8

und  Warenhäuser  übergehen.  Den  Rednern  wird  im  Nachstehenden  für  ihre
Referate  genügender  Stoff  geboten.  Wer  noch  weitere  Anregungen  wünscht,  dem
empfehle  ich  außer  meinen  auf  dem  Umschlag  dieses  Buches  verzeichneten
Broschüren  noch  die  sehr  lesenswerten  Abhandlungen:
1.  Die  Konsnmvereinsgefahr.  Bon  Rechtsanwalt  Hennig  -  Dessau.  Kommissionsverlag ­
  von  Jüstel  u.  Göttel,  Leipzig.  Preis  25  Pfg.
2.  Im  Paradies  der  Damen.  Verlag  der  hanseatischen  Druck-  und  Verlagsanstalt. ­
  Hamburg.  Preis  75  Pfg.
3.  Uber  das  Rabattsparwesen.  Von  Dr.  M.  Kandt,  Bromberg.  Verlag  der
Mittlerschen  Buchhandlung  A.  Fromm.  Preis  60  Pfg.
4.  Das  gemeinnützige  Rabatt-Sparvereinswesen,  von  Heinrich  Beythien,  Verlag ­
  des  Verbandes  der  Rabatt-Sparvereine  Deutschlands  (Sitz  in  Bremen).
Preis  50  Pfg.
Von  gegnerischen  Schriften  nenne  ich:
1.  Unsere  Englandreise.
2.  Von  Schulze-Delitzsch  bis  Kreuznach,  von  Professor  Dr.  Staudinger.
3.  Die  Genossenschaftsbewegung  in  Nord-  und  Osteuropa.
4.  Die  Genossenschaftsbewegung  in  Westeuropa.
5.  Zur  Abwehr,  von  Prof.  Dr.  Staudinger.
6.  Die  Umsatzsteuer  im  Herzogtum  Braunschweig,  von  Dr.  Reinhold  Riehn.
Sie  sind  sämtlich  in  der  Verlagsanstalt  des  Zentralverbandes  deutscher
Konsumvereine  erschienen,  kosten  Stück  für  Stück  20  Pfennige  und  führen  den
gemeinschaftlichen  Locktitel  „Genossenschaftliche  Volksbücher".  Einige  von  ihnen
zu  lesen,  ist  immerhin  für  Männer,  welche  öffentlich  auftreten  wollen,  sehr  ratsam,
da  sie  für  die  sozialdemokratischen  Wanderredner  die  Quellen  sind  und  jeder  durch
ihre  Lektüre  am  besten  mit  dem  protzigen  Ton  bekannt  wird,  der  alle  diese  Weltverbesserer ­
  auszeichnet.
Dazu  versäume  man  nicht,  durch  Einsicht  in  die  Jahresberichte  der  Konsumvereine ­
  seiner  Umgebung  und  durch  öfteren  Kontrollbezug  von  Lockartikeln  aus
Warenhäusern  sich  stets  auf  dem  Laufenden  über  örtliche  Vorkommnisse  zu  halten.
Auch  die  Preisbewegungen  in  Konsumvereinen  verfolge  man.  Es  wird  sich  dabei
mehrfach  zeigen,  daß  man  hier  zum  Teil  sehr  gelehrige  Schüler  der  Ramschbasare
vor  sich  hat.
Aber  für  alles,  was  der  einzelne  liest,  hört,  sieht  oder  sonstwie  erfährt,  muß
oberste  Regel  sein,  daß  er  es  nicht  in  seinem  Busen  bewahrt  und  mit  der  Faust
in  der  Tasche  herumläuft,  sondern  er  muß  auftreten  und  reden.
„Sprich,  daß  ich  dich  sehe!"  lautet  ein  berühmtes  Wort  aus  dem  klassischen
Altertum.  Man  gebrauchte  es,  wenn  man  zum  Ausdruck  bringen  wollte,  daß  wir
einen  Menschen  erst  vollständig  kennen,  wenn  er  uns  durch  die  Sprache  seine
Gedanken  offenbart  hat.  Das  ist  gewiß  sehr  richtig  und  gilt  auch  noch  jetzt.  Aber