kraft  und  ihrer  Nutzbarmachung  für  die  grosse  Reform
des  Transportwesens,  heute  vor  60  Jahren,  musste  man
bei  uns  inne  werden,  dass  bei  miserai  schweizerischen
Kapital  der  Mut  für  solche  weit  ausschauende  Anlagen
von  mindestens  ungewisser  Rendite  nicht  zu  finden  war.
Von  Anfang  an  war  man  damit  auf  die  westlichen  Geldmärkte, ­
  London  und  namentlich  Paris,  angewiesen,  und
dabei  ist  es,  wenn  auch  mit  Unterbrechungen  durch  die
eigene  Unternehmungslust,  mehr  oder  weniger  geblieben.
Ganz  besonders  aber  ist  es  heute  wieder,  aus  Anlass
der  Verstaatlichung,  so  geworden.
Von  vornherein  dürfen  wir  uns  also  darüber  beruhigen, ­
  dass  der  Anlass  dieser  Verschuldung  an  Frankreich, ­
  der  Verwendungszweck  dieser  Gelder,  kein  unrichtiger ­
  gewesen  ist.  Es  sind  im  höchsten  Grade  volkswirtschaftlich ­
  gerechtfertigte,  produktive  Schulden
gewesen  oder  wenigstens  geworden.  Diesen  fremden
Darleihen  verdankt  unser  heutiges  Hauptbahnnetz  zu
einem  nicht  unwesentlichen  Teile  seine  Existenz.  Und
noch  mehr.  Diese  fremden  Kapitalien  haben  das  erste
keineswegs  geringe  Risiko  des  schweizerischen  Eisenbahnbaues ­
  für  uns  getragen  und  vielfache  Verluste
und  Enttäuschungen  uns  erspart  und  abgenommen.
Ihre  heutige  Phase  hat  die  Verschuldung  der
Schweiz  an  Frankreich  speziell  auf  diesem  Gebiete  dadurch ­
  angenommen,  dass  unsre  Bahnpapiere,  für  Deutschland ­
  vorwiegend  die  Aktien,  für  Frankreich  die  Obligationen, ­
  beim  Herannahen  der  Verstaatlichung  seit  1887
an  Beachtung  im  allgemeinen  Geldmarkt  ausserordentlich
gewonnen  haben,  und  dass  nun  die  grosse  Transaktion
des  Rückkaufs  zufällig  zeitlich  zusammentrifft  mit  einer
starken  Bewegung  im  französischen  Kapitalbesitz,  welche