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Kapital  gegründet  wurde,  und  ein  Carbidwerk  in
Freyung  (2000  PS.)  mit  einem  Kapital  von  750  000  M.
Das  Gesehäftsprinzip,  worauf  die  Rentabilität  dieser
Werke  beruht,  besteht  darin,  dass  sie  mit  ihrer  verhältnismässig ­
  geringen  Produktion  nur  die  allernächste
Umgegend  versorgen  und  deshalb  bei  annähernd
gleichen  Preisen,  wie  das  Syndikat  sie  notiert,  die
Unkosten  für  den  Transport  zum  grössten  Teil  ersparen; ­
  dazu  kommen  noch  besonders  günstige  Momente
bei  der  Gründung  der  Fabriken.  Die  Rentabilität
des  erstgenannten  Werkes,  das  seit  6  Monaten  in  Betrieb ­
  ist,  soll  infolge  der  obengenannten  Gründe  und
einer  sehr  geschickten  Leitung  eine  recht  erfreuliche
sein.  Dieses  Prinzip,  kleine  Fabriken  inmitten  ihres
Konsumgebietes  zu  gründen,  wird  auch  wohl  für  die
weitere  Entwicklung  der  Carbidindustrie  ausschlaggebend ­
  sein.
4.  Die  finanzielle  Entwicklung  der  Carbidwerke.
Bereits  im  Vorhergehenden  ist  an  zwei  Stellen
im  Zusammenhang  mit  anderen  Gesichtspunkten  die
Finanzwirtschaft  der  Carbidwerke  kurz  berührt  worden,
einmal  bei  den  Rechtsverhältnissen  des  Besitzes  der
Wasserkraft  und  zweitens  in  der  Tabelle  (siehe  Anlage)
über  die  Gründungen.  Sie  zeigt,  wie  ausserordentlich
verschieden  die  Kapitalien  selbst  für  Carbidwerke
gleicher  Grösse  sein  können,  je  nachdem  die  Kraft
in  eigenem  Besitz  ist  oder  nicht  und  je  nach  den
Wechselfällen,  die  die  einzelnen  Carbidwerke  im  Laufe
der  Jahre  durchmachen  mussten.  Die  Grösse  des
erforderlichen  Anlagekapitals  ist  noch  in  anderer  Beziehung ­
  von  Bedeutung  gewesen,  nämlich  auf  die
Rechtsform  der  Gesellschaft,  insofern,  als  bei  geringerem ­
  Kapital  meist  die  Gesellschaft  mit  beschränkter ­
  Haftung  vorgezogen  wird,  bei  grösserem
Kapitalbedürfnis  durchweg  die  Form  der  Aktiengesell-