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gemeinen  ist  das  Bild  so,  daß  über  die  Köpfe  der  angegriffenen  Mittelstandsexistenzen ­
  die  Werbereden  der  sozialdemokratischen  Konsumvereinsapostel  hinwegtosen ­
  und  die  wässerigen  Rinnsale  der  für  den  neuen  Mittelstand  schwärmenden
freisinnigen  Gelegenheitsredner  dahinplätschern,  ohne  daß  eine  Widerrede  aus
ihren  Reihen  erfolgt.  Ein  merkwürdiges  Schauspiel!
Oft  habe  ich  mich  vergeblich  gefragt,  wie  diese  Erscheinung  zu  erklären  ist.
Jetzt  weiß  ich  es.
Es  liegt  zum  größten  Teil  daran,  daß  die  Konsumvereine  und  Warenhäuser
über  eine  große  Zahl  gut  bezahlter  und  tüchtig  eingefuchster  Redner  verfügen,
welche  mit  einem  Schwall  volltönender  Worte  und  sieben-  bis  achtstelliger  Zahlen
die  Zuhörer  für  den  Augenblick  so  einsangen,  daß  die  ungeübten  Gegner  nichts
darauf  zu  sagen  wagen.  Das  muß  anders  werden  und  kann  anders  werden.
Deshalb  habe  ich  mich  der  Arbeit  unterzogen,  das  geistige  Rüstzeug
der  konsumvereinlichen  und  warenhäuslichen  Schutztruppe  unter  die  Lupe  zu
nehmen  und  es  auf  seinen  Inhalt  zu  prüfen.  Die  Resultate  der  Prüfung  liegen
in  den  Abschnitten  „Schutzwaffen  gegen  Konsumvereine  und  Warenhäuser"  vor.
Jeder  kann  hier  sehen,  daß  alle  Behauptungen,  mit  denen  die  sozialdemokratischen
Hetzer  und  deren  freisinnige  sowie  liberale  Schleppenträger  für  die  modernen
Geschäftsformen  eintreten,  entweder  hohl  oder  direkt  falsch  sind.  Alle  lassen  sich
in  ein  Nichts  zerpflücken.  Ich  habe  es  mit  vielen  in  öffentlichen  Versammlungen
auch  schon  oft  getan  und  habe  bis  jetzt  immer  die  Genugtuung  erlebt,  daß  sich
die  Widerlegungen  als  sehr  wirkungsvoll  erwiesen  haben.  Wenn  sich  daher  die
Angehörigen  des  gewerblichen  Mittelstandes  die  Beweisführungen  ihrer  Gegner
so  genau  vorher  überlegen,  wie  es  die  bezahlten  Agitatoren ­
  mit  ihrem  Pensum  tun,  sich  dazu  die  hier  gebotenen  Widerlegungen ­
  zu  eigen  machen  und  sie  mit  passenden  Erfahrungen  aus
ihrer  lokalen  Umgebung  verschmelzen,  so  müßte  die  Wahrheit
gar  keine  Macht  mehr  über  die  Gemüter  besitzen,  wenn  nicht  jede  Versammlung
mit  einem  Fiasko  der  Konsunwereins-  und  Warenhaussöldlinge  endete.
So  wichtig  aber  auch  die  Widerlegung  der  Gegner  in  öffentlichen  Versammlungen ­
  ist,  es  bleiben  die  dortigen  Redeturniere  immer  nur  Vorpostengefechte  in
dem  großen  wirtschaftlichen  Kampfe  der  Gegenwart.  Die  Gros  der  streitenden
Armeen  befinden  sich  draußen  im  Tirailleurgefecht  des  täglichen  Lebens.  Hier
gilt  es,  neben  den  Schutzwaffen  gegen  die  feindlichen  Angriffe  auch  Trutzwaffen
für  das  Zurückerobern  des  bereits  verloren  gegangenen  Geländes  zu  führen,
zumal  der  Angriff  immer  zugleich  die  beste  Verteidigung  gewesen  ist.  Zu  dem
Zweck  sind  den  Schutzwaffen  auch  noch  eine  Anzahl  Trutzwasfen  beigegeben.
Natürlich  ist  bei  ihrer  Auswahl  streng  darauf  gesehen,  daß  sie  alle  tadellos
sind,  frei  von  jedem  Rostfleck  der  Unehre  und  Hinterlist.  Sie  sollen  offen  geführt
werden.  Niemand  wird  sich  ihrer  zu  schämen  brauchen.  Bei  den  meisten  ist  sogar