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standen,  da  es  der  manchesterlichen  Presse  gelungen  war,  die  Interessen'  der
Börse  als  identisch  mit  denen  des  gesamten  Handels  hinzustellen.
Diese  Feindschaft  besteht  noch  und  wird  mit  großer  Virtuosität  von  der
linksstehenden  Presse  zur  Verdunkelung  von  Tatsachen  benutzt,  um  ihre  Leser
von  den  wahren  Gründen  des  sich  immer  deutlicher  einstellenden  Niederganges
des  gewerblichen  Mittelstandes  abzulenken  und  die  Massen  des  gewerblichen
Mittelstandes  als  willigen  Vorspann  für  Wahlen  im  Sinne  des  internationalen
Großhandels  weiter  zu  benutzen.

§10.

Unvermutete  Hilfe
für  den  gewerblichen ­
  Mittelstand.

Wer  weiß  nun,  wie  lange  noch  die  unnatürliche  Symbiose  von  dem  internationalen ­
  Großkapital  und  dem  national  gerichteten  gewerblichen  Mittelstand
angedauert  hätte,  wenn  nicht  der  Preußische  Handelsminister  Möller  den
prinzipiellen  Unterschied  zwischen  Groß-  und  Kleinbetrieben  in  besonders
drastischer  Weise  zum  Ausdruck  gebracht  und  dadurch  wie  mit  einem  Scheinwerfer ­
  den  Angehörigen  des  gewerblichen  Mittelstandes  in  einer  vollendeten
Deutlichkeit  die  Kluft  beleuchtet  hätte,  welche  zwischen  Groß-  und  Kleinbetrieb ­
  gähnt.
Es  ist  das  geschehen  durch  die  bekannte  Bemerkung  Sr.  Exzellenz  im
Preußischen  Abgeordnetenhaus,  wo  der  Herr  Handelsminister  am  17.  Februar
1904  unter  dem  Beifall  der  linken  Seite  des  Hauses  in  bezug  aus  die  Ausdehnung ­
  der  Warenhäuser  gesagt  hat:  Ich  glaube,  es  ist  ein  vergebliches  Bemühen, ­
  dieser  Bewegung  Einhalt  tun  zu  wollen.  Ich  halte  es  auch  für  durchaus
verfehlt,  dazu  übergehen  zu  wollen,  die  Intelligenz  zu  besteuern.  (Sehr  richtig!
links.)

,  Von  vielen  Seiten  ist  Exzellenz  Möller  wegen  seiner  Bemerkung  angegriffen ­
  worden.  Ich  finde,  er  verdient  Dank  wegen  seiner  bewiesenen  Gerade
heit  und  Offenheit.  In  staatlichen  Dingen  ist  Geradheit  besonders  wünschenswert, ­
  auch  wenn  sie  zunächst  nicht  angenehm  klingt.  Sie  allein  kann  uns  den
Weg  zum  wirklichen  Fortschritt  in  der  Entwickelung  realer  Verhältnisse  zeigen.
Aus  ihr  sind  wenigstens  sichere  Schlüsse  zu  ziehen  möglich.
Auch  hier  können  wir  deshalb  fragen:  Was  bedeutet  im  Munde  von
Exzellenz  Möller  die  Äußerung,  daß  die  Warenhäuser  Stätten  der  Intelligenz
seien?  Sie  besagt  weiter  nichts,  als  daß  der  Herr  Handelsminister  die  Ansichten ­
  der  Lobredner  der  Großbetriebe  teilt.  Da  er  nun  selbst  aus  einem
Großbetrieb  heraus  auf  den  Ministerposten  berufen  ist  und  in  seiner  Eigenschaft
als  langjähriger  nationalliberaler  Parlamentarier  auf  diesem  Standpunkt  gestanden ­
  hat,  so  ist  das  an  sich  keineswegs  verwunderlich,  sondern  zeigt  nur
sozusagen  ex  cathedra  die  Anschauung  des  Großhandels  und  der  Großindustrie
als  dahin  gerichtet,  daß  von  ihrer  Seite  auf  die  Erhaltung  des  gewerblichen