Badni  und  Württemberg:  Schwarzwälder  Uhrenindustriebezirk.

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abgezogen,  damit  diese  besser  aufs  Material  achten  sollen.
Kommt  es  vor,  daß  eine  Spindel  nicht  recht  gesteckt  ist,  so  wird  für
jedes  Stück  5  bis  8  Ps.  abgezogen.  Dies  gilt  auch  für  die  anderen
Artikel,  nur  daß  der  Abzug  dort  größer  ist.
Die  Arbeit  wird  gewöhnlich  in  der  Wohnstube  oder  im  Schlafzimmer ­
  vorgenommen.  Die  Zahl  der  Heimarbeiter  und  Heimarbeiterinnen
ist  ungefähr  folgende  (bei  den  männlichen  Arbeitern  sind  auch  die  mitgezählt, ­
  die  unter  tags  in  der  Fabrik  arbeiten):  In  Furtwangen
200  männliche,  400  weibliche,  400  Kinder  (diese  Zahlen  sind  Mindestzahlen, ­
  genaue  Angaben  waren  nicht  zu  erhalten);  in  St.  Georgen
25  männliche,  50  weibliche,  30  Kinder;  in  Triberg  sind  es  außer  den
Hausindustriellen  nur  einige  Mann;  in  Schramberg  150  männliche,
200  weibliche;  in  Schwenningen  60  männliche,  500  weibliche,  700  Kinder;
in  Villingen  50  männliche,  200  weibliche,  40  Kinder;  insgesamt  also
485  männliche  Arbeiter,  1350  weibliche  Arbeiter  und  1170  Kinder.
Diese  Zahlen  umfassen  nicht  alle  Heimarbeiter,  da  die  in  den
Ortschaften  nicht  gezählt  sind.  Auch  halte  ich  die  Zahl  der  Männer
und  Frauen  für  viel  zu  niedrig.  Die  Zahl  der  Kinder  ist  unbedingt
auch  eine  höhere,  denn  sehr  viele  werden  verwendet,  um  Arbeit  zu  holen
und  abzuliefern.  Von  sämtlichen  Heimarbeitern  muß  das  Werkzeug
selbst  angeschafft  werden,  mit  ganz  wenigen  Ausnahmen.  So  erhalten
die,  die  Balance  abwägen,  das  Maschinchen  von  der  Fabrik,  in  Furtwangen ­
  auch  die,  die  die  Sperre  auf  die  Walzen  nieten.
Die  Wohnungspreise  stellen  sich  für  die  einzelnen  Orte  pro
Jahr:  Furtwangen:  ein  Zimmer  mit  Kammer  96  bis  120  Mk-,  zwei
Zimmer  und  Küche  168  bis  216  Mk.,  zwei  Zimmer,  Kammer  und
Küche  216  bis  276  Mk.;  St.  Georgen:  zwei  Zimmer,  jedoch  die  Küche
mit  einem  anderen  Mieter,  144  Mk.,  drei  Zimmer  mit  besonderer
Küche  240  Mk.;  Schramberg:  zwei  Zimmer  130  bis  200  Mk.,  je  nach
Lage  und  Stockwerk,  drei  Zimmer  180  bis  250  Mk.;  Schwenningen:
Dachwohnungen  mit  einem  Zimmer,  ohne  Küche,  mindestens  100  Mk.,
vielfach  der  Abort  in  einem  anderen  Stockwerk,  zwei  Zimmer  200  bis
220  Mk.,  drei  Zimmer  240  Mk.  und  mehr;  Villingen:  zwei  Zimmer
180  bis  220  Mk.,  drei  Zimmer  240  bis  288  Mk.  Um  diese  Mietpreise ­
  zu  verringern,  nehmen  die  mit  drei  Zimmern  gewöhnlich  noch
Schlafgänger.  In  Schwenningen  und  wohl  auch  an  anderen  Orten
vielfach  schon  mit  zwei  Zimmern.
Die  Preise  der  Lebensmittel  sind  folgende.  Von  Furtwangen
habe  ich  keine  Nachricht  erhalten.  St.  Georgen:  Rindfleisch  75  Pf.
pro  Pfund,  Schweinefleisch  75  Pf.,  Kalbfleisch  75  Pf.,  geräucherter  Speck
1,05  Mk.,  Butter  90  Ps.,  Schweineschmalz  85  bis  90  Ps.,  Eier,  zwei
Stück  15  Ps.,  Kartoffeln,  Zentner  2  Mk.,  Mehl  15,  16  und  18  Pf.
pro  Pfund.  Schwenningen:  Rindfleisch  70  Ps.  pro  Pfund,  Schweinefleisch ­
  75  Pf.,  geräucherter  Speck  1,10  Mk.,  Butter,  je  nach  Jahreszeit ­
  0,85  bis  1,15  Mk.,  Schweineschmalz  0,80  bis  1  Mk.,  Eier,  Stück
5  bis  8  Pf.,  Mehl  16  bis  22  Pf.,  Kartoffeln,  Zentner  1,80  bis  2,50  Mk.
Schramberg:  Fleisch  70  bis  75  Pf.,  Brot,  vier  Pfund,  schwarz  42  Ps.,
halbweiß  46  Pf.  und  weiß  48  Pf.,  Mehl  Nr.  0  21  Pf.  Villingen:
Rindfleisch  70  Ps.  pro  Pfund,  Schweinefleisch  75  Pf.,  Kalbfleisch  75