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sind,  dass  bei  den  zunehmenden  Unkosten,  welche  die  Ausführung ­
  der  immer  kleiner  werdenden  einzelnen  Aufträgen  erfordert, ­
  und  bei  der  Steigerung  der  Ansprüche,  welche  von
allen  Seiten  in  sozial-politischer  Hinsicht  an  den  Handel
gestellt  werden,  der  Gewinn  auf  das  Aeusserste  beschränkt
wird.  Sowohl  im  Handel,  als  auch  in  den  meisten  Industrien
ist  es  nur  möglich,  durch  Ermässigung  der  Gewinnprozente
den  Umsatz  auf  seiner  Höhe  zu  erhalten.
Die  Bezugsquellen  für  die  Chemikalien  sind  hauptsächlich  die
chemischen  Fabriken  Deutschlands,  Englands,  Amerikas,  der
Schweiz  etc.,  die  der  Vegetabilien:  Deutschland,  Oesterreich-Ungarn,
  Dalmatien,  Rumänien,  Serbien,  Amerika,  China,  Japan  u.a.,
die  der  Spezialitäten:  Deutschland,  England,  Schweiz,  Frankreich,
Italien,  Amerika  und  für  einige  wenige  auch  Russland.
Namentlich  verstehen  es  die  Amerikaner  und  Engländer
für  ihre  pharmaceutischen  Spezialitäten  eine  geschickte  Reklame
im  grossen  Stil  zu  machen,  so  dass  diese  Artikel  zu  den  am
meisten  gekauften  gehören,  obwohl  sie  notorisch  an  Wert  hinter
den  meisten  ähnlichen  deutschen  Präparaten  zurückstehen.  Sie
wissen  nicht  nur  das  konsumierende  Publikum  durch  ausgezeichnete ­
  intensive  Reklame  für  ihre  Artikel  zu  gewinnen,  sondern ­
  auch  die  Grossisten  und  Detaillisten,  indem  sie  beiden
einen  guten  Verdienst  zukommen  lassen,  was  von  den  deutschen
Fabrikanten  oft  als  nebensächlich  betrachtet  wird.  Diese  glauben,
dass  es  schon  genüge,  wenn  sie  für  ihre  Artikel  ausreichend
Reklame  machten  und  das  Publikum  die  Präparate  verlange;
die  Detaillisten  und  Grossisten  müssten  die  Artikel  dann  doch
führen  und  verkaufen.  Hierbei  übersehen  die  Fabrikanten
jedoch  völlig,  dass  erstlich  die  Grossisten  sich  mit  solchen  Spezialitäten, ­
  die  ihnen  wenig  Verdienst  lassen,  keine  Mühe  geben,
diese  einzuführen,  und  dass  zweitens  die  Detaillisten  in  sehr
vielen  Fällen  nach  der  Bonität  der  Artikel  gefragt  werden,
und  dass  es  ihnen  ein  leichtes  sein  wird,  ohne  das  Präparat
direkt  als  schlecht  hinzustellen,  vielleicht  durch  ein  Achselzucken ­
  oder  anderes,  das  Publikum  abzuhalten,  gerade  dieses
Mittel  zu  kaufen;  sie  werden  oft  ein  anderes  Mittel  zum  Kauf
zu  empfehlen  geneigt  sein,  das  gewiss  auch  nicht  besser  oder
schlechter  ist,  aber  den  Detaillisten  einen  grösseren  Verdienst
gewährt.
Freilich  müssen  die  Arzneien,  die  sowohl  dem  Grossisten,
wie  auch  Detaillisten  einen  guten  Gewinn  bringen,  für  das
Publikum  teurer  sein  und  bekanntlich  sind  auch  die  englischen
und  amerikanischen  Spezialitäten  immer  ziemlich  hoch  im  Preis,
aber  der  Fabrikant  weiss,  dass  das  Publikum  für  seine  Ge-