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Die
Konsumvereine

§26.
Daß  Herr  Staudinger  sich  so  auf  Konsumvereine  verbissen  hat,  ist  sein

grohkapitaltstische  P^ch.  Er  will  das  Großkapital  bekämpfen  und  sitzt  mitten  drin.  Denn  die
Auswüchse.  Konsumvereine  sind  vielfach  selbst  großkapitalistische  Auswüchse  geworden,  und
wenn  man  das  zweifelhafte  Vergnügen  hat,  einen  Konsumvereinsagitator  zu  hören,
so  weiß  man,  daß  die  Millionen  dann  nur  so  herumfliegen.  Die  Herren  sind
faktisch  vom  Golde  berauscht.  In  neuster  Zeit  ist  als  Haupttrick  die  Parole  ausgegeben, ­
  namentlich  den  Hörerinnen  weiszumachen,  daß  die  Vereinsmitglieder
alle  Herren  dieser  Millionen  wären.  Sie  reden  von  Gründungen  der  mannigfachsten ­
  Zentralfabriken,  und  jeder  soll  sich  als  Fabrikbesitzer,  Plantagenbesitzer,
Reedereiinhaber  fühlen.  Mit  einer  Seifenfabrik  in  Aken  a.  E.  wird  begonnen
werden,  Flotten  von  Transportschiffen  sind  in  Aussicht  genommen  und  anderes
mehr.  Man  sieht,  die  Herren  haben  bei  der  Bekämpfung  des  Großkapitalismus
etwas  gelernt,  und  ich  fürchte,  daß  schließlich  die  Vorstände  und  Aufsichtsräte
in  den  Verwaltungen  dieser  Millionen,  zu  deren  leitenden  Stellen  merkwürdigerweise ­
  fast  nur  waschechte  Sozialdemokraten  für  befähigt  erachtet  werden,  ihren
Lehrmeistern  nach  probeweisem  Einstecken  von  Millionen  schließlich  auch  noch
den  persönlichen  Geschmack  an  der  Verwendung  der  Gelder  ablernen  und  dann
die  Konsumvereinsmitglieder  nach  dem  Gelingen  der  Konzentration  des  größten
Teiles  des  Handels  im  Zentralverband  deutscher  Konsumvereine  durch  alle  die
unlauteren  Machenschaften  bedrücken  werden,  welche  sie  jetzt  nicht  genug  beklagen
können.  Den  Teufel  durch  Beelzebub  auszutreiben,  ist  immer  eine  gefährliche
Manipulation  gewesen,  und  in  solchem  Verhältnis  steht  der  Konsumvereinsgedanke
zum  internationalen  Großkapitalismus.

wahren  Freiheit  und  Unabhängigkeit  von  direkter  und  indirekter  Fron-  und
Tributpflicht  der  geknechteten  Arbeiterschaft  durch  die  Pforten  der  Konsumvereinshallen ­
  führt,  an  deren  Hinterfronten  sich  die  eigenen  Produktionsstätten  für  alle

Bon  der  Freiheit  Mit  verhältnismäßig  wenia  Galle  aeaen  meine

§  27.
Mit  verhältnismäßig  wenia  Galle  aeaen  meine  Person  hat  Herr  Staudinger

Nach  einer  grau  in  grau  gemalten  Schilderung  über  das  jetzige  unwürdige
Sklaven-  und  Herrenverhältnis,  das  sich  durch  die  Notwendigkeit  des  Erwerbes
für  den  Arbeitnehmer  gebildet  habe,  sucht  er  nachzuweisen,  daß  der  Weg  zur

Gebrauchsgegenstände  anschließen.  Entsprechend  dem  in  den  sozialdemokratischen
Konsumvereinsprojekten  augenblicklich  dominierenden  Phantasiegebilde  der  projektierten ­
  Akener  Seifenfabrik  versucht  Herr  Staudinger  an  dem  Beispiel  der
Seifenfabrikation,  die  Knechtschaft  der  jetzigen  Seifensieder  im  Gegensatz  zu  dem