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Puinpiers  kann  ich  natürlich  nicht  besprechen,  ich  nenne  nur  einige,  wie  sie  zufällig
dastehen.  Es  haben  Geschäftsschulden  gehabt:  Hamburg  60  Praz.,  Hemelingen
40  Proz.,  Hildesheim  90  Proz.,  Kiel  64  Praz.  usw.  usw.  Von  Hunderten  von
Vereinen  ist  in  einem  Anhang  gesagt,  daß  die  hohen,  oft  auch  die  sehr
hohen  Warenschulden  nicht  erläutert  seien.
Auf  ähnlich  schwachen  Füßen  wie  die  Behauptung  von  der  Barzahlung  der
Konsumvereine  steht  die  analoge  von  der  Erziehung  der  Mitglieder  zur  Barzahlung. ­
  Von  den  638  Vereinen  haben  290  Außenstände  bei  ihren  Mitgliedern,
bei  einigen  Vereinen  betragen  sie  7  Proz.  und  mehr.  Man  hat  öfter  den  Eindruck, ­
  daß  man  im  Kredit  der  einzelnen  bis  zur  Höhe  der  vermutlichen  Dividende  zu
gehen  gewillt  ist.  Freilich  muß  dann  gefragt  werden,  was  erwarten  eigentlich
die  Mitglieder  von  ihrer  Teilnahme  an  dem  Verein?  Dividende  erhalten  sie
nicht,  die  Waren  müssen  sie  nehmen,  wie  sie  ihnen  hingeschoben  werden,  mucksen
dürfen  sie  nicht.  Sollte  gar  das  Borgen  eine  Strippe  sein,  an  der  die  Mitglieder
beim  Verein  gehalten  werden?  Und  dann  räsonieren  die  Wanderredner  der
Konsumvereine  auf  die  borgenden  Kleinkrämer!
Was  sagen  Sie,  Herr  Staudinger,  zu  der  Durchführung  des  Prinzips  der
Barzahlung?
Orientieren  Sie  Sich  gefälligst  erst  an  den  Quellen,  ehe  Sie  etwas  schreiben
und  den  Kaufleuten  Vorwürfe  machen,  daß  bei  ihnen  durch  ein  naturwidriges
Kreditsystem  die  Waren  verteuert  würden  zum  Schaden  der  Konsumenten.
Bei  solchem  Stand  der  Mißwirtschaft  wundert  es  mich  auch  gar  nicht,  daß
man  hört,  viele  Vereine  bezahlten  mit  Akzepten  und  ließen  oft  Wechsel  prolongieren. ­

Das  ist  auch  wahrscheinlich  der  Grund,  weshalb  die  sozialdemokratischen
Schreier  in  so  beweglichen  Worten  die  Werbetrommel  für  Erhöhung  der  Anteile
in  den  Vereinen  rühren.  Die  Herren  haben  aus  den  Prozessen  der  Kasseler
Trebertrocknungsgesellschaft,  der  Leipziger  Bank,  der  Pommernbank  u.  a.  gesehen,
wie  es  gemacht  wird,  um  einer  drohenden  Ebbe  in  den  Kassen  vorzubeugen.
Erhöhung  des  Aktienkapitals  lautete  dort  das  Zauberwort,  Er»
höhun.g  der  Geschäftsanteile  tönt  es  hier!
Taschen  zu!  rufe  ich  den  Genossen  zu,  die  Konsumbüchse  geht  um  für
notleidende  Vorstände  und  Aufsichtsräte.
Damit  will  ich  meine  Antwort  auf  den  Brief  des  Herrn  Staudinger  an
meine  Wenigkeit  für  geschlossen  erklären.  Sollte  er  eine  Fortsetzung  des  Briefwechsels ­
  wünschen,  so  werde  ich  ihm  die  Antwort  nicht  schuldig  bleiben.  Vielleicht
besteht  er  sogar  darauf;  denn  ebenso  wie  meine  sozialdemokratischen  Freunde
gebraucht  er  die  Verlegenheitsredensart,  daß  mein  Auftreten  für  die  Förderung
der  Konsumvereine  sehr  gut  sei.  Nur  begreife  ich  dann  die  große  Erregung  über