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oder  Landarbeiter  gewöhnt.  Deshalb  sagt  ihm  die
Beschäftigung  in  der  Carbidfabrik  wenig  zu.  Es  ist
charakteristisch,  dass  die  als  Hilfsarbeiter  zum  Bau  und
zur  Montage  herangezogenen  Nordländer  sich  als  sehr
geschickt  und  gewandt  erwiesen  haben,  während  sie
gegen  die  Arbeit  im  Betriebe  der  Carbidfabrik  selbst
eine  ganz  entschiedene  Abneigung  zeigten.  Es  wird
jedenfalls  die  körperliche  Unfähigkeit,  die  Hitze  zu
ertragen,  hierbei  eine  grosse  Rolle  mit  spielen.  Aus
diesem  Grunde  sind  auch  meistenteils  3  Schichten  zu
je  8  Stunden  in  den  Fabriken  Norwegens  und  Schwedens
eingeführt,  wiewohl  die  Betriebsleiter  dies  nur  sehr
ungern  sehn,  damit  die  Oefen  und  Maschinen  von  möglichst ­
  wenig  verschiedenen  Händen  bedient  werden.
Eine  weitere  Folge  dieser  allgemeinen  Abneigung
resp.  Unfähigkeit  ist  die  Schwierigkeit  der  Beschaffung
von  Arbeitskräften,  und  damit  auch  eine  Erhöhung
des  durchschnittlichen  Lohnsatzes,  auf  die  bereits  oben
hingewiesen  wurde.  Dahinzu  kommt  noch,  dass  der
Nordländer  sein  Stück  Land  beim  Eintritt  als  Fabrikarbeiter ­
  in  den  seltensten  Fällen  aufgibt,  sondern  es
durch  Frau  und  Kinder  bestellen  lässt  oder  es  in  den
freien  Stunden,  die  ihm  seine  achtstündige  Arbeitszeit
lässt,  selbst  bestellt.  Dies  kann  er  um  so  eher,  da
der  Landbau  ziemlich  extensiv  betrieben  wird.  Der
eigene  Landbesitz  gibt  dem  Arbeiter  einen  gewissen
Rückhalt,  so  dass  er  im  allgemeinen  recht  schwer  zu
behandeln  ist  und  den  Anordnungen  der  Betriebsleiter
einen  gewissen  Widerstand  entgegensetzt.  Ebenso  ist
er  leicht  geneigt,  die  Arbeit  niederzulegen,  wenn  er
wiederholt  gemahnt  wird.  Besonders  bei  der  Inbetriebsetzung ­
  eines  nordischen  Werkes  zeigte  sich  diese
Aversion  der  Nordländer  in  solchem  Masse,  dass
Arbeitskräfte  aus  anderen  Ländern  importiert  werden
mussten.