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schlau  und  verschlagen  nennen,  aber  die  Nachtreter  haben  nicht  einmal  auf  diese
Bezeichnung  Anspruch.  Sie  stehen  zu  jenem  in  demselben  Verhältnis,  wie  der
Werfer  einer  Höllenmaschine  zu  deren  Verfertiger.
Ganz  mechanisch  werden  täglich  die  Inseratenteile  meist  der  linksstehenden
und  besonders  der  sozialdemokratischen  Zeitungen  gefüllt,  ganz  mechanisch  werden
die  Fenster  mit  Anpreisungen  von  Zugaben,  von  Brand-  oder  Wasserschadenartikeln, ­
  besonders  und  ganz  besonders  vorteilhaften  Ausnahmeangeboten  von
oben  bis  unten  beklebt,  und  ganz  mechanisch  werden  bei  Auszeichnungen  runde
Zahlen  vermieden  und  sogenannte  krumme  Lockzahlen  angeschrieben.
Die  Bedeutung  dieser  letzten  Einrichtung  erhellt  am  besten  aus  einer  Antwort, ­
  welche  ein  vielfach  mit  Warenhäusern  arbeitender  Reisender  jüngst  einem
Geschäftsmann  aus  dessen  Bedenken  gab,  daß  50  Pfg.  für  einen  Artikel  vom
Publikum  für  zu  teuer  gehalten  werden  würde,  indem  er  erwiderte:  Ei,  was!
Wenn  Sie  das  glauben,  dann  müssen  Sie  den  Artikel  mit  53  Pfg.  auszeichnen,
dann  ist  er  sicher  nicht  zu  teuer.  Auch  charakterisiert  der  Konfektionär,  ein
Blatt,  welches  über  den  Verdacht  der  Feindschaft  gegen  die  Warenhäuser  eiffelturmhoch ­
  erhaben  ist,  die  den  krummen  Zahlen  zugrunde  liegende  Tendenz  in  der
16.  Beilage  zu  Nr.  14  vom  2.  April  1903,  wenn  auch  nur  unwillkürlich,  so  doch
um  so  treffender  in  dem  Satz:  „Die  Methode  der  Warenhäuser,  den  Pfennig
wieder  zu  Ehren  zu  bringen,  genau  nach  den  Einkaufspreisen  zu  kalkulieren
od  er  d  o  ch  w  e  n  ig  st  e  ns  s  o  zu  tun,  legte  die  erste  Bresche  in  die  bequemere
Preislage."
Die  sechs  Worte:  „oder  doch  wenigstens  so  zu  tun",  sprechen
Bände.  Das  Prinzip  des  Schleuderns  ist  in  den  Warenhäusern  zu  einer  erschreckenden ­
  ständigen  Einrichtung  geworden,  wobei  durch  die  große  Zahl  der
geführten  Waren  eine  für  alle  Branchen  gefährliche  aber  für  die  Warenhäuser
sehr  abwechselungsreiche  und  wirkungsvolle  Reklame  erzielt  wird.  Es  ist  gar
nicht  selten,  daß  faktisch  miter  Preis  ausgeboten  wird.  Da  denken  nun  manche,
daß  dabei  die  Warenhäuser  bankerott  werden  müßten.  Das  müßten  sie  and;,
wenn  sie  nicht  solche  unter  Preis  ausgebotene  Artikel  nur  in  sehr  beschränkten
Quantitäten  zur  Verfügung  des  Publikums  stellten.  Kürzlich  waren  in  einem
Hallischen  Warenhaus  für  die  dritte  Juliwoche  unter  anderem  Mondamin,
Reismehl  und  Kaffee  in  Portionen  von  sechs  und  sieben  Pfund  nngeheuer  billig
angepriesen.  Ein  mir  bekannter  Herr  ließ  von  diesen  Stoffen  zur  Kontrolle  holen.
Einmal  bekam  er  sie,  und  nach  ganz  kurzer  Zeit  seine  halbe  Stunde)  wurden  sie
nicht  mehr  abgegeben,  sie  waren  vergriffen.
So  sichern  sich  diese  Leute  schon,  wenn  sie  den  Mund  auch  noch  so  weit
aufreißen.  Es  sind  die  billigen  Artikel  nur  Locksachen.  Als  Wohltäter  der
Menschheit  wollen  sie  dem  Publikum  billige  Ware  liefern,  und  dann  besteht  das