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Debatte.

müsse,  so  fragt  es  sich,  ob  dies  nicht  auch  in  Berlin  mit  seinen
zahlreichen  medizinischen  Dozenten  gemacht  werden  kann,  und  ferner,
ob  es  notwendig  ist,  daß  jeder  Arzt  auch  eine  solche  Schulung
durchmache  —  aber  in  diesen  Fragen  muß  ich  mich  bescheiden,
ich  kann  mir  kein  Urteil  darüber  anmaßen,  wie  das  am  zweckmäßigsten ­
  gemacht  wird.
Ich  würde  also  der  Ansicht  sein,  daß  man  noch  einen  Passus
über  eine  solche  Zentrallehranstalt,  über  diese  Akademie,  oder  wie
man  sie  nennen  will,  in  die  Leitsätze,  vielleicht  nach  5  a,  aufnehmen
könnte,  etwa  in  der  Fassung:
Diese  Zentralstelle  ist  an  eine  in  Berlin  zu  gründende ­
  Akademie  für  Versicherungs-Wissen  schaff
anzugliedern.
Aber  die  Debatte  wird  jedenfalls  diesen  Punkt  noch  näher
klären,  ob  die  Mehrheit  der  Herren  der  Ansicht  ist,  daß  man  eine
solche  Zentralstelle  schaffen  soll,  an  der  Forschung  mit  Lehre  verbunden ­
  ist.
Prof.  Dr.  Bohlmann-Berlin  :
M.  IL,  gestatten  Sie  mir,  vom  Standpunkt  des  Versicherungsmathematikers ­
  aus  zu  den  erstatteten  Referaten  und  zu  den  vorliegenden ­
  Leitsätzen  einige  wenige  Bemerkungen  zu  machen.
Ich  möchte  zunächst  hervorheben,  daß  die  unter  5  der  Leitsätze
erwähnte  Zentralstelle  für  Literatur  gerade  auch  für  den  Versicherungsmathematiker ­
  sehr  wichtig  ist,  da  das  statistische  und
mathematische  Material  ihm  allein  erst  die  Möglichkeit  geben  würde,
wissenschaftliche  Arbeit  in  der  Versicherungsmathematik  und  -Statistik
(denn  das  Beides  gehört  ja  eng  zusammen)  auszuführen.  Ich
selbst  habe  die  Erfahrung  gemacht,  daß  man,  wie  auch  Herr
Dr.  Manes  schon  hervorhob,  ohne  eine  solche  Zentralstelle  auf  das
Ausland  angewiesen  ist.  Die  Universitäts-  und  königlichen  Bibliotheken ­
  versagen  bei  der  Versicherungsmathematik  fast  ganz.
Dabei  ist  noch  ein  Punkt  zu  erwähnen,  auf  den  ich  Ihre  Aufmerksamkeit ­
  lenken  möchte.  Nicht  nur  die  finanzielle  Seite  kommt
in  Betracht;  viele  von  den  Werken,  die  man  braucht,  sind  überhaupt
nicht  im  Buchhandel.  Man  ist  also  bei  Schaffung  einer  literarischen
Zentrale  auf  die  finanzielle  und  moralische  Unterstützung  der  Behörden, ­
  der  privaten  Gesellschaften  und  privater  Personen  angewiesen. ­

Sehr  sympathisch  ist  mir  das,  was  Herr  Dr.  Bischoff  im  Anschluß ­
  an  die  Zentralstelle  ausgeführt  hat:  Die  Wissenschaft  wird
gerade  auch  durch  die  Lebensversicherungs-  Gesellschaften  selbst,
besonders  durch  die  Lebensversicherungs-Mathematiker  auf  mathematischem ­
  Gebiete  gefördert.  Nur  möchte  ich  hier  dem  Wunsche
Ausdruck  geben,  daß  auch  ein  engerer  Zusammenschluß  der  Lebensversicherungs-Gesellschaften ­
  in  Deutschland  zu  gemeinsamen  statistischen ­
  Arbeiten  möglich  wäre,  wie  dies  im  Auslande,  in  England,
Amerika,  in  Frankreich  und  in  anderen  Ländern  der  Fall  ist.