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1876
I860
1884
1888
1892
1896
1900
Diese

233,
359,
393,
560,
609,
683,
635,

1877
1881
1885
1889
1893
1897
1901

337,
365,
420,
548.
594,
590,
615,

1878
1882
1886
1890
1894
1898
1902

347,
327,
444,
512,
672,
653,
620.

1879
1883
1887
1891
1895
1899

364
316
454
547
639
644

Leute  streben  naturgemäss  nach  Selbständigkeit,
die  sie  der  hohen  Apothekenpreise  wegen  nicht  erlangen  können.
Beharren  sie  bei  dem  Wunsche,  selbständig  zu  werden,*  so
bleibt  ihnen  nichts  anderes  übrig,  als  eine  Drogerie  zu  errichten
und  die  Folge  hiervon  ist,  dass  den  Apothekern  im  Handverkauf
eine  immer  grössere  Konkurrenz  erwächst  und  zwar  durch
eigene  Schuld.  Andererseits  werden  die  Apothehergehilfen,
die  nicht  einmal  die  Mittel  haben,  ein  Drogengeschäft  zu  eröffnen, ­
  sich  in  abhängige  Stellungen  begeben  müssen.  Schliesslich ­
  tragen  diejenigen  Apotheker,  die  etwas  Vermögen  besitzen,
durch  alle  möglichen  Opfer  durch  die  sie  eine  Apotheke  zu
erwerben  hoffen  dazu  bei,  dass  die  Preise  für  die  zu  vergebenden ­
  Geschäfte  noch  viel  mehr  in  die  Höhe  gehen.
Dass  der  Beruf  so  stark  überfüllt  ist,  ist  freilich  wieder
auf  die  zahlreiche  Lehrlingshalterei  zurückzuführen.  Von  1877
bis  1892  verdoppelte  sich  die  Zahl  der  Lehrlinge,  von  1892
bis  1903  verdreifachte  sich  dieselbe  sogar.
Als  ein  weiterer  Uebelstand  des  Konzessionsunwesens
werden  die  allzu  teueren  Arzneipreise  betrachtet.  In  seiner
Petition  an  den  Reichstag  vom  8.  Dezember  1890  und  in  der
vom  6.  Mai  1894  sagt  der  Apotheker  Kempf  selbst;  ,,Müssen
doch  die  Arzneikonsumenten  gleichsam  in  jedem  Löffel  Arznei
dem  Apotheker  die  Konzession  bezahlen,  die  dieser  mit  teurem
Gelde  zu  teuersten  Preisen  erstanden  hat  und  verzinsen  muss.“
Brauchte  der  Apotheker  nicht  von  seinem  Verdienst  so
grosse  Summen  zur  Verzinsung  der  Ideal  werte,  so  könnte  er
mit  einem  geringeren  Prozentsatz  des  Verdienstes  sich  begnügen, ­
  d.  h.  die  Taxe  könnte  niedriger  sein.  So  aber  ist  der
Staat  gezwungen,  die  Taxe  möglichst  günstig  aufzustellen,
damit  die  Apotheker  vor  dem  vollständigen  Ruin  bewahrt
bleiben.  Auch  Br  efe  Id  sagt  in  seiner  Schrift:  „Die  Apotheke,
Schutz  oder  Freiheit?  Breslau  1863:  „Die  Taxe  ist  gerade  um
so  viel  zu  hoch,  als  die  Zinsen  des  Kapitals  betragen,  welches
sie  geschaffen  hat.  In  Quanto  betrug  dieses  zum  Schlüsse  des
Jahres  ca.  40  °/o“*
Derselbe  sagt  später,  dass  die  beschränkte  Niederlassungsfreiheit ­
  die  Schuld  trage,  an  der  Fortdauer  geringer  Qualität