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die  rapide  Entwicklung  der  Calciumcarbidindustrie  tatsächlich ­
  zu  danken.
Eine  Massenproduktion  des  Calciumcarbides  an
Stelle  der  Wöhlerschen  Laboratoriumsversuche  wurde
erst  durch  den  elektrischen  Ofen  ermöglicht.  Der
Hitze  von  ca.  2500°  C.,  die  der  elektrische  Ofen
erzeugt,  wird  ein  Gemisch  von  Kalk  (CaO)  und  Kohle
(C)  in  einem  theoretischen  Mischungsverhältnis  nach
der  Formel  Ca  0+3  C=Ca  C%+C  0  ausgesetzt.  Diese
Formel  drückt  zugleich  die  chemische  Reaktion  im
Ofen  aus.  Das  Produkt  ist  Calciumcarbid  (Ca  Ca)  und
Kohlenoxyd  (CO).  Der  Wärmewert  von  CO  steht  zu
dem  des  Carbids  in  einem  Verhältnis  von  28:64;  das
Kohlenoxyd  geht  verloren.  Der  Verlust  verhält  sich
zum  Nutzwert  wie  36  :  64=0,563.  Durch  Ausnutzung
von  CO  würde  sich  der  Wirkungsgrad  des  Vorganges
aut  0,92  erhöhen  lassen.  Hierauf  bezügliche  Versuche ­
  haben  aber  fast  ausschliesslich  zu  Explosionen
geführt.
Die  Rohmaterialien  Kalk  und  Kohle  bedürfen
jedoch  für  die  Produktion  von  Calicumcarbid  spezifischer ­
  Eigenschaften  Die  Kohle  darf  höchstens  einen
Aschengehalt  bis  zu  6%  haben,  soweit  die  Asche  nicht
aus  Kalk  besteht.  Ausserdem  ist  der  Wassergehalt
der  Kohle  in  Betracht  zu  ziehen.  Die  beste  Kohle
für  die  Calciumcarbidfabrikation  bildet  die  Holzkohle.
Sie  kommt  jedoch  nur  für  kohlenarme,  holzreiche
Gegenden  in  Betracht.  Die  meisten  anderen  Kohlenarten, ­
  mit  Ausnahme  des  Anthracits  müssen  erst  verkokt ­
  werden.  Die  deutschen  Steinkohlen  ergeben
56—70°/o  Koksausbeute.  Die  meisten  Carbidfabriken
beziehen  den  fertigen  Koks  anstatt  der  Kohle,  einmal
um  an  Frachten  zu  sparen,  andererseits  weil  die  Verkokung ­
  viel  zu  umständlich  ist  und  die  Gasausbeute
keine  entsprechende  Verwendung  finden  kann.
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