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Frauen  Rechnung  zu  tragen.  Daher  wird  bei  etwaiger  Regelung  der  Konsumvereins- ­
  und  Warenhausfrage  zu  prüfen  sein,  welche  Gründe  viele  Frauen  den
beiden  Einrichtungen  so  geneigt  gemacht  haben.  Sind  sie  berechtigt  und  bedeuten
sie  einen  Fortschritt  auf  wirtschaftlichem  Gebiet,  so  ist  zu  erwägen,  auf  welche
Art  die  Frauen  durch  den  freien  Geschäftsverkehr  dieselben  Vorteile  für  ihre
Wirtschaften,  und  diese  womöglich  in  noch  vollkommnerer  Weise,  erreichen  können;
sind  die  Gründe  unberechtigt,  so  verdienen  sie  keine  Berücksichtigung.
In  solcher  Auffassung  liegt  nicht  die  geringste  Unfreundlichkeit  gegen  die
Selbständigkeit  der  Frauen  in  der  Ausübung  ihres  Wirtschaftsberufes,  im  Gegenteil ­
  erhalten  die  Käuferinnen  durch  die  größere  Auswahl  an  Geschäften  einen
erheblichen  Teil  ihrer  Freiheit  zurück,  den  sie  durch  Beschränkung  auf  die  „Großbetriebe ­
  im  Kleinhandel"  mit  Rücksicht  auf  die  vielen  von  ihnen  vorschwebenden
Vorteile  zum  großen  Teil  eingebüßt  hatten.  Mir  ist  auch  gar  nicht  bange  vor
Schwierigkeiten  von  dieser  Seite.  Dafür  hat  die  Frau  als  solche  ein  viel  zu
feines  Verständnis  für  die  Notwendigkeit  der  Erhaltung  eines  geordneten  Staatswesens. ­

§  3.

gewerblichen  Sorge  machen  nür  trotz  gewisser  Anzeichen  aufkeimender  Besserung  ganz
Mittelstand  selbst,  ändere  Leute.  Es  sind  die,  von  denen  man  eigentlich  die  tatbereiteste  Unterstützung ­
  erwarten  sollte,  nämlich  die  bedrohten  Geschäftsleute  in  höchsteigener
Person,  sie,  um  deren  Errettung  es  sich  handelt.  Das  klingt  zwar  sehr  wunderbar
und  eigentümlich,  aber  es  ist  so  und  soll  jetzt,  da  von  niemand  zu  verlangen  ist,
daß  er  die  Behauptung  auf  Treu  und  Glauben  hinnimmt,  erläutert  und  bewiesen
werden.  In  späteren  Zeiten  kann  diese  Sachlage  in  psychologischen  Lehrbiichern
als  Beispiel  dafür  angeführt  werden,  wie  politischer  Doktrinarismus  fähig  ist,
seine  unglücklichen  Opfer  so  zu  verwirren,  daß  diese  lieber  wirtschaftlich  zugrunde
gehen  wollen,  als  durch  offenes  Anerkenntnis  ihres  früheren  Irrtums  ein  Zusammengehen ­
  mit  Anhängern  anderer  Richtungen  anbahnen,  welche  ihnen  sichere
Rettung  zu  bieten  gewillt  und  in  der  Lage  sind.
In  unserem  Fall  haben  die  langjährigen  doktrinären  liberalen  Predigten
von  der  alleinseligmachenden  Eigenschaft  des  freien  Spiels  der  Kräfte  im  Wirtschaftsleben ­
  der  Völker  diese  fast  an  Hypnose  erinnernde  Wirkung  fertig  gebracht,
und  falls  der  liberalen  Presse  aller  Abtönungen  daran  gelegen  ist,  sich  einen
Erfolg  zuerkannt  zu  sehen,  so  kann  ihr  niemand  das  Zeugnis  streitig  machen,
daß  sie  schriftstellerisch  mit  ihrer  Propaganda  für  jenen  manchesterlichen  Grundsatz ­
  einen  geradezu  erstaunlichen  Erfolg  errungen  hat.  Denn  selbst  jetzt  noch
ist  es  ihr  vergönnt,  zu  sehen,  wie  die  größte  Zahl  der  Kaufleute  und  Handwerker
trotz  der  unter  der  Herrschaft  der  schrankenlosen  Gewerbefreiheit  über  sie  hereingebrochenen ­
  Erschütterung  ihrer  wirtschaftlichen  Existenzbedingungen  immer
weiter  an  der  für  sie  so  unheilvollen  Botschaft  mit  einer  Ergebung  hängen,  welche