Man könnte einwenden, dieser Satz sei vielleicht über trieben. Aber in jener Darlegung fällt besonders auf, wie wenig Gewicht sie der Grundthatsache beimisst: der Aus breitung der Actiengesellschaften in allen grossen In dustrien und dem Ersätze selbständiger Capitalisten durch bezahlte Directoren. Wir verstehen vollkommen, dass man den socialisti- schen Nörglern die Sorge überlässt, die schlechten Seiten des Capitalismos ans Licht zu zerren und dafür lieber die Geschicklichkeit, die fieberhafte Thätigkeit, das Or ganisationstalent, den eisernen Fleiss rühmt, den ein Unter nehmer besitzen muss, um den Sieg über seine Concurren- ten davonzutragen. Aber was bedeutet denn dieser Lob gesang, wenn es sich um passive Capitalisten handelt, um die Obligationäre oder Actionäre von anonymen Gesell schaften, die ihre Macht einem Generaldirector über tragen? Ist es nicht in einem solchen Falle — und was ehemals Ausnahme war, das wird heute mehr und mehr zur Regel — vollkommen und offensichtlich aus geschlossen, die Profite dadurch zu legitimieren, dass man behauptet, sie seien eine Belohnung für die Directions- thätigkeit ? Waxweiler sagt bei der Beantwortung der Frage, wie es sich in den Actiengesellschaften mit den Profiten ver hält, ganz richtig: ,,Nach der Versorgung der Reserve wird der Gewinn unter die Actionäre aufgeteilt, das heisst, er fällt gerade jenen Factoren der Production zu, die auch nicht eine einzige der vielfachen Functionen des Eigen unternehmers ausüben; alle diejenigen, die in der That die verschiedenen verantwortlichen Posten in der allge meinen Direction, in der Buchführung, in der technischen und commercicllen Leitung, in der financiellen Controle tragen, sind mit festem Gehalt angestellt. Die Actionäre sind nicht einmal alleinige Besitzer der Capitalien, da die Hälfte des gesellschaftlichen Vermögens in dem speciellen