L  46.0  L  53.0  L  18.0  L48.0  L49.0  L  82.0  L  64.0  L  32.0  L  1.0  L.  10.0  L  15.0  L  20.0  L  45

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lagen  in  sichern  ausländischen  Werten.  Es  ist  also  die
genaue  Wiederholung  im  Kleinen,  dessen,  was  sich  in
Frankreich  seit  Jahren  im  Grossen  vollzieht.
Zur  richtigen  Beurteilung  der  vom  schweizerischen
Kapital  einerseits  und  von  unsrer  Finanzpolitik  andrerseits ­
  einzunehmenden  Stellung  darf  aber  auch  ein  weiteres ­
  nicht  übersehen  werden.  Wenn  in  der  Schweiz
und  übrigens  meist  auch  in  Deutschland,  vom  Kapital
mehr  Zins  gefordert  und  ihm  auch  bezahlt  wird,  so  beruht ­
  das,  abgesehen  von  dem  gegenüber  Frankreich  und
England  relativ  schwächeren  Kapitalreichtum,  hauptsächlich ­
  auf  dem  auch  in  misera  begüterten  Kreisen
viel  stärker  als  in  Frankreich  vertretenen,  demokratisch
allverbreiteten,  Erwerbssinn  und  Arbeitsdrang,  den  wir
als  besondern  Vorzug  unseres  Landes  schätzen  wollen.
Es  ist  ein  entschiedener  Vorteil,  dass  unsere  wohlhabenden ­
  Stände,  anstatt  sich  auf  erworbenem  Reichtum ­
  zur  Ruhe  zu  setzen,  rastlos  weiter  schaffen,  damit
aber  auch  natürlich  einen  hohem  Ertrag  für  ihr  Kapital ­
  zu  erzielen  trachten,  als  dies  anderwärts  vielfach
der  Fall  ist.  In  letzter  Linie  ist  es  ja  immer  die  Unternehmungslust, ­
  der  Geschäfts  z  u  g,  der  den  Zinsfuss  bestimmt. ­
  Und  damit  soll  und  darf  es  in  der  Schweiz
nicht  rückwärts  gehen.  Das  nene  Jahrhundert,  die  neue
Handelsvertragsära  stellen  darin  an  unsere  Volkswirtschaft ­
  die  höchsten  Anforderungen.
Diese  besondern  Verhältnisse,  in  denen  sich  die
Schweiz  für  ihren  Kapitalmarkt  befindet,  werden  sich
kaum  so  bald  ändern.  3  %  werden  schwerlich  jemals  der
normale  Zinsfuss  für  feste  Kapitalanlagen  in  der
Schweiz  werden.  Damit  begnügt  man  sich  vorerst  nur
in  Frankreich  und  England.