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mählich  verschwinden,  zu  verhindern,  hat  man  seit  einigen  Jahren
von  seiten  der  Fabrikanten  ein  strenges  Reverssystem  für
Grossisten  und  Detaillisten  eingeführt.  Der  Detaillist,  der  sich
gegen  Konventionalstrafe  von  20  bis  50  M.  für  jeden  einzelnen
Fall  verpflichten  muss,  die  vorgeschriebenen  Preise  einzuhalten,
kommt  dadurch  oft  in  eine  prekäre  Lage,  denn  er  muss,  wie
die  Reverse  vorschreiben,  auch  für  sein  Personal  in  dieser
Beziehung  haftbar  sein.  Wie  leicht  aber  kann  es  geschehen,
dass  ein  neuer  Gehilfe,  oder  ein  Lehrling  aus  Versehen  einen
Artikel  zu  billig  verkauft!  Wenn  man  auch  nicht  oft  von  derartigen ­
  Prozessen  hört,  so  ist  doch  schon  hin  und  wieder  gegen
Detaildrogerien  wegen  Nichteinhaltens  des  unterschriebenen
Reverses  gerichtlich  vorgegangen  worden.
Viele  Fabriken  schicken  eigene  Vertreter  in  grosse  und
kleinere  Städte  und  lassen  durch  diese  ihre  eigenen  Artikel  in
Detailgeschäften  aufkaufen,  um  sowohl  Grossisten  als  Detaillisten
zu  kontrollieren,  und  zwar  die  Grossisten  deshalb,  um  zu  konstatieren, ­
  ob  Detaillisten,  die  den  Revers  nicht  unterschrieben
haben,  trotzdem  die  betreffenden  Artikel  führen.  Der  Fabrikant
erkennt  nämlich  sofort  an  jeder  Schachtel  oder  Flasche  durch
unauffällig  angebrachte  kleine  Merkzeichen,  von  welchem
Grossisten  die  Waren  bezogen  sind.  Die  Kontrolle  des  Detaillisten ­
  aber  ist  dem  Fabrikanten  deshalb  erwünscht,  damit
er  hört,  wie  jener  über  den  Artikel  urteilt,  ob  er  ihn  empfiehlt
oder  missfällig  bespricht,  und  ob  er  den  vorgeschriebenen
Detailpreis  einhält.
Es  sei  hier  noch  bemerkt,  dass  aller  und  der  strengsten
Reverse  ungeachtet  Schleudereien  noch  Vorkommen,  da  manche
Warenhäuser  die  betreffenden  Artikel  in  Detailgeschäften  zu
Detailpreisen  aufkaufen  lassen  und  dann  mit  Verlust  weiter
verkaufen,  um  das  Publikum  anzulocken  und  in  den  Glauben
zu  versetzen,  dass  bei  ihnen  alles  billiger  sei.  Selbstverständlich ­
  muss  ein  derartiger  Verlust  auf  andere  Waren  wieder  zugeschlagen ­
  werden,  sodass  die  betreffenden  Geschäfte  trotzdem
ihren  Gewinn  dabei  finden.  —
Verkaufsangebote  von  Detaildrogenhandlungen  in  der
Drogistenzeitung  zeigen  folgende  Zahlen:
Umsatz  Nettogewinn  Warenlager

38  000  M.
32000  „
24  000  „
12000  „
40000  „
43  000  „
9000  „

8500  M.
0000  ,,
6000  „
5000  „
15  000  „
12  000  „
2400  ,,

15  000  M
17  000  „
10000  „
6000  „
18  000  „
16  000  „
9000  „