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von  150  000  M.  gegenüber,  die  die  bauausführende
Elektrizitätsfirma  als  Schadenersatz  für  die  Verzögerung
der  offiziellen  Betriebseröffnung  erstatten  musste.  Diese
Entschädigungssumme  von  150  000  M.  ist  in  Vergleich
zu  stellen  mit  dem  Bilanz-Konto  für  Maschinen  und
Einrichtungen  in  Höhe  von  509  154  M.  abzüglich
108  300  M.  desselben  Kontos  aus  der  Uebergangsbilanz
  vom  30.  September  1899  und  von  mindestens
50  000  M.  für  den  Ausbau  der  Turbinenanlage,  sodass
roh  geschätzt  die  Entschädigung  beinahe  50  pCt.  des
Wertes  der  elektrischen  Einrichtung  betrug.  Ende  1902
ging  das  Carbidwerk  Lechbruck  in  den  Besitz  der
Bosnischen  Elektrizitätsgesellschaft  Jaice  bei  einem
Kursstand  von  52  pCt.  über.  (Vergl.  Handbuch  der
Aktiengesellschaften.)  Die  letzte  Bilanz  vom  30.  September ­
  1903  weist  eine  Einnahme  von  50  000  M.  aus
Pachterträgnissen  vor,  denen  36  854  M.  für  Generalunkosten. ­
  Zinsen,  Löhne  etc.  gegenüberstehen.
Die  Leidensgeschichte  dieser  deutschen  Carbidwerke
  ist  deshalb  etwas  ausführlicher  geschildert,
weil  sie  typisch  für  die  gesamte  Industrie  ist  und  das
folgende  dementsprechend  kürzer  behandelt  werden
kann.  Mit  Ausnahme  der  obengenannten  Werke  und
einer  Fabrik  in  Westfalen,  die  ihr  Carbid  wegen
seiner  Qualität  nicht  absetzen  konnte,  haben  zu  jener
Zeit  in  Deutschland  keine  Fabriken  mehr  die  Carbidproduktion
  aufgenommen.  Allerdings  sind  unzählige
Projekte  finanziert  worden  und  einige  Werke  auch
gebaut  worden,  jedoch  sind  diese  rechtzeitig  zu  einem
änderen  Produktionszweig  übergegangen.
Als  schweizerische  Werke  entstanden  in  den  Jahren
1897—1899  neben  der  Aluminium  industrie  Neuhausen
mit  ihrem  Werke  zu  Rheinfelden  (Deutschland)  mit  5040
PS.,  von  denen  4000  auf  Carbid  arbeiten  können,
folgende  Werke:  (Siehe  Anlage.)