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gestaltung  bringt  es  mit  sich,  dass  meistenteils  in  der
Nähe  der  Wasserfälle  reiche,  zuweilen  auch  geeignete
Kalksteinlager  sich  befinden.  Viele  Werke  nun  beziehen ­
  ihren  Kalkstein  aus  den  Lagern  der  allernächsten
Nähe,  um  an  Transportkosten  zu  sparen.  Dies  hat
den  Vorteil,  dass  das  Werk  von  der  Konjunktur  und
Marktlage  unabhängig  ist,  den  Nachteil,  dass  das  Werk
an  die  Qualität  des  Kalkes  seiner  Gegend  gebunden
ist  und  deswegen  die  Reinheit  des  Carbids  zuweilen
zu  wünschen  übrig  lässt.  Demgegenüber  hat  der  Bezug ­
  von  gebranntem  Kalk  aus  einer  Kalkbrennerei
den  Vorzug,  dass  man  vorzügliches,  reines  Material
erhält  und  der  Preis  je  nach  der  Lage  besonders  bei
kleineren  Werken  sich  billiger  stellt,  da  eine  eigene
Brennerei  und  deren  Arbeitskräfte  nicht  voll  ausgenutzt ­
  werden.  Der  Bezug  des  Kalkes  hat  aber  den
Nachteil,  dass  man  ihn  stets  in  grösseren  Mengen  beziehen ­
  muss  und  er  dann  leicht  durch  Selbstlöschen  verdirbt. ­
  Nach  alle  diesem  lässt  sich  also  eine  Entscheidung
nur  auf  Grund  der  spezifischen  Verhältnisse  geben.
Für  eine  Tonne  Carbid  mit  einem  Verkaufspreis
von  zur  Zeit  220  M.  sind  ca.  950  —  1000  Kilo  Kalk
erforderlich.  Die  Unkosten  für  den  Kalk  sind  recht
verschieden.  Für  ein  ausländisches  Werk  setzten  sich
die  Gestehungskosten  pro  Tonne  wie  folgt  zusammen:
Beschaffung  der  Kalksteine  aus  dem  1000  m  entfernten
Bruche  3,40  M.  pro  1000  Kilo  Kalk;  das  Brennen  der
Kalksteine  (Material  und  Arbeitslöhne)  13,60  M.  =  zusammen ­
  17  M.  Ein  Schweizer  Werk  zahlt  pro  Tonne
17,60  M.  Ein  anderes  Werk  konnte  den  Kalkpreis
von  16,80  M.  auf  12,20  M.  dadurch  herabdrücken,
dass  durch  Vergrösserung  der  Produktion  die  Kalkbrennervollbeschäftigt ­
  werden.  Demgegenüber  erscheint
der  Preis  von  ca.  31  M.,  den  ein  anderes  Werk  in  den
Jahren  1901  und  1902  bezahlte,  ausserordentlich  hoch.