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sundheit  ebenso  gern  4  M.  wie  3  M.  zahlt,  wenn  es  nur  durch
die  Anpreisungen  den  Glauben  erlangt  hat,  dass  gerade  dieser
oder  jener  Artikel  für  sein  Leiden  passe  und  dadurch  Linderung
oder  Heilung  erwarten  kann.  Der  deutsche  Fabrikant  dagegen
hofft  dadurch  einen  grossen  Umsatz  zu  erzielen,  dass  er  die
Preise  für  seine  Artikel  möglichst  niedrig  stellt;  dass  dies  aber
ein  Irrtum  ist,  beweisen  die  Präparate  der  englischen  und
amerikanischen  Fabriken.  Es  seien  hier  zur  Illustration  nur
einige  genannt:
Alberts  Remedy  (A.  E.  Hughes,  New-York).
Königs  Nerve  Tonic  (The  Koenig  Medicine  Co.,  Chicago).
Scotts  Emulsion  of  Cod  Liver  Oil  (M.  H.  Scott  &amp;  Bowne,
London).
Warners  Safe  Cure,  (H.  H.  Warners  Co.  Ltd.,  London).
Alle  diese  Artikel  kosten  pro  Flasche  3,  4  und  5  Mark
und  werden  in  solchen  Mengen  umgesetzt,  wie  kaum  ein  deutsches
Präparat.
Zur  näheren  Beleuchtung  wollen  wir  eines  von  diesen  Präparaten ­
  herausgreifen:  Scotts  Emulsion  ist  weiter  nichts  als
eine  Leberthranemulsion,  die  durch  Zusatz  von  gewissen  Ingredienzien ­
  wohlschmeckend  und  haltbar  gemacht  worden  ist;
eine  Flasche  von  ca.  230  Gramm  Inhalt  v\ird  mit  3  Mark  verkauft, ­
  während  der  Wert  ein  verhältnismässig  geringer  ist,
denn  eine  Leberthranemulsion  ist  nur  eine  innige  Verbindung
von  pulverisiertem  Gummiarabikum  mit  Wasser,  Glycerin  und
Leberthran.
Eine  qualitativ  gleiche  Leberthranemulsion  stellt  ein  deutscher ­
  Fabrikant  dar  und  lässt  dieselbe  Menge  für  1.50  Mark,
also  die  Hälfte  an  das  Publikum  verkaufen.  Trotzdem  wird
von  diesem  deutschen  Fabrikat  noch  nicht  der  10.  Teil  des
englischen  Fabrikates  verkauft.  Untersucht  man  genauer  die
Gründe  für  diese  auffallende  Erscheinung,  so  findet  man  folgende
Erklärung:  Bevor  eine  Spezialität  au  die  Oeffentlichkeit  gebracht
wird,  muss  der  Fabrikant  eine  genaue  Kalkulation  vornehmen;
er  muss  festsetzen,  wieviel  er  für  Reklame  ausgeben,  wieviel ­
  er  dem  Grossisten  und  wieviel  dem  Detaillisten  gewähren ­
  kann.  Setzt  er  den  Detailpreis  niedrig  an,  so  muss
er  natürlich  an  allem  sparen,  damit  ihm  selbst  noch  ein  genügender ­
  Gewinn  bleibt.  Er  gewährt  nun  gewöhnlich  dem
Detaillisten  25  Proz.,  dem  Grossisten  8—10  Proz.  und  berechnet
für  Reklame  ca.  25  Proz.,  sodass  ihm  für  Herstellungskosten
und  seinen  Gewinn  ca.  40  Proz.  bleiben,  die  von  einem  Artikel,
der  1.50  Mk.  kostet,  60  Pfg.  betragen.  Wird  derselbe  Artikel
mit  3  Mk.  verkauft,  so  verdient  jeder  von  den  Genannten  das