  siehe  Seite  85.)
Wäre  die  Vertheilung  der  Lebenden  unter  Risico  für  jede
I  derselben  Altersklasse  angehörende  Versicherungsperiode  genau
die  nämliche,  oder  wären,  wie  man  sich  mit  annähernder  Genauigkeit ­
  auch  ausdrücken  darf,  die  Durchschnittsalter  der
Tabelle  3  in  horizontaler  Linie  s'.ets  einander  gleich  —  die
Durchschnittsalter  in  der  letzten  Spalte  stimmen  gleichzeitig
auch  mit  derjenigen  der  Tabelle  2  überein  —  so  hätte  man
aus  den  vorstehenden  Tabellen  offenbar  schon  direct  die  wahrscheinliche ­
  Zahl  der  Sterbefälle  für  die  verschiedenen  hier  berücksichtigten ­
  Todesursachen  und  Versicherungsperioden  ermitteln ­
  können;  denn  unter  der  wahrscheinlichen  Zahl  der  Sterbefälle ­
  haben  wir  gegenwärtig  keine  andere  zu  verstehen,  als
diejenige,  welche  sich  ergeben  würde,  wenn  die  in  den  ver-:
  schiedenen  Altersklassen  unter  Zusammenfassung  aller  Versicherungsjahre ­
  beobachtete  Sterblichkeit  auch  in  den  einzelnen
Versicherungsperioden  zugetroffen  hätte,  und  diese  wahrscheinliche ­
  Zahl  bestimmt  sich  bei  gleichen  Altersverhältnissen  durch
        <pb n="91" />
        Y.  Tlieil.

»Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

85

Tabelle  i.
Sterblichkeit  nach  Todesursachen  und  Versicherungsdauer.

Versicherungs ­
 ­


Es  standen
ein  volles
Jahr  unter
Kisico
Personen

Typhus

ÍL

2—3
4—6
7—10
i  i  —  t$
16—20
21—25
26—30
31  u.darüber

80  265
142  824,5
179  296,5
185  751,5
163  184,5
110  $88
73  492,5
44  936
41  042

102  I, 27
201  1,41
21$  1,20
237  1,28
274  1,68
I86  1,68
I7I  2,33
93  2,07
77,  1,87

Asiatische
Cholera

18  0,22
36  I  0.25

0,21
0,24
0,23
0,44
0,46
I7  0,38
I7  0,41

38
49
34

Andere  1;  Lungen-Infections-
  |  schwind  -
krankhoiton  sucht

5-Krebs


i
56  Í  0,70
247  1,73
432  2,41
SOI  2,70
463  2,84
339:3,07  ;
21  I  2,87
UZ  2,94
I2I  2,95  ,

7  °,09
51  0,36
8$  0,47
148  0.80
I78:  1,09
I7I  1,55
149  2,03
I3O  2,89
ISS  3-78

(lolonk-(icistos-







Diabete.'

krankheiten

/.und  un

,00

N  :

8  !  O.10
22  0,15

O,oi

O.05

II  0,14
20  0,14

0,03

0,04

8  0,04

2Ò

3  7

0.21

O.04

0.15

38

0.20

0.11

34

0,18

,10

26

0.16

27

0,09

0.17

,12

26

0,15

0.24

0.11

0,13

0.14

0,22

0,10

0,22

0.24

0,18  4
0,17  7

0,09

0,24

0,29

0,17

0.32

Chron.  Gehirn- ­
  und
Rückenmarksleiden ­


8
43
9 1
128
153
140
116
82
135

0,10
0,30
0,51
0,69
0,94
1,27
1,58
1.82
3,29

Entzünd].
Krankh.  d.
Organe  der
Brusthöhle

Chron.  Entzündung ­
  der
Lungenichleimhaut


67,  0,83
UZ  0,92
212  I,i8
3O9;  1,66
345  2,n
353  3-19
338  4,60
254  5-65
346  8,43

I
12
l8
SO
68
79
83
84
127

0,01
0,08
0,10
0,27
0,42
0,71
1,13

Summe  1  021  380.5  t$$6  1,52  291  0,0^622  o, 6 i  |2$02  2,45  1074  1,05  '  196  0,19  92  o, 09  '  83  '0,0s;  172  |  o, n  |  896  o, 8 8  2356,  2,31
Tabelle  i  (Fortsetzung).

522  I  0,51

Versicherungs ­
 ­


Chron.  Herzkrankheiten ­


2-3
4—6
7—10
it  —15
16—20
21—25
26—30  j
31  u.  darüber

12
41
8l
I30
iS
183
162
209

0,15
0,29
0,45
0,70
1,18
1,97
2,49
3,01
5,09

Unterleibsentzündung ­


/OO

20
53
48
65
74
68
45

0,25
0,37
0,27
0,35
0,45
0,61
0,61

4O  0,89
46  I  1,12

Chron.
Leberkrankheiten


7  1  0,09
26  0,18
55  !  0,31
80  0,43

Bright'sehe
Krankheit

82
95
78
55
69

0,50
0,86
1,08
1,22
1.68

2  0,02
I9  0,13
22  I  0,12
55  1  0,30
43  !  0,26
44  0,40
37  0,50
28  :  0,62
39  I  °&amp;gt;»5

Aeussere  |
Schäden  u.  J
Geschwüre  I

18.

Gehim-Schlagflus,


9
11
18
30
37
37
44
22
28

0,11
0,08
O.10
0,1  6
0,23
0,33
0,80
0,49
0,6  8

42
I  IO
180
286
380
410
399
302
483

0,52
0,77
1,00
1,54
2,33
3,71
5.43
6,7  2
I  1,77

Lungen-Schlagfluss


11
20
27
40
68
89
61
74
99

Sonstige
Krankheiten

0,14
0,14
0.15
0,22
0,42
0,80
0,83
1.65
2,41

59
167
302
370
528
497
428
334
369

0,74
1,17
1,68
1.99
3-21
4,19
5-82
7,43
8.99

Selbstmord

21
33
57
68
82
59
44

0,26
0,23
0,32.
0.37
0,50
0,53
0,60

21  0,47
IS  I  0,37

Verunglückung ­


24
35
37
47
51
36
25
21
14

0,30
0,25
0,21
0,25
0,31
0,33
0,34
0.47
0,34

Altersschwäche ­


ÏI

3
20
106
178
242
325
694

0.01
0,02
o,n
0,65
1,61
3,29
7-23
l6.»1

b.
Summe
(Sämmtliche
Todesursachen)

î!

523
1  337
2  089
2  806
3  345
3  193
2  814
2  263
3  146

6,52
9,36
I  1,65
I5,H
20,50
28,87
38,29
50-96
76,65

Summe  1  229  i, 20  4S9  0,45  j  547  °*54  !  289  |  o, 28

236  O  23  I  2  $92|2,54  II  489  0,48

3  o$4  2,99 !  400  0,39  1  290  0,28  i  569

1,54  !  21  $16  ¡21,07

Tabelle  2.
Sterblichkeit  nach  grösseren  Gruppen  von  Todesursachen  und  Altersklassen.

Altersklasse ­


15—25
26—30
31-35
36-40
41—45
46—30
51—55
$6—60
61—6$
66—70
71—75
76—80
81—85
86  —90

Es  standen
unter  Kisico:
Personen

8948
42  79 1
101  837,5
146  428
163  387,5
155  607
136  276
107  926
75  624
46479
23  694.5
9330
2  664
388

Infectionskrankheiten


Zahl  der
Sterbefälle ­


12
65
146
235
269
308
330
364
282.5
223.5
136.6
62,5
31
4

In  o„ 0
d.  Fers,
unter
Kisico

1,34
1,52
1.43
1,60
1,65
1,98
2,42
3,37
3,7*
4-81
5,76
6.70
I  1,64
10,31

Endzündl.
Krankheiten

Zahl  der
Sterbofällo


6
26
76,5
134
208.5
285.5
342
390-5
416.5
417.5
306
150.5
47

5-Chronische

Krankheiten
ausser  Lungenschwindsucht ­

Zahl  der
Sterbe-I
  fälle

0,67
0,6!
0,75
°,9  o
1,28
I  ,83
2.51
3-62
5.51
8,98
12,91
l6,13
17,64
2  I  ,91

IO
54
"5
190
293
411
488.5
597
542.5
317
134.5
35,5
5

0.11
0,23
0,53
0,79
1,16
1.88
3-01
4,53
7,89
I  I  ,67
13-38
14,42
13,33
12,89

Lungenschwindsucht ­


Zahl  der
Sterbefälle ­


23,5
IOI
213
320
386
383
337.5
290
261.5
132.5
42

2,63
2,36
2,09
2,19
2,36
2,46
2,48
2,69
3-4«
2,8  5

0,97

Uebrige
Krankheiten

Zahl  der
Sterbefälle


U
59
194.5
419
593.5
858
i  110
i  448,5
i  509,5
i  573
i  373
871.5
414
99,5

1,45
1,38
1,91
2,86
3-63
5,51
8,15
13,42
19,86
33,64
57,95
93-41
155-41
256.44

8.
Zusammen  oder
Sterblichkeit  im
Allgemeinen

Zahl  der
Sterbefälle ­


55,5
261
684
i  223
1  647
2  127,5
2  530,8
2  981,5
3067
2  889
2  174,5
i  228
530,5
117

6,20
6,10
6,72
8,35
10,08
13,66
l8,42
27,92
40.56
62,16
91,77
131,62
199,14
3OI.55

Allg.  Sterblichkeit
nach  den  direc-t  gegebenen ­
  genaueren
Zahlen

Zahl  der
Sterbofälle


53
262
689
I  226
1  649
2  IO9
2  536
2  988
3  064
2  900
2  178
i  229
516
117

5-92
6,12
6,77
8,37
IO,09
I  3-55
l8,61
27,69
40,52
62,39
91,92
131,73
193,69
301,55

ill

23.3
28.5
33,2
38,1
43.0
48.0
52.9
57.9
62.8
67.8
72,7
77.6  )
82.4
8?,ol

78,9

Sämmtl.
Alter

I  021  380,5  I  2  469

2,41

2815  2,70  3  I94  j  3,13  2502  2,45

10  536

10,32  I  21516

21,07  I  21  516  :  21,07
        <pb n="92" />
        m

86

V.  Th  eil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

Tabelle  3.
Lebende  unter  Risieo  in  verschiedenen  Altersklassen  und  Versicherungsperioden
und  zugehörige  Durchschnittsalter.

Altersklasse ­


Versicherungsjahre

2—3  4—6  7—10  II—15  !  16—20  I  21—25  26—30  31—33  36—40  4  In.  darüber!

Im  Ganzen

23,:
4  052
28.4
13  401
33,o
18  802
37-9
17  020
42-8
11  582.8
47-m
7  063
52,8
4  045
57-8
2  503
62.4
400
66.4
31.5

76—90

23-3
3  427.5
28.4
17  102.5  :
33u  !
32  472.5
37,9
32  124,5  I
42,8  i
24  480
47-9
15  488
52.7  :
10  281.5
^  57-s
5  525,5
62.0  I
1  738.5
66.8  !
178

23-3
1  212.5
28.7
0  004.5
33-»
32  152
38,0
42  002
42.9
37  200
47.8
24  802.5
52.9
10  803
57.8
0  020
62.8
4  720
67,3
073
71,2
30

37  820,5
43-0
43  370
47.8
30  000
52.8
23  133
57-8
15  400,5
62,7
8  201
67,3
3  184
72.1
373,5
76,0
3

15  743
43,i
34  540
48  0
38  015.5
52.8
30  080,5
57.8
10  511
62.8
12  402,5
67,7
0  423.5
72,3
2  060  5
76.9
103

39-0
1  017
43;3
10  800  5
48.1
24  108,5
53,o
27  101
57.8
21  175
62.8
13  005
67.7
7  722
72.7
3  042  5
77.2
054,5
81.7
01

43.8
00.5
49.0
850
53,  s
5  328
58.1
11  528
62.9
12  030,5
67.8
8  457
72,7
4  250,5
77-8
1  707,5
82.4
570,5
86.9
71.5

48.9
43
53.9
507
58.5
3  381
63.1
7  071,5
67.9
0  008
72,7
4  357
77.6
1  838
82,4
585,5
87.2
103,,

76,9
103

77,5
1  015,5

78,3
1  040,5

79,o
2  418,5

79,i
2  527

53.9
30
58.9
325
63.5
1  832,5
68,1
3  705
72.8
3  254.5
77.6
1  720
82,5
010
86.9
00,5

79,2
2  435,5

58.8
17
64.0
131.5
68,5
803
73.1
1  000,5
77.8
1  222,5
82.9
510
87,0
104.5

23.3
8  048
28,5
42  701
33-2
101  837,5
38,1
140  428
43.0
103  387,5
48.0
155007
52.9
130  270
57-9
107  020
62.8
75  624
67.8
40  470
72,T
23  004.  ,
77-6
0  330
82.4
2  004
87.0
388

1  843"

78,
12  382

einfache  Multiplication  der  ohne  Rücksicht  auf  die  Versicherungsdauer ­
  gefundenen  Sterblichkeitsverhältnisse  mit  den  Zahlen  der
Lebenden  der  verschiedenen  Versicherungsperioden.  Eine  solche
Uebereinstimmung  der  Altersbesetzung  oder  der  Durchschnittsalter ­
  findet  indessen,  wie  uns  die  Tabelle  3  selbst  zeigt,  nicht
statt,  und  es  mussten  daher  die  Sterblichkeitspromillesätze  der
Tabelle  2  zuvörderst  einer  Interpolation  unterworfen  werden,
bevor  sie  mit  den  Lebenden  unter  Risieo  der  Tabelle  3  in
Verbindung  gebracht  werden  konnten.  Diese  Interpolation
wurde  auf  graphischem  Wege  vollzogen  und  zwar  unter  der
Annahme,  dass  sich  sowohl  die  Promillesätze  der  Tabelle  2,
als  die  Lebenden  der  Tabelle  3  direct  auf  die  beigefügten
Durchschnittsalter  beziehen  liessen.
Das  folgende  Diagramm  giebt  einen  Tlieil  dieser  graphischen
Rechnung  in  verjüngtem  Maasstabe  wieder,  nämlich  denjenigen,
welcher  für  die  Todesursache  Lungenschwindsucht  ausgeführt
wurde.  Die  senkrechten  Linien  (Ordinaten),  welche  bei  den
Durchschnittsaltern  (der  Tabelle  2)  errichtet  sind,  entsprechen  den
zugehörigen  Promillesätzen  dieser  Todesursache,  sie  sind  durch
einen  stetigen  Zug  mit  einander  verbunden,  so  dass  man  durch
umgekehrte  Abmessung  der  Ordinaten  auch  für  jedes  andere
(zwischen-liegende)  Alter  den  zugehörigen  Sterblichkeitspromillesatz ­
  aus  dieser  Ursache  bestimmen  kann,  wie  durch  die  auf
der  Curve  angebrachten  punktirten  Striche  angedeutet  ist.
(Das  betreffende  Diagramm  siehe  Seite  87.)
Nachdem  auf  diese  Weise  für  die  Gruppen  »Infectionskrankheiten,
  Entzündliche  Krankheiten,  Chronische  Krankheiten
und  die  allgemeine  Sterblichkeit«  nach  Col.  (9)  der  Tabelle  2

die  Sterblichkeitspromillesätze  für  alle  die  in  Tabelle  3  vorkommenden ­
  Durchschnittsalter  ermittelt  waren,  ergab  sich  die
wahrscheinliche  Zahl  der  Sterbefälle  durch  Multiplication  der
bezüglichen  Sterblichkeitspromillesätze  mit  den  Lebenden  unter
Risieo  der  letztgenannten  Tabelle.  Beispielsweise  stellte  sich
die  Rechnung  für  die  Todesursache  »Lungenschwindsucht«  und
das  erste  Versicherungsjahr  folgendermaasen  (die  Zahlen  in  der
Rubrik  (3)  sind  eben  die  aus  der  Zeichnung  entnommenen,
den  wirklich  vorhandenen  Durchschnittsaltern  entsprechenden
Sterblichkeitssätze)  :
(3)

(O
Altersklasse. ­

15  —  25
26—3O
SI-35
36—4O
41—45
46—50
SI-55
56—60
61—65
66—70

(2)
Durchschnittsalter. ­


Sterblichkeit
pro  mille.

j/,9  %,16
42.8  2,35
47&amp;gt; 9  2,46
52.8  2,48
57’ s  2,68
62,4  3,45
66,4  3,17
Zahl  der  wahrsch.  Sterbefälle  für  das  1.  Vers.-Jahr  185,0
Die  somit  für  die  einzelnen  Versicherungsperioden  erlangten
Zahlen  der  wahrscheinlichen  Sterbefälle  wurden  alsdann  zusammengezogen ­
  und  mit  den  wirklich  beobachteten  Gesammtzahlen
  verglichen,  wobei  sich  folgende  Resultate  ergaben:

(4)
Lebende  unter
Risieo.
4052
134OI
18892
17026
I  1582,5
7663
4645
2563
409
3  Us

(5)
Product  aus  (3)
und  (4)  tfethoilt
durch  1000,  oder
wahrsch.  Zahl
der  Sterbefalle.
        <pb n="93" />
        Y.  Theil.  Statistik  der  Sterbliclikeitsverhiiltnisáe.

ST

Curve  der  Todesursache:  Lungenschwindsucht.

¿a
zri

5  6  7  8  950  I

19

SSSSBSSSSSi

«■■■■■■■■■■

::::::::::::

■u

SSIili

illHÜlHl

im  ■  unai  ■■■■■■

mgBBBBBMliii

iSSSSS

iülSSi

:::::::::::::::

::::::::::::::

I  !■■■■■«■■!

ffisasis

küssss;

MESS!

■laiBiiHi

f

©

Todesursachen.
Zahl  der  |
rechnimgsmHsigon  ;
Sterbefalle  f
Zahl  der  wirk-  1,
liehen  SterbefHllo  /
igs-  i
inäsigo  Zahl  ist  '
grösser  (+)  oder  Í

Infections-  Entzündliche  Chronische  Langen-Krankheiten.
  Krankheiten.  Krankheiten,  sehwinds.

Allgemeine
Sterblichkeit.

2467,0  28l5,8  3193,5  2501,5  21507,2
;  2469  2815  3194  2502  21516
Die  redlinings-  ;
1,8  -J-  0,8  0,5  0,5  —  8,8
kleiner  (—)  um
Die  Differenzen  sind  verhältnissmäsig  sehr  klein  ;  doch
schien  es  wünschenswert!),  dieselben  ganz  verschwinden  zu
lassen,  was  einfach  dadurch  geschah,  dass  dieselben  proportional
den  Zahlen  der  herausgerechneten  wahrscheinlichen  Sterbefälle
vertheilt  wurden.  Zum  Schluss  wurden  die  für  die  Gruppen
»Infectionskrankheiten  «  ,  »  Endzündliche  Krankheiten«,  »Chronische ­
  Krankheiten«  erlangten  Resultate  für  jede  einzelne  Versicherungsperiode ­
  addirt,  und  von  den  für  die  sämmtlichen
Todesursachen  erlangten  abgezogen,  wodurch  sich  auch  die
wahrscheinlichen  Sterbefälle  der  Gruppe  »  Uebrige  Todesursachen«, ­
  ergaben.
Die  Ergebnisse  der  vorstehend  skizzirten  Rechnungen  sind
in  den  nachfolgenden  Uebersichten  wiedergegeben.  Die  auf
die  allgemeine  Sterblichkeit  bezüglichen  Resultate  sind  auch  in
der  Tabelle  7  des  vorhergehenden  Kapitels  enthalten,  nur  dass
die  Zahlen  der  höheren  Versicherungsperioden  daselbst  so
corrigirt  worden  sind,  dass  sie  den  grösseren  Zahlen  der
Lebenden  unter  Risico,  welche  dort  in  Betracht  gezogen  sind
—  die  dort  benutzten  Zahlen  der  Lebenden  unter  Risico
erstrecken  sich  auch  auf  die  nach  dem  85.  Lebensjahr  Ausgeschiedenen ­
  —  genau  entsprechen.
(Tab.  4  u.  5  siebe  Seite  88.)

In  Tabelle  4  zeigen  die  Chronischen  Krankheiten  und  die
Lungenschwindsucht  einen  ganz  regelmäsigen  und  theilweise
auch  gleichen  Verlauf;  beide  Todesursachen  fangen  mit  etwa
ein  Drittel  des  Durchschnittssatzes  an  und  schliessen  mit  fast
dem  nämlichen  Satze  (114,3  und  114.7).  Während  aber  die
»Lungenschwindsucht«  bereits  nach  Ablauf  der  Periode  4  —  6
den  für  26  und  aufwärts  geltenden  Durchschnittssatz  ziemlich
erreicht  hat,  findet  bei  den  »chronischen  Krankheiten«  ein  anfänglich ­
  mäsigeres,  in  den  höheren  Versicherungsjahren  aber
dann  entsprechend  stärkeres  Steigen  statt,  so  dass  man  gezwungen ­
  ist,  anzunehmen,  dass  bei  der  ärztlichen  Prüfung  die
Disposition  zur  Lungenschwindsucht  oder  das  erste  Stadium
dieser  Krankheit  viel  häufiger  unentdeckt  geblieben  ist,  als  die
Disposition  oder  das  Vorhandensein  anderer  chronischen  Krankheiten. ­

  Die  Infectionskrankheiten  überhaupt  sowie  auch  der
Typhus  allein  zeigen  —  wenn  man  von  einigen  auffallenden
Unregelmäsigkeiten  absieht  —  einen  ganz  entgegengesetzten
Verlauf  wie  die  chronischen  Krankheiten,  indem  sie  nach  einer
kleinen  Depression  im  ersten  Versicherungsjahr,  wo  wegen  der
unmittelbar  passirten  Auswahl  auch  die  acuten  Krankheiten,
welche  nicht  von  einer  ganz  kurzen  Dauer  sind,  etwas  weniger
zur  Geltung  kommen  müssen,  nicht  zu-  sondern  abnehmen,
eine  Erscheinung,  die  sich  durch  die  Annahme  erklären  lässt,
dass  diese  Krankheiten  hauptsächlich  Personen  von  sonst  guter
Gesundheit  befallen,  oder  solche  Personen,  welche  nicht  schon
von  einer  anderen  (chronischen)  Krankheit  ergriffen  sind.  Die
»Entzündlichen  Krankheiten  «  weisen  —  abgesehen  von  den
wiederum  vorhandenen  Unregelmäsigkeiten  —  auf  ein  ziemlich
constantes,  von  der  Versicherungsdauer  also  unabhängiges  Verhältnis ­
  hin.  Bemerkenswerth  ist  es  übrigens,  dass  die  anscheinenden ­
  Unregelmäsigkeiten  (nicht  die  Promillesätze  selbst)
beim  Typhus  mit  denjenigen  der  Entzündlichen  Krankheiten
correspondiren,  was  fast  darauf  hinzudeuten  scheint,  dass  die
betreffenden  Störungen  nicht  ausschliesslich  durch  Zufall  entstanden ­
  sind.
In  Tabelle  5  sind  die  Lungenschwindsucht  und  die  übrigen
chronischen  Krankheiten  einer  nochmaligen,  aber  detaillirten
Untersuchung  unterzogen,  da  es  nach  den  Ergebnissen  des
vorhergehenden  Kapitels  von  besonderem  Interesse  erschien,
den  genaueren  Verlauf  dieser  Todesursachen,  namentlich  in
den  höheren  Versicherungsperioden,  zu  erfahren.  Das  Bild,
welches  uns  diese  Untersuchung  darbietet,  ist  nun  in  der  That
ein  überraschendes!  Bis  nach  Ablauf  der  mit  dem  20.  Jahr
abschliessenden  Versicherungsperiode  nehmen  die  Sterblichkeitsverhältnisse ­
  der  bezüglichen  Ursachen  einen  ganz  ähnlichen
Verlauf  wie  in  Tabelle  4,  von  da  ab  tritt  eine,  bei  der  Lungenschwindsucht ­
  etwa  bis  zum  31.,  bei  den  übrigen  chronischen
Krankheiten  etwa  bis  zum  36.  Lebensjahr  andauernde  Depression
ein,  und  vom  31.  resp.  36.  Jahre  ab,  wendet  sich  die  Curve
wiederum  und  zwar  sehr  rapid  aufwärts.  Die  ersten  zwei
Phasen  entsprechen  sehr  gut  dem  Verlauf  der  allgemeinen
Sterblichkeit,  sowie  den  Hypothesen,  welche  zur  Erklärung
desselben  bisher  aufgestellt  worden  sind  ;  dagegen  fehlt  lür  die
in  den  höchsten  Jahren  wieder  eintretende  beträchtliche  Steigerung ­
  einstweilen  jede  Erklärung,  wenn  man  nicht  gerade  annehmen ­
  will,  dass  sie  dem  Zufall  allein  zuzuschreiben  ist.
Letzteres  hat  aber  gegenüber  dem  Umstande,  dass  die  Steigerung ­
  sowohl  bei  der  speciell  herausgegriffenen  Lungenschwind-
        <pb n="94" />
        88

V.  Theil.  Statistik  der  Sterblichkeitsverhältnisse.

Tabelle  4.
Wahrscheinliche  und  wirkliche  Zahlen  der  Sterbeiälle  verschiedener  Gruppen  von  Todesursachen
in  verschiedenen  Stadien  der  Versicherung.

Infectionskrankheiten

Ueberhanpt

•  Zahl  lg  ,  _
der  Sterbofiillo¡-?-=  Z

I  ! IÜ

Typhus  allein

Zahl  r§—
der  Sterbefällo  -=  -r  5
I

Endzündl.  Kränkln

Zahl
der  Sterbefalle

11.1

Zahl
der  Sterbofalle

Chron.  Krankheiten
ausser  Lungenschwindsucht ­


Lungenschwindsucht ­


Zahl
der  Sterbe  fülle

111

Uebrige  Krankheiten

Zahl
der  Sterbefällo

ÜÍ

Allgem.  Sterblichkeit
(Sämmtl.  Todesursachen)

Zahl  §  I
der  Sterbefällo  •  “

m
s|1

I
2—3
4—  6
7—15
16—25
26  und
aufw.

135«  153
249.ii  ;  284  ;
334.1  848
777,775  !
573-"  5113
397.8  321

II2, 7
113-6
102.-99.7

103.3
80.7

93,8
170.7
224.4
501.7
346.8
218.6

102  108,7
201  117,7
215  95,8
511  101,9
357  102,9
HO  77,8

92,%
181.0
270.1
793.1
774,6

87
185
260
793
804

1  94,4
102,2
96,3
IOO,0
103,8

704,,,  686  !  97.4

83,1  28  ;  33,7
173.3  122  70,4
280,0  *245  :  87,5
910,61  884  ;  97,1
939.7  992  105,6
807.3  923  114.3

185,0
329,5!
420.4
861,3;
485,2!
220.6  !

56
247
432
964
550
253

30.3
75,o
102.8
111.9
113,4
114,7

271,5
546.9
846,2
2  669.9
2  956,3
3  245-2

199
499
809
2  735
3  068
3  226

73.3
9  L2
95-e
102,4
103,8
99.4

767,4
1  481,2
2  I5L8
6  011,6
5  733-4
5  370,8

523
1  337
2  089
6  151
6  007
5  409

68,%
90,3
97,t
102,3
104,81
100.7

Summe

i—6
7  und
aufwärts

2469  2469

7I9-8
1749,2

780
1689

100,0  1556

I006  100,0

2815  2815  100,0

3194  3194  100,0

2502  2  502  100,0

10536  10  536  100,0

21516  21  516  100,0

108,1
96,6

488,9
1067,1

518
1038

106,0
97,3

543,3
2271,7

532
2283

97,c
100,5

536,4
2657.6

395
2799

73,6
105,3

934,9
1567,1

735  78.6
1  767  1112,8

i  664,6
8  871.4

1  507
9  029

90,5
101,8

4  400,2  3  949  89,7
17  115,8  17  567  102.6

Tabelle  5.
Wahrscheinliche  und  wirkliche  Zahlen  der  .Sterbefälle  an  chronischen  Krankheiten  etc.
in  verschiedenen  Stadien  der  Versicherung.

tp
3  m

Chronische  Krankheiten
excl.  Lungenschwindsucht

Zahl  der  Sterbefällo

m

2Í1

Lungenschwindsucht

Zahl  der  Sterbefällo

II

Chronische  Krankheiten
inch  Lungenschwindsucht

Zahl  der  Sterbefalle

m
Hl

Uebrige  Todesursachen

Zahl  der  Sterbefälle

Allgemeine  Sterblichkeit
(Sttmmltiche  Todesursachen)

Zahl  der  Sterbefällo

1

2—3
4—6
7—10
II—15
16—20
21  25
26—30
3I—35
36—40
41  und
darüber

83,1
173.3
280,0
400.2
510.4
494.3
445.4
357.4
251.4
140,2
58,3

28
122
245
388
496
532
460
383
257
188
95

33,7
70.4
87.5
97,o
97-2
107,6
103,3
107.2
102.2
i34,i
163  0

185.0
329,5
420,4
450.0
411.3
288.3
196,9
122.3
65,3
33,o

56
247
432
501
463
339
211
132
78
43

30,3
75,o
102.3
111.3
112.6
117.6
107.2
107,9
119.4
130.3

268.1
502.8
700,4
850.2
921,7
782.6
642.3
479.7
316.7
166,1
65,4

84
369
677
889
959
871
671
515
335
223
103

31.3
73.4
96,7
104,6
104,0
111.3
io 4,5
107.4
105,8
134,3
157.5

499,5
977,8
i  450,4
1  9i7,i
2323,4
2  240.4
2  064,4
i  738,7
i  3:7,3
846.0
445.0

439
968
1  412
1917
2  386
2  322
2  143
1  748
1  256
814
415

87.0
99.0
97,4
100,0
102.7
103,6
103.8
100,5
95,3
9 6 .2
93.3

767,4
1  481,2
2  151,6
2  766,9
3  244.7
3  024,5
2  708,9
2  219,0
i  633,4
i  010,2
508,2

523
1  337
2  089
2  806
3  345
3  193
2  814
2  263
1  591
1  037
518

68.2
90.3
97-1
101,4
103,1
105.6
103.9
102,0
97.4
102.7
101.9

Summe

3194

3  194

21516  21516  100,0

sucht,  als  auch  bei  den  übrigen  chronischen  Krankheiten  vorhanden ­
  ist,  und  sowohl  hier  wie  dort  einen  regelmäsigen
Verlauf  nimmt,  offenbar  wenig  Wahrscheinlichkeit  für  sich.
Die  in  Rede  stehende  Anomalie  wird  übrigens  um  so  auffallender, ­
  als  die  »Uebrigen  Todesursachen«  —  abgesehen  von
einer  einzigen  Unregelmäsigkeit  —  vom  26.  Jahre  ab  eine
dauernde  Abnahme  zeigen,  so  dass  es  fast  den  Anschein  hat,
als  ob  die  »schlechten  Risicen,  welche  allmählich  aus  der  Gesellschaft ­
  wegsterben  und  dadurch  indirect  die  Sterblichkeit
verbessern  «,  vielmehr  von  solchen  Krankheiten  ergriffen  sind
oder  ergriffen  werden,  welche  unter  den  »Uebrigen  Todesursachen« ­
  zusammengefasst  sind,  als  von  den  hier  speciell  unter

»  Chronischen  Krankheiten  «  verstandenen  und  aufgeführten
Krankheitsformen.  —  Nicht  ohne  Interesse  dürfte  schliesslich
die  Bemerkung  sein,  dass  die  in  der  allgemeinen  Sterblichkeit,
sowohl  in  der  Gesellschaft  überhaupt,  als  in  den  einzelnen
Summenklassen,  beobachtete  Depression  in  der  Versicherungsperiode ­
  31  —  35  auch  in  den  zwei  Gruppen  »Chronische  Krankheiten ­
  überhaupt«  und  »Uebrige  Todesursachen«  vorhanden  ist.
Vielleicht  giebt  gerade  diese  in  allen  unseren  bezüglichen
Reobaehtungen  sich  geltend  machende  Depression  einen  Fingerzeig ­
  dafür,  wo  die  wahren  Ursachen  zu  suchen  sind,  welche
den  Verlauf  der  allgemeinen  Sterblichkeit  mit  der  Versicherungsdauer ­
  so  eigenthümlich  gestalten.
        <pb n="95" />
        I.  Anmeldungen,  Abweisungen  und  perfect  gewordene  Versicherungen.

Geschäftsjahr ­


1.  Anmeldungen

11.  Abweisungen

111.  Perfect  gewordene  Versicherungen

Im  Verhältnis  zu  den  Anmeldungen ­
  betragen
dio  die  perfect  ge-Abwoisungen
  word.  Versichern.

Anträge

Durchschnitt!. ­

.  W '
Antrag

Anträge

Summen

Jf.

Durchschnittl.

pr.
Antrag
„H.

Anträge

Personen

Durchschnitt! ­

pr.
Antrag

Durchschnitt!. ­

pr.
Person

Anträge
°/o

Summen ­


Anträge

Summen ­


1829
1830
1831
1832
1833
1834
1835
1836
1837
1838

1581
607
1491
1574
1351
1218
1318
1635
1581
1555

8,239800
3,365100
7,504200
7,540500
5,925900
5,249400
5,633700
7,171200
7,306800
6,674700

5212
5544
5033
4791
4386
43:o
4274
4386
4622
4292

66
22
56
157
123
181
170
227
232
204

454800
131700
290100
883800
656100
866600
795600
1,146900
1,136700
952500

6891
5986
5180
5629
5334
4788
4680
5052
4899
4669

1366
572
1388
1304
1182
1002
1125
1392
1309
1330

1285
504
1244
1165
1041
902
989
1213
1151
1154

7,137600
3,i34ioo
7,045200
6,504300
5,214300
4,2735oo
4,732800
5,7975oo
5,658600
5,663700

5225
5479
5076
4988
4411
4265
4207
4165
4323
4258

5554  :
6218  I
5663
5583
5009
4738
4785
4779
4916
4908  !

4,17
3,«2
3,78
9,»7
9,10
14.88
12,90
13.88
1  4,87
1 3,i  2

5,52
3&amp;gt;»1
3,88
I  1,72
I  1,07
l6,51
14,14
15,99
15,56
14,27

86,40
94,23
93,08
82,8*
87,49
82,27
85,33
85,14
82,79
85,53

86,83
93,13
93,88
86,26
87,99
81.41
84,01
80,86
77.41
84,85

1829  38

1839
1840
1841
1842
1843
1844
1845
1846
1847
,848

13911

64,6113c  o

4645  1438

7,314800

5087

11970

10648

1419
1485
1414
1352
1503
1493
1412
1484
1706
1151

6,429000
5,828400
6,006300
5,819400
6,247800
6.305100
6,138000
5,883900
7,275600
5,370600

4531
3925
4248
4304
4157
4222
4347
3965
4265
4666

220
224
197
191
271
209
221
181
258
172

1,185000
1,026300
988800
1,035300
1,254900
955800
1,123300
884400
1,407300
9:5300

5386
4582
5019
54:o
4631
4569
5083
4886
5455
5321

1186
1246
1166
1161
1228
1281
1189
1293
1449
995

1024
1089
983
1013
1049
1073
1018
1096
1235
824

55,161600

4609

5180  10,34  1  1,32  86

,05

5,2296oO
4,705200
4,8l4400
4,784100
4,975:00
5,242500
4,940400
4,945500
5,844600
4-594500

44O9
3776
4I29
4I2I
4O5I
4O92
4I55
3825
4O33
4617

5:07
432I
4898
4723
4743
4886
4853
4512
4732
5576

15,50
:5,0s
13.93
14,13
18,03
14,00
15,60
12,20
15,12
14.94

18,43
17,61
16,4«
17,79
20,08
15,16
l8,30
15.03
19,34
17.04

83,58
83,90
82,46
85,13
8l,70
85,80
84,21
874a
84,94
86,45

85,3

81,34
80,73
80.15
82,21
79,63
83.15
80,49
84,05
80,33
85,55

1839  48

I44I9

61,304100  4252

1849
1850
1851
1852
1853
1854
1855
1856
1857
IS58

1377
1537
1667
1868
1804
1534
1699
1910
1913
1901

5,839500
6,414000
7,107600
8,014800
7,730700
6,722100
7,398900
8,306400
9,271200
8,814600

4241
4173
4264
4290
4285
4382
4355
4349
4846
4637

2144

185
190
194
189
235
202
271
297
268
293

10,776400  ;  5026

886200
844800
922500
851700
1,173300
949200
1,183800
1,709100
1,348500
1,679400

4790
4446
4755
4507
4993  I
4699
4368
5754
5032
5732

12194

10404

50,076000

4107

4813

14,87  17,58

II76
I347
I475
I659
I557
I295
I4O5
I60O
I62O
IS?«

IOII
1138
1262
1423
1324
1073
1156
1314
1363
13:6

4,889400
5,581500
6,056400
6,979800
6,461700
5,567700
6,097800
6,549300
7,735500
6,957900

4:58
4:44
4106
4146
4150
4299
4340
4093
4775
4409

4836
4905
4799
4905
4880
5208
5707
4984
5675
5287

:3,3a
12,36
I  1,64
10,12
U,«*
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15,95
:5,55
14,01
15,41

1 5.17
13.17  I
12,98
10,63
:5,1s
14,12
l6,00
20,57
14,54
19,05

84,

85,40
87,64
88,46
88,61
86,,i
84.42
82,70
83,77
84,68
83,01

81,6

83,73
87,02
85,21
87,09
83,5s
82,63
82,41
78,85
83,43
78,94

1849  58

I72IO

75,619800

4394

2324

11,548500

4969

14712

12380

62,877000

4274

5079

13,50  i  15,27

85,4

1859
1860
1861
1862
1863
1864
1865
1866
1867
1868

1925
2057
2027
2230
2360
2813
3647
2921
3088
3960

9,:5930o
9,960600
9,988200
11,716800
13,486500
15,567000
i9,3947oo
17,085300
17,371500
21,003900

4758
4842
4927
5254
5715
5534
5318
5849
5625
5304

285
334
358
387
342
401
531
381
390
473

1,415100
1,659300
1,997700
2,221800
2,264100
2,171700
2,921700
2,088300
2,366100
2,914800

4965
4968
5580
5741
6620
5416
5502
5481
6067
6162

1625
1690
1650
1848
2000
2359
3IOO
2498
269O
3426

I352
I437
I364
1 559
1683
2010
2717
2176
2377
3084

7,620900
8  096100
7,810500
9.537300
11,146800
13,060200
16,410300
14,445300
15,158100
17,655600

4690
4790
4733
5161
5573
5536
5294
5783
5635
5:53

5637
5634
5726
6117
6623
6498
60^0
6638
6377
5725

14,80
16,23
17,66
17,35
14,40
14,22
14,56
13,04
12,63
I  1,94

15,45
16,66
20,00
I  8,96
l6,79
13,95
15,06
12,22
13,62
13,88

84,42
82,16
8l,40
82,87
84,74
83,86
85.00
85,52
87,11
86,51

83,1

83,2c
8l,28
78,2«
8l,40
82,63
83,89
84,61
84,55
87,26
84,00

1859  68

27028

:44,7338co

5355

3882

22,020600  5672

1869
1870
1871
1872
1873
1874
1875
1876
1877
1878

4254
3:78
3908
4692
4475
4521
4610
4928
4752
4946

23,624700
18,328200
22,659000
29,186700
28,281600
29,125800
32,684600
34,137000
35,326700
35,648950

5553
5772
5798
6220
6320
6442
7090
6927
7434
7208

5:8
454
429
542
612
535
59°
621
583
639

3,162600
2,809500
2,747400
3,459000
4,587900
3,792900
4,3447oo
4,4972co
4,606200
5,123600

6105
6188
6404
6382
7495
7089
7364
7242
7901
8018

22886

19759

3652
2718
3387
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3855
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3981
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4110
4271

3183
2373
2958
3511
323:
3387
3349
3555
3442
3601

120,941100

5284

612I  jj  14,36

19,863300
I5,400800
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28,814400
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30,169200

5439
5666
5714
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6082
6321
6953
6785
7316
7064

6240
6490
6543
7073
7257
7369
8265
8105
8736
8378

12,18
:4,2S
10,98
I  1,55
13,70
I  1,83
12,80
12,60
12,27
12,92

15,21

13,39
15,33
12,12
I  1,85
l6,22
13,02
13,29
13,17
13,04
14,37

84,6

85,85
85.52
86,67
86,23
86.15
87,32
86,35
86,18
86,49
86,35

83,a

84,0s
84,03
85,41
85,0s
82,91
85,99

84,41
85,12
84,63

1869  78

44264

289,003250  6529

5523

39,131000  7085

38215

'32590  !  244,590900

6400

7505  !  12,48

13,54

86.

84,6

1829  78  :  116832

635,272250  !  5437

90,791300  5930

99977

85781

533,646600

5338  !  6221

13,11  I  14,29  |

85,

84,0
        <pb n="96" />
        Il  Arten  der  Versicherungen.
(Bestand  am  Ende  eines  jeden  Jahres.)

Jahre

Kurze
Versicherungen

Versicherungen
auf
Lebenszeit

Ueberlebensversicherungen


Abgekürzte
Versicherungen

Zusammen

Personen

Summen

JL

Personen

Summen

JL

Personen

Summen
Jt

Personen

Summen
Jk

Personen

Summen

M.

1829
1830
1831
1832
1833
1834
1835
1836
1837
1838

46
61
320
310
355
177
225
249
241
240

296100
435600
2,183400
2,140500
1,900200
1,714200
1,761900
1,528200
1,408500
1,403400

1227
1686
2598
3506
4336
5195
5895
6804
7666
8539

6,796200
9,609300
14,374800
19,143600
23,303400
26,427000
29,709000
34,043100
38,270400
42,281100

1273
1747
2918
3816
4691
5372
6120
7053
7907
8779

7,092300
10,014900
16,558200
21,284100
25,203600
28,141200
31,470900
35,57i3oo
39,678900
43,684500

1839
1840
1841
1842
1843
1844
1845
1846
1847
1848

241
285
247
239
242
236
230
228
220
214

1,455900
1,405800
1,414800
1,390800
1,486800
1,470300
1,377000
1,350300
1,323600
1,320000

9240
9947
10605
11224
11850
12530
13:29
13772
14464
14678

45,689400
48,534900
51,490800
54,125100
56,718900
59,969400
62,817900
65,465100
68,556900
69,970200

6
14
19
23
26
30
32
35

12000
26100
80400
97500
108000
125400
134100
161400
194100

17
46
65
77
83
96
112
109

76500
206100
299700
354900
390300
443100
575700
549300

9481
10234
10875
1:523
12176
12866
13468
14126
14828
15036

47,i453oo
49,9527oo
53,008200
55,802400
58,602900
61,902600
64,710600
67,392600
70,617600
72,033600

1849
1850
1851
1852
1 853
1854
1855
1856
1857
1858

1859
1860
1861
1862
1863
1864
1865
1866
1867
1868

1869
1870
1871
1872
1873
1874
1875
1876
1877
1878

208
214
206
203
203
206
201
184
167
149

145
129
121
120
99
96
83
74
62

60
60
65
66
66
59
43
32
21
15

1,224600
1,207200
1,223400
i,  118100
1,044300
935100
889500
810600
734100
719700

15:05
15695
16463
:73i3
18023
18437
18929
19662
20395
21017

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74447400
77,955300
81,987300
85,340700
87,715800
90,623400
94,048200
98,328900
101,446800

40
40
45
53
51
50
49
50
57
63

194700
190500
206700
235500
231000
221100
231600
238800
324000
331800

118
133
141
146
150
i%5
184
202
222
241

582900
667500
721500
744300
729600
811800
921600
1,080600
1,257900
1,326300

755700
705300
661200
604500
482400
508800
465000
466500
440100
339600

21640
22404
23023
23907
24826
26032
27853
28886
30242
3:900

105,174900
109,642800
i:3,5275oo
119,582400
126,379800
135,090000
146,466900
154,474200
163,844700
174,586500

335:oo
298200
345900
363600
365400
355200
229500
180900
133800
90000

3371  :
34759
36124
38160
39820
4:491
42998
44577
45942
47325

187,188900
:94,90340o
205,579200
221,798100
229,791300
250,080000
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281,285200
296,932300
311,070700

72
75
73
75
77
75
78
82
83
89

345000
355800
350700
376200
39:500
386700
397800
467700
394800
429000

106
112
132
168
195
235
276
309
330
338

499200
577200
803400
936600
1,032000
1,268400
i,5356oo
1,816300
1,984000
2,066500

252
284
320
338
379
406
469
512
630
1057

1,377900
1,551000
1,842300
1,960500
2,286000
2,5755oo
3,i473oo
3,634800
4,615800
6,010800

15471
16082
16855
i77:5
18427
18858
19363
20098
20841
2:470

73857300
76,512600
80,106900
84,085200
87,3456oo
89,683800
92,666100
96,178200
:00,64490o
103,824600

22109
22892
23537
24440
2538:
26609
28493
29563
31029
33:o8

1296
1461
1760
2066
2441
2859
3286
3789
4354
4990

7,233300
8,426400
9,827700
12,:3590o
20,801100
17,421900
20,367200
24,269300
28,961700
33,892100

35:73
36392
38081
40460
42522
44644
46603
48707
50647
52668

107,653500
112,254900
116,381700
122,523600
129,539700
:38,56100o
150,477000
159  043200
169,295400
181,365900

195,256500
204,205200
216,556200
235,234200
251,989800
269,125500
288,259400
307,551700
328,011800
347,119300
        <pb n="97" />
        !

Geschlecht  der  Versicherten

(Bestand  am  Ende  eines  jeden  Jahres.

Durchschnitts
Summe

Zusammen

Weiblich

Männlich

Jahre

W  eiblich

Männlich

Summe

Personen

Summe

Personen

Personen

Summe

.  K

5603
5768
5692
559 6
5404
5263
5175
5069
5045
5000

5055
5474
5384
5293
4944
4915
4712
4698
4657
4649

369000
596700
915300
1,233300
1,59690°
1,848000
2,016600
2,325600
2,552100
2.756700

7,092300
10,044900
16,558200
21,284100
25,203600
28,141200
31,470900
35,571300
39,678900
43,684500

1273
1747
2918
3816
4691
5372
6120
7053
7907
8779

1829
1830
1831
1832
1833
1834
1835
1836
1837
1838

6,723300
9,448200
15,642900
20,050800
23,606700
26,293200
29,454300
33,245700
37,126800
40,927800

1200

1638
2748
3583
4368
4996
5692
6558
7359
8186

109

170

233

323

376

428

495

548

593

4520
4455
4483
4447
4410
4297
4216
4210
4132
4153

5007
4913
4903
4872
4842
4849
4847
4811
4808
4838

9481
10234
10875
11523
12176
12866
13468
14126
14828
15036

47,145300
49,952700
53,008200
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58,602900
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1840
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1843
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1847
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1001

1031

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1858

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20251

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1073

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1118

4154

1150

4141

1171

4152

1174

4175

1171

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1196

1213

4173

1219

4864
4948
499°
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5552

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1859
1860
1861
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1867
1868

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1870
1871
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1878

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1835

1911

2021

2067

2151

2225

23:3

2369

2456
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        IV.  Alter  der  Versicherten  %ür  Zeit  der  Aufnahme

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1830
1831
1832
1833
1834
1835
1836
1837
1838

i  I  .
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1829/38,  6

1839
1840
1841
1842
1843
1844
1845
1846
1847
1848

1839  48  j  5

1849
1850
1851
1852
1853
1854
1855
1856
1857
1858

1849.58  3

1859
1860
1861
1862
1863
1864
1865
1866
1867
1868

185968;  il  10

1869
1870
1871
1872
1873
1874
1875
1876
1877
1878

13

2
6

2

26

7
5
2
6
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14
1 2  ¡
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15
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15
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il
18

39  54  79  125  139  204  258

59

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1
2
4
4
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2
8
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114

20
15
33
26
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27
30
24
18
39

30  43
44¡  49
37  42
33  48

38
17
52
39
32
38
40

38:
4
47
43
39;
44

50  58
47  53
40  38

49
20
58
43
44
43
47
¿2
44
58

30
10
59
57
39
40
51

39  46
28  25}

55
41

72
42

49  48
45  43

48  63
50  68
52  49

40  40;
53

51
5*1

161

33'  397,  3931  437  468  436  477  471

35  34
28  45
33  42
36  35
33¡  48
35
47
49
49
35

2061  249

292I  355

25  42

56
52
32
30
50
43
25

32  43
46  40
40  39
42  43
47  34
43  43
36  35
56  42

5°
47:

34  45  46  42
40  54  50  48
39  37  37  54
39  41  54  44
43  48  43

419  439i  416  401

48  63
50  42
33  44
43  65

55
45
5°;
59,
54

26  34  29

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28

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46

68  56  54

25

35

3  5

30  33
6  15

33

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40

43

47

49

524

18  29

1830

24  22

1285

24  18
26  17

28

68  50;  41

46

54

5  5

44

1142

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26

24

36

35

22

47  4:

40

29

37

47

55

33

106

24  18

38

36

26

26  26

20

30

47  37

34

40

j  j

922

18:

28

37  41

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29

34  31

54

993

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22

25

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20

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40

1235

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26

36

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30

29

49

34

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18  20
12  29

26

35

37

35

1167

28

26

69

34

47

34

40  41

5"

29  18

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1022

18  14
13  16

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38

26

38

28

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29

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1083

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28

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20

47  44

42

43

979

841

38

36

24

24

24

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27

20

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29

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39  41
48  44

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25

20

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23

30

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34

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26

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29

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24

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23

25

22

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34

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45

47
48
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45
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138  140  148  140
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171  167  147  155
174:  191  182  148
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183  172'  192  195
184  188  168  147
181  181  174  180

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1851

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42  41
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1856

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1857

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1864

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28

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42

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2928
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3206
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3525
3410
3576

32301

85321
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        V.  Alter  der  versicherten  Männer  zur  Zeit  der  Aufnahme.

.Jahre

1829
1830
1831
1832
1833
1834
1835
1836
1837
1838

1829/38  !  2

1839
1840
1841
1842
1843
1844
1845
1846
1847
1848

1839  48

1849
1850
1851
1852
1853
1854
1855
1856
1857
1858

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2

1849/58  2

1 859
1860
1861
1862
1863
1864
1865
1866
1867
1868

2
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3

17

32

42

1859/68

13  17

1869
1870
1871
1872
1873
1874
1875
1876
1877
1878

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1829  78

27

30

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35

47

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17
13
26
23
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61

35

56

61

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19
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24
30
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23
13
46
39
28
23
29
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36
33

19
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34
35
32
39
47
41
46

37
17
51
35
31
38
37
46
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15
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30
22
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24
22
20
40
24

32
35
30
35
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41
40
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27
32
35
32
42
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43
35
34

45
39
35
45
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48
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38
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1829
1830
1831
1832
1833
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1835
1836
1837
1838

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30

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46  45  49
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33  30  45
46  32
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17
42
29
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27

31
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19
15
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10
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3381

30688

*829  78  I2465  2302  2025  1921  1624  1532!  1447  H37  1299  1072  947  I  811  :  732  j  661  j  574  483  422  |  409  !  339  '  I2 7  9°  53  49  4°  18  10

80368
        <pb n="100" />
        —

VI.  Alter  der  versicherten  Fraue^ Ur  ( ^ el  Aufnahme.

Summa

Jahre

Jul

irc

78

1829
1830
1831
1832
1833
1834
1835
1836
1837
1838

1829

1830

1831

90

1832

103

1833

78

1834

66

iS:;

18:6

18 37
1838

780

2  '  2

26

26

1829/38

, « 2 9 , 38  ;  19

12  18

2"

29

2  2

23

21  22

IO3

1839
1840
1841
1842
1843
1844
1845
1846
1847
1848

'839
1840
1841
1842
1843
1844
1845
1846
1847
1848

65

i

82

87

i

83

89

823

3  1  4  2  2

28

1839  48

23  i  20

'83948  25

24

24

35

22

26

22

24

24

69

1849
1850
1851
1852
1853
1854
1855
1856
1857
1858

1849
1850
1851

60

78

84

iS;2

'853
1854
18 55
1856
1857
1858

60

5"

688

1849  58

23  i  20  ;  19

24

34

20

20

49  58  19

i  i

24  I4  !  24

I9  I9

I7  l8

20

15  29

1859
1860
1861
1862
1863
1864
1865
i860
1867
1868

1859
1860
1861
1862
1863
1864
1865
1866
1867
1868

74

90

149

121

2  !

144

162

20  !  16  20

IO49

1859  68

31  46

28

'859  68  ;  29

26  35

20

34

29  29

10

32

12  17

32  22

33

35

34

29

35  51

33

20

172

1869
1870
1871
1872
1873
1874
1875
1876
1877
1S78

1869
1870
1871
1872
'873
1874
*875
1876
1877
1878

123

4  I

147

176

127

i

I

167

10S

I

10

'75

4

163

195

1613

36  22

38

'869  78

'869/78  3  5  5

3  3  z

45

29

32

39

39  32  i  3 1

56  37  48  45  61

40  40  40

22

34

32

55

60

48  42  35  41

64  69

49

10  7  3  5

130  I  165  I  140  131  i  il  121  112  108  i  93  78  98  ¡  72

28

4953

'829  78

1829  78  II  12  10

136

127  128

28

126  121  146

46

67

82

87  ¡100  91  i  112  !  117  147  133  152  i  161  144  149

45

133

144  136  131  147  '64

'45
        <pb n="101" />
        Vil

Jahre

1829
1830
1831
1832
1833
1834
1835
1836
1837
1838

1829  38
1839
1840
1841
1842
1843
1844
1845
1846
1847
1848

183948
1849
1850
1851
1852
1853
1854
1855
1856
1857
1858

1849  58
1859
1860
1861
1862
1863
1864
1865
1866
1867
1868

1859  68
1869
1870
1871
1872
1873
1874
1875
1876
1877
1878

Beruf  und  Geschlecht  der  Versicherten  zur  Zei  des  Beitritts  in  den  50  Jahren  von  1829  —  1878.

1869  78

1829  78

I.  Klasse.
Ohne  Beruf

8
5
5
13
3
12

78
38;
74  !
GO
IOI
77
64
98
75:
771

84
38
76
98
106
77
69
111
78
89

54  772;  826

64  í  790I

102
77
68
83
90
86
90
89
90
79

69
56
76
78
76!  !
581
54'!
75;
75
48

854
73
60
81
83
83
62
60
79
84
49

49  665  714

6
4
9
11
9

6 9
;
a

10  148
13  119
17  I  142
*3  158

72
73
75
81
97
95
158
132
159
171

95  ioi8,|  1113

16

168
114
140
:  167
125
160
162
158
155
:  182

184
125
153
186
1 57
188
201
205
203
243

314  1531  1845

576  ¡4776]  5352

II.  Klasse.
Staats-,  Kirchen-Schul-&amp;amp;Gemeinde-



60S;  .
258  .
635s  •
538;  .
458  i
445  •
475  i
569  .
585  •
571  -

608
258
635
S3«
459
445
476
569
585
571

5142
423I
5°°l
418
448
463
471
455
497
527
327

5144
423
500
419
448
463
471
455
497
527
327

4529  »  4530

404  .
514  •
555  i
640
601
455
523
542
524
536

404
514
556
640
601
456
524
542
524
537

5294  4  5298

494
571
509
581
575
697
883
770
740  i
947  i

494
571
512
582
575
697
883
770
741
948

6767!  6  I  6773

1107J  2
921;  7
906:  3
1129  4
950  i
1018  i
944  4
954  7
954  i
964  6

1109
928
909
”33
951
1019
948
961
955
970

984736  9883

31579!  49  ¡31628

III.  Klasse.
Aerztliches
Personal

79
22
103
54
59
59
58
85
50
64

79
22
»°3
54
60
59
58
85
50
64

633  I  i  634

75  :  4
40  3
56  i
62  i
58  i
50
54
63
70
50

79
43
57
63
59
50
55
64
73
So

578I15  593

45
56
69
81
58
60
58
57
58
67

45
56
69
83
58
60
58
58
59
68

609j  5  614

66
64
74
67
73
79
89
85
97
89

783  8

67
64
74
68
74
81
90
85
97
91

131
72
97
127
99
107
114
»43
120
153

79 1
132
72
100
127
99
109
114
»43
120
155

1163  j  8  j  1171

3766  :  37  j:  3803

IV.  Klasse.
Privatgelehrte

15

18
3
4
4
4
3
3
10
7
5
11

54

18

4
4
4
3
3
10
7
5
11

54

109

109

V.  Klasse.
Künstler

24
10
36
19
23
22
18
*9
20
31

24
10
36
19
23
23
18
19
20
33

19
27
20
32
18
32
21
35
31
16

225
20
27
20
34
18
33
22
35
34
16

251  8  259

25
'9
27
2 9
41
29
27
22
41
33

25
20
27
31
41
29
28
22
42
35

293  7

34
30
49
62
36
37
45

43
43
18
34
31
50
62
38
38
45

395  1  7

402

49
25
51
73
80
73
82
70
78
76

50
27
51
77
81
75
82
71
81
78

657  i  16  673

1818  411  1859

VI.  Klasse.
Persönliche
Dienste  Leistende

14
13
10
20
17
H
IO
9
25
10

14
13
IO
20
17
H
I  I
IO
25
IO

142
18
23
21
12
17
7
19
13
13
5

144
18
23
21
12
18
7
19
13
13
5

148  ¡  i  j 1  149

VII.  Klasse.
Landwirt  he

30
17
21
35
42
41

34

328
28
28
35
21
24
29
42
27
29
20

10
10
11
12
17
15
8
21
20
23

10
10
11
13
17
15
8
21
20
23

147  i  i  148

19
H
20
19
17
23
31
23
33
29

19
14
20
20
18
23
31
23
33
30

228
30
19
21
28
22
24
45
38
29
39

30
19
21
29
22
25
45
39
31
39

295  5  300

960  12  972

283
19
27
42
28
30
26
25
37
44
40

30
17
21
35
42
41
38
38
34
32

328
28
28
35
21
24
29
42
27
29
20

283
19
27
42
28
30
27
25
37
44
40

318  i  I  319

36
28
37
58
53
68
99
96
87
128

36
28
37
58
53
69
99
96
87
128

690
110
85
79
109
83  !
102
92
99  j
124
105

691
110
85
79
109
83
102
92
IOI
124
i'°7

988

992

2607  i  6|  2613

VIII.  Klasse-1
Forst-Beamte  u»
-Bedienstete

•Jahre

24
11
31
52
21
28
33
34
26

291
24
28
23
26
21
19
24
22
19

236
20
28
33
31
:o
32
19
36
46
46

36
36
35
37
28
52
64
36
49
58

431
75
63
110
111
95
92
98
111
78
75

908

2177

29'  :8293g

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857

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4958

1%
1 861
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186  r
1864
1 86  5
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*867
:868

43 ‘  **$9/68
1869
4  s
!

IX.  Klasse.
Bergleute  und
Berg-Beamte

14
7
17
10
13
9
H
14
14
10

7
62
5
17
16
16
15
2
9
8

157
12
16
18
15
14
H
12
14
11
H

140
15
19
11
9
7
16
20
17
18
21

9&amp;lt;^  %  yg

2l71:  *8

29  78

153
28
I  I
23
21
24
49
20
19
21
18

234

H
7
17
10
13
9
14
14
H
10

122

7
62
5
17
16
16
15
2
9
8

157
12
16
18
15
14
H
12
14
11
14

140
15
19
11
9
7
16
20
17
18
21

153
28
11
23
21
24
49
20
19
21
18

X.  Klasse.
Handeltreibende

289 1
891
247
166
»55
106
125
142
130
»37

89
247
166
»55
106
125
142
130
»37

1586
149;  »
109
163
105
122
140
117
»43
»74
138

1586
150
109
163
106
122
140
117
»43
»74
138

1360;  2  1362

186
178
168
218
192
164
»73
200
212
198

186
»78
169
218
192
164
»73
200
212
108

231
233
217
261
348
362
463
412
433
515

1890
232
233
217
261
35°
362
463
412
433
515

3475  3  3478

234

806

806

534
414
487
569
592
624
686  i
737  »
783  •
832  •

534
414
487
569
592
624
687
738
783
832

6259;

6261

XI.  Klasse.
Transport-Betriebs-Personal


28
8
»9
22
11
11
»7
20
25
»4

175!

12
17
20
20
9
30
»3
29
25

207
48
49
42  1
5»
63!
37
41
62
74
60

527
66
62
84
79
71
107
126
99
»71
492

»357
252
»59
509  !
43»
43»
313
347
409
334
309

28
8
»9
22
11
11
»7
20
25
»4

»75
12
»7
20
20
9
30
»3
29
25
32

207
48
49
42
5»
63
37
4»
62
74
60

527
66
62
84
79
7»
107
126
99
171
492

»357
252
»59
509
43»
43»
313
347
410
334
309

3494

3495

XII.  Klasse.
Ingenieurs,
Civilingenieurs,
Geodäten

4
5
4
3
11
22
8

72
4
9
»5
12
11
»7
16
25
»9
14

142
20
23
21
»3
3»
28
29
27
35
37

264
39  I
25  I
35
36
62
74
53  :
49
41
46

460

32
5
2
8
4
5
4
3
11
22
8

72
4
9
»5
12
11
17
16
25
»9
»4

142
20
23
21
13
3»
28
29
27
35
37

264
39
25
35
36
62
74
53
49
41
46

XIII.  Klasse.
Gewerktreibende

67
30
g
IOI
761
84
II3
104
12  I

834
I24
120
»»S
I4I
I48
128
»  »5
120  i
160  .
951  2

67
30
58
80
IOI
76
84
113
104
121

834
124
122
i  »  5
141
149
128
115
121
160
97

12Ó6¡  6  II  1272

131
»30
146
»78
»5»
126
147
»79
186
184

»3»
»33
146
»79
»5»
126
»47
»79
186
184

15581  4  1562

211
226
215
280
3»°
377
634
387
446
478

211
229
215
280
310
377
634
387
446
478

3564  3  3567

55°;  •
39»  •
388  i
556  •
522  •
562!  i
540  i
570  4
550  2
588  »

550
39»
389
556
522
563
541
574
552
589

XIV.  Klasse.
Militärpersonen

47
21
28
40
52
3»
46
75
54
So

444
28
43
23
29
45
39
39
32
37
18

333
20
26
39
27
32
16
33
30
30
34

287
28
26
34
25
29
36
35
3»
48
44

336
66
36
57
83
84
106
72
96
80
99

460

14569  8  ;  14577

5760

5761

970

970

$217  10  5227

12439  23  12462

779

47
21
28
40
S 2
3»
46
75
54
50

444

28
43
23
29
45
39
39
32
37
18

333
20
26
39
27
32
16
33
30
30
34

XV.  Klasse.
Diverse
Berufszweige

287
28
26
34
25
29
36
35
3»
48
44

336
66
36
57
83
84
106
72
96
80
99

7

4
i
I
3  I
3
1
2
4

779

2179

2179

»9

S  u  m  m  a

äs

1235
486
1211
1052

78
38
74
90

960  103
844  78

927
1136
1080!
1088

66
99
75:
79

1313
524
1285
1142
1063
922
993
1235
1155
1167

10019!  780  i  10799

919
1008
914
925,
956
981
925
1008
1130
740

103I  1022
75  1083

65
82
87
81
83
81
89
77

979
1007
1043
1062
1008
1089
1219
817

li  9506  823,10329

932
1066
1171
1330
1237
iooi|
1089
»23»|
1276
1253

69  I
60
78
84
76
60
56
76
77
52

1001
1126
1249
1414
1313
1061
1145
1307
»353
1305

11586  688  12274

1268
»353
1280
1474
1585
1906

71
72
74
75
9»
90,

2549  »49
2038;  121
2216  144
2900  162

»339
1425
»354
»549
1676
»996
2698
2159
2360
3062

18569  1049  II  »9618

2994  172
2237  123
2781  147
3299  176
3079  127
3178  167
3142  168
3350  »75
3247  »63
3381  195

3166
2360
2928
3475
3206
3345
3310
3525
3410
3576

19  30688!  1613  32301

53

53

80368  4953  85321
        <pb n="102" />
        3S
[
S3
2
3
6
3
6
*9
40
64
87
131
122
151
192
209
192
187
ï99
213
199
184
145
152
159
&amp;gt;13
99
I02
88
7 2
61
5 2
61
5°
50
39
35
30
37
26
12
15
9
13
9
6
2
i
2
i
2

■uf,  Geschlecht  und  Beitrittsalter  der  Versicherte«  Während  der  ganzen  50jährigen  Periode  von  1829  —  1878.

IV.  Klasse.
Privatgelehrte

10
4
2
7
6
11
2
7
7
7
2
3
3
4
5
2
2
2
2
3
4
3

109

2
2
10
4
2
7
6
11
2
7
7
7
2
3
3
4
5
2

F  Klasse.
Künstler

5
5
4
5
17
24
41
36
67
67
98
IOI
94
84
IOI
95
80
87
9 1
68
76
70
60
61
54
41
3 2
26
34
2 5
27
22
15
13
15
18
8
12
11
7
6
7
i

i

1
2
1
2
6
5
7
7
18
25
4 2
3 6
67
67
100
104
86
IO3
97
83
88
9 1
70
77
70
60
61
56
41
3 2
27
34
26
27
22
15
14
15
18
8
12
13
7
6
7
1
2

FZ.  Klasse.
Persönliche
Dienste  Leistende

VII.  Klasse.
Landwirthe

VIII.  Klasse-1
Forst-Beamte  WH
-Bedienstete

13
15
19
31
31
44
30
38
39
41
48
44
46
42
45
39
34
2 3
2 9
38
2 5
13
2 5
26
2 5
17
15
19
12
9
14
10
13
IO
6
10
i
3
i

4
2
6
13
16
19
31
32
45
30
38
39
41
48
45
47
4 2
45
40
34
24
29
39
26
13
26
26
25
17
15
20
12
9
14
10
13
10
6
11
i

22
40
44
66
75
97
114
112
122
122
119
118
135
in
134
IOI
118
95
89
9 1
82
67
59
60
57
5 2
3 2
34
40
3 6
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        VIII.  Benutzung  der  verschiedenen  Versicherung^'  Animen  durch  die  A  ersicherten  beim  Eintritt.

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130

136

259

610

43

125

32

54

297

67

143

62

284

138

137

682

70

49

3°  4

96

167

183

618

16S

60

757

.o

656:  i

85968

36  150

33  !  4

5

1859/68  105  no  1131

7  il  17

32

532  2632

118  ;  402

5439  36:

468

1303

515  H

40  671  59

37  51

140

1869
1870
1871
1872
1873
1874
1875
1876
1877
1878

191

33  :  168
52  125
96  I  165
63  139

426

188

895

97

22

105  4
84  10
102  8
127  10
ior  12

39

1870
1871
1872
1873
1874
1875
1876
1877
1878

i  10

63

36

128

619

282

43

166

58

432

159

346

797

141

2  10

468

148

70

965

83

480

120

205

174

56

374

170

912

417

111

26

242

136

117

978

420

510

107

158

124

37

112

4  180

24

i  154

345

476

32

63

39

90

297

79

167

368

969

201

89

457

2  3

142

389

2  187

44

862

i  193

188

82

10  '

409

46

419

26

-SO

274

215

228

408

943

111

1066  3

1263

1 «69/78

168  21

5  1463

7

1869/78  J!  18  i  408  ;  894  734

i  21  27  66

26  114

437  3771  931  763  83  315  104

8849  33  81  434  10  1  345

29  !  893  49  611

2  4183

17  39

i  ¡2767

1829,78  124  ¡  532  ¡4473  734  2 343j  mo8  4999  763  ,  538  1699  104  142  |  23259  !  138  81  2016  83  345  136  2815  240  611  112  213

17  1263  :  24  172  29

1829  78

149  548  i  29  168  i  31

19  4116

2  5

56  :  135

00

30

7  10299
        <pb n="104" />
        .

BS 1

f’ernd  Tabelle  VIII.

o  o  o
o  O  I  o

Jahr.

o  '  o
o  o

humina

Juin

CO  ro|  CO

1829

125

1313

829

1850

524

27

1830

1831

44

1285

43

1832

29

1142

23

1832

24

1063

V

l8 33

1834

922

1834

1835

993

18«

i8;6

1235

1837

24

1155

'837
1838

1838

24

1167

1829/38

339

10799

171

12  I

02

'829/38

IO7

1839
1840
1841
1842
1843
1844
1845
1846
1847
1848

1022

'839
1840
1841
1842
'843
1844
1845
1846
'847
I848

I083

979

1007

1043

2  !

1062

1008

23

1089

30

1219

36

817

1839  48

237

10329

135

'83948  ;

I  —

3‘»

1849
1850
1851
1852
1853
1854
1855
1856
1857
1858

1001

1849
1850
1 851
1852
'853
'854
'855
1856
'857
1858

1126

33

28

1249

1414

41

1313

1001

22

27

1145

24

1307

29

1353

22

[  i

34

1305

1849  58

286

12274

159

49.58

109

1859
1860
1861
1862
1863
1864
1865
1866
1867
1868

45

1339
1425
1354
1549
1676
1996
2698
2159
2360
3062

'859
1860
1861
*862
1863
1864
1865
•866
1867
'868

59

24

60

27

20

69

37

87

46

40

125

43

48

48

105

45

48

121

47

5

'  '  !

1859  68

802

19618

s

365

37

28

859.68

3  3

[  10  i

93

343

3  5

I  :  5

1869
1870
1871
1872
1873
1874
1875
1876
1877
1878

3166
2360
2928
3475
3206
3345
3310
3525
3410
3576

100

70

i

1869
1870
1871
1872
'873
1874
1875
1876
1877
1878

42

"3

60

115

165

84

84

20

158

79

80

151

24

205

69

107

171

so

23

160

33

100

94

149

29

108

120

186978  3  9  4  6  i

1467

2  !  26  I  6

32301

207

62

509

800

39

'869  78  ¡¡3

7  i  10  •  4  45

2  5

i  •  40

592  2

34

135

40

1829  78

4  44

85321

111

26

244

24

3  i

39

1339

'829  78

132

I  20  I  4  75

i  i  2

40

1374

392

157

5  4

40

409

!'  3
        <pb n="105" />
        IX.  Abgang  und  Ablauf  bei  Lebzeiten.

Jahre

1829
1830
1831
1832
1833
1834
1835
1836
1837
1838

Erloschene  und  ahgelaufene  kurze
Versicherungen

Per-13


123
59
73
46
95
71
47

0,17
0,43
3,oi
1,21
1,31
0,72
1,30
0,87
0,52

Summe

20100
I08600
8565OO
5172OO
4962OO
267600
6819OO
517800
242IOO

m

0,20
0,6  4
3,ii
1,95
1,68
0,81
1,83
1,26
0,53

Bei  Lebzeiten  zahlbar  gewordene
Versicherungen

Personen ­


.11

Summe

Ausgefert.,  aber  nicht
eingelöste  Policen

Per-39



Summe

340800

Fortzusetzen  gewesene
Versicherungen

Personen ­


11
33
90
60
81
109
75
99
70

0,62
1,10
2,18
1,26
1,45
ï,71
1,02
1,21
0,7  7

Summe

58500
269400
613800
556500
510300
627300
469500
352800
431700

Zusammen

Per-0,57


1,58
2,86
2,11
1,73
1,01
1,26
0,86
0,95

I4
46
2I3
"9
154
155
170
170
156

Summe

78600
378000
1,470300
1,073700
1,006500
894900
1,151400
870600
1,014600

1829  38  I  530

3,708000

1839
1840
1841
1842
1843
1844
1845
1846
1847
1848

35
37
32
38
37
43
35
31
46
39

0,36
0,35
0,29
0,32
0,29
0,32
0,25
0,21
0,30
0,25

282OOO
27060O
25560O
3IO5OO
2838OO
2532OO
2955OO
25260O
3OO3OO
28080O

0,58
0,52
0,47
0,54
0,47
0,40
0,44
0,36
0,41
0,37

0,01
0,01
0,01

3OOO
24OO
I95OO

O,00
O,00
0,03

39

340800

628

56
48
37
39
48
40
40
44
65
44

249600
227700
147600
197100
282600
198600
196200
194700
261300
294600

103
108
109
90
108
100
103
132
128
192

1,00
1,02
0,97
0,7  6
0,86
0,75
0,74
0,91
0,8.3
1,23

3,889800

II97

7,9386oO

599IOO
5655OO
474OOO
5382OO
6294OO
42360O
48960O
716IOO
6255OO
1,034700

1,24
1,09
0,87
0,9  3
1,04
0,66
0,73
1,03
0,85
1,38

I94
I93
I78
I67
I93
183
I78
2o8
24O
277

1,130700
I,0638oO
8772OO
I,0458oO
I,I958oO
8754OO
9813OO
1,166400
1,189500
1,629600

183948;  373

2,784900

24900

461

2,250000  1173

6,095700

11,155500

1849
1850
1851
1852
1853
1854
1855
1856
1857
1858

42
30
32
32
22
33
22
23
20
23

0,26
0,18
0,18
0,18
0,12
0,17
0,11
0,11
0,09
0,10

3165OO
2454OO
2I0600
2904OO
23250O
2043OO
15240O
I3650O
180300
I320OO

0,41
0,31
0,26
0,33
0,26
0,22
0,16
0,14
0,17
0,12

0,02
0,01
0,02
0,01
0,01
0,01
0,03

5400
9OOO
9OO
3O9OO
2550O
54OOO
75OO
I5OOO
225OO
372OO

0,01
0,01
O,00
0,04
0,03
0,06
0,01
0,02
0,02
0,03

29
34
43
37
29
24
32
30
23

176700
256800
132900
249000
184800
142200
141300
172800
180300
137100

175
137
124
U»
152
187
132
111
"S
99

1,09
0,82
0,71
0,76
0,80
0.96
0,66
0,54
0,54
0,45

8499OO
6957OO
73260O
6933OO
81360O
9297OO
6lI7OO
605IOO
61380O
71880O

1,10
0,88
0,89
0,80
0,90
1,00
0,6  4
0,61
0,59
0,67

239
I96
I9O
217
213
252
180
169
167
I5I

1,348500
1,206900
1,077000
1,263600
1,256400
1,330200
912900
929400
996900
1,025100

184958  279

2,100900

207900

1859
1860
1861
1862
1863
1864
1865
1866
1867
1868

20
19
17
l6
18
10
11
20
21
IS

0,09
0,08
0,07
0,06
0,07
0,04
0,04
0,07
0,07
0,04

I335OO
I575OO
IO62OO
I485OO
II85OO
615OO
I4O4OO
987OO
I629OO
I737OO

0,12
0,14
0,09
0,12
0,09
0,04
0,09
0,06
0,09
0,09

2
4
6
5
5
4
6
5
3
11

O,00
0,02
0,02
0,02
0,02
0,01
0,02
0,02
0,01
0,03

264OO
4080O
255OO
3O3OO
624OO
4260O
4I7OO
2760O
3480O
729OO

0,02
0,0  4
0,02
0,02
0,05
0,03
0,03
0,02
0,02
0,04

SOS
42
28
28
25
50
44
51
46
41
48

L773900  I  1370

297300
170100
221700
201900
229500
259500
273000
267300
211800
259500

150
130
112
90
104
136
160
229
183
217

0,66
0,55
0,46
0,36
0,40
0,50
0,55
0,75
0,57
0,64

7,264200
9549OO
8394OO
6657OO
47I9OO
5352OO
8361OO
1,074300
ï,395OOO
I,0278oO
I,32o6oO

I974  11,346900

0,8  6
0,7  3
0,55
0,37
0,40
0,59
0,69
0,85
0,59
0,71

2I4
I81
163
I36
I57
I94
228
3OO
248
29I

1,412100
1,207800
1,019100
85260O
9456OO
1,199700
1,529400
1,788600
1,437300
1,826700

185968  I67

1869
1870
1871
1872
1873
1874
1875
1876
1877
1878

0,02
0,02
0,02
0,02
0,02
O-02
0,02
O,ol
0,01
0,01

1,301400

65700
I  I  I3OO
81OOO
88500
8880O
747OO
108600
48600
47100
43800

186978  72

1829  78

1421

758100

0,03
0,05
0,04
0,04
0,03
0,03
0,04
0,02
0,01
0,01

SI

l6
6
8
10
11
10
16
9
13
14

113

0,04
0,02
0,02
0,02
0,03
0,02
0,03
O,0&amp;gt;
0,02
0,03

10,653300

I9O

405OOO

7680O
294OO
87OOO
9360O
9180O
483OO
2067OO
I  I760O
I32OOO
IO47OO

0,04
0,01
0,04
0,04
0,04
0,02
0,07
0,04
0,04
0,03

9879OO

1,625700

383  2,391600  ¡i  1511

9,120900

2112  13,218900

74
68
51
66
54
76
61
79
77
49

655

1841

315300
384300
462900
499800
442200
584400
428500
658300
567000
444000

4,786700

11,543000

224
266
278
201
223
2 53
286
339
382
510

2962

7644

0,62
0,71
0,71
0,48
0,51
0,55
0,60
0,68
0,7  3
0,94

1,428600
1,685700
1,626300
1,156500
1,525500
1,927200
2,113200
2,555900
2,901400
4,5o8800

21,429100

0,7*1
0,80
0,73
0,48
0,59
0,70
0,71
0,81
0,86
1,26

322
346
346
286
296
346
37I
433
478
578

3802

1,886400
2,210700
2,257200
1,838400
2,148300
2,634600
2,857000
3,380400
3,647500
5.IOI3OO

27,961800

47,799700

IIO96

71,621700
        <pb n="106" />
        3

Jahre

1829
1830
1831
1832
1833
1834
1835
1836
1837
1838

182938

1839
1840
1841
1842
1843
1844
1845
1846
1847
1848

1839  48

1849
1850
1851
1852
1853
1854
1855
1856
1857
1S58

1849  58

1859
1860
1861
1862
1863
1864
1865
1866
1867
1868

185968

1869
1870
1871
1872
1873
1874
1875
1876
1877
1878

186978

1829  78

X.  Sterbefälle  überhaupt.

Personen

12
16
27
54
47
67
87
109
127
127

673

129
141
164
198
203
200
239
229
293
339

2135

338
333
297
346
400
388
471
411
452
537

3973

500
472
555
522
584
590
606
806
661
713

6009

796
8:3
924
844
874
918
1019
1017
1022

9227

22017

°/o  der
Neuversicherten ­


0,93
3.17
2.17
4,84
4,51
7,43
8,80
8,99
I  1,03
I  1,01

12,80
12,95
16.88
1  9,55
19,35
1  8,84
23,48
20.89
23,72
41,14

20,52

33,4=29,26

23,53
24,31
30,21
36,1«
40,74
31,28
33,1«
40,81

32,09

36,88
32,85
40,69
33,48
34,-0
29,35
22,30
37,04
27,81
23,12

°/o  des
Versichertenßestandes


0,94
0,92
Of93
1,42
1,00
1,25
1,42
1,55
1,61
1,45

1,36
1,38
1,51
1,72
1,67
1,56
1,77
1,62
1,98
2,25

2,18
2,07
1,76
1,95
2,17
2,06
2,43
2,04
2,17
2,50

4*
Summe

45300
102900
153900
308100
221IOO
3294OO
51420O
53970O
6804OO
646500

3,541:00

639600
829500
881700
944IOO
9789OO
1,067400
1,152900
1,095300
1,430100
1,548900

°  o  des
Neuzuwachses ­


0,63
3,28
2,18
4,7  4
4,24
7,71
10,86
9,31
12,02
I  1,41

6,42

12,23
17,63
l8,31
19,73
19,68
20,36
23,34
22,15
24,47
33,71

10,568400

21,10

30,41

2,26
2,06
2,36
2.14
2,30
2,22
2,13
2,73
2,13
2.15

25,01
34,26
31,24
24.04
27.05
27,10
30,43
28,61
29,69
27,77

28,:

2,26
2,23
2,43
2,09
2,C5
2,06
2,19
2,09
2,02
1,90

1,720200
1,722300
1,382100
I.7379OO
1,949400
1,891800
2,202600
2,108700
2,271000
2,754000

35,18
30,86
22,82
24,90
30,17
33,88
36,12
32,20
29,35
39,58

19,740000

2,382900
2,283900
2,663700
2,544600
3,184200
2,852700
2,969100
4,084800
3,459600
3,755400

30,180900

4,086300
4,261500
4,740900
4,307700
4,551600
5,184600
5,711600
6,112300
5,960000
5,958300

31,39

3  1 ,27
28,21
34,14
26,68
28,57
21,08
18.09
28,28
22,82
21,27

24,96

50,874800

20,57
27,67
24,50
17,35
19,41
20,77
20,63
21,21
19,82
19,75

20,80

114,905600

6.
°o  des
Versicherungs-Bestandes


0,64
1,02
0,93
1,45
0,88
ï,17
1,63
1,52
ï,71
1,48

1,36
1,66
1,66
1,69
1,67
1,72
1,78
1,63
2,03
2,15

2,33
2.25
1,73
2,07
2,23
2,11
2,38
2,19
2.26
2,65

2,21
2.03
2,29
2,08
2,46
2,06
1.97
2,57
2.04
2,07

2,09
2,09
2,19
1,83
1,81
1,93
1.98
1.99
1,82
1,72
        <pb n="107" />
        11  a  ch  Beriifsklassen.

XI.  Sterbefäll

I.  Klasse.
Ohne  Beruf

II.  Klasse.

111.  Klasse

IV.  Klasse.

T  .  Klasse.

VI.  Klasse.

VII.  Klasi

XIV.  Klasse.
Militärpersonen

X  1.  Klasse.

\  1.  Klasse

\  11.  Klasse.

XIII.  Klasse.
Gewerktreihende

VIII.  Klasse-X.

  Klasse.

IX.  Klasse.

Staats-,  Kirchen-,
Schul-&amp;amp;Gemeinde-Bedienstete


Ingenieurs,
CiviBngenieurs
etc.

S  u  m  m  a

ver/.t  lidies
Personal

Persönliche
Dienste  Leistende

I  hverse
Berufszwei  sie

Bergleute  und
Ben»-  Beamte

I  ransport-Betriebs-Personal


r  orst-Beamte  in' 1
-Bedienstete

Privateelehrte

lvünstlei

Landwirthe

Handeltreihende

Jahre

Jahr

i  -

:

tf  r

g

o  =■  =

1829
1830
1831
1832
iS]]
1834
1835
1836
1837
1838

9OOO
42300
714OO
IO350O
93600
130800
180600
2562OO
271800
202500

829

12000
1500
15OOO
22500
9OOO
I470O
435OO
7800
40500
189OO

69CO

453OO
IO29OO
I539OO
3081OO
221IOO
3294OO
51420O
5397OO
6804OO
6465OO

i  „y,.

12000
480OO
345OO
I065OO
3O9OO
116100
148500
91500
164700
202800

i  2400

9600
3000
24600
27000
9300
30900
43200
66000
74700

830

1500

1800
7500
34500
44400
23100
X  I  IOO
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1,711200
1,655200
1,706400
1,863400

44

98100
39000
141300
85800
22500
I14900
111300
120900
63800
158500

1869
1870
1871
1872
1873
1874
1875
(876
1877
1878

118500
108900
102900
107700
106200
129900
126300
IIOIOO
164800
182900

12000

35

395700
454800
428700
471000
490800
708900
676200
603500
856700
658400

43800
80700
122100
48600
10500O
i2540°
63600
IO59O0
64000
8no0

123

20100
13500
30000
24300
22200
30900
26700
24000
62400
155900

39300
43500
72900
36900
45000
27000
36300
72300
38400
39300

151200
175500
172800
145200
215400
189000
294900
347400
361800
250500

14100
26700
32700
26700
62100
18900
25500
95100
37500
55500

47

355

18900

8:3

117

100

49

408

4,740900
4,307700

49

106

924

9000

24

42

24

133

34

384

1800

844

35

126

44

I  12

4,551600
5,184600
5,71  1600
6,112300
5,960000
5,958300

874

363

49

126

30

117

22

13

60

398

918

2400

26

134

133

30

67

421

35  i

IOI

3000
1500

156

1019

22

23

29

22

62

425

56

1017

171

I  12

33

26

67

426

38

1022

153

'59

29

24

65

372

62

1000

12000

137

'73

24

29

1869  78

39:8  17,679800

50,874800

2,632400

579

*06

451  ;  3,304500

9227

1,258200

69  I]

189

890000

182

1265

5  i  25200

35400

956100

1417  i  13,948700

97  394800

5,7447oo

9  78

445

840400

410000

450900

2 45  I  2,303700

12,  '

241

1829  78

1622

6,978200

9652

114,905600

42,114500

*82

22017

1140

7,530000

778  I  2,491800

634100

623  i  2,975900

2623

29100

976800

11,205000

IOIIOO

978

3226

123

2,0467  00

433

2,043300

1,309500

59:  i  4,976700

29,492900

299

571
        <pb n="108" />
        XII.  Sterbefällt?  Hach  Todesursachen.

Jahre

1829
1830
1831
1832
1833
1834
1835
1836
1837
1848

Typhus

Yers.-Summe


„Æ

4  33,34 1
5131,25!
5  I-8,52
1 3  ¡  2 4,osj
8  17,02
•8  11,94
9,1»!
15,60
9&amp;gt;* 5  i
iS,?-"'

12900:28,4»
4350042,27
38700  25,15
660OO  21,42

3OOOO
399OO
4O2OO
I182OO
462CO

13,57
12,11
7,82
21,90
6,7

89100113,78

2.  Asiatische  Cholert

3,71
5,5«;

1,15
4,7  2  i

Vers.-Summe


4500
10500

1500
45900

2,92
3,*1

0,29
6,75

3.  Andere  Infections-Krankheiten


9,26
4,25
5,97
4,60
3,67
12,60
3,15

1829  38  J
1839
1840
1841
1842
1843
1844
1845
1846
1847
1848

Vors.  -
Summe

64500
3300
28800
17400
19200
84900
16500

100  14,80  524700!  14,g

16,2H  I
1  2,77
17,0?!
15,6«
13,7«
l6,50
8,37'J
39  i;,«»,
29  9,90  j
48  14,16 1

115800  i8, :
92400  11,14
146100  16,57
176700  18,72
84300;  8,61
167700  15,71
106200  9,21
160200  14,6.7
108600  7,59
18060O  I  1,66

li;  1,63

I  0,77
I  0,71

1  i  0,34!
IS  4,12¡

I839  48
1849
1850
1851
1852
1853
1854
1855
1856
1857
1858

62400  !  r,7«
4500  !  0,70
1500  0,18

3000
69900

0,21
4,51

2 95J3,82  1,338600,12,67

20!  5,92
33I  9,91
27  9,09
34;  9,83
58;  14,50
32|  8,25
63  13,38
38;  9,"
46  10,18
32  5,9«

i08300I  6
19110011,10
90600  6,56
192000  11,05
27060O  13,88
I287OO;  6,80
224IOO  10,17
162600  7,71
2334OO  10,28
I383OO  5,02

I849  58

383;  9,6i  i,7397oo  8

39|  5?7o|j  234600

20,93
1,49
8,74
3,38
3,5«
12,48
2,55

4.  Lungenschwindsucht

1  6,25
2  7,41
4:  7,41
4|  8,51
11  j  16,42
*5  *7,24
1543,76
22:17,32
I4  11,02

Yers.-Summo


Jk.

3000
4800
24600
28500
58500
72600
52500

2,91
3,12
7,98
12,89
17,7
14,12
9,73

8I9OO  12,04
7380O  ¡11,42

5  3,88
3|  2,!  3
6  3,66
8  4-04
l]  °,49
7:  2,93!
6  2,6,
7  2,39
18  5,3,

54300
11400
46500
36000
1800
39  00
50700
13200
36600
87600

8
1,37
5,27
3,81
0,18
0,37
4,40
1,21
2,56
5,6«

88  13,0
19  14,73
16  11
23  14,02
22  ii,u
34  16,75
25!  12,50
25  10,46
26  11,3
47  16,04
4I  12,09

l8|  0,84  I  789OO  0,75

L 6 ä

4OO2OO  I  1,30
654OO  10,2
83100  10,0
II580O  13,13
8I3OO  8,61
I683OO  17,19
86IOO  j  8,07
IO980O  9,52
I  I64OO  [10,63
I9O5OO  13,32
I263OO  I  8,15

5.  Krebs

I  6,25
1  3,71
2  3,70
1  2,13
4  5,97
2  ¡2,30
S' 2 ,"!
3  :2,3«:j
3  .2,36

Yers.-Sumrno


Jk

9600  9,3.3
9OOO  5,85
75OO  2,4.3
24OO  1,09
I47OO4,46
39OO  0,76
I980O  3,67
135001,98
I380O  2,13

20  2

,97¡  94200  2,66

2;  1,55
2  1,42,
53,05
5  2,83

4,4.3
2,00
3, 38 ¡
4,37
2,39
1,77

480O  0,75
780OO,94
306o0  3,47
252OO  2,67
6660O  6,80
I77OO  1,66
45000  3,90
264OO  2,41
44400  3,11
I95OO  1,26

6.  Gelenk-Rheumatismus


,e£  Vers.-5
  u  I  Summe

23,70
4  5,97
3  3,45  j

3900  i,* , |
16500  5/
7200  1,4°

2  1,58  2  1  000  3,0'

11  1,63
2j  1,55
2  ï,22
3  1,81
3  1,48  j
2j1,00
2  0,8  4
I  ¡0,44:1
6  ;  2,ö5i  j
4  1,18

48600  1,31
12000  1,8*
27000  3,0*
18300  1,9*
16500  1,6*
16500  1,»»
16800  1,4«
3000  0,2?
23100  1,6*
13500  0,8«

342000  !  3,24

45  13,31
2Ij  6,31
”  3,18
15  3,75,
12!  3,09
22  4,6  7  j
3  °,66
I  0,1  o|

I3O  3,27

2694OO
I29OOO
573OO
7560O
100200
I3860O
9OOO
4500

15,««
7,49
3.30
3,88
5.30
6

0,40
0,16

H
4
i6|  3,54!

2,37
3  ?3o|
3,03
1,73
I ,oo |
2,83
2,97;
°,97

3,72

5OIOO
639OO
3I2OO
3360O
I59OO
6480O
627OO
IO80O
7380O
972OO

2,91
3,71
2,26
1,98
0,82
3,«
2,85
0,51
3,25
3,53

1859
1860
1861
1862
1863
1864
1865
i860
1867
1868

1859  68
1869
1870
1871
1872
1873
1874
1875
1876
1877
1878

783600  3,97  103I  2,59}  504000  I  2,

d
25
37!
41
q
6 3|

10,80
5,51
9,01
7,09
4,2«;  ¡
6,27
6,7  7;  I
4,59
6,05¡¡
8,84

228600|  9,59
I29OOO  5,65
240600}  9,03
190800  7,50
95IOO  2,99
I5180O  5,32
154200  5,19
I872OO  4,58
236IOO;  6,82
2682OO  7,14

410I  6,82¡|i,881600  6,

51  1,00

0,18

93  J  1,54
3  0,45

32700
1500

357300
27000

1,37
0,06

8,75
0,78

io2j  1,70  ;  418500  1,39

1869  78

3,80;
1,27
1 ,8oj
2,49!
2 ,7*  j
3,9«  I
1,98
1,36  ;
I ,5i;
2,24  i

IO7IOO
3180O
555OO
723OO
984OO
I269OO
372OO
I437OO
324OO
75OOO

136  '  2,2  öl  j  7803OO

4,50
1,39
2,08
2,84
3,09
4,45
1,25
3,52
0,94
2,00

36  4,52
48  5,»o|
35;  3,7,:|

5,33
4,35]
33]  3,60
35;  3,43
45:  4,42
33  3,23
40  4,00

2O37OO  4,9g
219900]  5,16
167100  3,53
262800}  6,10
189900  4,17
192300  3,71
196500]  3,44
2818001  4,61
191700}  3,22
206400]  3,46

388]  4,2o'2,II2IOO !  4,15

1829  78

1576;  7,16  7,596700  6, (

I  0,11
241  2,75
5  0,54

3OI  0,32

9OOO
765OO

0,19
1,68
0,41

IO680O

29I!  1,3211  1,450200  }  1,26

2 7|  3,39
22]  2,71
64!  6,93
60  7,11
241  2,75
24]  2,61]
211  2,06
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182400]  9,64
236700}  10,75
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687OO  3,63
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44700  2,12
897OO  3,95
453OO  1,65

25(1,17  146700;  1,3»

4]  1,18
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4  1.0:1
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21000  0,9»
75OO  0,3»
270OO  0,9»

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288;  3,12  1,631500

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629;  2,86!  3,492400  !  3,04

708]  11,78:]  2,910000  9,64
92  11,56  ]  3867OO;  9,46
75]  9,231  350400  8
98!  10,61  J  386400'  8
86lO,l«]  3387OO  7,86
98,11,21  4317OO  9,49
IO3  ”,22  4956OO  9,56
x 34  13,15  521700  9,13
98!  9,64  4722OO  7,73
136  13,31  541300  9,08
I  18  j  I  1,80j}  471000  7,91

”2  2,82,  518700,2,

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46  5,71
42  6,35
45  6,31

58200  2,44
197100  8,
93300  3,50
I4880O  5,85
IO35OO  3,25
174300  6,n
276000  9,30
I  76100  4,31
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239700,6,38

32215,36  ¡1,689600  5,6

290,73;  121200  0,61

5  1,00
4  0,85
6  ï,og]]
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4  0,6«
7  1,19
7  1,15
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5,0,76  ;
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25800  1,0*
21900  0,9«
24900  0,9*
16500  0,6»
35400  1,1*
50700  1,7»
46800  1,5»
360OO  0,6*
432OO  1,3»
693OO  1,8»

57  0,95  370500  1,3»

44  5,53
55)6,7-  ;
53  5,74  ;
43  ¡5,o»  ;
4815,49  ;
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615,9»:
81  7,9«;
84;8,22  i
75,7,60}

2817OO  6,89
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252300  5,3
2  I93OO!  5,09
2259oo¡4,96
296700  5,72
2283004,00
4447OO  7,28
57IOOO  9,58
4o67oo¡6,83

10  1,26  :
7  0,88
7  0,76
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6  0,6  5!
7  0.6«
8  0,7«
6'0,59
9¡°,9o;

64800  1,5»
38100  0,8»
35700  0,7»
110700  2,5í
5550011,2»
42000  0,8*
63300  1,1»
432OOO,7*
43000  0,7»
I08000  1,8»

1038  11,28  4,395700  8

,64

2560]  I  1,03  !lO,556500:  9,19

598  6,48  I3,160600  6,21

njo  5,04]  5,751100  5,

201  0,91  1,291300  1,1»

Jalire

1829
1830
1831
1832
18 33
1834
,8 35
1836
18 37
1838

'8293g

«39  48
s
I8 5i
'852
-III
i8 57
'858

*84958
&amp;amp;
1861
1862
1863
1864
1865
1866
»867
w  1868

18

59  68
'869
'870
'871
'872
'874
'876
i8 77
'878

79:0,86:!  6043001,1»  '85

9  78

&amp;gt;8

2 9  78

7.  Diabetes

Vers.-Summo


I  0,71

I  0,4«  i

I  0,44;
1  0,34

6000  0,72
60OO  ¡0,61

9OO  0,08
9OOO  0,63

40,19;]  2I9OO  [0,21

4;  »,1«:
i  |o,3o:¡

10200  ;0,59
I  5OOO  0,87

24OO  0,12

3  0,73  42000  1,99
4  0,89  2760O  1,22
2  0,37  !  4500  0,16

IS  0,38  IOI7OO  0,52

2  O.40
2  0.42
5  0.9,11
2¡0,38]¡
4  0,69
3  0,4«  ]
4  0,5o
1  0.15
2  0.28

I35OO  O.57
I26OO  0,55
534OO  2,00
I5OOO  0,59
I47OO  ¡0,46
225OO  0,76
3OOOO  0,7  4
3OOO  0.09
6OOO  0,16

25  0,42  I707OO  0,57

2  0,25  ;
9  1,11;
I  ¡0,11
5  0,59
4  0.4«
4  0,44
9  0,88
4  o.:m
8  O  78  ]
3  0.30

4800
54600
1500
38400
27000
39300
96600
27000
52500
21000

49¡o,53}  362700

93,0,42]  657000  0,57

0,12
1,28
0,03
0.89
0,76
1.69
0.44
0,88
0,35

0,71

8.  Geisteskrankheiten

Yers.-Summe


.Æ

I  8,34

Ij1,85
I  1,49
1  0,7  9

3OOO
I5OO
3OOO
180O

6,82
0,49
0,91
0,26

4  0,5«  93OO  ¡O,26

I  ¡0,78

I  0,44
I  0,34
I  0,30

180O

9OOO
180O
480O

0,28

0,82
0,13
0,31

40,19  17400  ¡  0,1  6

2  0,59
I  0,30:
I  0,34
I  0,2  5

3:0,8«;
2  0,37

IO5OO
I5OO
36OO
24OOO

0,61
0,09
0,26
1,23

I56OO  0,6  9
39OO  0,14

59IOO  ¡0,30

1.0,21
3  0,54
3  o,58  i
3  0,51  ¡
i  ]  0,171
1  ]  0,1  «
2  0,23  ;
5  0.76
4:0,5«

0,08
0,39
0,48
0,17

I80O
IO5OO
I23OO
54OO
I5OO  0,05
3000  ¡0.1  O
33OOO  0,81
33OOO  0.95
12000  O.

2 3¡ 0 ,38|j  I  I25OO  0,37  41  0,88  210600

I  0,12I
3  0,32
7  0.83
8  0,91
4  0,44
8  0.78
30.30
3  0.29
5  0,50

900
39900
28500
78000
27000
70500
12600
13200
45000

0,02
0,84
0.66
1.71
0,52
1,23
0,21
0,22
0,76

42¡0,46¡  3I560O  0,62

83  0,38  5139OO  0,45

9.  Gehirn  -
Entzündung

Vers.-Summe


I  ¡6,25
1  3,70
I  1,85
1  ¡2,13]
2  2,99
1  »,15
I  0,92
I  0,7»
I  0,7»

3OOO  2,»l
I5OOO  9,75
I5OO  0,4»
3OOO  1,36
255OO
12000
9OO
15OO
3600

7,74
2,33
0,17
0,22
0,56

10)1,49  660OO  I

2 I1,42
3  1 ,83
I  0,50
1  0,49
2  1,00
1  0,42
2  0,87
4  1,37
20,5«

»8,0,84
3  '  °,89
»  0,30
5  ».««
2  0,58
I  0,o5
1  0,o6
3  0,64
2  0,49
2  0,44
4  0,75

33OO
63OO
1800
60OO
I35OO
60OO
3OOO
25800
60OO

0,40
0,72
0,19
0,61
1,26
0,52
0,27
1,80
0,39

717OO  IO,68

I380O
3OOO
3060O
78OO
12000
1200
8700
3600
4500
270OO

0,80
0,17
2,21
0,45
0,82
O.O  6
0,39
0,17
0,20
0,98

24  0,80  112200  O.57

5  I  -00
2  0.42
3¡°,S4
2  0.38
I  0,17:
3  °,5lj
9  ï,4«;
4  ¡  0,5o
5  °,7  6
7  0,98

24600
9600
12300
4500
1500
45000
33600
21600
25500
32400

1,03
0,42
0,46
0,18
0,05
1.58
1,13
0,53
0,74
0,86

0,70

4  0,5o
5  0,62;
60,05;
6  0,71
II  1,26
»5  I-«3
8  ;  0,7  9
9)0,89  i
I  O]  0,98  [
I3  1,30

5IOOO  1,25
I560O  ¡0,37
32IOO  ¡0,88
I980O  0.46
5160O  1,13
I  IO70O  2,13
375OO  0,6  6
423OO  0,69
5260O  ¡0,88
579OO  ¡0,97

87  0.94  47IIOO  0,93

i8o|o,82¡  931600  O,

10.  Chron.  Gehirn-  u.
R  ückenmarkskrankheiten

Yers.-Summe


3,70
2,13
1,15
3,«7
1,58
1,58

3OOO
I5OO
—
I  5OOO
29IOO
255OO  ;
24OOO

1,95
0,68
2,92
5,39
3,75
3,71

I  I;  1,63

98IOO

1,55
4,96
3,05

5  2,53
IO  4,93
6  3,oo
5;  2,09
5  2,18
”  3,75
”¡  3,25

45OO
282OO
IO5OO
240OO
55700
52500
11100
27300
78000
60900

2,77
0,70
3,40
1,19
2,54
3,85
4.92
0,96
2,4,
5,45
3.93

67  3,14  332700  3,15

IO;  2,96
7]  2,10
14  4.71
13  3,7«
12  3,00
13  3  33
17  3-81
26  6,33
18  3-98
19  3,54

2160O  1,26
4560O  ]  2,65
I227OO
492OO
999OO
IO380O
999OO
I6560O
I12200
I254OO

2,83
5,12
5,1»
4.54
7-85
4,»4
4.55

I49  3,75  :  9459OO  ]  4,'

24  4.80
26  5,51
l8  3,24
26;  4,98
35:  5,99
38  6,44
23  3,19
34  4,22
3I  4,69
3I  4-35

I245OO
1605OO
762OO
I533OO
2O34OO
I9980O
I503OO
I845OO
2619OO
227IOO

5,2.»
7,03
2,86
6,02
6,39
7,00
5,06
4,52
7,57
6,05

28  6  4,76  I  1,741500  ]  5,77

34  4,27
43  5,29
36,  3-90
30  3,55
56  6,41
48  5.23
33
40
47
34

3-24
3,93
4,60
3,40

197400  4.83
217200  5,10
I977OO  4.17
21  1500  4,91
3867OO
24OOOO
2847OO
4O5OOO
3I77OO
I569OO

8,5
4,83
4,98
6.63
5,33
2.63

4OI  4.35  j]  2,6l4800  5.14

9I4  4.1Î

5.733000  !  4.99

II.  Entzündliche
Krankheiten  der  Organe
der  Brusthöhle

'  Yers.-0
  -  !  Summe

Jk

2  12,50
3  ”,11
3¡  5»56
6  12,77
4,48
I  1,49

63

10,24
10,24

24OO
3OOO
87OO
12000
324OO
165OO
9480O
282OO
534OO
6480O

5,30
2,92
5,65
3,»0
14,65
5,01
l8,44
5,22
7,85
IO,o

9,36  !

316200  8,9

1 01  7,75
12  8
19  ”,58
20  10,10
23  11,33
16  8,00!
21  8,79
16  6,99
25  8,53
331  9,13

64200
41400
74700
78300
88200
92700
62100
51300
106800
144000

10,04
4,99
8.47
8,29
9,01
8,68
5,3»
4,68
7.47

195  9,13  803700  ]  7,60

6,8o]
9-61 1
9,16
6,94
9.OO
10,31
I  1,8»
1  2,65
13,50
I3.4I

9I5OO
I683OO
I3260O
657OO
I554OO
I605OO
2343OO
28560O
2277OO
36660O

5-32
9,1
9.59
3
7,97
8,48
10.64
13.54
10,03
I3.3I

425;  IO,70!]  1,888200  I  9,57

45
52
49
54
67
71
68
76
63
76

9.00
11,02!
8,8.3]
10,35
11  ?  4  7  j
12,03
I  1,22
9,43
9,53
10,66

227IOO
I956OO
2322OO
2649OO
3759OO
3II7OO
3081OO
42780O
26160O
3975OO

I  9-53
1  8.{
8.72
10.41
I  1,80
10,93
10,38
10,47
7,56
10,58

62I  10,33  3,002400  I  9,95

IO4  I3.O6
98  12.05
I  l6  12,55
89  10,55
IOO]  I  1,44
”3  12,81
124}  12,17
I35  13.11
12  I  I  1.84
931  9,301

420300
502500
531300
392100
517500
606600
591900
817200
646600
432400

10,29
I  1.79
I  1.21
9,10
I  1,37
I  1,70
10,3«
IS
10,85
7-26

IO93  11,85  5,458400  I  10,73

23  9  7  1  0,89'  11,468900  ]  9,98

12.  Chronische
Entzündung  (Katarrh)
der  Lungenschleimhaut,
Emphysem

6,25  ;

4-48
4,60
0,92
3,15
1,57

Yers.-Summo


9000

23400
26400
12000
32400
19500

8.75

7,io
5,13
4,76
3.02

15  2,23  1  122700  3,47

1  0,77
2  1,42
2]  1,22
3  1,51
7]  3,*3
2,00
2,93
0,87
1,38  g]
1,18  !

I  500  0,23
I5OOO  1,81
57OO  0,65
45OO  0,48
549OO  5,61
375OO
558OO
54OO
I23OO  j  0,86
I53OO  j  0,99

4,84
0,49

36]  1,69  ]  2O79OO  1,97

1,18
0,80
0,34
0,87  '

1,03
2  0,42
3]  0,73
3  0,66
7  1,30

20700
19800
1800
10200
29100
18900
2700
8400
4800
38400

1.15
0,13
0,5«
1.49
1,00
0,12
O.40
0,21
1.39

34j  0,86  j]  I54800]  0,78

6  1.20
4  0,85
14  2,52
22  4.21
20  3,42
21  3,56
20  3,30
l6  1.98
15  2,27
23:  3,23

294OO
I380O
444OO
819OO
999OO
II4OOO
945OO
822OO
534OO
780OO

1,24
0.61
3.22
3-1*
4.00
S"*»
2.01
1.54
2.08

161  ]  2,68  i]  691500  2,29

23
20
24
l8
28;
22
35:
39I
49
3 8 ;

2,89
2,46
2,60  j
2,13  j
3.201
2,40
3.43
3,84
4-80
3-80  ;

66300
62700
103800
64500
144900
84600
169500
137700
303600
252000

1.47
2,19
I  .50
3-18
I  ,63
2,97
2,25
5,09
4,23

296  3,21  1.389600  :  2,73

542  2.46  :  2.566500  !  2.23
        <pb n="109" />
        4

F  erne 1

Jahre

1829
1830
1831
1832
1833
1834
1835
1836
1837
1838

Chron.  Herzkrankheiten ­


I  l,n
3)70
1,49
3)45
: ,8 i
1,87
3,1»

Vers.-Summe


17400
39000
6000  ‘
2550O1
12300]
18900;
11700]

I  1,30
12,66
1,82
4,96
2,28
2,78
1,81

14.  Unterleibs-Entzündung

(excl.  Puerperalßeber)

Vers.-Summe


Ji

6,25
3,70
io,64:
1,4»!
4,80
3,97]
1,57]
3,94!

3,31

1500
1800
1800  1,17
285OO  ¡12,89
I80O  i  0,55
36600  j  7,12
27300,  5,0«
12000  1,76
I4IOO  I  2,18

15.  Chron.  Leber
krankheiten

Vers.-Sumine


&amp;gt;,33  I  I  5 00 i3,31

I  3,7o!
1  I,8s|
2  4,25
4  4-60
76,42'
6  4,721
6  4.7  -2[

2400  1,56
9OO  0,29
75OO  3,39
33OOO  6,42
4080O  7,56
I260O  1.85
339OO  5,24

16.  Bright'sehe
Krankheit

1,6,21

Vers.-Summo


-H

17.  Aeussere  Schäden
und  Geschwüre

I5OO  1,46
—  '

Vers.-Summe


Ji

18.  Gehirn-Schlagfluss

3,70
i  1,49  !
5  4,59
10,79

10500
3000
30000
3600

3,11
0,91
5-56
0,56

I  8,33
l|  6,25
3  "11
4  7-41
6  j  12,77
8  11.94
9  10,34
l8  16,51
14  I  1,02
20  15,75

Yers.-Siunmo


á

900019.8
1500014.5'
13200  8.5*
26100  SA
25200  i  r,4*1
26700  8,1*1
33000  6-4 3 |
74100  13/
94800  13-9 5
123300  19«

1829/38

17  2,53/  130800  3, 6

1839
1840
1841
1842
1843
1844
1845
1846
1847
1848

1,55
4,96
2,44:
2,63
5,91
1,50

9|  3,76
2,62
1,71
1,48

33OOO
59700
585OO
282OO
684OO
12000
63600
735OO
795OO
I53OO

5,18
7,20
6,64
2,9»
6,99
1,12
5,52
6,71
5,56
0,99

24  3,57

I254OO  3,54

9|  6,98
7  4-96
6]  3,861
3]  1,51
i  ]  0,49:
2,00j
3,55  I
3,06;
4,10  :
2,9511

28200  j  4,41
35100  4,23
15900  1,80
252OO  I  2,67
2100  ]  0,22
234OO  j  2,10
33OOO  2,86

I5OOO
7980O
525OO

1,3  7
5-58
3,3»

284,10;  1326003,74

2  I,55¡¡
4  2,84
I  I  6,71
5  2,53
8  3.94  ¡
2,50j|
2 ,51  j  J
3,05
1,71
2,36

33OOO
48o00.5,79
75900,8,«i
252002,67
46500  4.75
444OO  4.1  6

492OO
579OO
2160O
732OO

4,27
5,29
1,51
4,73

I  0,1!

I5OO  0,04

0,50
0,84

0,68
0,30

3OOO  0,28
IO5OO  0.91
9OOO  0,63
45OO  0,29

9;  1 ,34  i

1  j  0,7  8
I  0,71
0,61
1,01
1,48
0,50

0.68
0,30

47IOO  1,33
12000  1,88
I5OO  J  0,18
3OOO  !  O.34
9OOO  O.95
63OO  '  0,64
60OO  0,66

75OO  0,52
12000  I  0,77

84  12,48  I  44O4OO  12.1'

*2¡  9,30
I9  *3,47
H]  7-93
31/5,66
25'  12,32!
2  7  13,50
3 2  *3,3»

13.97
8,87
9,14

783OO  12
123600  14-9*
78300  8
142500  15
100200  10
163800  I  5-3 J
172500  14.9'
221  IOO  20.1*
111000  7.7*
167100  io.i*

*839,48  J  58]  2,72lj  491700]  4,6sJ  6y|  3,14

1849
1850
1851
1852
1853
1854
1855
1856
1857
1858

2,96  I
4,81
4,38!
20  5,78:  j
*8;  4,5o:¡
15  3,»ill
I4  2,97¡|
*9  4^62¡¡
22  4.97/
28!  5,21,

69900
72600
79800
119400
I  Io100
75600
85200
87300
155400
165600

4-  08
4,21
5,
6,
5-  65
4-00
3,87
4.14
6,
6,1

5
10:
6
i
H
16
16
9
8

1.48
3,00
2,02
1,15
1,50
3-61
3,40
3,8»
1,9»
1.49

3IO2OO  2,93

6  112,86  I  445200Î4,21  6!0,28  27000¡0,26

234OO  1,36
4I  IOO  2,3 9
4O2OO  2. fll
I980O  1,14
2,80
4,65

5460O
879OO
81OOO  J  3.68

IO860O
3O9OO
552OO

5,15
1,36
2.01

5/,48
5  1,50
I  I  3,70
82,,1]
16  4,00
II  2,83'
7  1-49
I4Í3-41
I3 2 ,88
l8|3,35

9900:0,53
36000  2,,
32IOO  2,3 2
33OO0]  1,90
I34IO06,
40500  2,14
I7700;0,so
53400)2,53
74100  3,26
II3IOO¡4,U

2  0,59
2jO,60
I  ¡0,291
5  i  1 ,25
I  0,26
1  0,2l]
3  0,73
7  *,55
2  0,37

26100]  1,52
3OOO  0,17

I5OO
4O5OO
60OO
60OO
3O3OO
5 2 500

0,09
2,08
0,32
0,27
1,44
2.31

4800  0,17

0,56
2  0,59
5  *,50
2  0.67
4:  *,i6
3]  0-75
4]  *,03
5  j  1  ,»6
5  I  *--2
2  0,44
4  0.75

57300  I  0,54
3000  ;  0,17
30900  I  1.79
42OO  !  0,30
37500  ;  2,16
5700  ;  0,29
23400
33600
30600
2400  o,u
I89OO  0.69

249  *1-6«

1.24
*,53
1,45

46
4O
3*
48
43
40
37

*3,61
I2,oi
10,44
*  1,27
*  2,oo
*  1,08
8,49
9,oo!l

46  10,18  I
59  10.99

1,358400  12,
296700  17-180000
  io-i*
I5O9OO  10  9'
234900  13,
208800  io-232800
  12-3'
213000  9-« 1
238800  I  1-3*
214800  9-&amp;lt;*
3459OO  12-5*

1849/58
1859
1860
1861
1862
1863
1864
1865
i860
1867
1868

*75  4,4,1  1.020900  5,17

94  2,37

542700  '  2,75

108  2,72  5439OO;  2,76

23]  4,00
27)  5-72
30]  5,41
26  j  4,98
3*1  5,31
38  6,44
3°)  4,95
3 2 j  3  *7
4*  6,20
33  4-63

73500
133200
184800
163500
227400
201600
180900
169200
231600
182100

3.08
5,83
6,94
6,
7.14
7,07
6.09
4.14
6,69
4,85

8]
*5'

*,60:
3,18
I  *  1,98
*4  2,68
io]  1,71
IO  1,69
15]  2,47!
*  71  2,11]
13'  1,97
II  1,54

3O3OO
639OO
53*00
45900
57000
3*5ooj
65100  ]
105900  j
74700  ;
55500  I

*,27
2,80
1,99
*,80
1,79
1,10
2.19
2,59
2,16
1,48

25  5,00
12  2,54
*22,16
8;1,53
III,88
122.03
*4  *»*»
I9  2.36
IO  1,51
l6  2,24

I635OO  6,88
31800!  I,a
67500  2,53
26400!  1,04
53100.1,67
69900]  2,45
453OO  1,53
993OO  2,43
72900]  2,11
64800  1,73

24  O,60|
5  j  i  ,00
31  °,6  3
5:0,90
8  1,53
12  2,06
8;  1.36
13  2,14
12:1,49
6  0.91
io]  I,4o|

170  7  0  0  0,86  3  6  0,91  i  I9O2OO  ]  0.96

429  10.86:1  2,316600  11-7

21000
I380O
24900
54OOO
9240O
324OO
675002,27
63300  I.55
279OO  0,81
82500)2,20

0,88
0,60
0,94
2,12
2,90
1,13

6  1,20
II  2  33
7  1,26
IO  1,92
3  0.51

1-19
0,82
1,12
O.60
0,98

4O5OO  j  1,70
7O2OO  ;  3,07
4680O  1,76
7I4OO  j  2,81
I23OO  I  0,39
32100  !  1,12
372OO  j  1,25
855OO  j  2,09
297OO  0,86
393OO  1,05

4l]  8,20]  )
62  *3,ii
58  10,45
58  ii,n||
69  11.82  j
67  11,3«
80  13,20
102  12,65  ;
98  14,831
921*2,80]

212400  8.9'
391500  17-1*
278400  I  o.l*
258600  IO.I*
472200  14-«*
358800  12-3*
450900  15-1*
552000  13-»*
523200  15
493800  13,1*

1859  68

3*1,  5,18  1,747800!  5,79124!  2,0«!  582900  1,93

1869
1870
1871
1872
1873
1874
1875
1876
1877
1878

42
5*
61
65
54
72
9*
87
93
102  IO50

5-28
6,27
6,60
7-70:
6,18
7,84

8,55
9-10

2592OO
4335OO
42O3OO
4353OO
29OIOO
5544OO
6465OO
57960O
7054OO
82080O

6
10,17
8,87
10,11
6,37
10,69
I  1,32
9,48
*  1,84
*348

*39i 2 ,»i

69450O!2,30  82  I

479700:1,59

69

1,15

465OOO  I  1,54

2,01
1,85
1.95
2,13
1,94
0,87
1.96
1,67
1,17
1,80

798OO
5IOOO
945OO
699OO
I2O3OO
522OO
I581OO
IO680O
677OO
I747OO

*  -95
*,20
1.99
1,62
2,64
1,01
2,77
1,75
1.14
2,93

I9  2,39

1,72
2,49
1,90
2,63
2,29

3i:3,04
24|2,36
24  2,35
32  3,2«

92I00]2
747OO  1,75
I083OO  2,28
7O5OO  1,64
II97OOI2.63
I7160O  3,31
2 * 2 7oo¡3, 72
152400  2,49
*  *  79OO  1.98
I683OO  2,82

1,00
1,84
0,6  5
1,90
2,40
2.94
2,26
2.66
1,96
2,20

795OO  I.95
I  I7OOO  2,74
2880O  0,61
*34*003,11
I  12200  2,47
16650O  3,
I64IOO
18920O
I443OO
1622OO

2,87
3,1»
2,42

0.88
1,11  ]
1,41  j
0,95  i
1,03
0.98
1,67
1,18
1,76

2,72  I7I  1,70

I4IOO
2880O
783OO
342OO
5I3OO
102000
7680O  1,35
522OO  0,85
924OO  I  1,55
I  IOIOO  1,85

0,35
0,68
1,65
0,80
1,13
1.97

727  12.10  j  3,991800  13.

10312,94
9 6  11,81
*  IO  11,90
96  I  1,37
I  IO  12,59
IO4  I  1,33
I2I  11,87
HO  13,77]
I48  14.48
*54  15-4»

580500  14--*
515100  12-0*
584100  12-3*
522900  12-1*
672000  l4- ,f
645000  12-4*
739IOO  12,9*
826600  IJ*'
1,053400  17-*'
968900  16"*

1869/78

718;  7.78:5.14510o  10,11

*59  *,72¡  975000  I  1,92

22  7  2,46  ¡1.288200  2,53

*85] 2 ,00  1,297900)2,55

I  I9  1,29

64O2OO  1,26

1182]  12,81

7,107600  I3- 1

1829/78

*279!  5,»1  8,536300

7,43

468  2,13  2,536200

5 6 3Î 2 ,5«!3,I04400 I 2,70

298  ]  I, 35 [|l  ,976800]  1,72

2 45!  *  11  I  1,399800  1,22

2671  12,13!  15,214800  i3&amp;gt;

Tabelle  XII.

Juli

1829
*830
1831
1832
1833
1834
'835
1836
1837
1838

19.  Lungen-Schlagfluss

1  6,25
2  7,41
3  5,5«
3  6,38
i  1,49
3 ;  2 -75

Vers.-  j
Summe  0  t,
-
Ji
12000  I  1,66
5400:  3,51
14400  !  4,67
249OO  !  I  1,26
3OOO  0,91
1680O  3.II

20.  Sonstige  Krankheiten

Vers.-Summe


Ji

3  25,00
I  6,25
3  1*1,11
7  *2,96
6  12.77
h  16,42
16  18,3»!
11110,0»:
16  ¡12,60!
27  21,20!

15000
1500
30000
22200
30000
52800
77100
43500  !  8,06
103800  15,26
I329OO  ¡20,56

33,H
1,48
19,49
7,21
*3-57
l6,03
I4.99

Selbstmord

2,99
1,15
1,83
3-15
1.57

Vers.-Summe


Ji

4500
12000
75OO
267OO
63OO

1,37
2,33
1,39
3’ 92
0,98

22.  Verunglückung

1,85
4,25
2,98
1,15
1,83
0,79
0,79

Vers.-Summe


^1

3000
3900
4800
6000
4500
3600
9000

9-9
1,76
1,46
*,17
0,83
0,53
1,39

23.  Altersschwäche

Yers.-Summe


0,92
1,57

3000
6600

0,56
I  ,02

Zusammen

Vers.-Summe


16
27
54
47
67
87
109
127
127

45300
102900
153900
308100
221100
329400
514200
539700
680400
646500

'829/38
1839
*840
*841
*842
1843
1844
1845
1846
1847
*848

I3I  1,9.3  ]]  765OO  ]  2,16

6]  4,65
4  2,84
3  1-83
4  2.02
4  1-97
6  3,00
8  3.35
10  4.37
8  2.73
5  1,48

46200  I  7,22
29100  3,51
69OO  0,78
I74OO  1,84
I860O  1,90
4560O  4.
36600  ]  3,18
474OO  4.33
48000  3
I23OO  0,79

101  15  01

I  S,»»'
j  I  2,80
*9,1»
*4,78]
42  21.00
27,81
18,34]
23.8»!
17,70

24
22
21
38
30

66
42
70
60

508800  14,37

81900
136800
112200
168300
193500
194700
274500
189000
346800
337800

12,80
l6,
12,73
17,83
*9-77
18.24
23.81
17,2«
24.25
21.81

I*  1,63

57OOO  j  1,61

4-65
4-96
4-27
3-54

1,00
1,25
5  2,18
5  *,71
14  4-10

I95OO
92IOO
4080O
4I7OO
I32OO
5IOO
2I9OO
I95OO
561OO

3-  05
I  1,10
4,83
4-  42
I
0,44
2,00
1,36
3,82

I  O  I.49
2]l,55
2  1,42
3  *&amp;gt;83

34800)0,9

3|  0-45  I  9600]  0,27

673!  3-541500

0,50
0,99
1,50
1,25
0,44
1,02
5]1-48

39OO  0,61
39OO  O.47
9OOO  1,02
60OO  0,64

I35OO
228OO
72OO
180O
9OOO
17100

1,38
2,14
0,6
0,16
0,63
1,10

0,78
2,84
1,22
2,02
0,49
6,00
2,51
4,37
4,10
4,43

45OO
960O
180OO
345OO
I5OO
504OO
372OO
5160O
585OO
7260O

0,70
1.16
2,04
3-  65
0,15
4,72
3,"
4,71
4,09
4-  69

I29
HI
164
I98
2O3
200
239
229
2 93
339

639600
829500
881700
944100
978900
1.067400
1,152900
1,095300
1,430100
1,548900

*8

39/48

1849
*850
1851
*852
18 53
18 54
' 8 55
*856
,8 57
1858

58  2,72  j  308IOO  2,9-415

  19,44!  2,035500  19,06

56  2.62

6  1,78  ;
I  0,30  j
3  1-01  1
5  *-44
IS  3,75  lj
5  1-29  j
10  2,12  I
8  1.95
11  2,43
14  2,61

40500  I
1500
14400
39900
70500
I7I00
55500
30300  ;
62100  ]
106200

2,35
0,0»
2.30
3-62
O.90
2,52
1-44
2,7  3
3-8«

83
66
65
88
64
83
89
83
78
94

24,56
19,82
21.89
25-43
l6,00
21,39
18.90
:  20,1  9
I  7,26
I  7,50

39 2 400
337200
386400
405900
333900
426000
456300
394200
472200
476700

22, 8 i
19,58
27-96
23,35
17,13
22,52
20,72
l8,69
20,79
17-31

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117000
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126600
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1.722300
1,382100
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2,108700
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7,8  2
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6.52
8.52

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522
5 8 4
590
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806
661
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2,382900
2,283900
2,663700
2,544600
3.184200
2,852700
2.969100
4,084800
3,459600
3-755400

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104  12,79
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105  12,44
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4,246500  14,0

96)  1,60  )  54480O

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1,72
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1,67
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1,70

5 2 500
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75000
31800
72900
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46800
109700

1,28
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2,13
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1,68
0,79
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69)  8,18
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77|  7,53
71  7,10

344*00
345000
5*9300
259800
336900
364800
392100
414900
!  275400
I  397500

10,95
6.03
7,40
7.04
6,87
6,79
4,62
6,67

796
8*3
9 2 4
844
874
918
1019
1017
1022
1000

4,086300
4,261500
4,740900
4,307700
4,55*600
5,184600
5,711600
6,112300
5,960000
5,958300

I78  1,93  ! ]  8673OO  1,71

973  10,551  5,206000  10,23

169  I,S3  ¡¡  1,299900  2,56  1441,5«  7746oo!l,52

784  8,50  [3,649800  7,17

9227)  50,874800

18

2 9  78

498  2,26  2.4654OO  2,15

3104  14,10  ;  16,078000  13,8»

410  1,86  ]  2,664300  2,32

302,1,37  1,383300  1,2(

1603  7,28  7,5  3  7  2  00  6.5«

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        XIII.  Sterbefälle  im  ganzen  50jährigen  ZeitrauHj  hach  Berufsklassen  und  Todesursachen.

I.  Klasse.
Ohne  Beruf

II.  Klasse.
¡Staats-,  Kirchen-,
Schul-&amp;amp;Gemeinde-Bedienstete


Typhus  !  108

Asiatische  Cholera

Andere  Infectionskrankheiten

4-Lungenschwindsucht


5.

Krebs

6.
Gelenk-Rheumatismus  .  .
7-Diabetes



8.
Geisteskrankheiten

Gehirn  entzündung

Chron.  Gehirn-  und  Rückenmarkskrankheiten. ­

11.
Entzündliche  Krankheiten  der  Organe ­
  der  Brusthöhle.
12.
Chron.  Entzündung  (Katarrh)  der  Lungenschleimhaut, ­
  Emphysem  etc.
13-Chron.
  Herzkrankheiten
14.
Unterleibsentzündung
(excl.  Puerperalftober)
15-Chron.
  Leberkrankheiten
16.
Bright’sche  Krankheit

65
143
Ui
9

i7-Aeussere
  Schäden  und  Geschwüre
18.
Gehirn  -  Schlagfluss

19.
Lungen  -  Schlagfluss

Sonstige  Krankheiten
21.

Selbstmord

22.

Verunglückung

Altersschwäche

7
25
210
31
75
37
42
15
16
173
49
249
9
9
183

6,86
6,68
10,31
1.85
10,33
4.01
5.59
8,82
11,80
8,08
4.48
0-56
2,15
0.12
4,82
0.25
3,89
0.43
2,7  4
1,54
8,76
12,95
5,72
1.91
5.86
4,62
7.91
2,28
7,46
2.59
5,03
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6.53
0,99
6.48
10.67
9,84
3.02
8.02
15,35
2,20
0.55
2.98
0,55
11-42
1  1.28

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29
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197
257
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1288
205
1348
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46,19
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39.18
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2.75
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11,21
42,16
4,85
46.27
0.96
31.18
0,30
34.94
0,30
35,55
0.66
46.94
4.45
43.89
10.90
43,54
2.45
42,5»
5,6  4
42,09
2,04
45,65

38,59
1,19
44,49
1,13
48,32
13,34
41,16

43,43
13,97
36,83
1,56
35,io
1,10
46,35
7,70

III.  Klasse.
Aerztliches
Personal

124
9
28
131
44

7
5
10
5°
119
17
81
18
33
I  »7
12
157
16
i53
21
5
71

IV.  Klasse.

7,87
10.88
3,09
0,79
4,45
2.49
5,12
11,49
3.96
3,86
5.97
1,05
7,53
0,61
6,02
O.44
5,55
0.87
5,47
4,38
4.97
10,44
3,14
1.49
6.33
3,85
1.58

0,86
2,89

4,90
5,88
13.7  7
3,21
1,40
4,93
13,42
5,12
1,84
1.66
O.44
4,43
6,23

Privatgelehrte

V.  Klasse.
Künstler

VI.  Klasse.
Persönliche
Dienste  Leistende

Summa  j  1622  |  7,» 7  9652  I  43,,4  II  1140  I  5,,7

0,08
7,14
0,34
7,14
0,16
7,14

31

0.2:
14,21

0,18
7,14
0,08
7,14

0.41
7,14
0,07
14,29

2  I  0,0«
14,28

0,33
7.14
0.O6
7.15

2 3

5
2 7
45
11
31
13
13

56
9
57
14

1,97
7.16
O.34
0.23
1,91
2.77
1,99
11,78
2.07
0,31
0,99
0.46
2.15
0.46
1,21
0,23
2.78
1  ,16
2,95
6.24
1,88
10,39
2,03
2,54
2.42  J
7.16  j
2,78  ¡I
2.31  j
0,67
0,46
0,82  j!
0.48
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12.93
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2.08
1.84
13.17
3,41
3.24
1  ,32
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1.31
4.85

5
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21

9
15
8

58

2 4

1.40
é  ,30
0.69
0.64
0,7  9
1,59
1,02
8,25
1,89
6.67

3,23
0  95
1.21
0,32
1,67
0,95
1,31
3,81
1.38
10,43
1,66
2,86
1,17
4,7  6
1,71
2,54
0.89
1,59
1.01
O.95
1,63
1,27
1,12
0,52

4.13
1.87
18:41
2.44
3,17
2,32

1,5«
7  .62

VII.  Klatfi
Landwirt  bO

36
5
19
51

7 2
18
41

70

81

16

44

3,*'
6.8'
3.2''

1,»’
1,8*
3.9'I
Uv
4,9'
1.8'

11  d
4.«'
3.8'
2.« 1
13  '

2.9»
1.5'

*  Hl.  Klasse.
T  ° r st-Beamte  und
Bedienstete

2,2»
6.0»
Er«
0,9»
3.0»
3.2t
1.9»
8.6»

3.7'
4.9»
1.6»
2.1»
0,3*

0,8»
K;:
3.o»|
12.1«
S»'  I
3.0»

42
i
17
59
4i
3
6

81
2 3
2 5
12

2,d
W

14

0,06  ¡  433  :  1,97  il  315  1,43

591

2.8*

60

12

77

16
47
57i

IX.  Klasse.

X.  Klasse.

XI.  Klasse.

2,67
8  ,35
0,34
0.1  7
2.70
2,98
2,30
10.33
3.70
7,18
1,49
0,52
6.45

2,78
0.68
1.42
2.28
3.38
14.19
4.24
4.03
1,95
4.38
2.56
2.10
1,95
1,93
2.35
1,23
0,82
0.35
2.25
10.51

2.48
13.48
2.68
1.93  j;
5,30
2,80
2.93  I
8,23  II

«¿fer 1  “—«a.,

2 5
15

13
35

7
5 2

XII.  Klasse.
Ingenieurs,
Civilingenieurs,
Geodäten

2 3

1,46
7,69
2,06
2.01
3.34
0,98
8.36
1.35
0,02
0,99
0.67
2,1  5
0,67

2.22
1.34
1,42
4.35
1,46
11,71
1  84
3,34
0,78
3.34
1,71
2,68
1,60
3,01
1.34
1.34
1.22
1,00
1,12
10,03
1,41
2.34
1.67
17,39
0,98
1.34
1,32
1,34
1,13

2 99

188
40
9 2
361
147
30
20
22
40
165
290
70
2 34
65
78  I
67  1
40
401
75
468
93
40

11.93
5,8  3
13,75
1,24
14.6  3
2,85
14.10
11,19
13,25
4,56
14.93
0,93
21.51
0,62
26.51
0,68
22,»
1.24
18,05
0.11
12.10
8,99
12,92
18,30
7.25
13,89
2,01

13.
2,42
22,48
2,08
16,33
1,24
ln,01
12.43
15,06
2,33
15,08
14,51
22,68
2,88
13,25
1,24
12,4,
6,20

3226  14,65

54
14
24
I6I
39
7
i
5
5
27
78
15
45
21
19
9
5
71
16
92
14
2 9
27

3.43
6.94
4.81
1,80
3.82
3,08
6,29
20,6  9
3,52
5.01
3.48
0,90
1.07
0,13
6.02
0.64
2.7  8
0,64
2.95
3.47
3,25
10,03
2,77
1,93
3,52
5.7  8
4.49
2,70
3,38
2.44
3,02
1,16
2,04
0,64
2.66
0,13
3,21
2,06
2.96
1  1,82
3,41
1,80
0,60
3.7  3
1,68
3.47

778

3,5

17
8

14

XIII.  Klasse.  :  XIV.  Klasse.
Gewerktreihende  Militärpersonen

0,57
7,32
0.69
1,63
0,32
1,6  3
0,66
13,82
0,72
6,50

2,78
4.06
0,77
*&amp;gt;,69
0,50
0,7  6
0,7  4
3.25
0,47
4,88
1.07
4,06
0,71
3.25
1,01
2,44
0,41
0,81
0,56
12,20
0,20
0,81
0,45
11,38
0,49
1,63
1,32
3,25
0,12
1,63

I74
59
71
39 2
128
31
16
11
2 3
95
305
89
135
55
64
43
35
2 45
50
355
55
53
139

123

2623

11.04
6,6  3
20,28
2,25
11,29
2,71
15,31
14,94
11.53
4,88
15.42
1,18
17,20
0.61
13,25
0,42
12,78
0.88
10,39
3,62
12,73  '
11,63
16.42
3,39
10,56
5,15
11,75
2,io
11,37
2.44
14.43
1,64
14,28
1,33
9,17
0,34
10.04
1,91
11.44
13.53
13,42
2,io
17,55
2,02
8,67
0,30

11,

35
6
18
61
2 3
2
3
5
4
2 5
64
8
35
14
16
4
5
72
22
98
10
15
78

623

2.22
5,62
2,06
O.97
2,88
2,89
2,38
0,7  9
2,07
3,69
1,00
0,32
3.23
0,48
6,02
0,80
2,22
0,64
2,74
4,01
2,67
10,27
1,48
1,29
2,74
5,61
2,99
o

1,34
0.64
2,04
0,80

1  1.56
3'"
0,53
3,16
15,73
2,44
1,61
4,97
2,41
4,87
12,52

XV.  Klasse.
Diverse
Berufszweige

Summa

0,34
14,29

0,22
28,57
0,04
14,29

0,08
14,29

0,18
14,28

0,0
14,21

1576
291
629
2560
1110
201
93
83
180
914
2397
542
1279
468
563
298
245
2671
498
3104
410
302
1603

7  0,o3  II  22017
4"
        <pb n="111" />
        t

w#  1  '"»&amp;gt;&amp;lt;*

A

1

If

Gesuiidlieitscliarakteristik  und  der  Todesursache.

XIV.  Sterbefälle  im  ganzen  50jährigen  Zeitraum  nací

Gr&amp;lt;r

Cp

Ca

Cv

Cb  Ks

Kr

Kl

l\  w

Ac

Ah

Al  A

Ai

Ek

Uff

Gg  G

(Tg|Cg
Ec  Ks

Cg  Cg  I  Gg  Gg
Kv  Kr  Kl  Kl,

*2  2

Ca

Ca

Ca

Ca

Cv  Cv  Cv  Cv
Kl  Kw  Ac  Ah

Cg  Cp  Cp  Cp  Cp  I  (I
Kw  Cv  Cb  Et  Kk  ß

Cp  Cp

Cp  Cp

Cp

Cp  Ca
Ar  Cv

I  a

Ca

Ca

(  a

Ca

Ca

Ca

Ca

Ca

Cv

Cv

Cv  Cv
Eff  Eh

Cv

Cv

Cv

Cb

Cb

Cb

Cp

Ca

Cv

Ek  Eg

Cb

Et

Ac

\h

Ek

Eh

Ks

Ki

k

Kw

Ab

Ar

Cb

Kr

Ai

Ek

Eff

Ki

Kl

Kl,

l\  w

Ac

Ag

Et

Ec

Ks

Typhus
2.

1041

9  il

2  5

5  6  .

85  14!  18

4  102  3

82:  .

7  4  7  41  4

Asiatische  Cholera  .  .  .  .
3-iSo



24

2  2

8  .

24

■

And.  Infectionskrankheiten
4-6

  15

419

3  7

33

30

4  3

I  2

9  i

34

Lungenschwindsucht
5-62

  11

1474

35

6  6  i

79

18  9

3 2 5

20

418

2  27  4  9  75  9

97  i  3  i16

i  i

i  i

3  i

Krebs

736

10  12  3

69  i

24

9  6

9  3

5  6  6

13  i»  i

36

i  2

Gelenk-Rheumatismus  .
7-121



i  5

1  i  i

i  i

Diabetes

59

3  i  ;  i

8  .  .

Geisteskrankheiten

46

2  i

5  3  2  .

i  3

Gehirn-Entzündun

130

4  I  •

7  i  5:

Chron.  Gehirn-  u.  Rückenmarkskrankheiten ­
  .  .  .

585

13  I  H

64  i

10  7

47  10  10

6  16  8  3

IS  I  !  38

I  I.

Entzündl.  Krankheiten  der
Organe  der  Brusthöhle  .

17  15  6

1553

38

i  20

!  136  19  21

134  2

il  4  8  i  ;  18

101  3  93

.  i

12.

Chron.  Entzünd.  (Katarrh)
der  Lungenschleimhaut,
Emphysem  etc.  .  .  .

344

3 2  2

31  5  3-18

  2  29

31  2  2

Chron.  Herzkrankheiten

826

6;  16

77  i  !  i 2  15

60  15  12  10

36

27  i

L  nterleibsentzündung
(excl.  Puerperalfieber)

4  I

303

33  i

4  2

2 5  6  4  2

5  .

22

15

Chron.  Leberkrankheiten

369

6  .

41  3

35t  9  13 2

i  27

Bright  sehe  Krankheit  .

182

i  6  i

2 3  4  4  i

2  2

i7-Aeussere

  Schäden  und
Geschwüre  .  .  .  .

167

14  2  i¡  2  i

i  il

Gehirn-Schlagfluss  .  .

38

171T

7  189  3

24:  18

123  23  32  18  8  16  3

I

21  51

Lungen  -  Schlagfluss  .

i  12

309

40;  2

4  3

32  4  i  I  .

3  4

4  14

20.

Sonstige  Krankheiten  .

67  I

37  II

1943

38

227  9

162.  31  26

12  4  26  10  I  26  I  65

2  i

3  122

21.
Selbstmord  .  .  .  .

278

2  i  2  i

24  i  i

20;  5  4

3  5

3

22.
Verunglückung  .

2  4  i

202

4  6

2  2  i  12  7  i

23

Altersschwäche  .  .  .

19  18  4  I  22

1055

3  144  6

i  O;  14

3  2:  5  2  8  25  I

63

i  i

Summa

14033  184  249  69  '364  3

3  I94  1384

39  159  121  5  I  i  1323213195:90,51  139,  57  169  535  34  886  i

i

58

i  i  i  i  2  i  i

16  2

h  14

71123

4  !  2

4  3

i  i

4  44
        <pb n="112" />
        ——-Ferne

 1  Tabelle  XIV.
—A

Gg

Gur

GgjGg
Ek  Eg
Ec  !  Eh

Gg

Gg

GgGg
Et  Et
Kv  I  Kr

GgjGg  Gg
Et  Et  Et

Gg
Ar  Et
Eh  Ek

g

G  g

Gg

(  .&amp;lt;!'

Cb

Cb  Cb
Ec  !  Ks

Cb  Cb  Cb

Cb  Cb
Kb  i  Kiv

Ivb  Kb  K\v  Kw  Kw  Kw  H  V'  Ac  Ac
Ag  Ar  Ab  Al  Ag  Ar  M  Eg  Ab

Cb  Cb

Cb

Cb

Cb  Ks

Ks

Kvj  Kr  i  Kr  J  Kr  Kr
Ab  i  Ah  i  Al  I  Ag  I  Ar

Kl

Kl

Kl

Kl

Kl  Kb
Ar  Ab

Ek

Ek

Ek

Eg

Ar  Ar
Ek  Eg

Ab  Ab
Eh  I  Ec

Ab

iS

Ab

AI

\l

Ag

A  g

Ag

\h

Ab

Ac

Eh

Kv  :  Kr  KI

Ac

Ab

Agi  Ar  !  Ab

Ab

A

Ks

Eb

Ec

Eg

Eb

Ec

Ks

Kl  Kb  Kn

Eg

Ar

Ar

Kk

Ek

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I  2

2  3

I  I

9  i  5

Asiatische  Cholera

i  .

And.  Inl’ectionskrankheiten  •  !  .
4-2

  I

i  i  i

4  i  i

Lungenschwindsucht  .
5-6

 !  1  !  3

is  1  2

22  6  1  2

2  j  i

I  22

3  i

Krebs  .  .  •

i  3

8  51

2  .  .  l  i

i

i  i

Gelenk-Rheumatismus  .

I

Diabetes

Geisteskrankheiten  .  .  .

1  !  •

Gehirn-Entzündung  .  .

i  .

10.

Chron.  Gehirn-  u.  Rückenmarkskrankheiten ­
  .  .  ,

il  2  i  i

3

-  51

i  2

11.

Entzündl.  Krankheiten  der  j
Organe  der  Brusthöhle  .  !  •

i  i

9  i

8'  5

4

12.

Chron.  Entzünd.  (Katarrh)  ;
der  Lungenschleiinhaut
Emphysem  etc

4  :  i

•  •  •

Chron.  Herzkrankheiten

i  i

i  2

3  3

i  i

1  1  3

i  i

14.

L  nterleibsentzündung
(excl.  Puerperalfieber))

.  I

I  I

i

r 5-(

  lirón.  Leberkrankbeiten

.  I  .

2.2

i  .

16.

Bright  sehe  Krankheit

i  i  I  2

I

17-Veiissere

  Schäden  und
Geschwüre  .  .  .  .

i  i  i  .  i

i  i

18.
Gehirn  -  Schlagfluss

i  i

i  4

31.  15  I  2

16  2

i  i  i

3  :  9

19.
Lungen  -  Schlagfluss

•  i  *

20.
Sonstige  Krankheiten

I

I  4

I  2  i  2

4  5  I  2  13

1  [  •  I  1  9.2

i

i  i  3

i  i

11,1  I

21.
Selbstmord  .  .

3  .

22.
Verunglückung

i

1

23.
Altersschwäche  .  .

i  2

31  4

6  6

i

.  i  2

Summa  4  2  5

20  !  I

27  2  52  3  :  7  i  3

i

i  5  14  I  3  6  2  30  13  i  10  i

i  ¡  i  !  23  6  I  16

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i  77  3  6  3

2  !  14  4  Í  4  i  3  9  4  3  !  i  ;  11

25  :  I  :  7

22  7  9  3  2

24

17  3  2  11930;27

9  12  13
        <pb n="113" />
        Fernd

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Tabelle  XIV.

Gg,  Gg
Ek  Ek
Kb  Kw

Typhus

Asiatische  Cholera  .

And.  Infectionskrankheiten  I
4-Lungenschwindsucht
  .  .  .
5-Krebs



6.

Gelenk-Rheumatismus  .

Diabetes
8.
Geisteskrankheiten  ....
9-Gehirn
  -  Entzündung  .  .  .

Chrom  Gehirn-  u.  Rückenmarkskrankheiten ­
  .  .  .
11.
Entzündl.  Krankheiten  der
Organe  der  Brusthöhle  .
12.
Chrom  Entzünd.  (Katarrh)
der  Lungenschleimhaut,
Emphysem  etc
lg-Chrom
  Herzkrankheiten  .
14.
Unterleibsentzündung  .  .
(excl.  Puerperalfieber)
15-Chrom
  Leberkrankheiten  .
16.
Bright’sche  Krankheit  .  .
17-Aeussere
  Schäden  und
Geschwüre
18.
Gehirn-Schlagfluss  ....
19.
Lungen-Schlagfluss  .  .  .
20.
Sonstige  Krankheiten  .  .  .

Selbstmord  .  .
22.
Verunglückung

Altersschwäche  .  .  .

Gg  Gg
Eg  :  Eh
Kw  Ks

Gg
Eh
Kw

Gg  Gg
Ec  Ec
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Gg  i  Gg  Gg  I  Gg  Gg
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Gg
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Gg  Gg  !  Gg
Kl  Kl  Kb
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I  (ijj
Gg  Gg  d
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Kw  Kw  j¿,i

i  !  i

Summa  1  1

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Gg
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3  3

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Ah
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Tabelle

Fern 1

XIV.

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Et  Kl  Kl

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Ah  Ah
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Ah

Ah  Ah
Cb  Cb
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Ah

Ah

Ah

Mi

Ah

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Ali

Ah

Ah

Ah

Mi

Mi

Ah

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Cb  Cb
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Mi

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Ar  Ar  Cp
Kl  Kw  Cv
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Cp

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Cb

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Kl

Kl

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Ks

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Ks

Kl

Eh

Ki

Kl

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Et

Kl

Kg

Et

K  u

Ek

Et

Et

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K  w

Kg

Kg

Et

Ec

Kw

Et

Ec

Kl

El,

Et

Ek

K  »

Et

K  r

Kg

Typhus

1576

Asiatische  Cholera

.  .  .

291

And.  Infectionskrankheiten

629

Lungenschwindsucht
5-2560



Krebs  .

i

1110

Gelenk  -  Rheumatismus

:"i

Diabetes

93

Geisteskrankheiten  .

Gehirn  -  Entzündung  .  .  .

1S0

10.

Chrom  Gehirn-  u.  Rückenmarkskrankheiten ­
  .  .  .

9*4

11.

Entzündl.  Krankheiten  der
Organe  der  Brusthöhle  .

I  !  .

I

•  I  7

2397

i

12.

Chron.  Entzünd.  (Katarrh)
der  Lungenschleimhaut,
Emphysem  etc.  .  .  .  ,

542

I  *

Chron.  Herzkrankheiten

I

I

1279

14.

Unterleibsentzündung  .  .
(excl.  Puerperalfieber)

468

I  I

Chron.  Leberkrankheiten  .

563

•  I  j

16.

Bright’sehe  Krankheit  .  .

298

17

Aeussere  Schäden  und
Geschwüre  .  .  .  .

245

18.

Gehirn-Schlagfluss  .  .  .  .

I

.  i

I  !  .

I

2671

*9

Lungen-Schlagfluss  .  .

498

20.
Sonstige  Krankheiten

i

.  6

3*°4

.  i

21.
Selbstmord  .  .

410

22.
Verunfflückunff

I  '2

23

Altersschwäche

1603

Summa

i  2

*41111  i  i  i

i  i

21  i

i  i

i  5222017

i  i

i  i  i  i  i

i  i

1111112

4  *  *

i  i

2  3

i  I  i  I  i  2
        <pb n="115" />
        XV.  Sterbefälle  im  ganzen  50jährigen  Zeitraum 1

Typhus

Asiatische  Cholera

Andere  Infectionskrankheiten  .  .  .  .
4-Lungenschwindsucht

ktehs  .............
6.
Gelenk-Rheumatismus
7-Diabetes



Geisteskrankheiten

Gehirnentzündung

Chron.  Gehirn-  und  Rückenmarkskrankheiten. ­

11.
Entzündliche  Krankheiten  der  Organe ­
  der  Brusthöhle.
12.
Chronische  Entzündung  (Katarrh)  der
Lungenschleimhaut,  Emphysem  etc.
13.
Chron.  Herzkrankheiten
H-Unterleibsentzündung

(excl.  Puerperalfieber)
15-Chron.

  Leberkrankheiten
16.
Bright’sehe  Krankheit  .

17-Aeussere

  Schäden  und  Geschwüre

18.

Gehirn  -  Schlagfluss

19.

Lungen  -  Schlagfluss

20.
Sonstige  Krankheiten

Selbstmord

Verunglückung

Altersschwäche

2 3-J

  anu  a

154
4
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223
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19
5
7
16
65
268
53
9 2
27
44
2 9

46
264
37
3 2
151

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1,37
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8,71
11,67
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0,45
0,99
5,38
0,26
8,43
0,37

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1,41

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0,7  3
1,52
8,1  6
1,05
8,35
1  1,67
0,24
2,41
8,50
13,82
0,03
1,94
10,60
1,67
0,42
7,90

F  e  b  r  u  a

142
3
74
217
66
16
7
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20
78

Summa

1911

94
37
41
2 3
19
217
51
2 43
28
22
144

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7,81
1,03
0,17
11,76
4,07
8,48
11,93
5,94
3,63

1,96
0,88

1,53
0,38
9,64
0,44
11,11
1,10
8,53
4,29
9,64
12,70
7,oi
2,09
7,35
5,17
7,91
2,03

1,28
3

7,72
1,26
7,76

8,12
11,93
10,24
2,80
7.83
13,36
6.83
1,54
1,28
1,21
8,99
7,92

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Ap  r  il

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94
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16
76
299
62
124
41
46
26
23
254
54
269
37
23
147

9,20
6,99
0,69
0,10
7.79
2,36
9.80
12,io

4,53
10,95
1,06
5,38
0,2  4
12,05
0,48
8,89
0,7  7
8,32
3,66
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11,44
2,99
9,70
5.98
8,76
1.98

8,72
1,25
0,39
1,11
9.51
12,24
10,8  4

8,67
1  2,96
9,02
1,78
7,61
1,11
9,17
7,08

1819

8,21

2075

116
2
56
271
93
18
16
5
16
83
280
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u 9
41
43

7,36
5,79

53

275

16

152

10,59
13,52
8,38
4,64
8,96
0,90
17,20
0,80
6,02
0,25
8,89
0,80
9,08
4,14
11,68
13,97
8,86
2,39
9,30
5,94
8,76
3  n-.

',64
2,15
7.05
1.05
8,98
1,10
8,24
10,98
10,6  4
2,0  4
8,86
13,72
9,27
1,90
5,30
0,80
9,48
7,58

Mai

J  u  n  i

52
263
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8,38
6,50
0,69
0,10
8,27
2,56
10,27
12.95
8,47
4,63
10.95
1,08
13,98
0,64
12,05
0,49
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105
16
35
218
98
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10,50
4,73

10,68
12,60
8,30
9  ...
-,22
9,23
5,81

1,77
8,88
2,46
9,06
1,33
11,02  '!
1  ,33
8,4,  :l
11,13
11,05
2,71  '
8,41  !
12,85
11,46
2,31
8,ei  '!
1,28  ¡I

66

167

39

114

9.42

30
22
203
22
285
36
25
123

bacli  Jahreszeiten  und  Todesursachen.

6,6»
6,o»
5,50
O.93
5,5«
2,o«
8,52
12,6«
8.83
5,6«  I
11,44
1,5«
8,6«
0.4«
8.43
0,4t  j
6,«:
0.7«
7,23
3.83
6,9:  ■
9.6«

1,2«
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8,91
6.61
6,84
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8,9«
1,2«
7,6«
11,7:
4,42
1,2«
9,1«
16,5*
8,7«
2,0«
8,2«
1.4«

J  u  I  i

I03
19
53
209
Ï2-Î

*9
81
‘30
41
94
43
S3
18
25
225
21
277
36
2 9
Io 5

6,64
5,99
6,53
1,11
8,43
3,08
8,16
12,15
11,08
7,15
5,47
0,84
2,!  5
0,12
3,61
0,17
10,56
1,10
8,86
4,71
5,42
7,56

',56
2,38

‘,35
5,47
9,19
2  -0
2-♦*,08

6.04
1.05
10,20
1,45
8,42
13,08

ÎOO4

2O3I

9,2!

I724

7,83

.1:;

9,60
1,69
6,55
6,10

August

105
72
62
160
94

9
74
102
36
IOI
48
49
19

28
242
36
16
1 15

6,66
6,48
24,7  4
4.44
9,86
3,83
6.25
9,88
8.47
0,80
5.47
0,68
6.45
0,37
3,62
0,19
5,00
0.56
8,10
4,67
4.26
6,30
6,64
O  ...

•  ,90
6.23
10,26
2,96
8,70
3,02
6,37
1,17
8,16
1.23
7,94
13,09
5,62
1,73
7,80
14,94

5,30
0,99
7,18
I  7,1o

S  ep  temb  er

Ui
100
58
188

7
8
13
74
98
36
114
37
53
31
H
213
29
238
3°
32
123

8,31
7,61
34,36
5,81
9.22
3,37
&amp;lt;  ,34
10,92
5u!
2,98
0,35
7,53
0,41
9,64
0,46
7.22
0,7*
8,10
4,30
4,09
6,84

8,91
6,62

&amp;lt;  ,90

n,41
3,08
10,40
1,80
5,71
0,81
7,97
12,37
5,82
1,68
&amp;lt;  ,67
13,82
7,32
1,7  4
10,60
1,86
7,67
7,14

October

147
50
52
164
87
13
5
6
8
64
145
41
99
32
55
25
11
226
34
246
29
27
118

9,33
8.73
17,18
2.97
8.27
3,09
6,41
9.74
7.84
5,17
6.47
0,77
5,37
0.30
7,23
0,36
4,44
0,47
7.00
3,80
6,05
8,61
7,56
2,43
7.74
0,88
6.84
1,90
9,77
3.27
8,39
1.48
4.49
0.65
8,46
13,42
6,83
2,02
7,92
14.61
7,07
1,72
8,94
1,60
7,36
7.01

Novembe

l 72o

',81

IÓ20

',36

I722

&amp;lt;,82

I684

&amp;lt;,65

I44
IS
4I
I8I
8l

Decembe

17
76
216
46
107
49
48
21
18
212
50
260
27
20
139

9,14
4,47
0,72
6,52
2,27
7,07
10.9  2
7,29
4,49
9.95
1,11
10,75
0,55
12,05
0,55
9,44
0,94
8,32
4,21

n,oi
11,96
8.49
2,55
8.37
5,92
10,47
2.71
8,53
2.66
&amp;lt;  ,05
1,16
7,35
1,00
7,94
11,74
10,04
2,77
8.38
14,40
6,59
1.49
6,82
1,11
8,67
«  ,68

IS 2
8
54
215
102
20
9
6
12
81
205
57
103
45
43
28
24
240
55
244
26
34
135

Todestag  u.  -Monat
nicht  zu  ermitteln
gewesen

9,64
8,01
2,78
0,42
8,58
2.85
8,40
11,33
?’ 19
5,37
9,„  '
1,05
9,68
0.47
7,23
0,32
6,67
0,63
8.86
4,27
8,55
10  80
10,52
3,00

9.61
2.37
&amp;lt;  ,64

9,40
1,48
9,80
1,26
8,99
12.64
11.04

&amp;lt;,86
12,86
6,34
1,37
11,26
1,79
8,42
7,11

0,73
;  100,«o

i  n  S  u  m  m  a

1806

8,2«

1898

8,62

1576
291
629
2560
1110
201
93
83
180
914
2397
542
1279
468
563
298
245
2671
498
3104
410
302
1603

22017

«  ,16

11,63
5,04
0,91
0,42
0,38
0,82
4,16
10,89

2,46

0,81

1,35
1,11
12,13
2,26
14,10
1,86
1,37.
        <pb n="116" />
        XVI.  Sterbefälle  im  ganzen  50jährigen  Zeitraum^

17Jahre

18  Jahre

19  Jahre

Jahre

15  Jahre

16.  Jahre

24  Jahre

Jahre

22  Jahre

23  Jahre

Jahre

26  Jahr®
A

2  5

ryplms

0,06

0,33

0,06

0,19  I  5

0,06

Asiatische  Cholera

0,6»

0,34

And.  Infectionskrankheiten

I  I  0,1*

0,16

Lungenschwindsucht
5.

0,16  !  9  0,35

4  i  o.ie

0,04  }

0,27

0,16

Krebs

Gelenk  -  Rheumatismus
7-i

  0.50

Diabetes

Geisteskrankheiten

Gehirn  -  Entzündung

10.

Chron.  Gehirn-  u.  Rücken
markskrankheiten  .  .

Entzündl.  Krankheiten  dei
Organe  der  Brusthöhle

0,13  i  o,o*

0,04

Chron.  Entzünd.  (Katarrh)
der  Lungenschleimhaut,
Emphysem  etc

Chron.  Herzkrankheiten

.

0,08

Unterleibsentzündung
(excl.  Puerperalfieber)

I  0,2*

0,21

1 5-(

  hron.  Leberkrankheiten

16.

Bright’sehe  Krankheit

I  I  0,33

0,33

Aeussere  Schäden  und
Geschwüre  .  .  .  .

0,41

18.
Gehirn-Schlagfluss  .

0,04

0,04

Lungen  -  Schlagfluss

20

Sonstige  Krankheiten
21.

Selbstmord

0,24  I  0,2*

0,24

22.
V  erunglückung

0.93

0,66

0,33  3

i  0,33

Altersschwäche

Summa

0,07  2  5  ¡  0,1  *

0,05  )  I5

*  !  0,0  0

0,04

0,01  !  I

0,02

0,00

Personen

bach  dem  Alter  bei’111  Tode  und  der  Todesursache.

2 7  Jahre

29  Jahre

28  Jahre

30  Jahre

31  Jahre

32  Jahre

33  Jahre

37  Jahre

34  Jahre

35  Jahre

36  Jahre

38  Jahre

39  Jahre

40  Jahre

26

38

0,32

0,95

Co

0,32

0,95

0,70

2 9

1,84

1,65

1,46

1,97

2,41  40  2,54  35  2,22
1,72  3  1,03  6  2,06
1,27  IO  j  1,59  Ij  8  1,27

0,69

0,69

0,69

1,03

1,03

2,06

0,34

0,69

2,06

0,48

0,32  3

0,16

0,32

1,43  5

0,64

0.7

0,79

0,7  9

LU

1,43

7  0,27

0,59  I  27

1,05

37

30

3,09  I  DO

1,17

2,34  57  2,23  69

1.45

79

1,60

44

1,91  44

*,7  2

4»

1,72

43

1,68

2,70

0,09

0,27

0,63  I  5  I  0,45  I  I

0,27

0,18

0,27

0,54

0,18

0,99

0,50

2,99  !!  8

0,50

0,50

0,99

2,49

3,98  ¡I  5  I  2,49  I  5  2,

0,99

2,49

1,99

1,08

51  5,38

1,07

3,23

2,15  !  2

1,07

,15

2j41

2  2

1,21

2,41

2,41

4,82  !  2

1,21

2.41

I  0,56

0,56

2,22

1,67

1,87

2,22

I,U

1,67

2,22

2,22

3,33

0,55  8

0,11

0,11

0,66

0,22

0,22

0,55

0,87  !  13

1,42

0,55

0.7

0,87

1,20

0,08

0,08

0,38

0,25  9

0,50  '  2 5

0,17

27

0,38

0,46

0,58

1,13  I  251  I,o4

0,71

0,50  II

1,04

0,18

0,18

0,55

0,37

0,18

0,37

0,55

0,18

Lll

0,08

0,08

0,15

7  o,

0,23

0,23

0,23

0,39  h  7

4  0,31

0,23

0,63

0,21

0,21

0,6  4

0,21

1,0-1,07



1,28

4  1  0,86

0,43

0,86

1,50

0,6  4

1,50

0,18  3

I  0,18

4  0,71

0,71

0,18  !  I

0,53

0,36

1,24

1,34  2

1,01  4

0,33

0,67

1,01

0,33

4  I

0,67

1,01

0,41

1,22

0,41

0,82

1,22

1,63  j  3  1,22

0,41

0,41

0,07  I  2

0,04  2

0,07  %  6

0,08

0,07

0,11

0,30  I?

0,56  9

0,07

0,22

0,49

0,45  |j  I3|  0,49

0,34  U

I

0,20

0,20

0,40

21  O

0,20

0,40

0,20

0,40

1,01

28

0,13  3

28

0,06

0,10

0,23  IO

0,35

0,16  4

0,29  I5

0,35

24  0,77

0,52

0,90  !  23

0,7  4

0,90

0,48

0,49  5

6  1,46  4

1,22

0,49  2

0,98

0,98  !  4

0,73

o,98  S!  14

2,93

3&amp;gt;*1

1,71

IO  2,44

1,66

0,66

0,33

0,66  H  2

1,99  7

2,32  1!  5

0,66  I  3

1,66  (  7

2,32

2,98

9  2,98

0,99

2 3  i  o

62  j  o

1,10  II  246

269I  1,22

156

45

0,20

100  i  0,45

0,51

I39  0,63

I75  0,80  253

0,35

IS 2

242

0,69

1,15

w jlO

0,71

,28
        <pb n="117" />
        Tabelle  XVI.

F  erne 1

-

41  Jahre

42  Jahre

43  Jahre

44  Jahre

46  Jahre

45  Jahre

56  Jahre

57  Jahre

58  Jahre

47  Jahre

48  Jahre

«3  Jahre

55  Jahre

59  Jahre

49  Jahre

64  Jahre

65  Jahre

54  Jahre

63  Jahre

66  Jahre

50  Jahre

51  Jahre

60

Jahre

61  Jahre

62  Jahre

52  Jahr«

ck

OÖH

Typhus

32!  2,0a

2,54  ¡1  36

2,28  32

40

3,17  37

38

2,41  46

,03  4I

34

2,33  I  47  :  2,98  32  1  2.

38

26

03  I  4°  2,54  44  2,-9  J

38

,1«  i|  5°

2.92

50

44

2,79

39

2,48

2,09

35

3,17

2.41

2,67

2,41

1.65

2,23

49

3,ii

42

j  ,55

Asiatische  Cholera  .

3|  C03

2,06  6

1.79

ï,72  4  J  X,

6  I  2,06

3,09

2,75  IO  !  3,

2,06

2,41  12'4,13

1,72  |  12

4,12

2.08

2,41

3,44

2,75

4,81

3,0»

1.72

1,37

1,7  2

4,12

2*75

2,75

!  7

ind.  Infectionskrankheiten

13  2,07

1,91

1,43  XI

14  2,23  14  !  2,23  II  1,75  l  8  2, 86  I5
75  I  2,93  O  7 2  ¡  2,81  j  73  I  2,85  91  I  3,55  !  71

3,02

,75  19

2,54  I  18

2,38  I  17  j  2,7

I3  2,07

3,02  23

3,6«  II

2,07

2.5  4

2.38

2.38

2,86

2,70

1,75

175

0,34

Lungenschwindsucht  .
5.

86

741  2,89

79

3,09

2,85  76

73

2,85  65

3,5

00

97  N  9O

1,91  !  58

60

52

2,58

2,54  73

57

44

1,72

2,77  i  67

2.23

49

1,91

2,85

2,27

2.30

2,34

2.03

2.73

49

2,27

2.63

Krebs

I  I  o

89  i;  29  I  2,61  25  :  2,2

0,99  l6

3o

0,99  II

1,44  !  12

2Ó

1,08

2,88  38

,7  2

46

37

21  ,  1,89  !  25

21  I.

2.61

2.34

32

35

3,34

40

29

35

3,15

39

3,52

2,70

45

4-06

4,7  8

3,«i

3,43

4.15

3’ 61

40

,25  30

2.70

Gelenk-Rheumatismus
7-6

  2,99

2,99

2,49  6

2,98

7  3

48  j  I  I  j  5,47

7  !  3,48

6  I  2,

1.49

1.99

0.99

1.49

1,49

4  1,89

1,49

1,99

I.99

1.49

2.49

2.49

3,48  ¡  5  !  2,49

Diabetes  ,  .

3,23  4

2,15

4,30

I  ,  1,07  !

4,30

5  !  5

4,30

3,23

3  3,23

2.15

4,30

1,07

1,07

j,23

4,30

3,23

j,23

3,2.1

3,23

4  4,3«

Geisteskrankheiten  .  .

7,23

4  4,82

3,61

1,20

4,82

1,20

2,41

4  ¡  4,82

I  1,20

2.41

2.41

2  i  2,41

4,82

3,61

2.41

1,20

4,8

2.41

I  I

2.41

2  2.

j,61

Gehirn  -  Entzündung  .  .  .

6  3,33  7

,22  j  3

1,67

4,44

3,89  1  7

3,88  !  6

3,89

5  I  2,78  !  4  2,22

7,22

I  0,55

3,13

3,33  I

4  i  2,22

1,67  I  4

2,22

2.2  2

2  1,11

1,67

5,00

1.11

2,2

1,11

1,67

1-67

1,11

IO.

Chrom  Gehirn-  u.  Rückenmarkskrankheiten ­
  .  .  ,

16  i

2,41

H

22

36

,75

,86  12

1,64

2,19  iS  I.97  22

38

28

,31  -  IS

l6

1,75  j  22

3,06

17

,53

1-86

24  2,83  33

23

4,16  20

2.41  21

2,30  29

3,50

19  ¡I  25  j  2,73

3,17

32

2.95

3,61

4,16

,41  ;  20  2,

0,94

0,19

I  I  .

Entzündl.  Krankheiten  der
Organe  der  Brusthöhle  .

1,04

2  7

25

1,13

29

36

1,50  31

2,59  58

00

2,17

82

OS

52

2,17:  46  1,92 !  53  2,21  62

69

3,13  69

2,96

34

60

2,75

2,13

2,09  j  71  I  2,9«

2,42  ;  70

3,*i  75

2,50  ¡j  30

2.88

2,84

,29

32

2.92

2.46

2.88

,34

I  2.

Chrom  Entzünd.  (Katarrh)
der  Lungenschleimhaut,
Emphysem  etc

3  o

,56

4,06

4,24

',18

1.48

1,84  I  5

0,92  Io  2,40

2  2

23

1,84  7  I

3,87

0,74

2,03

1.11

1,29  I  14  I  2,58  ¡I  15

2,77

3,87

24

4,43

1,85

2,77

IO

1.11

Chron.  Herzkrankheiten

0.39

r 3  i,

12

0,94

1,88  21

4o

58

1,64

,62  !  24

47

30  !  2,35

2.27  40

3,13:  34  2,66  45  3,52  Í,  45

3,67

26

29  I  2,27  I  24  I  I.

52

54

So

3,91

20  1,56

3,13  29

0.94

43

4,07

4,53

3,52  I  42

40  3,13

4,22  I

2,03

0,18

0,16

U-Unterleibsentzündung


(excl.  Puerperalfieber)

9  I,

2,35  1  12

'S  3

,28

,92  i  I

2.57

2,56

2,99  Io

2,78  I7  3-63  I4

4,06

12  I  2,57

92  l8  j  3,85

,78

2,35  I4

1,92

1,92

2,35

1,9

20  4,28

1,92

2,99  1  12

2.56  I  I

4,08

14

'S

Chron.  Leberkrankheiten  .

1,24  12

0,89

1,24  ,|  8

20

2,13

3,20  17:3,02  I3  2,31  IS

1,42

2Ó

3,55

l6

25

20

1.42

13  2,31  23  ;  4.09

0,89

4,44

4-62

2.84

24

4-28

4,62  Io

2.31

2,66  I  14  i  2,49  ;  21

3,7i  II  24

I3

2,31

4,26

0,91

l6.

Bright’sche  Krankheit  .

8  2,68

i  .01

2.01

2,35

4  1,34

,68

IO  ¡  3,36  I

2,68

2,68

4  !  1,34

1,68

6  !  2.

4,36  IO

2,01

3,16

4,0  3

3,36  !  12  4,03  I  9

3,02  I  12  I  4,03

4,03

3,36

IO

01  |J  5  i,« 8

0,02

0,02

I7.

ienssere  Schäden  und
Geschwüre  .  .  .  .

4  1,63

0,82  j  5

2,04

4,90  I  6

5,ii  !  6

2,45  3  j  10  4,08  8
2,471  64  :  2,40  88  3,29  79
1,00  11  i  2,21  13  2,81  14
2,74  72  :  2,32  75  2,42  85

3,87  ! !  IO  I  4,08  I  16

,41

2,04  I  3

1.22

4  i  1,63  8  !  3,i

,22

0,41

2,45

3-67

3,27  I  7

2,45

7  2,

2,86

0,27

,53

l8.
Gehirn-Schlagfluss

18

I4  0,52

22

0,67  j  23

0,86

3,78,1  »S

38

43  i  i,8i  37  I  1,39  61  '  2,28

ss

3,17

105

29

52

M,

79  i  2,98  ;  IOI

3,18  9°

33

,24

1,46

3,82  I  97

3,29

1,42

3,63  9O

39

2.96  102

3,17

0,91

Lungen-Schlagfluss

i  o.

0,80

3,4i  18

4  0,80

0,60

1,00

7  i

2,81  12  j  2,41  jj  6
2,74  IO7  3,45  ;  I  H

3,62

24

2.81  17

1,41  II  8

‘»81  ,  5

4,02  ;  14

2,81  I  II  2,21

4,82

1.21  20

1.61

,80

1.81

20.
Sonstige  Krankheiten

35!  Lu

37  i

44

1,42  36

1,16  38

48

3,22  j  I  IO

56

1,55

108  3,48  I  95

,19

1,22

3,74  I  I7

SI  I  1,64

2.35  85

68

50

63

2,03  I  71  2.2«

3,87  102  3,29  97

3,06  I  IOO

3,77

2.19

,61

0,11

21.
Selbstmord  .  .

2,20  8

1.95

1,95  13

3,17  !

H  :  3,4i  18

1,71

4,39  !  l6

,68

l6

I  -95

2.68

3,90

5,12  21

3,90  I  I

1,71  IO

2.44

1,22

2,20

5,12

2.6  8

2,44

2,44  IO

5,37

2,68  4

0,98  I  IO

9  2

,20  .  II  :  2.68

22.

Verunglückung  .  .

3,98

1,66  7

0,66

2,32  IO

3,11

l6

2,32  I  8

2,97  ¡I  7

5,30

8  i  2,65

7  2,32

2,32

4,31  7

1,66

2.65  12

2,98  IO

Î1  I

2.3

0,9  9

3,64

7  !  2,32

0,66

3,9«

1.99

1.66

5  I  I  '

23
Altersschwäche

0,06

1,31  21

1,31

0,19  7

0,08

0,44

0,44  IO

0,62

0,06

O.44

Summa  291  i, 32  1313Í  i, 42  334

4O9  ;  1,86  496  2,25  ¡437  1,98  il  52O  2.3«

&amp;gt;33

662

326I  1,48  ,356

64I

2,78  1:636

616

2, 8 2  I  607

613

1630-2,86,631  2,

620

1,52

1,83  ||  408

2,60  583

2.91

2,76

1,62

2,89

2,80

ó  ,01

403

509

2,31  573

2,65

i  JH

2,32

1,85

44 2  2,01
        <pb n="118" />
        Fern«  Tabelle  XVI.

Typhus

67  Jahre

2.

Asiatische  Cholera  .  .  .
.  3-And.
  Infectionskrankheiten  |  14
4-Lungenschwindsucht
  .  .  .  II  34
5-Krehs

  .  .

6.

Gelenk  -  Rheumatismus
7-Diabetes



Geisteskrankheiten  .

Gehirn  -  Entzündung  .  .

Chron.  Gehirn-  u.  Rücken-  1
markskrankheiten  .  .  •  ¡  29
"•
Entzündl.  Krankheiten  der  1
Organe  oer  Brusthöhle  96
12.
Chron.  Entzünd.  (Katarrh)
der  Lungenschleimhaut,
Emphysem  etc  25
13-Chron.
  Herzkrankheiten  •  |  47
14.
Unterleibsentzündung  .  .  jj
(excl.  Puerperalfieber)

I 5-Chron.
  Leherkrankheiten
16.
Bright’sche  Krankheit  .
i?.
Aeussere  Schäden  und
Geschwüre
18.
Gehirn  -  Schlagt!uss  .  .
19.
Lungen  -  Schlagfluss  .  .
20.
Sonstige  Krankheiten
21.
Selbstmord
22.
Verunglückung  ....

19
6

23.
Altersschwäche  .  .

Summa

1,52
1,38
2,23
1,33
4,00
1,49
1,07
2,41
1,11
3,17
4,00
4,61
3,67
2,14
3,37
2,01
2,45
3,74
3,41
3,13
1,71
0,66
1,87

Ó20I  2,82

68  Jahre

33

88

2.10
4,12
1,59
1.09
3,34
1,99
1,07
2,41
1.11
2,41
3,67

4,06
48!  3,75

69  Jahre

70Jahre

1,90
1.38
2.38
0,98
3,24
2,49

1,11

1,28  XI

3,85
1,68
2.04

93  3,46
17  3,41
108  3,48
3  0,73
8  2,65

37  2,31

2,63
4,61
4,14
2,35
2,31  I
3,02

2,04
3,ii
3,82
2,87
0,7  3
0.99
3,06  '

l8

1.14

3  t  ,03
IO  1,59
I9'  0,74
32'  2,3y
2  0,99

I  0,56

71  Jahre

26
4
H
12
30

3,17

2.92  1  60

4,98
2,58

2,14  i  8

IO  1,78  II
8j  2,68 : !  5
31,22!'  2
84  3,15  ji  86
16  3,21  :  13

72  Jahre

73  Jahre

1,65
1,38
2,23
0,47
2,70
2,15
2,41
1,67
2,19  h  14

H  0,89  II

3
14
15  0.59
3,24
0.99
3,23

1,03  4
2,23

I  I

2,22

1,631  12

2,50  57  !  2,38  j  55

107

3,45  ;  104

3  0,73
3  0,99
7°  4,37

"I
2,03
1,71
1,95
1,68
0,82
3,22  '
2,61  i
3,35
0,73
0,99
4,80  ||

3,32

l8
26  2,03

0,86

12  :  2,13

2,01

85

i  'S
!  29
6

0,70
1,38
1,75
0,31  ¡
1,98

74  Jahre

75  Jahre

2,41

0.56

1,31

2,77
2.27
1.28

16
59
17
35
9

0.64  13
1,03  j  2
1,27  II
0,27  7
1,26  IJ

1,21

1,75

0,82  I  5
3,18  I  73

2,46  53
3,14  24
2.7  4  24
1.92  4

0,83
0.69
1,75
0.27
1,26
O.99

1,11

76  Jahre

H

77  Jahre

0,76  7
0,69  I  4
1,59  9
0,08  I  5
1,26
i

12

I  I  0,56  I  •

1,42  4  0,44  I  IO

20  i  4.02

77

2.48

20

65

2  I  0,49  2
0,66  J  .
76  4,74  I06

1,42  7  1,24  !  8
1.01  j  3  1,01  3
2,04  3  1,22  3
2,73  68  2,55  56
4.02  2  2  4.49  26
2,09  I  69  2,22  !  42
0,2  4  I
0,99  2
6,61  J  79  I  4,93  j!  108

2,21
4.43
1.88
0,86
1,42
1,01
1,22
2,10

51  1  2,13  ;  30

I  I  i  2,03
12  0,94
9  1,92

O.44
I.37
I.43
0,19
1,08
O.30

78  JaW

1,25

2,40
l8!  1,41
4  0,86

o-»'
j.o :
14
0-»'
0.1*
j.j*

^9  Jahre

5  0,32

5  o.

5  o.

80  Jahre

0,19
0,6  4

I  O.09
0,99

81  Jahre

1  .1,21
I  o

56

5  O.;

*4

1,00

18

0,53  ! !  7  1,24
1  0,34  3  1,01

2  I  0,82
48  1,80

5,22  8  X  ,61
*’35  37  1,19
0,24  I  0,24
0,86
6,74  103  ;  6.42

0.82

3 Ö  1,42

38

2,21

1,22

5
4
6
36
9
35

2  i  0.66
99  6,18

2/  g

0

1.11

0,75

1,48

7  :  0,55

0,6  4

9 2

Ó!! 1  2,78  574  2,61  1,558  2,53(528  2,40  492  2,

!•&amp;gt;’
0■*'
0- fl
5 ,i(

8  0,53

0.34

28  I  1,05

2 3

0,74
0,24
0,33

458  j  2,08  ¡434

1,97  I  418  ;  1,90  I  33  I  1,50  j  313  1.42  277

9o

87

0,18

0,97
1,61
0.68

5,43

I  O.»

I95

0,89

l8

0,13
0,32
0,08
0,63
0,50

82  Jahre

83  Jahre

0,56

0,55

0,75  10

1,11
0,15
0,21

97

0,90
1,21
0,58
0,33
6,05

I93  0,88

66

0,19  4
‘  .j  4
0,48  5
0,04
0,27

0,42
1,11
0,39
0,18
0,41
0,45
0,20
0,39
0,33
4,12

H

57

84  Jahre

85  Jahre

0,25  j  i
1,37  !
0,79  '  3

0,36

0,11  !  I

0,58  5

0,56
0,08
0,43
0,18
1,22
0,34
0,80
0,45

IS

0,33

3,55

I27

0,58

I27

0,58

58

0,06

0,48

0,60  I

0,11
0,21
0,56
0,08
0,18
0,41
0,56
0,40
0,26

0,45

45

86  Jahre

0,19
0,34
0,16
0,08

0,13

87  Jahre

0,50

0,25  3

0,21

0,36

0,19
0,40
0,10

2,81

74  0,34

33

0,55

0,11

0,13

0,18

0,18

0,22
0,40
0.19

2,06

57

0,26

27

0,06
0,34

88  Jahre

0,11

0,08

0,08

0,08  I
0,40  I
0,03

1,68  ¡I  21

38

0,17

28

0,17

0,18

0,04
0,20

1,31

0,13

89  Jahre

0,16

0,18

0,20

0,75

90  Jahre

0,04

0,08

0,11

0,03

0,31

0,07

0,05

Summa

1576
291
629
2560

93
83
180
914
2397
542
1279
468
563
298
245
2671
498
3104
410
302
1603

22017
        <pb n="119" />
        XVII.  Sterbefälle  im  ganzen  50jährigen  Zeitraum*

'rieh  der  Yersicherungsdauer  und  Todesursache.

—  i  Jahr

Typhus  .

103

Asiatische  Cholera  .  .  .  .  ¡  18  6,19

And.  Infectionskrankheiten  |  33

4.
Lungenschwindsucht
5-Krebs



6.

Gelenk  -  Rheumatismus  .
7-Diabetes

8.
Geisteskrankheiten  .  .  .  .
9-Gehirn
  -  Entzündung  .  .  .
10.
Chrom  Gehirn-  u.  Rückenmarkskrankheiten ­
  .  .  .

5  -2  5.
2,18
0,63
3»»»
1,08
4  |4&amp;gt;82
6,1

11

8

0,88

Entzündl.  Krankheiten  der  j
Organe  der  Brusthöhle  .  |  67  2,80

Chrom  Entzünd.  (Katarrh)
der  Lungenschleimhaut,
Emphysem  etc
13-Chrom
  Herzkrankheiten
14
Unterleihsentzündung  .  .
(excl.  Puerperalfieber)
iS-Chron.
  Leberkrankheiten  .
16.
Bright’sehe  Krankheit  .  .
i?-Aeussere
  Schäden  und
Geschwüre
18.
Gehirn-Schlagtiuss  ....
19.
Lungen  -  Schlagfluss  .  .  .
20.
Sonstige  Krankheiten  .  .

Selbstmord  ....
22.
Verunglückung  .  .
23
Altersschwäche  .  .

1  0,18
12  0,94
20  4,27
7  luí*
2  0,67
3,87

I  2
Jahre

IOO  16,34
23
28

122
24
13

19

7,80
4,43
4,77
2,16
6,47
2,15
3,61  3

Jahre

3—4
Jahre

102  6,47

13  ,4-47

3-02

80  5,08
II  3,78
3°  ¡4,77

127  4,96  157  6,13
28  2,52  ;  33  2,97
4,48  I  9  ¡4,48
2,15  5¡5,38

II  6,11

IO

43  :i,6i
Il  2,ïi
60  1,93  86
21  5,12  21

16

1,75

65  2,71

28

69

LH
1,09  27
6,62  23

3,61
5,00
3,06
2,88
I,U

2  2,41
14  7,78

25

72

2,74

3,00j

5  ¡0,92;

4—5
Jahre

75  4,7  6
IO  3,44

26
I46
22
l6

4,i  s
5,70;

5-6
J  ahre

6—7
Jahre

4,06
5,84;
5,72.

I39  15,49

1,98  3I  2,'

7,96

5,97

1,08

•  'i  5  ¡6,02
4,44  5  2,78

35  ¡3,83;  31
76  3,17  66

3,39

7-8
Jahre

56  3,55;  51
13  4,47  14
12  i  1,91  23
140  5,47  I  17
33  2,97  33
6,47  10
5,38  6
3,61  4
8  4,44  15

36

2,75  91

3,94  36
3,80  63

7  !  1,29  7  1,2

11  28  2,19'  25  1,95  30

13  2,40  15

2,35  40  3,13  35

8-9
Jahre

9—10
Jahre

10—11
Jahre

3,24
4,81
3,66
4-57
2,97

66  4,19  66  4,19  64

812,73  9

3-09  IO

29  4-61  24  3,92  18

4,06

2,86

I39  5-43
4,98  8¡3,98

I  I7  4,57  I24

11  12
Jahre

12  —  13
Jahre

13—14
Jahre

14—15
Jahre

15  1
Jahr«

16  I7
•mlire

55

3,49  57

8  ,2,75  7
15  ¡2,38  .  21

4-84  96  ¡3,75  83

3,52

6,45
4,82

3,94

2,63

2,77

4  4,3o  4
8(9,64  6

5°  4,51  39
3,98  5  ¡2,49
4,30  3  3,23
7,23  I  I  1,21

9  5-00

5  ,2,71

8  4,44

3,62  53  3,36  48
2,40  6  12,06  j  7

3-05
2,41

45  2&amp;lt;i '
5  1

17—18  ;  18  —  19  19—20
Jahre  .Jahre  Jahre

20—21
Jahre

33  2.0

i-34  26  4,i 3  l6  2,54  23  3&amp;lt;«'

4-12

3,24  97

363,»
84  3,51  76  3.17  66

34  13,72

4,91  16  3,42  18  ¡3,85  14  2,

2,13  14  2,49  15

2,66

15  3,2i  :  18

13  2,40
2,74  28  2,19
J
3-85  183,95

2,7,

1,85  IO  1,85

32  2,50
17  3,«3

37
16  ¡3,42

2,35  12  ¡4,03  7  ¡2,35

24  ¡7,95

l6

2,45  7
I,57¡  69

2,86  8

2,58  57  ¡2,13

2,oi  !  !  IO  ¡2,01  8  1,6

2,77  83  ¡2,67  96
5-1

3,09

I9  3,38  21  3,73  27  4,80  I9  3,38  25| 4 . 44 ;|  H  i }M
7  2,35  8

IO

2,47
2,01
97  ¡3,13

2,86  6
60

H

2,49

2 7  2,4.3  393,5-2  35
7  3,48  7  3,48  6
5  5,38  4  4,30  5
4  ¡4,82  2  2,41  5
6  3,33  4  2,22  2
32  3,50  26  2,84  32
79  3-30  76  3,17  67

3,79  74  2,89  87  3'«
3,1'  42  ¡3,79  35  3-'

2,99  4
5,38  2
6,02  3
1,11  !  8
3,50  34
2.80  64

2,15

4,44

4  "
3  3 ,¡í
4  4 ,í¡
4

.72  36  ,3^
2,67  69  2,-'

67

1-91

2.62

35F,«¡
9  3-09
9  L43
67  2,62

16  5

J ,7o  45

5  2,4
2  2.4
3'1-6

4,06
8,3,98
4  4,30
22,41
I  ¡0,56

41(2-60  34
7.2,41
I5  2.38  I7
6O  2,34  65
.i 6  3-25  32
52,49  4
3:3,33  7
i  1,21  3
3  1,87  3

^2  2,41  29  3,17  28

3,06  26

13  2,40  15  2,77  12  2,21  21  3,1

42  3,28  42  3,28  45  3,52  3  4  2.6

59  2,40  63  2,63  83  3,16  83

I9  J
45  /

9  1,92  15  3,21  19  4-06  16  3,42  15  5“

20  3-69
41  3.21
16  1

2,69  l  6  5,37|  !  7  12,35  17  5,71  l8  6,04  4  1,34

2,45  9  3,67  I3  5,31  4  1-63  4  I,

2,25  7O  ¡2,62  74  2,77  77  2,88,  7  2  ¡2,70'

9  ¡1,81  9  1,81  9  1,81  9  1,81  I  13  2,

5-30

14  3,42  26  (  6,34  1  2  (  2.93  19
21  ¡6,95  I7  S,® 3  II  ¡3,64

I  O,oo'

I  ¡0,06,

3,54  92  2,96  92  ¡2,96  I  0 7  3,45'  84¡2,7l

4,63  24

3,31  14

7  ¡2,86

76

2,85

20  4,02

92

5,85  14:3,42  I  1:2,68  I  22  5,37  |  14

4-64  II  ¡3,84  U  3-64

°,i2  3  0,19  5  0,31  4  0.25

J 3  4,31  !  L

2,96
3,*=4,31


)O,50  I  20  1,25

I9  3,38  2  4  4.26  I4  2,49  I3  2,31  I9  5’’  2 8

3,02  12

4-03  15  5,03  5  1,68  8  ^

io

4,97

3,36

I  2  12,21
52  4-07
IO  2,14
i9¡3-37
6  2,01

3,27  9  3,67  8  3,27  5  2,04  Ç

79  2,90  79

14  '2,81
IOO  13,22
14  3,42
9  Z,98

18
104
23

1,37  23

2,98  76  2,85  82  3,07  98  5’*'

3,81  IO  '2,01
3,35  IO9  3.51
5-'i  12  2.93
»  I  '
2,65

3,97

8  1,61  16  ¡3’

1,43  i  19

Summa  ¡526  2,39  658  2,99  696  ¡3, le  721

128  4,12  107  \3'
21  ¡5,12
IO  3,31

9
8

*  3,26  6
91  3,41  79
2 -l  4,82  I4
l, 5  3,71  102
10  2,44  II

I  I  2,03  l8
43  3,30  44
l8  3,85  II
l6  2.84  IS
13  4,36  9

1-99  7  2,32  :  I  2

Li»  23  1,43  36

37  2,31  28(1,75  31

2.45  7  2,86  7
2,96  79  2,96  7  I
2.81  21  4,22  16
3,29  95  3,06  86
2,68  16  3,90  16
3,97  4
1,9  3  48

696

2,70
2,54

2,88  ,  27
1,99  I
7,53  ;  4
3,61  I  2

1.67  6  3

2,84  29

3,46  1  7O

21—22  22—23
Jahre  Jahre

23—24
Jahre

2,41
4-17
2,23
1,64
2,43
0,50
4,30)
2,41

36
9
18
40
40

,33  4

3,i'

2.92

3,32  ¡  22  4,08

3,44  43

2,35  II

2,66
3,02
2,86
2,66

3,2i  I  :  H
2,77  104
3-90'  I4
1,32  j  7
2,99  34

3,36
2,35
3-20
3-36

3,26  6
3,26  94  3,5
2,81  12  2,41

2.28
3-0»
2.86
3-  91
0.99
4-  30  I
1,21
2.22

2.98
2,40
3,80
2,84
2,oi
2,45

3,35  83
3,41  8
2,32  6
2,12  65

2,67
1,95
I  -99
4-06

45  2-86
3  1,03
14  2,23
4I  1,60
28  2,52
3(1-49'
I  1,07
1,21
1.67
2,19
2,50
3-80
2,421
1,28
1,95
2.68
4-90
2,92
3,21
2,80(
1,46
1,66
3-68

56

24—25
Jalire

25—26
Jahre

26—27
Jahre

27—28
Jahre

28—29  «  29—30
Jahre  Jahre

30—31
Jahre

31—32
Jahre

3111,97,1  19  1,21
5  1,72
il  1,75
38,1,43

28

2,41

3,18  11  1,75

1,80  j  49  1,91
2,97,1  22¡  1,98
1,99  612,
1,07  .
2,41  I  ¡1,21
-  4 ; 2,22

43|3,88:
2¡0,99
2^2,15
2  2,41
4  2,22

2,52  l8  1,97  14

3,13  692,88  49

3,32  13(2,40
2,58  36  2.81
1,71  II  2,35

3,37
2,01

20)3,55  IO

3,67  9

2,68  4

1,78
1,03
1,91
1,02)
2,25
I  0,50
I  1,07

2211,40
I  0,34
12  1,91
27  1,05
34  3,06
0,99

3  3,28

0,95
1,37
1,75
0,78
1,53
1,49
2,15

2(1,11  I

2  2,41
2  1,11

1,53  26

2,84  ¡  22  2,41

2,04:  51(2,13  60  2,50

3,51
2,11
1,50
1,78
1,34

l8  3,32
fl
36|2,81
I4  2,99

I3|2,3I|;  7
7  ¡2,35  8

3,87  4
3,03  69(2,58  682,5
2,21  :  8  1,61  26  5,

1,83  3  1,22  5

2,81
2,93
1,66
3,49

85  2,74  7I  ¡2,29  7O
4)0,98  7  1,71  I  6

4  1,32
32  2,00

6  1.99  4
57  3,56  61

61  2,28  66
I  •
i7|3,4i  7
2,26  78
1-46  5
1,32  5
3-81  67

2,58
2,58
1,92
1,24
2,68
2.04

2,51
1,22
4-18

6O

0,70
1,37
1,27
I  ,05
1,71
1,99

0,88  I  15

2.50  {  38

4,06
2,81
1,28
2,49

62,45  6
572,13  60

61

2,81
2,32

0,24  2

0,66
3,81

0,56

25

32—33
Jahre

i  33—34
(  Jahre

I

34—35
Jahre

0,63  II  ¡0,70
0,69  2,0,69
1,27ji  7  !,U
0,93:  170,66

1,80.  21

1,07
1,21
0,56

1,64  17.1,86

1,59
2,77
2,74
1,07
2,49
1,68  8
2,45  3
2,25  65
3,oi  13
1,58  44
0,49  5

40  1,67

IO  1,85

1,41

1,89

1,1,07

12  ¡0,76
1  |o,34
7  Ln
10  0,39
I4  1,26
2  0,99
2  2,15

3  ¡1-67

U  L42  l6  l,75

35  1 ,46  3  9  1,63

29

1,07  8
1,95  II
2,68  j  4

1,22
2,43
2,61
1,42
1,22

1,99  I  0,33  3
5,30  6213,97  66

2,21'¡  13
2,27  l8
1.71:  7
1,95  6
1,34  4
2,04  4
1,76  42
2,61  (  9
i,9o  45
0,7:  2
0,99  I
4-12  57

2.40
1.41
1,50

II  0,70
5  1,72
J
60,»5)1
l6  0,62
I3  1,17(|
3  1,49
I  1,21

4  0,26
4  1,37
II  1,75
IO  0,3»
l8  ^  1,62
I  0,50

I  1,20

2  1,11

IS  I,64(  13  1,42

28  1,17  29

1,07  7
1,34  6
1,63  j  5
1,57  54
1,81  9
1,45  35
0,49  I

2,21
1,80
1,07
1,24
2,oi

1,21

9  i  ,66
I?  |l,33
2  (0,43
3  0,53
3  ¡Loi

2,04  3  j  1,22
2,02  45  j  1,69
1,81  6  1,20
i,i3  34  1,10
0,24

0,33  I  0,33  •
3,56  55  3,43  55

j.  \\  \  ¡  I  J  I  II  I  ¡I  I  i!  I  II  I  il  I  II  I  II  I  II  '  I  II  I  II  I  ¡I  I  il  I  II
i0  2,95  618  2,81  644  2,93,6352,89  ;  618  2,81  617  2,80  I  55 S ¡2,54  5  74  2,61  5  12  2,34  4  9  5  2,26  j  485  2,20  ¡j  49  I  2,23  4  39  1,99  4 2 4¡  1,93  37°  1,68  ¡3^1  1,68  314;  1,42  ¡  3I  I  1,41  2JO

1,23
        <pb n="120" />
        Ferner  Tabelle  XVII

Typhus
2.
Asiatische  Cholera  .  .  .  .
.  3-And.
  Infectionskrankheiten
Lungenschwindsucht  .  .  .
5-Krebs

6.
Gelenk-Rheumatismus  .  .
7-Diabetes
  .  .

35—36
.Jahre

8.
Geisteskrankheiten  .  .  .  .
9-Gehirn-Entzündung
  .  .  .
10.
Chrom  Gehirn-  u.  Rückenmarkskrankheiten ­
  .  .  .
11.
Entzündl.  Krankheiten  der
Organe  der  Brusthöhle  .
12.
Chrom  Entzünd.  (Katarrh)
der  Lungenschleimhaut,
Emphysem  etc
13-Chron.
  Herzkrankheiten
14.
Unterleibsentzündung  .  .
(oxcL  Puerperalfieber)
IS-Chrom
  Leberkrankheiten  .
16.
Bright’sche  Krankheit  .  .
i7-Aeussere
  Schäden  und
Geschwüre
18.
Gehirn-Schlagfluss  ....
19.
Lungen-Schlagfluss  .  .  .
20.
Sonstige  Krankheiten  .  .  .
21.
Selbstmord
22.
Verunglückung

15

36—37
Jahre

27

0,38  i
0,79
0,51
1,35
0,50
2,15
1,20
0,56
0,98

[,13

I  I

I  I

I
4  o,
1  0,34
0,6  4
0,43
0,99
0,50
1,07

1,67

I 4  1,53

37—38
Jahre

38—39
Jahre

5  °)32
2  0,6  9

29

ï,21

Altersschwäche

I,85j  I4  2,58
1,72  21  :  1,04
1,92  I  0,21
1,42  8  1  1,42
1,34  2  0,67

1,11
0,16

7
4
IO  0,90  II

I  0,50  .
I  1,20  2
I  0,56  I

39—40
Jahre

0,38
0,16
0,16
0,99

40—41
Jahre

8

0,88!  6

29  1,21

16

0,82
1,65
1,81
0,97

1  0,41
34  !  1,27

_  Leejj  8
17  I,*3¡  8
2  j°’ 43 ;  2
2  ,0,36  2
3  1,01  •

2,41
0,56
0,66

37

28

1,61

0,90

48

0,49I  -

2,99  43  2,68

1,39  32

9  1,81  7

2 9

0,93  16

3  ¡0,99'  I
57  3,««!  44

0,67  21
1,48  5
0,63  12
0,43  •
0,38  3
3
0,41  2
1,20  22
1,40  4
0,52  12
0,33  I
2,74  44

0,32  I

0,16
0,20
0,81

1,09
0,88
0,92
0,94
0,63
1,01
0,82
0,82
0,80
0,39
0,33
2,74

4I—42
Jahre

0,06
0,64
0,04
0,18  7

0,16
0,12
0,63

42—43
Jahre

43—44
Jahre

O,06'|  I  0,06

44—45
Jahre

I  0,16  I  0,16
¡0,12  I  0,04
0,27  5  0,45

24

38

0,66;  2
1,00  14
0,741  IO
0,94  8
0,64  •
0,18  •
0,67;
0,9(1  IO
0,80  I  2
0,58  9
0,66  .
2,37  !  36

0,22  7  0,77

0,58

7  10,20

1,84  4  0,74
0,62  5  0,39
0,21
4  0,71

45—46
Jahre

0,37  23  0,86
0,40  I  0,20
6  o,
I  0,24

2,25

5  0,21
5  ¡0,92
3  ¡0,23
1  ,°’ 21
2  0,36
1  0,34
2  0,82
IO  0,37
3  |O,60
3  0,10

28  1,75  20  ¡1,25

0,16  I

0,18  I

0,22
0,25,
0,92¡
0,39
0,18

0,16
0,04
0,09!

2Ó

0,60
0,13

1,62

0,04
0,18
0,47

46—47
Jahre

47—48
Jahre

48—49
Jahre

0,06  I

0,55

1  JO,09
1  0,50

I  0,41
3  o,u
0,13

I7

2  0,08
2  0,37
2  0,16
1  0,18

1  0,41
7  0,26

49—50
Jahre

Sunii^

0,06

0,08

1  0,08
I  I  j  0,21

0,04

1  0,18

0,33

I&amp;gt;06!  Í  9  0,56

I  0,04

0,06

7  0,44

2

0,04
0,03
0,24
0,33
0,12

0,04

3  0,11

0,06

IST*
29 1
629
2$6°
lH C
20*
93
83
'i$o
gli
2397
54*
I2%9
$63
2  9*
245
207*
49*
3 io4
4'C
3^
1602

Summa  ¡¡268  i, 23  239

I,09lj236  1,07  168  0,76  I  159  0,72  I46

0,6«,  102  10,46  95  0,43  63  0,291  6l  0,28  37  jO,l7¡i  2$  'o,u

17  ¡0,08  I  9  O.04  5

0,02

220

l7

Will.  Nach  den  Berechnungen  der  Bank  zu  erwarten  gewesene
und  wirklich  eingetretene  Sterbefälle.

Wahrscheinlich

Wirklich

Mehi-Weniger



Jahre

Personen

1829
1830
1831
1832
1833
1834
1835
1836
1837
1838

15.19
22,84
32,38
50,25
64,81
77.19
89,34
103,42
117,99
133,88

Versicherungs-Summe

JL

Personen

83937
131064
189762
284043
353100
407727
468276
534702
606486
684162

12
16
27
54
47
67
87
109
127
127

Versicherungs-Summe

Ji

Personen

45300
102900
153900
308100
221100
329400
514200
539700
680400
646500

3,15

5,58
9,01

Versicherungs-Summe

•M.

Personen

24057

45924
4998
73914

3,19
6,84
5,38
17,81
10,19
2,34

V  ersicherungs-Summe

Jk

38637
28164
35862
132000
78327

57662

1829/38

707,2«

3,743259

673

3,541500

18,

148893

52,63

350652

1839
1840
1841
1842
1843
1844
1845
1846
1847
1848

149,74
164,25
I  79-02
1  93,93
208,55
224,81
241,13
257,03
275,53
290,27

762678
830808
898206
968238
1,035657
1,112244
1,191831
1,265958
1,350522
1,423515

129
I4I
164
198
203
200
239
229
293
339

639600
829500
881700
944100
978900
1,067400
1,152900
1 ,095300
1,430100
1,548900

4,07

17,47
48,73

79578
I25385

20,7  4
23,25
15.02
5,55
24,81
2,13
28.03

I23078
I308
16506
24138
56757
44844
3893I
170658

1839  48
1849
1850
1851
1852
1853
1854
1855
1856
1857
1858

2184,2

10,839657

2135

10,568400

70,27

204963

I  19,53

302,28
3:8,57
337-52
359,5*
382,07
400,52
4:7,93
437,13
459,2«
480,79

1,484394
1,561470
1,650498
L753347
1,856550
1,949484
2,043405
2,145240
2,256051
2,364339

338
333
297
346
400
388
471
411
452
537

1,720200
1,722300
1,382100
1,737900
1,949400
1,891800
2,202600
2,108700
2,271000
2,754000

35,12
14,43

i7,*3
53,ii
56,21

235806
160830

92850
159195
14949
389661

40,52
13,54

26,73
7,28

47622O

268398
I5447
57684
3654O

1849  58

5896,

19,064778

3973

19,740000

177-48

1,05329:

100,59

378069

1859
1860
1861
1862
1863
1864
1865
1866
1867
1868

499,®5
522,81
545,38
569.77
598.18
626.40
661.79
701,99
727.40
766,24

2.460387
2,580159
2,703681
2,847186
3,0:9497
3.194811
3,409344
3.658968
3,838398
4.070859

500
472
555
522
584
590
606
806
661
7:3

2,382900
2,283900
2.663700
2,544600
3.184200
2,852700
2,969100
4,084800
3,459600
3-755400

0,05
9-62

104,01

I647O3
425832

50,81
47,11
14,18
36.40
SS,?«
66.40
53-24

77487
296259
39981
302586
3421  il
440244
378798
315459

1859/68

1869
1870
1871
1872
1873
1874
1875
1876
1877
1878

6219,9

31,783290

810,37
854,33
879,15
926,9»
971,18
1012,03
1062,47
I  102,8«
I  142,92
1183,1«

4,341444
4,6206l2
4,78oi3I
5,085375
5,405427
5,7lI78l
6,095053
6,415985
6,732838
7,087368

6009

30,180900

I  13,««

590535

324,39

796
8:3
924
844
874
918
IOI9
IOI7
1022
IOOO

4,086300
4,261500
4,740900
4,307700
4,55l600
5,184600
5,71  160O
6,112300
5,960000
5,958300

44,85

14,37
41,33
82,99
97,18
94,03
43,ii
85,86
120,92
l83,7«

2,192925

255I44
359II2
3923I
777675
853827
52718I
383453
3O3685
772838
I,I29068

1869  78

9946,8

56,276014

9227

50,874800

44,85

764,50

5,401214

1829/78

22954,24

121,706998

22017

:  14,905600

424,60

1,997682

1361.

8,799080
        <pb n="121" />
        ■fl
Per-
lonei
I
3
7
4
15
15
17
32
34
46
39
46
54
32
58
50
63
62
58
55
71
76
5i
63
65
64
59
62
47
49
55
44
42
46
41
3 1
36
39
39
49
38
50
33
27
26
36
26
18
25
15
15
15
19
16
9
11
12
6
3
5
3
2
2
2
i
i

Versicherten-Bestand  am  31.  December  i¡¡r s  nach  Alter  und  Beruf.

Klasse.
it«elehrte

Vers.-Suinme

Ji

V.  Klasse.
Künstler

VI.  Klasse.  Il  VII.  Klasse.
Persönliche  !  T  -,  ...
Dienste  Leistende  Landwirthe

Per-3000


6000

6000
IOOOO
23000
40000
15000
32000
27000
21500
50000
45000
37000
20000
3OOOO
60OO
380OO
42800
84OO
I5OOO
75OOO
3OOOO
4800
312OO
22800
240OO
360OO
12000
360OO
12000
60OO

59IOO
9OOO
1800

I
12
9
13
19
22
40
21
26
32
32
42
27
45
25
35
32
34
26
34
35
35
25
34
30
30
30
29
33
26
22
25
24
24
18
13
23
12
12
5
9
11
12
10
7
12
9
8
5
7
2
2
2
3

2
3
i
i

Vors.-Summe


6000

12000
4500
79000
46800
73500
101300
112000
3151OO
I175OO
I764OO
2612OO
2363OO
246600
2339OO
3424OO
202800
2589OO
214IOO
358700
2424OO
2439OO
2179OO
266800
158800
2749OO
2633OO
219500
18680O
25010O
18060O
1879OO
I1880O
186700
164600
I2940O
894OO
59IOO
12I200  I
4320O
60600
16200  I
30600
552OO
294OO  '
393OO
49800  :
46200  I
38400
26400
28200
36900
99OO  !
9OOO  I
9OOO
I35OO
I80O
360O
57OO
9OO
45OO

45OO

Per-6


4
11
5
7
H
13
16
15
9
18
13
15
16
13
18
14
23
19
18
11
12
11
9
15
13
16
10
17
10
12
12
13
17  I
4
12
5
9
7
6
4
8
7
6
4
4
i

Vers.-Summe


1

Per-5000


7500
20500
13500
23000
14000
19000
31400
48900
37400
60300
50900
60500
42800
57800
32400
27400
57700
II7500  i
87400
134400
104600
30100
102600
34000
59000
173100
45900
56700
26400
85200
50400
38400
25500
35100
53700
17400
54600
81000
38700
20700
16800
9000
21000
36300
31200
48000
18000
15000
3900
3000
36000

15000
3000
3000
1200
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3
3
2
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Yers.-S
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33000

47500
17500
66000
9000
66000
89000
129900
209500
I9OOOO
467500
349IOO
579400
528600
376100
817400
860300
609100
71I100
537100
771900
585500
907800
847500
696600
686600
638600
453600
679400
920300
438700
329700
606500
302100
300300
445800
214500
301200
263000
240200
298100
289200
142500
129900
140600
46200
79200
81000
69600
76200
61500
24000
18900
108000
9000
33000
33000
12000  lj
3OOO
465OO

VIII.  Klasse-Forst-Beamte

-Bedienstete

7-A.  Klasse.
Bergleute  und
Berg-Beamte

X.  Klasse.
Handeltreibende

Per-9


2
9
11

Vers.'
Summ 0

80O*

Soo*

30^

XI.  Klasse.
Transport-Betriebs-Personal


Vers.-Yers.-




\  ers.-I

  Vi

Per-Sninme



Summe

"len

30:

1
I
%

16

835400  ¡I  1123  j  7,523900  :  541  J  2,353300  1574  i  19,025300  11460  5,7499

209

So"

I4O

1619

45

So"

139

33

1363

42

155-r

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27

144'

33

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34

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8700

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900

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24000

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5400

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3000

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61200

21.1

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39OO

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Y.rß

4800

1S3O

1800

6000
10500
6000
28000
57000
9500
9600
94400
51100
48500
162900
73000
I24400
106700
170500
39600
83500
70300
27900
47500
102200
71600
559OO
695OO
803OO
IO95OO
495OO
435OO
180OO
483OO
363OO
303OO
3770O
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264OO
21000

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12000
9OOO
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I  150O
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2402OO
35150O
5789OO
798500
I.IO550O
L3173OO
2,348800
2,104800
2,530300
2,734400
3,683300
3,607300
4.470OOO
4,048800
45313OO
4.482300
4,922200
4,031600
3,330800
4,142400
3,7I58oO
3,742600
3,277000
3,498400
2,983500
2,603800
2,482100
2,I73COO
2,382600
2,014100
2,435600
2,145400
1,709800
1,890000
I.909600
I.71520O
1,222500
1,343300
1,329300
910600
9119OO
6909OO
3987OO
592800
6339OO
4689OO
35460O
267600
2463OO
I9560O
I469OO
I245OO
I539OO
IOI7OO
837OO
57600
I353OO
IO65OO
2370O
534OO
714OO
24OOO
60OO
3OOO

8
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20
33
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121
149
'54
161
157
169
190
190
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191
'83
189
179
149
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142
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117
116
103
95
100
99
84
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68  I
78
56
52  I
44
40
24
20  ;
22
12
14
10
9
6  j
4  I
6
5
5
5  I
5
2

2000
4000

XII.  Klasse.
Ingenieurs,
Civilingenieurs,
Geodäten

Personen ­


26
H
10
11
8
4
15
6
5
7
4
6
8
1
4
3
2
3
5
i
i

Vers.-Summe


2I500  —
41400
36500  5
86700  5
98100  U
177200  7
251100  U
297700  20
307400  27
377500  25
489000  24
539700  26
538200  21
449100  28
625600  42
602500  26
608800  37
533400  21
601600  29
617300  23
625600  13
610300  26
480300  16
334500  17
456400  14
510800  12
344700  32
383800  37
2830OO  2I
2839OO  I  I
361600
33OOOO
2453OO
290600
2663OO
2555OO
2404OO
235800  K
I76600  I
I37200I
154000  :
101400  i
132600
753001
18600  j
65700
261001
30000I
20400
il  700
23700::
27300  ¡1
19800
14400
15000
6000  :
9000  j

4500

XIII.  Klasse.
Gewerktreibende

Personen ­


Vers.-Summe


2000
IOOO

6000
19000
39800
103000
33000
60000
127700
243500
187800
197400
225200
136600
259500
409400
175200
275900
232000
230800
310300
92500
240500
120700
I06100
81900
81000
338600
271500
184600
87400
193200
92100
63000
61300
52300
15000
75100
56100
31200
45000
52500
30000
41400
3000
12300
19500
9600
9300
18600
3600
4500
11IOO
30000
12000
45OO  I
9OO  I

9OO

4
2
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27  i
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56
82
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12  I
152
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209  I
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258  j
273
284
264
3:8  !
307
298
279
293
2661
239'
272
'99
221
243  I
219
233  I
216
'93
179  I
167
183
147
'39
121
111
109
103
7'
75  I
74
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45
41
51
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28!
321
2 5  I
20
16  I
4
7
6
4
5

XIV.  Klasse.
Militärpersonen

Per-20000


3500
22500
67000
119600
159500
271000
366900
406300
522300
680500
1,080400
950800
995800
1,128200
',396300
1,539600
1,783000
2,059300
1,706000
1,967800
1,957200
1,692500
1,809400
1,997400
1,713400
1,322800
1,740700
1,183900
1,156000
1,211200
1,172800
1,233600
1,216600
i  ,024000  !
800700
796000
819600
7C0800
¿71800
532100
448100
608700
452200
340400
384300
311700
200400
210900
158700
2220001
129900
i19100  !
88200
96300
93900
41400
56400
25500
46800
19500
8700
12300
7200
7500l|
9900

1800  —

Vers.-Sumine


5
7
6
15
12
19
32
33
32
34
32
34
38
36
35  i
27
24
36
26
41
31
24
20
28
24
30
'9
23
3
2 5  I
■6
22  I
16
l8
13
'S
14
'4
9
13
6
5  I
12
6  !
3

10
:
6
3

XV.  Klasse.
Diverse
Berufszweige

Per-2000


4000
15000
900
34500
59000
17000
92100
53000
199000
129000
155500
I70300
203100
165000
I80800
165700
206100
276800
246200
127300
190500
130100
241800
142200
150200
91400
125700
204100
151100
141800
112200
153900
83700
208700
162500
93800
123900
90300
159000
63600
74700
106800
44100
53400
46500
16500
17700
74700
12300
6600
23700
50400
23700
33000
22200
10500
10500
19200

3900  j  —
5100  —
1800

Vers.-Summe


2,25100019193  ;  106,961000  4501  14,914400  744  5,827900  :8200  46.113600  1055  ;  5,980100  33

Zusammen

Per-13000


3000

3000
6000
3000
28000
4500
IOOOO
1500
4500
6000
3000
3000
6600

6000

9000
6000

1500
7500
1800

1800
3600
2400

19
30
53
73
90
'54
220
293
389
49'
629
804
879
1002
1183
1301
1334
1515
1501
1672
1641
1645  :
1631
1589
1653
1615  ;
1717
'573
1430  :
1504
'379
1402
1350
1291  I
1272
'354
"54  I
1075  I
1072  :
"35
963  j
958
862
792
771
667
547  :
546
524
463
484  ;
384
392
347  !
291
276  j
232  g
207  I
193
165
95
83
9'  I
d
341
221
15
151
91

Versicherung
Summe

1500
12000
49OOO
23OOO
54OOO
IO4OOO
21  IOOO
294800
394IOO
7399OO
1,067500
i,5779°°
2,153700
3.019600
3,614600
5,36530°
6,001100
6,901900
7,738900
9,3i95oo
9,615400
11,176900
10,826500
12,748200
12,489600
12,377600
12,153200
11,610800
11,996300
11,330900
12,836800
11,441400
10,455800
10,534600
9,403300
9,418400
8,545300
8,801600
7.759500
8,884900
7,056300
6,252400
6,546500
6,810000
5,721500
5,525700
4,945900
4,764700
4,336600
3,998300
3,024200
2,780600
2,698100
2,466000
2,463300
2,090500
1,962600
1,783800
1,415100
1,308500
1,001400
1,122500
843600
888300
480900
489900
423000
211200
222300
154800
120300
42000
50100
27600
40500

134700

52668
7

347,"93oo
        <pb n="122" />
        #  f

7

XX.  \  ersiclierten-Bestand  am  31.  December  1  r»  7^

Versicherungssumme ­


300
1800-3300-















25800-27300-









  -
42300-43800-












  1500
-  3000
-  4500
-  6000
-  7500
-  9000
-10500
-i2000
-13500
-I5000
-16500
-18000
-19500
-21000
-22500
-24000
-25500
-27000
-28500
-30000
-31500
-33000
-34500
36000
-37500
-39000
-40500
-42000
-43500
45000
-46500
-48000
-49500
-51000
-52500
-54000
55500
-57000
-58500
-60000

I.  Klasse.
Ohne  Beruf

Vers.-Sumine


Jé.

909  !
8921
1491
292  i
22  ;
86  !
39
66
1
51
3
34  j
2  !
121
3 !
■;
3
501

1,093000
2,393300
611800
1,704500
157800
761700
393200
791500
12600
765000
48500
609200
37200
245000
66600
264000
25500
81000
1,500000
31500
33000
107000
77000
80000

13  585000

96000

2  i00000

54900

27  i  1,620000

II.  Klasse.
Staats-,  Kirchen-,
SchuKvGemeinde-Bedienstete


Vers.-Suinme


3346  4.520300
7649  21,133200
1625  6.633500
2873  16,872400
285  2,052600
996  8,854600
3,444900
7,702800
395900
6,249000
433700
4,142900

343
644
30
418
:

5  96100
90  1,826600
7  156000
86  2,059200
7  175000
12  322000
i  28000
163  4.890000
i  30600
7  230000
i  34500
15  538000

2  78000
7  280500
5  210000
11  43000
17  765000
4  192000
4!  202000

56100

25  1,500000

III.  Klasse.
Aerztliches
Personal

Vers.-Surnmo


IV.  Klasse.
Privatgelehrte.

Vers.-Summe


131
434
Ui  j
468  j
42  i
222
124
157
5
170
8
88;
2  '•
46
2  !
20  '
3 i
2
SI  ;
I
3

170000
1,219700
541600
2,762100
304200
1,973200
1,244200
1,879600
66400
2,545200
130000
P574300
38100
933600
44500
480000
74900
53000
1,530000
31000
98000
179000

126000

270000

2  96000
i  50000

9  540000

14  36900
3  11800
13  72800
5  1  45000
7  «  70000
8  94800
I
5  i  75000
4  j  72000
4  80000

i  !  28000
5  150000

i  I  40000

i  ¡  59100

1.  Klasse.
Künstler

Yers.-Summe


112  I473OO
351!  983600
78  3I90OO
235  I38360O
l8  I301O0
94  836400
49I  490100
56  672000

5  65700
54  810000
6  96500
24  431000
i  18600

203000
44000
120000

16i  480000
-  -
2  66000
i  36000
ij  40000
i  43000
i  48000

i  60000

VI.  Klasse.
Persönliche
Dienste  Leistende

180
219
34  j
45  I
5
15  !
91
6
7
2

Vers.-Summo


218800
591900
135100
262100
34500
133800
90400
71400
103800
32500
36000
40000
48000

6  j  180000

135000

240000

VII.  Klasse.
Landwirthe

Yers.-Summe


175
378  ¡
60  ;
23O  i
12  '
114
30  I
88
3  I
144
3  !
61

JL

228400
1,064400
248600
1,365200
87400
1,023000
30IIOO
1,055000
39IOO
2,157500
48100
1,098000

18  365000
22  i  5280OO
2  54OOO
I  28500
I32  3,960000
1  33OOO
10  360000

23  LO35OOO
1  480OO
5  250000
2  i08000

59  3,54oooo

VIII.  Klasst
Forst-Beamte
-Bedienstete

Vers-Summe


309  41320O
681  1,894500
112  4535°°
1,124900
102000

193
14
56
30  I
3 :i
H
21
6

493500
29960O
383400
2650O
25400O
3160O
10520O

4800O

i2000O

Summa

2680  14,345800

18928  96,148400

2136  18,954600

71

835400

1123  7523900

541  i  2,353300

1574  19,025300

1460

5  7499'

oo

11  ach  Beruf  und  Versiclierungs-  Summe.

IX.  Klasse.
Bergleute  und
Pergbeamte

X.  Klasse.
Handeltreibende

XI.  Klasse

XII.  Klasse.
Ingenieurs,
Civilingenieurs,
Geodäten

XIII.  Klasse.
Gewerktreibende

XIV.  Klasse.
Militärpersonen

X  V.  Klasse.
Diverse
Berufszweige

I  ransport-Betriebs-Personal


Zusammen

\  ers.-Summe


\  ers.-Siiinmo


Yers.-Suimiie


V  ers.-Snnimo


\  ers.-Summo


A  ers.-Snmme


\  ers.-Summe


\  ers.-Summe


io 4

126200

462000
4,888500
1,752100
9,746000
884800
7,649300
5,399400
7,729100
264800
15,594000
629500
7,039400
324900
5,576100
290000
3,283000
901000
402000
113000
17,250000
31500
849200
33600
1,757000
73300
I54000
1,000000
252000

1605

2,652600
8,033000
1,919800
5,797400
421400
3,064000
1,796700
2,600800
130400
3,955400
194200
2,514700
57500
1,719800
22000
1,031400
3OOOOO
I5760O
2850O
4,559000

1,927900
5,041500
I,l886oO
3,033700
I989OO
1,050500
432400
666800
260OO
4O3OOO

2163

274800
1,124000
3OI7OO
8223OO
IO780O
497800
310800
5154OO
I3OOO
491800

343

8400

9619

12,286000
49,420800
14,493400
46,374800
4,619700
27,235700
14,784000
24,902400
1,106400
34,153700
1,708400
18,662200
6i0400
11.512900
645100
8,173600
1,501400
1,096600
226000
35,999°°°
186800
1,438100
68100
3,625000
110800
387000
1,760500
756000
86000
6,299000

33

43100
533300
228300
1,089800
102400
654900
451200
525800
26000
555000
16500
339400
19000
182000
22000
168000

203

'58

1781

189

1701

441000

17821

2954

405

42000

286

123700

420

467

3528

24300

1658

326000

516

1S6

986

7893

141

12000

35800

28

121

039

198000

858

118

74

3061

345

539

30000

43

45

'79

30000

1474

645

214000

217

2080

44

43

40000

20

84

195000

264

1040

2280

47300

39

106

36000

358100
19000
81000

392

288000

18000

20

140

1040

32

60000

276

85

i  o  200800

509

4

29

72000

'37

72000

43

341

36

60

25000

27000

120000

5  75

480000

210000

152

5  70000
62200

1200

128900

44

36000

468000
37500
39000
240000
126000

49

72000

72000

101

39000
40000
42000

40000

44

2,654000

585000

90000

45000

90000

45000

140

48000

192000

720000
48900
2,153000
104500
323000
164900
56100

48900

1,050000

9  I  451000
I  52000
ï  162000

50000

43

i  52500
1  53000
2  i  110000

60000

142  8,520000

47  2,820000

120000

19,319100

240000

322

106,961000

744  5,827900

8200  I  46,113600  I  1055

52668

2,251000

9193

4501  j  14,914400

5,980100

134700

347,119300

33
        <pb n="123" />
        Jahr

1829
1830
1831
1832
1833
1834
1 835
1836
1837
1838

XXI.  Art  und  Höhe  der  Einnahmen.

Prämien

274269
387231
592614
777921
925317
1,041507
1,161039
1,316880
1,466121
1,609077

Zin

Betrag

JL

6324
17553
30168
50550
68772
93882
115896
139266
164100
190404

Durchschnitts- ­


°/o

4.00
4.00
4,09
4,05
4,04
3,9#
3,90
3,81
3,77
3,73

Verjährte
Dividenden
JL

Agio-  und
Discontogewinn


588
369
423
717
840
908
775
2514
4164
4829

Miethertrag
des
Bankgebäudes
JL

Ausserordentliche ­

Einnahmen

JL

Summa

JL

67002
28599
47247
306
166
9749
7413
267
46

348183
433752
670452
829188
995235
1,136463
1,287459
1,466073
1,634652
1,804356

1829  38

1839
1840
1841
1842
1843
1844
1845
1846
1847
1848

9551976

876915

3,94

16127

I60795

D733556
E839O75
E94717I
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2,137392
2,247723
2,347581
2,430969
2,551200
2,594955

10,605813

2I9OI8
25535I
290280
3242I9
357057
388569
432:77
479508
534I32
58904I

3-70
3,68
3,67
3,62
3.61
3.62
3,71
3,75
3,80
3*94

I4O46
2514
3OI4
3681
4544
3654
3682
4542
3568

7731
:041o
7o:7
1720
4083
3254

33369
285
3606
310
324
3343
3062
6386
6403
2825

:,985943
2,108757
2,251302
2.386485
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2,644179
2,788194
2,924628
3,09953:
3190389

1839  48

1849
1850
1851
1852
1 853
1854
1 85  5
1856
1857
1858

21,878154

2,654982
2.738073
2,860374
2,995197
3,104670
3.180714
3,280221
3,398940
3,553989
3,673359

3,869352

630612
668013
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773598
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882369
932463
986247
1,062582
1,147911

3,71

43245

4,oo
4,oo
4,oo
4,oo
4-06
4,07
4,12
4,15
4-33
4,40

3582
4332
6293
5689
4634
3416
5492
5030
3952
4540

342:5
702
730
2:35
3045
3440
975
2076
2979
3667
239 1

405
2024
1998
1969
2063
1784
2107
2116
2082

599:3

25.884879

35889
6161
14652
10994
11116
7376
1:537
I004I
13338
33251

3325767
3.4:7714
3,609432
3,790521
3,946137
4.076913
4.233573
4.405344
4,639644
4.863534

1849  58

1859
1860
1861
1862
1863
1864
1865
1866
1867
1868

31,440519

3,796395
3949095
4,099113
4,301295
4,553910
4,861770
5,281629
5,595057
5,930457
6,347886

8,628057

4,11

46960

22140

16548

1 54355

1,213527
1,281933
i,37456i
1,443354
1,534731
1,594269
1,689591
1,785654
1,873899
1,966392

4,42
4.52
4.55
4,5«
4.53
4.53
4.54
4,54
4.56
4,62

3659
39O2
3886
4627
4O34
44O9
SS:?
5389
4659
39:3

I  736
I64O
I2OO9
8187
3497
2564
2572
2384
i960
2039

1863
2054
2136
1912
1916
1785
2194
2005
1671
1957

22277
11847
29585
12730
17586
37079
19029
13892
11639
15878

40,308579
5,039457
5.250471
5.521290
5.772105
6,115674
6,501876
6,998832
7,404381
7.824285
8,338065

185968

1869
1870
1871
1872
1873
1674
1875
1876
18  77
1878

48,716607

6,830192
7,195525
7,540582
8,112128
8,658498
9,234782
9873470
10,563100
11,308433
11,996722

i5,7579ii

4,54

42295

38588

19493

191542

2,106196
2,286985
2,451881
2,595237
2,781333
2,956179
3,133:78
3,296426
3,469781
3,680213

4,75
4,80
4,86
4,87
4,85
4,83
4,81
4,7  8
4,74
4,74

6318
7660
7953
7389
7137
9750
9499
12261
9181
9385

1469
TVS:
11832
5984
38086
21807
19888
2557

2324
2453
2738
2150
211
1803
2730
2281
1897
3372

18288
17547
29090
53278
30631
121704
100677
83845
105435
116884

64,766436

8,963318
9.510170
10.033713
io,777933
11,489642
12,330202
13.157640
13.979720
14.914615
15.809133

91,313432

28,757409

4,80

86533

109374

2:959

677379

120,966086

1829/78

202,900688

57,889644

4j22

219033

220444

58000

1,243984  .

262,531793
        <pb n="124" />
        XXII.  Art  und  Höhe  der  Ausgaben

Sterbefall-Zahluiuren


Jahr

90jährige

Summe

Summe
JL

1829

29400
82200
149169
227400
283800

1830

1831

24

1832

42

1833

1834

&amp;amp;3

254400

1835

503700
557496
584100
644700

93

1836

103

1837

"5

1838

122

Hei  Lebzeiten  zahlbar
gewordene
abgekürzte

Summe
JL

Bezahlte
Dividenden

Verjährte ­

Dividenden ­

JL

6.
Vergütungen ­

aus  dem
Reservefonds. ­

.Æ

Ageutenl*ro-



Verwaltungskosten

Uebriger
Aufwand
JL

xm
Ganzen

.4L

Ai

Verluste

auf
Agrio

auf
Darlehn ­

I  ■  4L.

an
Agenten
  gaben

Uneigent
 ­

Aus-JL.



Summa

.4L

58623
78753
106863
147633
260229

1194
4101
5502
6864
9759
4740
8712

13713
10581
17652
22203
24033
25401
27981
32334
35328
37911

11541
24948
24003
32676
52668
44463
54885
57528
58545
67395

25254  7,2*
35529  8,„
416556,31
54879  6,«2
76701  7,71
69864  6,15
828666,**:
89862  6,13
93873;  5,74  ;
105306  5,8*

—  II  3296

—  159

552
1005
658
I35I4I
11346
1404
708'
1884
1317

54654
118281
191829
287427
499743
399735
673587
764688
832230
1,020423

1829/38  540  3,316365  —

652101

40872  247137  428652  6757896,3

!  3455  154015  4,842597

1839
1840
1841
1842
1843
1844
1845
1846
1847
1848

119
157
161
170
207
202
233

214
283
307

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717000
972900
723975
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1.331100
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3000
2400
19500

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14046
2514
3014
3681
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3654
3682
4542
3568

11268
17247
13779
13365
20097
13710:
16491
28305
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43767

39888
41397
43641
45672
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50118
51948
53529
56853:
56223

69342
72840
75474
79017
74949
78150
76392
81420
81840
79413

109230  5,50
I14237  5,42
II9'15  5,2»
I24689  5,22
I22529  4, 8 9
I28268  4.85
1283404,60
134949  4,«1
138693  4,47
I35636  4,25

I4I52
I2848

4  5  64!  —

4465

86!  1518
369  2290
379  3077
-  i  2343

197

—  j  649

1368

2179
1433
2321
1425
3774;
5420

953853
1,077936
1,343565
i  139259
1,666254
1,597068
1,719252
1,634472
2,000466
2,193000

183948  2053

1849
1850
1851
1852
1853
1854
1855
1856
1857
1858

352
314
308
333
380
366
439
429
433
518

9,999729

i,7i
1,693950
i,42o8ooJ
1,628700
1,890600
1,771800
1,992300
2,152050
2,226750
2,749500

24900  3,735384  43245

201324/  486849

768837  i,255686/4,gJ|36o2 9 |  —  I  3048:  25786

15325125

5400
9000
900
30900
25500
54000
7500
12000
22500
40200

565449
637794
665203
570287
608845
648331
800377
921295
881606
883592

3582
4332
6293
5689
4634
3416
5492
5030
3952
4540

43449
41679
44664
48858
57960
69690
33993
32679
35415
37986

57906
60204
63414
66972
68634
69216
75339
78984
84549
85305

83799:
82128
86055
84765
86700
89895
88803
101478
105126
108057

I41705  4,25
142332  |4,16
I494694.1*
1517374,00
I55334  3,94
I59I  II  3,90
164142  3,88
180462  4,00
189675  4,00
I93362  3,98

276
2599

375

1779
3233'
7323
639!
2916,1
540
—  32709
—  5784
3873
4251

2,480490
2,534919
2,294652
2,437i85
2,745789
2,706888
3036513
3,309300
3,363771
3,9i343i

1849  58  3872

19,245300  —

33  207900'

7,182779

1859
1860
1861
1862
1863
1864
1865
1866
1867
1868

492
464
528
571
571
597
741
701
695

2,239500
2,363100
2,427900
2,600100
2,967900
2,921700
2,930100
3,528000
3.801000
3,567900

6000

9300

26400!
37800
25500
33300
56400
42600
41700
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37200
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N  ry  ry  ry  ry  ry  ry  ry  ry  ry
30  00  00  00  00  00  00  00  00  00

O'O  N  ry  y  vy\o  t^30
ryyyyyyyyyy
00  00  00  00  00  00  00  00  30  00

O'O  rx  N  ry  y  vy  vo  r^CO
vyvO  'sOvOvO'O'O'OvO'O
30  30  00  00  00  OO  00  00  OO  00

O'O  w  n  *yy  vyvo  n.  oo
y  vy  vy  vy  vy  vy  vy  vy  vy  vy
00000030000000000000
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        XXIV.  Bestandteile  der  Gewälirschaft  am  Ende  des  Jahres

W  T  O  w  rO'O
Pi  00  i—  O  i^vo  00  —
O  fO  03  O  ^-00  N  N
i—  ov  pp  —  vnvo  ov  po
CC  PI  N  O  NNNO
OO  —00  -p  -  Ov  I-.

00  OWO  PI  O'  O  N  00  PO  Pi
rom  O'  N  M  ifl  0"t  N  O
—  OwO  O'  —  Pi  —  PO  ppoO
“lui«  O  O  t^vO  vo  vn  Pi
ON  (3  00  PI  VO  PO  Pi  Pi  Pi
N30  N  OOO  00  O'  Pi  ro  rO
vfiT  1^.00  Ó  Ó  »  N  if  ino

O'  1^  I-  PO  —  VO  O'  0  POVO
i-^  uv  qv  pp  vo  n  i^  pp  pp
0X0  Ov  PO  PO  pp  pp  PO  pp
OO  O  ui  00  O'  0"0  P)  00  00
vO  uivo  —  —  00  00  00  uo  O
—  O  po  O'  p&amp;lt;  pp  ipx  oo

N  N  &amp;lt;t  PO  -  PI  Pi  PO  00  Pp
pp  vo  y-potfuio  po  vo  o
O  Pi  uooo  Pp  O'00  O  NN
t-p.  —  —  vo  Pi  poOuo  —  —
pp  ui  oo  -  o  oo  y-  Pi  y-  o
PO  O'VO  "  X  O  O'O'u-i
O'  o  pi  pfvo  rid  —  povo
Pi  popopopopoy-y-y-y-PO

  —  00  VO  vo  0  POVO  Ul  O'
—  00  Pi  Pi  u-iy-r^o  O'  ip.
O  O'  —  «  X  —  oo  vo  oo  yovoooo
  y-  —  u-iuopovo  U-»
O  oo  ui  uo  pi  uiy-Ny-i-C0
  VO  N  Pi  Pi  Pi  O  OvOO  O'
oo  —  y-oo  pi  vo  O  po  oo  po
y-  u-i  vn  uivO  vo  N  N  t^oo

—  —  pi  pi  po  y-  y-  ui

t-p00  O'  O  —  po  y-  uovo  P-—
  —  —  pipipipipipipi

OO  oui  OuiOuiOui
OO  O  i~p  IP)  PI  O  N  U-)  PI
uo  vo  VO  vO  CO  O  Pi  PO  ui  N
vo  'O  vo  u-,  y-  y-  po  Pi  —  o

Ovoo  vo  Q  vo  O  vo  o  vo
O  N  VO  Pi  o  N  vo  p|  ON
O'  O  pi  y-  -o  n  o'  -  po  y-O'
  O'oo  t^vo  vo  y-  y-  po  pi

£  &amp;lt;x&amp;gt;  [  I

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OC^OOOOOcecece
t^4-OOOOOcecece
OC  ce  y-00  ^  O'rOfON  N
—  rf-  nn  O  O  O'  O'  C'OC  00
vo  O'  O  O  O  O'  O'  O'  O'  O'

ceCO  cecececMCMCMCMce
N  N  N  N  00  0C  VO
te  O  Ov  m  K  Cv  N  M  o  Tf
t''  H  O  O  O'  C'OC  C'OC  O'
O'  O  O  0  O'  O'  O'  O  ^  H

OOO  H  H  H  M
ON  O'  O'Ï'N  N  N  o  o  oc  o
ro  h  O'  r&amp;gt;.  te  oc  NO  y  *e
oo  no  te  y-  ce  oc  n  ro  ro
WI-444W4444H4k4W(M

Si  5  sä  ^

I  I  i  f  I  I

O  O  VPNVPIN
PO  —  Pi  Pi  —  O'
vo  vo  y-  ro  O  VO
VOVO  vo  00  O  VO
00  O'  P^  O  vo  N

Pi  —  P^OVO  —  vo  Pi  N  N
vo  o  y-  —  Pi  poo  —  vo  po
O  OO  y-  vo  oc  -  o  NN  PO
00  vo  vo  O  N  -  o  vo  O  PO
y-vovovo  —  00  O'  y-vo  N
Npipipipopipipipoy-K:8

  8

—  y-vo  —  y-vo  yy-
  po  O'  ovoo  o  vo
t-p  —  pp  po  oo  —  pi
VOvO  00  VO00  N-  N.
PO  O  O  VO  Pi  —  Pi
Pi  Pi  Pi  —  Pi  Pi  Pi

—  y-  vo  Pi  t-p  PO  PO  00  vo  O'
ion  y-  y  y  o  poco  po  o
—  OP-'I'-O  PO  o  vO  00  PO
—  PIPOPi—  vOOPi  O'O'
vo  vo  Pi  O'  PO  00  O  —  VO  O
y-  vo  vo  vo  vo  P-00  00  00

«NO  PO  00  Pi  PO  00  vo  tN
ION  O'  Pi  NX  X  N  VO00
—  o'  y-  o'  pi  o  vo  —  voco
vo  vO  Pi  po  POVO  —  —  vo  O'
o  pi  Pi  o  —  n  p&amp;gt;.oo  y-  po
PiPIPiPiPiPi  —  PiPiPi

y-oo

CO  PO  VO  vo
vo  y-  oo  oo

O  VO  Pi  00  00  VOVO  PO
X)  oo  Pi  o  o'  vo  y-  Pi
VO  vo  O'  Pi  —  —  vo  N
O'  IN  00  POVO  POVO  N'
y-  vo  O'oo  vo  y-  vo  y-00

  Pi  —  Pi  O'  VO  po  oo  o  O
O'  vo  PO  PO  PO  —  O'  O  PO  N*
Pi  N  vo  O'  N  —  N  y-  vo  vo
y-  vo  oo  vo  ^  y-  vo  po  o
CO  00  O'  Pi  Pi  PO  IN  Pi  vo  PO
Pi  y-  —  po  y-  —  po  pi  pi  po

O'  O'  tN  oo  y-  o  o  vo  n  —
n  y-  o'  y-  n  o'  Pi  o  —oo
—  CO  PO  PO  O'  O  PO  vo  Pi  IN
—  ovr^-y-iNpi  n  o&amp;gt;o  vo
O'oo  lo  n  O'  o  po  o  y-vo
PO  O  X  iNPOy-POvONN

O'  O'  —  vo  N  Pi  vo  O'  O'  —
vo  N  O  O  vovO  r^oo  O'  Pi
pp  —  O'  OVNNX  popí  PO
PO  N.  VO  LO  CO  PO  In  o  In  In
vo  vo  pi  O'  —  O"0  POvO  vo
po  y-  y-  -  pi  popo  —  popí

VO  Pi  N  o  vo  —  O'  VO  —  —
VO  —  O'  VO  —  In  O  In  y-  VO
o  y-  —  —  vo  oo  vo  y-  —  pí
vO  00  —  Pi  po  Pi  N  O'  O  N
Ovo  IN  30  —  00  VO  O'  IN  VO
—  oo  y-ooo  y-  o  pí  y-po

CM  —  te  Ns  NO  00  O'  ro  rON
O  y  NO  44  ro  W
y  CM  rj-  ceOO  0C  Os  O  O'
ce  O'  y  OC  0C  ’t  O  M  teoC
4«  04  rO  rf  -t  rf  rt

m  N  O  O  GO  ^5
NOM  O'NO  ce  y
CM  M  N  rom
te  te  y  vo  CM  CM
O  O  O  O  ce  y  O'

y  Í^OC  NO  te  te  y  ÇM  y  H4
^  i-  N  N  O  n  N  rf  CM  y
^X  ONvo  y  y  cm  c'vo
O  N  VÛ  rON  N  N  y-  y-  K
o^'-'nONa'HCNN
NNNNNNhMMn

vo  n  fO  N  N  0C  in  ro  N  ro
NO  O  O  vO  Q\  KQ  ce  O
n  no  o  t-^oc  n  yic
  —  loco  y*  osee  n  y-  y-N^o
  O  1^  CM  —  LO  LO  o\
y-  no  lo  Lo  vo  r^vo  r^30  oo

O  Cn  o\  n  X  o  o  owo  «
n  N  X  no  X  i—  vo  N  rn
*-&amp;gt;  lo  o  Ovo  O  c\H4Loy-CC
  —  CC  —  OC  LO  vo  I—  M  «
y-  N4  —  mee  ce  ce  cv  Lo  —
remrererercrey-y-LO

Sí*

«  =

In  —  In  vo  N  O'  VOvO  O
Pi  O'  O'  —  povo  vo  O'  PO
Pi  po  y-  o  O'  vo  m  o'  n

von  —  pi  y-vo  —oo  po  O'
—  vo  O'  vo  y-  o  co  vo  o  iN
—  y-co  o  po  n  —  —  —  y-PO
  0"0  —  VO  O  VO  Pi  O'  VO
y-  y-  vovo  vo  in  inoo  oo  O'

00  O'  vovo  VOVO  y-  In  y-  O'
o  —  vopopipipivoopo
Pi  O  O'  POVO  PO  Pi  0"0  VO
po  —  voopi  —  y-pivopi
oo  O  y-ovo  —  Ny-piX
PO  y-  y-  vo  vovo  vo  In00  CO

po  vo  vo  iN  y-  evo  vo  iN  vo

po  iN  —  y-  «o  vo  co  co  vg  Pi
y-  In  VO  In  IN  VO  O  O  O  —

I  II  II  I  II  I

rooc  ci  n  c\  y-ce  —  r^.
M  h  h  cj  N  ro  ro

y-  —  NÎ^.'O  N  O'  M  "O  L/C
O  N  Cl  N  roioo  y-X  N
HMNHHNCINNrO

rn  o  O  O  O
O  1^1  ro  N  N  ro
y-  N  O  *-■  Os  lo
N  loo  O  r^.

O'OON^Qr^ooy-~
  t'Xi  o  O  n  N  N  0C
y-  co  y-  n  y-  co  y-  y-  o'  y-M
  LT»  LO  o  r&amp;gt;.  N  N  00  *-•
O  c«i  —  y-ooo  ce
to  mo  i^oc  O'  O  M  ci

o  o  o  m  n  h  ecn  o  yo
  Ln  y-  i^n.  y-  n  y  Leo
os  we  o  y-  O'  te  asee  o  oc
N  O  oc  te  ieo  LecC  0C
y-  Le  o  o\*-&amp;gt;  ceo  cno  o

CT'ce  os  o  n  y-  h-  o  ce
^  ce  o  N  *  oc  ce  qs
ce  o  ce  O'  m  o  n  ce  e  o
O  O  O'  N  1-4  Le  n  y-oc  ON
m  —  ce  te  ce  ce  y-  ce  es  N
y*0  r^oc  os  ~  N  teoc

y  on  y  n  r^o  o  ce  noc
y  N  ON  oc  y  «  o  m  mx
m  O'ceceteceC'N-tete
ceNO'y  y  h  O'  ono  ce
n  y  ci  —  o  N  o  O'O  w
ce  y  teo  o  n  ce  on  ^  ce

=  .s

NMMMMMcececece

r^O  N  N  N  H  ^
M  eteiALeNN
y  ON  o  o  o  -4
o  O  oc  ce  y  es
te  te  es  ci  o  es  *-«
y-  y  y  y  y  y  y

PiPi  —  —  —  —  —  PXOO
NNNNNNN-tO  O
u-ipPltN  —  vnCv  —  O'O  Pi
O  —  pp&amp;gt;  In  u-100  -  PI  O'  Tp
—  C"0  U-»  po  pi  O'  O'  u-&amp;gt;  vn
y-  po  pc  po  po  po  pi  —  —  —

oooooooooo
oooooooooo
&amp;lt;tvOX  O  PI  ^-VOM  O  N
O'  -f  O'  vo  O  VO  O  vo  —  VO
Tp  -t  PO  PO  PO  Pi  Pi  —  —  O

oooooooooo
oooooooooo
ppvo  00  O  Pi  Ppvo  00  O  Pi
—  vo  —  N  Pi  N  Pi  N  PO  00
O  O'  O'00  00  N  NvO  VO  U-)

cey  h  N  ce  ce  cn  ce  ce  ce
^  cn  y  m  N  y  on  on  on  cn
On  O  ce  O'  h  y  o  o  O  H
cn  (N  ce  y  ce  CN  te  te  o  y
O'  o  »—  o  y  ce  no  o  m  o
^  ^  N  O'  CN

o  oc  te  NX  ^  ce
o  o  y  •-*  i—.  i—i  &amp;gt;—i
ci  O'  o  te  oc  y
m  on  m,  go  ON  y
o  c'í  X  X  n  re  re
O  O  O  NO  teNN

cer^NOOOOOOOce
ceteceOOOOOOy
oc  m  rey  n  m  ce  oc  te
y  o  ceo  —  nocr^ONce
OMMMhOCOiciN
n  y  cerero  reci  M  cm  cm

y  y  ce  CM  e  ce  ce  ce  ce  ce
no  NO  coN^y  O'O'O'O'
c  te  h  n  o  o  MeO  w
ce  (M  te  re  on  te  no  te  oc  y
p-  n  ce  y  ce  ce  m  cm  ^  ^

NO  (O'  te  w  w  y
y  ce  te  y  O'
te  te  oo  »-4  ce  ce
y  cm  co  ce  y  y
oo  O  CM  ce  te  O'
00  NO  CM  O'NO  CM

O  O  ce  ie  no  y  oc  •-  cm
8  0  y  00  te  te  NO  no  On
O  *-&amp;lt;  cm  O'  y  O'  ce  o
O  O'O  n  re  O'  tex  te  oo
ce  O'OoccecM^ooC'
ce  ce  cm  ceyytetetey

H  X  X

O  ce  oc  te  te  n  o
00  Í^nO  O'  N-  0C  O
te  cC  te  Os  oc  no  te
retoN  d  O'  te  r^.
oo  n  ce  cm  o  no  y
oo  oc  oc  oc  ce  no  te

no  CM  vo  r^r^oooooo  cm  -
00  O'  O'  *-&amp;gt;  M  NNNy  O'
—  O'ï^no  i^o'yyo'oc
y  ce  oc  o  m  o  y  h  h
CN  O  n  ^e  cn  O'NONO  te
y  te  no  no  te  te  te  O'  O'

NO  00  CI  NO  NO  H  00  O'  N  N
00  N  N  N  te  O'  h  O  CM  O
N  w  oo  ^  O'  y  y  no  O'
OO^OOOCMMOOM
te  w  vo  NO  y  ^  NO  O'  —,  re
O  ce  00  CM  CM  CM  ici  M  NN

te  y

*-•  cm  ce  ce  y  te

*-*  cm  cm  ce  ce  ce  ce  ce  CM  w

■-■OnOnOOnOnOnOnOnO
noc  0000000000000000
no  cecececeyyyyy
y  O'  o  o  o  re  ce  re  ce  ce
^  oc  te  te  CM  nm  oo  oc  oc  oo
teyyyyy  recece^e

NOOOOOOOOOO
0COOOOOOOOO
y  O  te  te  te  te  te  »e  te  y
ce  NO  ce  oo  oo  oo  oc  oo  oc  o
oc  no  ycececececeooo
ce  ce  ce  cm  cm  cm  cm  cm  y  ce

r ooc  NX  o  o  ce
O  r e  r e  re  no  no  cm
o  no  o  ce  oc  ~  o
co  n  cm  X  ^  ce  NO
NO  te  y  &amp;lt;-4  oo  te
—  —  »4  *-4  O  O  O

O'NO  Os  Os  Os  Os  &amp;gt;-*  •-&amp;lt;  CM
O  y  CM  —  p-,  ï—,  Mw  r-&amp;gt;»  is.
CM  *-&amp;lt;  NO  O'  O'  O'  te  00  00  oc
y  -4  O'  No  No  CM  ce  ce  H
O  O  no  oc  NO  NO  te  ce  ce  CM
N.  N.  no  te  te  te  te  te  te  te

I  I  I

ci  NO  te  m  o  ce  te  y  O'  **
oooc  y  n  oo  cm  te  »-  ►-  no
n  yx  te  te  te  O'  O  cm  »-NO
  O'  te  NO  00  O'  te  n.  n.  O'
o  cm  o  oo  ce  oo  no  ce  y  te
te  y  O'  y  te  te  N.  O  O  O
ce  y  te  n.  oo  O'O  cm  ce  y
mmmmnnNMMN

te  y  44  oc  cm  Ns
O'  N.  O'  te  ce  O'  cm
XN  h  te  te  O'  ^4
CM  00  NN  h  reN
O  te  te  te  —  re  O
O  N»  '-^  O'  y  y  ce
NO  NO  oc"  oo  o"  w  ci

o  y  n.  O'  no  o  *4  o  oc
no  *-  r^oc  te  re  n  ce  y  oc
O'NO  00  CM  r^NO  NO  O'  NO  cm
no  y  cm  no  y  no  ce  o  cm  ce
NO  y  -,  O'oc  nû  o  n  e  n
CM  O'  NO  te  cm  te  O'  O  —

o  o  n  y  cm  ce  NO  no  y  44
O  NO  te  ci  r^N-.  ce  O  no  ce
y  y  oc  1^4  O'  y  te  y  ce  oc
y  te  te  NO  te  O'  44  oo  00  ■—
ce  te  d  y  cm  y  ce  oc  f-»  ce
O  ce  CM  NO  r~4  OC  iciteNNO

teteN  C'44  ce  te  no  oc  O
cm  cm  cm  cm  ce  ce  ce  ce  ce  y

CM  ce  te  n  n  no  o'  ce  cm
y  y  y  y  te  te  teNO  o  n

y  ce  te  te  ce
Cn  O  O'  CM  O
1^00  oc  -,  r-s
O  O'NO  00  4*
cm  ce  h  d  y

te  CM  O'  y  O'  o  O'teO'N
te  y  te  O^oo'te^o
ceNO  NO  NO  CM  CM  o  00  00  CM
no  ce  ce  î^.O't^4-.ieoo
y  ce  cm  CM  te  y  CM  teo  cm

44  44  veoo  ce  ce  ceo  ce  cm
O  00  y  NX  CM  O  I^o  te
o  y  cm  y  o  o  n  c&amp;gt;n  y
O  O'  te  y  oc  oc  oc  o  O'  ce
o  cm  o  ce  00000  »e  n  ce

00  OO  O'O  O  O'  ce  ce  te
O  44  00  te  O  O  te  O'  ci
—i  o  ce  ^e  y  O'  o  f^oo
NNN  ceN  te  oc  ce  ce  44
ce  cm  o  O'  te  ce  44  w

O'  cm  ce  00  e  »e  N  C\  h
cm  cm  -,  o  y  oc  o  h  n  o
CM  4  n  o  X  44  re  in  ce
o  »-w  ce  y  00  O'  cm  cm  ce  ce
oc  ce  yo  ce  te  o  teteN

!  o

00  av| N  PPN  Ovo  O
Xpo'  VO  X  Pi  N  N  -

-+VO  Pi  U-)  o  X  vnoo  PP)  O'
O  Ov  PP)  —  O  Pi  Tpooi^vo
o  vo  IPI^PNIPI  OVOO  VO  Pp
O0  vo  O  —  -t  O'  PI  vo  PO  O
00  pi  O  O  O  PO  00  Pi  u-1  Tp

uo  ov  —  Pi  -p-  ip.00
UO  OVOO  Pi  vo  PO  Pp
X  PO  ON  O  pp&amp;gt;vO
—  O  Pi  Pi  pp  —  pp

*4  X  y  te  te  O'  te  ce  cm
NOOOyoO'CMcMcer^

y  ceNx  teNO  t^yt^
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        <pb n="127" />
        XXV.  Beobaclitiingszahlen  für  die  Berechnung  der  Sterblichkeit
von  1829  bis  1877/78.  —  Männer.

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26
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34
35

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        Ferner  Tabelle  XXV,

Männer

30.

37.

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38.

39.

40.

41.

42.

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von  1829  bis  1877/78.  —  Frauen.

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42
40
32
41
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46
47
48
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68
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87
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100
91
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99
106

23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
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52
53
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55
56

Sa.  1577

50

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28

17

59

1651

24

52

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24

16

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24

23

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23

19

47

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19

57

Sa.
        <pb n="137" />
        Ferner  Tabelle  XXVI.  —  Frauen.

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17
18
19
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18
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23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
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52
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Sa.
        <pb n="138" />
        Fenier  Tabelle  XXVI.  —  Frauen.

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65.

66.

67.

68.

66.

70.

19
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17
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36
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26
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25
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35
36
32
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38
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6
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13
16
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20
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23
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29
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29
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27
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5
2
5

19
20

23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
58
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Sa.  1197  40

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Sa.
        <pb n="139" />
        Rim

Ferner  Tabelle  XXVI.

Frauen.

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3  5

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36

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38

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38

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39

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10

40

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2 9

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2 3

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22

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50

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2  5

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26

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2 3

20

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5  7

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58

59

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35

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27

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23

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63

62

64

63

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65

67

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50

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29

Sa.

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        <pb n="140" />
        il

Ferner  Tabelle  XXVI.  —  Frauen.

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33

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35

35

36

36

3  7

37

38

38

39

39

40

40

41

42

42

43

43

44

44

45

45

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46

47

47

48

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57

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58

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62

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64

64

65

65

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67

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67

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Sa.

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46

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48

48

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49

50

50

52

54

54

57

57

58

58

59

60

60

62

62

63

63

64

64

65

65

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67

67

Sa.  19

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4  i

3  I  .  .  2  .  .  2

Sa.
        <pb n="141" />
        XXVII.  Beobachtungszahlen  für  die  Berechnung  der  Sterblichkeit
von  1829  bis  1877/78.  —  Männer  und  Frauen.

35

15.

16.

31
38

17.

28
27
36

18.

27
24
30
68

21
23
26
57
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19
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19
18
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39
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248

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        <pb n="142" />
        Ferner  Tabelle  XXVII,

Männer  und  Frauen.

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18
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20
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22
23
24
25
26
27
28
29
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32
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        Ferner  Tabelle  XXVII

Männer  und  Frauen

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Männer  und  Frauen.

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Männer  und  Frauen.

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        Ferner  Tabelle  XXVII

Männer  und  Frauen

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24
25
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Männer  und  Frauen.

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56
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63
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        XXVIII.  Lebende  unter  Eisi^  n nd  Gestorbene.  _  Männer.

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1539

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        XXX.  Lebende  unter  Eisico  uW  Gestorbene.  —  Männer  und  Frauen.

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56—60

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Männer  und  Frauen

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Männer  und  Frauen

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XXXI.  Lebende  unter  Bisico  und  Gestorbene.

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91—95

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        XXXII.  Lebende  unter  Risico  und  Gestorbene.

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106

47

153

42

43

111

48

148

96

52

i,....

44

78

189

146

43

45

11  i

46225

75776

2955:

56055

526

251

777

41—45

242

535

19721

1S1

46

4313,5
3897
35:i
3238
2957,3

37

14724.5
14418.5
14098.5
13790.5
:  3449,5

5424
5838
6227
6627
6957

10411
10521.5
10587.5
10552.5
10492

144

9300.5
8580.5
7871,0
7:63.5
6492.5

HO

189

1.5

148

47

90

41

99

48

184

82

27

157

I  "2

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39

197

49

90

36

87

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154

103

190

46—-50

180

52564,5

468

70481,5

761

17917

39408

31073

473

941

:63

2774
2587
2295.5
2022.5
1746.5

27

10297.5
10076.5
9834
9595
9376,5

7131
7270
73:6,
7272
7239

13071.5
12663.5
12129.5
11617.5
11123

190

5940,5
5393  o
48:3
4345,0
3884

109

52

42

197

239

""

140

169

32

125

20  r

26

238

85

54

43

:95

153

69

162

231

34

197

98

178

24376

60605

11425.5

36228,

689

49179,5

1099

921

410

56

9066
8633
8278,6
7838.5
7422.5

218

10615
IOOIO
9475
8911
8364,

92,5

1549
1377
"96,5
1072,5
942

3576,
3245
2866
2530
2191

So

7038,5
6765
6609
6381
6:73,5

259

41

173

:j3,5

57

243

72

171

58

209

63

167

20

210

306,

256

187

69

25

59

231

26

260

28

409

60

62

198

232

28

6:37

1248

41238,5

44

14408.5

896

137

32967

47375-ii

  ii

352

1170,5

56—60
        <pb n="157" />
        Ferner  Tabelle  XXXII.

Alter

61
62
63
64
65

V  e

u  n

g  s  j  a  h.

1.

51
43
20.5
22
10.5

2  und  3.
¡I
g

326
183,5
92.5
59.5
42

4—6.

563
499.5
432
309.5
185.5

7—10.

916.5
818
721.5
621
558.5

34
39
29
24
23

11—15.

b

1380.5
1271.5
1104.5
978.5
820.5

43
39
34
54
44

16-20.

1425
1233
1119.5
1042
973.5

59
37
42
47
59

21—25.

26-30.

1522.5
1446
1313.5
1189
1 050.5

60  ¡I
51
43
III

1036.5
1032
1046.5
1037
1029

8
%
49

61—65

66
67
68
69
70

147

5,5
4

703,5

30
16

24

1989,5

65

3635,

149

5555,5

214

5793

244

6521,

259

96
69,5
43
33
17

470,5
358
246
141
83,5

24
26
22
9
6

729
633
568
494
405,5

46
27
35
33
23

893.5
795.5
676.5
580.5
475-5

49
52
46
43
33

906.5
780
694.5
631
553

42
40
32
56
52

5181  Z2*

944.5
873
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697.5
590.5

6i
47
5

66—70

71
72
73
74
75

9,5

55,5

258,5

1299

63
40
27
14
5

87

2829,5  164

3421,5

303.5
228
146.5
93
59

25
18
10
10
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417
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336
270
204

223

3565

222

475.5
404.5
328,,
282
241

43  !
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3896,5

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352
290
242,5

25 1
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34
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161
20
24
19
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71—75

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78
79
80

149

830

64

1591

146

1731,5

168

47
26
17
9

137
105
66
39,5
25

197.5
156.5
126.5
110
79

25
22
18
16
H

1 793,5

227
193
149
122
95

76—80

81
82
83
84
85

81—85

86
87
88
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90

372,5

52

H
8
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29

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95

50
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17
12
10

29

786  94

71
54
42
28
13

208

10
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4

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10
7
3

4«

86—90

9 1
92
93
94
95

23

91—95

Sa.

37419

209

68935,

593

85087,

937

85282,5

1270

73391,5

1460  h  48165,

1400

30997,5

1204

18520  j  9^

Männer  mit  3000—6000  Mark  Versicherungssumme

V  e

li

n  n  g  s  j  a  li

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31-35.

490
539.5
596
636.5
638

25
21
23
36

30-40.

b

55
89
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162,5
223

11
7
7
7

41  u.  darüber

1-5.

i
4
11

728,,
555
398
243
132

23
14
19
7
i

6  u.  darüber

b

1—10.

7037.5
6600
6163
5818.5
5410

258
250
230
266
273

«  ’S
B  3

1856.5
1544
1266.5
IOI2
796,5

62
56
55
39
29

11  u.  darüber

b

5909.5
5611
5294.5
5049.5
4745.5

219
208
194
234
245

Z  u  s  a  ni  m  e  il

b

7766
7155
6561
6061,5
5542

H

281
264
249
273
274

Alter

61
62
63
64
65

2900

126

638.5
627.5
602.5
562.5
550.5

30
36
45
48
29

643

35

16

265
300.5
332.5
334  5
312.5

12
17
20
27
21

24
40
51
67
97

2056,5
90
57.5
35
17.5
7

64
2
4

31029

1277

6475,5

241

26610  1100

49 1 3
4439,5
3978
3525
3078

269
250
254
266
217

602
447.5
297
175.5
100.5

30
32
23
9
6

4401
4049.5
3716
3367
2984.5

33085,5  j  1341

61—65

241
222
231
257
211

5003
4497
4013
3542,5
3085

271
254
254
266
217

66
67
68
69
70

2981,5  :  188  i  1545

97

279

17

207

505
473
415,5
356
287

34
34
28
34
31

273.5
269
252.5
257.5

24
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23
23
32

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138,5
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6
10
16
13
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19933,5

1256

1622,5

18518

2684
2324
2013
1693.5
1421.5

205
184
182
168
150

69
40
27
14
5

2616
2284
1986
1679.5
1416.5

1162

20140,5

1262

202
181
180
168
150

2685
2324
2013
1693.5
1421.5

206
184
182
168
150

66—70

71
72
73
74
75

2036,5
223.5
174
154
121
100.5

161  ,
25  ¡
19
26
14
11

1354.5
214.5
190
151
125.5
94

645

59

22
23
24
21
24

112
111
106
96

H
10
13
21
19

10136

889

155

9982

881

10137

890

1158,6
955.5
769.5
623
483.5

125
119
110
98
87

1158,5
955.5
769.5
623
483.5

125
119
110
98
87

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955.5
769.5
623
483.5

125
119
110
98
87

71—75

76
77
78
79
80

773

94,5
75
50
34
24

277,5

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12
5
5
4

95

56
4
5
ï

775
69"
58
53
36,5
30

246,5
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10
9
4
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114
13
7
14  I
10
7

5:4

65.5
53.5
40.5
29.5
26

51
3
2
4

215
20
H
5
3
5

77
10
7
9
3
6

35
5
4
ï
ï
2

3990

539

364
279.5
207.5
142
103

65
45
Si
32
26

1096  219

69
43
24
15
11

3990

539

3990

539

76—80

364
279.5
207.5
142
103

1096

69
43
24
15
11

65
45
51
32
26

364
279.5
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142
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XXXIII.  Lebende  unter  Eisico  und  Gestorbene.

Alter

15
16
17
18
19
20

15—20

21
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26
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6880
6918,5
6893
6848

217

50
61
63
58
64

36
37
38
39
40

36—40

41
42
43
44
45

34276,5  296  41—45

6762.5
6637.5
6533
6450
6292

32675

59
54
73
So
57

293

78
75
88
100
78

6117.5
5914
5665.5
5408
5205

72
73
9 1
103
88

427

107
100
”4
90
101

46
47
48
49
50

46—50

51
52
53
54
55

28310  512  51—55

4956
4685
4420,5
4148
3867

14661

419

22076,5

123
116
127
140
”3

619

56
57
58
59
60

56—60
        <pb n="159" />
        Ferner  Tabelle  XXXIIL

r  u

b  J  »

4—6.

2  und  o.

7-10.

11-15.

16-20.

21—25.

26—60

Alter

-

w  -

«  =

o  S

461

IUI

267.

718

654.5  j  22  j
625  !  22  I
580.5  i  21  I
538  ’  25  ;
499  I  28

27,5

709

29

425

385

642,

62

627

254,5

Id,5

95-s

20

447

565

63

568.5

214,5

321

44-5

453

160.5

276

64

28

516

495

25

441

65

98,5

265

417

25

459

20

420

2828,

61—65

26

2888,5  i  131

2897

354

995,5

1709

i  iS

114

2186

ou

346

26

47

240

20

431,5

450,5

405,5

67

36

182.5  1

386

26

379,5

381,

301,5

29

öS

137  1

336,5

245

327

351

69

76,

280

287

24

217

318.

29

48

189

228

70

244.5

292,5

684

66—70

1646

2,5

42

1299

1705

112

1749

145,3

179

256

40

204

20

i  iS

180

72

25,5

149

207,5

84

2

160

10

119

151

74

115

124  i

134

98

75

29

107

*9

100.5

660

71  —  75

93,5

427,3

69,5

78,

78

2  0

77

45

78

28

79

48

42

80

30

35

76—80

167,

261.5

27

289,

■"

34

29

82

22

84

85

81—85

So

87

SS

89

90

86—90

92

93

94

95

91-95

Sa.

8369

596

31987

692

17023

32470

93

270

639  12640

7466,

39033

424

19994

545

Männer  mit  über  6000  Mark  Versicherungssumme,

31-85.

V  e
36-40.

rsicherungsjah.

149.5
181
195
224.5
247

7
12
7
14
11

17
24
35
50
62

41  u.  darüber.

6  u.  darüber.

375.5
271.5
195
125.5
75,5

3215  !  I18
3026.5  ;  112
2792.5  124
2619  125
2436  !  I12

1-10.

917.5
750.5
589.5
476.5
398.5

11  u.  darüber.

32
20
20
14
16

2673
2547,5
2398
2268
2113

100
96
108
112
99

Zusam  m  e  n

P

3590.5
3298
2987.5
2744.5
2511.5

132
116
128
126
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Alter

61
62
63
64
65

997

Si

188

14

1043

26

14089

591

261
266
258,5
259
236

12
12
12
H
22

84
98
109
111
136

9
12
14
23

1280,5

212
204
190
163
149

72

15
19
20
17
15

S3«

42

141,5
133
116
118
98,5

88.,
40
46
49
48
54

51,5
36
27
10
2

2250.6
2021
1785
1586,5
1413

126,5

9056

1220
1063
888
760
638

137
137
108
114
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611

93
117
90
70
86

3132,6  102

11999,5  515

15132

617

61—65

3H,5
232.5
171
100.5
58

13

k

1987.5  !  125
1824.6  128
1641  I  103
1496  HO
1357  115

2302  138
2057  ;  I39
1812  IIO
1596,5  !  114
1415  :  115

66
67
68
69
70

876,5
42
25,5
19
7
2

35  |:  8306  i  581

9182

1178
1037,5
869
753
636

9 1
117
88
70
86

1220
1063
888
760
638

616

93
117
90
70
86

66—70

71
72
73
74
75

918

86

607

119,5
%  j
45,5  I
40  I

13
11
11
3
3

355

41

89,5
89.5
82.5
64
57

59
13
11
9
9
5

237

23

382,5

47

29
25
20
U
7

50
34
23
15,5
13

52,5
38
38
41
35

204,5

32
32
24
19
19

4569  ;  456

95,5

4473,5  452

4569  456

71—75

508
401.5
326  6
258.5
2O5

67
48
46
SI
29

I699*

I65
I3I
92
62,
42

23
3I
23
I7
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508
401.5
326.5
258.5
205

67
48
46
SI
29

508
401.5
326.5
258.5
205

67
48
46
3I
29

76
77
78
79
80

1699,5

165
131
92
62,5
42

23
31
23
17
13

1699,5
165
131
92
62,5
42

23
31
23
17
13

76—80
81
82
83
84
85

94

18

135,5

26

28

126

27

12
7
6
6
7

38

492,5  I  107

492,5  107

27
15
14
13
8

4051,5  I  280  j  1905  i  189  j!  716  I  102

77

17

76632,5  :  627  ¡I  129023  i  3638

27
15
14
13
8

77

17

126895

78760,5  2882

492,5  107

81—85

27
15
14
13
8

77

17

205655,5  !  4265

86
87
88
89
90

86  —  90

91
92
93
94
95

91—95

Sa.
        <pb n="160" />
        Berechnung  der  Sterblichkeit

XXXIV.

M

a  n

mit

unter  3000  Mark  Versicherunirs  -  Summe

3000—(&amp;gt;000  Mark  Yersicherungs-Summe

über  6000  Mark  Yersicherungs-Summe

Alter

Summa  g
der  g
Lebenden  3

■§  .  S

!  Summa
der
i  Lebenden

Summa
der
Lebenden

Lebende

Lebende

-g-s  §  i  Lebende
S*  §

o  9

6o

10423
10354
10221
10138
10083

20

0,66

432330
421907
411553
401332
391*94

40,8g
40,25
39u7
39,09
38,30

10355
10266
10266
1019g
10059

448185
437830
427564
417298
407099

0,86

42,7

1,28

ldi

42,1

83

0,81

67

0,65

4I.II

2 3

0,5  4

1,37

I40

40,42

83

24

0,82

0,59

59

39-87

82

381111
37IIII
361193
351336
34I54I
331838

25

10000
99 18
9857
9795
9703
9625

0,82

37,6i
36,92
36,14
35,37
34,70
33,99

0,29

IOOOO

29

397040
387040
377069
367141
357241
347403

399819
389819
379819
369852
359896
349992

39,"

39,20
38,32
37,48
36,08
35,81
34,99

IOOOO
IOOOO
9967
9956
9904
9861

26

0,62

997I
9928
99OO
9838
979O

0,43

JS.!«

43

0,33

62

27

0,83

28

0,28

7- 6

0,11

28

0,94

92

62

0,63

Ö.6 3

0.52

52

78

29

0,80

48

0,49

35'»*

0.43

43

84

0,87

0,51

SO

0,55

54

34

62

9541
9479
9392
9313
9250

0,68

322213
312672
3O3I93
29380I
284488

65

33,27

9740
9675
9613
9555
.9492

337613
327873
318198
308585
299030

0,67

9807
9746
9709
964O
9577

34-1»

34,16  II  0,62
33,39  0,38
32,60  0,71
3  1,80  0,65
31,00  0,73

34OI3I
33O324
320578
3I0869
3OI229

87

32

0,92

62

32,49

0,64

37

33

0,84

3  1,78

0,60

69

3  2-3'

63

34

0,68

63

31,0s

0,66

31,75

63

35

0,66

3°,26

0,55

SO

7O

36

9189
9IO6
9OIO
8929
8856

83

275238
266049
256943
247933
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97

9069
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8898
8809
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82

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42

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0,99

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I32836
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1.45

117

18,95
18,22
17-56
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l6,19

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I3253O
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1,75

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52

1,87

I42

17,79

1.89

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53

2.08

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17,12

1,66

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2,39

174

l6,48

2,05

157

16,S3

1,66

I29

I60

2,25

I56

15,87

2,08

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148

1,94

und  der  mittleren  Lebensdauer

Männer  überhaupt

2,15

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0,68
0,69
0,86
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0,47
0,49
0,38
,0,72
0,5  8
0,63
0,66
0,68
0,69
0,8  7
0,62
0,73
0,84
0,85
0,83
0,8  3
0,93
0,95
0,99
1,01
Lit
1,21
1.31
1.32
1,46
1,48
1,62
1,84
1,86
2,07
2,10

Lebende

10594
10594
10366
10366
10366
10366
10292
10222
10151
10064
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9904
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9795
9738
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9548
9482
9418
9360
9292
9214
9136
9060
8985
8901
8816
8729
8641
8540
8437
8326
8216
8096
7976
7847
7703
7560
7404

103
111
110

129
144
143
156
155

228

74
70
71
87
64
47
49
38
71
57
61
64
65
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78
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85
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88

Summa
der
Lebenden

495421
484827
j  474233
I  463867
I  453501
443135
432769
422477
i  412255
402104
!  392040
i  382040
!  372087
j  362183
;  352317
I  342522
332784
323107
313494
303946
294464
285046
275686
266394
257180
248044
238984
229999
221098
212282
203553

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186372
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153297
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37.07
36,21
35,47
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33.11
32,33
31.55
30,77
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29,17
28,41
27,6*
26,88

26,10
25,24
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1,18
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1,13
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1.40
1,44
1,71
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1,33
0,76
0,97
0,87
0,78
1.44
1,68
1.45
1,40
1,73
1,22
1,45
1,44
1,38

Lebende

10329
10329
10213
10127
IOOOO

9927
9810
9654
9520
9423
9358
9240
9174
9069
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8864
8764
8670
8549
8426
8282
8181
8072
8011
7933
7864
7803
7691
7562
7452
7348
7221
7133
7030
6929

Summa
der
Lebenden

86
127

73
117
156
*34
97
65
118
66
105
107
98
100
94
121
123
144

109
61
78
69
61
112
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110
104
127
88
103
IOI
96

426180
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385182
375182
365182
355255
345445
335791
326271
316848
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298250
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280007
271045
262181
253417
244747
236198
227772
219490
211309
203237
195226
187293
179429
171626
163935
156373
148921
*4*573
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127219
120189

Im  Ganzen

40.76
39.76
39,21
38,55
38.02
37.02
36,29
35,71
35,28
34.77
34,12

n

Lebende

3*,38
3O74

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*9,11
l8,34
*7-60
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1,56

0,58
0,7  5
0,71
0,91
0,57
0,49
0,5  4
0,45
0,75
0,60
0,64

33,86  j  0,68
32,78  I  0,68
32,01  ¡¡  0,71

0,68
0,64

30,08  I  0,75
29,42  !  0,85
28,73  ;  o,87
28,13  i  0,85
27,53  !  0,86

27,00  ¡I  0,94
26,33  0,96
25,68  jj  0,98
24,87  ||  1,01
24,11  jj  1,16
23,32  j  1,19
22,49  I  1,32
21,82  jj  1,34
21,18  I  1,46
20,48  jj  1,47

*,63
1,80
1,84
2,03
2,05

IO523
IO523
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IO359
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995*
9897
9852
9778
97*9
9657
959*
9526
9458
9394
9334
9264
9*85
9105
9028
8950
8866
8781
8695
8607
8507
8406
8295
8184
8065
7946
7816
7675
7534
7381

164

60
77
73
92
57

49
54
45
74
59
62

66
65
68
64
60

70
79
80
77
78
84
85
86
88

IOI
111
111
1*9
**9
130
141
*4i
*53
*5*

Summa
der
Lebenden

494657
484*34
473611
463252
452893
442534
432175
421876
411654
401505
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381448
37*497
361600
35*748
34*970
332251
322594
3*3003
303477
294019
284625
275291
266027
256842
247737
238709
229759
220893
212112
203417
194810
186303
177897
169602
161418
*53353
145407
*3759*
129916
122382

46,.-,i
45,51
45.22
44.22
43.22
42.22
4*,46
40,77
4°,06
39,«
38,64
37,83
37,04
36,20
35,47
34,69
33,»1
33,14
32,»#
31,*9
30,90
29.99
29,"
28,46
27,71
26.94
26,17
25,41
24.66
23.99
23,13
22,40
21.66
20.95
20.22
*9,51
l8,80
l8,10
17,43
l6,74
l6,08

Alter

*5
16
*7
18
*9
20
21
22
23
24

25
26
27
28
29
30

3*
32
33
34
35

36
37
38
39
40

41
42
43
44
45
46
47
48
49
50

5*
52
53
54
55
        <pb n="161" />
        Ferner

Alter

56
57
58
59
60

61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84

86
87
88
89
90
9 1
9 2
93
94
95

M  ä

r

unter  3000  Mark  Versicherungs-  Summe

2.17
2.92
3,02
3-48
3)26
3)  63
3.92
4.18
4,8  4
4)  76
5*67
6,42
.  6,01
6,54
6,65

0,68
7)92
8,42
I  1,99
10,55
12,02
12,87
13.93
9,90
19,82
16,70
13.94
22.45
ï  8,81
19)18
32,08
45,16
25.00
5°,  00
50  00
50.00

100,00

Lebende

Summa
der
Lebenden

n  n
mit
3000—0000  Mark  Versicherungs-Summe

über  0000  Mark  Versicherungs-Summe

■ji  -1

Lebende

6967
6816
6617
6417
6x94
5992
5774
5548
5316
5059
4818
4545
4253
3997
3736
3488
3x85
2933
2686
2364
2115
1861
1621
1395
1257
1008
840
723
561
455
368
250
137
103
52
26
13
13
13

151
199
200
223
202
218
226
232
257
241
273
292
256
261
248
303
252
247
322
249
254
240
226
X38
249
168
117
162
106
87
118
113
34
51
26

13

109516
102549
95733
89116
82699

59191
53875
48816
43998
39453
35200
31203
27467
23979
20794
17861
I5I75
12811
10696
8835
7214
5819
4562
3554
27x4
I 99 I
1430
975
607
357
220
117
65
39
26
X3

15,22  j  2,41
14,55  jj  2,43
13,97  N  2,43
13)99  l!  2,87
12,85  I  3,11

765O5  j  12,27  I  3,62
70513  11,71  [i  3,69
64739  XX,17  I  3,80

10,63
10,15
9)63
9)18
8,78
8,31
7,85
7,37
7,03
6,59
6.15
5)92
5,56
5)25
4,95
4,67
4)13
4)03
3)73
3)25
3,05
2.64
2.15
1,93
2,11
1.64
1,75
2,00
2.50
1.50
0,50

4,50
4.91
5)12
5,65
6,33
7)51
7)03
7,67
7.92
9)01
9)92
10,55
10,79
I  2,45
14-29
15,73
17,99
X  7,86
l6,10
24,68
22,54
25,21
23,19
30,23
29,17
20.00
36,36
50.00

66.6

7344
7165
6991
6821
6625
64x9
6187
5959
5733
5475
5205
4923
4645
4351
4024
3741
3454
3x80
2893
2606

2331
2079
1820
1560
1315
1078
885
743
560
434
324
249
174
123
98
62
31

Summa
der
Lebenden

179
174
170
196
206

232
228
226
258
270
282
278
294
327
283
287
274
287
287
275
252
259
260
245
237

193
142
183
126

75
75
51
25
36
3 1

1x7679
110335
103170
96179
89358
82733
763x4
70127
64168
58435
52960
47755
42832
38x87
33836
29812
26071
22617
19437
16544
13938
11607
9528
7708
6148
4833
3755
2870
2127
1567

809
560
386
263
165
103
72
41
10

Lebende

Summa
der
Lebenden

13,91
23,68
25,00
27,20
30,95
40,74

7503
7317
7136
6931
6697
6501
6262
6042
5783
55x8
5265
4950
4615
4335
4025
3698
3416
3040
2732
2480
2146
1863
1640
1409
1240
1065
9:7
700
525
382
264
156
156
145
100
88
38
19

186
181
205
234
196
239
220
259
265
253
315
335
280
3x0
327
282
376
308
252
334
283
223
231
169
175
148
217
175
143
118
108
11  !
45
12

50
19

117099
109596
102279
95143
88212
81515
75014
68752
62710
56927
51409
46144
41194
36579
32244
28219
24521
21105
18065
15333
12853
10707
8844
7204
5795
4555
3490
2573
1873
1348
966
702
546
390
245
145
57
19

15,11
14,16
13,» 3
13.23
12,6?
12,  ot
II,**
10,8*
10,3*
9,82
9.26
8,82
8.13
7,9*
7,51
7.1 3
6,6«
6,n
6-11
5,68
5, 39
5,25
4,89
4,61
4)» 7
3,2«
3, sl
3,18
3.Ol
1,03

3,« 9
4.00
3.00
2,1*
1,95

1,1*
1,00
O.50

Tabelle  XXXIV

Männer  überhaupt

Lebende

2,3-2,59

2,71
3,11
3,11

3.63
3)72
4,02
4.63
4,81
5,62
6.13
6,18
7.13
7,15
7,97
8,59
9-08
10,41
I  1,18
I  1,68
12,48
14,11
13,15
17,81
l6,86
17,09
23,96
22,06
24.31
29,53
30.31
22.00
32,50
32.00

53,33
l6,67

75,00

7249
7O77
6894
6707
6494
6292
6064
583S
5603
5344
5087
4801
4507
4228
3927
3646
3355
3067
2789
2499
2220
1961
1716
1473
1279
1051
876
726
552
429
325
229
160
124
84
57
27
22
22
6

Summa
der
Lebenden

172
183
187
213
202
228
226
235
259
257
286
294
279
301
281
291
288
278
290
279
259
245
243
194
228

175
150
174
123
104
96
69
36
40
27
30
5
16

114807
107558
100481
93587
86880
80386
74094
68030
62192
56589
51245
46158
41357
36850
32622
28695
25049
21694
18627
15838
13339
11119
9:58
7442
5969
4690
3639
2763
2037
1485
1056
731
502
342
218

*34
77
50
28
6

15-31
14.10
14.08
13,15
12,88
12,28
I  1,72
I  1,16
10,60
10.09
9-67
9.11
8,68
8,22
7-81
7-37
6,97
6,57
6,18
5.81
5-51
5-11
4,81
4-55
4.11
3,»6
3-65
3,31
3,1  8
2,96
2,75
2,69
2,61
2,26
2.10
1,85
2,55  I
1,77
0,77
0,50  I

Frauen

Lebende

Summa
der
Lebenden

2,62
2,42
2,87
2,61
3,71
2,50
3-95
2,98
3-35
4,76
4,05
4,62
5-1*
5,2»
7,32
7,ii
8.79
9,10
I  1,85
10,71

9,91
12,50
12,14
12,16
15-27

l6,75
I  1,25
28,79
l8,18
12,12
26,92
42,11
3°,00
42,86

25-00
33-53
0,oo

6833
6654
6493
6307
6147
5919
5771
5543
5378
5198
4951
4750
453'
4283
4056
3759
3492
3x85
2895
2552
2279
2053
1796
1578
1386
1174
977
867
617
505
444
324
188
132
75
75
56
37

179
161
186
160
228
148
228
165
180
247

219
248
227
297
267
307
290
343
273
226
257
218
192

197
110
250
112
61

120
136
56
57

19
19

113260
106427
99773
93280
86973
80826
74907
69136
63593
58215
53017
48066
43316
38785
34502
30446
26687
23:95
20010
17115
14563
12284
10231
8435
6857
5471
4297
3320
2453
1836
1331
887
563
375
243
168
93
37

l6,08
15-1»
X  4,87
14,29
13,65
13,16
12,48
I  1,97
I  1,32
10,70
10,21
9-62
9-06
8,56
8,01
7,60
7.11
6,78
6.11
6,21
5-89
5.18
5.20
4-85
4.15
4.16
3-90
3.33
3.18
3,11
2,50
2.21
2,49
2.34
2,74
1,71
1,16
0,50

Im  Ganzen

2,38
2,58
2,72
3,12
3.16
3.51
3,71
3,93
4.52
4,80
5,18
5,99
6,11
6,96
7.17
7,89
8,61
9,08
10,56
I  1,13
I  1,49
12,48
13,91
13,03
17,52
l6,67
l6,39
24.59,
21,75
22,71
29,14
32.11
23.11
34-01
27,59
47-37
22,22
75-00

Lebende

7230
7058
6876
6689
6480
6275
6053
5827
5598
5345
5088
4809
4521
4245
3950
3667
3378
3087
2807
2511
2232
1976
1729
1488
1294
1067
889
743
560
438

339
240
162
124
82

59
3:
24
24
6

172
182
187
209
205
222
226
229
253
257
279
288
276
295
283
289
291
280
296
27  9
256
247
241
194
227
178
146
183
122
99
99
78
38
42

28
7
18

Summa
der
Lebenden

115001
107771
100713
93837
87148
80668
74393
68340
62513
56915
5:570
46482
41673
37152
32907
28957
25290
21912
18825
16018

13507
11275
9299
7570
6082
4788
3721
2832
2089
1529
1091
752
5:2
350
226

144
85
54
30
6

Alter

:5,*i
14,7"
14.15
13,53
I  2.95
X  2,36
I  1,79
I  1,23
10,67
10.15
9,61
9,17
8,7  2
8,25
7,83
7,10
6,99
6,60
6,21
5-88
5,55
5,31
4,68
4-59
4,20

3.99
3,69
3.31
3-23
2.99
2,72
2,63
2,66
2.32
2,26
1,91
2,21
1,75
0,75
0,50

56
57
58
59
60
61
62
63
64
65
66
67
68
69
70
7:
72
73
74
75
76
77
78
79
80
81
82
83
84
85
86
87
88
89
90
91
92
93
94
95
        <pb n="162" />
        14

XXXV.  Sterblichkeitstafeln,  welche  haupt-Alter



15
16
17
18
19
20

21
22
2 3
24

26
2 7  I
28
29
30
31
3 2
33
34

36  j
37  I
38
39  I
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
5°
51
5 2
53
%
SS
;
:

Decremententafel  der  Lebenden

17  Englische ­

Gesellschaften ­


96636
95965
95 2 93
94620
93945
93268
92588
91905
91219
90529
89835
89137
88434
87726
87012
86292
85565
84831
84089
83339
82581
81814
81038
80253
79458
78653
77838
77012
76173
75316
74435
735 2 6
72582
71601
70580
69517
68409
67253
66046
64785
63469
62094
60658
59161
57600
55973

20  Englische  Gesellsch.  (ausgegl.)

Männer

98224
97942
97624
97245
96779
96223
95614
94971
94321
93683
93061
92444
91826
91192
90538
89865
89171
88465
87748
87021
86281
85524
84745
83943
83122
82284
81436
80582
79717
78830
77919
76969
75973
74932
73850
72726
71566
70373
69138
67852
66513
65114
63652
62125
60533
58866

Frauen

Beide  Geschlechter ­


97543
96876
96193
95513
94854
94219
93571
92889
92153
91340
90441
89463
88445
87400
86350
85318
84307
83320
82356
81396
80442
79496
78550
77604
76658
75712
74762
73809
72854
71896
70934
69968
69005
68047
67094
66144
65188
64213
63210
62173
61092
59976
58832
57662
56466
55235

98011
97615
97189
96720
96195
95614
94993
94348
93695
93044
92397
91750
91099
90431
89745
89042
88324
87598
86865
86x22
85368
84600
83811
83000
82170
81326
80472
79612
78743
77855
76942
75994
75005
73976
72909
71807
70674
69507
68303
67052
65748
64390
62976
61505
59974
58373

Brune

Männer

Frauen

9260
9202
9144
9085
9025
8964
8903
8842
8780
8717
8653
8587
8518
8445
8369
8291
8210
8125
8036
7943
7847
7749
7649
7546
7440

7330
7216
7097
6973
6845
6714
6579
6440
6296
6147
5992
5830
5662
5487
5304

10000
9838
9682
9533
9392
9260
9136
9019
8909
8802
8700
8600
8501
8402
8304
8207
8110
8014
7918
7823
7729
7636
7543
7451
7361
7273
7187
7102
7018
6934
6849
6762
6674
6584
6492
6397
6299
6197
6090
5976
5853
5722
5583
5437
5286

Babbage
—  Gotha
(Bankliste)

Heym

6320
6288
6255
6221
6186
6150
6113
6075
6035
5993
5949
5903
5855
5805
5754
5702
5649
5595
5540
5483
5424
5364
5303
5241
5179
5117
5055
4993
4931
4869
4806
4742
4675
4605
4532
4455
4375
4293
4208
4120
4030
3937
3841
3743
3642
3539

6415
6368
6321
6274
6228
6182
6134
6085
6035
5985
5933
5881
5826
5770
57:3
5655
5595
5536
5476
5415
5354
5292
5229
5163
5096
5025
4952
4877
4801
4724
4643
4560
4473
4381
4283
4180

4070
3956
3838
3716
3588

Preussen*)

Männer

Frauen

F  a  r  r

Männer

60948
60688
60383
60025
59625
59215
58733
58220
57683
57154
56641
56138
55637
55128
54614
54077
53547
53040
52503
51947
51372
50774
50170
49545
48897
48186
47445
46781
46047
45303
445 11
43701
42933
42121
41270
40356
39403
38577
37640
36667
35649
34588
33540
32491
31381
30187

63565
63266
62942
62606
62262
61899
61511
61106
60678
60217
59731
59228
58715
58189
57631
57071
56485
55923

54130
53504
52874
52230
51578
50906
50221
49615
48963
48329
47677
47034
46426
45799
45139
44401
43620
42925
42135
41298
40416
39495
38564
37600
36556
35373

344290
342509
340581
338469
336149
333608
330844
328043
325207
322339
319442
316516
313562
310581
307572
304534
301466
298366

Frauen

55340  '  295232
54739  292061

288850
285596
282296
278944
275538
272073
268544
264948
261280
257534
253708
249796
245795
241700
237508
233216
228821
224195
2X9437
214552
209539
204395
199114
193686
188102
182350

340273
338385
336356
334151
331751
329142
326323
323456
320544
317592
314603
311579
308524
305440
302328
299190
296027
292840
289631
286398
283143
279864
276563
273237
269887
266511
263109
259678
256219
252729
249207
245652
242061
238434
234769
231064
227318
223530
219698
215822
211576
207137
202509
197692
192683
187477

*)  In  der  Sterblichkeitstafel  für  Preussen,  welche  dem  amtlichen  Quellenwerk  :  „Zeitschrift  des  Kgl.  Preuss.  Stat.  Bureau’s  Heft  I  u.  II,  1879“
berechnet,  da  die  bezüglichen  Zahlenreihen  nicht  genau  in  dem  sonst  erforderlichen  Zusammenhänge  stehen  (vergl.  Tlieil  V,  Kap.  I,  8.  56).  Bei  der
durchgängig  die  hier  mitgetheilten  Procentsätze  benutzt.

sächlich  zum  Vergleich  herangezogen  sind.

Sterblichkeit

Procentsätze.

17  Englische ­

Gesellschaften ­


tl.fi  9
O.70
0,71
0,7!
0,72
0,73
0,74
0,75
0,76
0,77
0,78
0,79
0,8O
0,81
0,83
0.84

,87

%'
0.  J
0,91
(  f  9.7

0,95
0.97
0,99
1,01
1,04
1,06
1,09
1,13
1,17
1,22

1,28
1,35
1,43
1.51
1,59
1,69
1,79
1-91
2,03
2,17

2,31
2.47
2,64
2.82
3,03

20  Englische  Gesellsch.  (ausgegl.)

Männer

0,34
0,35
0,39
0,48
0,57
0,63
0,67
0,68
0.68
0,6  6
0,66
0,67
0,69
0,72
0,7  4
0,77
0,79
0,81
0,83
0,85
0,88
0,91
0,95
0,98
1,01
1,03
1,05
1,07
1,22
1,29
1,37
1,44
1,52
1,60
1,67
1.75
1,86
1.97
2,io
2,25
2,40
2,56
2.75
6.97

Frauen

0,68
0,71
0,71
0,69
0,67
0,69
0,73
0,79
0,88
0,98
1,08
1,14
1,18
1,20
1,20
1,18

1,17
1,16
1,17
1.17
1.18
1.19
1.20
1,23
1,25
1.27
1,29
1,31
1,34
1,36
1.38
1.39
1.40
1,42
1,45
1,50
1,56
1,64
1,74
1,83
1,91
1,99
2,07
2,18
2,37

Beide  Geschlechter ­


0,40
0,44
0,48
0,54
0,60
0,65

0,68
0,6  9
0,69
0,70
0,70
0,71
0,73
0,76
0,78
0,81
0,82
0,84
0,86
0,88
0,90

0,93
0,97
1,00
1,03
1,05
1,07
1,09
fc
1,23

1,30
1,37
1,44
1,51
1,58
1,65
1,73
1,83
1,94
2,07
2,20
2,34
2,49
2,67
2,87

Brune

Männer

Frauen

0,56
0,57
0,58
0,59
0,60
0,61
0,63
0,63
0,85
0,66
0,68
0,68
0,69
0,70
0,72
0,73

0,76
0,80
0,86
0,9O
0,93
0,98
1,04
1,10
1,16
1,21
1,25
1,29
1,35
1,40
1,48

1,56
1,65
1,75
1,84
1.91

2.01
2,ii
2,24
2,37
2,52
2,70
2,88
3,09
3,34

1,62
1,59
1,54
1,48
1,41
1,34
1.28
1,23
1.19
1,18
1,15
1.15
1.16
1,17
1.17
i:;:
1.20
1,20
1,20
1.20
1,22
1.22
1.21
1,20
î;i:
1.18
1,18
1.23
1,27
1,30
1,35
1,40
1,46
1,53
1,62
1,73
1,87
2,06

2,24
2,43
2,62
2,78
2,95

Babbage
—  Gotha
(Bankliste)

Heym

0,51
0,52
0,5  4
0,56
0,58
0,60
0,62
0,66
0,7O
0,7  3
0,77
0,81
0,85
0,88
0,90
0,93
0,96
0,98
1,03
1,08
1,11
1,14
1.17
1.18
1,20
1,21
1.23
1.24
1,26
1,29
1,33
1,41
1,50
1,59
1.70
1,80
1,87
1,98
2,09
2,18
2,31
2,44
2,55
2.70
2,83
2,94

0,71
0,71
'  ',72
0,72
0,7  3
0,73
0,74
0,74
0,73
0,74
0,78
0,80
0,82
0,83
0,87
0,88
0,94
0,96
0,99
1,02
1,06
1.05
1,08
1,11
1,13
1,16
1,19
1,26
1,30
1.39
1,45
1,51
1,56
1,60
1,71
1.79
1,91
2.06
2,24
2.40
2,63
2.80
2,98
3,18
3,44
3,76

Preussen*)

Männer

0,43
0,50
0,59
0,67
0,69
0,82
0,85
0,92
0,92
0,90
0,89
0,89
0,92
0,94
0,99
0,98
0,95
1,01
1,06
1,11
1,17
1,19
1,25
1,31
1,46
1,54
1,41
-*-&amp;gt;57
1,62
1,76
1,83
1,76
1,90
2.03
2,22
2,37
2,10
2,44
2,59
2,78
2,99
3.04
3,14
3,43
3,83
4,33

Frauen

0,47
0,61
0,54
0,57
0,59
0,63
0,66
0,71
0,76
0,81
0,84
0,87
0,90
0,97
0,98
1,03
1,00
1,05
1,09
1,12
1,16
1,19
1,23
1,26
1.31
1,36
1,22
1.32
1,30
1,36
1,36
1.30
1,36
1,45
1,65
1,78
1,60
1,85
2,00
2,15
2.30
2,38
2,52
2,80
3,26
3,57

F  a  r  r

Männer

0,52
0,56
0,6  2
0,69
0,76
0,8  3
0,85
0,86
0,88
0,90
0,99

0,93
0,95
0,97
0,99

1,03
1,05
1,07
1,10
1,13
1,16
1,19
1,22
1,26
1,30
1.34
1,38
1,43
1,49
1,54
1,60
1,67
1.73
1,80
1,88
2,02
2,12
2,23
2.34
2,45
2,58
2.73
2,88
3,06
3,25

Frauen

0,55
0,60
0.66
0,72
0,79
0,86
0,88
0,90
0,92
0,94
0,96
0,98
1,00
1,02
1,04
1,06
1,08
1,10
1,12
1,14
1,16
1,18
1,20
1,23
1,25
1,28
1,30
1,33
1,36
1,39
1,43
1,46
1,50
1,54
1,58
1,62
1,67
1,71
1,76
1,97
2,io

2,23
2,38
2,53
2,70
2,89

Alter

15
16
17
18
19
20

21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
3 6
3«
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
5 2
53
54
55
56
57
58
59
60

entnommen  ist,  sind  entweder  die  Zahlen  der  Lebenden  oder  die  Sterblichkeitsprocentsätze  nach  einer  von  der  gewöhnlichen  abweichenden  Methode
Berechnung  der  wahrscheinlichen  Sterbefälle,  resp.  Sterblichkeitsprocentsätze  für  grössere  Altersklassen  (Tlieil  V,  Kap.  III  und  IV,)  haben  wir
)  Diese  Sterblichkeitsprocentsätze  stehen  nicht  in  der  Originaltafel,  sie  sind  durch  rückläufige  Interpolation  bestimmt  worden  und  haben
lediglich  den  Zweck,  die  Berechnung  der  wahrsch.  Sterbefälle  für  alle  Alter  von  15  und  aufwärts  (Tlieil  V,  Kap.  VIII)  zu  ermöglichen.
        <pb n="163" />
        ■

H

Ferner

Deere  mententafel  der  Lebenden.

20  Englische  Gesellsch.  (ausgegl.)

B  rune

1‘  re  lisse  n

F  a  r  i

17  Eng
lische
Gesellschaften ­


Altei

Babhage
—  Gotha
(Bankliste)

H  e  y  m

Beide  Ge

Männer

1  rauen

Männei

1  rauen

Männei

1  rauen

Frauen

Männei

schlechte!

56696
54936
SSO#?
51151
49137

57119
55289
53374
51373
49297

28937
27868
26658
25378
24051

182068
176449
170614
164557
158275

176421
170303
163989
157474
150754

54275
52505
50661
48744
46754

53927
52532
51037
49436
47730

5112
4910
4699
4481
4258

3453
3315
3169
3017
2858

5130
4969
4802
4627
4442

3435
3329
3219
3107
2992

34121
33046
31801
30459
29025

62

63

64

65

47156
44960
42717
40443
38124

0  u

45946
44100
42186
40204
38154

44693
42565
40374
38128
35837

4246
4038
3819
359 1
3356

2875
2755
2632
2506
2376

2692

151766
145035
138088
130939
123607

143833
136718
i29421
121963
114370

47057
44919
42733
40509
38241

4032
3804
3573
3338

22700
2x360
19969
18557
17137

27557
26123
24612
23017
21347

67

2523

'S

2178

6"

70

2003

3100

36031
33799
31461
29036
26546

1829

2859
2617
2374
2132
1895

116118
108505
100807
93071
85347

35753
33320
30823
28269
25691

19653
18229
16627
15055
13492

106675
98919
91149
83416
75777

35910
33509
31040
28509
25942

15727
14486
13155
11853
10564

33510
3**59
28797
26439
24100

3117
2877
2637
2398

2242
2102
1956
1804
1645

1651

72

73

1477

1308

74

216

1145

76

24028
21528
19165
16960
14936

23164
20700
18326
16068
13930

1667

68294
61026
54036
47381
41115

77694
70173
62844
55773
49018

21797
19548
17369
15277
13290

23400
20924
18555
16308
14198

1935

1480

991

9300
8126

11924
10484
9141
7734
6452

1718

849

77

1457

1310

78

1269

15 1 6

1128

720

7004
5849
4886

604

79

1103

1330

971
810

80

500

954

1159

5328
4529
3736
2979
2316

817

656

35283
29922
25060
207  il
16877

42636
36677
31181
26178
21688

13117
11496
9982
8532
7143

11915
10032
8313
6768
5422

12229
10406
8734
7212
5852

4037
3406
2794
2227
1727

11424
9694
8112
6685
5417

407

1000

82

849

689

330

515

83

568

706

262

393

84

454

575

204

291

85

461

350

207

155

M.

4306
3348
2537
1864
I3I9

4284
3343
2570
1955
1460

4666
3652
2803
2114
1566

5817
4583
3497
2594
1887

261

366

17716
14258
11296
8802
6739

1788

1311

141

114

13549
10709
8325
6360
4770

87

187

289

82

990

1402

NX

228

738

IO76

I27

54

57

89

80

180

38

27

520

792

46

566

90

141

359

24

892

1368

108

5066
3735
2698
190S
1320

389

9 1

1052

1131

253

24

3510
2531
1787
1234
833

80

795

92

570

723

1000

192

304

548

469

768

"3

339

142

225

367

38

184

630

94

274

161

101

89

236

95

135

513

24

73

120

96

406

87

37

150

548

49

97

38

302

94

70

352

98

50

28

200

56

220

100

43

134

i  ""

144

79

*)  8.  vorige  Seite.

Tabelle  XXXV.

Sterblichkeit»  -  Procentsätze.

20  Englische  Gesellsch.  (ausgegl.)

Brune

l’reussen

17  Englische ­

Gesellschaften ­


Fa

r  r

Babbage
—  Gotha

Altei

Hey  m

Beide  Geschlechter ­


rrauen

Männer

Männer

rrauen

Männer

Frauen

Männer

I  rauen

(Bankliste)

0,20

-3,10

•3,i  4

,ou

,15

•  40

62

3.C.1

4,8»

,78

4,24

&amp;gt;64

,04

63

5.0

,94

0,27

4,2

,70

64

,82

4,2."

5,31

5,09

,74

0,63

4,11

65

4,76

0,65

4,17

5,91

,02

,90

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6,07

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        Bei  Hermann  Böhlan  in  Weimar  erschien:

Geschichte
der
Lebensversichemngsbank  für  Deutschland
zli  Grotlia.
Zur  Feier  der  fünfzigsten  Wiederkehr  des  Tags
der  Begründung  der  Bank
unter  Mitwirkung  der  Herren
Karl  König,  Dr.  jur.  G.  Schneider  und  Robert  Waiden
herausgegeben
A.  Emminghaus,  Dr.  jur.

Inh
Oeffentliche  Zustände  in  Deutschland  in  den  zwanziger
Jahren.  Das  geistige  Leben  in  Gotha.
Die  Feuerversicherungshank  f.  D.  zu  Gotha  und  der
erste  Gedanke  der  Begründung  einer  ähnlichen  Anstalt
für  die  Lebensversicherung  (1821  —1823).
Der  vollständige  Plan  der  Lebensversicherungsbank  f.  D.
und  die  Sanktionirung  durch  den  Landesfürsten.
(Mai  —  Juli  1827.)
Die  Geschichte  des  Planes  bis  zur  Errichtung  und  Genehmigung ­
  der  ersten  Verfassung.  (Juli  1827—Januar
1828.)
Arbeiten  während  des  Jahres  1828  und  die  Eröffnung
des  Betriebes  am  1.  Januar  1829.

alt:
Die  Fortbildung  der  Bankverfassung.  —  Bankgebiet  und
Agentur-Netz.  —  Die  Geschäftsentwickelung  bis  zum
Beginne  des  Jahres  1877.
Beiträge  zur  Lebensversicherungs  -  Literatur  und  unmittelbare ­
  Bestrebungen  zur  Förderung  des  deutschen
Lebensversicherungswesens.
Anhang.
1.  Manuskript  des  ersten  Planes.
II.  Verfassung  vom  Jahre  1828.
III.  Die  Sterblichkeitstabelle  der  Bank.
IV.  Entstehung  und  Entwickelung  der  übrigen  deutschen
Lebensversicherungs  -  Anstalten.
V.  Biographisches.
VI.  Personalstatistik  des  Bankbureaus.

Wilhelm  Ernst  Arnold!

Leben  und  Schöpfungen  eines  deutschen  Kaufmanns.
Von
Dr.  jur.  A.  Emminghaus,
Direktor  der  Lebensversicherungsbank  für  Deutschland  zu  Gotha.
Mit  einem  Portrait.

Inhalt:

L  ,  III.

Kindheit,  Lehr-  und  Wanderjahre.
II.
Eintritt  in  Gotha.  Das  eigne  Geschäft.  Der  Aufbau
der  eignen  Häuslichkeit.  Kramermeisteramt.  Gründung ­
  der  Innungshalle  und  der  Handelsschule.
\
Arbeiten  und  Bestrebungen
Tod  und  Gedächtnisfeier,

Betheiligung  am  „Deutschen  Handels-  und  Gewerbe-Verein“
  und  an  den  sonstigen  Bestrebungen  zur  Herbeiführung ­
  der  deutschen  Zoll-  und  Handels  -  Einheit.
IV.
Die  Schöpfungen  des  reifen  Mannesalters.  (Feuerversicherungsbank, ­
  Lebensversicherungsbank.)
der  letzten  Lebensperiode.
Kein  Persönliches.
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        XXVII.  Beobaclitimgszalilen  für  die  Berechnung  der  Sterblichkeit
von  1829  bis  1877/78.  —  Männer  und  Frauen.

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