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in  ihr  ein  mäßiges  Kapital  mit  einer  persönlichen  Arbeitskraft  zu  einer  auskömmlichen ­
  wirtschaftlichen  Einheit  verschmelzt,  deren  Ertragswert  weit  höher  ist,
als  die  Summe  jeder  einzelnen  Komponente.  Geht  das  Kapital  verloren,  so  sinkt
der  Mann  zum  Lohnarbeiter  oder  noch  tiefer  herab,  fehlt  die  leitende  Arbeitskraft
aus  irgend  einem  Grund,  so  tritt  eine  sehr  verhängnisvolle  Lähmung  des  Geschäfts ­
  ein.  Das  soll  man  sich  nur  recht  klar  machen,  und  man  wird  zugeben,  daß
der  gewerbliche  Mittelstand  in  einem  parlamentarisch  regierten  Staat  im  allgemeinen ­
  auf  eine  Vertretung  aus  seinen  eigenen  aktiven  Reihen  verzichten  muß.
Er  ist  daher  aus  Hilfe  von  den  Angehörigen  der  anderen  Stände  angewiesen.
Bei  seiner  außerordentlichen  Bedeutung  für  jedes  Staatswesen  hätte  auch  jeder
andere  Stand  das  dringendste  Interesse  daran,  auf  das  Wohlergehen  des  gewerblichen ­
  Mittelstandes  mit  der  gleichen  Sorgfalt  zu  achten  wie  auf  das  Wohl  des
eigenen  Standes,  die  Arbeiter,  denen  die  Hoffnung  auf  Einrücken  in  ihn  ihre
eigene  Befreiung  aus  bent  dauernden  Abhängigkeitsverhältnis  der  Lohnarbeiter
verheißt,  ebensogut  wie  die  Großkaufleute,  die  in  seiner  Existenz  den  besten  Schutz
für  die  Stabilität  ihrer  Unternehmungen  sehen  müssen.  Leider  sind  wir  aber  bei
der  gegenwärtigen  Verhetzung  des  Arbeiterstandes  sowohl  wie  bei  dem  Liebäugeln ­
  des  Handels  und  der  Industrie  mit  dem  internationalen  Großkapital  weit
von  dem  Ideal  der  sachlichen  Wertschätzung  des  gewerblichen  Mittelstandes  entfernt, ­
  und  so  bleibt  diesem  nichts  anderes  übrig  als  diejenigen,  denen  er  die
Vertretung  seiner  Interessen  anvertrauen  will,  vorher  genau  anzusehen.  Nach  den
bisher  vorliegenden  Leistungen  auf  dem  parlamentarischen  Gebiet  ist  es  keineswegs ­
  schwer,  sich  für  die  richtigen  Leute  zu  entscheiden.  Sie  sitzen  nicht  bei  den
linksstehenden  Parteien.  Hier  sind  entweder  direkte  Feinde  oder  sehr  laue
Freunde.  Daher  kann  bei  jeder  Wahl  die  Parole  für  den  gewerblichen  Mittelstand
nur  lauten:  Los  vom  Liberalismus  im  allgemeinen  und  vom  Freisinn  im  besonderen!

Ein  Angehöriger  des  gewerblichen  Mittelstandes  kann  je  nach  seiner  sonstigen
persönlichen  Stellung  oder  nach  den  Parteioerhältnissen  seines  Wahlkreises  vernünftigerweise ­
  seinen  Vertreter  nur  entnehmen  aus  den  Reihen
1.  der  Deutsch-Konservativen,
2.  des  Zentrums,
3.  der  deutsch-sozialen  Reformpartei,
4.  des  Bundes  der  Landwirte.
Andere  Parteien  darf  es  für  ihn  nicht  geben.  Als  Prüfsteine  für  die  einzelnen ­
  Kandidaten  schlage  ich  je  nach  der  Kompetenz  der  in  Frage  kommenden
Körperschaft  die  nachstehenden  Punkte  vor:
1.  Bei  Kommunalwahlen  haben  sich  die  Kandidaten  darüber  zu  erklären,
wie  sie  sich  bei  eventuellen  Gehaltsaufbesserungen  für  kommunale  Beamte  stellen