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des  XIX.  Jahrhunderts  in  Betracht.  Der  Kapitaleinsatz,
den  diese  Umwälzung  in  ihren  verschiedenen  Etappen
immer  wieder  erforderte,  war  für  die  finanzielle  Kraft
einzelner  teils  zu  gross,  teils  zu  riskiert.  Überall  war
nur  mit  einer  Vereinigung  von  Kräften  etwas  zu  erreichen. ­
  Im  Strassenwesen,  teilweise  auch  im  Eisenbahnbau ­
  und  neuerdings  in  der  Erschliessung  der  Wasserkräfte ­
  durch  die  Elektrizität  sind  es  Kantone  und  Gemeinden ­
  gewesen,  welche  den  Einsatz  wagten.  Aber  der
Hauptsache  nach  blieb  doch  der  grösste  Fortschritt  im
Transportwesen,  der  Eisenbahn  ban,  bei  uns  in  der
Schweiz,  im  Gegensatz  zu  dem  Hergang  in  manchen
andern  Ländern,  bis  zum  Ende  des  XIX.  Jahrhunderts
der  Privatinitiative  überlassen.  Es  trat  dafür  die  Unternehmungsform ­
  der  Aktiengesellschaft  in  ihr  liecht,  und
es  kam  diesem  starken  Kapitalbedürfnis  gleichzeitig  die
moderne  Form  der  Kapitalbeschaffung,  die  Ausbildung  des
Kredits  im  grössten  Maßstabe,  zu  statten.  Auf  heute  ist
im  schweizerischen  Eisenbahnnetz  ein  gesamtes  Anlagekapital ­
  von  ca.  1  V,  Milliarden  Fr.  investiert,  also  nahezu
doppelt  soviel,  als  die  gesamten  öffentlichen  Schulden  der
Schweiz  betragen.  Nur  ein  relativ  kleiner  Teil  dieser  letztem ­
  ist  zu  Eisenbahnzwecken  aufgenommen  worden  und
somit  hiebei  doppelt  gerechnet.  Von  diesen  l‘/ 2  Milliarden
befindet  sich  weit  über  eine  halbe  Milliarde,  also  auch  hier
wiederum,  wie  bei  den  öffentlichen  Schulden,  ein  starker
Drittel,  vielleicht  sogar  die  Hälfte,  in  ausländischem  Besitz,
und  zwar  speziell  ca.  400  Millionen  davon  in  Frankreich.
In  der  Schweiz,  wie  in  vielen  andern  Ländern,  war
es  also  hauptsächlich  der  starke  Kapitalbedarf  für  die
Finanzierung  der  Eisenbahnen,  welcher  die  heutige  Ära
der  gegenseitigen  Verschuldung  der  verschiedenen  Volks-