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kraten  insofern  an  der  Unsitte  des  Ladeneinrichtens  indirekt  beteiligt,  als  sie  ein
Hauptkontingent  zur  Schutztruppe  des  internationalen  Großkapitals  stellen,  welches
durch  Bodenspekulationen  in  den  Städten  die  Bauplätze  verteuert  und  die  Bauunternehmer ­
  zwingt,  behufs  Erzielung  einer  leidlichen  Rente  fast  nur  Häuser  mit
Läden  zu  bauen.
In  manchen  Städten  ist  auch  übereilt  eingeführte  Großindustrie  die  Ursache
für  die  Misere  kleiner  Läden.  So  hat  in  Eisenach  die  dortige  Fahrzeugfabrik
in  einzelnen  Jahren  1600  Arbeiter  beschäftigt.  Die  meisten  waren  von  auswärts
zugezogen.  Als  nun  die  Fabrik  nicht  mehr  prosperierte,  sind  ca.  1000  Arbeiter
entlassen  worden.  Von  ihnen  haben  viele,  wie  Sattler,  Schlosser,  Tischler  usw.
als  Gewerbetreibende  in  Eisenach  sich  niedergelassen.  Den  Effekt  kann  sich  jeder
ausmalen.  Trotzdem  hat  sich  dort  vor  einigen  Jahren  ein  Konsunwerein  gebildet,
und  ich  habe  selbst  in  Eisenach  von  einenr  „berühmten"  Konsumvereinsförderer
die  vielen  kleinen  Läden  als  einen  Entschuldigungsgrund  für  die  Existenz  der
Konsumvereine  mit  anhören  müssen.  Da  weiß  man  doch  nicht,  ob  man  seinen
Ohren  trauen  darf.  Daß  diese  kleinen  Geschäfte  nur  selten  erstklassige  Waren
führen,  ist  bekannt,  sie  bestehen  meist  auch  nicht  lange,  sondern  sie  werden  von  den
Mitgliedern  der  Konsumvereine  aufgezehrt,  indem  diese  dort  borgen,  wenn  ihnen
im  Konsumverein  wegen  fehlenden  Geldes  oder  zu  hoher  Kreide  keine  Ware  mehr
abgegeben  wird.  Jedenfalls  können  die  besseren  Geschäfte  gelernter  Kaufleute
nichts  dafür,  daß  solche  Budiker  öfter  nicht  gute  Ware  führen,  und  für  die
Konsumvereinsmitglieder  ist  auch  die  mittelmäßigste  Ware  noch  gut  genug,  da  sie
meist  nichts  bezahlen.  So  können  sich  die  Konsumvereine  auch  nicht  hinter  dem
Zipfel  verstecken,  den  Herr  Staudinger  als  Mann  des  Gesetzes  aus  dem  Kgl.
Sächsischen  ministeriellen  Dekret  herausgerissen  hat.
§  32.
Alle  Stände  leiden  Wird  es  den  Konsumvereinen  besser  gelingen,  Deckung  zu  sinden  hinter  dem
Konsumvereine,  geschnörkelten  Gerippe  einer  Kalkulation,  welche  Herr  Staudinger  auf  Grund
der  Behauptung  von  mir  angestellt  hat,  daß  die  Konsunwereine  den  Arbeitern
schädlich  würden  und  überhaupt  allen  Ständen,  nicht  bloß  dem  der  Gewerbetreibenden? ­

Meine  diesbezüglichen  Ausführungen  lauten:
Es  wird  bald  keine  Familie  mehr  sein,  welche  nicht  durch  die  direkten  oder
indirekten  Folgen  der  Konsumvereinswirtschaft  zu  leiden  hat,  insbesondere  mache
ich  auf  das  Nachdrücklichste  darauf  aufmerksam,  daß  auch  die  Arbeiter  zu  den
Leidtragenden  nicht  nur  gehören  werden,  sondern  bereits  jetzt  zu  ihnen  zählen.
Ich  weiß  wohl,  daß  diese  Behauptung  etwas  sehr  Auffallendes  hat-  denn  ich  bin
noch  niemand  begegnet,  der  bei  einer  Unterhaltung  über  die  Frage  nach  der