28 Geld lieh - eine Erscheinung, die uns heute bei so manchen Emissionen exotischer Staaten wieder begegnet. Und schließlich könnte«-das Zarenreich, auf die österreichische Erfahrung von 1868 gestützt, eine Kurssteigerung im Hinblick aus die Besserung der Finanzlage erwarten. Darum ist es notwendig, beizeiten darauf vorzubereiten, welche Vorkehrungen gegen einen russischen Bankerott zu treffen sind; rasche und doch sehr schwierige Ei nigung zwischen ganz verschiede nen nationalen Organisationen ist unbedingt nötig, und zu diesem Zweck sind umfassende Vorarbeiten erforderlich. Es ist hier nicht unsere Sache, auszuführen, wie ein Arrangement aussehen müßte; von weit reichenden Eingriffen in die Verwaltung, Kommissionen von Delegierten usw. ist hier natürlich keine Rede. Aber es könnte wohl Sicherheils- eine temporäre Zinsreduktion be- leistung fürdie willigt werden, wenn zum Entgelt für die Schuld' heute schwer bedrohten Staatsanleihen eine Sicherheit geboten würde. Das wäre der ehrenhafteste Ausweg, er würde das Staats budget entlasten und andererseits die Gläu biger nicht schädigen, da durch die Spezial sicherheit die heute so stark gesunkenen Mrse sehr günstig beeinflußt würden. Von einer späteren Restitution könnte man aus den früher erwähnten Gründen absehen. James Steuart bezeichnete im 18. Jahr hundert den Staatsbankerott als gänzlichen Untergang einer Nation, und einer der Mata- boren der liberalen Oekonomie forderte den " Uö Staat auf, lieber unterzugehen, als seinen Verpflichtungen untreu zu werden; wir den ken heute ruhiger darüber, geben dem Staat das Recht, in kritischer Zeit im Ein vernehmen mit denGlänbigern sich Luft zu verschaffen und den Staatshaus halt so zu ordnen, daß für die Folgezeit eine sichere Coupon-