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Ist  das  nicht  ein  Hohn  auf  den  alten  schönen  Spruch:  „Gott  segne  das
ehrbare  Handwerk"?  Wenn  die  Sache  nicht  so  ernst  loare,  man  müßte  bersten
vor  Lachen!  Aber  sie  ist  die  ernsteste  von  der  Welt,  darum  nicht  lachen,  sondern
sich  aufmachen  und  den  Angehörigen  des  schwer  bedrohten  Mittelstandes  klarmachen, ­
  daß  sie  trotz  aller  Schwäche  und  wirtschaftlichen  Unsicherheit  in  ihrer
Gesamtheit  stark  genug  sind,  sich  gegen  die  Warenhäuser  zu  schützen,  lvenn  sie
nämlich  nur  unter  sich  kaufen.
Die  Ungeheuer  verraten  ja  selbst  durch  ihr  Geschäftsprinzip,  wo  ihre  schwache
Stelle  ist,  wo  sie  verwundbar  sind.
Großen  Umsatz  wollen  sie  machen,  und  großen  Umsatz  m  ü  s  s  e  n
sie  auch  machen,  wenn  ihre  granitnen  Kartenhäuser  nicht  zusammenfallen  sollen.
Die  Tagesspesen  sind  enorm.
Verhelft  also  Ihr,  soviel  an  Euch  ist,  den  Leuten  nicht  dazu,  die  Umsätze
zu  steigern!  Der  neugegründete  Bund  der  Handwerker,  dem  ich  rechtes  Gedeihen
lvünsche,  die  alten  großen  Schutzvereinignngen  für  Handel  und  Gewerbe,  der  die
Mittelstandsinteressen  so  warm  vertretende  Bund  der  Landwirte,  sie  alle  mögen
ihre  Wanderredner  instruieren  also  zu  sprechen:  „Laßt  doch  die  Warenhäuser
ihre  Pforten  noch  so  weit  öffnen,  laßt  sie  ihre  Pfannkuchen  noch  so  billig  verkaufen,
laßt  ihre  Musikkapellen  noch  so  schöne  Weisen  spielen  ....  aber  geht  Ihr
Handwerker,  Ihr  Kaufleute,  Ihr  Landwirte  nicht  hin  und  haltet  Eure  Frauen
und  Töchter  ab  hinzugehen,  auch  schon  deshalb,  damit  Ihr  sie  nicht  eines
Tages  vom  Feuer  gebraten,  oder  durch  den  Schimpf  des  Diebstahls  gebrandmarkt
wiedererhaltet,  dann,  ja  dann  wird  Euch  allen  sofort  wesentlich  geholfen  sein!"
Schon  eine  Saison-Warenhaussperre  würde  jedem
zeigen,  welche  Wunder  eine  gesunde  Mittelstandsp  olitik
durch  den  Mittelstand  selber  verrichten  kann!
Laßt  die  Frauen  der  roten  Brüder  mit  den  Damen  der  goldenen  Internationale ­
  dort  ungestört  allein!  Denn  es  sei  ferne  von  mir,  den  Leuten  alle
Kunden  wegnehmen  zu  wollen.  S  i  e  mögen  die  weiten  Hallen  füllen,  wenn  sie
können!  Euer  Geld  aber  soll  Euch  nützen!
Das  ist  eine  Art  wirtschaftlicher  Monroedoktrin.  Ihre  Geltung  will  ich
natürlich  nicht  für  alle  Zeiten  befürworten.  Das  hieße  auch  den  Teufel  austreiben
dirrch  Beelzebub.  Sie  ist  nur  für  die  Zeit  der  jetzigen  Not.  Ein  Rezept  für  die
schwere  Krankheitszeit.  So  wie  auch  ein  Kranker  isoliert  wird,  daß  er  erst
Genesung  şinde  und  wieder  Kräfte  sammele,  seinen  sonstigen  Pflichten  nachzukommen, ­
  so  soll  sich  der  Mittelstand  in  seinen  Geschäftsansgaben  ans  sich  beschränken ­
  und  seine  Kräfte  nicht  an  seine  Peiniger,  die  Konsumvereine  und  Warenhäuser, ­
  vergeuden.  Führen  ihm  dann  noch  einsichtsvolle  Volksgenossen  neues  Blut