z.  B.  begnügt  sich  mit  dem  einfachsten  Lebensunterhalte. ­
  Sobald  mehrere  Zusammenarbeiten,  nähren  sie
sich  von  der  heimisch  zubereiteteten  Polenta,  einer
Nahrung,  die  für  die  anstrengende  Arbeit  in  einer
Fabrik  nicht  ausreicht  und  deshalb  eine  frühzeitige
Ermüdung  und  Erschlaffung  herbeiführt.  Andererseits ­
  geht  ihre  „Sorglosigkeit“  so  weit,  dass  die
Betriebsleitung  eines  Werkes  wegen  ihrer  Unreinlichkeit ­
  sich  gezwungen  sah,  ihnen  besondere  Aborte  zu
überweisen.  Als  ein  versöhnendes  Moment  bei  dieser
Charakteristik  soll  jedoch  hervorgehoben  werden,  dass
ebendieselben  Arbeiter,  die  den  ganzen  Winter  über
mit  den  allerkümmerlichsten  Verhältnissen  sich  begnügen, ­
  um  mit  ihren  Ersparnissen  ein  bescheidenes
Landgut  sich  zu  erwerben,  auf  dem  sie  ihre  alten
Tage  beschlossen  können,  ihre  Fabrikarbeit  aufgeben,
sobald  der  Frühling  ins  Land  zieht,  um  als  Erdarbeiter
sich  zu  verdingen,  wiewohl  ihr  Arbeitslohn  alsdann
im  Durchschnitt  bis  um  ein  Drittel  geringer  ist  als
ihr  Fabriklohn.  In  dieser  Erscheinung  liegt  ein
Idealismus,  dem  wohl  niemand  seine  Anerkennung
versagen  wird.  Es  erscheint  ungerechtfertigt,  von
dieser  wandernden  Arbeiterschaft  auf  den  heimischen
Stamm  selbst  zu  schliessen.  Es  werden  jedenfalls
nicht  die  besten  Elemente  sein,  welche  ihr  Brot  im
Auslande  suchen.
Andererseits  bedingt  nun  —  und  das  ist  der  Revers
der  Münze  —  dies  wandernde  Volk  einen  ziemlich
stetigen  Wechsel  im  Arbeiterpersonal,  worunter  der
Betrieb  der  Fabrik  nicht  unwesentlich  zu  leiden  hat.
Wo  eben  viel  Licht,  ist  auch  viel  Schatten.
Es  ist  vielleicht  nicht  ganz  uninteressant,  an  dieser
Stelle  noch  auf  einen  anderen  Grund  für  den  häufigen
Arbeiterwechsel,  die  freie  Arztwahl,  hinzuweisen.
Manche  von  dieser  wandernden  Arbeiterschaft  schlagen