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Lob  der  Warenhäuser. ­


Das  ist  die  Gefahr  der  Konsumvereine  als  Boykottanstalten!  Nur  der  freie
Handel  kann  dagegen  schützen!
Wer  das  nicht  einsieht,  daß  sozialdemokratisch  Trumpf  ist  in  den  Konsum-Vereinen,
  dem  ist  nicht  zu  helfen.  Er  ist  entweder  von  Natur  blind,  oder  er
will  nicht  sehen,  und  diese  letzte  Blindheit  ist  die  unheilbarste.
Wenn  die  Bezeichnung  „blinder  Hesse"  nicht  ein  Lob  wäre,  würde  ich  sie
auf  Herrn  Staudinger  anwenden,  der  so  weit  geht,  daß  er  droht,  jeden  zu  verklagen, ­
  der  die  Konsumvereine  als  sozialdemokratische  Anstalten  bezeichnet.  Aber
loben  kann  ich  beim  besten  Willen  seine  Tätigkeit  nicht,  welche  er  durch  seine
Loblieder  auf  die  Konsumvereine  leistet,  auch  nicht-  wenn  er  sich  bei  seinem
Urteil  über  den  Anschluß  der  hessischen  Beamten  an  die  Konsumvereine  im
Einklang  mit  seiner  Regierung  weiß.  Wenn  die  Haltung  der  hessischen  Regierung ­
  wirklich  den  Konsumvereinen  so  günstig  ist,  wie  er  sagt,  so  hängt  das
vielleicht  mit  der  Hoffähigkeit  der  Sozialdemokratie  im  Hessenlande  zusammen.
In  den  meisten  größeren  Bundesstaaten  ist  man  noch  nicht  so  weit  vorgeschritten
Dort  kennt  man  die  sozialdemokratische  Gefahr  und  ist  nicht  geneigt,  den  gewerblichen ­
  Mittelstand  dem  sozialdemokratischen  Meuchelmord  durch  die  in  den
Konsumvereinen  etablierte  sozialdemokratische  Herrschaft  auszuliefern.

III.  Abschnitt.
Schutzwaffen  gegen  die  Warenhäuser.
§  40.
Wie  Staudinger  in  Darmstadt  als  schönste  Blüten  am  Baume  der  wirtschaftlichen ­
  Entwickelung  unseres  Volkes  die  Konsunwereine  ansieht,  so  erkennt
ein  Herr  Dr.  Wernicke  aus  Berlin  den  höchsten  Preis  für  die  vorzüglichsten
Leistungen  in  der  modernen  Volkswirtschaft  den  Warenhäusern  zu,  und  man
kann  nicht  leugnen,  daß  er  sich  bemüht  hat,  zum  Lobe  seiner  Schützlinge  alles
zusammenzustellen,  was  wohl  je  in  dieser  Richtung  gesagt  und  geschrieben  worden
ist.  Die  Warenhausinhaber  müssen,  wenn  sie  nur  einen  Schimmer  von  Dankbarkeitsregungen ­
  in  ihrem  Herzen  zu  spüren  fähig  sind,  vor  Wonne  übergeflossen
sein,  als  sie  hier  schwarz  auf  weiß  gelesen  haben,  welche  Wohltäter  in  ihnen
dem  deutschen  Volke  erstanden  sind.
Das  nennt  man  doch  noch  Verständnis  für  sein  stilles  Wirken  am  Webstuhl ­
  der  Zeit!  Und  wenn  nun  den  Mittelstandsrettern  nicht  der  Mund  gestopft
ist,  so  ist  überhaupt  zu  bezweifeln,  daß  das  auf  literarischem  Wege  möglich  sein