diesem  einen  Punkte  beiden  zustimmen  zu  können,  so  sehr  wir  auch  in  allen
anderen  Behauptungen  von  ihnen  abweichen.  Zugleich  aber  wird  es  auch  verständlich, ­
  daß  keine  Lobrede,  welche  auf  die  Konsumvereine  und  Warenhäuser  als
Auftraggeber  zurückgeht,  den  angeblichen  Nutzen  beider  Geschäftsformen  auf
einmal  hervorhebt.  Und  doch  scheinen  mir  Schriften  von  direkt  interessierter
Seite  am  besten  geeignet,  zur  Unterlage  einer  Kritik  der  Konsumvereine  und
Warenhäuser  zu  dienen.  Denn  eine  Besorgnis,  daß  etwa  übertriebene  Bescheidenheit ­
  wirkliche  oder  eingebildete  Vorzüge  verschweigen  könnte,  liegt  nicht
vor.  Wir  haben  daher  bei  Benutzung  solcher  Schriften  die  sichere  Gewähr  für
Vollständigkeit  der  in  Frage  kommenden  Punkte.
Als  offiziell  und  direkt  approbiert  können  in  dieser  Beziehung  angesehen
werden:
1.  Zur  Abwehr!  Von  F.  Staudinger.  Hamburg  1904.
2.  Die  wirtschaftliche  und  soziale  Bedeutung  der  Warenhäuser  in  der
modernen  Volkswirtschaft.  Von  Dr.  I.  Wernicke.  Berlin  1904.
Denn  die  erste  Schrift  ist  in  der  Bibliothek  der  genossenschaftlichen  Volksbücher ­
  im  Verlag  des  Zentralverbandes  deutscher  Konsumvereine  erschienen,  und
die  zweite  wird  in  Warenhäusern  an  die  Kunden  zur  gefälligen  Beachtung
verteilt.
Zur  Benutzung  der  ersten  Schrift  werde  ich  außerdem  noch  durch  eine  persönliche ­
  Beziehung  genötigt.  Es  befindet  sich  nämlich  in  ihr  ein  „offener  Brief"
an  meine  Adresse.  Ich  habe  hierauf  bisher  nur  sozusagen  auf  einer  „offenen
Postkarte"  geantwortet,  welche  auf  den  Innenseiten  der  Umschläge  meiner  beiden
Broschüren  „Los  von  den  Konsumvereinen  und  Warenhäusern!"  und  „Die
Klippen  des  sozialen  Friedens"  abgedruckt  ist.  Durch  sie  wollte  ich  vor  allen
Dingen  erfahren,  wer  denn  eigentlich  der  Briefschreiber  wäre.  Aus  dem  bloßen
Namen  konnte  ich  es  nicht  ersehen,  und  zugeschickt  war  mir  der  Brief  nicht,  wie
das  sonst  üblich  ist.  Ich  habe  ihn  erst  durch  dritte  Hand  erhalten.  Inzwischen
bin  ich  nun  orientiert  worden.  Ich  weiß  jetzt,  daß  der  Verfasser  ein  hessischer
Oberlehrer  und  eifriger  Anhänger  der  Genossenschaftsidee  ist.  Er  scheint,  durch
philosophische  Spekulationen  auf  die  schiefe  Ebene  des  politischen  Radikalismus
geführt  zu  sein,  und  ist  mir  in  einer  öffentlichen  Konsumvereinsversammlung  zu
Weiden  auf  meine  Anfrage  von  einem  offiziellen  Agitationsredner  der  Hamburger
Großeinkaufsgesellschaft  der  Konsumvereine  als  verdienstvollster  Vorkämpfer  der
Konsumvereinsbewegung  und  als  scharfsinnigster  Darsteller  ihres  Wesens  bezeichnet
  worden.  Das  ist  also  offenbar  der  rechte  Manu,  vou  dem  man  das
Beste  über  die  Konsumvereine  hören  kann.,  T-aher  erfüllt  die  Absolvierung
meiner  Pflicht,  den  offenen  Brief  von  Herrn  Staudinger  zu  beantworten,  zugleich
einen  Teil  meines  Wunsches  den  Interessen  des  gewerblichen  Mittelstandes  zu
dienen,  indem  ich  die  Konsumvereine  und  Warenhäuser  an  der  Hand  der  besten