Bayern:  Mittelfranken  —  Fürth,  Nürnberg,  Schwabach.

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Werkzeug  und  das  zu  verarbeitende  Metall  bezieht  der  Meister  vom
Kaufmann  gegen  Abzahlung  oder  Ablieferung  der  fertigen  Ware.  Die
Abrechnungen  erfolgen  halb-  oder  ganzmonatlich.  Der  Kaufmann  bestimmt, ­
  wieviel  der  Meister  Arbeiter  beschäftigen  darf.  Die  Arbeitsiveise
  ist  eine  ungemein  anstrengende  und  ungesunde.  Die  Arbeitsräume
find  sehr  mangelhaft  und  werden  nicht  selten  zugleich  auch  als  Wohnund
  Schlafräume  benützt.  Die  Arbeitszeit  war  früher  eine  zwölf-  bis
vierzehnstündige  pro  Tag,  durch  verschiedene,  von  den  Arbeitern  der
Zwischenmeister  geführte  und  von  den  Meistern  direkt  provozierte
Lohnbewegungen  wurde  auch  eine  Herabsetzung  herbeigeführt.  Eine
große  Anzahl  von  Meistern  arbeitet  aber  doch  mit  ihren  Familienangehörigen ­
  bis  in  die  sinkende  Nacht.  Über  diesen  Beruf  hat  sehr
ausführlich  Dr.  Morgenstern  unter  „Die  Fürther  Metallschlägereien",
geschrieben;  erschienen  zu  Tübingen,  Lauppschen  Verlag.  Die  Angaben
über  Arbeitsmethode  und  die  Stellung  zu  den  Kaufleuten  ist  heute  noch
dieselbe.  Die  Zahl  der  Betriebe  und  des  Arbeitspersonals  hat  sich
wesentlich  verändert,  was  nachfolgende  Zusammenstellung  ergibt:
In  156  Werkstätten  befinden  sich  158  Meister;  von  diesen  arbeiten
130  selbst  mit.  Meisterinnen  dagegen  arbeiten  nur  in  96  Betrieben.  In
den  vorgenannten  Werkstätten  sind  699  Steine  im  Betrieb,  also  699
männliche  Personen  beschäftigt.  In  dieser  Summe  sind  die  Meister
mit  130  und  die  Lehrlinge  mit  78  eingerechnet,  so  daß  die  Gehilfenzahl
491  beträgt.  Weibliche  Arbeitskräfte  sind  764  zu  verzeichnen,  davon
sind  96  Meisterinnen  und  40  Lehrmädchen.  Die  Gesamtzahl  der  un
Beruf  beschäftigten  Personen  beträgt  1456.
Die  Silberschlägerei  ist  nur  in  Aürth,  Würnöerg  und  Schwaliach
zu  finden.  Der  Beruf  zählt  in  Schwabach  67  Werkstätten,  in  Fürth
14  und  in  Nürnberg  3.  In  Schwabach  sind  beschäftigt  72  Gehilfen
und  220  Mädchen.  In
2  Werkstätten  sind  beschäftigt  7  männliche  und  18  weibliche
1  -  -  -  7  -  -  13  -
3  -  -  -  4  -  -  23
2  -  -  -  3  -  -  11  -
5  -  -  -  2  -  -  22  -
15  -  -  -  1  -  -  54  -
In  allen  übrigen  Werkstätten  arbeitet  der  Meister  ohne  Gehilfen
mit  Frau  und  Tochter  oder  fremdem  weiblichen  Personal.
Nur  8  Geschäfte  liefern  direkt,  die  übrigen  alle  an  Kaufleute,  von
denen  sie  wieder  das  zu  verarbeitende  Silber  und  das  Werkzeug  (Form)
erhalten.  Die  Abrechnungen  mit  den  Kaufleuten  erfolgen  gewöhnlich
monatlich.
Die  16  Betriebe  in  Fürth  beschäftigen  43  Gehilfen  und  115  weibliche ­
  Personen.
1  Betrieb  12  Gehilfen  mit  27  Beschneiderinnen
3  -  4  -  -  22
1  -  3  -  -  8
6  -  2  -  -  38
4  -  1  -  -  12
1  -  beschäftigt  keinen  Gehilfen.

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