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mit  hervorragenden  Juristen  und  Verwaltungsbeamten  glaube  ich  nun  endlich
in  der  Lage  zu  sein  mit  der  Hoffnung  auf  gutes  Gelingen,  der  breiten
Öffentlichkeit  einen  neuen  Vorschlag  zur  Förderung  des  gewerblichen  Mittelstandes ­
  machen  zu  können.  Er  ruht  ganz  auf  der  Basis  der
Selbsthilfe,  füllt  eine  Lücke  aus,  welche  das  Rabatt-Spar-System  bisher  noch
hatte  und  macht  auch  den  letzten  Vorwurf  verstummen,  welcher  mit  einem  Schein
der  Berechtigung  gegen  das  Markenkleben  vorgebracht  werden  konnte  und  faktisch
oft  vorgebracht  worden  ist.  Es  ist  der  Vorschlag  für  die  allgemeine
Einführung  einer  jährlichen  Rabatt-Prämien-Verlosung
im  Bezirk  jedes  einzelnen  Rabatt-Spar-Vereins.
Der  Gedanke  hierfür  gründet  sich  auf  die  Tatsache,  daß  bei  dem  Markensystem ­
  der  Rabatt-Spar-Vereine  eine  nicht  unerhebliche  Zahl  von  Marken  verloren ­
  geht.  Solche  Verluste  der  Inhaber  von  Papierwertzeichen  kommen  überall
vor.  Es  gehen  auch  Hundertmark-  und  Tausendmarkscheine  verloren.  Nun  liegen
zwar  genaue  Erhebungen  für  die  Rabattmarken  noch  nicht  vor,  daraus  kann  aber
auch  nicht  gewartet  werden.  Verloren  gehen  sicher  viele.  Durch  Feststellungen
in  Bremen  hat  sich  gezeigt,  daß  man  mit  der  Annahme  von  einem  zweiprozentigen
Verlust  des  Barwertes  der  Marken  der  Wahrheit  sehr  nahe  kommt.  2%  des
Barwerts  der  Marken  machen  aber  bei  5°/ 0  Rabatt  zwei  Hundertstel  von  fünf
Hundertstel  des  Warenumsatzes,  das  sind  1% 0  oder  V 10 %,  aus.  Das  würde
heißen:  Bei  einer  Million  Warenumsatz  gehen  1000  Mk.  an  Rabattmarkenwerten
verloren.  Diese  Summe  wird  aus  der  Kasse  der  Geschäftsstelle  nicht  abgehoben.
Für  den  Umsatz  der  Rabattspargeschäfte  in  Halle  beträgt  die  Gesamtsumme  pro
Jahr  über  12  000  Mk.  Was  soll  damit  werden?  Sie  könnten  als  Dividende
an  die  Mitglieder  verteilt  werden.  Das  wäre  an  sich  durchaus  berechtigt  und
zwar  nach  Maßgabe  der  bezogenen  Kuverte,  in  denen  die  Rabattmarken  abgegeben ­
  werden.
Da  nun  aber  gegen  1000  Gewerbetreibende  Mitglieder  des  Rabattspar-Vereins
  sind,  so  würde  der  Vorteil  für  den  einzelnen  nicht  viel  bedeuten,  und  es
bliebe  immer  die  unangenehme  Tatsache  bestehen,  daß  das  Geld  aus  Verlusten
herrührt.  Viel  besser  ist  es,  dies  Geld  erstens  denen  zukommen  zu  lassen,  die  es
verloren  haben,  und  zweitens  es  noch  zur  Hebung  des  an  sich  schon  großen  Interesses
  am  Rabattsparwesen  zu  verwenden.  Beide  Zwecke  werden  durch
eine  Prämienverlosung  erreicht.  Wiederholt  ist  mir  gesagt  worden,
daß  dieser  Gedanke  dem  Scherlschen  Sparsystem  entnommen  wäre.  Wenn  es  so
wäre,  wiirde  es  auch  nichts  schaden,  und  ich  glaube  Herr  Scherl  wäre  der  letzte,
der  sich  ärgerte,  daß  aus  seiner  Idee  ein  Nutzen  für  den  schwer  bedrängten  Mittelstand ­
  erwüchse.  Er  sagt  ja  immer,  daß  er  um  des  Wohles  der  Gesamtheit  willen
gearbeitet  habe.  Aber  der  Gedanke  hat,  soweit  ich  sehe,  mit  dem  Scherlschen  gar