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Es  betrug  im  Deutschen  Reich  i)

Jahrgang ­


die  Zahl
der  neu
gegrnudeteii

das  in  diesen
investierte
Kapital

Aktiengesellschaften ­


(Millionen
Mk.)

die  Zahl  der
neu  gegründeten
Aktiengesellsch.
in  Proz  ausgerechnet ­
  in
Bezug  auf  das
Jahr  1899

das  investierte
Kapital  in  Proz.
ausgerechnet  in
Bezug  auf  das
Jahr  1.899

1898

329

483620

1899
1900
1901
1902
1903

364
261
158
87
a)  842)
b)

544  390
340  460
158  250
118430
300  036
140  036

100
71,70
43,47
23,90
23,08

100
62,54
29,07
21,76
55,11
25,72

Die  obigen  Zahlen  sind  allerdings  für  Bayern  wesentlich ­
  ungünstiger  als  für  das  gesamte  Deutsche  Reich  ;  aber
die  Lebhaftigkeit  der  Gründertätigkeit  hängt  von  sehr  vielen
Faktoren,  häufig  von  Zufälligkeiten  ab,  ausserdem  sind  bei
den  für  Bayern  angegebenen  Zahlen  die  zahlreichen  Zweigniederlassungen ­
  ansserbayrischer  Unternehmungen  nicht
inbegriffen,  wodurch  das  für  das  Anwachsen  der  Industrie
gegebene  Bild  stark  verzerrt  erscheint;  es  wäre  daher
sicher  zu  gewagt,  aus  obigen  Ziffern  weitgehende,  für  die
Steuerreform  ungünstige  Schlüsse  zu  ziehen.  Das  dürfte
um  so  weniger  erlaubt  sein,  als  sonst  nirgends  Anzeichen
zu  bemerken  sind,  dass  speziell  die  bayrische  Industrie
sich,  seitdem  die  neuen  Steuergesetze  in  Kraft  sind,  un-*)
  Nach  einer  Notiz  im  Jahrb.  f.  N.  0.  u.  St.  von  Conrad;  Chron.
1903  p.  627.
2)  Durch  die  Umwandlung  des  Krupp’schen  Unternehmens  in  eine
Aktiengesellschaft  wurden  allein  160  Mill  Mk.  mobilisiert.  Unter  b)  ist
diese  Aktiengesellschaft  ausgeschieden.