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resultierenden  Carbidmangels  stieg  der  Preis  von  Ende
1897  bis  März  1898  (vergl.  Tafel  II)  auf  eine  ganz
un  verhältnismässige  Höhe  und  hielt  sich  auch,  weil
das  verringerte  Lichtbedürfnis  im  Sommer  durch  die  Inbetriebnahme ­
  neuer  Acetylen  anlagen  ausgeglichen  wurde.
Die  1898  im  Bau  begriffenen  Werke  notierten  nun
vielfach,  um  sich  bis  zur  Fertigstellung  ihrer  Fabrik
einen  Kundenkreis  zu  erwerben,  Terminware  zur  Hälfte
des  Preises  wie  für  effektive  Ware.  Dieser  Preisunterschied ­
  zwischen  Lieferware  und  effektiver  Ware
in  Verbindung  mit  dem  allgemeinen  Carbidmangel
bildet  meines  Erachtens  den  Ausgangspunkt  für  die
später  einsetzende,  wilde  Spekulation,  die  bisher  allgemein ­
  dem  Zwischenhandel  in  die  Schuhe  geschoben
wurde.  Meines  Dafürhaltens  haben  diejenigen  Carbidfabriken,
  welche  durch  ihre  schwindelhaften  Angebote
den  Markt  verwirrten,  jedenfalls  mit  zum  grossen
Teil  schuld.  Dass  der  Markt,  wie  die  Preistabelle  zeigt,
noch  einige  Zeit  fest  blieb,  lag  daran,  dass  sehr  langfristige ­
  Termine  abgeschlossen  wurden.  Entsprechend
dem  erhöhten  Lichtbedürfnis  zogen  im  Herbst  die
Preise  etwas  an.  Der  Carbidmangel  stieg  im  Laufe
des  Winters  so  sehr,  dass  einige  Acetylenanlagen,  z.  B.
in  Schleswig-Holstein,  für  einige  Zeit  stillgesetzt  werden
mussten.  Trotz  dieser  erhöhten  Nachfrage  im  Inlande
setzte  allmählich  zu  dieser  Zeit  auch  der  Export  ein,
weil  ausserordentlich  hohe  Preise  in  überseeischen
Ländern  erzielt  wurden.  Die  Entwicklung  des  Exportes
wurde  aber  durch  die  scharfen  Vorsichtsmassregeln
der  Rhedereien  und  deren  hohe  Frachtsätze  ungemein
erschwert,  zum  Teil  direkt  unterbunden.
Auch  im  Frühjahre  1899  änderte  sich  die  Sachlage ­
  nicht  wesentlich.  Die  bereits  bestehenden  Carbidfabriken
  waren  zum  Teil  mit  Staatslieferungen  beschäftigt, ­
  zum  Teil  hatten  Ueberschwemmungen  und