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gerade  in  den  wirtschaftlichen  Maßnahmen  der  einzelnen  äußert,  diese  Gerechtigkeit
gehört  vor  allen  Dingen  zur  Grundlage  eines  jeden  Staates;  denn  sie  ist  die
Voraussetzung  jedes  menschlichen  Zusammenlebens,  sie  ist  die  Seele  des
sozialen  Seins.  Auch  von  ihr  gilt  das  hehre  Wort:  Was  hülfe  es  einem
Volke,  wenn  es  mit  Großindustrie  und  Großhandel  die  ganze  Welt  gewönne  und
nähme  doch  Schaden  an  der  Grundbedingung  seines  Daseins,  welche  in  einem
tvohlwollenden  gegenseitigen  Verkehr  der  einzelnen  Volksgenossen  untereinander
besteht  und  seit  alters  in  der  Losung  zusammengefaßt  worden  ist:  Leben  und  leben
lassen!
§53.
X  WarcnhÄs!  Gegen  diese  Losung  verstoßen  die  Warenhäuser  in  der  unbeschränkten  Gesind
  Werbefreiheit  auf  das  gröblichste.  Wie  ein  fremder  Zug  geht  es  in  ihnen  durch
das  Geschäftsleben,  und  da  darf  es  auch  nicht  unausgesprochen  bleiben,  daß  die
Träger  des  Warenhausprinzips  fast  ausschließlich  jüdischer  Abstammung  sind.
Das  ist  eine  Notwahr&gt;heit.  Sie  nicht  auszusprechen  käme  einer  Verschleierung ­
  des  Tatbestandes  gleich,  deren  sich  Herr  Dr.  Wernicke  auch  schuldig
gemacht  hat.  Er  wird  ja  wissen,  weshalb  er  über  diesen  heiklen  Punkt  den
Schleier  eisigen  Schweigens  gedeckt  hat.  Und  doch  ist  es  wohl  mehr  als  ein
.  Zufall,  daß  auch  Shakespeare  zum  Vertreter  des  den  Kaufmann  bedrückenden  hartherzigen ­
  Standesgenossen  einen  Juden  gewählt  hat.  So  etwas  sollten  sich  die
Warenhausgründer  gesagt  fein  lassen.  Ich  weiß  natürlich,  daß  sie  und  ihre
Schntztruppensöldlinge  über  mich  wegen  dieser  Bemerkung  als  bösen  Antisemiten
Zetermordio  schreien  werden.  Mögen  sie  schreien!  Sie  haben  den  Anlaß  zu
dem  Hinweis  gegeben.  Die  Warenhausfrage  besprechen  und  den  Umstand  nicht
betonen,  daß  die  Juden  die  Hauptträger  der  Warenhansidee  sind,  wäre  dieselbe
Torheit,  als  wenn  jemand  über  die  Cholera  einen  Vortrag  halten  und  vom
Kommabazillus  nichts  sagen  wollte.  Darauf  kann  ich  mich  nicht  einlassen,  und
so  konstatiere  ich  die  Tatsache,  daß  die  Verwüstung  im  deutschen  gewerblichen
Mittelstand,  soweit  sie  von  den  Warenhäusern  verursacht  wird,  hauptsächlich
durch  unsere  Mitbürger  mosaischen  Glaubens  oder  mosaischer  Abstammung  hervorgerufen ­
  ist.  Das  gesamte  Judentum  hat  daher  alle  Veranlassung,  seinen
weitgehenden  Einfluß  dahin  geltend  zu  machen,  daß  die  ihnen  angehörigen  Handeltreibenden ­
  von  den  Bedrängungen  des  deutschen  Volkes  durch  Warenhäuser
prinzipiellen  Abstand  nehmen.  Auf  die  Dauer  läßt  sich  keine  Majorität  von  einer
verschwindenden  Minorität  knechten.  Keine  Spitzfindigkeiten  helfen  da  herum.
§  54.
Vom  Kampfplatz  Wenn  nun  Herr  Dr.  Wernicke  sagt,  daß  die  Warenhausstener  in  Frankreich
öe0en  fteuer.  °  und  England  nichts  geholfen,  sondern  das  Übel  nur  beschleunigt  hat,  nun  so  muß